Lehraufenthalt in Peru

Elsa Canali, Pontificia Universidad Católica del Perú (PUCP) – Juni 2026

Mein Aufenthalt an der Pontificia Universidad Católica del Perú (PUCP) in Lima war für mich eine außerordentlich positive, bereichernde und uneingeschränkt empfehlenswerte Erfahrung. Aus beruflicher Sicht war es besonders wertvoll, eigene Lehrerfahrungen mit Bachelorstudierenden zu sammeln und meine Forschung sowie meine didaktischen Ansätze mit Kolleginnen und Kollegen außerhalb der Freien Universität Berlin zu diskutieren. Der Austausch mit Lehrenden der PUCP hat mir neue Perspektiven eröffnet und mir hilfreiches Feedback gegeben, dass meine akademische Arbeit nachhaltig bereichert hat. Darüber hinaus hat diese Erfahrung mein akademisches Selbstverständnis und mein Bewusstsein für die Verantwortung wissenschaftlicher Arbeit in einem internationalen Kontext gestärkt.

Auch aus ethischer Perspektive messe ich solchen Austauschprogrammen große Bedeutung bei. Gerade in Zeiten globaler Krisen erscheint es mir wichtiger denn je, Kooperationen und langfristige Allianzen zwischen Universitäten zu fördern. Wissenschaftlicher Dialog über institutionelle und nationale Grenzen hinweg schafft Räume für gegenseitiges Lernen, Solidarität und gemeinsame Reflexion.

Auf persönlicher Ebene bin ich für diese Erfahrung zutiefst dankbar. Der Aufenthalt hat mir nicht nur fachlich, sondern auch menschlich viel gegeben. Mein besonderer Dank gilt Luis sowie dem gesamten Departamento de Literatura der PUCP, die mit großem Engagement dazu beigetragen haben, meinen Aufenthalt so anregend, inspirierend und bereichernd wie möglich zu gestalten. Die Offenheit, Herzlichkeit und Unterstützung, die ich erfahren durfte, haben diese Zeit zu einer unvergesslichen Erfahrung gemacht.

Sprachkurs auf Malta

Meinen Unterricht habe ich an der AM Language in Sliema vollbracht. Die Schule habe ich mir über die Internetrecherche herausgesucht und bin sehr glücklich mit der Wahl und kann sie nur wärmstens empfehlen. Die Schule ist sehr modern, klimatisierte Räume, tolle Lehrer und überhaupt ist das ganze Personal freundlich und hilfsbereit.

Die Größe der Klassen war sehr angenehm und der Unterricht wurde abwechslungsreich gestaltet, so dass die Zeit im Nu verging.
Die Dachterrasse der Schule ist ein genialer Treffpunkt, um in den Pausen mit anderen Kursteilnehmern aus aller Welt Kaffee zu trinken und direkt weiter Englisch zu sprechen.

Die Schule bietet auch jeden Nachmittag und an den Wochenenden Ausflüge (teilw. mit geringer Gebühr) an und man kann den Beachclub kostenlos nutzen (Meerwasserpool, Liegen, Sonnenschirme direkt am Meer und auch mit Zugang über Leitern zum Meer)

Meine Highlights:

  1.  Mit der Fähre nach Valetta und eine kleine Stadttour mit den E-Bike Kutschen. Eine sehr schöne und sehenswerte Stadt mit vielen Restaurants, Bars und Kultur.
  2. Das absolute Highlight ist natürlich ein Bootsausflug mit vielen unterschiedlichen Booten, ob groß oder klein. Ich habe mich für die kleinere schnellere Variante entschieden. Im rasanten Tempo fuhren wir nach Gozo, Blaue Lagune in Comino. Hier wartet ein traumhaftes türkisfarbenes Wasser, das zum Schwimmen und Schnorcheln einlädt. Von großen Booten geht’s auch direkt per Rutsche ins Wasser.

Es war ein gelungener Aufenthalt mit Spaß und Lernen und kann es nur weiterempfehlen!

Staff Week Maastricht in den Niederlanden

Sandra Hallscheidt, Staff Week Maastricht – Juni 26

Die Teilnahme an der International Staff Week der Maastricht University war für mich eine intensive und bereichernde Erfahrung. Nach der herzlichen Begrüßung durch die Universitätsleitung bot das Speed Dating mit Kolleg*innen aus Europa, Südafrika, Chile, Kanada, USA, Indien und Hong Kong eine tolle Gelegenheit sich direkt kennenzulernen und einige Bekanntschaften aufleben zu lassen. Besonders beeindruckt hat mich die Präsentation zur Geschichte der UM anhand einer objektbasierten Darstellung. Der Workshop “The University of the Future”, der viele Denkanstöße zur Weiterentwicklung von Universitäten lieferte, war ein Spielplatz der Gedanken, wobei Vieles bereits auf dem Campus der FU Berlin angedacht und umgesetzt ist.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Lehre. Der Workshop machte die Denk- und Arbeitsweise praktisch deutlich. Die Reformgedanken zu künftig Notwendigkeiten eines Bachelor in Psychologie lieferten einen Ausblick in künftiges Lernen und Arbeiten.
Der Besuch im Gouvernement und die Auseinandersetzung mit dem Maastricht Vertrag verliehen dem Programm zudem eine besondere europäische Dimension.
Am dritten Tag rückte die Verbindung zwischen Universität und Gesellschaft in den Fokus. Der Besuch bei Studio Europa zeigte die von der UM selbst gestellte Aufgabe der UM auf, Forschung, Politik und Öffentlichkeit zu vernetzen.
Der Besuch der Faculty of Science and Engineering beinhaltete den Besuch des ET Pathfinder, vorbereitende Forschung zum Bau des Einstein Teleskops, ein hochkomplexes und interdisziplinär sowie global verzahntes Projekt.
Die Tage waren hervorragend organisiert, fachlich vielseitig und persönlich bereichernd, wenn auch unglaublich intensiv und voll.
Ich kehre mit vielen neuen Ideen und wertvollen Kontakten zurück.

 

Staff Week Una Europa in Finnland

Bertram Welker, Una Europa Universität Helsinki – Juni 26

Die Una Europa Staff Week „Universities as Learning Communities for All“ war eine tolle Möglichkeit über Statusgruppen und Disziplinen hinweg ein sehr breites und herausforderndes Thema zu diskutieren – und das vor der grandiosen Kulisse von Helsinki wo es im Juni nie richtig dunkel wird. Es war meine erste Una Europa Staff Week und auch wenn ich sonst hier und da die Aktivitäten von Una mitbekomme hat es mir zum ersten mal gezeigt, wie aktiv diese Allianz von Studierenden bis zu Lehre und Verwaltung  zusammenarbeiten und neue Perspektiven eröffnen kann. Das Una-Team der Universtät Helsinki hat das Treffen hervorragend organisiert. Intensive Diskussionen wurden mit Reflektion mit der fast vergessenen Kulturtechnik des händischen (!) Briefschreibens kombiniert. Das alles zusammen mit einem sehr finnischen Freizeit- und Kulturprogramm, sodass alle Teilnehmen lernen, über das Lernen lernen und (wie man in Finnland sagen würde) mit einem Bad in der Osteee das Winterfell abwerfen konnten. Zuletzt noch mein besonderer Tipp: auf jeden Fall Zeit investieren und über Stockholm mit Zug und Fähre anreisen: das ist ein idealer Weg, um den Kopf schon auf dem Weg für neue Eindrücke einer solchen Staff Week freizubekommen.

Trainingsaufenthalt in Kanada

Verena Specht, University of Ottawa – Juni 26

Meine Trainingsmobilität an der uOttawa bot mir wertvolle Einblicke in die Organisation und Arbeitsprozesse der weltweit größten zweisprachigen Universität. Ich hatte die Gelegenheit, mich mit Kolleginnen und Kollegen über bewährte Praktiken in den Bereichen Internationalisierung, Studierendenservices, Marketing und Kommunikation, Diversität sowie akademische Verwaltung auszutauschen. Besonders beeindruckt haben mich die Strategien zur Förderung von Chancengleichheit sowie die umfassenden Präventions- und Unterstützungsmaßnahmen im Umgang mit sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt. Hervorzuheben ist zudem die ausgeprägte Serviceorientierung gegenüber Studierenden und Beschäftigten, die sich in vielen Bereichen des Hochschulalltags widerspiegelt. Ebenso bemerkenswert fand ich den hohen Stellenwert, den Kanada der Inklusion und Sichtbarkeit der indigenen Bevölkerung beimisst; nicht nur an Hochschulen, sondern auch im gesellschaftlichen Leben. Ein herzliches Dankeschön gilt Mélanie Langevin und dem gesamten Mobility Team für die Organisation eines so abwechslungsreichen und bereichernden Programms. Ich habe meinen Aufenthalt in Ottawa in jeder Hinsicht optimal genutzt !

Teaching Mobility in Kenya

Mohamed Noor & Murtala Ibrahim, Pwani University – June 26

Mohamed Noor:

In June 2026, I participated in an Erasmus+ teaching mobility at Pwani University in Kenya, supported by Freie Universität Berlin. This experience focused on Research Methods for graduate students, allowing me to share insights on research design, literature reviews, academic writing, and ethics. The students were highly engaged and brought diverse perspectives, creating a stimulating learning environment. I also engaged with colleagues on postgraduate supervision and curriculum development, gaining valuable insights into the research priorities of East African universities. This experience strengthened my professional networks and appreciation for the region’s academic community. I am thankful to Pwani University and the Erasmus+ team for their support and encourage colleagues to consider these mobility opportunities.

Teaching Mobility at Pwani University, Kenya – A Report by Murtala

Thanks to the Erasmus+ staff mobility programme, I had the wonderful opportunity to teach research methodology to graduate students at Pwani University in Kenya. This experience was both professionally enriching and personally transformative.
Professionally, I gained fresh perspectives on problem-solving and curriculum delivery in a different academic culture. Teaching motivated and resourceful students challenged me to adapt my methods and become a more flexible educator. The mobility also opened doors for future collaboration with colleagues in East Africa and added significant international experience to my academic résumé.
Personally, I was deeply inspired by the warmth, hospitality, and resilience of the local community. Immersing myself in Kenyan culture—from everyday campus life to learning a few Swahili phrases—broadened my worldview in ways that cannot be taught in a classroom.
My advice to colleagues: apply early, book your flight as soon as you receive confirmation, and communicate closely with your host coordinator. The Erasmus+ team at Freie Universität provided excellent support from start to finish.

Job Shadowing Kirgisistan

Judith Appel, American University of Central Asia – Mai 2026

Gemeinsam mit einer Teamkollegin hatte ich im Mai 2026 die Gelegenheit, eine Woche für eine Hospitation im Team der Psychologischen Beratung der American University of Central Asia (AUCA) nach Bishkek, Kirgisistan, zu reisen.
Das Team der Psychologischen Beratung der AUCA hat uns sehr herzlich empfangen und den Einblick in die psychologisch-psychotherapeutische Beratungsarbeit der Kolleginnen vor Ort war bereichernd: dort, wo wir gemeinsam Unterschiede entdeckt haben, aber auch dort, wo wir eine gemeinsame „Fachkultur“ teilen, die in beiden Ländern ähnlich ist.
Bishkek ist eine für seine Größe angenehm ruhige, sehr grüne Stadt. Die Umgebung war angenehm zu bereisen, so dass wir neben unseren Besuchen an der AUCA auch einige Eindrücke der beeindruckenden Natur Kirgisistans bekommen konnten. Die Reise war eine sehr schöne und eindrückliche Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin. Ich möchte alle Kolleg:innen nur ermutigen, sich ebenfalls um eine Hospitation an einer Hochschule im Ausland zu bemühen.

Trainingsaufenthalt in Kanada

Stefan Petri, University of British Columbia – Mai 2026

Mein Austausch führte mich im Mai 2026 an die University of British Columbia (UBC) in Vancoucer, eine Universität mit einem weltweit sehr guten Ruf bezüglich ihrer Services für studentisches Gesundheitsmanagement. Das Angebot und die Einrichtungen waren in der Tat beeindruckend, allerdings sind die Bedingungen des kanadischen Gesundheitssystems schwer mit dem Deutschen System vergleichbar. An der UBC bekommen die Studierenden neben einer sehr guten und umfangreichen psychologischen Beratung auch eine medizinische Versorgung mit Untersuchungen, Impfungen etc. Ein wichtiges Thema ist auch die Informationen zu sexuell übertragbaren Krankheiten und eine Unterstützung bzw. deren Behandlung. Das neue Gateway Global Health Building enthält dementsprechend viele krankenhausähnliche Anlagen und Untersuchungsräume (alle auf dem neusten Stand). Es ist an die School of Kinesiology (Sport- und Bewegungswissenschaft, Physiotherapie) angegliedert, also mit in Studium und Lehre verknüpft. Ein präventiver Ansatz ist insgesamt handlungsleitend.
Ebenso beeindruckend war für mich die Unterstützung von internationalen Studierenden, die neben den oben genannten Services und einer sehr engmaschigen Beratung und Betreuung z.B. auch einen extern eingekauften 24/7-Telefon-Service haben. Da die internationalen Studierenden fast ausschließlich auf dem Campus untergebracht sind, gibt es diese Unterstützung auch vor Ort in den Housing-Gebäuden (studentische Peers werden für Abend- und Wochenenddienste bezahlt).

Trotz der Schwierigkeit des Vergleichs habe ich einige interessante Anregungen mitgenommen, die sich vielleicht auch an der FU Berlin umsetzen lassen (was, wird noch nicht verraten).
Nicht verschweigen möchte ich natürlich, dass die UBC einen der schönsten Campus hat, die ich je gesehen habe. Beeindruckend war hier besonders der angegliederte Botanische Garten, das Museum for Anthropology und ein direkter Zugang zum Pacific-Strand (mit Seelöwen). Und Achtung: nicht umsonst wird auf dem Campus vor Skateboard-fahrenden Studierenden (und vielleicht auch Dozierenden) gewarnt.