„Pausen müssen nicht immer starr sein, …“

Ein Beitrag von einem Lehramtsstudenten im 2. Semester

In meiner Praktikumsschule wird neben JüL (= jahrgangsübergreifendem Unterricht) auch Unterricht in 90-Minuten-Blöcken praktiziert, weswegen oft innerhalb eines Blocks zwei Fächer behandelt werden, wie zum Beispiel an diesem Tag Mathematik und Deutsch. Die Klassenlehrerin Frau X der JüL Klasse 4-6 arbeitet im Unterricht mit selbst erstellten „Lernwegen“ für die Kinder. Dies sind Aufgabenhefte unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die es den Schülerinnen und Schülern (SuS) ermöglichen, entsprechend ihres Leistungsniveaus Aufgaben in Selbstarbeit und durch Kooperation mit Tischnachbarn zu lösen. Die individuellen Leistungsziele werden am Ende einer jeden Woche für die jeweils nächste Woche von den Kindern selbst definiert und in ihren Logbüchern eingetragen.
Am Montag im ersten Block besprach die Lehrerin mit den SuS noch einmal deren selbst gesteckte Wochenziele. Dabei gab sie lediglich vor, dass zunächst mit den Deutschaufgaben angefangen werden sollte, um im zweiten Teil des 90-Minuten-Blocks dann die Mathematik-Lernwege zu bearbeiten. Nach individueller Absprache mit der Lehrerin und unter Angabe von konkreten Gründen durften einige SuS auch mit den Mathematik Aufgaben beginnen.
In (für mich) erstaunlich ruhiger und motivierter Weise bildeten sich selbstständig Lerngruppen, die die jeweiligen Aufgaben in konzentrierter und kooperativer Weise durchgingen. Die Lehrerin ging dabei kontinuierlich von Lerngruppe zu Lerngruppe, um Unterstützung zu geben und um sich jeweils eine individuellen Eindruck über den Lernstand der SuS zu verschaffen. Nach ca. 50 Minuten wurde es zusehends lauter und unruhiger in der Klasse, was auch daran lag, dass einige mit ihren selbst gesteckten Aufgaben bereits fertig waren und statt die Aufgaben des anderen Unterrichtsfaches zu lösen, lieber bei Tischnachbarn oder an anderen Tischen schauen wollten, was die Mitschüler*innen machten. Da trotz kleinerer Störungsinterventionen durch konstruktive Ermahnungen seitens der Lehrerin die Unruhe im Klassenraum stieg und immer mehr Kinder ihre Aufgaben nicht mehr bearbeiteten, läutete sie drei Mal einen Gong, der für die Kinder das Signal war, mit was auch immer sie gerade taten aufzuhören und der Lehrerin zuzuhören.
Die Lehrerin teilte der Klasse mit, dass sie es sehr gut fand, wie aufmerksam und produktiv die Klasse in der letzten dreiviertel Stunde gearbeitet hat und dass ihr aufgefallen war, dass es in den letzten fünf Minuten deutlich lauter und unruhiger geworden war. Daher bat sie alle Kinder aufzustehen und führte ihnen verschiedene Dehn-, Entspannungs- und Lockerungsübungen vor, die die Kinder nachmachen sollten. So konnten sich die Kinder für ca. drei Minuten im Raum bewegen und gedanklich abschalten. Im Anschluss gingen die SuS alle mit sichtlich gestiegener Motivation wieder an ihre Aufgaben und arbeiteten bis zum Ende des Blocks in erneut ruhiger und konzentrierter Weise weiter.

Meine Einsichten

Ich war zu Beginn sehr skeptisch wie und ob überhaupt Kinder der 4.-6. Klasse sinnvoll in einem 90-Minuten-Block arbeiten könnten. Mir schien das eine viel zu lange Zeitspanne zu sein. Nun könnte man denken, dass die Unruhe nach ca. 50 Minuten genau dies bestätigte, aber ich habe Tage an der Schule erlebt, in denen es den Kindern in keinster Weise schwerfiel, auch für 90 Minuten durchgehend konzentriert und motiviert zu sein, was auch in dem abwechslungsreichen Handlungsprogramm der Lehrerin lag. Man darf das Leistungsvermögen der SuS also nicht unterschätzen und sie durchaus auch fordern. Wichtig ist nur, ein feines Gespür zu entwickeln, wann tatsächlich eine kurze Pause sinnvoll ist. Dafür bedarf es eines kontinuierlichen Monitorings.
Die Verknüpfung der Pause mit für die Kinder sehr sinnvollen Entspannungs- und Lockerungsübungen, bei denen auch gelacht und gespaßt werden darf, ist für mich ein sehr interessantes Konzept, dass ein flexibles Zeitmanagement ermöglicht und de facto keiner Vorbereitung oder Materialien bedarf. Durch die Ritualisierung dieses Kurzpausen-Konzepts sind die Kinder es schon gewohnt, sich im Anschluss wieder konzentriert und motiviert ihren Aufgaben zu widmen.

Meine Folgerungen

Pausen müssen nicht immer starr sein, sondern können variabel je nach Bedarf eingesetzt werden, um den Kindern eine körperliche und geistige Abwechslung zu ermöglichen. Dies eröffnet auch die Möglichkeit, länger als die üblichen 45 Minuten an einem Thema konstruktiv zu arbeiten. Die individuellen Bedürfnisse der SuS stehen im Vordergrund und nicht die strikt vorgegebenen Unterrichtseinheiten.
Wichtig ist es sicherlich, den richtigen Moment für diese kurzen Pausen zu finden. Ist er zu früh, werden die Kinder aus ihren Lernprozessen „herausgerissen“, was bei noch bestehender Motivation zu Frust führen kann. Unterbricht man den Unterricht hingegen zu spät, reicht eine kurze Pause möglicherweise nicht mehr aus, um im Anschluss wieder ein produktives Arbeitsklima zu etablieren. Auch wird es nötig sein, die Übungen zu variieren, damit die Kinder zwar die Pause als Routine empfinden, nicht aber deren Ausgestaltung.

Meine Anschlussfragen

  • Woher weiß ich, wann der richtige bzw. optimale Zeitpunkt für eine Pause ist?
  • Wie kann ich mein Handlungsprogramm variieren, wenn die Unterbrechung nicht für eine Steigerung der Motivation und Konzentration ausreichend war?
  • Was kann ich tun, um bei einer inklusiven Schule auch SuS zu motivieren, die die Übungen aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht durchführen können?

68 Gedanken zu „„Pausen müssen nicht immer starr sein, …““

  1. Ich finde diesen Beitrag sehr interessant. Es zeigt, dass Pausen wichtig sind, um einen Ausgleich zu anstrengenden Lernphasen zu schaffen. So können sich die Kinder kurz auspowern und danach wieder motiviert und konzentriert arbeiten. Ebenfalls finde ich es gut, dass die Lehrerin die Pause erst eingeleitet hat, als sie merkte, dass die Kinder eine Pause brauchen und sie die Schüler nicht aus ihrer Lernphase herausgeholt hat.

    Liebe Grüße

    Annina

    1. Der Beitrag ist der beste Beweis dafür, dass ein Ausgleich unverzichtbar ist. Die Pause hat es scheinbar ermöglicht, dass die Schüler für einen kleinen Moment auf andere Gedanken kommen. Wichtig ist jedoch wie bereits schon erwähnt wurde, dass die SuS nicht aus ihrem Lernprozessen herausgerissen werden, da sonst noch mehr Unruhe entstehen würde.

      Liebe Grüße

      Selin Ünlü

  2. Ich finde das Konzept sehr effektiv, da es den Schüler*innen ermöglicht, selbstständig zu arbeiten und ein individuelles Lernziel zu definieren, gleichzeitig die Lehrkraft jedoch unterstützend und spontan eingreifen kann, um die Motivation aufrechtzuerhalten. Bei so einer intensiven Lerneinheit ist ein gutes Gespür für die Notwendigkeit einer Pause und auch dessen Ausgestaltung auf jeden Fall wichtig. Kleinere körperliche Tätigkeiten sind hierbei sicherlich eine von vielen tollen Möglichkeit, um den Geist zu entlasten.

  3. Die hier beschriebene Technik zur Wiederherstellung der Konzentration in der Klasse, durch eine Möglichkeit angestaute Energie und damit einhergehende Unruhe zu entladen, zeigt sich meiner Meinung nach, vor Allem in den unteren Klassenstufen bei längeren Unterrichtseinheiten als sehr effektiv.
    Meine Grundschullehrerin wandte eine ähnliche Methode an, bei der sie eine CD bereit hielt, und uns, meistens um den frühen Nachmittag wenn es unruihger wurde, dazu aufforderte zu lustigen Liedern Übungen zu machen, oder ein kleines Spiel zu spielen. In der Regel nahmen diese Unterbrechungen rund 5 Minuten der Unterrichtszeit ein, und gewährleisteten aber dass in den restlichen 15-20 Minuten der Stunde wieder effektiv gearbeitet werden konnte.
    Ich habe besagte Technik selbst schon als Nachhilfelehrin angewandt. Dort fand die Arbeit in der Regel in Kleingruppen (bis zu 6 Schülern) statt, jedoch setzte sich die Gruppe – hier zeigt sich eine Parallele zu der im Artikel beschriebenen Klasse – in der Regel aus Kindern verschiedenster Klassenstufen zusammen, welche gelegentlich nicht einmal alle das gleiche Fach behandelten. Selbstverständlich barg sich in dieser Konstellation ein hohes Potential für Ablenkungen und Störungen, vor Allem wenn man im Auge behielt dass diese Schüler in der Regel schon einen vollen Schultag hinter sich hatten, und nun, meist auf den späten Nachmittag, weitere 90 Minuten konzentriert arbeiten sollten. Ich versuchte deswegen den Unterricht jeweils mit einem Spiel zu beginnen, und mit einem weiteren zu beenden, wobei die Spiele immer einen gewissen Mehrwert mit sich brachten. Also bespielsweise Vokabeln enthielten, oder das Bilden von Sätzen übten, etc. . Auch wenn das Finden geeigneter Aktivitäten, und vor Allem das zuschneiden auf die Gruppen (man musste ja beachten dass es für jüngere Schüler nicht zu anspruchsvoll und für Ältere nicht zu leicht wäre) keine einfache Aufgabe war, erleichterte es den Unterricht ungemein, denn nach der Einführung besagter Methoden lies sich eine klare Verbesserung im Gruppenklima und der Konzentration während der eigentlichen Arbeitsphase erkennen.

  4. Ich finde, dass solche Lockerungsübungen eine sehr gute Möglichkeit sind, um die Konzentration in der Klasse auch über längere Zeiträume aufrechtzuerhalten. Gerne hätte ich solche Übungen aus Schüler-Perspektive erlebt! Ich frage mich aber auch, ob es dazu kommen könnte, dass die SuS gar nicht mehr mit dem eigentlichen Unterricht weitermachen wollen. Oder auch, ob Lockerungsübungen die SuS zu mehr Unruhe verleiten können, wenn sich zb nicht an die Ausführung gehalten wird und mit welchen Maßnahmen man dies verhindern könnte.

  5. Hallo,
    ich fand deinen Beitrag sehr interessant und lehrreich! Es zeigt sich, dass SuS wirklich nahezu 90 min durcharbeiten können, wenn kleine Minipausen mit Lockerungsübungen zwischendurch eingeführt werden. In meiner FSJ Zeit konnte ich solche Methoden auch in einer zweiten Klasse bei vielen Lehrenden erkennen. Ein Lehrer hat einen Karaoke Song mit Tanzeinlage angemacht, wenn er bemerkt hat, dass die Kinder nicht mehr ruhig arbeiten. Eine andere Lehrerin hat ein Bewegungsspiel eingeführt und dieses immer mit den Kindern gespielt, wenn sie nach einer langen Stillarbeitszeit unruhig wurden. Die Kinder haben sich dadurch jede Stunde auf diese Pause gefreut und konnten sowohl davor, als auch danach viel besser und engagierter arbeiten. Es ist schön zu lesen, dass solche Methoden auch noch in der 4-6. Klasse funktioniert. Durch meine Erfahrungen kann ich auch bestätigen, dass die beschriebene Situation keine Ausnahme sein muss, wenn die Lehrkraft den richtigen Moment abpasst!
    Viele Grüße!

  6. Diese Situation zeigt finde ich, wie es wichtig ist die Konzentration der Klasse im Blick zu behalten. Es gibt keinen Grund, warum Unterricht immer nur in 45 Minuten Einheiten erfolgen sollte und hier wird gezeigt wie gut es sich auch mit alternativen Zeitkonzepten arbeiten lässt. Ich selbst war auf einer Schule, wo die Stunden 60 Minuten lang waren und habe da nie etwas negatives dran gesehen. Die beschriebene Unterrichtseinheit zeichnet sich für mich vor allem dadurch aus, dass die Kinder sehr selbstständig arbeiten, aber die Lehrerin sie die ganze Zeit sehr aufmerksam begleitet und den Wechsel in der Konzentration sofort wahrnimmt und darauf vorbereitet ist. Mir scheint es sehr sinnvoll flexibel mit der Unterrichtszeit umzugehen, da Kinder und ihre Konzentration von vielen Faktoren beeinflusst werden und wenn man darauf vorbereitet ist, kann dies aufgefangen werden.

  7. Die beschriebene Situation klingt sehr interessant und clever gelöst. Zum einen ist es der Lehrkraft anscheinend sehr gut gelungen, den verschiedenen Anforderungen der Kinder aus den Leistungsstufen 4. – 6. Klasse gerecht zu werden. Die entstandene Arbeitsweise (Arbeitsgruppen) zeigt, dass die Lehrkraft und ihre SuS ein lockeres, aber respektvolles Umgehen miteinander pflegen. Bestätigt wird das durch die erfolgreiche Evaluation der Lehrkraft. Es ist klar, dass es für Kinder manchmal schwierig ist, sich lange zu konzentrieren. Doch statt laut zu werden, spricht die Lehrkraft ihren SuS sogar Lob für die konzentrierte Arbeitsphase aus. Damit kommt sie den SuS entgegen und gibt ihnen vielleicht auch einen Grund, beweisen zu wollen, dass das nochmal klappen kann.
    Des Weiteren finde ich die Idee mit dem kurzen dehnen sehr sinnvoll. Bewegungspausen machen den Kopf frei und geben einem Energie, um weiter machen zu können!

  8. Ich finde das Etablieren kleiner Bewegungspausen im Unterricht sehr hilfreich. Durchgehend still zu sitzen und konzentriert zu arbeiten, ist sehr anstrengend und fällt insbesondere sehr aktiven, aufgeweckten Kindern schwer. Den richtigen Moment für so eine Pause abzupassen, ist sicher auch nicht ganz so leicht – um, wie von dir geschildert, niemanden aus dem Prozess zu reißen. Insgesamt finde ich es aber gut, die gesunkene Konzentration durch Bewegung neu zu aktivieren. Ich sehe es ja auch an mir selbst; den Pausenexpress an der Uni mag ich gern. Und ein Auflockern und Dehnen tut zwischendurch richtig gut! 🙂

  9. Was hier besonders auffällt, ist die Art, wie die Lehrerin mit dem steigenden Lautstärkepegel umgeht. Sie arbeitet nicht mit Ermahnungen und Schuldzuweisungen, sondern überlegt, was denn der Grund für die Unruhe ist. In Anbetracht der Tatsache, dass 90 Minuten für 4.-6. Klässler_innen sehr lang sind, macht es Sinn, verständnisvoll zu reagieren und mit den Schülerinnen und Schülern Entspannungs- und Lockerungsübungen zu machen.
    Ich denke als Lehrkraft eignet man sich irgendwann einen Sensor an, wann eine solche Pause sinnvoll ist. Anfangs wird man sicher viele Dinge falsch machen im Umgang mit der Klasse und jede Klasse ist auch anders. Welches Programm für die jeweilige Klasse das richtige ist, um sich zu regenerieren, muss erprobt werden und hängt auch vom Alter und der Zusammensetzung der Klasse ab.

  10. Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag.
    Ich finde es eine sehr gute Idee, eine Pause, besonders auch bei etwas jüngeren Kindern, mit einer kleinen Bewegungseinheit zu kombinieren.
    Ich denke, dass ein stabiles Lehrer-Schüler-Verhalten gegeben sein muss um gewährleisten zu können, dass die SuS nach der Pause wieder zu ihren Aufgaben zurückkehren.
    Wenn das gegeben ist, ist es ganz sicher eine super Idee.

  11. In diesem Artikel werden zwei besondere Fähigkeiten einer guten Lehrkraft dargestellt. Einerseits hat die Lehrerin die Kompetenz sehr genau spüren zu können, wann die Schülerinnen und Schüler der Klasse eine Pause benötigen. Dies stellt eine Fähigkeit dar, die sich nicht auf theoretische Weise erwerben lässt. Mit Gefühl zu lehren erfordert meiner Meinung nach Handlungssicherheit und das Vertrauen in die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler.
    Andererseits zeigt sich bei der Lehrkraft die Eigenschaft der Besonnenheit. Auch bei Störungen reagiert sie verständnisvoll und kann sich in die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler hinein versetzen, anstatt blind mit Sanktionen zu arbeiten. Dies deutet darauf hin, dass sie ein großes Vertrauen in die Schülerinnen und Schüler hat, sowie ein eigenes Gefühl der Sicherheit für ihre Lehr- und Interventionsfähigkeiten.
    Ich denke, dass diese beiden Fähigkeiten Praxiserfahrung und besonders viel Reflexion der eigenen Arbeit erfordern.
    Mir stellt sich abschließend die Frage, inwiefern bei solchen spielerischen Pausen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingegangen werden kann. Was ist mit denen, die sich vielleicht noch 5 Minuten länger konzentrieren wollen? Was ist mit denen, für die 50 Minuten eine zu lange Zeit ohne Pause darstellen?

  12. Hallo,

    dieser Beitrag gefällt mir wirklich gut. Bereits beim Erwähnen des jahrgangsübergreifenden Unterrichts wurde mein Interesse geweckt, da ich es sehr spannend finde, inwieweit dies wirklich funktionieren kann. Es freut mich daher umso mehr, dass hier so positive Erfahrungen in Verbindung mit jahrgangsübergreifenden Unterricht stattfanden. Ein 90-minütiger Blockunterricht ist für Viert- und Sechstklässler auch in meinen Augen eine echte Herausforderung, welche aber nicht unmöglich ist. Die Reaktion der Lehrkraft bei auftretender Unruhe schien super zu funktionieren und durch die Regel mit dem Gong schienen alle sofort zu wissen, was nun von ihnen verlangt wird. Ein tolles Ritual der Lehrkraft um wieder für eine angemessene Lautstärke zu sorgen. Vielen Dank für diesen Blogbeitrag und deine Erfahrungen.

    Liebe Grüße
    Chantal

  13. Vielen Dank für das Teilen deiner Beobachtung!

    Die Situation zeigt, dass kurze Bewegungspausen eine gute Möglichkeit sind, die Konzentration und Motivation der Kinder nach längeren Arbeitsphasen und Stillsitzen im Unterricht zurückzubringen.
    Besonders hervorzuheben finde ich das Verhalten der Lehrerin. Nachdem sie die Unruhe in der Klasse frühzeitig erkennt, spricht sie den Kindern ein Lob für das aufmerksame Arbeiten den letzten 45 Minuten aus. Anstatt angestrengt weiter zu versuchen die Unruhe zu unterdrücken, hat der Einschnitt im richtigen Moment den SuS geholfen, sich kurz zu regenerieren. Im weiteren Unterrichtsverlauf kann dann wieder aufmerksam weiterarbeitet werden. Es gibt sicherlich viele kreative Ideen, um bei diesen Pausen für Abwechslung zu sorgen.

    Liebe Grüße,
    Clara

  14. Ich finde die besondere Pause sehr interessant. Obwohl der Unterricht lange Zeit dauert, kann der Lehrkraft die Konzentration von Studenten aufsteigen, dass die Lehrer*innen im Mittel des Kurs einige Pause, zB entspannende Bewegung oder die andere Aufgabe zu zeigen.
    Aber das wichtig ist, dass man die richtige Zeit bemerken sollte für die Pause im Unterricht. Und die Lehrkräfte sollte auch beachten, dass nach dieser Pause die Sus ruhig werden sollte. Meiner Meinung nach können die Schüler*innen im Mittel des Kurs ungefähr 10 Minute die neue einfachere Aufgabe mit viel Bewegung herum machen. Also sollten die Lehrer*innen vor der Kurs darüber bedenken, welche Aufgabe von Anfang zum Ende (enthaltend die im Mittel) durchgeführt werden können.

    Grüße
    jeeho

  15. Danke für den Blog-Artikel! Der Beitrag zeigt, dass es zuweilen wichtig ist, das Handlungsprogramm zu pausieren, um es zu stabilisieren. Durch die kurze Phase der Bewegungsübungen konnten die Schüler*innen sich körperlich ausgleichen und waren dann wieder bereit, konzentriert zu arbeiten. Hinzu kommt: Es kann auch viele alternative Wege geben Unterrichtsthemen kennenzulernen. Warum nicht mal ein Drama spielen oder szenisch lesen, eine Diskussion inszenieren und eine Exkursion nach draußen machen? Non scholae, sed vitae discimus. Eine Anschlussfrage finde ich wichtig: Wie kann das Handlungsprogramm (inklusive der Pausen und Unterbrechungen) inklusiv gestaltet werden? Wenn Schüler*innen unterschiedliche (körperliche, kognitive und seelische) Fähigkeiten und Bereitschaften haben, wie kann ich allen Schüler*innen durch mein Handlungsprogramm gerecht werden und ihnen bestmögliche Bildungsprozesse ermöglichen?

    Liebe Grüße
    Nikolaj

  16. Danke für deinen Beitrag! Ich finde ihn sehr interessant.
    Mir gefällt vorallem deine Beobachtung, den richtigen Zeitpunkt für eine Pause finden zu müssen. Außerdem finde ich es sehr gut, dass die Lehrerin die Pause abwechslungsreich gestaltet hat. Somit konnten die Kinder abschalten und die Aufgaben und Themen „vergessen“.
    Ich schließe aus dem Beitrag, dass Pausen nicht unbedingt notwendig sind, man als Lehrkraft aber merken sollte, wann die nötige Aufmerksamkeit der Schüler nachlässt. Eine weitere Erkenntis ist, dass die Pausen gestaltet werden können und auch gestaltet werden sollten, um die Kinder auf andere Gedanken zu bringen und Motivation für die weitere Unterrichtseinheit herzustellen und ihre Aufmerksamkeit zurück zu erlangen. Man könnte die Pause vielleicht auch mit einem kleinen Spiel gestalten. Dass die Aufmerksamkeit bei Kindern nach einiger Zeit abnimmt ist nachvollziehbar und dafür sollten die Kinder nicht bestraft werden.

    Liebe Grüße
    Delfine

  17. Hallo,
    ich glaube, du hast eine sehr feine Beobachtung gemacht, welche Methodische Vorgaben die Lehrkraft benutzen kann, um SuS wieder an die Lernsituation zu motivieren. Deine Einsichten waren nicht ganz falsch: 90 MInuten ist für jeden SuS eine sehr lange Zeitspanne und je nach größer der Klasse entwickelt sich als Herausforderung für alle Beteiligten, über die gesamte Länge aufmerksam und produktiv zu sein. In deinem Beispiel hat die Lehrerin den richtigen Zeitpunkt gefunden, um die gesamte Klasse dürch eine Pause „in Bewegung“ zu kriegen. Wann der richtige Zeitpunkt für einen Break ist, stelle ich mir vor, dass eine erfahrende Lehrkraft „spüren“ kann, aber, ob mensch immer richtig liegt, ob allen SuS erreicht werden, daran bin ich mir nicht sicher. Ich denke, dass in diesem Sinne kann ich versuchen, eine Antwort auf die letzte
    Abschlußfrage zu geben; eine inklusive Klasse wird sicherlich eine andere Rhythmisierung benötigen und Lehrkräfte, bzw. SuS-Helfer*innen, die den SuS auch in diesen Pausen-Sequenzen weiterhin fördern können.
    Liebe Grüße und vielen Dank,
    Gastón

  18. Dein Blog-Eintrag erinnert mich an so viele Situationen, die ich schon selbst (mit-)erlebt habe! Als erstes kommt mir der Pausenexpress aus dem letzten Semester in den Sinn, der unter anderem in der Vorlesung Allg. GSP stattgefunden hat. Man hat gemerkt, dass selbst Erwachsene diese kurze Pause gebraucht und die Dehnübungen willkommen geheißen haben. Ich selbst konnte mich danach auch wieder deutlich besser konzentrieren, auch wenn ich diese Unterbrechung nicht jede Woche benötigt hätte (ähnlich wie in der beschriebenen Klasse).
    In der Schule, in der ich ein Praktikum gemacht habe, wurde etwas ähnliches als festes Ritual nach der Pause durchgeführt. Mit einer Entspannung-CD, die die Geschichte des kleinen Maulwurfs erzählt, der sich von ganzen unten aus dem Erdreich nach oben buddelt, wurden die Kinder für 5-10 Minuten dazu angeregt, verschiedene Entspannungs- und Dehnungsübungen zu machen, die den Bewegungen des Maulwurfs nachempfunden waren.
    Auch wenn nicht alle Kinder immer mitmachen wollten, hat man doch die positive Wirkung spürbar gemerkt und daraufhin konnte erneut ruhig in den Unterricht gestartet werden, ohne dass die Kinder die starke Energie der Pause weiter auslebten. Insgesamt empfinde ich solche eine Art von Unterbrechung als sehr angenehm für alle Beteiligten.

  19. Hallo,
    in deinem Blog schilderst du ein interessantes Konzept der Unterrichts- und Pausengestaltung. So wie du, war auch ich anfangs skeptisch gegenüber diesem Schema. Durch die, in den meisten Schulen festgelegten 45 Minuten-Blöcke mit anschließend kleinen und großen Pausen, werden einem versucht zu verdeutlichen, dass dies der Konzentrationsspanne von Kindern entspricht. Du hast mit deinem Blog jedoch das Gegenteil bewiesen. Es ist möglich, dass Kinder auch über einen längeren Zeitraum konzentriert arbeiten können, wie zum Beispiel in 90 Minuten-Blöcken. Deutlich wird, dass Pausen hier auch wichtig sind. Allerdings nicht in gewohnter Form, sondern individuell an die Klasse angepasst. Spannend ist auch die Art der Pausengestaltung. Die Lehrerin hat zum richtigen Zeitpunkt reagiert und das Verlangen nach Bewegung der Kinder gestillt, wodurch anschließend wieder ruhig gearbeitet wurde.

    Liebe Grüße
    Rike

  20. Hallo,

    als ich die Überschrift des Artikels gelesen habe, war ich sehr gespannt auf dessen Inhalt. Als du zu Beginn beschrieben hast, dass es sich um Grundschüler handelt, die eine 90-minütige Unterrichtseinheit vor sich haben, war ich auf negative Art und Weise voreingenommen, weil ich davon ausgegangen bin/davon ausgehen, dass dies eine zu lange Zeitspanne ist um sich in diesem Alter konzentrieren zu können.
    Ich finde es sehr schön, wie der Unterricht abläuft (nach deiner Beschreibung), dass die Kinder trotz des eigenständigen Arbeitens, so konzentriert und motiviert arbeiten. Das Einführen der flexiblen Pause, wo die SuS kurz abschalten können, habe ich selbst so nie erlebt, allerdings denke ich dass es eine gelungene Methode ist, die Motivation der Kinder wieder zu steigern.
    Auch wenn es in dieser Klasse funktioniert hat, die Konzentration nach der Pause wieder auf die Aufgaben zu lenken, denke ich dass das nicht in jeder Klasse möglich ist. Dazu kommt, dass es anscheinend sehr stark davon abhängt, ob die Lehrperson in der Lage ist zu erkennen, ob der richtige Zeitpunkt für eine Pause gekommen ist. Das bedeutet, wenn dies. nicht erkannt wird, dass entweder die Motivation verloren geht, weil die Kinder aus ihrem „Flow“ herausgerissen werden oder weil die Pause zu lange hat auf sich warten lassen und somit viel Zeit der 90 Minuten nicht genutzt werden kann, da die Kinder nicht mehr fähig sind sich zu konzentrieren.
    Deswegen sehe ich persönlich eine 90-minütige Unterrichtseinheit für GrundschülerInnen als zu lang an. Natürlich ist die Pause eine Möglichkeit, die Motivation wieder zu erlangen, aber die hängt zu sehr an dem persönlichem Empfinden der Lehrperson über den richtigen Zeitpunkt.
    Trotzdem ist es schön, dass es in dieser Klasse so gut geklappt hat und das die Kinder wieder produktiv weiter abreiten konnten!

    Viele Grüße
    Hanna

  21. Hallo,
    ich finde deine Schilderung der Situation sehr gut gelungen. Es wird deutlich, dass Kinder auch längere Unterrichtseinheiten über gut arbeiten können, wenn eine Lehrkraft dabei anwesend ist, welche den Unterricht gut steuert. Außerdem scheint sie ein gutes Gespür für die Klasse zu haben. Die Lehrkraft räumt den Kindern im richtigen Moment eine Gelegenheit für eine Pause ein, sodass danach konzentriert weiter gearbeitet werden kann. Zudem spricht sie der Klasse ein Lob für das ruhige Arbeiten in den letzten 45 Minuten aus und probiert nicht mit „Meckern“ die Klasse zu beruhigen. Dies schafft zusätzliche Motivation bei den Kindern.
    Liebe Grüße

  22. Hallo,
    vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrung. Ich fand es sehr schön zu lesen, dass die Lehrerin so flexibel reagierte und auf die Schüler einging. Sie erkannte, dass die Konzentration verloren ging, weil sie die Lerngruppen immer im Blick behalten hatte und ihnen auch Hilfestellungen anbot. Durch die Pause konnte sie dann die notwendige Konzentration wiederherstellen.
    Liebe Grüße
    Emily

  23. Hallo,
    ich finde das Vorgehen der Lehrerin sehr interessant und bemerkenswert. Sie hat offensichtlich die Notwendigkeit einer Pause erkannt und den Schülern auch im richtigen Moment diese gewährt. Ich würde es mir nur als schwierig vorstellen, danach wieder Ruhe in die Klasse zu bringen, aber ich vermute dieses Problem tritt nach einiger Zeit nicht mehr auf, wenn sich die Schüler an den Ablauf gewöhnt haben. Pausen nach Bedarf zu setzen finde ich sehr gut. Aber es ist acuh eine Überlegung wert, dass man Schüler Pausen anmelden lassen kann. Wenn sie beispielsweise eine Art „Guthaben“ von einer Pause pro 90 min haben und diese einlösen können gemeinsam. Das bringt vielleicht erstmal Unruhe in die Klasse, jedoch fördert das auch soziale Kompetenzen. Einen Versuch ist das vielleicht wert…
    Viele Grüße
    Hannah

  24. Hallo,

    auch ich finde deinen Beitrag sehr interessant und öffnet mir neue Seiten. Zu Beginn des Lesens habe ich gedacht, dass eine Blockstunde über so einen Zeitraum für die Schüler zu lange ist. Und vor allem auch mit der Variation von zwei Fächern. Aber beim Lesen habe ich nach und nach gemerkt, dass das ein sehr gutes Modell ist. Die Lehrerin hat einen sinnvollen Unterrichtsverlauf gewählt und gute Methoden für die Schüler entwickelt. Zudem hat sie ein Feingefühl für die Schüler und weiß genau, wann sie wie einschreiten muss. Allerdings sehe ich als Problem, dass vielleicht manche Schüler sich nicht über so einen Zeitraum konzentrieren können und es somit Differenzen im Lernverhalten gibt.
    Ich denke es ist sehr wichtig, dass man die Schüler kennenlernt und weiß wie man sie sowohl im Unterricht, als auch in der kurzen Pause abholt und ihnen somit neue Motivation gibt für den weiteren Verlauf.
    Genauso sehe ich das bei einer inklusiven Schule. Wer kann wieviel an Bewegung ausführen? Ich glaube, dass man dort noch ein wenig mehr auf die einzelnen Schüler eingehen muss und sehr einfühlsam sein muss.

    Danke für deinen Beitrag

    LG Marius

  25. Vielen Dank für Deinen Beitrag!
    Diese Art von spontaner Pause ist eine interessante Idee. So eine Pause mit Lockerungs- und Entspannungsübungen hat bestimmt für viele Klassen ein großes Potential. Das ist ein schöner Weg als Lehrkraft auf den Bedarf seitens der Schüler einzugehen. Grundlage dafür ist natürlich ein gegensetiges Vertrauen zwischen der Lehrkraft und der Klasse, sodass sich die Schüler animieren lassen.
    Eine große Chance dieser flexiblen Pause ist auch, dass die Schüler eingeführt werden in eine eigenverantwortliche Zeiteinteilung. Wer schon in der Grundschule sensibilisiert wird, bei Bedarf Pausen zur Entspannung einzulegen, der integriert das vieleicht auch später in sein komplett eigenständiges Arbeiten.

  26. Vielen Dank für deinen wirklich beeindruckenden Blogeintrag!
    Als ich angefangen hatte diesen zu lesen, hätte ich niemals mit so einem Situationsverlauf gerechnet, da ich sowas aus meiner eigenen Schulzeit gar nicht kenne.
    Ich finde es sehr gut, dass die Kinder entsprechend ihren Leistungsstufen gefördert werden und sie sich ihre zu bearbeitenden Aufgaben selbst aussuchen und in eigenständig konstruierten Arbeitsgruppen bearbeiten können.
    Es ist total normal, dass Kinder sich manchmal nicht für eine längere Zeit konzentrieren können bzw. ihre Konzentration nach einer gewissen Zeit nachlässt. Ich finde es sehr schön, dass das etablierte Ritual mit der Glocke bei den Kindern so super funktioniert und die Lehrerin im einem normalen Tonfall die Kinder in erster Linie für ihre gute Arbeit im Unterricht lobt, anstatt laut zu werden und Ermahnungen etc. fürs Lauter werden zu verteilen. Dadurch könnten die Kinder vielleicht einen Anreiz erhalten, im weiteren Unterrichtsverlauf wieder so konzentriert zu arbeiten und ein weiteres Lob von der Lehrerin zu erhalten.
    Die Idee mit den Lockerungs-, Dehnungs- oder Entspannungsübungen – wie auch immer man sie nennen mag, find ich in diesem Zusammenhang echt klasse. Diese tragen dazu bei, dass die gesunkene Konzentration bei den Kindern durch einen körperlich aktiven Ausgleich (Auswahl an Bewegungsübungen) erneut aktiviert werden kann.
    Wichtig ist es dabei nur, den richtigen Moment für so eine kleine aktive Pause zu wählen, um die Kinder in ihrem Lernprozess nicht zu unterbrechen und das hat die Lehrerin wirklich sehr gut gemacht.
    Ich denke, dass es sehr wichtig ist solche Strukturen in jeder Klasse an das Alter und das Verhalten der Schülerinnen und Schüler anzupassen und solche Übungen stetig zu variieren, damit die Kinder den Spaß daran nicht verlieren und diese kleinen Pausen aktiv nutzen und mitgestalten.

    Liebe Grüße,
    Maria

  27. Hallo, lieben Dank für diesen äußerst interessanten Einblick in das Unterrichtsgeschehen. Ich selber halte kurze Pausen für sehr wichtig und als noch wichtiger empfinde ich Pausen, in denen man den SuS eine Abwechslung bietet, in der sie gedanklich abschalten können. Aus diesem Grund befürworte ich sehr das Pausen-Konzept der Frau X & bewundere ihr Zeitmanagement für dieses. Ich selbst kann mich noch gut an den 90 minütigen Unterricht erinnern, in welchen meine Klasse nur selten von Lehrer*innen kurze Pausen bekamen & wenn wir welche hatten, dann wurde uns freigestellt, was wir in dieser Zeit machen. Sehr produktiv oder motiviert war ich nach diesen Pausen nicht wirklich. Gerne hätte ich eine Lehrerin wie Frau X gehabt, die sich bemüht den Kindern einige Entspannungs- und Lockerungsübungen nahe zu bringen.
    Um noch auf eine deiner Fragen näher einzugehen: Ich denke den richtigen Zeitpunkt für diese Pausen zu finden, ist ein Prozess des Lernens und Reflektierens. Des Weiteren kann man an deinem genannten Beispiel festmachen, dass die Frau X erst einmal probiert hatte die Klasse mündlich auf die Unruhe hinzuweisen & als dies nichts an dieser änderte, für Frau X der Zeitpunkt für eine etwas aktive Pause gekommen war.

    Liebe Grüße, Luise

  28. Mich hat an diesem Blog am meisten fasziniert, wie kinder Auf gewohnte Signal, in diesem Fall die Glocke, reagieren.Es ist wichtig, dass diese klare Zeichen erkennen und bestimmte Handlungen damit assoziieren und somit wissen was zu tun ist. Ich erkenne bei meinen Nachhilfeschüler*innen benötigte Pausen daran wie sie auf meine Worte reagieren. Wenn sie reagieren, weil ich sie ansprechen musste, dann sind sie oft nur gelangweilt oder haben keine Lust mehr, haben aber noch die nötige Energie. Wenn sie jedoch nicht mehr auf mich hören oder zu abgelenkt oder mit etwas anderem beschäftigt sind, ist es wichtig zu unterbrechen und bewusst etwas anderes zu machen, damit das Arbeitsbündnis nicht belastet wird und die SuS wieder neue Kraft und Motivation finden.
    Danke für den Beitrag
    Sonja

  29. Vielen Dank für diesen Blogbeitrag. Ich finde es auch spannend wie so ein 90- minütiger Blog in der Grundschule gestaltet ist. Ich bin nämlich eher skeptisch, da es uns Studenten ja auch schon oft schwer fällt 90 Minuten bei der Sache zu bleiben. Anderseits erachte ich einen längeren Block als sinnvoll, um bei längeren Projekten nicht nach 45 Minuten schon aus der aktiven Phase herausgeholt zu werden. Bei längeren Unterrichtsphasen kann „Flow- Erlebnis“ ermöglicht werden.
    Das flexible Einsetzen von kleinen Pausen finde ich eine Super-Lösung, um wieder Ruhe in die Klasse zu bekommen. Als Lehrkraft ein Repertoire an kleinen Lockerungsübungen für zwischendurch zu haben, ist sicher wichtig.

  30. Dankeschön für deinen Eintrag! Zunächst einmal muss ich zugeben, dass ich die Unterrichtssituation und das von dir beschriebene Verhalten der SchülerInnen überraschend fand. 90 Minuten sind eine lange Zeitspanne und selbst in unserem Alter strengt es durchaus an, immer produktiv mitzuarbeiten und konzentriert zu bleiben. Dementsprechend habe ich mich gewundert, dass die Kinder erstens selbstständig in Gruppen und zweitens die ersten 45 Minuten konzentriert gearbeitet haben. Meiner Meinung nach ist das ein richtiger Erfolg. Die Entscheidung der Lehrkraft, auf die zunehmende Unruhe mit einer Pause in Form einer kleinen Sporteinheit zu reagieren, kann ich nur befürworten. Von der langen Zeitspanne des Unterrichtsblocks mal abgesehen erscheint es ja auch recht logisch, dass die Konzentration der SchülerInnen vor allem dann nachlässt, wenn das erste Fach (also die erste Arbeitsphase) abgeschlossen ist und es noch einmal eine Extraportion Aufmerksamkeit bräuchte, sich jetzt nach einer Anstrengung direkt der nächsten Arbeit zu widmen. Daher erscheint mir der Zeitpunkt für eine Pause sinnvoll. Der Nachteil, ein mögliches Flow-Erlebnis zu stören, besteht natürlich, allerdings bin ich mir darüber unsicher, ob die Lehrkraft einfach mit allen Kindern, die Interesse haben und oder schon fertig mit ihren Aufgaben sind, ein paar Bewegungsübungen machen können. Vielleicht nicht super laut, um arbeitende Kinder nicht zu stören, aber um gleichzeitig zu ermöglichen, dass jeder entweder eine Pause machen oder weiterarbeiten kann, je nachdem wie er möchte. Hauptsache, es besteht eine solche Möglichkeit für die Kinder, für einen Moment mal aus der Arbeitshaltung herauszukommen und etwas abzuschalten, denn natürlich sind ein paar Minuten Bewegungsübungen und ein konzentriertes Weiterarbeiten der Kinder im Anschluss produktiver, als die zweiten 45 Minuten in Unruhe und ohne brauchbare Arbeitsergebnisse zu verbringen. Vor allem deshalb, weil die Kinder so ja auch wieder motiviert an die Arbeit gehen 😉

  31. Vielen Dank für den interessanten Blogeintrag!
    Ich finde du hast sehr wichtige Inhalte während deiner Beobachtung auffassen können.
    Zunächst war ich etwas skeptisch, dass es Schüler und Schülerinnen gelingt in einem 90 minütigen Rhythmus seine Konzentration und seine Motivation beim Erarbeiten der Aufgaben beibehalten kann. Jedoch hat das von dir geschilderte Konzepte gezeigt, dass es möglich ist. Es ist wichtig die Kinder in die Planung mit einzubauen. Daher fand ich es sehr gut, wie die Kinder ihrer Leistungsziele individuell definieren und in ihre Logbücher eintragen sollen. Außerdem finde ich die flexiblen Dehn-, Entspannungs- und Lockerungsübungen nach einer langen und anstrengenden Lernphase als Ausgleich zu nutzen sehr effektiv.

  32. Hallo,
    erst einmal vielen Dank für deinen interessanten Beitrag! Ich finde das angewandte Konzept der Lehrerin in Form von diesen 90-Minuten-Blöcken gewagt aber dennoch sehr effektiv. Ich denke, dass es vielen Kindern gefällt selbstständig und vor allem in Gruppen zu arbeiten. Dies birgt aber natürlich die Gefahr mit sich, dass irgendwann Unruhe eintritt, weil die Kinder entweder fertig mit ihren Aufgaben sind oder interessante Dinge finden als die Bearbeitung ihrer Aufgabe. Eine kleine Pause ist da genau das richtige! Es liegt jedoch an der Lehrkraft den optimalen Zeitpunkt für eine solche Pause zu finden. Dieser ist meiner Meinung nach gekommen, wenn eine gewisse Unruhe herrscht und sich die Lautstärke im Klassenzimmer erhöht. In deinem beschriebenen Fall hat die Lehrerin offensichtlich die Notwendigkeit einer Pause gut erkannt und diese den Kindern auch sofort gewährt. Das Nachmachen der Dehn-, Entspannungs- und Lockerungsübungen trägt dazu bei, dass die gesunkene Konzentration bei den Kindern durch einen körperlichen Ausgleich erneut aktiviert wird. Ein Vorschlag von mir wäre, dass man für noch mehr Spaß und Abwechslung die Kinder auf freiwilliger Basis selbst ausgedachte Übungen vormachen lässt, welche die Lehrkraft und die Mitschülerinnen nachmachen.
    Liebe Grüße
    Lea

  33. Ich glaube, dass man diese Kompetenz, den richtigen Moment abzuschätzen nur begrenzt lehrbuchartig lernen kann, sondern wahrscheinlich einfach praktische Erfahrung benötigt, aber wenn man sich aufmerksam und bewusst auf die Schüler einlässt,auch ein Gefühl dafür entwickeln kann.
    Ich finde das Prinzip sehr spannend und wichtig, da wir vor allem als frische Lehramtsstudierende vermutlich schnell Gefahr laufen uns auf Regeln und gelernte Pläne zu versteifen, aber das ist häufig wahrscheinlich gar nicht so gut und zielführend und es ist vermutlich besser zu probieren sich immer an die Situation anzupassen.

  34. Vielen Dank für deinen tollen Bericht!
    Ich finde die Art und Weise, wie die Lehrerin den Unterricht geführt hat, sehr interessant und kreativ. Ich bin auch sehr erstaunt wie gut die Schüler für eine lange Zeit zusammen gearbeitet haben. Natürlich sind 90 Minuten Unterricht für so junge SuS sehr anstrengend, doch die Idee mit den kleinen Übungen hat das ganze aufgelockert und die Motivation der Kinder verstärkt.
    Dein Beitrag erinnert mich außerdem an den von Cindy O. hier im Blog, den ich letzte Woche gelesen und kommentiert hatte. Cindy hatte eine ähnliche Situation erlebt und stellte sich anschließend die Abschlussfrage: ,,Sind Bewegungspausen im Unterricht sinnvoll?“
    Ich würde in dem Fall sagen: ,,Ja, sind Sie! Das Ergebnis sehen wir ja hier in deinem Bericht“.
    Natürlich muss jeder Lehrer wissen und einschätzen, ob eine Bewegungspause gerade Sinn macht oder nicht, doch in diesem Fall war es die richtige Entscheidung.

    Lg

  35. Vielen Dank für deinen Beitrag! Deine Beobachtungen und Einsichten fand ich persönlich sehr interessant, da mein Eindruck bis jetzt auch war, dass es SuS in dieser Altersgruppe schwer fällt über längere Zeit konzentriert zu Arbeiten. Ich denke den optimalen Zeitpunkt für eine Pause findet man nur durch Erfahrung und länger andauernde Zusammenarbeit mit der Klasse heraus, wobei es am Anfang sicherlich auf schlichtes Ausprobieren und Beobachten hinausläuft. Die Idee der kurzen körperlichen Betätigung als Pause finde ich ebenfalls sehr gut! Den Schülern mehr Autonomie im Unterricht zu geben ist generell ein tolles Prinzip, welches jedoch auch Gefahren mit sich bringt. Sobald die Lehrkraft ihre Klasse besser kennt, sollte sie meiner Meinung nach auch ein paar Risiken eingehen und verschiedene Formen des Lernens mit der Klasse ausprobieren, um zu sehen wie die Klasse reagiert und ob diese Optionen vielleicht eine bessere Variante zum bereits etablierten darstellt.

    Liebe Grüße Leon

  36. Danke für deinen tollen Beitrag!
    Deine Geschichte zeigt, wie hilfreich ein ruhiger und bedachter Umgang mit solch schwierigen Situationen ist!
    Und zu deiner Frage: Ich denke, dass eine Pause dann angebracht ist, wenn ungefähr die Hälfte der Schüler nicht mehr bei der Sache sind. Denn auch SchülerInnen mit besserer Konzentrationsfähigkeit können kleine Entspannungs- und Motivationsübungen nicht schaden.

  37. Dieser Beitrag zeigt meiner Meinung nach hervorragend, dass Schüler in der Lage sind
    sich ihre Zeit selbstständig einteilen können und ihre Lernziele zu erreichen, auch ohne
    strenge Abläufe und vom Lehrer geregelte Zeitpläne.
    Die Schüler sammeln so schon früh Erfahrungen wie sie am besten ihre Aufgaben
    einplanen.
    Was auch gut an diesem Beitrag verdeutlicht wird, ist wie wichtig es ist, dass Lehrkräfte ihre Schüler kennen und gut einschätzen können wann diese eine Pause brauchen, um mal abzuschalten und sich mit etwas anderem zu beschäftigen, damit wieder Kraft geladen werden kann um weiterhin erfolgreich zu lernen.

  38. hallo, da hier schon viele antworten stehen, könnte mein kommentar eine wiederholung sein, dennoch ein vorschlag, auch wenn nicht im direkten bezug auf die beschriebene situation: ich glaube, dass man pasuen auch individuell einetzen kann, gerade bei kindern mit hochem bewegungsdrang, kann ein mal um block laufen oder treppe rauf und runter, oder vorher vereinbarte kleine bewegungsequenzen auf dem flur helfen, da die energie, die die störung im ablauf veruracht umgeleitet wird.

  39. Danke für deinen Mikroartikel!

    Ich finde die beschriebene Situation sehr spannend und bin auch von der Herangehensweise der Lehrkraft überzeugt. Ich kenne den 90-minütigen Blockunterricht auch aus meiner Schulzeit – bei uns fing jeder Tag damit an. Allerdings war diese Zeit stark von der Lehrkraft geformt und meist sehr viel vielseitiger als die hier beschriebene Situation. Besonders bei jüngeren Schüler*innen erscheint mir dies auch sinnvoll. Meine Frage geht also weniger in die Richtung, ob man 90-minütigen Blockunterricht überhaupt machen sollte, sondern eher, wie man ihn am sinnvollsten gestalten kann. Eine gut überlegte Pause scheint sehr wichtig zu sein, ich frage mich, ob man sich auch für einen Tag überlegen könnte, die Schüler*innen einfach 5 Minuten lang sich selbst zu überlassen. Vielleicht könnte man den Block auch so gestalten, dass am Anfang der Fokus auf kognitiver Arbeit liegt und im Anschluss etwas Praktisches folgen kann.

  40. Meiner Meinung nach zeigt diese Situation sehr gut, wie wichtig ein abwechslungsreiches Handlungsprogramm ist und ebenfalls wird deutlich, dass kleinere Pausen im Unterricht sehr positive Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit und Produktivität der Schülerinnen und Schüler haben können. Hierfür müssen Lehrkräfte gut einschätzen, wann eine Klasse beginnt unkonzentriert zu werden und wann der richtige Zeitpunkt für eine Pause ist. Außerdem finde ich es eine sehr gute Idee, dass Schülerinnen und Schüler in der Pause nicht immer machen dürfen was sie wollen, sondern sinnvolle Entspannungs- und Lockerungsübungen mit ihnen durchzuführen, damit sich auch wirklich jeder einzelne in der Klasse kurz vom Lernen und den Aufgaben ablenkt. Pausen führen somit zu einem konzentrierten und intensiven Arbeiten und Lernen im Unterricht, wenn sie optimal eingesetzt werden.

  41. Die Situation, die du hier beschreibst finde ich spannend und auch lehrreich, daher vielen Dank schon mal fürs Teilen. Dass die Lehrkraft hier den passenden Zeitpunkt gefunden hat, um eine Pause einzurichten und diese zudem mit körperlichen Übungen füllt, die für mehr Konzentration bei den nachfolgenden Übungen sorgen, halte ich für eine super Lösung. Genau diesen Zeitpunkt abzupassen ist aber wahrscheinlich gar nicht so einfach zu Beginn, lässt sich aber bestimmt, sobald man die Schüler etwas länger betreut, besser einschätzen. Auch, dass die Lehrkraft die SuS durch Lob bestärkt, hilft dabei ihre Motivation weiterhin aufrecht zu erhalten. Die Frage wie man Schüler, denen uneingeschränkte Bewegung nicht möglich ist, motivieren kann ist ungemein wichtig und ich möchte dazu nur kurz anführen, dass man beispielsweise auch „Entspannungsübungen“ für den Kopf mit den SuS durchführen könnte. Bestimmte Atemübungen, künstliches Grinsen für eine Minute oder positive Gedanken bei geschlossenen Augen entspannen den Geist und ermöglichen vielleicht auch eine weitere produktive Unterrichtseinheit.
    Liebe Grüße,
    Marijke

  42. Ich kenne auch den 90-minütigen Blockunterricht aus meiner Schulzeit. Dies wurde jedoch verändert. Man merkte, dass die SuS produktiver werden, nachdem man eine kleine Pause eingelegt hatte. Persönlich merke ich es auch, wenn ich selbst Lerne. Pausen sind wichtig. Und wann man eine Pause macht ist ebenfalls wichtig. Die Art und Weise wie die Pause abläuft, würde ich den SuS überlassen. Die Konzentration steigert sich nach der Pause.

  43. Vielen Dank für deinen Beitrag!
    Ich find es besonders interessant zu sehen, dass sie ihren Unterricht an die individuellen Lernvoraussetzungen der einzelnen SuS angepasst hat, sodass jeder in seinem eigenen Tempo arbeiten konnte. Außerdem ist es natürlich ein gutes Beispiel für gelungenes Klassenmanagement. Man merkt, dass die Lehrerin bestimmte Regeln/Rituale eingeführt hat, wie z.B. das Schlagen von einem Gong, an die sich ihre SuS auch halten. Durch die Einführung von Entspannungs- und Lockerungsübungen gibt sie den Kindern die Möglichkeit angestaute Energie loszuwerden, um anschließend konzentriert weiterzuarbeiten.

  44. Ein äußerst anschaulicher Bericht! Der beschriebene Fall zeigt die Effektivität eines klugen Wechselwirkung von Flexibilität und Reglementierung.

  45. Danke für den aufschlussreichen Blogeintrag.
    In meinem ersten Praktikum an einer Grundschule habe ich auch Erfahrungen mit dem Konzept des 90minütigem Blockunterrichts in einer 1. Klasse gesammelt. Dort wurden die ersten beiden Unterrichtsstunden immer zum Block zusammengefasst. Und es hat funktioniert. Natürlich mit mindestens einer kurzen Pause, in der die SuS sich körperlich betätigten. Gerade für junge SuS ist Bewegung wichtig, um sich zu regenerieren.
    Mit Klassenregeln und einem guten Arbeitsbündnis war es möglich anschließend motiviert weiterzuarbeiten.
    Wann der optimale Zeitpunkt für eine Pause ist, kann man nur praktisch erfahren.

  46. Vielen Dank für dieses Artikel!
    Tatsächlich war ich am Anfang etwas über die Aussage überrascht, du wärst skeptisch über die 90-Minuten-Blöcke, da ich es gar nicht anders aus der 4. – 6. Klasse kenne. Wir wurden immer in diesem Rhythmus unterrichtet und es gab natürlich Momente bzw. Fächer, in denen haben sich diese 90 Minuten wie drei Stunden angefühlt, aber im Nachhinein betrachtet, halte ich 90 Minuten in diesen Klassenstufen für sinnvoll.
    Trotzdem verstehe ich natürlich diese Skepsis umso besser, nachdem ich die von dir beschriebene Situation erfasst habe. Ich kann dir wirklich nur zustimmen, in der Behauptung, man bräuchte ein feines Gespür, um zu erkennen, wann und wie eine Pause am besten wäre, und ich glaube auch, dass ein gut entwickeltes Handlungsprogramm nur dabei hilft, ein solches Gespür zu entwickeln!

    Liebe Grüße

    Florian B.

  47. Hey,
    danke für den Beitrag.
    Ich finde er beschreibt gut, warum Pausen wichtig sind und von Lehrkräften eingeplant werden sollten. Sie sind eine wichtige Zeit um sich kurz zu sammeln, oder auch z.B. Dampf abzulassen. Ein konzentriertes lernen kann erst stattfinden, wenn die Schüler*innen sich überhaupt erst konzentrieren können.
    Am besten gefällt mir der Satz, indem du beschreibst, wie wichtig die Bedürfnisse der Schüler`*innen sind. Meiner Erfahrung nach wird das leider von zu vielen Lehrkräften vergessen.

  48. Danke für den tollen Beitrag,
    ich finde es sehr gut, dass die Lehrerin in dem Moment so ein gutes Gespür für die Bedürfnisse ihrer Schüler hatte. Die Idee, dass unser Geist in Kombination mit unserem Körper am besten funktioniert, ist sehr sinnvoll, da das Sitzen für den Menschen eine unnatürliche Haltung ist, die oft zu Verspannungen und Unruhe führen kann. Daher ist es sehr sinnvoll, einen Moment eine geistige Pause zu machen, sich zu Dehnen und sich kurz auf seinen Körper zu konzentrieren, um ihm damit Energie zu geben, damit der Geist wieder konzentriert arbeiten kann.

  49. Vielen Dank für diesen interessanten Artikel!
    Ich selbst hatte viele Jahre lang Unterricht in 90-Minuten-Blöcken und finde es durchaus effektiv, dass man dabei mehr Zeit hat, sich auf ein bestimmtes Fach und Thema zu konzentrieren, kann jedoch auch bestätigen, dass die Motivation im Verlauf der Stunde häufig nachlässt. Meiner Meinung nach hat die Lehrerin dieses Problem mit der Pause sehr gut gelöst. Vor allem jüngere SchülerInnen haben oft einen großen Bewegungsdrang und sitzen nicht gerne lange still, und die Lehrerin ist darauf effektiv eingegangen. Außerdem finde ich es gut, dass die Pause als Ritual gestaltet ist, wodurch die SchülerInnen bereits darauf vorbereitet sind, anschließend konzentriert an den Unterrichtsaufgaben weiterzuarbeiten. Ich denke, dass mehr Lehrkräfte darüber nachdenken sollten, solche Pausen in ihren Unterricht einzubauen, um diesen für die SchülerInnen angenehmer und auch produktiver zu gestalten.

  50. Lieber Student des zweiten Semesters,

    Disclaimer/ Haftungsausschluss
    Dies soll kein Persönlicher Angriff sein. Sollte es als persönlicher Angriff aufgefasst werden, möchte ich mich aufrichtig entschuldigen! Ein Kommentar sollte auch Kritik beinhalten dürfen.

    Ich schreibe diesen Kommentar, da das Thema gemischte Gefühle in mir auslöst. Ich möchte zu aller erst betonen, dass ich keinesfalls Experte in den angeführten Themenbereichen bin und lediglich meine Meinung verlautbaren möchte. Fangen wir mit etwas positiven an.
    Ich bin erstaunt über die Fähigkeiten der Lehrerin, eine doch so diverse Klasse zu handhaben. Der Umgang mit 4.- 6. -klässlernInnen zur gleichen Zeit wird sich, auf Grund ihrer Unterschiedlichen Reifegrade und unter anderem daraus resultierenden Interessen und ihrer unterschiedlichen Leistungskapazitäten, als äußerst anspruchsvoll herausstellen. Ich, ohne jeden Funken von Erfahrung (höchstens Fünkchen), kann nicht anders, als diese Kompetenzen zu respektieren.

    Das Konzept der 90-min-Blöcke bei Kindern. (vielleicht etwas unangebracht, da nicht thematisiert)
    Ohne zu weit auszuholen, kann ich sagen: Ich bin kein Fan. Zu erkennen wann ich eine Pause einzuleiten habe oder nicht, liegt für mich auf der Hand, nach 45 min. Auch wenn ich die geschilderte Situation nicht als Regelfall klassifizieren kann, erkenne ich, zusammen mit Eigenerfahrungen als Schüler, das, was auch die Lehrerin erkennt, nach einer Dreiviertelstunde entsteht eine 5 min andauernde allgemeine Unruhe. Die Lehrerin initiiert als Respons eine 3 min Erholungs-,und Lockerungspause, nach der die Kinder dann auch wieder motiviert und frisch die Aufgaben bearbeiten.
    (Problem erkannt Problem gebannt, ein gutes Beispiel funktionierendem Klassenmanagements.)
    Ein Problem welches, mit einer regulären 5 min Erholungs-,und Lockerungspause, gar nicht erst aufgekommen wäre, wobei die Unruhe vor Pausen wohl nie ganz zu eliminieren ist.
    Dem 90 min Block fehlen nun ~ 8 min Abseitszeit (effektiv nur ~ 82 min), bei einem regulären Stundenplan mit zwei Stunden hätte man, mit 5 min, mehr Pause, als nach dem anderen Konzept und volle 90 min, geteilt in zwei 45 min Stunden, an Arbeitszeit (auch wenn dies wohl immer nur Idealwerte bleiben). Nun ließe sich argumentieren, dass die fluide Struktur des mathematischen Deutschunterrichtes durch ein geregeltes Trennen des Blocks zerstört würde. Da stellt sich mir persönlich die Frage ob nicht jede Pause den Unterrichtsfluss, egal an welcher Stelle, hindert, zumal auch bei einem geregelten Plan Ausnahmen die Regel bestimmen, außer dem müssen die Kinder auch lernen in geregelten Zeitabständen Leistungen zu erbringen. (genau so wie ich lernen muss weniger Kommata zu verwenden!) Dazu kommt der Fakt, das die Lehrerin vom Anfang an verlautbarte, die Lernhefte seien, thematisch getrennt, in je 45 min zu bearbeiten, so als hätte es zwei Regulär-stunden gegeben und sollte der Drang nach Fertigstellung eine Stunde überschreiten, so kann dem sicher auch im kleinen Maßstab nachgekommen werden. Den Mathekindern sei ihre vorgezogene Mathestunde geschenkt. (An weiterführenden Schulen halte ich das Konzept, gerade in Fortgeschrittenen Kursen, als effektive Alternative, gerade wenn oft auch keine Pause benötigt wird (Erfahrungsgemäß aus meinem Politik LK, in dem es, von den SuS ausgehend, hieß: „Ein Leistungskurs kennt keine Pause!“).)

    Die JüL-Klassen
    ich halte das JüL-Prinzip für nett aber fehlerhaft. Positiver Punkt: die SuS aus höheren Jahrgängen können den jüngeren helfen und in größeren Klassen die Lehrkraft entlasten und dafür sorgen, dass ggf. allgemein weniger Lehrkräfte benötigt werden. Als Gegenargument muss angeführt werden, dass ein solches Komprimieren Der Klassen auch zu einer höheren SuS -anzahl führen wird und die Lehrkraft eher noch mehr belastet, zumal diese es nun, wie oben schon Angesprochen, mit sehr viel mehr unterschiedlichen Reifegraden und Interessen zu tun hat als sonst, was ihre Arbeit nur weiter erschwert. Sollte die Klassengruppe nicht wie erwartet größer sein, als eine reguläre (schon oft zu große) Klassengruppe, so ist der kleine prozentuale Anteil an Beispielsweise 4., 5. und 6.-klässlerInnen eine ineffektivere Art der Belehrung, zumal auch ein gezielter Lehrplan besser in homogenen Klassen anzuwenden ist und ich mir vorstellen kann, dass die Anforderungen wohl darunter leiden werden, um eine größere Bandbreite an Aufgaben für alle zu ermöglichen, so wie mit den verschieden Schwierigkeitsgraden der Lernhefte angedeutet wird.
    Das Errichten eines Klassengemeinschaftsgefühls stelle ich mir auch als nahezu unmöglich vor, wenn jedes Jahr ein Drittel der Klasse ausgewechselt wird, somit könnte es auch vermehrt zu Reibereien kommen, wenn zum Beispiel neue 4.-klässlerInnen nicht in der Klassengemeinschaft aufgenommen werden.
    Als abschließenden Kontrapunkt möchte ich noch erwähnen, dass nicht davon ausgegangen werden kann, dass alle (nicht ausgebildeten(duh!)) SuS aus den höheren Jahrgängen auch in der Lage sind, den jüngeren ausreichend zu helfen, zumal die „intelligenten“ SuS wahrscheinlich damit beschäftigt sind, den SuS aus ihrer Altersgruppe zu helfen und damit der erhofften descendenten Wissensweitergabe entgegenwirkt, damit kommt eine weitere unfaire Zufallskomponente für den schulischen Werdegang hinzu, wenn eine JüL-Klasse beispielsweise einen objektiv schwächeren höheren Jahrgang hat als eine andere, in dem mehr 6.-klässlerInnen in der Lage sind die Lehrkraft zu unterstützen.

  51. Danke für diesen interessanten Blog-Artikel!
    Dieser Artikel zeigt mir, dass es möglich ist, mit Kindern auch 90 Minuten konzentriert zu arbeiten. Ich habe ähnliche Erfahrungen in meiner Praxis gesammelt und teile deine Meinung. Sehr interessant fand ich aber die Handlungsweisen der Lehrerin, welche mit Hilfe genauer Beobachtung, die Erschöpfung erkannt hat und mit kleinen, kurzen Dehnübungen bzw. Lockerungsübungen die Kinder abgeholt und wieder aktiviert hat.
    Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße
    Paul

  52. Vielen Dank für den sehr informativen Beitrag!
    Ich finde die Art, wie die Lehrerin die Lernziele und den Unterricht gestaltet wirklich gut und beispielhaft.
    Ihr Umgehen mit der Unruhe nach den 50 Minuten ist hervorragend. Dass ihre Intervention mit Lob für die bisherige Arbeit anfängt ist sehr wichtig für ihre Wirkung auf die Kinder. Dass sie die Unruhe wie selbstverständlich behandelt und anstatt zu kritisieren, ihr einen „Outlet“ bietet, finde ich auch großartig, da die Störung wirklich angegangen und aktiv behandelt wird, und es zu keiner negativen Beurteilung der Kinder kommt.
    Bestimmt war die allgemeine Gestaltung des individualisierten Lernprozesses und der „Arbeitsbündnis“ zwischen der Lehrerin und die Schülerinnen und Schüler entscheidend die erforderliche Grundlage für den Erfolg ihrer Strategie.

  53. Bewegung in den Unterricht zu integrieren nehme ich als etwas sehr wichtiges wahr, auch damit die SuS dies später für sich zuhause weiter etablieren können. Aus meiner eigenen Schulzeit erinnere ich mich an eine Lehrerin, die ab und zu mit uns rausgegangen ist um QiGong zu machen. Diese Bewegungspausen wurden von einigen SuS sehr belächelt, anderen war es peinlich. (Es war in der Oberstufe) Ich frage mich, wie man eine positive Haltung zu Bewegungspausen etablieren kann, bei der sich alle SuS wohl fühlen. Vielleicht kann die Kontinuität über die Schuljahre hinweg positiv dazu beitragen.

  54. Ich finde dieses geschilderte Konzept sehr interessant, da es zeigt, dass gar keine längeren Pausen vonnöten sind sondern kurze Bewegungspausen die Konzentration der Schülerinnen und Schüler (SuS) erneut enorm steigern können. Grade in diesen Klassenstufen denke ich sind diese Pausen sehr angebracht/empfehlenswert, da es für die Kinder sehr anstrengend ist, auf Dauer ruhig zu sitzen und sich kontinuierlich darauf zu konzentrieren Aufgaben zu lösen. Ich finde es sehr bemerkenswert, dass die Lehrerin solche Pausen integriert und die Pausen zum richtigen Zeitpunkt ansetzt. Dies zeigt, dass sie sich gut in ihre SuS hinein versetzen kann und sie aufmerksam beobachtet, da sie den zunehmenden Pegel der Lautstärke richtig deutet und dementsprechend richtig handelt, indem sie die Bewegungspause ansetzt und nicht mit Sanktionen droht.

  55. Für mich wird hier ein grundsätzliches Problem der Schule bzw. des Unterrichts angesprochen. Das lange Sitzen ist für Kinder und Erwachsene letztendlich einfach unnatürlich, aber es wird eben auch gefordert und erwartet. Es wäre schön, wenn die SuS jeden Tag Sport haben würden, aber selbst da bin ich skeptisch, ob das ausreichen würde dem Bewegungsmangel entgegenzuwirken. Wenn man auf- und abbauen der Geräte plus Instruktionszeit mit einrechnet, ist die eigentliche Bewegungszeit im Sportunterricht sehr kurz. Man müssste beim Sportunterricht weg von der Vermittlung bestimmter Techniken hin zu mehr Bewegung kommen. Selbst wenn man das täte, eine Erhöhung der Sportstunden ist illusorisch. Viele LK versuchen deshalb Bewegung in ihren Unterricht einzubauen. Wie beschrieben, kann das sehr gut klappen; manchmal braucht es aber länger, um die Aufmerksamkeit der SuS wieder auf den Lernstoff bzw die Gruppenarbeit zu lenken. Ich stelle es mir nicht leicht vor und dass es immer so gut klappt.

  56. Hallo lieber Lehramtsstudenten im 2. Semester,

    vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Aus deiner Schilderung wird deutlich, dass die SuS nach ca. 45-50 min. weniger konzentriert arbeiten. Deshalb finde ich das Einplanen einer festen Pause (ca. 5 min) nach 45 min Unterricht sehr sinnvoll. Dabei sollte aber meiner Meinung nach nicht vorgegeben werden, was die Schüler in der Pause machen sollen. Es sollten lediglich Regeln aufgestellt werden, wie z.B., dass keiner das Klassenzimmer verlässt. So könnten die Schüler selbst entscheiden, ob die in der Pause lieber was Kleines essen wollen, oder mit ihren Freunden/innen quatschen wollen. Dadurch würde man auch gleichzeitig Rücksicht auf SuS mit körperlichen Einschränkungen nehmen.

    Liebe Grüße
    Eren

  57. Hallo!

    Im Hinblick auf die Historizität mit meiner Klasse, würde ich eine gewisse Tendenz zum Klassenklima abschätzen. Somit ließe sich an vorher gut studiertem Verhalten der Klasse, Entscheidungen treffen, die eher individuell ablaufen sollten. Denn zu starre Handlungsprogramme machen es schwierig auf unvorhersehbare Situationen einzugehen. Ist die Aufgabe zu einfach, wird es bspw. zu schnell unruhig unter den Schülerinnen und Schülern. (Aufgaben mit unterschiedlichen Anforderungen, können eine gute Alternative darstellen.)

    Reicht die körperliche Unterbrechung nicht aus, um allen wieder in die ,,Spur“ zu helfen, lohnt vielleicht ein Spiel zum Unterrichtsstoff. Manchmal ist ein angeleitetes Lernen entlastend, wenn die SuS sich nicht permanent selbst regulieren müssen.
    Auch ließe sich sicherlich im Vorfeld einstudieren, dass SuS dem Lehrer in einer kurzen Abstimmung eine Rückmeldung zum Klima in der Klasse geben. Danach lässt sich Vorschläge der SuS sammeln, wie weitergearbeitet werden soll (Stationsarbeit, Stuhlkreis, gemeinsame Recherche usw.).

    Für körperlich eingeschränkte SuS lässt sich ein anderes Konzept entwickeln. Der Dehn- und Streckübungen lassen sich auf hierfür finden. Da die Lehrkraft ihre Klasse und deren besondere Anforderungen kennt, kann sie sich unterschiedliche Methoden hierzu überlegen.

    Es ist sehr lohnenswert sich über Unterrichtsunterbrechungen Gedanken zu machen. Vor allem, ob diese grundsätzlich notwendig sind oder nicht.
    Das hängt meiner Meinung nach von der Klasse ab. Besonders leistungsstarken Klassen fällt die Konzentration vielleicht weniger schwer. Womöglich haben sie dies schon häufiger einstudieren müssen. Solche Fragen gilt es zu klären und ein gutes Maß für alle zu finden.

    Ein spannender Bericht! Vielen Dank dafür.

    Grüße
    Valeria

  58. Vielen Dank für deinen Beitrag!
    Die von dir beschriebene Situation kam mir sehr bekannt vor, da ich selbst auch ab der 5. Klasse Unterrichtseinheiten von 90 Minuten hatte. Es ist bei einer solchen Länge gerade für jüngere Kinder, aber teilweise auch für ältere Schüler*innen sehr wichtig eine kleine Pause einzulegen, um die Konzentration und die Motivation der Schüler*innen bis zum Ende der Stunde auf einem hohen Level zu halten. Oftmals kommt das leider zu kurz, wodurch die Klasse unruhig wird und Aufgaben nur halbherzig gelöst werden. Es ist eine wichtige Aufgabe der Lehrkraft zu erkennen, dass die Schüler*innen unkonzentriert werden und dann irgendeine Art von Abwechslung in den Unterricht mit einzubinden.

  59. Kommentar zum Blog-Eintrag
    „Pausen müssen nicht immer starr sein“

    Ich finde den Eintrag sehr gelungen. Beobachtungen wurden gut dokumentiert und interpretiert.
    Was mich besonders begeistert ist der Einfluss der selbst erstellten Lernwege, welche mit ihren unterschiedlichen Schwierigkeiten einen schnellen Einstieg in das selbstbestimmte Lernen ermöglichten.
    Der gute Überblick, den die Schüler über ihre Aufgaben erhielten, scheint ihre Motivation zu erhöhen. Eine interessante Anschluss-Frage, die sich mir stellt ist, ob Schüler*innen auch 90 Minuten konzentriert gearbeitet hätten, wenn sie nicht nach eigenen Lernwegen gelernt hätten.
    Ich denke, dass eine 90 Minuten lange Unterrichtseinheit gut vorbereitet sein muss und bezweifle, dass alle Schüler die ersten 50 Minuten der Unterrichtseinheit konzentriert und produktiv gearbeitet haben. Womit sich die Frage stellt ob diese Form der gemeinsamen Pause für eine heterogene Gruppe geeignet ist. Selbst wenn alle Kinder nach der Pause konzentriert weiter arbeiten können, haben einige Kinder weniger Zeit mit dem Lernen verbracht und wurden stattdessen ermahnt weiter zu arbeiten. Ich stimme zu, dass diese Form einer flexiblen Pause deutlich über dem Standard an deutschen Schulen liegt. Allerdings sollte man sich nicht an dem Standard orientieren Eine Schule sollte Kindern Raum bieten selbst bestimmte Pausen einzulegen.
    Hierfür nutzen einige Schulen einen zweiten Klassenraum.
    Jeder Student weiß schließlich, dass einer der schwierigsten Aspekte des Lernens das Beenden und konzentrierte weiter Arbeiten nach einer selbstbestimmten Pause ist.
    Eine selbstbestimmte Pause in der dem Kind verschiedene Möglichkeiten zur Erholung angeboten werden, scheint mir die langfristig bessere Lösung als die gesamte Last einer „Pause für alle“ den Lehrkräften zu übertragen, da sie bei der Erfüllung dieser Aufgabe nie allen Schülern gerecht werden.

  60. Danke für Deinen interessanten Einblick!
    Spannend wie viel Einfluss kleine Pausen auf die Konzentration der SuS haben können.
    Ich kenne es von mir selbst zu gut, dass eine Unterbrechung meiner Tätigkeit zu anschließender Leistungssteigerung führt. Ich denke in diesem Ansatz steckt viel Potential. Es ist überhaupt verwunderlich, dass i.d.R. für alle Schulformen und Klassenstufen der Zeitrahmen von 45 Minuten gilt. Jeder Mensch hat eine eigene Konzentrationsfähigkeit, die es zu fördern gilt und da sind kleine Pause sicherlich besser als ein starrer Zeitrahmen, der von der 1. bis zur Abschlussklasse gilt.

  61. Hallo,

    mir hat dein Blog-Eintrag sehr gefallen! Zu der Frage: „Woher weiß ich, wann der richtige bzw. optimale Zeitpunkt für eine Pause ist?“, denke ich, dass das ganz von der Situation abhängt. Es kommt da glaube ich sehr darauf an, in wie weit auch andere Schülerinnen und Schüler von der Unruhe/ den Sörungen betroffen sind. Ich denke auch, dass ein früherer Zeitpunkt, an dem man zum Beispiel wie diese Lehrerin den Gong leutet, eventuell besser sein könnte, da man die Kontrolle eventuell wieder besser übernehmen kann. Es ist denke ich sehr wichtig, nicht alle aus der Hand gleiten zu lassen und so das Bild zu vermitteln, einem würde die Unruhe im Klassenraum nichts ausmachen, oder es sei in Ordnung so laut in der Lernumgebung zu sein.
    Jedenfalls denke ich, dass die Lehrerin sehr angenehm reagiert hat und mir gefällt das Konzept der körperlichen Entspannung/Dehnungsübungen sehr gut, da so eine kleine Pause den Kopf beruhigt und die Konzetration fördert.

    Vielen Dank für den Einblick!

  62. Hallo,
    ein, wie ich finde, sehr interessanter Blogbeitrag. Sehr spannend zu sehen, dass eine kurze Pause mit Dehnübungen, um sich zu entspannen, gleich zu einer Leistungssteigerung führt. Es hat mich positiv überrascht wie schnell die Lehrerin das Problem erkannt und wie flexibel sie es gelöst hat. Ich denke, dass das sicher nicht in jedem Klassenzimmer so praktiziert wird und sehe den 90-Minuten Unterricht daher eher als problematisch, gerade bei Grundschulkindern.
    Viele Grüße

  63. Ich finde diesen Beitrag sehr interessant. Ich finde sehr gut, dass die Lehrerin erst dann eine Pause macht, als sie bemerkt dass die SuS immer mehr unruhiger werden bzw. nicht mehr ihre Aufgaben bearbeiten und somit werden die SuS nicht aus ihren Lernprozess rausgerissen. Dieser Beitrag zeigt, dass eine kurze Pause gut sein kann, um wieder die Konzentration der SuS wieder herzustellen. Außerdem finde ich interessant, dass die Lehrerin mit den SuS z.B. Dehnübungen macht.

  64. Die Lehrerin setzt ihr Handlungsprogramm und Ihre Ziele erfolgreich durch und probiert verschiedene Handlungsvektoren aus. Das Sie sich letztendlich nicht für eine starre Pause entscheidet finde ich sehr gut, da sie durch die Dehnübungen auch sicherstellt, dass alle auch zu Ihrer Pause kommen.
    Ebenso stellt sie dardurch sicher, dass die Schüler*innen möglichst nicht aus Ihre Arbeit herausgerissen werden.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass bei steigendem Alter die Verantwortung eine Pausenzeit zu wählen durchaus an die Schüler*innen weitergegeben werden kann. Eine Option wäre hierbei einen Pausenkasten zu etablieren (vorallem in Stuhlkreisen gut anwendbar).

  65. Ich empfinde die Handlung der Lehrkraft, die Kinder für einen Moment aus der Lernsituation rauszunehmen sehr sinnvoll. Ich selber kenne diesen Methode aus meiner eigenen Schulzeit und hatte das Gefühl nach einer kurzen Unterbrechung und einer kleinen Entspannungsübung wieder konzentrierter an die Arbeit gehen zu können.
    Gerade für Kinder in der Grundschulzeit können 90 Minuten sehr lang werden und natürlich sinkt dann manchmal auch die Konzentration. Eine kurze Pause ist weitaus effektiver als ständige Ermahnungen und schlussendlich negative Spannungen zwischen der Lehrkraft und den SuS. Es erfordert aber auch ein gutes Gespür seitens der Lehrkraft den richtigen Moment für eine Unterbrechung finden zu können.

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