{"id":242,"date":"2019-08-13T14:05:47","date_gmt":"2019-08-13T12:05:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/phs-mikroartikel\/?p=242"},"modified":"2021-03-23T12:35:23","modified_gmt":"2021-03-23T11:35:23","slug":"flog-der-schuh-eines-schuelers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/phs-mikroartikel-2021\/flog-der-schuh-eines-schuelers\/","title":{"rendered":"&#8220; &#8230; flog der Schuh eines Sch\u00fclers durch den Raum &#8230;&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Beitrag von einer Lehramtsstudentin im 2. Semester<\/strong><\/p>\n<p>Der Mikroartikel stellt eine Situation in einer J\u00fcL-Klasse (jahrgangs\u00fcbergreifendes Lernen: Erst- und Zweitkl\u00e4ssler zusammen) im Mathematikunterricht dar. Ziel der beschriebenen Unterrichtsstunde ist das Durchf\u00fchren von Mathespielen zur Sicherung des Wissens im jeweiligen Zahlenraum.<br \/>\nZu Beginn dieser Mathestunde schoben die Lehrkraft, die Erzieherin und ich Tische und St\u00fchle um, damit die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler (SuS) immer zu dritt an einem Platz sitzen konnten. W\u00e4hrenddessen wurden die SuS bereits unruhig oder unterhielten sich laut miteinander. Es sollten sich immer zwei Erstkl\u00e4ssler zusammenfinden und sich noch einen Zweitkl\u00e4ssler aussuchen. Der Zweitkl\u00e4ssler sollte als Spielleiter fungieren und die beiden Erstkl\u00e4ssler unterst\u00fctzen. Dies barg schon die ersten Probleme. <!--more-->Manche wollten nicht miteinander arbeiten oder waren mit der Auswahl so \u00fcberfordert, dass sie sich nicht entscheiden konnten. Als die Auswahl dann schlie\u00dflich doch erfolgt war, setzten sie sich an die vorgesehenen Pl\u00e4tze und bekamen die Spielanleitungen, sowie einen W\u00fcrfel. Sie sollten sich weiteres Material selbst raussuchen, wobei es durchaus geschah, dass sie falsche Dinge nahmen oder zu viele bzw. zu wenige.<br \/>\nSie verstanden anscheinend die Anweisungen nicht oder hatten die Spielanleitungen nicht gelesen. Die Erstkl\u00e4ssler konnten nat\u00fcrlich noch nicht alles lesen, das war klar. Die Zweitkl\u00e4ssler hingegen, so dachte wahrscheinlich die Lehrerin, schon. Aber die meisten beachteten die Anweisungen gar nicht und machten dieselben Fehler wie die Erstkl\u00e4ssler. Dann spielten sie die Spiele und wir gingen durch den Raum und halfen dort, wo es n\u00f6tig war. Allerdings kam es vor, dass einige sich aufgrund des Spielergebnisses in die Haare bekamen und sich darum stritten, wer, wie oft geschummelt hatte, sodass letztendlich der Schuh eines Sch\u00fclers durch den Raum flog.<\/p>\n<p><strong>Meine Einsichten<\/strong><\/p>\n<p>Nicht alles lief in dieser Stunde nach Plan. Wir h\u00e4tten bereits vor der Stunde die Lernumgebung f\u00fcr die folgende Lernsituation aufbauen m\u00fcssen, damit die SuS nicht unruhig werden konnten. Auch die Zuteilung in Gruppen h\u00e4tte besser gestaltet werden k\u00f6nnen. Da die Kinder eindeutig noch nicht selbst entscheiden konnten, mit wem sie arbeiten wollen und dadurch kostbare Zeit verloren ging. Auch kam es durch die zuf\u00e4llige Wahl dazu, dass manche sich stritten. Dies h\u00e4tte verhindert werden k\u00f6nnen, da bereits bekannt war, das gewisse Sch\u00fcler zwar gerne miteinander spielten, dies allerdings oft in Streit und Tr\u00e4nen endete. Die Idee, dass der Zweitkl\u00e4ssler die F\u00fchrung \u00fcbernimmt, ist grundlegend keine schlechte. Allerdings war zu erkennen, dass manche Erstkl\u00e4ssler nicht auf ihre*n Mitsch\u00fcler*in h\u00f6ren wollten oder das Zweitkl\u00e4ssler noch nicht alle Kompetenzen, wie das Lesen der Anleitung, beherrschten. Sie schienen zu viel Freiraum zu haben, womit sie nicht umgehen konnten. Ein wenig mehr Unterst\u00fctzung oder eine andere Planung dieser Gruppenarbeit w\u00e4re angebracht gewesen.<\/p>\n<p><strong>Meine Folgerungen<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>In meiner zuk\u00fcnftigen Rolle als Lehrerin werde ich darauf achten, Gruppenarbeiten im Voraus zu planen. Wenn die SuS eigenst\u00e4ndig arbeiten sollen, m\u00fcssen sie geeignetes Material daf\u00fcr haben. Es ist richtig und wichtig, den SuS viel zuzutrauen, damit sie \u00fcber sich hinauswachsen k\u00f6nnen. Andererseits darf man ihnen auch nicht zu viel zumuten. Bei SuS in diesem Alter scheint es schwer zu sein, einzusch\u00e4tzen, was sie schon ohne Unterst\u00fctzung k\u00f6nnen und was nicht. Allerdings m\u00fcssen sie ja auch, abgesehen von der Schule, in ihrem Alltag zurechtkommen.<\/p>\n<p><strong>Meinen Anschlussfragen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Wie erkenne ich, wann die SuS bereit daf\u00fcr sind, gewisse Anforderungen selbst zu bew\u00e4ltigen?<\/li>\n<li>Wie kann ich Schritt f\u00fcr Schritt daf\u00fcr sorgen, dass die SuS selbstst\u00e4ndiger werden?<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Beitrag von einer Lehramtsstudentin im 2. Semester Der Mikroartikel stellt eine Situation in einer J\u00fcL-Klasse (jahrgangs\u00fcbergreifendes Lernen: Erst- und Zweitkl\u00e4ssler zusammen) im Mathematikunterricht dar. Ziel der beschriebenen Unterrichtsstunde ist das Durchf\u00fchren von Mathespielen zur Sicherung des Wissens im jeweiligen Zahlenraum. 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