{"id":864,"date":"2022-03-11T17:09:33","date_gmt":"2022-03-11T16:09:33","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/?p=864"},"modified":"2025-06-18T14:57:37","modified_gmt":"2025-06-18T12:57:37","slug":"4-von-5-was-bedeutet-open-science-fuer-das-kuenftige-geschaeftsmodell-von-bibliotheken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/2022\/03\/11\/4-von-5-was-bedeutet-open-science-fuer-das-kuenftige-geschaeftsmodell-von-bibliotheken\/","title":{"rendered":"4 von 5: Was bedeutet Open Science f\u00fcr das k\u00fcnftige Gesch\u00e4ftsmodell von Bibliotheken?"},"content":{"rendered":"\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist \u00fcber das <a href=\"https:\/\/av.tib.eu\/media\/56578\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">TIB AV Portal<\/a> verf\u00fcgbar.<\/pre>\n\n\n\n<p>Von Sebastian Nix<\/p>\n\n\n\n<p>Bericht zur Veranstaltung #4 in der Reihe: <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/2021\/09\/09\/quo-vadis-offene-wissenschaft-eine-virtuelle-open-access-woche-fuer-berlin-brandenburg\/\">Quo vadis offene Wissenschaft? Eine virtuelle Open Access Woche f\u00fcr Berlin-Brandenburg<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die ersten drei Veranstaltungen der virtuellen Open Access Woche Berlin Brandenburg den Fokus zun\u00e4chst auf das F\u00fcr und Wider gewinnorientierter Modelle von Open Access gerichtet hatten, au\u00dferdem auf die konkreten Folgen der DEAL-Vertr\u00e4ge f\u00fcr Bibliotheken und auf die Frage, inwiefern Wissenschaftseinrichtungen verlegerische Aufgaben \u00fcbernehmen k\u00f6nnen und sollten, nahm die vierte Veranstaltung am 17.02.2022 die \u2013 weitreichende \u2013 Frage in den Blick, wie die Inkorporierung von Praktiken \u201eoffener Wissenschaft\u201c das Gesch\u00e4ftsmodell von Bibliotheken inklusive ihres eigenen, transparent zu haltenden Betriebs jetzt und in Zukunft beeinflusst. Dies wurde im Rahmen von Kurzvortr\u00e4gen ganz konkret dargestellt aus der Perspektive drei sehr unterschiedlicher wissenschaftlicher Bibliotheken:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>der ZBW \u2013 Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, vertreten durch ihren Direktor, Professor Dr. Klaus Tochtermann,<\/li>\n<li>des Bereichs \u201eWissenschaftliche Information\u201c am Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung (WZB), repr\u00e4sentiert durch den Bereichsleiter Mathis Fr\u00e4\u00dfdorf, Ph.D., sowie\u00a0<\/li>\n<li>der Staatsbibliothek zu Berlin \u2013 Preu\u00dfischer Kulturbesitz (SBB-PK), f\u00fcr die Reinhard Altenh\u00f6ner, St\u00e4ndiger Vertreter des Generaldirektors, einen Beitrag beisteuerte.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Moderation der mit bis zu rund 270 Teilnehmer*innen erneut sehr gut besuchten Veranstaltung lag in den H\u00e4nden von Professor Dr. Ellen Euler (Fachhochschule Potsdam).<\/p>\n\n\n\n<p>Den Auftakt machte Klaus Tochtermann (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.6347436\">Pr\u00e4sentation Klaus Tochtermann<\/a>). Er f\u00fchrte zun\u00e4chst aus, dass es keine einheitliche Definition von \u201eOpen Science\u201c gebe. Den verschiedenen Definitionsans\u00e4tzen sei jedoch gemeinsam, dass Open Science abziele auf m\u00f6glichst gro\u00dfe Transparenz und Glaubw\u00fcrdigkeit der wissenschaftlichen Arbeit, was letztlich auch einer Verbesserung der Qualit\u00e4t des Forschungsprozesses diene. F\u00fcr sein Haus stellte Tochtermann verschiedene Serviceangebote vor, die s\u00e4mtlich dazu beitragen sollen, die von der ZBW haupts\u00e4chlich angesprochene Zielgruppe der Forschenden und Studierenden in den Wirtschaftswissenschaften mit Prinzipien und Werkzeugen von Open Science vertraut zu machen und sie bei der Umsetzung von Open Science im gesamten Forschungsprozess zu unterst\u00fctzen. Das Spektrum reicht hier vom Betrieb eines Repositoriums f\u00fcr wirtschaftswissenschaftliche Open-Access-Publikationen \u00fcber Online-Informationsplattformen bis hin zu Veranstaltungen wie der j\u00e4hrlichen \u201eOpen Science Conference\u201c, die die ZBW in einem Netzwerk zahlreicher Partner ausrichtet. In diesem Zusammenhang betonte Tochtermann, wie wichtig der Dialog und die Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaften und Informationsinfrastruktur seien, um bedarfsgerechte Serviceangebote zu entwickeln. Zudem betreibe die ZBW selbst informationswissenschaftliche Forschung und bedenke dabei stets auch Open Science aus verschiedenen Blickwinkeln mit.\u00a0 Die Herausforderung bestehe hier darin, die eigenen, informationswissenschaftlich fundierten Erkenntnisse einflie\u00dfen zu lassen in ein Serviceangebot, das auf die disziplin\u00e4re Praxis einer ganz anderen, sehr spezifischen Fachcommunity zugeschnitten sein m\u00fcsse. Auf diese Herausforderung hat die ZBW mit der Gr\u00fcndung einer eigenen Abteilung \u201eOpen-Science-Transfer\u201c reagiert. Der Referent betonte auch, dass die Entwicklung neuer ebenso wie die Verstetigung projektbasiert entwickelter Services angesichts stets begrenzter Ressourcen eine permanente Aufgabe sei. Die ZBW nutzt hier ein dezidiertes Servicekonzept zur kriterienbasierten Evaluation ihres Portfolios. Ein Eckpunktepapier \u201eOffenheit als Handlungsfeld f\u00fcr die ZBW\u201c mit sechs konkreten Themenfeldern und konkret formulierten Zielen soll dazu beitragen, verschiedene Facetten von Open Science, z.B. Open Access oder Open Data, systematisch im Serviceangebot der ZBW zu verankern. Zugleich m\u00fcssten die Mitarbeitenden bei der Umstrukturierung von Services \u2013 dies beinhalte auch die Einstellung von Angeboten, die heute nicht mehr dieselbe Bedeutung wie zu ihrer Entstehungszeit h\u00e4tten \u2013 mitgenommen werden; dabei gelte es auch \u00dcberzeugungsarbeit zu leisten und Widerst\u00e4nde zu \u00fcberwinden. Hilfreich dabei seien auch externe Impulse, wie sie bei Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft, zu denen auch die ZBW geh\u00f6rt, beispielsweise durch regelm\u00e4\u00dfige externe Evaluationen gegeben sind. Eine besondere Bedeutung kommt hier auch der kontinuierlichen, vor allem fachlichen Weiterqualifikation zu, wobei an der ZBW eine stark wachsende Bedeutung kompakter Formate zu beobachten ist, die sich \u2013 anders als z.B. mehrt\u00e4gige Schulungen \u2013 gut in den Arbeitsalltag integrieren lie\u00dfen. Aber auch eine inhaltlich andere Profilierung freiwerdender Stellen sah Tochtermann als weitere M\u00f6glichkeit, mit begrenzten Personalressourcen Servicever\u00e4nderungen umzusetzen. Neue Tools wie Jira helfen zudem dabei, sich stetig \u00e4ndernde Gesch\u00e4ftsprozesse im Blick zu behalten und zu dokumentieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" class=\"wp-image-876\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Tochtermann-2-1024x576.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Tochtermann-2-1024x576.png 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Tochtermann-2-300x169.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Tochtermann-2-768x432.png 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Tochtermann-2-1536x864.png 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Tochtermann-2-1200x675.png 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Tochtermann-2.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/>\n<figcaption>Screenshot des Beitrags von Klaus Tochtermann: Ressourcen und neue Services im Erwerbungsetat der ZBW<\/figcaption>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Mathis Fr\u00e4\u00dfdorf (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.6347441\">Pr\u00e4sentation Mathis Fr\u00e4\u00dfdorf<\/a>) nahm dann die Perspektive einer vor allem auf eine hausinterne Klientel fokussierten Informationsinfrastruktureinrichtung ein; im Fall des WZB sind dies vor allem \u00d6konom*innen, Sozialwissenschaftler*innen und Rechtswissenschaftler*innen. Fr\u00e4\u00dfdorf wies zun\u00e4chst auf die \u00fcberwiegende \u00f6ffentliche Finanzierung des WZB hin; schon diese sei ein gewichtiger Grund daf\u00fcr, aus \u00f6ffentlichen Mitteln finanzierte Forschungsergebnisse der interessierten (Fach-)\u00d6ffentlichkeit zur weiteren Nutzung zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die Schwerpunkte am WZB liegen hier infrastrukturseitig vor allem in den Bereichen Open Access und Open Data. F\u00fcr die Wahrnehmung entsprechender Aufgaben stehen am WZB ca. 2,5 Vollzeit\u00e4quivalente (ca. 16% aller Stellenanteile im Bereich \u201eWissenschaftliche Information) zur Verf\u00fcgung, verteilt auf insgesamt sechs Personen. Eindrucksvoll konnte der Referent anhand konkreter Zahlen belegen, dass die zentral erbrachten Services rund um Open Science von den Forschenden Hauses sehr gut angenommen werden. In diesem Zusammenhang unterstrich er, dass die Bereitstellung zentraler Fachkompetenz letztlich eine Ressourcenersparnis an anderer Stelle bedeute: So m\u00fcssten sich Forschende nicht selbst Spezialwissen z.B. zu Open-Access-Publikationsmodellen oder der FAIR-kompatiblen Dokumentation und Bereitstellung von Forschungsdaten aneignen. Fr\u00e4\u00dfdorf ging aber auch darauf ein, dass die Entwicklung von neuen Services sich vollziehe in einem von wachsender Unsicherheit gekennzeichneten Kontext. So sei es beispielsweise eine Herausforderung, mit einem konstanten Erwerbungsbudget wachsende, aber nur begrenzt gut prognostizierbare Ausgaben f\u00fcr Open-Access-Publikationen zu bestreiten. Auch sei mitunter schwer einzusch\u00e4tzen, wie nachhaltig der oft langwierige Aufbau hochspezialisierter Kompetenzen bei Mitarbeitenden in einem dynamischen Umfeld nutzbar sei. In einem eher kleinen Team stelle auch die Sicherung institutionsspezifischen Knowhows unabh\u00e4ngig von einzelnen \u201eWissenstr\u00e4ger*innen\u201c eine Herausforderung dar. In diesem Zusammenhang betonte Fr\u00e4\u00dfdorf, wie wichtig es sei, Dienstleistungen in Kooperation mit Partnern zu erbringen, die beispielsweise auf hohem professionellen Niveau Infrastrukturen f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung frei zug\u00e4nglicher wissenschaftlicher Publikationen und Daten betreiben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" class=\"wp-image-877\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Fraessdorf-1024x576.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Fraessdorf-1024x576.png 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Fraessdorf-300x169.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Fraessdorf-768x432.png 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Fraessdorf-1536x864.png 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Fraessdorf-1200x675.png 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Fraessdorf.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/>\n<figcaption>Screenshot des Beitrags von Mathis Fr\u00e4\u00dfdorf: Entwicklung der Open-Access-Leistungen am WZB<\/figcaption>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Reinhard Altenh\u00f6ner (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5281\/zenodo.6347445\">Pr\u00e4sentation Reinhard Alten\u00f6ner<\/a>) schlie\u00dflich n\u00e4herte sich dem Thema der Veranstaltung aus dem Blickwinkel einer der gr\u00f6\u00dften wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands an.\u00a0 Die SBB-PK ist integraler Bestandteil der Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz, die j\u00fcngst Open-Science-Leitlinien verabschiedet hat, um im Verbund der Stiftungseinrichtungen Open-Science-Praktiken in verschiedener Weise zu st\u00e4rken. Die SBB-PK setzt mittlerweile einen inhaltlichen Schwerpunkt in den Kultur- und Geistwissenschaften und bedient damit, in dieser Hinsicht \u00e4hnlich wie die ZBW, eine heterogene Klientel von Forschenden und Studierenden verschiedenster Disziplinen im In- und Ausland. Darin liegt auch eine Herausforderung, wenn es darum geht, Bibliotheksdienstleistungen bedarfsgerecht zuzuschneiden auf konkrete Bedarfe einer \u2013 mangels einer direkten \u201einstitutionellen Verbindung\u201c zwischen der Bibliothek und ihren Nutzer*innen wie z.B. am WZB \u2013 immer ein St\u00fcckweit auch \u201ediffusen\u201c und \u201eephemeren\u201c Klientel. Auch Altenh\u00f6ner stellte diverse Serviceangebote seines Hauses mit Open-Science-Bezug vor. Eine wichtige Sto\u00dfrichtung ist dabei eine freie Bereitstellung von Inhalten, z.B. Digitalisaten, \u00fcber offene, gut dokumentierte Schnittstellen. Ziel sei es, \u00fcber die Distribution frei zug\u00e4nglicher, interoperabler Informationsressourcen zu einer Vernetzung von und Interaktion mit den Nutzer*innen dieser Inhalte beizutragen. Angesichts der Tatsache, dass Personalkosten den weitaus gr\u00f6\u00dften Teil des Budgets der SBB-PK ausmachen, betonte Altenh\u00f6ner, dass die Umsetzung von Open Science eng gekoppelt sei an die Verankerung eines entsprechenden \u201eMindsets\u201c bei den Mitarbeitenden und in m\u00f6glichst allen Gesch\u00e4ftsg\u00e4ngen. Dabei benannte er eine verst\u00e4rkte Ausrichtung von Personalentwicklungs- und -gewinnungsma\u00dfnahmen als wichtigen Erfolgsfaktor. Zugleich prognostizierte er, dass k\u00fcnftig verst\u00e4rkt eine Umwidmung von Stellen zugunsten hoch verg\u00fcteter, wissenschaftlicher Stellen stattfinden werde. Weiterhin warnte er davor zu erwarten, dass eine perspektivisch weitreichende Verf\u00fcgbarkeit von wissenschaftlichen Informationsressourcen im Open Access quasi automatisch zu einer Kostensenkung und damit zur Freisetzung von durch bislang f\u00fcr den Bestandsaufbau gebundenen Mitteln f\u00fcr andere Services f\u00fchre: \u201eEs wird nicht billiger!\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" class=\"wp-image-878\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Altenhoener-1024x576.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Altenhoener-1024x576.png 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Altenhoener-300x169.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Altenhoener-768x432.png 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Altenhoener-1536x864.png 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Altenhoener-1200x675.png 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-research-berlin\/files\/2022\/03\/Altenhoener.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/>\n<figcaption>Screenshot des Beitrags von Reihard Altenh\u00f6ner: Auswirkungen von Open Science auf die strategische Weiterentwicklung<\/figcaption>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><em>Fazit und Diskussion<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl die Beitr\u00e4ge der drei Referenten als auch die Fragen aus dem Publikum machten deutlich, dass ein Aufgreifen von Open-Science-Ans\u00e4tzen durch Bibliotheken Chancen f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Weiterentwicklung bedarfsorientierter Services bietet und auch bereits in der Praxis gelebt wird. Folgende Aspekte wurden dabei besonders deutlich:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Umsetzung von Open Science durch Infrastruktureinrichtungen erfordert mehr denn je auch seitens der Infrastruktureinrichtungen ein vertieftes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die disziplin\u00e4ren Kulturen und die disziplinspezifischen Besonderheiten jeweils des gesamten Forschungsprozesses.<\/li>\n<li>Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die Mitarbeitenden durch einen transparenten Entscheidungsfindungsprozessbei der Weiterentwicklung entsprechender Serviceportfolios\u00a0 \u201emitzunehmen\u201c. Dies schlie\u00dft angesichts nur begrenzt verf\u00fcgbarer Personal- und Sachressourcen auch die kritische Reflexion \u00fcber den Fortbestand vorhandener Services ein. Wichtig dabei sind klare strategische Zielsetzungen unter Einbeziehung der Nutzer*innen-Perspektive und im Idealfall auf Basis einer kriterienbasierten, iterativen Bewertung von Services.<\/li>\n<li>Systematische Personalentwicklungsma\u00dfnahmen sind neben der inhaltlichen Transformation des Stellentableaus im Zusammenhang mit Personalfluktuation ein wichtiges Instrument, um Mitarbeitende zur Erbringung wissenschaftsnaher Open-Science-Services zu bef\u00e4higen. Hilfreich k\u00f6nnen hier zeitlich kompakte, gut in den Arbeitsalltag integrierbare Fortbildungsangebote sein.<\/li>\n<li>Es gilt, sorgf\u00e4ltig abzuw\u00e4gen, welche Services \u201einhouse\u201c entwickelt und gepflegt werden und in welchen F\u00e4llen eine Kooperation mit Dritten unter Ressourcengesichtspunkten die bessere Option sein kann.<\/li>\n<li>Angesichts der Dynamik der Digitalisierung im Wissenschaftsbereich wir die k\u00fcnftige Entwicklung forschungsunterst\u00fctzender Services, gerade im Bereich \u201eOpen Science\u201c, st\u00e4rker als in der Vergangenheit gepr\u00e4gt sein von Unsicherheit. Dies setzt bei allen Beteiligten eine kontinuierliche Bereitschaft zur Ver\u00e4nderung und zum Hinterfragen von bestehenden Praktiken voraus.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Unter anderem ankn\u00fcpfend an diese Erkenntnisse wird die n\u00e4chste und vorerst letzte Veranstaltung im Rahmen der virtuellen Open Access Woche unter dem Titel \u201e<a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/open-access-berlin\/2022\/02\/15\/mit-volldampf-voraus-in-richtung-openness-kompetenzen-und-infrastrukturen-mit-perspektiven\/\">Mit Volldampf voraus in Richtung \u201aOpenness\u2018: Kompetenzen und Infrastrukturen mit Perspektiven<\/a>\u201c im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Frage in den Blick nehmen, wie es im Zusammenspiel der verschiedenen Akteure aus Wissenschaf(spolitik), Ausbildungs- und Infrastruktureinrichtungen gelingen kann, den Wandel hin zu Open Science aktiv zu gestalten. Sie sind herzlich eingeladen, sich am 25. M\u00e4rz 2022, 14:00 bis 15:30 Uhr, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist \u00fcber das TIB AV Portal verf\u00fcgbar. Von Sebastian Nix Bericht zur Veranstaltung #4 in der Reihe: Quo vadis offene Wissenschaft? Eine virtuelle Open Access Woche f\u00fcr Berlin-Brandenburg. 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