{"id":2831,"date":"2026-04-30T16:29:57","date_gmt":"2026-04-30T14:29:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/?p=2831"},"modified":"2026-08-20T19:52:36","modified_gmt":"2026-08-20T17:52:36","slug":"ein-literarisches-denkmal-fuer-feminizide","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/ein-literarisches-denkmal-fuer-feminizide\/","title":{"rendered":"Ein literarisches Denkmal f\u00fcr Feminizide"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Seminar-2-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2854 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Seminar-2-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Seminar-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Seminar-2-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Seminar-2-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Seminar-2.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Feminizide sind Morde an Frauen, weil sie Frauen sind. Mit der \u00dcbersetzung der Erz\u00e4hlung\u00a0<em>So\u00f1ar\u00e1n en el jard\u00edn<\/em>\u00a0der mexikanischen Autorin\u00a0Gabriela Dami\u00e1n Miravete gelang es einem studentischen \u00dcbersetzungskollektiv dem Thema auch im deutschsprachigen Raum mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. 2025 erhielt das Kollektiv f\u00fcr dieses herausragende Engagement den Margherita-von-Brentano-Preis. Das folgende Interview gibt Einblick in den spannenden Entstehungsprozess sowie Herausforderungen im Umgang mit dem schmerzhaften Thema.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Im Sommersemester 2024 \u00fcbersetzten Studierende im Rahmen des Proseminars <a href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/vv\/de\/lv\/869199?m=445716&amp;pc=767998&amp;sm=814672\">Ein literarisches Denkmal f\u00fcr Feminizide&nbsp;<\/a>am Institut f\u00fcr Romanische Philologie der FU Berlin die Erz\u00e4hlung&nbsp;<em>So\u00f1aran en el jard\u00edn<\/em>&nbsp;der mexikanischen Autorin Gabriela Dami\u00e1n Miravete ins Deutsche. Die Erz\u00e4hlung thematisiert die strukturelle Verankerung sexualisierter Gewalt und spielt als Science-Fiction zugleich in einem Mexiko der Zukunft, das keine Feminizide mehr kennt. Aus der \u00dcbersetzung ist ein ver\u00f6ffentlichtes Buch entstanden, welches auf zwei Buchpremieren in Berlin und Wien vorgestellt wurde. 2025 ist das studentische \u00dcbersetzungskollektiv schlie\u00dflich f\u00fcr dessen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Einsatz und die innovative Bearbeitung des Themas mit dem <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/2025\/07\/14\/margherita-von-brentano-preis-2025\/#more-2757\">Margherita-von-Brentano-Preis<\/a> ausgezeichnet worden. Im Interview mit Seminarleiterin Manuela Barney Seidel und den Studentinnen Catharina Deege und Carla Wendte erfahren wir, wie herausfordernd und zugleich bereichernd die gemeinsame \u00dcbersetzungsarbeit sein kann und wie sich der eigene Blick durch die gemeinsame Auseinandersetzung mit Feminiziden als strukturelles Problem ver\u00e4ndert hat. Das Interview macht aber auch deutlich, welches Potential in Seminarformaten steckt, die auf aktive studentische Beteiligung und Zusammenarbeit auf Augenh\u00f6he setzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch an Euch f\u00fcr den wohlverdienten Preis und vielen Dank f\u00fcr Eure Bereitschaft, Eure Erfahrungen hier zu teilen. Was uns als \u201aToolbox Gender und Diversity in der Lehre\u2018 besonders interessiert, ist der Umgang mit diesem sehr sensiblen Thema im Seminarkontext. \u00dcber Feminizide zu sprechen ist schmerzhaft und emotional. Alle weiblich gelesenen Menschen sind in gewisser Weise von sexualisierter Gewalt betroffen, also auch Teilnehmende im Seminar. Manche sind vielleicht auch traumatisiert. Welche Schwierigkeiten hast Du, Manuela, als Dozierende antizipiert und wie war es dann tats\u00e4chlich? Welche Herausforderungen sind Euch im Seminar begegnet und wie seid Ihr als Gruppe damit umgegangen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Manuela<\/strong>: Tats\u00e4chlich war es das erste Seminar, f\u00fcr das ich einen <em>Code of Conduct<\/em> entwickelt habe. Es handelte sich ja um ein vierst\u00fcndiges Blockseminar, dass \u00fcber das gesamte Semester alle zwei Wochen stattfand. Aufgrund dieses Formats haben wir uns den gesamten ersten Block die Zeit genommen, uns kennenzulernen. Warum seid ihr hier? Was interessiert euch eigentlich am meisten? Da kamen schon viele pers\u00f6nliche Betroffenheiten oder Zug\u00e4nge zum Thema Feminismus zur Sprache. Wir haben dann gemeinsam den <em>Code of Conduct <\/em>gelesen und beschlossen, immer am Anfang jeder Sitzung ein Check-in zu machen, also einen Raum zu \u00f6ffnen, in dem wir auch \u00fcber Pers\u00f6nliches reden k\u00f6nnen. Zum Beispiel, wie es mir mit der Lekt\u00fcre des Textes ergangen ist, aber auch mit \u00f6ffentlichen Nachrichten zu Feminiziden oder sexualisierter Gewalt. Ende Juni 2024 fanden in Berlin drei Feminizide innerhalb einer Woche statt. Das Check-in hat uns erm\u00f6glicht, dar\u00fcber zu sprechen. Im <em>Code of Conduct<\/em> haben wir uns au\u00dferdem auf bestimmte Pr\u00e4missen geeinigt, z.B. dass wir bestimmte Begriffe, die verharmlosend und simplifizierend sind, nicht reproduzieren wollen, sondern dass wir von Femizid, Feminizid oder Femigenozid sprechen. Auch dass wir darauf achten, einander ausreden zu lassen und andere Meinungen zu akzeptieren.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;<em>Essentiell war das Wissen, dass alle Emotionen okay sind, also dass unsere Emotionen in diesem Raum sicher sind.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Catharina und Carla, wie ist es Euch in der Auseinandersetzung mit dem Seminarthema ergangen?&nbsp; Was habt Ihr gebraucht, um Euch sicher zu f\u00fchlen? Wie ging es Eurem Eindruck nach den anderen Teilnehmenden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Catharina:<\/strong> Ich glaube essentiell war das Wissen, dass alle Emotionen okay sind, also dass unsere Emotionen in diesem Raum sicher sind, oder wenn wir uns nicht mehr sicher f\u00fchlen, wir auch rausgehen k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carla:<\/strong> Zu wissen, dass diese St\u00fctze da ist, hat bewirkt, dass man gar nicht erst das Gef\u00fchl hatte, vielleicht zu fallen. Ich fand es sehr hilfreich, dass Du, Manuela, angefangen hast beim Check-in. Wenn Verletzlichkeit von Seiten der dozierenden Person kommt, dann macht es das einfacher, sich als Studierende auch verletzlich zu zeigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Manuela<\/strong>: Mir ging es auch darum zu sagen: Potentiell sind von Gewalt an Frauen alle weiblich gelesenen Personen betroffen und ich z\u00e4hle mich dazu. Ich bin ja selbst auch keine Expertin, was Feminizide angeht, sondern habe G\u00e4ste eingeladen, die Inputs gegeben haben. Wir haben uns die Thematik eher gemeinsam erarbeitet. Ich war organisatorisch verantwortlich, aber habe mich sonst eher als Teil des Kollektivs verstanden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie kam es \u00fcberhaupt zu diesem Seminar, wie ist die Idee entstanden?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"952\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Bild-Manu-4-952x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2856 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Bild-Manu-4-952x1024.jpg 952w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Bild-Manu-4-279x300.jpg 279w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Bild-Manu-4-768x826.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Bild-Manu-4-1428x1536.jpg 1428w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Bild-Manu-4-1200x1291.jpg 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Bild-Manu-4.jpg 1904w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><strong>Manuela:<\/strong> Die Idee, <em>So\u00f1ar\u00e1n en el jard\u00edn<\/em> gemeinsam mit einem studentischen Kollektiv zu \u00fcbersetzen und so auch einem deutschen Publikum zug\u00e4nglich zu machen, kam urspr\u00fcnglich von den Studentinnen Camila Navas L\u00f3pez und Julia Graninger. Sie ben\u00f6tigten daf\u00fcr aber Gelder und somit eine Person, die an der FU angestellt ist und sich auf die Frauenf\u00f6rdermittel bewerben kann. Ich hatte dann aus Zeitgr\u00fcnden die Idee, die \u00dcbersetzung im Rahmen meiner Lehre zu machen \u2013 auch weil ich selbst in meinem Studium einmal innerhalb eines Seminars an einer gemeinsamen Buchpublikation beteiligt war und ich das als total bereichernd erlebt habe. <\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Das Seminar war ja nicht nur inhaltlich herausfordernd, sondern verlangte den Studierenden auch viel Engagement ab \u2013 einmal durch die Beteiligung an der \u00dcbersetzung, andererseits auch durch die vielen Aktivit\u00e4ten rund um die Ver\u00f6ffentlichung im Nachgang. Was war Eure Motivation, daran teilzunehmen, Carla und Cathi?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carla:<\/strong> F\u00fcr mich war die feministische Thematik der Erz\u00e4hlung auf jeden Fall ein Aspekt, der mich sehr interessiert hat. Zus\u00e4tzlich fand ich das Thema \u00dcbersetzung sehr spannend, weil ich zweisprachig aufgewachsen bin. Es fasziniert mich, zu sehen, wie unterschiedlich Sprachen funktionieren und wie schwer es manchmal ist, meine eigenen Worte \u00fcberhaupt in der anderen Sprache auszudr\u00fccken. Und deswegen hatte ich richtig Lust, diese beiden Interessen zu kombinieren und bei so einem Projekt mitzumachen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Catharina<\/strong>: Ich wusste, dass mir Manuelas Seminarformate immer sehr gefallen und dass es um eine feministische Thematik geht. Und dann habe ich gesehen, dass es sich um eine Erz\u00e4hlung handelt, von der mir mal eine Freundin, die in Leipzig Romanistik studiert, erz\u00e4hlt hat. Da dachte ich, das Seminar ist wie f\u00fcr mich gemacht. Ich selbst bin Deutsch Muttersprachlerin, habe aber f\u00fcnf Jahre in Argentinien gelebt. Also war f\u00fcr mich der \u00dcbersetzungsaspekt auch sehr attraktiv.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>\u201eVielleicht ist die Idee dahinter, dass Feminizide so surreal und absurd sind, dass man sie vielleicht auch mit Surrealit\u00e4t, wie eben Science-Fiction, l\u00f6sen kann.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>K\u00f6nnt Ihr ganz kurz zusammenfassen, worum es genau in der \u00fcbersetzten Erz\u00e4hlung geht und was das Besondere an der Geschichte ist? Warum gerade diese Erz\u00e4hlung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carla:<\/strong> Ich glaube, was die Geschichte so besonders macht, ist, dass sie \u00fcber Feminizide redet, aber eben mit dieser sehr hoffnungsvollen Zukunftsvision. Sie hat au\u00dferdem diesen Science-Fiction Rahmen, den man bei so einer Thematik \u00fcberhaupt nicht erwarten w\u00fcrde. Man k\u00f6nnte denken, dass es dem Thema nicht gerecht wird oder es sogar unpassend ist. Aber ganz im Gegenteil, die Autorin ist das mit so viel Liebe angegangen. Vielleicht ist die Idee dahinter, dass Feminizide so surreal und absurd sind, dass man sie vielleicht auch mit Surrealit\u00e4t, wie eben Science-Fiction, l\u00f6sen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Catharina:<\/strong> Es gibt zwei parallellaufende Handlungsstr\u00e4nge. Einmal wird ein paradiesischer Garten beschrieben, der ermordete Frauen als Hologramme beherbergt. Als Teil einer Bildungsma\u00dfnahme zur Pr\u00e4vention von Gewalt kommt eine Schulkasse zu Besuch und interagiert mit den Hologrammen.&nbsp; Und das sind wirklich ganz ber\u00fchrende Dialoge mit den Kindern, die ganz neugierig fragen: \u201eWie hei\u00dft du? Was machst du?\u201c Und die Message der Hologramme ist: \u201eDas macht mich alles aus. Aber jetzt darf ich nicht mehr leben, sondern bin nur ein Hologramm.\u201c Gleichzeitig wird hier eine hoffnungsvolle Perspektive transportiert: Wenn wir Kinder so unterrichten w\u00fcrden und fr\u00fch an das Thema Feminizide heranf\u00fchren, k\u00f6nnte es eine Zukunft ohne sexualisierte Gewalt geben. Das ist der Traumfaktor, der auch im Titel steckt. Parallel wird die Geschichte erz\u00e4hlt, warum dieser Garten errichtet wurde. Was die Motivation daf\u00fcr war und das ist nat\u00fcrlich eine traurige Motivation, der eben Feminizide zugrunde liegen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Manuela:<\/strong> Wenn wir uns angucken, welche Literatur es \u00fcber Feminizide gibt, dann hat man in erster Linie Fachliteratur, in der es aus einer distanzierten Perspektive heraus um Zahlen, Statistiken oder die juristische Einordnung geht. Dann gibt es auf der anderen Seite fiktionale Literatur, die extrem viktimisiert, also Krimis oder True Crime. In unserer Geschichte geht es eher um das Leben der Frauen. Tats\u00e4chlich taucht der Begriff \u201eFeminizid\u201c in der ganzen Erz\u00e4hlung nicht auf.&nbsp; Der Ansatz ist eher, nicht nur \u00fcber die Gewalt zu schreiben, die ihnen angetan wurde, sondern die ermordeten Frauen selbst in den Fokus zu r\u00fccken. Nicht nur <em>\u00fcber<\/em> die Toten, sondern <em>mit<\/em> den Toten reden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oft bewegt man sich im Studium ja eher als Einzelk\u00e4mpfer*in. Ihr aber habt im Kollektiv \u00fcbersetzt und ein gemeinsames Produkt erschaffen. Wie habt Ihr das erlebt? Was war besonders schwierig? Was war besonders bereichernd?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Catharina:<\/strong> Vielleicht vorab zur Struktur: Wir haben erstmal den Text thematisch in sieben Abschnitte gesplittet und dabei auf Klang, Stil, Zeitformen, etc. geachtet, sodass die Textteile in sich stimmig waren. Wir bildeten daraufhin Dreiergruppen, die sich einen der Abschnitte zum \u00dcbersetzen aussuchen konnten. Zuerst \u00fcbersetzte jede*r f\u00fcr sich, erst dann haben wir die eigenen \u00dcbersetzungen in den Kleingruppen besprochen und eine gemeinsame \u00dcbersetzung aus all diesen Varianten entwickelt. Ich fand es super spannend, weil man oft denkt, die \u00dcbersetzung sei einfach die deutsche Version des spanischen Textes. Tats\u00e4chlich \u00fcbersetzt jede*r wirklich sehr unterschiedlich. Also mussten wir in den Kleingruppen ein gutes Gleichgewicht finden. Dass man den Stil der Autorin noch beibeh\u00e4lt, es aber auch im Deutschen gut klingt. Das war ein Balanceakt, der aber auch unglaublich viel Spa\u00df gemacht und bei dem man sehr viel gelernt hat.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Camila-und-Julia-1-900x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2857 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Camila-und-Julia-1-900x1024.jpg 900w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Camila-und-Julia-1-264x300.jpg 264w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Camila-und-Julia-1-768x874.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Camila-und-Julia-1-1350x1536.jpg 1350w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Camila-und-Julia-1-1200x1365.jpg 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Camila-und-Julia-1.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><strong>Manuela<\/strong>: Beim Zusammenf\u00fcgen in der Kleingruppe ist das Sch\u00f6ne, dass man sich nicht f\u00fcr eine der drei Versionen, sondern bei jedem Satz neu entscheidet, welche Version passt. Das macht gerade die Qualit\u00e4t der \u00dcbersetzung aus. Besonders herausfordernd waren Ego und Vertrauen. Wir mussten alle im Laufe des Prozesses unser eigenes Ego zur\u00fcckschrauben. Die \u00dcbersetzung, f\u00fcr die wir uns entschieden haben, muss nicht immer die beste f\u00fcr alle sein. Ich muss damit klarkommen, wenn meine \u00dcbersetzung, an der ich drei Stunden gesessen habe, nicht \u00fcbernommen wird. &nbsp;Wir haben alles demokratisch abgestimmt. Ich glaube, manchmal hatten einige da etwas Trennungsschmerz. Man musste beim Abstimmen darauf vertrauen, dass sich die verantwortliche Gruppe schon sehr viele Gedanken gemacht hat.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Carla: <\/strong>Das gemeinsame \u00dcbersetzen war absolut bereichernd und es war total spannend zu sehen, wie viele verschiedene Vorschl\u00e4ge es f\u00fcr einen Satz oder ein Wort gibt. Wir hatten zum Beispiel 16 Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die \u00dcbersetzung des Titels, obwohl der im Spanischen nur aus vier W\u00f6rtern besteht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Catharina<\/strong>: Vielleicht hat der gemeinsame Prozess l\u00e4nger gedauert, aber gleichzeitig auch nicht. Denn es wurde einem durch diese Kollektivarbeit ja auch viel Arbeit abgenommen. Klar muss man mehr Kompromisse finden und mehr diskutieren, aber es geht eigentlich schneller.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das publizierte Buch enth\u00e4lt die spanische Originalgeschichte, die deutsche \u00dcbersetzung, ein ausf\u00fchrliches Vorwort zum Entstehungsprozess sowie ein Interview mit der Autorin. Um das Buch in der \u00d6ffentlichkeit bekannt zu machen, habt Ihr zwei Buchpremieren organisiert und moderiert. Wie war das f\u00fcr Euch und wie war die Resonanz des Publikums?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Catharina<\/strong>: Berlins lateinamerikanische Literaturszene ist unglaublich aktiv. Das hat man auch bei beiden Veranstaltungen, die wir hier gemacht haben, gemerkt. Die waren beide sehr voll. Die Veranstaltung im Literaturforum im Brecht Haus war auch unsere erste Moderation auf einer richtigen B\u00fchne mit Mikrofon und Technik. Da haben wir sehr positive Reaktionen bekommen. In Wien war die Stimmung eher and\u00e4chtig. Es wurden aber auch dort ordentlich B\u00fccher gekauft und viele Fragen gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carla:<\/strong> Ich finde es total beeindruckend, zu merken, welche Resonanz unsere Buchpremieren in unserem Umfeld hatten. Dadurch wei\u00df ich, dass sich nicht nur bei uns Seminarteilnehmenden der Blick ge\u00f6ffnet hat, sondern auch bei den Leuten, die wir durch unsere Buchpremieren ber\u00fchrt haben. Ich finde das sch\u00f6n und wichtig, weil dadurch das Thema \u201eFeminizide\u201c hoffentlich ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bekommen hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Catharina:<\/strong> Mir ist auch aufgefallen, dass es bei den Veranstaltungen in Berlin sehr viele \u00fcberrascht hat, dass Feminizide auch in Deutschland stattfinden. Wir hatten auf der Veranstaltung auch Statistiken aus Deutschland und \u00d6sterreich gezeigt und viele hatten das vorher gar nicht so auf dem Schirm.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>\u201eJetzt nach zwei Jahren sehen wir immer noch die Fr\u00fcchte, die das Projekt tr\u00e4gt und wir haben sowohl pers\u00f6nlich als auch beruflich unglaublich viel daraus mitgenommen.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Wie gro\u00df war Euer Engagement im Vergleich zu anderen Seminaren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Catharina<\/strong>: Das war auf jeden Fall das Seminar, f\u00fcr das ich am meisten Engagement in meinem Leben aufgebracht habe. Aber auch, weil ich von Anfang an ein tiefes Vertrauen in das Projekt hatte. Ich wusste, das wird sich auf jeden Fall lohnen. Und jetzt nach zwei Jahren sehen wir immer noch die Fr\u00fcchte, die das Projekt tr\u00e4gt und wir haben sowohl pers\u00f6nlich als auch beruflich unglaublich viel daraus mitgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carla<\/strong>: Meine urspr\u00fcngliche Motivation f\u00fcr dieses Seminar war ja das \u00dcbersetzungsthema. Auch wenn ich mich schon vorher als Feministin bezeichnet habe, waren Feminizide f\u00fcr mich in gewisser Hinsicht ein neues Thema. Je mehr ich mich dann damit auseinandergesetzt habe, desto mehr Leidenschaft, auch im Sinne von Wut und Frust, habe ich daf\u00fcr entwickelt. Aber auch im Sinne von Hoffnung, die die Erz\u00e4hlung vermittelt. Es hat mich motiviert, zu wissen, dass es eine Veranstaltung dazu geben wird und wir dazu beitragen, dass auch in Deutschland mehr dar\u00fcber gesprochen wird.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>\u201eAber bei Feminiziden reden wir eben nicht nur von total verkorksten Psychopathen, sondern von etwas, das gesellschaftlich einfach immer wieder passiert. Und das ist kein Zufall.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Was hat die Teilnahme am Seminar mit Euch gemacht? Wie hat sich Euer Blick, Eure Wahrnehmung, Euer Umgang mit dem Thema sexualisierte Gewalt ver\u00e4ndert? Vielleicht auch Euer Handeln?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Manuela<\/strong>: Mich hat das Seminar insofern sensibilisiert, als dass ich jetzt ganz anders auf Nachrichten blicke oder auch auf Dinge, die ich aus meinem Umfeld mitbekomme. Es gab zum Beispiel Mitte Juli 2024 diese Nachricht, dass <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/C9cwOpLsyAr\/?utm_source=ig_web_copy_link\">in Nairobi 42 zerst\u00fcckelte Frauenleichen auf einer M\u00fcllhalde gefunden wurden<\/a>. Die Frauen wurden alle von ein und demselben T\u00e4ter ermordet. Das wurde aber dennoch nicht als geschlechtsspezifische Gewalt eingeordnet. Da war ich so w\u00fctend, dass ich der Tagesschau geschrieben habe. Wir hatten im Seminar ja auch \u00fcber das Stufenmodell sexualisierter Gewalt gesprochen und pl\u00f6tzlich habe ich auch diese ersten Anzeichen, wie Besitzanspruchsdenken von M\u00e4nnern, st\u00e4rker wahrgenommen und sensibler darauf reagiert. Wir haben im Seminar auch eine starke Solidarit\u00e4t miteinander entwickelt. Viel geweint habe ich auch. Das Projekt war einfach emotional sehr mitnehmend.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carla:<\/strong> Mir hat die Auseinandersetzung mit dem Thema nochmal wirklich vor Augen gef\u00fchrt, wie strukturell das Ganze ist. Vorher hatte ich noch eher den Blick auf das Individuum, wie dies ja auch in Krimis oder True Crime Stories verhandelt wird \u2013 da geht es um den Einzelfall und die Psychologie des T\u00e4ters und es fehlt die strukturelle Komponente. Aber bei Feminiziden reden wir eben nicht nur von total verkorksten Psychopathen, sondern von etwas, das gesellschaftlich einfach immer wieder passiert. Und das ist kein Zufall. Da ist etwas, dass das Patriarchat von klein auf in uns s\u00e4t. Das hat mir dieses Seminar noch mal wirklich bewusst gemacht. Und das merke ich mittlerweile beim B\u00fccherlesen, beim Seriengucken, beim Filmegucken \u2013 da gibt es immer so kleine Situationen, die das Fundament sind, auf dem sich diese ganze patriarchale Gewalt ja auch st\u00fctzt. Ich versuche mir selbst manchmal laut zu sagen \u201eDas war gerade sexistisch\u201c oder \u201ehier wird gerade Gewalt romantisiert\u201c, damit es nicht den Weg in mein Unterbewusstsein findet. Denn so funktioniert ja leider die Unterhaltungsbranche.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><strong>Catharina:<\/strong> Ich nehme am meisten daraus mit, dass akademisches Arbeiten und Aktivismus kein Widerspruch sind, sondern dass sich das vereinen l\u00e4sst. Und das werde ich hoffentlich mit in mein ganzes Berufsleben nehmen. Ich habe wirklich beschlossen, dass ich auch jetzt nur noch Seminare mit einer feministischen Ausrichtung besuchen will. Ich trage jetzt diese feministische Brille und ich bin auch stolz darauf. Ich habe hart daf\u00fcr gearbeitet, dass ich jetzt diese Sicht habe und ich kann meine Karriere auch so gestalten, dass ich einfach mit einem Thema anfange, das schon in mir drinsteckt. Weil ich halt ein m\u00f6gliches Feminizid-Opfer bin. Ich muss nicht irgendwas untersuchen, wovon ich keine Ahnung habe, sondern kann auch immer erst mal bei mir selbst anfangen.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"808\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Carla-und-Cathi-1-808x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2858 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Carla-und-Cathi-1-808x1024.jpg 808w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Carla-und-Cathi-1-237x300.jpg 237w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Carla-und-Cathi-1-768x973.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Carla-und-Cathi-1-1212x1536.jpg 1212w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Carla-und-Cathi-1-1200x1521.jpg 1200w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2026\/04\/Carla-und-Cathi-1.jpg 1616w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>\u201eIch nehme am meisten daraus mit, dass akademisches Arbeiten und Aktivismus kein Widerspruch sind, sondern dass sich das vereinen l\u00e4sst.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Manuela, welche Erkenntnisse nimmst Du aus dem Seminar hinsichtlich des Formats und der Didaktik mit? Gibt es Erfahrungen aus der gemeinsamen \u00dcbersetzungsarbeit, die Deine weitere Lehre gepr\u00e4gt haben? Gibt es Tipps, die Du gerne anderen Lehrenden geben m\u00f6chtest?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Manuela:<\/strong> Ich habe in dem Seminarprozess gelernt, dass ich als Lehrende nicht immer die Expertin sein und auf alles eine Antwort parat haben muss und Studierende gut in Entscheidungen miteinbeziehen kann. Wir hatten ja viele demokratische Prozesse und wussten anfangs noch gar nicht, wie wir diese \u00dcbersetzung machen. Mein Eindruck war, dass wenn ich mit guten Angeboten an die Studierenden herantrete, da viel zur\u00fcckkommt, und das Seminar so gestaltet werden kann, dass es gut f\u00fcr die Gruppe passt. Auch das Check-in war eine wichtige Erfahrung, die wirklich Vertrauen geschaffen hat.&nbsp; Was ich auch noch mitnehme, ist, dass es hilft, sehr deutlich und transparent zu kommunizieren: Was genau wird erwartet, was kriegt man daf\u00fcr zur\u00fcck? Mir hat es auch sehr geholfen, die Studierenden am Anfang gut kennenzulernen. Studierende bringen ja selbst viele Erfahrungen, Talente oder Kontakte mit, die m\u00f6glicherweise im Seminar eingebracht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>\u201eIch habe in dem Seminarprozess gelernt, dass ich als Lehrende nicht immer die Expertin sein und auf alles eine Antwort parat haben muss und Studierende gut in Entscheidungen mit einbeziehen kann.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Wie geht es jetzt weiter mit dem Projekt? Was habt ihr mit den Preisgeldern vor?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Manuela:<\/strong> Wir planen mit dem Geld ein Symposium \u00fcber zwei Tage an der FU durchzuf\u00fchren, wahrscheinlich Ende diesen oder zu Beginn des neuen Jahres. Die Abschlussveranstaltung, eine Podiumsdiskussion, m\u00f6chten wir gerne au\u00dferhalb machen, damit sich die Thematik auch in die Stadt tr\u00e4gt. Wir m\u00f6chten der Romantisierung von Gewalt an Frauen in aktuellen, vielbeachteten popkulturellen Formaten nachgehen, da diese sowohl unseren Alltag als auch unsere Sozialisation pr\u00e4gen. Was wird darin \u201eim Namen der Liebe\u201c getan? Und wie viel Gewalt versteckt sich hinter der romantischen Fassade? Geplant ist eine Analyse \u00fcber verschiedene Medien hinweg: von Literatur, \u00fcber Musik bis Film und Fernsehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carla:<\/strong> Die Forschung an der Uni besch\u00e4ftigt sich zwar schon mit feministischer Theorie, allerdings wird in der Medienanalyse oftmals nur auf kanonische Werke geschaut. Misogyne Narrative stecken aber vor allem auch in Unterhaltungsmedien, die wir oftmals blind konsumieren. Deswegen fanden wir, dass die Tagung vielleicht eine gute M\u00f6glichkeit ist, mal \u00fcber Popkultur zu sprechen und diese zu dekonstruieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weitere links zum Thema<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.albamagazin.de\/product-page\/im-garten-werden-sie-tr%C3%A4umen-so%C3%B1ar%C3%A1n-en-el-jard%C3%ADn\">Im Garten werden sie tr\u00e4umen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.osa.fu-berlin.de\/spanische_philologie\/EXV\/LitWis_PS\/index.html\">Literaturwissenschaft Proseminar: Ein literarisches Denkmal f\u00fcr Feminizide<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NthNQOYVzo8\">Buchpremiere im Brecht Haus, moderiert von Carla Wendte und Catharina Deege<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Das Interview f\u00fchrte Jana Gerlach<\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Feminizide sind Morde an Frauen, weil sie Frauen sind. Mit der \u00dcbersetzung der Erz\u00e4hlung\u00a0So\u00f1ar\u00e1n en el jard\u00edn\u00a0der mexikanischen Autorin\u00a0Gabriela Dami\u00e1n Miravete gelang es einem studentischen \u00dcbersetzungskollektiv dem Thema auch im deutschsprachigen Raum mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. 2025 erhielt das Kollektiv f\u00fcr dieses herausragende Engagement den Margherita-von-Brentano-Preis. Das folgende Interview gibt Einblick in den spannenden Entstehungsprozess &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/ein-literarisches-denkmal-fuer-feminizide\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eEin literarisches Denkmal f\u00fcr Feminizide\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6900,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[91463,428608,603],"tags":[433690,197043,2789,277,367,433691,433688],"class_list":["post-2831","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-debatte","category-informiert","category-vorgestellt","tag-feminizde","tag-freie-universitaet-berlin","tag-gender","tag-hochschule","tag-lehre","tag-mvb-preis","tag-science-fiction"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2831","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6900"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2831"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2831\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2903,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2831\/revisions\/2903"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2831"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2831"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2831"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}