Interview mit Anja Ahrens: Beratungsstelle für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen

Anja Ahrens ist an der Freien Universität Berlin die Ansprechpartnerin für Anfragen und Belange Studierender mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Wir von der „Toolbox Gender und Diversity in der Lehre“ haben uns mit Anja Ahrens zum gemeinsamen Austausch über ihre Arbeit getroffen. Dabei haben wir spannende Details über ihre Beratungstätigkeit, den Nachteilsausgleich sowie über ihre Wünsche zur tatsächlichen Umsetzung von Inklusion an der FU Berlin erfahren. 

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Video Documentation: Transnational Feminist Dialogues in Times of the Neoliberal University

MvBZ YouTube Channel

The Margherita von Brentano Center for Gender Studies at Freie Universität Berlin has organized this summer term 2021, the third edition of the Transnational Feminist Dialogues.

The series has focused on the neoliberal character of today´s higher educational system and has address some structural phenomena related to power relations from a critical perspective. The invitation was to reflect and discuss which discourses, policies and actors are shaping universities in times when neoliberalism has reached all spheres of the higher educational system and what alternatives we have to counter this one-sidedness

The first session, „Dismantling Knowledge Asymmetries and Power Relations in Gender Studies” with Teresa Kulawik (Södertörn University) and Maria do Mar Pereira (University of Warwick), has focused on the question about the asymmetries that shape the production and circulation of knowledge not only within Gender Studies, but also within/between Diversity, Queer, Intersectionality and Postcolonial Studies. Both guests discussed about the way in which marginalized and/or critical perspectives and voices find their way in the neoliberal higher educational system, but also the depoliticization of this feminist intellectual projects in the neoliberal university.

The second session, “Questioning racist structures in Academia: perspectives from the Gender Studies” with Heidi Safia Mirza (Goldsmith) and Encarnación Gutiérrez Rodríguez (Justus-Liebig-Universität Giessen), has put the focus on the racist structures that shape science and academia. The focus was also put on the contributions that Gender Studies can make to dismantle them, forms of resistance and the possibilities of solidarity, both within the academy/university context and beyond its borders. 

The third session, „Decolonizing Feminist Teaching in Neoliberal Times” with Radhika Govinda (University of Edinburgh), Sara de Jong (University of York) and Rosalba Icaza (Erasmus University Rotterdam)  brought to discussion what a decolonization of feminist teaching would look like and how it can take place in the neoliberal higher educational system. Questions they have discussed were: What happens with feminist pedagogies nowadays? Do they have a challenging power? Is it possible to create radical and alternative spaces within neoliberal academia? What possibilities does the pedagogical space offers unlike other academic practices?

Find the video documentation under the following Link:

https://youtube.com/playlist?list=PLqiyv4YjL2YLl2YXmbGCQzkX0IJiJK-jp

 

Online-Tagung „Diversität Digital Denken – The Wider View“ des Zentrums für Lehrerbildung der WWU Münster vom 8.-10.9.21

Digitalisierung und Diversität sind bildungspolitisch hoch aktuelle und gesellschaftlich bedeutsame Themenfelder – sowohl in der Lehramtsqualifizierung als auch darüber hinaus. Ziel der Tagung ist es, die beiden Bereiche gemeinsam zu betrachten: Wie bedingen, ergänzen und verstärken sich Digitalisierung und Diversität gegenseitig?

Link zur Tagungswebsite

Die Anmeldung ist bis 31.7.21 möglich.

Maximalpräsenz in Homeoffice und Kinderzimmer – eine studierende Mutter berichtet.

Wie sieht der Alltag studierender und berufstätiger Eltern unter Corona-Bedingungen aus? Ein Erfahrungsbericht von Anna Helfer, ehemalige Mitarbeiterin im Team Zentrale Frauenbeauftragte und Doktorandin am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der Freien Universität Berlin. Dieser Beitrag erschien zuerst im Wissenschaftlerinnen-Rundbrief.

Angesichts der veränderten Arbeitsbedingungen durch die Corona-Pandemie forderte die Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an Berliner Hochschulen (LaKoF) Anfang April eine Entlastung, insbesondere für Familien, durch Arbeitgeber*innen. In der Stellungnahme heißt es, dass sich Familien mit der bundesweiten Kita- und Schulschließung von einem auf den anderen Tag mit einer extremen Mehrfachbelastung konfrontiert sahen: der Betreuung von Kita-Kindern und dem Homeschooling von Schulkindern bei gleichzeitiger Lohnarbeit, die auch in nicht-systemrelevanten Berufen vor täglichen Anforderungen und Deadlines nicht Halt macht.

Die Maßnahmen der Berliner Senatsverwaltung sahen in erster Linie individuelle Lösungen vor

Diese umfassten beispielsweise die Nutzung von mobilem Arbeiten, Ausgleich von Überstunden, Regel- oder Erholungsurlaub. Erst wenn diese Maßnahmen ausgeschöpft seien, bestehe ein Anspruch auf eine 10-tägige Freistellung gemäß § 29 Absatz TV-L. Aber auch die zu diesem Zeitpunkt veranlassten Regelungen stellten keine langfristigen Lösungen dar, die der ungewissen Dauer der neuen Arbeitssituation durch COVID-19 Rechnung trugen. In ihrer Stellungnahme forderten die LaKoF und Berliner Frauenverbände daher Unternehmens-, Hochschul- und Behördenleitungen auf, „die Beschäftigten im Homeoffice mit Familienverpflichtungen soweit wie möglich zu unterstützen und die geltenden Regelungen großzügig auszulegen und anzuwenden“. Dass es sich hierbei lediglich um eine Empfehlung handelt, wird spätestens dann jeder Familie – und besonders berufstätigen Alleinerziehenden – bewusst, wenn man vor der Aufgabe steht, aus dem Stand Lösungen für die Bewältigung von Beruf und gleichzeitiger Kinderbetreuung zu finden.

Als Mutter von zwei Kleinkindern, Studierende, studentische Mitarbeiterin und direkt Betroffene von der Schließung der Kitas fragte ich mich, wie wir als Familie in Absprache mit unseren Arbeitgeber*innen die Stellungnahme in konkrete Empfehlungen umsetzen können. Wie genau sieht ein Alltag zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung aus, wie können Eltern den Anforderungen beider Bereiche gerecht werden? Inwieweit kann man auf die Unterstützung von Arbeitgeber*in, Vorgesetzten und Kolleg*innen zählen?

Plötzlich brach nicht nur die Kitabetreuung, sondern auch unser soziales Netzwerk weg

Wie viele andere Familien auch, mussten mein Partner und ich unseren Alltag in kürzester Zeit umstrukturieren und überlegen, wie wir Arbeit und Kinderbetreuung miteinander vereinen können. Unsere Kinder waren bei Beginn des Lockdowns und der Kitaschließung ein und drei Jahre alt. Zuvor wurden sie dort von Montag bis Freitag von 8:30 bis 15 Uhr betreut. Mein Partner ist mit 40 Stunden in der freien Wirtschaft (Film) fest angestellt. Ich war zu diesem Zeitpunkt Vollzeitstudentin und zudem als studentische Mitarbeiterin mit 10 Wochenstunden an der Freien Universität beschäftigt.

Das Abholen der Kinder aus der Kita und die Nachmittagsbetreuung teilten wir uns für gewöhnlich mit Unterstützung aus unserem Familien- und Bekanntenkreis auf. Mit dem Ausbruch von Corona brach daher nicht nur plötzlich die Kitabetreuung, sondern auch unser Familien-Freund*innen-Netzwerk weg.

Die von der Bundes- und Landesregierung veranlassten Maßnahmen und Empfehlungen, soziale Kontakte zu minimieren, bedeuteten für uns im Konkreten, dass die Großmutter, die einmal in der Woche die Enkelkinder von der Kita abholt und auch öfters in Krankheitsfällen einspringt, unerwartet ausfiel – ebenso wie die Babysitterin oder Freund*innen.

Wie also sollten wir es schaffen, unsere 30- bis 40-Arbeitsstundenwoche und Vollzeitkinderbetreuung ohne Unterstützung zu organisieren?

Die LaKoF argumentiert zu Recht, dass diese Anforderungen kaum zu bewältigen sind und daher Eltern mit Sorgepflicht entlastet werden müssen. Aber wie? In unserer Familie musste mein Partner und Vater der Kinder weiterhin an drei Tagen in der Woche zur Arbeit gehen, an denen ich mich folglich um die Kinder kümmern musste. An zwei Tagen der Woche arbeitete er im 8 Homeoffice und betreute die Kinder vormittags. Diese zwei Tage Homeoffice, inklusive der freigestellten Zeit für die Kinderbetreuung (8 Stunden/Woche), war Ergebnis eines Gespräches meines Partners mit seinen Vorgesetzten, das er von sich aus anstoßen musste. Trotz der zeitlichen Freistellung blieben für ihn der Arbeitsdruck und die zeitlichen Deadlines weiterhin bestehen – auch in der Zeit, in der er die Kinder betreute. So stand er des Öfteren vor der Herausforderung, E-Mails schreiben und Telefonate führen zu müssen, während die Kinder um ihn herumsprangen. Spätestens hier zeigte sich für uns auch die falsch verstandene Idee von Homeoffice.

Nicht immer sieht das Leben mit Kindern so harmonisch aus – schon gar nicht bei einer Mehrfachbelastung der Eltern. (Foto: A. Helfer)

Wenn die Landes- und die Bundesregierung die Vereinbarkeit von beruflicher Tätigkeit sowie Betreuungs- und Sorgepflicht mit dem mobilen und flexiblen Arbeiten erfüllt sehen, dann haben sie vergessen, wie ein Alltag mit kleinen Kindern tatsächlich aussieht und wie wenig „flexibel“ Kinder sind: Aufstehen, Frühstück, Windelwechseln, Anziehen, Zähneputzen – und weil kleine Kinder schnell ungeduldig werden, ist es gut, oft und regelmäßig das Haus zu verlassen für Spaziergänge mit Laufrad und Kinderwagen durch den Park und Kiez – Spielplätze waren geschlossen; danach Mittagessen vorbereiten, essen, Mittagsschlaf inklusive Vorsingen und Vorlesen. Durchatmen. Ein bisschen arbeiten. Dann entweder spielen, basteln, malen oder rausgehen, Abendessen vorbereiten, Zähneputzen, Schlafanzug anziehen und ins Bett bringen mit Gutenachtgeschichte vorlesen. Durchatmen und dann arbeiten? Wenn ich mich nicht gerade selbst um 20 Uhr nach 12 Stunden Betreuungs- und Haushaltsarbeit in den Schlaf gesungen habe, dann hatte ich bestimmt keine Energie oder Kapazitäten mehr, auch nur irgendetwas zu machen, außer auszuruhen. Wann und wieviel Zeit bleibt also an so einem Tag für die berufliche Arbeit?

Unsere Familiensituation zeigt, wie die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung vor allem mich als Frau traf

Ein konzentriertes Arbeiten gelang mir meist nur in den frühen Morgenstunden zwischen 5 und 7 Uhr, wenn die Kinder noch schliefen. Allein der Versuch, mich während des Tages kurz an meinen Laptop zu begeben, löste bei den Kindern Protest aus, der es mir unmöglich machte, meiner Arbeit mit voller Aufmerksamkeit nachzugehen. Die Male, die ich notgedrungen gemeinsam mit meinen Kindern an einer Videokonferenz teilnahm, waren für mich unmöglich zu handhaben. Die Kinder forderten meine Aufmerksamkeit: Sie sind auf mir herumgeklettert, haben am Laptop die Tasten gedrückt, irgendwann wollten sie nicht mehr und fingen an zu quengeln. Die Unmöglichkeit zu arbeiten, fing ich in den ersten Wochen damit auf, dass ich Erholungsurlaub und die von der Freien Universität gewährte 10-tägige Freistellung in Anspruch nahm. An die Arbeit für das Studium setzte ich mich frühmorgens an den zwei Vormittagen in der Woche, an denen mein Partner die Kinder betreute, und am Wochenende. Dennoch, es war zu wenig Zeit, um Studium und Job gerecht zu werden. In unserem Fall lag das auch daran, dass ich sehr viel mehr Betreuungsverantwortung übernehmen musste als mein Partner.

Wie auch in der LaKoF-Stellungnahme formuliert, zeigt sich an unserem Familienbeispiel, wie die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung vor allem mich als Frau traf. Zwar bemühte sich der Arbeitgeber meines Partners um eine familiengerechte Lösung, die allerdings in der Praxis aufgrund der fortdauernden Arbeit und der durch Corona erhöhten Furcht vor finanziellen Einbußen bzw. dem Arbeitsplatzverlust nicht ausreichend funktionierte.

Gesellschaftliche Probleme, individuelle Lösungen

Im Gegensatz zu dem Plädoyer der LaKoF, dass Sorgeverpflichtung keine ausschließlich private Angelegenheit sein darf, sahen wir uns letztendlich mit einem Problem konfrontiert, welches wir individuell lösen mussten. Dank der Unterstützung meiner Kolleginnen empfand ich in meinem Arbeitszusammenhang nicht den gleichen Arbeitsdruck wie mein Partner. Sie bestärkten mich darin, nur so viel und so flexibel zu arbeiten, wie es mir unter den aktuellen Umständen möglich war. Dennoch plagte mich in der Zeit das schlechte Gewissen. Zudem hatte ich das Gefühl, dass wir die Arbeitssituation meines Partners auf dem Rücken meiner Arbeitskolleginnen austrugen.

Ich war grundsätzlich sehr verunsichert darüber, wie ich die Aussagen meiner Kolleginnen und auch die Stellungnahme der LaKoF für mich begreifen und umsetzen könnte. Ich arbeitete daher sehr flexibel und holte angesammelte Unterstunden am Wochenende, an Feiertagen, im Sommerurlaub und nach dem Ende der Kitaschließzeit nach. Das war in einigen Wochen mal mehr und mal weniger, bot mir jedoch die Möglichkeit, die Situation handhaben und der Fürsorgepflicht meinen Kindern gegenüber weiterhin verantwortungsvoll gerecht werden zu können.

Was bei der Diskussion um die Vereinbarkeit von Arbeit und Betreuung in Corona-Zeiten zu kurz kommt, ist das Wohl der Kinder und die Rolle, die Kitas und Erzieher*innen dafür spielen. Für unsere Kinder war die Situation sehr ungewohnt und auch schwierig. Als Eltern war es uns daher wichtig, unseren Kindern weiterhin einen an die Kita angelehnten strukturierten Alltag zu ermöglichen.

Wie systemrelevant ist die Beaufsichtigung, Erziehung und Förderung von Kindern?

Für uns beinhaltete das folglich, auch die Funktion der Kita in der neuen Situation zu übernehmen. Genauer bedeutete dies, die Kinder nicht einfach nur zu beaufsichtigen, sondern sie im Sinne der frühkindlichen Bildung (Sprachentwicklung, Motorik/Bewegung, Kreativität, Sozialverhalten) zu betreuen und zu fördern. Für uns zeigte sich an der allgemeinen Diskussion um Homeoffice und Kinderbetreuung auch die fehlende Wertschätzung für Kita-Betreuung und Erziehung. Diese steht offensichtlich in keinem Verhältnis zu ihrer gesellschaftlichen – und systemrelevanten – Bedeutung für Kindererziehung. Ich bin daher zu dem Schluss gekommen, dass die Parallelität von Homeoffice und Kinderbetreuung nicht funktioniert, weder Beruf noch Kindern gerecht werden kann. Mit der Unterstützung meiner Kolleginnen konnte ich meinen Kindern jedoch einen halbwegs kindgerechten Alltag ermöglichen, wofür ich sehr dankbar bin.

„Abwehrkräfte gegen Antifeminismus“ – Neuer Wissenschaftlerinnen-Rundbrief erschienen!

Die Pandemie trifft alle, aber sie trifft nicht alle gleich. Gerade Familien mit kleinen Kindern, Betroffene von häuslicher Gewalt oder Pflegekräfte erlebten zuletzt oft enorme zusätzliche Belastungen – nicht nur in Deutschland. Ohne einen feministischen Blick auf die Krise blieben solche Perspektiven oft außen vor. Auch deshalb haben unsere Kolleg*innen im Bereich der Zentralen Frauenbeauftragten diesem Thema einen Schwerpunkt im aktuellen „Wissenschaftlerinnenrundbrief“ gewidmet.

Dieser erschien im Dezember als Doppelausgabe und trägt den Titel „Abwehrkräfte gegen Antifeminismus“. Wo das Coronavirus viele bereits bestehende gesellschaftliche Probleme weiter verstärkt hat – etwa den Pflegenotstand und den Care-Gap – sind andere Ausschlussmechanismen in den Hintergrund geraten. Das neue Heft nimmt sich in einem zweiten Schwerpunkt deshalb dem Thema „Antifeminismus von rechts“ an. Wie legitimiert er sich, wie funktioniert er an der Hochschule und was lässt sich ihm entgegensetzen? Diese und weitere Fragen diskutieren renommierte Autor*innen auf fast 30 Seiten.

Die aktuelle und ältere Ausgaben zu spannenden Themen wie „Klimawandel und Geschlechterverhältnisse“ oder „Geschlechterverhältnisse in der Mathematik“ kann auf der Seite der Zentralen Frauenbeauftragten kostenlos heruntergeladen werden. Einzelne Beiträge werden außerdem gesondert auf diesem Blog veröffentlicht.

Wir wünschen eine anregende Lektüre!

Öfter mal eine Autorin lesen

Von Anne-Sophie Schmidt

Der Artikel ist zuerst im Online-Magazin campus.leben der Freien Universität Berlin erschienen.

Angeregt durch ein Seminar am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie führten Studentinnen der Freien Universität eine Umfrage zu Sexismus im Literaturbetrieb durch

In ihrem Studium der deutschen Philologie liest Chantal Bossdorf überwiegend Werke von Goethe, E.T.A. Hoffmann oder Thomas Mann. Autorinnen finden sich immer noch selten auf Klassiker-Leselisten; erst seit einigen Jahren werden vermehrt Schriftstellerinnen aus vergangenen Epochen in kanonischen Übersichten geführt.

Durch ein Seminar im gerade zu Ende gegangenen Sommersemester wurde Chantal Bossdorf bewusst, wie diese Auswahl eine jahrhundertelange Ungleichbehandlung von Männern und Frauen im Literaturbetrieb widerspiegelt. Als Reaktion darauf führte die Studentin mit vier Kommilitoninnen eine Umfrage zum Thema „Sexismus in der Literaturbranche“ durch.

#MeToo und Literaturbetrieb

Im Rahmen des Bachelorseminars „#MeToo und Literaturbetrieb“ bei Professorin Anne Fleig befragte die Gruppe Angehörige des Literaturbetriebs nach ihren Erfahrungen mit Sexismus. „Die Umfrage hat uns einen kleinen Einblick vermittelt“, sagt Vivien Rachow, die auf Lehramt Sonderpädagogik und Deutsch im Bachelor studiert und an der Umfrage beteiligt war. „Viele unserer Annahmen und Vermutungen wurden leider bestätigt. Ein Großteil der Befragten ist sich der vorherrschenden Diskriminierung bewusst, viele haben selbst Erfahrungen mit Sexismus gemacht.“

Die Umfrage fand, wie das ganze Seminar, online statt. „Wegen des digitalen Semesters gab es ganz neue Formen und Formate – und auch mehr Freiheit als sonst“, sagt Seminarleiterin Anne Fleig. „Ich finde es toll, dass diese Freiheit auch genutzt wurde. Die Studentinnen haben die Umfrage auf eigene Initiative gestartet und sind zu bemerkenswerten Ergebnissen gekommen.“

An der Umfrage beteiligten sich 125 Personen aus der Literaturbranche

Die Gruppe koordinierte sich ausschließlich über Messenger-Dienste, über Soziale Medien machte sie die Umfrage publik und schrieb Vertreterinnen und Vertreter der Literaturbranche an. Am Ende nahmen 125 Menschen teil, darunter 98 Frauen: Autorinnen und Autoren, Lektorinnen und Lektoren, Übersetzerinnen und Übersetzer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verlagen.

Vor dem Seminar konnten sich die 21-jährige Chantal und die 24-jährige Vivien wenig unter dem Thema vorstellen. Chantal hatte von der #MeToo-Debatte, ausgelöst durch den Skandal wegen hundertfacher sexueller Übergriffe des US-Filmproduzenten Harvey Weinstein, bis dahin nur im Fernsehen gehört. Sie hatte das Thema auch deswegen ausschließlich mit Film- und Fernsehstars verbunden. „Dass es ähnliche Vorfälle auch in der Literaturbranche gibt, wurde mir erst im Seminar bewusst.“ Damit war sie nicht allein, viele hörten in der Lehrveranstaltung zum ersten Mal davon.

Gemeinsam diskutierten die Studierenden über Machtverhältnisse in der Literaturbranche, lernten, welchen Einfluss Literaturpreise und Bestenlisten wie die Long- und Shortlist des Deutschen Buchpreises haben, und lasen den Roman Hippocampus von Gertraud Klemm. Darin nimmt die Autorin den Literaturbetrieb aufs Korn und beschreibt diskriminierende und sexistische Strukturen der Branche.

Ungewollte Berührungen von männlichen Kollegen, unangemessene Kommentare zum äußeren Erscheinungsbild, stereotype Berichterstattung, das Vorurteil, als Autorin nur für bestimmte Themenbereiche geeignet zu sein, schlechtere Bezahlung bis hin zu sexuellen Übergriffen – die Antworten der Teilnehmenden zu ihren Erfahrungen sind reichhaltig.

Austausch über das Thema ist wichtig

Dass die Umfrageergebnisse nicht repräsentativ sind, ist den Studentinnen klar – dennoch seien die gewonnenen Erkenntnisse zu Machtstrukturen und -missbrauch im Literaturbetrieb für sie erhellend. Und noch etwas ist ihnen deutlich geworden: „Ich habe gemerkt, dass man bei einer Umfrage sprachlich sensibel sein muss,“ sagt Vivien Rachow. „Manchen sind schlimme Dinge passiert. Deshalb hätte ich einige Fragen im Nachhinein vorsichtiger formuliert. Man weiß nie, was Menschen erlebt haben.“

Rachow meint aber auch, dass wichtige Fragen gestellt werden müssten, und auch viele Befragte gaben an, dass sie Betroffenen von Sexismus empfehlen würden, sich mit anderen auszutauschen und Vorfälle öffentlich zu machen.

Überrascht war die Gruppe, dass viele an der Umfrage Beteiligte als Lösung für das Problem der Geschlechterungleichheit Quotenregelungen vorschlugen. „Diese Regeln haben oftmals einen unangenehmen Beigeschmack“, sagt Rachow. „Viele sagen, eine Quote passe nicht in den kulturell-künstlerischen Bereich, weil dort Freiheit wichtig sei. Aber manchmal braucht es solche Regeln, zumindest am Anfang, um langfristig gleichberechtigten Zugang herzustellen.“

Andere Befragte wünschten sich gleiche Bezahlung, mehr Transparenz in der Preisvergabe, diverser besetzte Jurys und Entscheidungspositionen sowie mehr Rücksicht auf Berufstätige mit Familie.

Was kann Kunst bewirken?

Inspiriert durch Gertraud Klemms Roman, in dem die Protagonistin Statuen berühmter Männer mit Perücken oder einer Vulva schmückt, fragten die Studentinnen auch, wie wirksam künstlerische Aktionen bei der Durchsetzung von Gleichberechtigung sein können. In ihren Antworten zeigten sich viele der Befragten zustimmend, warnten aber auch vor kurzlebigen Trends, die zwar Aufmerksamkeit erzeugten, aber nichts an systembedingter Ungerechtigkeit änderten.

Vivien Rachow wurde durch die Beschäftigung mit dem Thema Sexismus in der Literaturbranche letztlich auch bewusst, welche Macht sie als Konsumentin und welches Gewicht ihre Kaufentscheidung auf dem Buchmarkt hat. „Ich werde vielleicht in Zukunft aktiver auch nach Autorinnen suchen. Man greift ja doch oft zu Bestseller-Empfehlungen. Die stammen aber oft von Autoren, weil Männer häufig Männer veröffentlichen und unterstützen.“

Auch Chantal Bossdorf hat durch die Umfrage einen anderen Blick gewonnen. „Ich werde in Zukunft bewusster Bücher von Autorinnen zur Hand nehmen, von einer nicht-weißen Frau oder von LGBTQI*. Es ist schön zu wissen, dass ich Einfluss darauf nehmen kann, dass mehr Leute darauf achten, was sie lesen.“ Vielleicht wird dann auch der Literaturkanon zukünftiger Germanistik-Studentinnen diverser – und zu E.T.A. Hoffmann und Thomas Mann gesellt sich eine Autorin wie etwa Gertraud Klemm.

Soziale Herkunft an Hochschulen: Interview mit Hannah Rindler von ArbeiterKind.de

"Also es ist ja durchaus auch eine Kompetenz, in zwei Welten zuhause zu sein, eine besondere Leistungsanstrengung hinter sich gebracht zu haben und bestimmte Hürden genommen zu haben, die andere nicht nehmen mussten." (Hannah Rindler)

Welche Rolle spielt soziale Herkunft, also der Bildungshintergrund von Studierenden, aktuell an der Hochschule? Welche Erfahrungen machen Studierende, die als Erste in ihrer Familie studieren, im Unterscheid zu  Studierenden mit akademischem Familienhintergrund?

„Studierende der ersten Generation“, „first generation academics“ oder „working class academics“ – so bezeichnen sich Personen, die als Erste in ihrer Familie ein Studium begonnen haben. Bei diesen Selbstbezeichnungen handelt es sich um neutrale, beschreibende Formulierungen oder um die positive Betonung einer Vorreiter*innenrolle. Damit stehen die Begriffe im Gegensatz zu der häufig zu findenden Fremdbezeichung „bildungsferne Studierende“, die eine Distanz zur Norm, eine Abweichung, betont.

In diesem Good-Practice-Beispiel möchten wir eine Organisation vorstellen, die ebenfalls die Position als Vorreiter*in ins Zentrum stellt. Die gemeinnützige Organisation ArbeiterKind.de hat das Motto „für alle, die als erste in ihrer Familie studieren“. Motiviert durch ihre eigenen Erfahrungen als Studentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin gründete Katja Urbatsch 2008 ArbeiterKind.de. Was als ehrenamtliches Projekt begann, ist mittlerweile eine mehrfach ausgezeichnete Organisation mit mehr als 30 Mitarbeiter*innen in ganz Deutschland.

Mehr zu dem Good-Practice-Beispiel im Toolbox-Beitrag:

  • Soziale Herkunft als folgenreiche Diversitätsdimension
  • Videointerview mit Hannah Rindler, Bundeslandkoordinatorin Berlin von ArbeiterKind.de
  • Literaturhinweise

Practicing Academic Kindness in the Classroom

by guest author Philipp Schulz

This text was first published on the blog „Duck of Minerva“ on February 17, 2020. The blog focuses on world politics from an academic perspective. We thank the author and publishers for the opportunity to share this article on our Toolbox-Blog.

Academic competitiveness and pettiness is alive and real. From expediting demands of the competitive academic job market, disrespectful peer review comments, to micro-aggressions and open hostilities at conferences – in particular to early career, women and/or people of colour scholars – there seem to be countless examples for an acute absence of kindness and empathy in the academy. Probably most of us, although to varying degrees, have been confronted with the unkind aspects of academic environments. In many ways, of course, these problems are embedded in wider structural problems of racism and sexism within the academy at large.

Fortunately, there seems to be increasing (albeit slow) recognition of the toxic practices of academic work cultures. As an early career researcher, I am particularly excited about some of the kindness that many of my peers are extending and the horizontal generosity that is beginning to spread across conferences, workshops and social media. Yet, I do believe that the (sub-)field of feminist international relations is particularly unique in that way, perhaps not unrelated to some of the disciplinary sanctioning and marginalizing that the field still experiences in the discipline more widely.

Kindness through Thank You Emails

Inspired by some of that inclusivity and kindness of the scholars I look up to and read – and I am specifically looking at Cynthia Enloe here, who has often been praised for being ‘amazingly generous to feminist colleagues and graduate students’, or my former supervisor Fionnuala Ní Aoláin – I too aim to be more mindfully generous and kind, in my research and writing, as well as during conferences/workshops and teaching. Here, I want to share one particular way in which I try to practice (and teach) academic kindness in the classroom: Together with my students, for each session in our seminars, we write an email to the authors we read that day, to share our appreciation for their work.

The idea came to me when a scholar whose work I absolutely admire in an email also mentioned that she had assigned one my recently published articles in one of her seminars, and that the students liked the text. For me, this was the first time I heard that someone had used any of my writing in class, let alone that it was apparently well received, and so this was an absolute highlight for me that semester. I have also been inspired by others following similar paths, such as Megan Mackenzie, who has previously recorded thank you videos with her students for the authors they read in class, and shared those publicly via twitter.

Influenced by that, I intend to myself share more positive feedback with the authors I read – whether for research or for teaching. We all get so used to receiving and articulating critique (mostly constructive, but often also harsh, unreasonable and imbalanced) about our work and papers, whether at conferences, during peer-review or from supervisors and/or peers. But in my experience so far, we too seldom just articulate positive, affirmative, encouraging and generous feedback about something we truly enjoyed reading, and from which we benefited intellectually, politically or even personally.

In order to change that, for the past two semesters now, I have made it a practice of together with my students sending positive feedback emails to the authors we read. With these emails, we aim to let the authors know how we engaged with their work, to recognize and thank them for their work, and to share with them how this has been beneficial for us.

How does this look like in practice? „Practicing Academic Kindness in the Classroom“ weiterlesen

Black History Month: 8 Podcasts über Schwarze Geschichte und Kultur

Februar ist „Black History Month„! Anfang des Monats haben wir zu diesem Anlass bereits einige Bücher von Schwarzen¹ Autor*innen empfohlen. Doch auch über andere Medien können Interessierte etwas über Schwarze Geschichte und Kultur (dazu)lernen. So gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Podcasts, in denen Schwarze Menschen über ihre Perspektiven auf Politik und Gesellschaft sprechen. Mal wissenschaftlich, mal eher persönlich, mal journalistisch – und manchmal eine Mischung aus all diesen Dingen. Auf jeden Fall aber: kritisch. Hier stellen wir 8 Podcasts vor und empfehlen jeweils eine Folge zum Einstieg:

„Afropod: Kompromisslos schwarz“, Folge: „Schwarze Menschen, Deutschland und die Konstruktion von Rasse“
Maciré Bakayoko und Fatou Sillah sind Aktivistinnen aus Bremen. In ihrem „Afropod“ bieten sie gesellschaftliche Analysen aus dezidiert Schwarzer Perspektive. In der ersten Folge geht es darum, wie Schwarze Menschen in der deutschen Gesellschaft unsichtbar gemacht wurden und werden. Sie nehmen außerdem die deutsche Kolonialgeschichte in den Blick, wie das Deutsche Reich vom transatlantischen Sklavenhandel profitierte und wie es dazu beitrug, Rassismus pseudowissenschaftlich zu institutionalisieren.

„Black and Breakfast“, Folge: „Impostor Syndrome“
Jaide und Joana sind „zwei Berlinerinnen, denen die Stimmen von Women of Colour in Deutschland gefehlt haben“. In der Folge zum „Impostor Syndrome“ geht es um das Phänomen, das auftritt, wenn sich Personen ihre Erfolge nicht selbst zuschreiben, sondern sich als Hochstapler fühlen: „Das war nur Glück“, „Die Klausur war so leicht“. Dass diese Denkmuster vor allem bei marginalisierten Bevölkerungsgruppen auftreten, ist dabei kein Zufall.

„Code Switch“, Folge: „The Birth of a ‚New Negro'“
„Code Switch“ ist ein aufwändig produziertes Storytelling-Format von People of Colour. Der Podcast stammt vom US-amerikanischen „National Public Radio“ (NPR). In der Folge „The Birth of a ‚New Negro'“ geht es um Alain Locke. Der afroamerikanische, schwule Philosoph wird häufig als „Vater der Harlem Renaissance“ bezeichnet, der wichtigsten künstlerischen und sozialen Bewegung von Afroamerikaner*innen im frühen 20. Jahrhundert. Er studierte an der Universität Berlin, dem Vorläufer der späteren Humboldt-Universität, und prägte die afrodeutsche Szene entscheidend mit.

„Die kleine schwarze Chaospraxis“, Folge: „akademia“
Die Poetry-Slammerin Ninia la Grande und die Schauspielerin und Sängerin Denise M’baye sprechen in der „Kleinen schwarzen Chaospraxis“ humorvoll über Alltägliches, Feminismus und Inklusion – „im perfekten Imperfektionismus“, wie sie selbst sagen. In dieser Folge nehmen sie den Wissenschaftsbetrieb und vor allem dessen Sprache in den Blick: Wen schließt sie ein, wen schließt sie aus? Von diesen Analysen bleibt in der Episode auch die Freie Universität Berlin nicht verschont.

„Essay und Diskurs“, siebenteilige Reihe zu „Identitäten“, Folge: „Farbe bekennen“
Die Sendung „Essay und Diskurs“ läuft im Deutschlandfunk und veröffentlichte zum Jahreswechsel eine Reihe mit dem Titel „Identitäten“. Darin widmen sich Schwarze Künstler*innen und Kulturschaffende verschiedenen Themen: In der Folge „Farbe bekennen“ beschäftigt die Kuratorin und Autorin Mahret Ifeoma Kupka sich kritisch mit Büchern afrodeutscher Autor*innen: Mit welchen Rassismusbegriffen sie operieren, ob sie die weißen Leser*innen herausfordern – oder diese eher beschwichtigen.

„Feuer und Brot“, Folge: „White Saviorism“
Maxi Häcke und Alice Hasters sind seit ihrer Kindheit beste Freundinnen. Als „Feuer und Brot“ widmen sie sich Themen aus Politik und Popkultur. Alice Hasters hat zudem kürzlich ein Buch mit dem Titel „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber hören sollten“ veröffentlicht. In der empfohlenen Folge geht es um weiße Menschen, die etwa in Form von Freiwilligendiensten nicht-weiße Menschen „retten“ wollen – und dabei oft mehr Schaden anrichten als helfen.

„The Nod“, Folge: „Nobody Looks Like Me“
Im US-amerikanischen Podcast „The Nod“ sprechen Brittany Luse und Eric Eddings über ernstere und unterhaltsamere Aspekte Schwarzer Kultur. In der vorgestellten Folge geht es um ein besonderes historisches Ereignis: 1961, als Schulen in den USA noch überwiegend segregiert waren, waren die „Memphis 13“ – gerade einmal Erstklässler – die ersten Schulkinder, die Schulen besuchten, die vormals ausschließlich weißen Kindern vorbehalten waren. In „Nobody Looks Like Me“ sprechen die Moderator*innen mit dem Vater eines der „Memphis 13“.

„Tupodcast“, Folge: „Wie wir zu uns selbst kommen“
Tupoka Ogette ist vor allem für ihre antirassistische Bildungsarbeit bekannt. Ihr Buch „exit Racism“ gehört zu den Standardwerken in diesem Bereich. Im „Tupodcast“ spricht sie mit anderen Schwarzen Frauen über Diskriminierung und Widerstand, Inspiration und Empowerment. In der Folge „Wie wir zu uns selbst kommen“ spricht sie mit Pascale Virginie Rotter, Projektkoordinatorin für „Empowerment, Sensibilisierung und antirassistische Öffnung“ an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin.

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¹Der Begriff „Schwarz“ wird in diesem Beitrag bewusst groß geschrieben. Damit soll darauf hingewiesen werden, dass es sich dabei nicht um biologische Eigenschaften oder lediglich die Hautfarbe, sondern um eine Strukturkategorie in einem globalen Machtgefüge handelt. Für weiße Menschen hat sich die kursive, kleingeschriebene Variante etabliert. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Brettspiel „Identitätenlotto“ zu Gender, Vielfalt und Diskriminierung kann bei der Toolbox ausgeliehen werden

Gendertheorien praktisch und erfahrungsorientiert zu vermitteln – dieser in der Lehre erlebte Bedarf stand am Anfang der Entwicklung des Identitätenlottos. Juliette Wedl hat sich gemeinsam mit einigen Kolleg*innen am Braunschweiger Zentrum für Gender Studies an die Arbeit gemacht und ein Lehr-Lernspiel zu Gender, Vielfalt und Diskriminierung entworfen, getestet und weiterentwickelt. Jetzt ist das Brettspiel erschienen.

Mit einer zufällig gezogenen Spielidentität durchlaufen die Spieler*innen verschiedene Lebensthemen wie Alltag in Deutschland, Selbstbild und Familie. Gemeinsam werden Wissens- und Ereigniskarten sowie Entscheidungen auf Grundlage der Spielidentität diskutiert.

Mehr zum Ablauf und Einsatz des Brettspiels sowie Hinweise zur Reflektion finden Interessierte in dem Artikel „Identitätenlotto – Ein Spiel quer durchs Leben“ von Juliette Wedl, der als eines der Good-Practice-Beispiele in der ‚Toolbox Gender und Diversity in der Lehre‚ veröffentlicht wurde.

Weitere Informationen zum Spiel gibt es unter https://identitaetenlotto.de/. Dort kann das Spiel auch bestellt werden. Es kostet 50 Euro.

Mitarbeiter*innen und Studierende der Freien Universität Berlin können ein Exemplar des Spiels gegen Vorlage eines Lichtbildausweises beim Toolbox-Team am Arbeitsbereich Zentrale Frauenbeauftragte ausleihen. Schicken Sie uns bei Interesse einfach ein E-Mail.