{"id":528,"date":"2020-02-05T12:30:12","date_gmt":"2020-02-05T11:30:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/?p=528"},"modified":"2022-12-13T14:16:37","modified_gmt":"2022-12-13T13:16:37","slug":"black-history-month-buecher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/2020\/02\/05\/black-history-month-buecher\/","title":{"rendered":"Black History Month: 11 B\u00fccher von Schwarzen Autor*innen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2020\/02\/tom-hermans-9BoqXzEeQqM-unsplash-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1924 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2020\/02\/tom-hermans-9BoqXzEeQqM-unsplash-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2020\/02\/tom-hermans-9BoqXzEeQqM-unsplash-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2020\/02\/tom-hermans-9BoqXzEeQqM-unsplash-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2020\/02\/tom-hermans-9BoqXzEeQqM-unsplash-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2020\/02\/tom-hermans-9BoqXzEeQqM-unsplash-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/toolbox\/files\/2020\/02\/tom-hermans-9BoqXzEeQqM-unsplash-1200x800.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Seit den 1970ern wird in den USA im Februar der \u201eBlack History Month\u201c gefeiert. Die <a href=\"https:\/\/asalh.org\/about-us\/origins-of-black-history-month\/\">Idee<\/a> daf\u00fcr gab es schon in den fr\u00fchen 1920ern, als der Historiker Carter G. Woodson gemeinsam mit afroamerikanischen Organisationen zun\u00e4chst nur eine Woche lang auf die Geschichte, Kultur und Errungenschaften Schwarzer\u00b9 Menschen aufmerksam machte.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Seit den 1970ern wird in den USA im Februar der &#8222;Black History Month&#8220; gefeiert. Die <a href=\"https:\/\/asalh.org\/about-us\/origins-of-black-history-month\/\">Idee<\/a> daf\u00fcr gab es schon in den fr\u00fchen 1920ern, als der Historiker Carter G. Woodson gemeinsam mit afroamerikanischen Organisationen zun\u00e4chst nur eine Woche lang auf die Geschichte, Kultur und Errungenschaften Schwarzer\u00b9 Menschen aufmerksam machte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile gibt es den &#8222;Black History Month&#8220; auch in vielen anderen L\u00e4ndern, unter anderem in Deutschland. Auch hier erleben Schwarze Menschen nach wie vor <a href=\"https:\/\/fra.europa.eu\/en\/publication\/2018\/being-black-eu\">Rassismus<\/a> und sind in Schl\u00fcsselpositionen in Politik, Kultur und Wirtschaft unterrepr\u00e4sentiert. Der &#8222;Black History Month&#8220; ist eine gute Gelegenheit, sich mit ihren vielf\u00e4ltigen Stimmen, ihrem kritischen Blick auf die Gesellschaft und ihrem k\u00fcnstlerischen Wirken vertraut zu machen. Wir empfehlen dazu 11 B\u00fccher von Schwarzen Autor*innen. Sofern sie (oder bei deutschsprachigen Titeln auch die englischsprachige Ausgaben) im Bibliotheksportal <a href=\"https:\/\/fu-berlin.hosted.exlibrisgroup.com\/primo-explore\/search?vid=FUB\">Primo<\/a> der Freien Universit\u00e4t verf\u00fcgbar sind, sind die Titel verlinkt:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/fu-berlin.hosted.exlibrisgroup.com\/primo-explore\/fulldisplay?docid=FUB_ALMA_DS21775132820002883&amp;context=L&amp;vid=FUB&amp;lang=de_DE&amp;search_scope=FUB_ALL&amp;adaptor=Local%20Search%20Engine&amp;tab=fub&amp;query=any,contains,things%20fall%20apart&amp;offset=0\"><strong>Chinua Achebe &#8211; Things Fall Apart<\/strong><\/a><br>&#8222;Things Fall Apart&#8220; wurde 1958 ver\u00f6ffentlicht und ist bis heute das meistgelesene Buch eines afrikanischen Autors. Es beschreibt die sozialen Strukturen eines nigerianischen Igbo-Dorfes, die durch das Eindringen christlicher Missionare und britischer Kolonialherren zerst\u00f6rt werden. Es gilt als eines der einflussreichsten Werke postkolonialer Literatur.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/fu-berlin.hosted.exlibrisgroup.com\/primo-explore\/fulldisplay?docid=FUB_ALMA_DS211001963620002883&amp;context=L&amp;vid=FUB&amp;lang=de_DE&amp;search_scope=FUB_ALL&amp;adaptor=Local%20Search%20Engine&amp;tab=fub&amp;query=any,contains,mythen%20masken%20und%20subjekte&amp;offset=0\"><strong>Susan Arndt, Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche (Hg.): Mythen, Masken und Subjekte<\/strong><\/a><br>Der Sammelband &#8222;Mythen, Masken und Subjekte&#8220; ist ein Grundlagenwerk der &#8222;Critical Whiteness&#8220;-Studies in Deutschland. Er betrachtet &#8222;Wei\u00dfsein&#8220; nicht als unhinterfragbare Norm, sondern pr\u00e4sentiert Schwarze Perspektiven auf die deutsche Mehrheitsgesellschaft. Die Beitr\u00e4ge thematisieren Rassismus, Feminismus, Postkolonialit\u00e4t &#8211; und hinterfragen, wessen Stimmen den wissenschaftlichen Diskurs auf Kosten anderer bestimmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/fu-berlin.hosted.exlibrisgroup.com\/primo-explore\/fulldisplay?docid=FUB_ALMA_DS21923420460002883&amp;context=L&amp;vid=FUB&amp;lang=de_DE&amp;search_scope=FUB_ALL&amp;adaptor=Local%20Search%20Engine&amp;tab=fub&amp;query=any,contains,may%20ayim&amp;offset=0\">May Ayim &#8211; Blues in Schwarz Wei\u00df<\/a><br><\/strong>&#8222;ich werde trotzdem \/ afrikanisch \/ sein\/ auch wenn ihr \/ mich gerne \/ deutsch \/ haben wollt \/ und werde trotzdem \/ deutsch sein \/ auch wenn euch \/ meine schw\u00e4rze \/ nicht passt&#8220;, schrieb die afrodeutsche Lyrikerin May Ayim 1990. Sie war Mitbegr\u00fcnderin der &#8222;<a href=\"http:\/\/isdonline.de\/\">Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland<\/a>&#8220; und trug mit ihrer aktivistischen und literarischen Arbeit ma\u00dfgeblich zur Sichtbarkeit Schwarzer Menschen und ihrer Erfahrungen in Deutschland bei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/fu-berlin.hosted.exlibrisgroup.com\/primo-explore\/fulldisplay?docid=FUB_ALMA_DS21814370330002883&amp;context=L&amp;vid=FUB&amp;lang=de_DE&amp;search_scope=FUB_ALL&amp;adaptor=Local%20Search%20Engine&amp;tab=fub&amp;query=any,contains,james%20baldwin&amp;offset=0\">James Baldwin &#8211; Gehe hin und verk\u00fcnde es vom Berge<\/a><br><\/strong>Der erste Roman des afroamerikanischen Aktivisten, Autors und Dramatikers James Baldwin thematisiert durch die Figur des 18-j\u00e4hrigen John Grimes Vorstellungen von M\u00e4nnlichkeit und Familie, Homosexualit\u00e4t und Glaube. Die Erz\u00e4hlung ist stark autobiografisch gepr\u00e4gt und wird von vielen internationalen Medien als eines der besten B\u00fccher des 20. Jahrhunderts gehandelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bernardine Evaristo &#8211; Girl, Woman, Other<br><\/strong>Gemeinsam mit Margaret Atwood (&#8222;Der Bericht der Magd&#8220;) gewann Bernardine Evaristo 2019 als erste Schwarze Frau den renommierten &#8222;Booker Prize&#8220;. Der Roman gibt Einblick in das Leben von 12 Charakteren in Gro\u00dfbritannien, meist Schwarze Frauen unterschiedlicher Hintergr\u00fcnde. Zentrale Themen sind Liebe, Sexualit\u00e4t und Feminismus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alice Hasters &#8211; Was wei\u00dfe Menschen nicht \u00fcber Rassismus h\u00f6ren wollen, aber wissen sollten<br><\/strong>Rassistische Haltungen und Aussagen sind nicht nur unter Rechtsextremen verbreitet, sondern in der ganzen Gesellschaft. Die Journalistin und Autorin Alice Hasters erz\u00e4hlt von ihren Erfahrungen als Schwarze Frau in Deutschland &#8211; und warum auch gut gemeinte Fragen wie &#8222;Wo kommst du her?&#8220; rassistisch sein k\u00f6nnen. Das Buch l\u00e4dt dazu ein, sich mit den eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen, um sie so zu \u00fcberwinden.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/fu-berlin.hosted.exlibrisgroup.com\/primo-explore\/fulldisplay?docid=FUB_ALMA_DS51986545160002883&amp;context=L&amp;vid=FUB&amp;lang=de_DE&amp;search_scope=FUB_ALL&amp;adaptor=Local%20Search%20Engine&amp;tab=fub&amp;query=any,contains,bell%20hooks&amp;offset=0\"><strong>bell hooks &#8211; Die Bedeutung von Klasse<\/strong><\/a><br>&#8222;<em>Wei\u00dfe<\/em> Vorherrschaft, Patriarchat, Kapitalismus&#8220;: An den Schnittstellen dieser drei Ph\u00e4nomene setzt die Kritik der Literaturwissenschaftlerin und K\u00fcnstlerin bell hooks an. In &#8222;Die Bedeutung von Klasse&#8220; widmet sie sich vor allem dem Thema Kapitalismus und betont, auch anhand ihrer pers\u00f6nlichen Erfahrungen, warum gesellschaftliche Machtstrukturen nicht allein auf Geschlecht und <em>race<\/em> zur\u00fcckzuf\u00fchren sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Audre Lorde &#8211; Your Silence Will Not Protect You<br><\/strong>&#8222;Schwarz, lesbisch, Feministin, Mutter, Dichterin, Kriegerin&#8220; &#8211; so bezeichnete Audre Lorde sich selbst. Sie selbst war 1984 Gastprofessorin f\u00fcr Literaturwissenschaft am JFK-Institut der Freien Universit\u00e4t und verwies schon fr\u00fch auf die Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Homofeindlichkeit. Der Band &#8222;Your Silence Will Not Protect You&#8220; enth\u00e4lt Essays und Gedichte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/fu-berlin.hosted.exlibrisgroup.com\/primo-explore\/fulldisplay?docid=FUB_ALMA_DS21869288100002883&amp;context=L&amp;vid=FUB&amp;lang=de_DE&amp;search_scope=FUB_ALL&amp;adaptor=Local%20Search%20Engine&amp;tab=fub&amp;query=any,contains,solomons%20lied&amp;offset=0\">Toni Morrison &#8211; Solomons Lied<\/a><br><\/strong>Der dritte Roman der ersten Schwarzen Literaturnobelpreistr\u00e4gerin Toni Morrison erz\u00e4hlt&nbsp;die Geschichte der afroamerikanischen Familie Dead. Im Zentrum steht Macon &#8222;Milchmann&#8220; Dead III., dessen Aufwachsen als Schwarzer Mann in einer <em>wei\u00dfen<\/em> Mehrheitsgesellschaft und die Verarbeitung seiner eigenen Familiengeschichte. Der Roman war 1977 Morrisons k\u00fcnstlerischer Durchbruch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/fu-berlin.hosted.exlibrisgroup.com\/primo-explore\/fulldisplay?docid=FUB_ALMA_DS21965728890002883&amp;context=L&amp;vid=FUB&amp;lang=de_DE&amp;search_scope=FUB_ALL&amp;adaptor=Local%20Search%20Engine&amp;tab=fub&amp;query=any,contains,tupoka%20ogette&amp;offset=0\">Tupoka Ogette &#8211; exit Racism<\/a><br><\/strong>F\u00fcr<em> wei\u00dfe<\/em> Menschen kann die Auseinandersetzung mit den eigenen verinnerlichten Vorurteilen unangenehm sein. Tupoka Ogette gibt neben einem Abriss \u00fcber die Geschichte und die verheerenden Auswirkungen von Rassismus auch ganz praktische Tipps, wie der Reflexionsprozess unterst\u00fctzt werden kann. \u00dcbungen und Lesetipps, Videolinks und Artikel sollen Leser*innen dabei helfen, den Untertitel des Buches umzusetzen: rassismuskritisch denken lernen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Noah Sow &#8211; Die Schwarze Madonna<br><\/strong>Mit &#8222;<a href=\"https:\/\/fu-berlin.hosted.exlibrisgroup.com\/primo-explore\/fulldisplay?docid=FUB_ALMA_DS21789222030002883&amp;context=L&amp;vid=FUB&amp;lang=de_DE&amp;search_scope=FUB_ALL&amp;adaptor=Local%20Search%20Engine&amp;tab=fub&amp;query=any,contains,noah%20sow&amp;offset=0\">Deutschland schwarz-wei\u00df<\/a>&#8220; schrieb Noah Sow eines der ersten und wichtigsten B\u00fccher zu Rassismus in Deutschland. Jetzt hat die Autorin einen &#8222;afrodeutschen Heimatkrimi&#8220; geschrieben, bei dem Schwarze Menschen keine rassistischen Klischees erf\u00fcllen, sondern im Mittelpunkt der Handlung stehen. Die Kommissarin Fatou Fall ermittelt hier in einer echten Parallelgesellschaft: einem bayrischen, katholischen Wallfahrtsort. &nbsp;<strong><br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>____________________________________________<\/p>\n\n\n\n<p>\u00b9Der Begriff <em>Schwarz<\/em> wird in diesem Beitrag bewusst gro\u00df geschrieben. Damit soll darauf hingewiesen werden, dass es sich dabei nicht um biologische Eigenschaften oder lediglich die Hautfarbe, sondern um eine Strukturkategorie in einem globalen Machtgef\u00fcge handelt. Mehr Informationen dazu gibt es <a href=\"https:\/\/www.derbraunemob.de\/faq\/\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit den 1970ern wird in den USA im Februar der \u201eBlack History Month\u201c gefeiert. 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