Twitterseminar zu kritischer Wissenschaftsgeschichte: Interview mit Dr. Levke Harders

Der ironische und erfolgreiche Start des Twitterseminars

Ein Lehrauftrag zur Geschlechterforschung

Unter dem Titel „Die Universität Bielefeld wird 50. Wir twittern!“ bot Dr. Levke Harders im Wintersemester 2018/19 ein Seminar für Studierende in ganz unterschiedlichen Studiengängen an. In der Lehrveranstaltung wurde aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Universität Bielefeld gemeinsam eine Twitter-Timeline erstellt. Die mehr als 400 Beiträge über die Gründungszeit und die historische Entwicklung wurden unter dem Twitter-Account @UniBielefeld50 zwischen Februar und Dezember 2019 veröffentlicht.

Wir sind über Twitter auf die innovative Lehrveranstaltung aufmerksam geworden und haben mit Dr. Levke Harders, zu deren Forschungsschwerpunkten Gender- und Migrationsforschung gehören, über das Twitterseminar gesprochen.

Mehr zu dem Good-Practice-Beispiel im Toolbox-Beitrag:

  • Konzept der Lehrveranstaltung mit Syllabus
  • Gender und Diversität im Twitterseminar
  • Digitale Bildung und Open Educational Ressources
  • Blogbeiträge über das Twitterseminar
  • Videointerview mit Dr. Levke Harders
  • Literaturhinweise

Black History Month: 11 Bücher von Schwarzen Autor*innen

Seit den 1970ern wird in den USA im Februar der „Black History Month“ gefeiert. Die Idee dafür gab es schon in den frühen 1920ern, als der Historiker Carter G. Woodson gemeinsam mit afroamerikanischen Organisationen zunächst nur eine Woche lang auf die Geschichte, Kultur und Errungenschaften Schwarzer¹ Menschen aufmerksam machte.

Mittlerweile gibt es den „Black History Month“ auch in vielen anderen Ländern, unter anderem in Deutschland. Auch hier erleben Schwarze Menschen nach wie vor Rassismus und sind in Schlüsselpositionen in Politik, Kultur und Wirtschaft unterrepräsentiert. Der „Black History Month“ ist eine gute Gelegenheit, sich mit ihren vielfältigen Stimmen, ihrem kritischen Blick auf die Gesellschaft und ihrem künstlerischen Wirken vertraut zu machen. Wir empfehlen dazu 11 Bücher von Schwarzen Autor*innen. Sofern sie (oder bei deutschsprachigen Titeln auch die englischsprachige Ausgaben) im Bibliotheksportal Primo der Freien Universität verfügbar sind, sind die Titel verlinkt:

Chinua Achebe – Things Fall Apart
„Things Fall Apart“ wurde 1958 veröffentlicht und ist bis heute das meistgelesene Buch eines afrikanischen Autors. Es beschreibt die sozialen Strukturen eines nigerianischen Igbo-Dorfes, die durch das Eindringen christlicher Missionare und britischer Kolonialherren zerstört werden. Es gilt als eines der einflussreichsten Werke postkolonialer Literatur.

Susan Arndt, Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche (Hg.): Mythen, Masken und Subjekte
Der Sammelband „Mythen, Masken und Subjekte“ ist ein Grundlagenwerk der „Critical Whiteness“-Studies in Deutschland. Er betrachtet „Weißsein“ nicht als unhinterfragbare Norm, sondern präsentiert Schwarze Perspektiven auf die deutsche Mehrheitsgesellschaft. Die Beiträge thematisieren Rassismus, Feminismus, Postkolonialität – und hinterfragen, wessen Stimmen den wissenschaftlichen Diskurs auf Kosten anderer bestimmen.

„Black History Month: 11 Bücher von Schwarzen Autor*innen“ weiterlesen