Trainingsaufenthalt in Libanon

Petra Salomon, Lebanese American University Beirut, Libanon. 21.11. – 28.11.2022

Mein Name ist Petra Salomon. Ich bin Institutssekretärin an der Englischen Philologie und Fremdsprachensekretärin an der AVL der FU Berlin. Im November 2022 war ich mit einem Kollegen aus der Lehre mit dem Erasmus+ Programm an der Lebanese American University in Beirut, Libanon.
Wir waren insgesamt 10 Tage dort, da der libanesische Unabhängigkeitstag in unseren Aufenthalt fiel. Dadurch hatten wir aber ein Wochenende zur Verfügung, an dem wir privat durch das Land bis kurz vor die syrische Grenze gefahren sind und die extrem beeindruckenden Zeugnisse aus der Zeit der Römer und Kreuzfahrer und Osmanen besichtigt haben. (Arjan, Baalbek, Byblos, Tripoli) Daneben gibt es auch Naturwunder wie die Jeitagrotte und vieles mehr.
Die anderen Tage haben wir immer auf einem der beiden Campus der LAU verbracht, die ungefähr eine Autostunde voneinander entfernt liegen. Die Campus sind sehr schön, geprägt von moderner Architektur und tropischen Pflanzen. Die Mitglieder des Fachbereichs Department of Communication, Arts & Languages haben uns sehr viele Möglichkeiten gegeben, in die Lehre und die Betreuung der Studierenden Einblick zu erhalten. Das Interesse war auf beiden Seiten so groß, dass sich unser Stundenplan bis zum letzten Tag immer mehr gefüllt hat mit spontanen Einladungen in vor allem literaturwissenschaftliche Seminare, zum Lunch oder Gesprächen. Ebenso hatten wir viel Kontakt mit den Studierenden, die sehr offen und interessiert waren.
Der Austausch war sehr schön, informativ und intensiv und wird meine Arbeit mit den Studierenden beeinflussen.

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Trainingsaufenthalt in Israel

Petra Harm, The Hebrew University of Jerusalem, Israel. 13.11. – 17.11.2022

Für mich war es meine erste Teilnahme an einer Staff Week im Rahmen von Staff Mobility for Training und ich durfte zur International Partners Week an die Hebrew University of Jerusalem reisen. Die Organisation der Partners Week war perfekt, alles klappte hervorragend- vom ersten Kontakt bis zur Abreise. Da ich zuvor noch nie in Israel war, war schon die Anreise und auch die Einreise nach Israel für mich sehr aufregend. In Jerusalem habe ich fünf unglaublich erlebnisreiche Tage verbracht. Ich habe den beeindruckenden Campus der HUJI kennengelernt, konnte an inspirierenden Workshops teilnehmen, die Freie Universität auf der Student Exchange Fair präsentieren und dort sogar drei Studentinnen der FU kennenzulernen, die gerade ein Austauschsemester an der HUJI verbringen.

Ich fand es sehr bereichernd, mich mit Kolleginnen von Universitäten aus ganz Europa auszutauschen, unter Anderem zum Thema Internationalisierung. Neben dem gut gemischten Programm aus Vorträgen, Workshops und „fun activities“ wie einem Smart Phone Photography Workshop blieb auch Zeit, Jerusalem ein wenig zu erkunden. Mein Highlight: Eine geführte Tour durch die faszinierende Altstadt.

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Trainingsaufenthalt in Japan

Yvonne Kroell, Sophia University, Japan. 24.10. – 28.10.2022

Selbst wenn man jahrelang mit den KollegInnen an anderen Hochschulen in Kontakt steht, lernt man viel dazu, wenn man vor Ort einen Blick hinter die Kulissen wagen kann. Über das Erasmus+ Staff-Programm war ich im Oktober 2022 für eine Woche an der an der Sophia University in Tokyo. Durch die Betreuung der japanischsprachigen Austauschprogramme des Direkt- sowie Fachbereichaustauschprogramme an der FU Berlin hat mich besonders die Arbeitsweise des Inbound- sowie Outbound-Teams an der Sophia University interessiert. Was nachhaltig Eindruck hinterlassen hat, waren die kleinen und großen strukturellen Unterschiede, die innerhalb eines Büros ein Team bilden. In einem Großraumbüro arbeiten die meisten Einheiten überwiegend immer noch vor Ort. Darüber hinaus konnte ich beispielsweise in Erfahrung bringen, dass die Beschäftigten dort in regelmäßigen Abständen Ihre Zuständigkeit innerhalb der Abteilung wechseln. Durch die Gespräche gewann ich den Eindruck, dass dies einen flexibleren Perspektivenwechsel der Beschäftigten innerhalb der verschiedenen Positionen einer Abteilung ermöglicht. Für die vielen Anregungen und Eindrücke, die meinen bisherigen Arbeitsalltag hinterfragen und neu durchdenken ließen, bin ich dankbar und hoffe, dass ich diese Erfahrungen in meinen weiteren Alltag in der Zusammenarbeit mit der Sophia University und den anderen japanischen Partneruniversitäten einfließen lassen kann.

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Trainingsaufenthalt in Jordanien

Sabina García Peter, University of Jordan, Jordanien. 16.10. – 20.10.2022

Vom 16. Oktober 2022 bis zum 20. Oktober 2022 habe ich über das „ERASMUS+ Staff Mobility for Teaching and Training“-Programm einen Aufenthalt am Center for Women´s Studies an der University of Jordan in Amman-Jordanien absolviert. Die Einladung wurde von Dr. Maysoon Al-Otoom, Leiterin des Zentrum und Dozentin im Rahmen des Masterstudiengangs in Women´s Studies an der selben Universität ausgesprochen. Während meines Aufenthaltes hatte ich die Möglichkeit die Infrastruktur der University of Jordan kennenzulernen, Masterstudierenden im Bereich Women´s Studies zu treffen, mich mit Wissenschaftlerinnen und Kolleginnen auszutauschen sowie das Margherita-von-Brentano-Zentrum (MvBZ) vorzustellen.
Mein Aufenthalt in Amman war unheimlich interessant und ein großer Gewinn. Ich konnte viele Kontakte zu Wissenschaftlerinnen im Bereich der Gender und Women´s Studies nicht nur an der University of Jordan sondern auch mit NGOs knüpfen und die entsprechenden Ansprechpartnerinnen kennenlernen. So wurde durch den persönlichen Austausch ein erster Schritt der Vernetzung mit den jordanischen Kolleg*innen erreicht. Auch auf einer persönlichen Ebene war dieser Aufenthalt eine tolle Lebenserfahrung, in dem ich einen ganz neuen Einblick in die arabischen Kultur gewinnen konnte.

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Lehraufenthalt in Chile

Barbara Orth, Pontificia Universidad Católica de Chile, Chile. 26.09.-30.09.2022

Die Erasmus+ Lehrmobilität ist eine tolle Chance, das Wissenschaftssystem und den universitären Arbeitsalltag in einem anderen Land kennenzulernen. Mein einwöchiger Aufenthalt an der Universidad Catolica in Chile ermöglichte mir den fachlichen Austausch mit chilenischen Kolleginnen sowie Studierenden. In Vorbereitung auf den Aufenthalt hatte ich Spanischkurse belegt und konnte meine Sprachkenntnisse vor Ort noch einmal sehr ausbauen, was auch ein persönliches Erfolgserlebnis war. Die Kolleginnen am geographischen Institut der Universidad Catolica haben mich sehr herzlich aufgenommen, ich habe vor Ort einen Arbeitsplatz gestellt bekommen und hatte so die Gelegenheit viel vor Ort zu sein und den Alltag am Institut mitzubekommen. Gerade nach den Covid-19 Jahren gab es von allen Seiten reges Interesse.

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Lehraufenthalt in Peru

Prof. Dr. Alexander Schmitt, Pontifica Universidad Católica del Perú, Peru. 01.08.-12.08.2022

Der Kurs bestand aus 10 Vorlesungen zum Thema „Köcherdarstellungen und Anwendungen“ und Übungen dazu und war für Studierende im Bachelorstudiengang Mathematik geeignet. Mein Gastgeber hatte zuvor mit den Studierenden die Grundlagen besprochen. Auf Grund der vierten Corona-Welle war der Zugang zur PUCP eingeschränkt, und es gab leider nur acht Teilnehmer. Diese Teilnehmer waren gut ausgebildet und sehr motiviert. Sie haben den Kurs nachbearbeitet und einen großen Teil der Hausaufgaben gelöst. Die Lösungen haben sie während der Übungsstunden vorgestellt und auch Fragen zum Kurs gestellt. Dieser Austausch war sehr hilfreich. Die PUCP liegt auf einem sehr schön angelegten und bewachten Campus. Sie gilt als beste Universität Perus und ist modern ausgestattet. Mir wurde während des Aufenthalts ein Büro zur Verfügung gestellt. Meine Unterkunft lag im Bezirk Miraflores in der Nähe der spektakulären Steilküste Limas. Dort gibt es sehr viele Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Die Spaziergänge an der Steilküste waren sehr erholsam. Ich habe Peru als sehr gastfreundliches Land erlebt und mich dort problemlos zurechtgefunden. Das Niveau an der PUCP ist mit deutschen Universitäten vergleichbar. Im Bereich Mathematik gibt es in Peru einige herausragende WissenschaftlerInnen, darunter auch vielversprechende junge Talente. Ich hoffe, dass sich aus meinem Besuch ein längerfristiger Austausch ergibt und ich in Zukunft z.B. DoktorandInnen aus Peru an der Berlin Mathematical School betreuen kann.

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Lehraufenthalt in Mexiko

Johannes Philipp Lindmeier, Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM), Mexiko. 25.07.-29.06.2022

Nachdem ich mich bereits Ende 2020 beworben hatte, konnte mein Aufenthalt an der UNAM in Mexiko-City nach mehreren schwierigen Pandemiephasen im Juli 2022 endlich stattfinden. Nach meiner Ankunft bekam ich zunächst einen Rundgang auf dem Hauptcampus der UNAM (wo sich auch die rechtswissenschaftliche Fakultät befindet). Die UNAM lässt sich ohne Weiteres als eigene Stadt beschreiben, wie mir berichtet wurde, sind derzeit ca. 350.000 Studierende eingeschrieben. Leider befand sich die UNAM während meines Aufenthalts noch in den akademischen Ferien, sodass in der Woche kaum Studierende anzutreffen waren und auch der Universitätsbetrieb leicht eingeschränkt lief. Nichtsdestotrotz stellte mir die UNAM ein ausgewogenes und interessantes Programm zusammen. Nach dem Rundgang und einem ersten Kennenlernen mit den verantwortlichen Personen hatte ich die Ehre, an einem Professorenseminar teilzunehmen, um Ideen zu aktuellen Themen des Internationalen Rechts sowie zum Migrationsrecht auszutauschen. Auch konnte ich das Kulturzentrum der Universität kennenlernen. Des Weiteren durfte ich bei zwei Konferenzen der UNAM mit Partneruniversitäten aus Spanien und Guatemala teilnehmen, in deren Rahmen ich Vorträge zum Migrationsrecht sowie zum Europarecht gehalten habe. Darüber hinaus konnte ich das Thema meiner Doktorarbeit im Rahmen eines Doktorandenseminars vorstellen. Zum Programm gehörte auch ein Besuch der rechtswissenschaftlichen und der allgemeinen Bibliothek sowie des Instituts für rechtswissenschaftliche Forschung. Der Aufenthalt sah zudem ein umfangreiches kulturelles Programm vor, so konnte ich etwa das berühmte Antropologiemuseum in Mexiko-City besuchen. Während der gesamten Woche wurde ich sehr gut betreut, alle Menschen die ich getroffen habe, waren überaus freundlich und sehr interessiert an mir und einem (fachlichen) Austausch sowie an einer auch zukünftigen Kooperation mit mir und meiner Universität. Ich bin mir sicher, dass viele dieser Kontakte noch lange anhalten werden. Insgesamt war es in jeder Hinsicht ein schöner und lehrreicher Aufenthalt, den ich jedem nur empfehlen kann!

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Trainingsaufenthalt in den USA

Johannes Hercher, Universtity of California, Berkely. 25.07.-29.07.2022

Bis ich Ansprechpartner in der Bibliothek gefunden hatte ist einige Zeit vergangen und viele E-Mails geschrieben worden. LinkedIn hatte mir etwas geholfen, die entscheidenden Personen habe ich allerdings über die Empfehlung von ehemaligen Teilnehmerinnen gefunden. Diese Vorbereitungszeit ist nicht zu unterschätzen.

Der Campus der UC Berkeley ist fantastisch, es riecht nach Eukalyptus und die vielen Rasenflächen laden zu kleinen Pausen zwischendurch ein. Die Zeit Juni-August ist Ferienzeit, in denen die Studierenden Sommerpause haben. In dieser Zeit ist es einfacher Unterkünfte zu finden z. B. via Craigslist oder über housing.berkeley.edu. Allerdings sind ggf. auch Mitarbeiterinnen im Urlaub. In der Bay Area ist die Obdachlosigkeit sehr präsent und es gibt Ecken in denen man Nachts besser nicht allein unterwegs ist. Wer Oakland sehen möchte sollte bspw. nicht zu weit östlich des Lake Merrit spazieren gehen. In Berkeley habe ich mich allerdings recht sicher gefühlt.
Die Bay Area hatte im Juli angenehme Temperaturen zwischen 17-25°. Das Wetter wechselt schnell und Kleidung nach dem Zwiebelprinzip ist hilfreich.

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