Konferenz, Online-Veranstaltung und Preisverleihung – Was Papayas mit aktuellen Terminen an der FU zu tun haben

Heute möchten wir auf drei Termine hinweisen, die nächste Woche an der Freien Universität Berlin stattfinden:

1. The Politics of Intersectionality (13.-15.11.2019)

Zur Feier des Starts des Masterstudiengangs „Gender, Intersektionalität und Politik“ im Wintersemester 2019/20 veranstaltet Prof. Dr. Gülay Çağlar eine internationale Konferenz mit dem Titel „The Politics of Intersectionality“.

Keynotes
  • Akwugu Emejulu (University of Warwick): Against Institutionalising Intersectionality
  • Sirma Bilge (Université de Montréal): “Minority Knowledges” in Neoliberal Academy: The Case of Intersectionality
Weitere Themenschwerpunkte
  • Intersectionality in Political Science
  • Methodologies and Methods
  • Intersectionality in the German Context
  • Roundtable „Teaching Intersectionality – Changing the Institution?“

Zur Konferenzwebsite mit Programm und Anmeldung

2. Online-Veranstaltung zur gender- und diversitätsbewussten Auswahl und Modifikation von Lehrmethoden (14.11.2019, 14.30-15.00 Uhr)

Im Workshop wird ein Instrument zur Methodenplanung und -auswertung aus der ‚Toolbox Gender und Diversity in der Lehre‘ vorgestellt. Anhand von konkreten Beispielen lernen Sie fünf Leitfragen kennen, mit denen Sie z.B. reflektieren können, ob eine Methode problematische Gruppendynamiken oder gesellschaftliche Ausschlüsse reproduziert. Wir überlegen auch, wie sich Methoden durch Modifikationen für unterschiedliche Kontexte anpassen und verbessern lassen.

Alle Interessierten können ohne Anmeldung an der Veranstaltung teilnehmen. Hier geht es direkt zum Online-Raum. Es ist keine Installation eines speziellen Programms nötig. Melden Sie sich bitte einfach im Online-Raum mit Ihrem Namen an. Für eine bessere Tonqualität für Sie und alle anderen Teilnehmer*innen empfiehlt sich ein einfaches Headset.

Die Veranstaltung findet als „Online-Kurzberatung“ in Kooperation mit der Qualifizierung für Mentoring und Tutoring des Career Service statt.

3. Verleihung des Margherita-von-Brentano-Preises an die Medical Students for Choice Berlin (15.11.2019, 18 Uhr)

Der Margherita-von-Brentano-Preis ist nach der ersten Frau benannt, die an der Freien Universität Berlin das Amt der Vizepräsidentin innehatte. Er wird alle zwei Jahre für herausragende Leistungen im Bereich der Frauenförderung und/oder Geschlechterforschung vergeben und ist mit 15.000 Euro dotiert.

Dieses Jahr erhält die studentische Inititative Medical Students for Choice Berlin den Margherita-von-Brentano-Preis. Die aus einer Ärztin und mehreren Studentinnen bestehende Gruppe setzt sich seit 2015 für eine umfassende und ganzheitliche Thematisierung des Schwangerschaftsabbruchs im Studium der Humanmedizin ein. In der Begründung des Präsidiums der FU Berlin heißt es, gewürdigt werde das herausragende Engagement „für die strukturierte Verbesserung der humanmedizinischen Lehre im Feld der Gendermedizin“ und das Eintreten für die „bessere Verankerung des Themas Schwangerschaftsabbruch in der ärztlichen Ausbildung“. Hervorgehoben wird zudem die Konzeption von innovativen sogenannten Papaya-Workshops (!) zu Methoden des Schwangerschaftsabbruchs und Informationsveranstaltungen für Medizinstudierende. Das Thema ist inzwischen dank der Aktivitäten der „Medical Students for Choice“ in die Lehrpläne des Medizinstudiums an der Charité – Universitätsmedizin Berlin integriert worden.

Das Toolbox-Team freut sich sehr, dass am 15.11.19 eine studentische Inititative ausgezeichnet wird, die sich für die Verbesserung der Hochschullehre und das so grundlegende wie umkämpfte Recht auf sexuelle Selbstbestimmung einsetzt!

Einen guter Start ins Semester fördern: gender- und diversitätsbewusste Gestaltung der ersten Sitzung einer Lehrveranstaltung

Was sollte in der ersten Sitzung einer Lehrveranstaltung passieren, um Studierende in ihrer Vielfalt zu adressieren und Diskriminierung abzubauen? Wie können Sie eine Grundlage für eine gute Lernatmosphäre während des Semesters legen? Wir schlagen acht Punkte für die erste Sitzung jeder Lehrveranstaltung vor:

1. Inhalte motivierend darstellen: In der ersten Sitzung sollten die Studierenden eine Vorstellung von den Inhalten und dem Ablauf der Lehrveranstaltung gewinnen, deren roten Faden nachvollziehen können. Dabei ist es wichtig, die Studierenden neugierig auf das Thema zu machen und sie für die Lehrveranstaltung zu motivieren. Versuchen Sie zu vermitteln, warum Sie selbst das Thema so spannend finden oder erzählen Sie von Ihrem eigenen Forschungs- und Lernprozess. Die Kolleg*innen von hochschuldidaktik online empfehlen in ihrem Blog, sich nicht gleich zu Beginn der Sitzung in die (wichtigen, aber manchmal ermüdenden) organisatorischen Details zu stürzen, sondern die Methode des Storytelling zu nutzen, um Studierende zu motivieren.
Stellen Sie, wenn möglich, die Bedeutung der Gender- und Diversitätsforschung für das Thema der Lehrveranstaltung dar. Sie können ggf. auch auf die Auswahl der Literatur eingehen und Ihre Kriterien transparent machen. Selbst wenn die Autor*innen wenig Diversität repräsentieren, kann das eine wissenschaftskritische Perspektive auf den Lehrinhalt ermöglichen.

2. Kennenlernen: Es ist gut für die Lernatmosphäre, wenn sich die Teilnehmenden ein bisschen kennen und so Sicherheit gewinnen. Der Vorteil vieler Kennenlernmethoden ist zudem, dass Sie durch eine Verknüpfung mit den Themen der Lehrveranstaltung selbst etwas über die Interessen, Bedürfnisse und Kenntnisstände der Studierenden erfahren und diese in Ihre weitere Planung einbeziehen können. Hierfür eignen sich viele Vorschläge aus der Toolbox zur Aktivierung von Studierenden. Ich selbst nutze sehr gerne Aufstellungen im Raum zu verschiedenen Thesen oder ein Speeddating zu Beginn einer Lehrveranstaltung. Für große Gruppen sind digitale Tools, insbesondere Online-Response-Systeme, sehr gut geeignet.

3. Studierende respektvoll ansprechen: Zu einer guten Diskussionsatmosphäre trägt auch bei, wenn sich alle mit Namen adressieren können. Namensschilder in den ersten Sitzungen oder auch während des gesamten Semesters sind deshalb sehr hilfreich. Sie können den Studierenden auch anbieten, das Personalpronomen, mit dem sie adressiert werden möchten, auf dem Namensschild zu notieren, oder (bei bis zu 25 Personen) eine Pronomenrunde (S. 379) durchführen. Um eine unzutreffende Geschlechtszuschreibung durch die Adressierung als Herr/Frau + Nachname zu vermeiden, können Sie die Vornamen der Studierenden verwenden und sie dennoch siezen („Hamburger Sie“). Das ist auch praktisch für die Studierenden, die sich untereinander mit Vornamen ansprechen.
Hinweise zu gender- und diversitätsbewusster Sprache im Allgemeinen finden Sie in unserem Starter-Kit.

4. Datenschutz beachten: Verwenden Sie zur Erstellung der Teilnehmendenliste besser nicht die Namensliste aus dem Campusmanagement, sondern eine Blanko-Liste oder ‑Tabelle, die Sie herumgeben. Nicht alle Studierenden wollen mit dem Namen adressiert werden, mit dem sie offiziell eingeschrieben sind, z. B. wenn sie trans* sind. Wenn Sie den „alten“ Namen durch Herumgeben einer Liste oder durch das Aufrufen auf Grundlage der Liste verwenden, „outen“ Sie diese Studierenden unter Umständen. Dies kann zu Diskriminierungen und hohen Belastungen führen, die nicht nur leicht vermeidbar sind, sondern auch dem gesetzlichen Offenbarungs-Verbot („Outing-Verbot“) zuwiderlaufen. Achten Sie auch bei der Sammlung oder Veröffentlichung auf Anforderungen des Datenschutzes.

5. Positive Gesprächskultur fördern: Für das Gelingen einer Lehrveranstaltung sind alle Beteiligten verantwortlich. Als Lehrende*r sind Sie dafür zuständig, möglichst gute Voraussetzungen für eine konstruktive Gesprächskultur zu schaffen. Gerade bei der Thematisierung von Gender und Diversity gibt es oft lebhafte Diskussionen, sehr unterschiedliche Grade der Sensibilisierung und leider auch Verletzungen.
Um eine gute Diskussionsatmosphäre zu fördern, ist es sinnvoll, von Anfang an Regeln für den Umgang miteinander in Form einer Seminarvereinbarung zu formulieren. Dies dient der Transparenz und gibt Sicherheit, weil im Zweifel im Laufe des Semesters auf die Vereinbarungen verwiesen werden kann. Dabei können einerseits Sie als Lehrende*r bestimmte Grundsätze einführen, die enthalten, was Sie sich wünschen (z. B. wertschätzende Kommunikation oder Beteiligung möglichst vieler Studierender) oder welches Verhalten Sie nicht dulden (z. B. Beleidigungen, sexualisierte Belästigung). Eine höhere Akzeptanz von Vereinbarungen entsteht, wenn Sie diese demokratisch zusammen mit den Studierenden erarbeiten oder zumindest gemeinsam als „Seminarvereinbarung“ beschließen, was sich vor allem in kleineren Lehrveranstaltungen anbietet.
Sehr empfehlenswert ist es auch, das Konzept der Fehlerfreundlichkeit einzuführen, das bewusst berücksichtigt, dass Hochschullehre kein machtfreier Raum ist, und versucht, mit dem Spannungsverhältnis zwischen Lernraum und Schutzraum konstruktiv umzugehen.

6. Formale Aspekte kommunizieren: Die Studierenden müssen nach der ersten Sitzung wissen, welche Materialien sie brauchen und wie sie diese bekommen. Die Leistungsanforderungen sowie formale Teilnahmebedingungen wie Fristen etc. sollten ebenfalls bekannt und transparent gemacht werden. Es empfiehlt sich, solche Unterlagen schriftlich zur Verfügung zu stellen, am besten als Handout und digital. Tipps zur Erstellung von barrierefreien pdf-Dokumenten finden Sie z. B. bei der Bundesfachstelle Barrierefreiheit.

7. Erreichbarkeit der Lehrenden thematisieren: Die Studierenden sollten wissen, wie Sie als Lehrende*r bei Fragen oder Problemen zu erreichen sind. Geben Sie einige Beispiele, mit welchen Anliegen Studierende ggf. in Ihre Sprechstunde kommen können. Dies kann eine große Erleichterung für Studierende sein, die noch nicht über solches informelles Wissen der Hochschulkultur verfügen, wie z. B. Arbeiterkinder insbesondere zu Beginn des Studiums. Signalisieren Sie, dass sich Studierende gerne an Sie wenden können, wenn Sie Probleme oder spezifische Bedürfnisse haben, die Sie als Lehrende*r berücksichtigen sollten, seien es Ersatzleistungen bei unvermeidbarer Abwesenheit, Bedarfe zur Barrierefreiheit, der Wunsch auf eine bestimmte Weise adressiert zu werden etc. Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen haben zur Förderung der Chancengleichheit einen Anspruch auf Nachteilsausgleich. Dieser lässt sich erfahrungsgemäß am besten umsetzen, wenn die Beantragung und Planung mit ausreichend Vorlauf geschieht.

8. Beratungsstellen bekannt machen: Nutzen Sie die erste Sitzung auch, um auf Beratungsstellen an der Freien Universität zu verweisen, an die sich die Studierenden z.B. zu Themen wie Vereinbarkeit, Nachteilsausgleich, Finanzierung des Studiums oder Diskriminierungserfahrungen wenden können. Damit machen Sie nicht nur die verschiedenen Einrichtungen und Stellen bekannter, Sie signalisieren auch, dass Ihnen verschiedene Lebenssituationen und Bedarfslagen bewusst sind. Viele Studierende nehmen Beratung nicht oder sehr spät in Anspruch, weil sie Angst vor Stigmatisierung haben. Wenn Sie die Einrichtungen an Ihrer Universität kennen und regelmäßig darauf verweisen, können Sie zur Enttabuisierung beitragen.

Wir wünschen Ihnen allen einen guten Semesterstart!

Wenn Sie sich kurzfristig zur gender- und diversitätsbewussten Gestaltung der ersten Sitzung einer Lehrveranstaltung austauschen möchten, können Sie an unserem Webinar am 09.10.19 von 14 bis 15 Uhr teilnehmen.

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Methodenpool für aktivierende und abwechslungsreiche Lehre

Gender- und diversitätsbewusste Lehre dient der Verbesserung der Lehre. Das heißt: Kriterien für gute Lehre werden nicht über Bord geworfen oder neu erfunden, sondern sie werden ergänzt und unter spezifischen Gesichtspunkten weiterentwickelt. Dabei sind zwei didaktische Prinzipien besonders hilfreich für gender- und diversitätsbewusste Lehre: Methodenvielfalt und Aktivierung von Studierenden.

Durch den Einsatz abwechslungsreicher Methoden schaffen Sie unterschiedliche Lernmöglichkeiten für Studierende, denn Methoden bringen unter Umständen für bestimmte Studierende spezifische Barrieren oder Potentiale mit sich. Für Studierende mit einer beHinderung des Sprechens oder sehr zurückhaltende Studierende kann es z.B. unangenehm sein, aufgefordert zu werden, vor der gesamten Gruppe zu sprechen. Für Sie als Lehrende*r kann dann der Eindruck schlechter Vorbereitung oder Leistung entstehen, obwohl die Studierenden sich vielleicht in einer kleineren Arbeitsgruppe hervorragend hätten einbringen können. Anderen fällt es vielleicht sehr schwer, mit ihnen unbekannten Kommiliton*innen spontan zusammen zu arbeiten, so dass sie in einer individuellen Auseinandersetzung mit dem Thema oder in einer längerfristigen Projektgruppe am meisten lernen könnten. In jedem Fall können Sie durch die Verwendung vielfältiger Methoden dazu beitragen, die Chancengleichheit zu verbessern.

Mehr dazu, warum Methodenvielfalt und Aktivierung wichtig für gender- und diversityitätsbewusste Lehre sind sowie erste Umsetzungsmöglichkeiten, finden Sie in der Toolbox unter Didaktische Prinzipien. Noch konkreter wird es dann in unserem umfangreichen Methodenpool. Dort finden Sie Links zu aktuell 28 Methodensammlungen, sowohl ohne speziellen Bezug zu Gender und Diversity als auch für die explizite Thematisierung von Gender und Diversity in der Lehre. Die Sammlungen kommen aus der Hochschuldidaktik, der Erwachsenenbildung und der politischen Bildung. Lassen Sie sich anregen, seien Sie kreativ und passen Sie die methodischen Vorschläge für Ihren Kontext an.

Zur Auswahl von Methoden finden Sie in der Toolbox auch fünf Leitfragen mit denen Sie z.B. reflektieren können, ob eine Methode problematische Gruppendynamiken oder gesellschaftliche Machtverhältnisse reproduziert. Dieses Instrument zur Methodenplanung und -auswertung stellen wir auch in einem Webinar am 14.11.19 um 14.30 Uhr vor, das im Rahmen der Online-Kurzberatung für Tutor*innen an der Freien Universität Berlin angeboten wird. Alle Interessierten können ohne Anmeldung daran teilnehmen.

Abschied in die Sommerpause mit Preview auf unsere Pläne für das Wintersemester 19/20

Das Toolbox-Blog geht bis September in die Sommerpause.

Wir nutzen die Zeit, um an neuen Inhalten für die Toolbox zu arbeiten: Im Wintersemester 19/20 veröffentlichen wir Materialien zum Thema „Gender- und diversitätsbewusste Prüfungen“, unter anderem zu folgenden Fragen:

  • Welche Vor- und Nachteile haben unterschiedliche Prüfungsformen für unterschiedliche Studierende?
  • Wie können Lehrende einen Nachteilsausgleich für Studierende mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen umsetzen?
  • Welche Herausforderungen gibt es bei der Gestaltung mündlicher Gruppenprüfungen und wie können sie so durchgeführt werden, dass es keine Benachteiligung gibt?
  • Warum sollten wir über Macht und Grenzen in der Prüfungsvorbereitung und in Prüfungen nachdenken?

Ab September wird es im Toolbox-Blog Hinweise für die Planung und Vorbereitung von Lehrveranstaltungen geben, Anfang Oktober bieten wir ein Webinar zum Kennenlernen der Toolbox an und Ende November feiern wir den dreijährigen Geburtstag der Toolbox mit vielen Angeboten zur Weiterbildung und zum Austausch.

Wenn Sie über Termine und Neuigkeiten informiert werden wollen, melden Sie sich per Mail für unseren Newsletter an oder folgen Sie uns auf Twitter.

Wir wünschen Ihnen allen einen guten Sommer!

Unsere Highlights des Sommersemesters 2019

(1) Toolbox goes Tutoring and Mentoring

Das Anliegen des Toolbox-Projekts ist, gender- und diversitätsbewusste Gestaltung der Lehre an der Freien Universität Berlin zu fördern. Daher freuen wir uns über alle Anfragen und Kooperationsideen aus den Fachbereichen, Instituten und Zentraleinrichtungen. Ganz besonders begeistert hat uns die Initiative der Koordination der Qualifizierung für Tutoring und Mentoring am Career Service. Auf deren Vorschlag hin ist die Vorstellung der ‚Toolbox Gender und Diversity in der Lehre‘ nun fest in allen Basisqualifizierungen für neue Tutor*innen und Mentor*innen an der FU verankert. So lernen ganz viele studentische Lehrende die Toolbox kennen und setzen sich mit Gender und Diversity in ihrem Fach und in ihrem Verantwortungsbereich auseinander. An der FU gibt es aktuell rund 500 Tutor*innen und ca. 360 Mentor*innen. In der Vorlesungspause vor dem Wintersemester 19/20 finden 13 Grundqualifizierungen statt, in denen neue Tutor*innen und Mentor*innen sich mit ihrer Rolle und der Arbeit mit Studierenden auseinandersetzen. Wir freuen uns, diese engagierten studentischen Lehrenden kennenzulernen und mit ihnen über gender- und diversitätsbewusste Lehre ins Gespräch zu kommen. Sie sind unglaublich wichtig für die Studierenden an unserer Universität!

(2) Teamteaching am Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie

Die Koordinatorin für Gender und Diversity in der Lehre am Fachbereich BCP, Dr. Sarah Huch, hat dieses Semester eine abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe organisiert. Renommierte Expert*innen trugen z. B. zu Gender- und Diversityforschung in Neurowissenschaft und Medizin, aber auch zum Thema „Unbewusste Vorurteile“ und zu praxisorientierten Beispielen aus der Hochschullehre vor. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe wurde ein Kurzworkshop in Kooperation mit der Toolbox angeboten, an dem Kolleg*innen aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Fächern teilnahmen. Die geplanten zwei Stunden bedeuteten einen engen Zeitplan; trotzdem gab es beim Speeddating und in Arbeitsgruppen zu Methodik und Inhalten viele Ideen und Anregungen.

(3) Die Toolbox bloggt und twittert jetzt auch

We did it! Im Juni 2019 haben wir das Toolbox-Blog gestartet und twittern unter @toolbox_fu zu Gender, Diversity und Hochschullehre. Danke an unsere aktuell etwa 200 Follower und alle, deren spannenden Inhalte wir lesen, liken und retweeten können. Außerdem an die Kolleg*innen der Online-Redaktion der Pressestelle der FU und das Center für Digitale Systeme (CeDiS), die uns so kompetent und flexibel zu technischen, rechtlichen, sprachlichen und sonstigen Fragen beraten haben. Besonders inspirierend war auch der Workshop „#4genderstudies: nachhaltige Strategien?!“ des Margherita-von-Brentano-Zentrums, der sich mit  Wissenschaftskommunikation und Stärkung feministischer Anliegen im Netz beschäftigte. Beim nächsten Aktionstag am 18. Dezember 2019 ist die Toolbox auf jeden Fall auch dabei!

 

 

Save the Date: Treffen des ‚Netzwerks Gender und Diversity in der Lehre‘ am 11.10.19

Was ist das ‚Netzwerk Gender und Diversity in der Lehre‚?

Das Netzwerk ist ein autonomes Netzwerk von Personen, die strategisch und/oder operativ im Bereich Gender und Diversity in der Hochschullehre arbeiten und sich untereinander vernetzen und kontinuierlich zusammenarbeiten wollen. Das Netzwerk dient dem Informationsaustausch sowie der inhaltlichen und strategischen Zusammenarbeit.

Wie arbeitet das Netzwerk?

In der jetzigen Ausrichtung besteht das Netzwerk seit November 2016. Die Kommunikation erfolgt über eine Mailingliste. Vernetzungs- und Arbeitstreffen finden circa zweimal im Jahr an unterschiedlichen Hochschulen in Deutschland statt. Auf den Treffen und in Arbeitsgruppen wird momentan zu verschiedenen Themen gearbeitet, zum Beispiel zu gender- und diversitätsbewusste Didaktik und Methodik, fachspezifische und interdisziplinäre Curricula sowie Organisationsentwicklung. Die Verantwortlichkeit für die Organisation der Treffen wandert zwischen den Mitgliedern. Das nächste Treffen am 11.10.19 wird von Dr. Lena Eckert an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg organisiert.

Wie kann ich im Netzwerk aktiv werden?

Das Netzwerk ist offen für neue Mitglieder, die Expertise im Feld Gender und Diversity in der Lehre mitbringen und an einer kontinuierlichen Zusammenarbeit interessiert sind. Für weiterführende Informationen kontaktieren Sie gerne Dr. Lisa Mense.

 

Warum Sie einen Beitrag für die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) einreichen sollten

Beiträge zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) können bis zum 15.09.2019 eingereicht werden

Vom 10.-13.10.2020 findet die Jahrestagung der dghd an der Freien Universität statt. Die dghd ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft der deutschsprachigen Hochschuldidaktik.

Ich war im September 2016 bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) und finde es lohnt sich, dabei zu sein – und sicher noch mehr, die Gelegenheit für Feedback zu Fragen der Hochschullehre nutzen.

Wir standen zu dem Zeitpunkt kurz vor der Veröffentlichung der Toolbox und wollten uns über hochschuldidaktische Diskurse und Praxen anderer Hochschulen informieren. Natürlich war ich besonders neugierig, ob auch gender- und diversitätsbewusste Lehre ein Thema sein würden. Und obwohl es schon ganz schön lang her ist, erinnere mich an viele Eindrücke, deren Schilderung Sie vielleicht motiviert, einen eigenen Beitrag zu der Tagung einzureichen.

Am Veranstaltungsort wurden wir von schwebenden Luftballons in blau und grün, den Designfarben der Ruhr-Universität Bochum, begrüßt. Dieser freundliche Empfang, der die Orientierung auf dem Campus sehr erleichterte, passte gut zur Atmosphäre der Tagung. Die Stimmung dort habe ich als sehr offen, locker und kommunikativ wahrgenommen.

Die Organisator*innen nahmen außerdem hochschuldidaktische Prinzipien ernst und boten ganz unterschiedliche Formate an. Neben der ,klassischen‘ Keynote und Workshops zum Erfahrungsaustausch fand ich die schnellen und quirligen DisQspaces sehr bereichernd. „Warum Sie einen Beitrag für die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) einreichen sollten“ weiterlesen

Vortrag „Gender- und Diversitykompetenz in der Hochschullehre – Praxisorientierte Beispiele“ von Dr. Lisa Mense

Do 27.6.19, 16-18 Uhr

Dieser Workshop ist Teil einer Veranstaltungsreihe zu Gender und Diversity in der Lehre der Naturwissenschaften. Mehr Informationen finden Sie hier.

Organisation: Dr. Sarah Huch

Queer gedacht – Queer gemacht. Geschlechtsidentitäten in der Bildung

Veranstaltungsreihe der Studierendeninitiative „Queer gedacht – queer gemacht“ am Fachbereich Erziehungswissenschaft-Psychologie

Die **Veranstaltungsreihe „Queer gedacht – Queer gemacht“** möchte das Verhältnis von Geschlechtsidentitäten und Bildung ausloten und dabei binäre Kategorien aufbrechen.

Auf einem weißen Hintergrund mit bunten Farbklecksen sind nebeneinander eine halbierte Grapefruit, eine Banane und Scheiben einer Sternfrucht abgebildet.
Flyer zur Flyer zur Veranstaltungsreihe „Queer gedacht – queer gemacht“

Geschlecht ist ein Querschnittsthema für alle Bereiche der Gesellschaft, weil Menschen häufig aufgrund rein äußerer Merkmale einem bestimmten Geschlecht zugeordnet werden. Diese soziale Einordnung in das binäre Geschlechtersystem (männlich, weilblich) bietet zwar für viele Menschen ein attraktives Identifikationsangebot, führt allerdings auch zu Diskriminierungen, problematischen Stereotypen und der Fortschreibung sexistischer Machtverhältnisse. Insbesondere Bildungskontexten, sei es in der Schule, KiTa, in der Jugendarbeit, der sozialen Arbeit, aber auch an der Universität findet die kritische Reflexion dieser Geschlechterordnung und die Beschäftigung mit geschlechtlicher Vielfalt nicht genug Beachtung. „Queer gedacht – Queer gemacht. Geschlechtsidentitäten in der Bildung“ weiterlesen

Kurzworkshop „Gender- und diversitybewusste Methodik und Didaktik in den Naturwissenschaften“

Mi 03.07.19, 16.00-18.00 Uhr (s.t.)

Warum ist es auch in den Naturwissenschaften wichtig, Gender und Diversity in der Lehre zu berücksichtigen? Wie kann ich meine Lehrveranstaltungen gestalten, damit unterschiedliche Studierende erreicht und aktiviert werden? Was kann ich bereits in der ersten Sitzung eines Seminars bedenken und anwenden? Welche Ansätze gibt es, auch in den Naturwissenschaften Gender- und Diversityforschung als Inhalt zu integrieren? „Kurzworkshop „Gender- und diversitybewusste Methodik und Didaktik in den Naturwissenschaften““ weiterlesen