{"id":1214,"date":"2022-05-25T15:24:57","date_gmt":"2022-05-25T13:24:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/?p=1214"},"modified":"2022-12-13T14:32:42","modified_gmt":"2022-12-13T13:32:42","slug":"hassbotschaften-interview-anneliese-niehoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/hassbotschaften-interview-anneliese-niehoff\/","title":{"rendered":"Zielscheibe f\u00fcr Hassbotschaften? Ein Interview mit Anneliese Niehoff"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/05\/ugne-vasyliute-Dag9cv89jb4-unsplash-1-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1462 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/05\/ugne-vasyliute-Dag9cv89jb4-unsplash-1-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/05\/ugne-vasyliute-Dag9cv89jb4-unsplash-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/05\/ugne-vasyliute-Dag9cv89jb4-unsplash-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/05\/ugne-vasyliute-Dag9cv89jb4-unsplash-1-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/05\/ugne-vasyliute-Dag9cv89jb4-unsplash-1-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/05\/ugne-vasyliute-Dag9cv89jb4-unsplash-1-1200x800.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit<a href=\"https:\/\/bukof.de\/ueber-uns\/vorstand\/\"> Anneliese Niehoff<\/a>, einer der Autor*innen der <a href=\"https:\/\/bukof.de\/wp-content\/uploads\/21-10-01-bukof-afg-Handlungsempfehlungen-Diskriminierende-Angriffe-im-Hochschulkontext.pdf\">Handreichung zum Thema diskriminierende Angriffe im Hochschulkontext<\/a>, m\u00f6chten wir erkunden, wie verbreitet diskriminierende Angriffe an Hochschulen sind, worin Betroffene Unterst\u00fctzung finden und welche Handlungsempfehlungen vorgeschlagen werden.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\r\n<div class=\"wp-block-group__inner-container\">\r\n<div class=\"wp-block-group__inner-container\">\r\n<h3><em>Das Interview f\u00fchrte Angelina Uhl\u00a0<\/em><\/h3>\r\n<p>Antifeministische, sexistische, rassistische und antisemitische Angriffe im Hochschulkontext, sei es in der Lehre, im Forschungszusammenhang, auf Tagungen, \u00fcber Social Media oder in der Kaffeepause sind keine punktuellen Erscheinungen, sondern werden oftmals geradezu strategisch eingesetzt um wissenschaftliche Positionen, Forschungsfelder und -ergebnisse der Adressat*innen zu missbilligen. Dabei k\u00f6nnen Forschungsschwerpunkte und soziale Positionierungen zusammenwirken, indem Wissenschaftler*innen ihre Wissenschaftlichkeit aufgrund scheinbar subjektiver, gef\u00fchlsbezogener und interessensgeleiteter Involviertheit abgesprochen wird oder indem die Erfahrung von nicht vorhandenem Schutz, fehlender F\u00fcrsorge und Solidarit\u00e4t im Hochschulsystem dazu f\u00fchrt, dass sich Forscher*innen aus marginalisierten Gruppen schneller verunsichert f\u00fchlen. Wie k\u00f6nnen betroffene Wissenschaftler*innen mit Beleidigungen, Diffamierungen, Anfeindungen und pers\u00f6nlichen Angriffen dieser Art umgehen? Wo und wie finden sie Solidarit\u00e4t?<\/p>\r\n<p>\n\n\n\n<\/p>\r\n<p>Im Oktober 2021 hat die <a href=\"https:\/\/bukof.de\/\">Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e.V. (bukof)<\/a> gemeinsam mit der <a href=\"https:\/\/afg-berliner-hochschulen.de\/\">Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg) <\/a>eine <a href=\"https:\/\/bukof.de\/wp-content\/uploads\/21-10-01-bukof-afg-Handlungsempfehlungen-Diskriminierende-Angriffe-im-Hochschulkontext.pdf\">Handreichung zum Thema diskriminierende Angriffe im Hochschulkontext<\/a> ver\u00f6ffentlicht. <\/p>\n\n\n<p><!-- \/wp:post-content --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><strong><em>Toolbox<\/em>: <strong>Frau Niehoff, Sie sind bundesweit mit Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten sowie Vertreter*innen der Geschlechterforschung vernetzt. Wie pr\u00e4sent ist das Thema diskriminierende Angriffe an Hochschulen? Um welche Art von Angriffen handelt es sich hierbei in der Regel und wer sind die Betroffenen?<\/strong><\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><em>Anneliese Niehoff<\/em>: Das Thema diskriminierende Angriffe auf Geschlechterforscher*innen (sowie Forscher*innen aus den Bereichen Queer Studies, Postcolonial Studies, z.T. auch Klimaforschung) ist in den <em>scientific communities<\/em> nach meiner Einsch\u00e4tzung sehr pr\u00e4sent. Mit Blick auf die Genderforscher*innen besonders bei denjenigen, die zu Themen wie Geschlechtervielfalt, Dekonstruktion von Geschlecht oder geschlechtergerechter Sprache arbeiten und besonders bei denjenigen, die \u00fcber ihre fachwissenschaftlichen Zusammenh\u00e4nge hinaus auch als Expert*innen und Aktivist*innen f\u00fcr die Themen angefragt sind.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Das Spektrum der Aggressionen und Angriffe ist breit. So wird in Landesparlamenten und im Bundestag, in Parteiprogrammen, auf Veranstaltungen, in Gremien und nicht zuletzt auf Social\u2010Media\u2010Kan\u00e4len die Legitimit\u00e4t von Geschlechterforschung, aber auch den Queer Studies sowie den Postcolonial Studies als solches in Frage gestellt. Dabei kommt das ganze Spektrum rechter Diskursstrategien zum Einsatz \u2013 von der Missachtung eines gesamten Forschungsfeldes \u00fcber die Verdrehung und Vereinfachung von wissenschaftlichen Erkenntnissen bis hin zu Forderungen, die entsprechenden Forschungsschwerpunkte in G\u00e4nze abzuschaffen.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><strong>Welche Anregungen gibt die von Ihnen und der afg herausgegebene Handreichung \u201eDiskriminierende Angriffe im Hochschulkontext \u2013 Handlungsempfehlungen f\u00fcr Wissenschaftler*innen und ihr Umfeld\u201c?<\/strong><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Wir regen die betroffenen Wissenschaftler*innen dazu an, die erlebten Angriffe sowie die eigene Befindlichkeit und Wahrnehmung w\u00e4hrend und nach den erfolgten Angriffen ernst zu nehmen. Wir empfehlen verschiedene Herangehensweisen, die sich sinnvoll erg\u00e4nzen und deren Reihenfolge von der jeweiligen Situation abh\u00e4ngt. Dazu geh\u00f6rt zuvorderst, die Hochschulleitung zu informieren, damit diese ihrer F\u00fcrsorgepflicht nachkommen kann. Das l\u00e4sst sich auch erweitern auf die jeweilige Leitung des Fachbereichs oder der Fakult\u00e4t, in der die betroffene Person forscht und lehrt. Bedeutsame Akteur*innen f\u00fcr einen professionellen und f\u00fcrsorglichen Umgang mit den angegriffenen Wissenschaftler*innen sind auch Presse- und Rechtsstellen, daran denken Forscher*innen h\u00e4ufig nicht, da sie st\u00e4rker dezentral verortet sind. Presse- und Rechtsstellen k\u00f6nnen \u2013 im besten Fall \u2013 dazu beitragen, die rechtlichen Handlungsm\u00f6glichkeiten zu kl\u00e4ren, Rechtsschutz zu gew\u00e4hrleisten und eine kluge Kommunikationsstrategie mit Hochschulleitung und der*dem Wissenschaftler*in zu entwickeln.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Ebenso wichtig ist es, das eigene dienstliche Netzwerk zu aktivieren und die gemachten Erfahrungen zu teilen mit Kolleg*innen, Personalrat, Studierendenvertretungen, Gleichstellungsbeauftragten, Beratungsstellen zu Antidiskriminierung und Konflikt- oder Beschwerdestellen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Auch \u00fcberregionale Netzwerke k\u00f6nnten die Wissenschaftler*innen begleiten, die Opfer von diskriminierenden Angriffen geworden sind. In unseren Handlungsempfehlungen haben wir beispielhaft einige aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>F\u00fcr jede Form der Beschwerdef\u00fchrung ist es bedeutsam, die Vorg\u00e4nge m\u00f6glichst konkret zu protokollieren und dokumentieren \u2013 je pr\u00e4ziser desto besser. Dazu geh\u00f6rt auch eine Sammlung aller Beweise wie Screenshots, ein Ausdruck von Mails oder Fotos von Schmierereien. Tipps zur Erstellung formal verwendbarer Screenshots finden sich zum Beispiel beim <a href=\"https:\/\/neuemedienmacher.de\/helpdesk\/artikel\/anzeige-erstatten\">Helpdesk der Neuen Medienmacher<\/a>.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Wir weisen auch darauf hin, sich m\u00f6glicherweise anwaltlich oder psychologisch beraten zu lassen sowie eine Anzeige bei der Polizei f\u00fcr sich zu \u00fcberpr\u00fcfen. Weitere Informationen zu juristischem Beistand und Finanzierungsm\u00f6glichkeiten bietet beispielsweise <a href=\"https:\/\/hateaid.org\/\">HateAid <\/a>und das <a href=\"https:\/\/www.bug-ev.org\/\">B\u00fcro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V.<\/a><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><strong>Aus welcher Motivation heraus entstand diese Handreichung?<\/strong><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Wer Zielscheibe von Hassbotschaften wird, f\u00fchlt sich oft ohnm\u00e4chtig und allein. Betroffene Wissenschaftler*innen k\u00f6nnen Unterst\u00fctzung und Solidarit\u00e4t erfahren, wenn sie selbst den Angriff ernstnehmen und ihre Erfahrung teilen. Hierauf wollen wir aufmerksam machen und daf\u00fcr motivieren. Unser Anliegen ist, die Handlungsf\u00e4higkeit der betroffenen Wissenschaftler*innen zu st\u00e4rken, ihre Netzwerke zu aktivieren und ihre Rechte gegen\u00fcber ihrem Arbeitgeber einzufordern.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><strong>Welchen Eindruck haben Sie von der Atmosph\u00e4re in den letzten Jahren? Hat sich die Wirkm\u00e4chtigkeit von beleidigenden, diffamierenden und anfeindenden \u00c4u\u00dferungen ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph {\"align\":\"left\"} --><\/p>\n<p class=\"has-text-align-left\">Einerseits vermuten das viele, aufgrund der Intensit\u00e4t, der Reichweite, des Tempos und der Distanz zum Opfer, mit dem insbesondere \u00fcber Social Media Angriffe orchestriert werden und zum Sturm heranwachsen. Andererseits haben viele Wissenschaftler*innen, die angefeindet und beleidigt wurden, gesagt, dass sie die Attacken (h\u00e4ufig \u00fcber social media) hart fanden, aber letztlich emotional viel st\u00e4rker davon angegriffen waren, dass sich ihre jeweiligen Vorgesetzten, die Hochschulleitung, die Fachgesellschaft oder Kolleg*innen nicht professionell und solidarisch verhalten haben.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph {\"align\":\"left\"} --><\/p>\n<p class=\"has-text-align-left\">M\u00f6glicherweise tr\u00e4gt ein solches Relativieren, Verharmlosen, Entpolitisieren oder einfach Wegducken zu einer Atmosph\u00e4re bei, die unbeabsichtigt einl\u00e4dt, solch aggressiven Strategien zu verfolgen. Ob das als solches neu ist? Vielleicht ist auch die Kommunikation dar\u00fcber heute nur ausgepr\u00e4gter.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><strong>Existieren Ihrer Meinung nach bestimmte Umst\u00e4nde oder Strukturen an Hochschulen, die diskriminierende Angriffe bef\u00f6rdern oder handelt es sich um eine Spiegelung dessen, was in der Gesellschaft passiert?<\/strong><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Hochschulen sind definitiv ein Teil von Gesellschaft, insoweit spiegelt sich dort auch das, was gesamtgesellschaftlich passiert, wie die Strukturen sind, was Gegenstand von rechter Hetze ist oder wie sich rechte Diskurse in den Alltag einschleichen (Gendergaga, \u201eman wird doch noch mal sagen d\u00fcrfen\u201c). Gleichzeitig ist Hochschule ein besonderer Ort. Hochschulen haben einen Bildungsauftrag, sie sind Orte, an denen mit Steuergeldern zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen geforscht wird. Sie nehmen h\u00e4ufig eine Vorreiterin- und Vorbildfunktion in einer Stadtgesellschaft oder einem Bundesland ein. Dies gilt ebenso f\u00fcr einzelne prominente Wissenschaftler*innen. Das (m\u00f6glicherweise unbewusste) Selbstverst\u00e4ndnis von Hochschulen ist: \u201eWir sind reflektiert, klug, aufgekl\u00e4rt und offen. Bei uns passiert so etwas nicht.\u201c Dieses Selbstbild behindert eine kritische Reflexion \u00fcber diskriminierende Angriffe. Auch das grundgesetzlich verankerte Recht der Freiheit von Lehre und Forschung wird gern als Rundumschlag-Argument gegen Aktivit\u00e4ten zum Schutz vor diskriminierenden Angriffen ins Feld gef\u00fchrt. Die spezifischen Strukturen von zentraler Hochschulleitung und dezentralen Fachbereichen\/Fakult\u00e4ten kann zudem ein Verantwortungsvakuum beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><strong>Inwieweit m\u00fcsste sich was an Hochschulen ver\u00e4ndern, damit sie als Forschungsinstitutionen pr\u00e4ventiv dem Alltag von diskriminierenden Angriffen entgegenwirken k\u00f6nnen?<\/strong><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Den Hochschulen steht bereits ein Instrumentarium f\u00fcr den Umgang mit diskriminierenden Angriffen zur Verf\u00fcgung. Zur Unterst\u00fctzung ihrer Angeh\u00f6rigen und G\u00e4ste sollten das Beschwerde\u2010 und Konfliktmanagement, der Arbeitsschutz, das Hausrecht sowie weitere angrenzende Verfahren im Hinblick auf die Eignung f\u00fcr den Umgang mit solchen Angriffen \u00fcberpr\u00fcft und bei Bedarf entsprechend angepasst werden. Zudem sollten professionelle Schutzkonzepte f\u00fcr Forscher*innen in besonders h\u00e4ufig rechten Angriffen ausgesetzten Forschungsfeldern erarbeitet werden.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>F\u00fcr einen nachhaltigen Ansatz gilt es, die zust\u00e4ndigen Stellen innerhalb der Hochschule zu vernetzen und Angebote zum Kompetenzerwerb beim Umgang mit diskriminierenden Anfeindungen zur Verf\u00fcgung zu stellen (\u00d6ffentlichkeitsarbeit, Rechtsstelle, Lehrende, Gleichstellungsakteur*innen, Diversity-Manager*innen u.v.m.).<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Und zur Kulturver\u00e4nderung k\u00f6nnen auch immer wieder \u00f6ffentliche Veranstaltungen, Kampagnen, Interviews mit Forscher*innen aus den besonders angefeindeten Bereichen oder andere kreative Formate der Sensibilisierung beitragen.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:media-text {\"customBackgroundColor\":\"#fffbde\",\"mediaPosition\":\"right\",\"mediaId\":1431,\"mediaLink\":\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/?attachment_id=1431\",\"mediaType\":\"image\",\"mediaWidth\":37} --><\/p>\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right has-background is-stacked-on-mobile\" style=\"background-color: #fffbde;grid-template-columns: auto 37%\">\n<figure class=\"wp-block-media-text__media\">\n<figure id=\"attachment_1434\" aria-describedby=\"caption-attachment-1434\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1434 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/05\/Anneliese-Niehoff-3-1-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\"><figcaption id=\"caption-attachment-1434\" class=\"wp-caption-text\">Bildquelle: Matej Meza<\/figcaption><\/figure><br>\n<\/figure>\n<div class=\"wp-block-media-text__content\"><!-- wp:paragraph {\"placeholder\":\"Inhalt\u2026\"} --><p><\/p>\n<p>Anneliese Niehoff leitet seit vielen Jahren das Referat Chancengleichheit\/Antidiskriminierung, fachlich ist sie dort f\u00fcr die Geschlechterpolitik zust\u00e4ndig. Die Politikwissenschaftlerin und Organisationsberaterin vertritt die Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) als Vorst\u00e4ndin.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><!-- \/wp:media-text --><\/p>\n<p><!-- wp:media-text {\"customBackgroundColor\":\"#7e0c25\",\"mediaId\":1238,\"mediaLink\":\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/?attachment_id=1238\",\"mediaType\":\"image\",\"mediaWidth\":32} --><\/p>\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-background is-stacked-on-mobile\" style=\"background-color: #7e0c25;grid-template-columns: 32% auto\">\n<figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"729\" height=\"522\" class=\"wp-image-1238\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/03\/bukof_logo_tSub_cmyk_oR.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/03\/bukof_logo_tSub_cmyk_oR.jpg 729w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/03\/bukof_logo_tSub_cmyk_oR-300x215.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/figure>\n<div class=\"wp-block-media-text__content\"><!-- wp:paragraph {\"placeholder\":\"Inhalt\u2026\",\"textColor\":\"white\"} --><p><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-white-color\">In der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e.V. (bukof) vernetzen sich Frauen- und Gleichstellungsakteur*innen, Mitarbeiter*innen in Gleichstellungsb\u00fcros und Funktionstr\u00e4ger*innen in den Bereichen der Gleichstellung. Sie tauschen sich auf Landes-, Bundes- und Hochschulebene aus und setzen sich zum Ziel geschlechtergerechte Strukturen und Kulturen an Hochschulen in Deutschland gemeinsam zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><!-- \/wp:media-text --><\/p>\n<p><!-- wp:media-text {\"customBackgroundColor\":\"#8226c5\",\"mediaPosition\":\"right\",\"mediaId\":1240,\"mediaLink\":\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/?attachment_id=1240\",\"mediaType\":\"image\",\"mediaWidth\":25} --><\/p>\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right has-background is-stacked-on-mobile\" style=\"background-color: #8226c5;grid-template-columns: auto 25%\">\n<figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"960\" class=\"wp-image-1240\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/03\/afg_berlin_logo_cmyk-002-1024x960.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/03\/afg_berlin_logo_cmyk-002-1024x960.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/03\/afg_berlin_logo_cmyk-002-300x281.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/03\/afg_berlin_logo_cmyk-002-768x720.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/03\/afg_berlin_logo_cmyk-002-1536x1440.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/03\/afg_berlin_logo_cmyk-002-2048x1920.jpg 2048w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2022\/03\/afg_berlin_logo_cmyk-002-1200x1125.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n<div class=\"wp-block-media-text__content\"><!-- wp:paragraph {\"placeholder\":\"Inhalt\u2026\",\"textColor\":\"white\"} --><p><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-white-color\">In der Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg) geht es darum, vorhandene Potenziale und dezentrale Strukturen an Berliner Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen zu koordinieren und zu st\u00e4rken. Die Zusammenarbeit von Frauen- und Geschlechterforscher*innen, Theoretiker*innen und Praktiker*innen zielt auf eine intensive und nachhaltige F\u00f6rderung von Geschlechterforschung an Berliner Hochschulen.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><!-- \/wp:media-text --><\/p>\n<p><!-- wp:group --><\/p>\n<div class=\"wp-block-group\">\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div class=\"wp-block-group__inner-container\"><span style=\"font-size: inherit\">Weitere Informationen rund um die FU:<\/span><\/div>\n<\/div>\n<p><!-- \/wp:group --><\/p>\n<p><!-- wp:list --><\/p>\n<ul>\n<li>Die<a href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/frauenbeauftragte\/media\/WRB_022020_Webversion.pdf\"> Ausgabe des Wissenschaftlerinnen-Rundbriefs<\/a> des <a href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/sites\/frauenbeauftragte\/index.html\">Teams Zentrale Frauenbeauftragte <\/a>der Freien Universit\u00e4t aus dem Jahr 2020 besch\u00e4ftigt sich mit antifeministischen Stimmungen, unter anderem im Kontext von Hochschulen.<\/li>\n<li>Der j\u00e4hrlich stattfindene <a href=\"https:\/\/www.mvbz.fu-berlin.de\/wissenschaftskommunikation\/wissenschaftstag_4genderstudies\/index.html\">Wissenschaftstag #4GenderStudies <\/a>, an dem sich auch das<a href=\"https:\/\/www.mvbz.fu-berlin.de\/\"> Margherita-von-Brentano-Zentrum (MvBZ)<\/a> f\u00fcr Geschlechterforschung der Freien Universit\u00e4t Berlin beteiligt, zeigt die inhaltliche Vielfalt und Forschungsst\u00e4rke der Geschlechterforschung und wirkt damit Angriffen auf die Geschlechterforschung und Geschlechterforscher*innen entgegen.<\/li>\n<li>Die <a href=\"https:\/\/www.mvbz.fu-berlin.de\/forschung\/veranstaltungsreihen\/transnational-feminist-dialogues\/index.html\">Transnational Feminist Dialogues<\/a> des MvBZ und die Veranstaltungsreihe <a href=\"https:\/\/www.mvbz.fu-berlin.de\/forschung\/veranstaltungsreihen\/populismus-kritisieren\/index.html\">Populismus kritisieren<\/a> des MvBZ in Kooperation mit dem <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/ikm\/\">Institut f\u00fcr Kulturmanagement und Gender Studies der Universit\u00e4t f\u00fcr Musik und darstellende Kunst in Wien<\/a> reagieren auf Angriffe, indem sie die internationale Vernetzung und Solidarit\u00e4t innerhalb der Gender Studies st\u00e4rken.<\/li>\n<\/ul>\n<p><!-- \/wp:list --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Gespr\u00e4ch mit Anneliese Niehoff, einer der Autor*innen der Handreichung zum Thema diskriminierende Angriffe im Hochschulkontext, m\u00f6chten wir erkunden, wie verbreitet diskriminierende Angriffe an Hochschulen sind, worin Betroffene Unterst\u00fctzung finden und welche Handlungsempfehlungen vorgeschlagen werden.<\/p>\n","protected":false},"author":6483,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[91463,603],"tags":[90487,57446,2740,75564],"class_list":["post-1214","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-vorgestellt","tag-diskriminierung","tag-geschlechterforschung","tag-rassismus","tag-sexismus"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1214","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6483"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1214"}],"version-history":[{"count":106,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1214\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1988,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1214\/revisions\/1988"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1214"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1214"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1214"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}