Vetmed FU Berlin in Thailand

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VPH (Veterinary Public Health)

Wir (Iga und Laura) machen zusammen mit einer Rotationsgruppe (7 Studenten) zwei Wochen Praktikum im Bereich VPH. Dieser Bereich war für uns fast komplettes Neuland, sodass wir gespannt ins Praktikum starteten.

Tag 1:

Nach der netten Vorstellungs-und Kennenlernrunde, begann der Kurs mit einer Vorlesung zum Thema GMP (Good Manufacturing Practice) und HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points). In Gruppenarbeit erstellten wir alle zusammen ein Schema der Speiseeisherstellung und diskutierten anschließend wo hierbei die CCP liegen. Dies alles diente als Vorbereitung für den Besuch einer lokalen Speiseeisfabrik in der zweiten Woche.

In kleinen Vorträgen verglichen wir die passenden Gesetze dazu zwischen Deutschland und Thailand.

Tag 2:

Zusammen haben wir überlegt, welche Materialien wir für welche Probe benötigen werden. Diese wurden anschließend im Labor von uns vorbereitet.

Tag 3:

Den Vormittag verbrachten wir mit dem Kurs „Zoonosen“ im nahgelegenen Chiang Mai Zoo! Aufgabe bestand darin, das Habitat der Sandmücke als Vektor der Leishmaniose zu identifizieren. Versüßt wurde uns der Vormittag durch das Füttern von verschiedenen Antilopen sowie Elefanten. Es blieb auch noch etwas Zeit, sich einen Überblick über den gesamten Zoo zu verschaffen.

Nachmittags fand im Computerraum eine Einführung in die Veterinärepidemiologie statt.

Tag 4:

Heute ging es den ganzen Tag auf Ausfahrt! Zuerst stand ein Bienen Center auf dem Programm, wo uns die Biologie der Bienen, Bienenhaltung sowie die verschiedenen Produkte näher gebracht wurden. Leider war der Vortrag auf thailändisch, aber eine sehr nette Lehrerin hat uns vieles übersetzt und sehr ausführlich unsere Fragen beantwortet.

Danach war endlich ein praktischer Teil an der Reihe! Mit Kopfnetz gut geschützt, begutachteten wir die Bienenstöcke, identifizierten die Königin und lernten den Umgang mit den Bienen, was für uns eine sehr interessante und neue Erfahrung war.

Nachmittags fuhren wir zu einer Bienenfarm. Zur Begrüßung erhielten wir sehr leckere Honigprodukte der Fabrik, wie ein Honiggetränk und Honigkekse. Auch hier lernten wir viel über die Gewinnung sowie die Verarbeitung von verschiedensten Produkten der Bienen (Honigprodukte, Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel). Natürlich durfte ein Anschauen der Bienenstöcke nicht fehlen.

 

Poultry&Swine (Geflügel&Schwein)

Wir sind eigentlich zu dritt in dieser Gruppe! Rike, Svenja und Pia. Doch aus gesundheitlichen Gründen ist Pia für die erkrankte Steffi eingesprungen und diese Woche erstmal nicht bei uns dabei.

Die nächsten 2 Wochen werden wir zusammen mit 8 Studenten aus dem letzten Jahr verbringen, da wir an ihrer Rotation teilnehmen dürfen.

Woche 1

Tag 1:

Erstmal beginnt unser Tag mit einer Einführung. Wir stellen uns vor und lernen unsere Rotationsgruppe kennen und bekommen das Programm für die nächsten 2 Wochen. Schweine können wir jetzt leider doch nicht machen, da hier in einigen Beständen MKS Probleme macht. Stattdessen machen wir nun 2 Wochen Geflügel. In der ersten Woche Broiler und dann Legehennen. Nachmittags besuchen wir erstmal einen Mastbetrieb. Das war wirklich interessant, aber so viel Unterschiede (wie erwartet) zu Deutschland gibt es nicht. Zumindest nicht bei den Vertragsbetrieben, von denen wir heute einen kennen lernen durften.

Einführungsvortrag zum Betrieb

Einführungsvortrag zum Betrieb

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im Stall mit etwa 2000 Hühnern

im Stall mit etwa 2000 Hühnern

Tiere mal anschauen, auch die Füße

Tiere mal anschauen, auch die Füße

unsere Gruppe für diesen Tag

unsere Gruppe für diesen Tag

Tag 2:

Beginnt mit der Necropsy einiger Hühner, die wir gestern vom Betrieb mitgenommen haben. Zu zweit ein Huhn! Das war wirklich cool und wir haben viel gelernt.

Arbeit getan!

Arbeit getan!

Der Nachmittag ist auch vielversprechend. Die Vertragsbestände werden zur dieser Zeit regelmäßig auf Blutparasiten untersucht. 40 Blutproben, die wir zusammen mit den thailändischen Studenten zu Blutaustrichen verarbeitet haben, beschäftigte uns den ganzen Nachmittag. Dabei konnten auch wir wieder was Neues lernen, da wir in zwei Blutproben einen für uns neuartigen Parasiten  (Leukozytozoon spp.) festgestellt haben. Wer weiß, durch den Klimawandel kann auch dieser Erreger vielleicht mal wichtig für uns sein.

Tag 3:

Wie wir wissen, steht und fällt das Tier mit dem Futter. Auch den thailändischen Studenten ist dies natürlich bewusst und somit begann der Tag mit einem Besuch in einer Feed Factory. „Ob Fisch, ob Rind, ob Algen für das gute Ei, das ist alles einerlei“. Wir waren durchaus überrascht, was so alles in das Futter darf.  Nachdem uns gezeigt wurde, wie die ankommenden Eier der Vertragslandwirte untersucht werden, gab es noch eine Führung durch die Fabrik.

Unsere Gruppe vor der Feed Factory, "smile"

Unsere Gruppe vor der Feed Factory, „smile“

Heute waren wir deutsche Studenten auch wieder zu dritt. Steffi, die leider krank geworden war, konnten leider nicht mit ihrer Gruppe zur Rinderklinik fahren und wird uns deshalb die restliche Woche tatkräftig unterstützen.

Im Laufe des Nachmittages bereiteten wir uns auf den nächsten Tag vor. Morgen wollen wir den thailändischen Studenten auch die deutsche Produktion näher bringen, weshalb wir uns die nächsten Stunden mit unserer Präsentation auseinander setzten.

Tag 4:

Da wir gestern so fleißig waren, hatten wir den Morgen über frei. Die Zeit, die eigentlich für Self study reserviert war, nutzten wir, um in die Nähe des Main Campus der CMU zu fahren und uns dort ein bisschen umzuschauen. Um zwei ging es dann jedoch weiter mit einer Diskussionsrunde. Es war  wirklich interessant die Ergebnisse der letzten Woche zu rekapitulieren und uns die Unterschiede zwischen beiden Ländern bewusst zu machen.

Tag 5:

Den Freitag nutzt unsere Gruppe für Gruppenaktivitäten.

 

Woche 2

Tag 1:

Diese Woche soll den Focus auf die Legehennenproduktion lenken. Anders als in Deutschland ist die häufigste Produktionsform die Käfighaltung. Zusammen mit einer CMU-Dozentin, unserer Betreuerin Annika, Pia und unseren inzwischen thailändischen Freunden haben wir einen typischen Betrieb kennen lernen dürfen. Dabei haben wir sowohl das Management als auch die Tiere beurteilt. Blutproben dürfen da natürlich nicht fehlen, die im Laufe des Nachmittages auf Blutparasiten untersucht werden.

unsere Gruppe besucht den Legehennen-Betrieb

unsere Gruppe besucht den Legehennen-Betrieb

das beste vom Huhn

das Beste vom Huhn

Annika, Rike und Pia vor einem der 3 Häuser auf diese Betrieb.

Annika, Rike und Pia vor einem der 3 Häuser auf diesem Betrieb.

wir beim Mittagessen nach der Ausfahrt

wir beim Mittagessen nach der Ausfahrt

Tag 2:

Wie auch schon letzte Woche dürfen wir wieder ran ans Tier. Sowohl Blutabnahme als auch die Euthanasie müssen gelernt sein. Dabei standen uns alle mit helfenden Händen zur Seite. Flügelvene oder Vena jugularis sind uns nun nicht mehr unbekannt. Der nächste Betrieb kann kommen! Stück für Stück haben wir nun alle Organe auf „Herz und Niere“ geprüft. Aufgrund eines Coccidienverdachtes wurde anschließend mikroskopiert.  Da wir gestern in vier Blutproben Parasiten festgestellt haben, nutzen wir den Nachmittag, um die Probleme der gestrigen Farm und entsprechende Lösungsansätze zu diskutieren.

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Svenja nimmt Blut von der V. jugularis

Pia und Rike bei der Sektion.

Pia und Rike bei der Sektion.

Tag 3:

Mit unserem nun erweiterten Wissen startet dieser Morgen auch gleich mit einer Nachbesprechung innerhalb der gesamten Gruppe. Um das Gelernte festzuhalten, gestalten wir zusammen mit unseren thailändischen Kommilitonen ein Poster, das wir morgen dem Landwirt (von Montag) präsentieren werden.

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Tag 4:

Eine aller letzte Diskussion bevor es heute wieder auf den Legebetrieb geht.  Um unseren letzten Tag zu versüßen, haben wir als Abschiedsgeschenk Kuchen und ein kleines Präsent für die Dozenten besorgt. Alle haben sich sehr gefreut.

Abschiedsfoto im Kursraum.

Abschiedsfoto im Kursraum.

Noch ein letztes Foto im Kursraum und schon saßen wir im Auto auf dem Weg zum Hof. Der wie immer freundliche Betriebsleiter begrüßte uns herzlich und hörte unseren Anregungen interessiert zu.

Die Präsentation für den Landwirt ist im vollen Gange.

Die Präsentation für den Landwirt ist im vollen Gange.

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die Fahrt: alle sind schon etwas müde :)

die Fahrt zurück: alle sind schon etwas müde 🙂

Nach diesen anstrengenden 2 Wochen gestaltet sich die Rückfahrt eher ruhig. Dennoch können wir nur eines festhalten: „Es war wirklich eine tolle Zeit, in der wir sehr viel gelernt haben!“

Tag 5:

Heute werden wir nicht in der Geflügelabteilung sein. Stattdessen haben wir (die deutschen Austauschstudenten) die Möglichkeit die Elefanten-Klinik der Universität zu besuchen. Es war wirklich aufregend und total interessant das alles zu sehen!

Abschließend möchten wir unserer gesamten Gruppe der CMU ganz herzlich danken: „Khop Khun khaa!!!“ (ขอบคุณ). Wir sind wirklich sehr froh das Uni-Leben mit all diesen großartigen Mensche kennen gelernt zu haben.

Den Studenten, die zukünftig darüber nachdenken an diesem Austausch mitzumachen, können wir getrost sagen, auf geht’s! Packt eure Sachen und lasst euch auf eine der schönsten Erfahrungen ein!

 

 

Der höchste Berg Thailands wird von Berliner Bären erklommen!

2. Tag in Chiang Mai. Nachdem der Hahn 9 Uhr morgens gekräht hat, sitzen wir schon im Bus Richtung „Doi Inthanon“. Auch im Bus sitzt ein Hahn, genannt Riccardo. Unter einem Haufen Hühner muss er all die Gespräche über Spliss, Haare und viele weitere Mädchenthemen ertragen. 10 Frauen und 1 Mann erklimmen wenig später den Berg Richtung Natur. Erst ein Spaziergang im Grünen, dann weiter zu den Tempeln, die extra für das Königspaar gebaut wurden. Nach einem stärkenden thailändischen Mittagessen (spicy!) ging es dann weiter zu einem atemberaubenden Wasserfall! Es war sehr angenehm am Wasserfall zu stehen, ihn in seiner Pracht zu bewundern und das Nass auf der  Haut zu spüren!

Aber was ist das, da sind doch auch wieder Regentropfen dabei. Von der Regenzeit werden auch wir nicht verschont! Doch der Schauer ist schnell vorbei, denn wir sind mit Freude dabei 🙂

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Gipfel erklommen

Gipfel erklommen

Unsere Gruppe 2015

Unsere Gruppe 2015

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Tempel für die Königin

Tempel für die Königin

thailändisches Foto "wir sind süß"

thailändisches Foto „wir sind süß“

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4.Oktober 2015: Elf Deutsche Kartoffeln in Chiang Mai gesichtet!

Es ist endlich soweit: Nach unserem grandiosen Wahlpflichtpflichtkurs mit intensiver Vorbereitung auf das thailändische Leben, sind alle Teilnehmer aus allen Himmelsrichtungen sicher gelandet. Aus Ost (Kambodscha), aus West (Deutschland), aus Nord (Chiang Rai) und Süd (Bangkok) haben sich alle versammelt um die tolle Erfahrung beginnen zu lassen!

Die letzten sind gerade gelandet und schon wurden wir mit thailändischer und amerikanischer Gastfreundlichkeit empfangen. Der „VPH International Day“ kann beginnen. Spiele, Spaß und leckeres Essen mit „heißen Früchtchen“.

Drei Kontinente, das ist klar, das wird wirklich wunderbar! Nach ein paar Spielen (Vorstellung, Pantomime und Wer-bin-ich) war die Stimmung zwischen den deutschen/amerikanischen/thailändischen Studenten, dem Masterstudiengang VPH und den Mitarbeitern der CMU gelockert und das Eis gebrochen.

Kartoffelsorte: Germany

Kartoffelsorte: Germany

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wir lernen uns besser kennen, indem wir Begriffe zu den passenden Personen sortieren

wir lernen uns besser kennen, indem wir Begriffe zu den passenden Personen sortieren

Pantomime: das ist ein Krokodil

Pantomime: das ist ein Krokodil

Danke für den wunderschönen Abend an die Universitäten CMU (Chiang Mai University), FU Berlin (Freie Universität) und UMN (College of Veterinary Medicine, Minnesota) !!!

 

Willkommen auf der Reise nach Thailand

10 Studenten (Eva, Iga, Laura, Pia, Riccarda, Riccardo, Rike, Steffi, Svenja und Vivi) und unsere Betreuerin Annika aus dem Institut Fleischhygiene und -technologie brechen auf zu unserem zweiwöchigen Praktikum in Thailand an der CMU (Chiang Mai University), FVM (Faculty of veterinary medicine).

Eingeteilt sind wir in 4 Gruppen: Cattle (2), Poultry (3), Small Animals (3) and VPH (2).

Wohnen werden wir in 3 Einzelzimmern/3 Doppelzimmern direkt auf dem Uni-Gelände im Guest House/“Hostel“.