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Herzlich Willkommen!

Liebe Interessierte,

vielleicht seid ihr noch im Studium, vielleicht frische Absolvent*innen, habt schon ein Berufsfeld vor Augen oder seid auf der Suche nach Inspiration für die Zeit nach dem Studium? Auf diesem Blog findet ihr Informationen rund um die notorische Frage „Und was macht man dann damit?!“

Im Sommersemester 2017 sind wir Studierende mit Nina Lawrenz und Constantin Groll dieser Frage im Rahmen des Seminars „Was kommt nach dem Studium? Einstiegswege in den Beruf für M.A. Studierende Interdisziplinäre Lateinamerikastudien“ nachgegangen. Gemeinsam haben wir überlegt, welche Tätigkeiten uns interessieren und in welchen Berufen diese zu finden sind, haben recherchiert und referiert, mit Berufstätigen hierzu Interviews geführt und schließlich mit acht Personen aus diversen Berufsfeldern eine Podiumsdiskussion veranstaltet.

Die Ergebnisse dieser Recherchen und die vielfältigen Tätigkeiten, die nach Abschluss des Masterstudiums möglich sind, haben wir nun für diesen Blog aufbereitet und möchten sie so mit anderen Studierenden und Absolvent*innen teilen. Dabei werden fünf große Bereiche unterschieden, die ihr im Menü unter „Berufsfelder“ findet und für die wir jeweils beschreiben, worum es da eigentlich geht, welche Anforderungen gestellt werden, wie ihr und wir in diesen Bereich einsteigen könnten, sowie konkrete Zahlen und Fakten bereitstellen. Am Ende jeder Beschreibung führen wir Quellen und weiterführende Links und bei einigen auch ein Video an, in dem wir eine berufstätige Person aus dem jeweiligen Bereich interviewen. So sprachlich vielfältig wie das Seminar war, werden auch die Beiträge sein – der Blog hält also Texte auf Deutsch, Spanisch und Portugiesisch bereit.

Wer nach soviel Inspiration in die konkrete Suche einsteigen möchte, findet zudem hier eine Zusammenfassung von Jobs- und Praktikumsbörsen durch das Lateinamerikainstitut.

Viel Spaß beim Stöbern und alles Gute auf euren Berufswegen!

 

Diesen Donnerstag: Mesa redonda: Cooperación alemana para el desarrollo en la región andina

Am Donnerstag, den 14.12.2017 von 16-18 Uhr findet ein Runder Tisch zum Thema Deutsche Entwicklungskooperation in den Andenregionen statt. Dieser findet im Kontext des Konferenzzeitraums zu Soziale Ungleichheiten und nachhaltige Entwicklung in den Andenregionen des Postgraduiertenprogramms TrAndeS und der gleichnamigen Ringvorlesung in diesem Semester statt.

Eingeladen sind Repräsentant*innen der politischen Stiftungen in Deutschland: Rosa Luxemburg Stiftung, Friedrich Ebert Stiftung, Heinrich Böll Stiftung und Konrad Adenauer Stiftung.

Ort ist der Projektraum in der Boltzmannstr. 1, U-Bahnstation Thielplatz.

Die Konferenz bietet spannende Einblicke sowohl in die Entwicklungszusammenarbeit der deutschen politischen Stiftungen und mögliche Berufsfelder, als auch in das Programm TrAndeS, welches ständig wissenschaftlichen Nachwuchs sucht. Und schließlich heißt es ja networken, networken, networken..!

 

Links:

Programm Ringvorlesung TrAndeS: https://www.lai.fu-berlin.de/termine_lai_archiv/veranstaltungen_2017/ressourcen/Programa_Ciclo-de-conferencias-trAndes_WS-17-18.pdf

TrAndeS Postgraduierten Programm: https://www.programa-trandes.net/index.html

Veranstaltungsankündigung LAI: https://www.lai.fu-berlin.de/termine_lai/14_12_trandes_rv_desigualdades_sociales1111111.html

 

Alle Jahre wieder: Heureka! Berufsperspektiven für Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaften

Jedes Jahr im Wintersemester findet für die Fachbereiche Philosophie und Geisteswissenschaften sowie Politik- und Sozialwissenschaften ein Berufspraxistag statt. Ziel ist es, die Studierenden „mit Berufstätigen in direkten Austausch zu bringen, die größtenteils selbst ein geistes- oder sozialwissenschaftliches Fach studiert haben oder in einem Bereich tätig sind, der für Absolvent*innen unserer Fächer von Interesse sein kann“.

https://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/studium/bachelor/Mentoringprogramm/Veranstaltungen/Heureka_-Berufsperspektiven-fuer-Geistes–und-Sozialwissenschaftler_innen

Zwar fand die letzte Veranstaltung erst im November statt, aber ihr könnt euch jetzt schon den Termin für nächstes Jahr im November in den Kalender eintragen oder nach den Heureka-Berufsperspektiven Ausschau halten, wenn die Blätter im nächsten Jahr fallen.

Podiumsdiskussion: Master in der Tasche und dann? Aus dem Alltag von Berufseinsteiger*innen

Im Rahmen unseres Projektseminars organisierten wir unter anderem eine Informationsveranstaltung für alle Studierende am LAI. Als Format wählten wir eine Podiumsdiskussion mit anschließendem informellen Austausch und als Gäst*innen luden wir ehemalige LAI-Absolvent*innen und andere Menschen aus der Berufswelt ein, die uns von ihren unterschiedlichen Arbeitsfeldern berichteten.

 

Claudia Díaz berichtete über ihre Arbeit bei der Kommunikationsagentur ServicePlan und Julia Karlstetter über ihren Weg zu Joblift, einer Jobbörse. Sabina García Peter erzählte uns von ihrem Alltag im Margherita-von-Brentano-Zentrum für Geschlechterforschung, das an der FU ansässig ist. Birte Bretthauer von Brot für die Welt und Johannes Heeg von foodwatch gaben uns spannende Einblicke in die NGO-Welt und Ingrid Roß in die Friedrich-Ebert-Stiftung. Und schließlich erzählten uns Liviana Bath und Jennifer Dummer aus ihrem freiberuflichen Arbeitsalltag, wobei Liviana als Bildungstrainerin für feministische und anti-rassistische Themen und Jennifer als freischaffende Literaturagentin tätig ist.

Gemeinsam war den meisten Eingeladenen, dass sie ihren momentanen Job nicht auf Anhieb gefunden hatten. So suchte so manche*r Referent*in mehrere Monate nach einer passenden Beschäftigtung, bzw. wechselten die Anstellung mehrmals in den ersten Berufsmonaten und -jahren. So hatten ihnen auch die Erfahrungen in der ersten Zeit dabei geholfen, ihren jetzigen Job zu finden. Je nach Tätigkeitsfeld waren die Zugänge zum Arbeitsmarkt aber auch unterschiedlich. Während Liviana Bath in der freiberuflichen politischen Bildung auf jahrelange Erfahrung als Theaterpädagogin und Kontakte, die sie bereits während ihrer Studienzeit geknüpft hatte, zurückgreifen konnte, hatte es für Birthe Bretthauer eher zufällig mit dem Berufseinstieg bei Brot für die Welt geklappt. Als Praktikantin hatte sie eine Stelle angefangen, die sie zunächst eher weniger reizte, und fand schließlich zu ihrer Tätigkeit im Lateinamerikareferat.

Nicht nur für die Studierende des Gender-Profils war die Frage nach einer Gender-Gap in den Kontexten unserer Berufstätigen interessant. Obwohl die meisten ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in ihrem Beschäftigungsumfeld feststellten, waren sie sich einig, dass Frauen in den jeweiligen Führungspositionen leider unterrepräsentiert bleiben.

Nach der spannenden und vielstimmigen Podiumsdiskussion ging es über zu persönlicheren Gesprächen an themenbezogenen Gruppentischen, an welchen die sechs Themenbereiche Public Relations, Stiftungsarbeit, politische Bildung, Wissenschaft, NGOs, sowie Literatur- Kulturarbeit von den jeweiligen Referent*innen vertreten wurden. Die Studierenden konnten sich je nach Interesse zu verschiedenen Feldern informieren und individuelle Fragen an die Berufstätigen stellen.

Insgesamt war die Veranstaltung gut besucht und bot spannende Einblicke in die Berufswelt und in die Erfahrungen anderer LAI-Absolvent*innen, von denen doch einige in der Runde vertreten waren. Es war schön zu sehen, dass alle nicht nur irgendwo „untergekommen“ sind, sondern Arbeitsfelder gefunden haben, die ihnen Freude bereiten und Herausforderungen bieten. Des Weiteren sind die Berufsperspektiven deutlich breiter als die vielfachen Zweifel über die Berufsaussichten für Lateinamerikastudierende vermuten lassen. Zwar gilt es festzustellen, dass die Einstiegsgehälter einiger Referent*innen am Existenzminimum oder sogar jenseits davon lagen, doch hat sich dies für die meisten mit der Zeit deutlich verbessert.

Es gilt zu hoffen, dass auch wir sehr bald heranwachsenden LAI-Generationen von unseren Erfahrungen im Berufseinstieg berichten und Orientierungshilfe bieten können.