„Die Schülerinnen und Schüler konnten selbst entscheiden, ob sie eine Hilfskarte brauchen und wenn ja welche.“

Ein Beitrag von Lisa Galert

Die folgende Darstellung bezieht sich auf eine Unterrichtsstunde in einem Biologie-Grundkurs der 11. Klasse. Der Großteil der Stunde wurde mit einer Sicherungsphase verbracht, da zuvor die Stunde ausgefallen war und die Arbeitsergebnisse besprochen werden mussten. Die mündliche Beteiligung der Schülerinnen und Schüler (SuS) war eher schlecht und der Lehrer musste sie mehrfach ermutigen, doch ihre Ergebnisse vorzutragen. „„Die Schülerinnen und Schüler konnten selbst entscheiden, ob sie eine Hilfskarte brauchen und wenn ja welche.““ weiterlesen

„Der Schüler las seinen kurzen Text vor, der viele Probleme im Satzbau, Vokabular und Grammatik aufwies.“

Ein Beitrag von Judith Beyer

Mein Orientierungspraktikum absolvierte ich an einer Gemeinschaftsschule, deren Schüler größtenteils einen nicht-deutschsprachigen familiärer Hintergrund haben. An einem Dienstag besuchte ich in der fünften Stunde den Deutschunterricht einer 12. Klasse, der von Frau K. geführt wurde. Die Schülerinnen und Schüler hatten in der letzten Unterrichtseinheit einen Text zum Thema Entwicklung und Entwicklungstendenzen der deutschen Sprache im digitalen Zeitalter gelesen und sollten als Hausaufgabe eigene Gedanken zu diesem Thema kurz verschriftlichen. Die Lehrkraft Frau K. fragte, wer seine Hausaufgabe vorlesen wolle und rief, nachdem sich einige Schülerinnen und Schüler gemeldet hatten, einen Schüler auf. Der Schüler las seinen kurzen Text vor, der viele Probleme im Satzbau, Vokabular und Grammatik aufwies. „„Der Schüler las seinen kurzen Text vor, der viele Probleme im Satzbau, Vokabular und Grammatik aufwies.““ weiterlesen

„Ich kann das nicht!“

Ein Beitrag von Franziska Ernst

Die folgende Situation erlebte ich in einer Montessori-Grundschule in einer JüL Klasse der Jahrgangsstufen 123 während einer Mathearbeitszeit. In dem Teil des Unterrichts arbeiten die Kinder frei in ihren Arbeitsheften, an Arbeitsblättern, mit Montessorimaterialien oder bekommen in Kleingruppen direkte Instruktionen von der Lehrkraft. Ich unterstützte Mara (Name geändert), eine Schülerin der zweiten Klasse, die zu den lernschwachen Kindern der Klasse gehört, bei der Bearbeitung ihrer Arbeitsblätter auf denen Wiederholungsaufgaben der ersten Klasse im Zahlenraum bis 20 waren. Mara fielen die Aufgaben schwer, sie brauchte viel Zeit, wurde unkonzentrierter und sagte immer wieder zu mir: “Ich kann das nicht!“. „„Ich kann das nicht!““ weiterlesen

„Als die Lehrerin das Thema an die Tafel schreibt, lachen bereits die ersten Schülerinnen und Schüler.“

Ein Beitrag von Johanna Schmiech

Wir befinden uns in einer 10. Klasse, die Schülerinnen und Schüler (SuS) dieser Klasse werden als Sprachlerner bezeichnet und können alle mindestens in den Grundzügen deutsch sprechen. Das Thema der heutigen Biologiestunde ist Fortpflanzung und Entwicklung. Als die Lehrerin das Thema an die Tafel schreibt, lachen bereits die ersten SuS.
„„Als die Lehrerin das Thema an die Tafel schreibt, lachen bereits die ersten Schülerinnen und Schüler.““ weiterlesen

„Wie wichtig es ist, jedes Kind als einzelnes Individuum zu betrachten.“

Ein Beitrag von Anna Malin Mangott

Es handelt sich um den Unterricht einer 3./4. Klasse der Klinikschule eines Krankenhauses. Kinder, die sich zur Zeit in psychiatrischer Behandlung befinden, besuchen die Klinikschule vormittags. Sieben Kinder befinden sich insgesamt in der Klasse, jedoch nimmt nicht jedes Kind der Klasse an jeder Unterrichtsstunde teil. Maximal fünf Kinder kann eine Lehrkraft übernehmen.
Ein sehr ruhiger und zurückhaltender Schüler im Alter von 12 Jahren mit diagnostizierten Depressionen besucht seit 2 Wochen die Klinikschule. Die Klassenlehrer der einzelnen Klassen sind dazu verpflichtet, Kontakt zu den Lehrkräften und Klassenlehrer_innen der Heimatschule aufzunehmen. Über ein telefonisches Gespräch soll herausgefunden werden, über welchen Leistungsstand das Kind verfügt und an welche Lerninhalte angeknüpft werden kann.  Die Lehrkraft des genannten Schülers sagt beim telefonischen Gespräch aus, dass der Schüler das schriftliche Multiplizieren nicht beherrsche. Er würde es nicht verstehen und kein Talent dafür besitzen. „„Wie wichtig es ist, jedes Kind als einzelnes Individuum zu betrachten.““ weiterlesen