Lehraufenthalt in Peru

Elsa Canali, Pontificia Universidad Católica del Perú (PUCP) – Juni 2026

Mein Aufenthalt an der Pontificia Universidad Católica del Perú (PUCP) in Lima war für mich eine außerordentlich positive, bereichernde und uneingeschränkt empfehlenswerte Erfahrung. Aus beruflicher Sicht war es besonders wertvoll, eigene Lehrerfahrungen mit Bachelorstudierenden zu sammeln und meine Forschung sowie meine didaktischen Ansätze mit Kolleginnen und Kollegen außerhalb der Freien Universität Berlin zu diskutieren. Der Austausch mit Lehrenden der PUCP hat mir neue Perspektiven eröffnet und mir hilfreiches Feedback gegeben, dass meine akademische Arbeit nachhaltig bereichert hat. Darüber hinaus hat diese Erfahrung mein akademisches Selbstverständnis und mein Bewusstsein für die Verantwortung wissenschaftlicher Arbeit in einem internationalen Kontext gestärkt.

Auch aus ethischer Perspektive messe ich solchen Austauschprogrammen große Bedeutung bei. Gerade in Zeiten globaler Krisen erscheint es mir wichtiger denn je, Kooperationen und langfristige Allianzen zwischen Universitäten zu fördern. Wissenschaftlicher Dialog über institutionelle und nationale Grenzen hinweg schafft Räume für gegenseitiges Lernen, Solidarität und gemeinsame Reflexion.

Auf persönlicher Ebene bin ich für diese Erfahrung zutiefst dankbar. Der Aufenthalt hat mir nicht nur fachlich, sondern auch menschlich viel gegeben. Mein besonderer Dank gilt Luis sowie dem gesamten Departamento de Literatura der PUCP, die mit großem Engagement dazu beigetragen haben, meinen Aufenthalt so anregend, inspirierend und bereichernd wie möglich zu gestalten. Die Offenheit, Herzlichkeit und Unterstützung, die ich erfahren durfte, haben diese Zeit zu einer unvergesslichen Erfahrung gemacht.

Lehraufenthalt in Peru

Pontifica Universidad Católica del Perú, Peru – August 2022

Der Kurs bestand aus 10 Vorlesungen zum Thema „Köcherdarstellungen und Anwendungen“ und Übungen dazu und war für Studierende im Bachelorstudiengang Mathematik geeignet. Mein Gastgeber hatte zuvor mit den Studierenden die Grundlagen besprochen. Auf Grund der vierten Corona-Welle war der Zugang zur PUCP eingeschränkt, und es gab leider nur acht Teilnehmer. Diese Teilnehmer waren gut ausgebildet und sehr motiviert. Sie haben den Kurs nachbearbeitet und einen großen Teil der Hausaufgaben gelöst. Die Lösungen haben sie während der Übungsstunden vorgestellt und auch Fragen zum Kurs gestellt. Dieser Austausch war sehr hilfreich. Die PUCP liegt auf einem sehr schön angelegten und bewachten Campus. Sie gilt als beste Universität Perus und ist modern ausgestattet. Mir wurde während des Aufenthalts ein Büro zur Verfügung gestellt. Meine Unterkunft lag im Bezirk Miraflores in der Nähe der spektakulären Steilküste Limas. Dort gibt es sehr viele Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Die Spaziergänge an der Steilküste waren sehr erholsam. Ich habe Peru als sehr gastfreundliches Land erlebt und mich dort problemlos zurechtgefunden. Das Niveau an der PUCP ist mit deutschen Universitäten vergleichbar. Im Bereich Mathematik gibt es in Peru einige herausragende WissenschaftlerInnen, darunter auch vielversprechende junge Talente. Ich hoffe, dass sich aus meinem Besuch ein längerfristiger Austausch ergibt und ich in Zukunft z.B. DoktorandInnen aus Peru an der Berlin Mathematical School betreuen kann.

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