Hervorgehoben

Herzlich Willkommen! ¡Bienvenidxs! Bem-vindxs!

Foto: Alexandra Acosta © Alle Rechte vorbehalten

Liebe Studierende,

dieser Blog ist ein Informationsportal und Raum für Erfahrungsaustausch rund um den Bereich Forschungspraxis im 3. Fachsemester des Masterstudiengangs Interdisziplinäre Lateinamerikastudien. Hier geht es um Praktika, Auslandssemester und Feldprojekte im Rahmen der Studien- und Prüfungsordnungen von 2013 und 2023.

Wie und wofür ihr euch entscheidet, liegt in eurer Hand. Wir können euch ein Stück weit bei der Entscheidungsfindung unterstützen, z. B. mit diesem Blog, auf dem ihr einerseits Informationen zu den individuellen Gestaltungmöglichkeiten findet und andererseits selbst von euren Erfahrungen in Form von kurzen ggf. anonymen Berichten erzählen könnt.

Wir empfehlen, bei der Wahl der Aktivität im 3. Fachsemester das Vorhaben der Masterarbeit und die persönlichen Studieninteressen stets im Blick zu behalten und auch bereits die Zeit nach dem Studium zu beachten. Wichtig ist, dass die Entscheidung für die eine oder andere Möglichkeit der Gestaltung  mit den Lehrenden, die euch betreuen, vorher abgesprochen wird. Auf der Seite des Masterstudiengangs findet ihr grundlegende Informationen zum 3. Fachsemester und den verschiedenen Modulen.

Wenn ihr eure Erfahrungen und/ oder Ergebnisse aus einer der Aktivitäten des 3. Semesters mit anderen Studierenden teilen möchtet, freuen wir uns über eine Nachricht. Ihr könnt eure Berichte auf Deutsch, Spanisch, Portugiesisch oder Englisch gern mit Informationen zu den Universitäten, Institutionen und der Organisation eures Feldprojekts oder mit Fotos, Links etc. versehen. Bitte beachtet beim Verfassen eurer Beiträge die Nutzungsbedingungen dieses Blogs.

Für die Informationen, die wir auf dem Blog gesammelt haben, erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zudem können wir auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Informationen übernehmen, da sich diese Regelungen ständig verändern, sodass eine Recherche eurerseits beispielsweise bezüglich der Finanzierung oder bestimmter Fristen unbedingt notwendig ist. Ihr solltet euch daher nicht auf die gesammelten, zum Großteil persönlichen Informationen und individuellen Erfahrungen zu einem bestimmten Zeitpunkt auf dem Blog verlassen. Wenn euch eine grundlegende Veränderung der Regelungen auffällt, freuen wir uns natürlich auch sehr über einen Hinweis eurerseits.

Aus Datenschutzgründen können wir das Passwort für die Erfahrungsberichte  nur Studierenden und Lehrenden der Freien Universität Berlin mitteilen. Wenn ihr nicht zu diesen Personen gehört, aber trotzdem Interesse an den Berichten habt, oder wenn euch das Passwort entfallen sein sollte, könnt ihr euch gerne unter folgender Mailadresse bei uns melden: ma@lai.fu-berlin.de

Falls nach dem Lesen dieses Blogs weiterhin Fragen offen sind, sind wir gern in unseren Sprechzeiten und unter folgender Mailadresse zu erreichen: ma@lai.fu-berlin.de

 Viel Spaß beim Lesen der spannenden Berichte!

Foto: Lena Vennes © Alle Rechte vorbehalten

Zwei Monate Wirtschaftsjournalismus bei Business Insider – Mein Praktikum in der PREMIUM-Gruppe von Axel Springer

 Von Januar bis Ende Februar 2026 hatte ich die Möglichkeit, ein Praktikum in der PREMIUM-Gruppe von Axel Springer zu absolvieren. Eingesetzt war ich im Wirtschaftskompetenzzentrum, in dem die Wirtschaftsredaktionen von Business Insider und WELT eng zusammenarbeiten. Für mich war das die Gelegenheit, den Arbeitsalltag einer großen digitalen Nachrichtenredaktion kennenzulernen und herauszufinden, ob Journalismus langfristig der richtige Berufsweg für mich ist.

Den Praktikumsplatz habe ich nicht über eine ausgeschriebene Stelle gefunden, sondern durch eine Initiativbewerbung. Nach einem Online-Gespräch erhielt ich die Zusage, ein Schritt, der sich im Nachhinein definitiv gelohnt hat.

Schon in den ersten Tagen wurde deutlich, wie dynamisch der Arbeitsalltag in einer Online-Redaktion ist. Nachrichten entstehen unter hohem Zeitdruck, gleichzeitig müssen Informationen sorgfältig geprüft und verständlich aufbereitet werden. Zu meinen Aufgaben gehörten zunächst Recherchen, die Bearbeitung von Agenturmeldungen und die Übersetzung von Artikeln der US-amerikanischen Business-Insider-Redaktion. Bereits nach kurzer Zeit konnte ich jedoch eigene Themen vorschlagen und eigenständig Artikel recherchieren, schreiben und veröffentlichen.

Besonders spannend war die große thematische Vielfalt. Während meines Praktikums habe ich unter anderem über internationale Wirtschaftsentwicklungen berichtet, Interviews geführt und eigene Reportagen umgesetzt. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Artikelreihe über Tiny Houses. Dafür konnte ich nicht nur mit Expertinnen und Experten sprechen, sondern auch selbst ein Tiny House testen und meine Eindrücke in die Berichterstattung einfließen lassen. Ein weiteres größeres Projekt war die Recherche zum Berliner Volksbegehren „Berlin werbefrei“, für das ich Gespräche mit unterschiedlichen Beteiligten organisierte und verschiedene Perspektiven zusammenführte.

Neben der eigentlichen Schreibarbeit habe ich einen guten Einblick in die Abläufe einer großen Redaktion erhalten. Tägliche Redaktionskonferenzen, der enge Austausch mit erfahrenen Redakteurinnen und Redakteuren sowie die Zusammenarbeit mit Werkstudierenden gehörten selbstverständlich zum Arbeitsalltag. Gerade diese offene Arbeitsatmosphäre hat den Einstieg erleichtert, denn Fragen konnten jederzeit gestellt werden und Feedback gab es regelmäßig.

Auch mein Studium am Lateinamerika-Institut war im Praktikum hilfreich. Fähigkeiten wie Quellenkritik, Recherche und das strukturierte Einordnen komplexer Sachverhalte ließen sich direkt in den redaktionellen Alltag übertragen. Gleichzeitig habe ich gelernt, wie wichtig im digitalen Journalismus Faktoren wie Suchmaschinenoptimierung (SEO), prägnante Überschriften und die zielgruppengerechte Aufbereitung von Inhalten sind, Aspekte, die im Studium oft nur am Rande behandelt werden.

Rückblickend hat mich das Praktikum nicht nur fachlich weitergebracht, sondern auch in meiner beruflichen Orientierung bestärkt. Die Arbeit in einer Nachrichtenredaktion ist anspruchsvoll und schnelllebig, bietet aber gleichzeitig viel Eigenverantwortung und die Möglichkeit, sich in kurzer Zeit weiterzuentwickeln. Besonders positiv überrascht hat mich, wie früh Praktikantinnen und Praktikanten Verantwortung übernehmen und eigene Ideen einbringen können.

Mein Rat an zukünftige Praktikantinnen und Praktikanten lautet deshalb: Traut euch, eigene Themen vorzuschlagen und aktiv auf Redakteurinnen und Redakteure zuzugehen. Eigeninitiative wird wahrgenommen und eröffnet oft spannende Möglichkeiten. Außerdem lohnt es sich, auch Initiativbewerbungen in Betracht zu ziehen, nicht jede interessante Praktikumsstelle wird öffentlich ausgeschrieben.

Ich kann ein Praktikum bei der PREMIUM-Gruppe von Axel Springer allen empfehlen, die sich für Journalismus, Politik oder Wirtschaft interessieren und einen realistischen Einblick in die Arbeit einer modernen Online-Redaktion erhalten möchten. Für Studierende des Lateinamerika-Instituts bietet ein journalistisches Praktikum zudem die Chance, die im Studium erworbenen analytischen Fähigkeiten in einem völlig neuen Arbeitsumfeld einzusetzen und weiterzuentwickeln.



Análisis discursivo de los desbordes fluviales en los medios de comunicación: Chile, 1982-1993

Sobre la motivación

El principal motivo para decantarme por un proyecto de campo fue la oportunidad que supone desarrollar una investigación de manera autónoma, más allá de las dinámicas propias del espacio académico o laboral. Si bien tanto un semestre en el extranjero como una pasantía prometen experiencias y aprendizajes tan valiosos como los de un proyecto de campo, decidí realizar este último puesto que me invitaba a desenvolverme en un contexto de investigación inédita en mi trayectoria como estudiante, junto con la posibilidad de adquirir herramientas para futuros proyectos de esta índole.

Sobre el proyecto de campo

El proyecto de campo consistió en un análisis discursivo de los dos diarios o periódicos más importantes de Chile: El Mercurio y La Tercera. El análisis se centró en cuatro desbordes fluviales ocurridos durante las décadas de 1980 y 1990: el temporal de lluvias en Santiago de 1982, el aluvión en el Alfalfal de 1987, el aluvión en Antofagasta de 1991 y el aluvión en La Quebrada de Macul de 1993. Estos desbordes produjeron la mayor cantidad de damnificados y daños materiales durante las décadas mencionadas, lo que generó una mayor atención por parte de la opinión pública y los medios de comunicación.

El análisis empleó los postulados de Silvia Gutiérrez Vidrio, quien elabora un instrumento metodológico desde el análisis del discurso para analizar textos periodísticos, específicamente los publicados en la prensa escrita. Su propuesta plantea vincular lo discursivo con lo ideológico mediante tres fases analíticas: sociohistórica, discursiva e interpretativa.

El proyecto de campo se realizó en la Biblioteca Nacional de Chile, emplazada en la ciudad de Santiago, puesto que es el único lugar que alberga de forma íntegra los archivos mencionados, y que además permite consultarlos. El periodo de investigación se inició el día 22 de diciembre del año 2025 y finalizó el 20 de marzo del 2026.

Sobre los aprendizajes

Entre los principales resultados obtenidos durante la investigación, se encuentra el hallazgo de una estrategia discursiva que puede definirse como una naturalización de la catástrofe: se construye una narración que ubica a la naturaleza como la principal responsable del desastre, asociándole un carácter imprevisible, más allá de cualquier contención humana, y una intencionalidad con desenlaces funestos para los habitantes de las localidades afectadas, así como para todo el país. De esta manera, los diarios articulan un discurso que no solo responsabiliza a la naturaleza, sino que la carga negativamente con respecto a la sociedad chilena, o más específicamente, con respecto a la familia chilena: frente a un desastre imposible de prever, la solidaridad de la gran familia que es la nación confirma nuevamente la resiliencia de la sociedad. Esta articulación permite eludir las responsabilidades políticas y judiciales generadas por los desbordes fluviales, y oscurece los mecanismos de una estructura social basadas en la desigualdad económica y territorial.

En cuanto a los aprendizajes integrales del proyecto de campo, es importante destacar la planificación exhaustiva que significó la investigación, la respuesta frente a inconveniente y situaciones extraordinarias, el contacto con distintas personas que permiten el funcionamiento de la cadena de conocimientos, la exploración de archivos que comprenden diversas materialidades, la búsqueda de financiamiento y la paciencia que requiere formalizar los intereses personales en un objeto de estudio.

Agradecimientos

A la Dr. Mariana Maia Simoni por su orientación durante las etapas del proyecto de campo.

Al Equipo de Coordinación Estudiantil del Instituto Latinoamericano de la Universidad Libre de Berlín por su eficaz apoyo.

A los funcionarios de la Sala de Investigadores y del Salón Camilo Henríquez de la Biblioteca Nacional de Chile por su amabilidad y conocimientos.  

Al Programm zur Steigerung der Mobilität von Studierenden deutscher Hochschulen (PROMOS) de la Universidad Libre de Berlín por confiar en la propuesta de investigación. 

A Stefanie Schatz por compartir generosamente su experiencia.

A María Díaz por su contención, compañía y sugerencias

Autor: Tomás Gutiérrez

Un pueblo revolucionario: Representaciones de la música cubana en el archivo fonográfico del Ibero-Amerikanisches Institut, Berlín

Este texto resume una investigación realizada en la fonoteca del Ibero-Amerikanisches Institut entre septiembre de 2025 y marzo de 2026, concebida como preparación para una tesis sobre la obra de Alejo Carpentier, en particular La música en Cuba (1946). El objetivo fue examinar la persistencia y transformación de algunas categorías musicológicas examinadas en La música en Cuba a partir de un corpus de vinilos cubanos de las décadas de 1940 a 1990, prestando especial atención a sus dimensiones visuales: portadas, notas editoriales e iconografía.


El punto de partida fue la constatación de que el archivo, dominado por ediciones de la Empresa de Grabaciones y Ediciones Musicales (EGREM), documenta una reconfiguración institucional de la cultura cubana tras la Revolución de 1959. Las categorías tomadas de Carpentier —trova, música afrocubana y música folclórica— no desaparecen tras la revolución porque son rearticuladas dentro de un nuevo marco estatal de producción cultural.


En este sentido, la Nueva Trova ocupa un lugar particularmente visible. El movimiento retoma la tradición de la trova del siglo XIX, asociada a la poesía y a la circulación oral de la cultura, pero la reconfigura en clave explícitamente política dentro del horizonte socialista. En el archivo, esta continuidad aparece tanto en álbumes dedicados a repertorios históricos como en producciones contemporáneas de cantautores como Silvio Rodríguez o Pablo Milanés, así como en antologías vinculadas al Grupo de Experimentación Sonora del ICAIC. Las portadas alternan entre retratos de músicos, composiciones visuales de fuerte carácter artístico y referencias históricas explícitas, subrayando la dimensión colectiva y política del proyecto musical.

La música afrocubana aparece, en cambio, marcada por una tensión entre documentación y representación. Las grabaciones del archivo incluyen tanto producciones académicas de rituales como reinterpretaciones musicales para circulación pública. En ambos casos, las portadas tienden a enfatizar una estética de lo “africano” como signo visual, oscilando entre la abstracción artística y la referencia etnográfica. En los registros de carácter ritual, la música se presenta como práctica funcional, vinculada a contextos ceremoniales específicos, y su fijación en disco implica ya una traducción institucional de formas originalmente no pensadas para su reproducción.

La categoría de “folclore” resulta la más ambigua. Tal como la discute Carpentier, remite una construcción cultural que oscila entre la autenticidad y su instrumentalización como imagen de lo nacional. En el archivo, esta tensión se hace visible en la abundancia de discos orientados tanto al mercado internacional como a la representación interna de la cubanidad. Las portadas recurren frecuentemente a paisajes rurales, vestimenta tradicional y agrupaciones musicales presentadas como portadoras de una autenticidad popular. Sin embargo, muchos de estos materiales posteriores a 1959 incorporan también temáticas explícitamente revolucionarias, lo que complejiza la oposición entre tradición y modernidad.


En conjunto, el archivo del Ibero-Amerikanisches Institut permite observar cómo las categorías formuladas por Carpentier no sólo persisten tras la Revolución, sino que son reorganizadas dentro de un nuevo régimen cultural. Las portadas de los discos, en particular, funcionan como un archivo paralelo donde se negocian constantemente las relaciones entre historia, representación y Estado.