{"id":264,"date":"2015-01-13T17:29:28","date_gmt":"2015-01-13T16:29:28","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/symjapan\/?p=264"},"modified":"2015-03-14T21:21:22","modified_gmt":"2015-03-14T20:21:22","slug":"call-for-papers-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/symjapan\/2015\/01\/13\/call-for-papers-2015\/","title":{"rendered":"Call for Papers 2015"},"content":{"rendered":"<h2>VISIONEN<\/h2>\n<p><strong>5. Studentisches Symposium der Japanologie der Freien Universit\u00e4t Berlin<br \/>\nam 25. April 2015 auf dem Campus der FU Berlin<\/strong><\/p>\n<p>\u201eJapan sinkt!\u201c (<em>Nihon Chinbotsu<\/em>) betitelte der Science-Fiction-Autor Komatsu Saky\u014d 1973 seine d\u00fcstere Zukunftsvision eines durch Naturkatastrophen im Meer versinkenden Japans. Premierminister Abe sprach dagegen im Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos in Bezug auf die sogenannten \u201eAbenomics\u201c von seiner \u201eneuen Vision eines neuen Japans\u201c, w\u00e4hrend \u201eDer Standard\u201c ihm im November nach der Aufl\u00f6sung des Parlaments vorwarf, er habe zwar \u201eReformen, aber keine Vision f\u00fcr Japan\u201c. Das Tokyo Metropolitan Government formulierte noch unter Gouverneur Ishihara Shintar\u014d 2011 nach der Katastrophe in Fukushima\u00a0 in Hinblick auf eine Olympia-Bewerbung seine \u201eTokyo Vision 2020\u201c und \u00dcberlebende des Tsunami in T\u014dhoku berichteten in Folge\u00a0 posttraumatischer Belastungsst\u00f6rungen angeblich \u00fcber zunehmende \u201eGeister-Visionen\u201c.<\/p>\n<p>Die \u201eVision\u201c scheint folglich zumindest begrifflich auch heute noch allseits pr\u00e4sent und sowohl in Politik, Wirtschaft und Medien als auch in Kunst und Kultur lebendig. Die Etymologie der Vision verweist dabei auf jemanden, der etwas sieht, was andere nicht oder noch nicht sehen k\u00f6nnen. Doch gibt es heute wirklich noch \u201eVisionen\u201c, oder sollte, wer Visionen hat, wie es Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt einmal pampig formulierte, doch lieber zum Arzt gehen?<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten unter dem Titel \u201eVisionen\u201c das gesamte Bedeutungsspektrum dieses Begriffs erfassen und neben Zukunftsbildern,\u00a0 Strategien, Dystopien, Eutopien und Utopien auch Erscheinungen, Vorstellungen und Fantasien thematisieren. Wie lassen sich zum Beispiel die unheimlichen Erscheinungen in Y\u014dkai-Erz\u00e4hlungen oder die Marien-Vision in Akita (<em>Akita no Seibo Maria<\/em>) im Jahr 1973 wissenschaftlich untersuchen und was meint Marguerite Yourcenar, wenn sie von Mishima Yukios \u201eVision der Leere\u201c\u00a0 (<em>Vision du Vide<\/em>) spricht?<\/p>\n<p>Welche Visionen gibt es und gab es in und auf Japan bezogen? Wie leiten sich diese ideengeschichtlich, literarisch, k\u00fcnstlerisch, medial, politisch oder sozial her und wie sind sie in der japanischen Kultur verankert?<\/p>\n<p>In diesem Sinne ruft die Studentenschaft der Japanologie der Freien Universit\u00e4t Berlin Studierende jeder Disziplin und aller Semester zum 5. Studentischen\u00a0 Symposium auf. Wir m\u00f6chten das Thema vor einem multidisziplin\u00e4ren Hintergrund beleuchten, um es auf vielf\u00e4ltige und ergiebige Weise zu\u00a0 erfassen und verschiedene Perspektiven aufzuzeigen. Wir wenden uns damit explizit nicht nur an politik- oder sozialwissenschaftliche Ann\u00e4herungen, sondern m\u00f6chten auch kultur-, kunst- oder literaturwissenschaftliche\u00a0 Vortragende auf dem Symposium mit den anderen Disziplinen zusammenbringen.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcrden uns wieder freuen, auch mit KommilitonInnen anderer Universit\u00e4ten in Austausch treten zu k\u00f6nnen, und werden, wenn m\u00f6glich, wie bisher einen Reisekostenzuschuss bereitstellen. Das Symposium soll eine M\u00f6glichkeit bieten, sich selbst und das eigene Thema au\u00dferhalb der \u00fcblichen Regularien in einem japanologischen sowie interdisziplin\u00e4ren Kontext erproben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Interessierte Studierende werden gebeten, bis zum<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>15. M\u00e4rz 2015<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">ein Abstract (max. 500 W\u00f6rter) sowie eine Kurzbiographie (letzte\/geplante Abschlussarbeit, Themenschwerpunkte) an<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong><a href=\"mailto:symjapan@zedat.fu-berlin.de\">symjapan@zedat.fu-berlin.de<\/a><\/strong><\/p>\n<p>zu schicken. Die Vortragszeit sollte nicht mehr als 20 Minuten betragen. F\u00fcr jeden Vortrag sind zun\u00e4chst 10 Minuten Diskussionszeit vorgesehen. F\u00fcr Fragen stehen wir jederzeit zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die Veranstalter<br \/>\nJens Oliver John, Robert Kade, Stefanie Reetz, Christopher Scholz, Daniel Yamada.<\/p>\n<p><strong>(<a href=\"https:\/\/userpage.fu-berlin.de\/symjapan\/Call_for_Papers_2015.pdf\">Druckfassung als PDF-Datei<\/a>)<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>VISIONEN 5. Studentisches Symposium der Japanologie der Freien Universit\u00e4t Berlin am 25. April 2015 auf dem Campus der FU Berlin \u201eJapan sinkt!\u201c (Nihon Chinbotsu) betitelte der Science-Fiction-Autor Komatsu Saky\u014d 1973 seine d\u00fcstere Zukunftsvision eines durch Naturkatastrophen im Meer versinkenden Japans. Premierminister Abe sprach dagegen im Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos in Bezug auf die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1116,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1425],"tags":[],"class_list":["post-264","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-call-for-papers"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/symjapan\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/symjapan\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/symjapan\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/symjapan\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1116"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/symjapan\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=264"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/symjapan\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":280,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/symjapan\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264\/revisions\/280"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/symjapan\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=264"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/symjapan\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=264"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/symjapan\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=264"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}