Trainingsaufenthalt in Belgien

Kathleen Plotka, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit – Juli 2026

Mein Aufenthalt bei der Friedrich-Naumann-Stiftung in Brüssel war eine großartige Erfahrung, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Besonders im Sommer hat Brüssel unglaublich viel zu bieten. Zahlreiche Veranstaltungen, kulturelle Angebote und Begegnungsmöglichkeiten machen die Stadt lebendig. Gleichzeitig ist Brüssel durch seine zentrale Lage der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge innerhalb Belgiens und in die europäischen Nachbarländer – ob nach Paris, Amsterdam, Luxemburg oder sogar London.
Was meinen Aufenthalt besonders gemacht hat, war jedoch die unmittelbare Nähe zur europäischen Politik. In Brüssel erlebt man die EU nicht nur aus der Distanz, sondern hautnah. Man lernt Mitglieder des Europäischen Parlaments kennen, diskutiert mit politischen AkteurInnen und erlebt politische Zusammenarbeit direkt vor Ort. Man ist mitten im Geschehen und so entstehen die außergewöhnlichsten Begegnungen: Ich habe gemeinsam mit der jüngsten Abgeordneten des EU-Parlaments in der Österreichischen Botschaft bei der Fußball-WM mitgefiebert, NATO-Generalsekretär Mark Rutte zufällig in einem Café getroffen und am Place du Luxembourg gefeiert, während der Abgeordnete Lukas Sieper am DJ-Pult aufgelegt hat. Genau diese Mischung macht Brüssel einzigartig: Hier lebt und erlebt man Europa wie kaum an einem anderen Ort.
Die Friedrich-Naumann-Stiftung bietet dabei den perfekten Rahmen, um gleichzeitig wertvolle Einblicke in die Arbeit einer politischen Stiftung zu gewinnen, internationale Kontakte zu knüpfen und den europäischen Politikbetrieb unmittelbar kennenzulernen. Mein Aufenthalt war persönlich und fachlich eine große Bereicherung – und ich würde ihn jederzeit wieder machen.

 

Trainingsmobilität nach Ecuador

Corina Sandra Schwippel, FLACSO – Juli 26

Im Juli 2026 ging es für mich im Rahmen des Erasmus+-Programms an die FLACSO – Facultad Latinoamericana de Ciencias Sociales – die Lateinamerikanische Fakultät für Sozialwissenschaften – in meine zweite Heimat Ecuador. Im Rahmen der Erasmus+-Mobilität durfte ich fünf eindrucksvolle Tage an der Partneruniversität in der Hauptstadt Quito verbringen. Am ersten Tag wurde ich von den Koordinatorinnen der Abteilung für Partnerschaften, Projekte und internationale Mobilität herzlich in Empfang genommen und zur Feier des Tages, meinem Geburtstag, gleich zum Mittagessen (inkl. Geburtstagstorte) eingeladen. Im Laufe der Woche lernte ich die Arbeit der Kolleg:innen vor Ort kennen, diskutierte mit ihnen die Möglichkeiten für akademischen Austausch, Zusammenarbeit und Vernetzung und stellte die FU Berlin sowie meine Arbeit und die meiner Forschungsgruppe im Rahmen einer Präsentations- und Diskussionsrunde vor. Hier lernte ich auch Ecuadorianer:innen kennen, die ebenfalls an einem Erasmus+ Aufenthalt in Deutschland teilgenommen haben bzw. daran interessiert sind. Darüber hinaus hospitierte ich bei Prof. Dr. Isabel Ramos und Ihrem Forschungsteam aus Doktorandinnen im Fachbereich für Internationale Studien und Kommunikation. Ich erhielt wertvolle Einblicke in ihre Arbeit und Forschung, insbesondere im Bereich Outreach-Projekte und Kommunikationskanäle (FLACSO Radio, Podcasts) und diskutierte mit ihnen über die politische Lage und Prozesse der politischen Mobilisierung in Ecuador. Nicht zuletzt lernte ich das Studienplanungs- und Management-System sowie die administrativen Abläufe der FLACSO kennen und durfte im Rahmen des 11. ethnografischen Filmfestivals am Workshop „Autobiografischer Dokumentarfilm“ (politische/soziale Dimension) mit einer Filmemacherin aus Venezuela teilnehmen. Für den relativ kurzen aber sehr gewinnbringenden Aufenthalt an der FLACSO Ecuador möchte ich mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken.

Trainingsaufenthalt in Griechenland

Charlotte Asbrock, Erasmus Nostrum – Juni 2026

Ich habe bei „Erasmus Nostrum“ in Athen, einer Bildungsorganisation, die sich auf internationale Weiterbildungsangebote im Rahmen des Erasmus+-Programms spezialisiert hat, am Kurs „Women Empowerment and Leadership“ teilgenommen und kann diese Erfahrung wärmstens weiterempfehlen.

Als junge Frau in einer Führungsposition war es für mich besonders bereichernd, mich mit Frauen jeglichen Alters, aus verschiedenen Ländern und Berufsfeldern auszutauschen. Gemeinsam haben wir über Führungsstile, Selbstvertrauen, Kommunikation und die Herausforderungen gesprochen, denen Frauen im Berufsleben begegnen. Besonders wertvoll war für mich der offene Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen und der „Safe Space“, den wir uns dadurch geschaffen hatten. Die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven haben mir neue Denkanstöße gegeben und mich darin bestärkt, meinen eigenen Führungsstil selbstbewusst weiterzuentwickeln. Ich konnte viele praktische Impulse für meinen Berufsalltag mitnehmen und gleichzeitig mein internationales Netzwerk erweitern.

Auch der Aufenthalt in Athen hat das Erlebnis bereichert. Die wunderschöne Atmosphäre der Stadt und ihre Geschichte haben den Blick über den eigenen Arbeitsalltag hinaus erweitert und den interkulturellen Austausch gefördert. Neben den fachlichen Inhalten hat der Kurs mir die Möglichkeit geboten, mich persönlich weiterzuentwickeln, neue Kontakte zu knüpfen und mit frischen Ideen und neuer Motivation in den Arbeitsalltag zurückzukehren. Eine wunderbare Erfahrung sowohl beruflich als auch persönlich.

Trainingsaufenthalt in Kanada

Verena Specht, University of Ottawa – Juni 26

Meine Trainingsmobilität an der uOttawa bot mir wertvolle Einblicke in die Organisation und Arbeitsprozesse der weltweit größten zweisprachigen Universität. Ich hatte die Gelegenheit, mich mit Kolleginnen und Kollegen über bewährte Praktiken in den Bereichen Internationalisierung, Studierendenservices, Marketing und Kommunikation, Diversität sowie akademische Verwaltung auszutauschen. Besonders beeindruckt haben mich die Strategien zur Förderung von Chancengleichheit sowie die umfassenden Präventions- und Unterstützungsmaßnahmen im Umgang mit sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt. Hervorzuheben ist zudem die ausgeprägte Serviceorientierung gegenüber Studierenden und Beschäftigten, die sich in vielen Bereichen des Hochschulalltags widerspiegelt. Ebenso bemerkenswert fand ich den hohen Stellenwert, den Kanada der Inklusion und Sichtbarkeit der indigenen Bevölkerung beimisst; nicht nur an Hochschulen, sondern auch im gesellschaftlichen Leben. Ein herzliches Dankeschön gilt Mélanie Langevin und dem gesamten Mobility Team für die Organisation eines so abwechslungsreichen und bereichernden Programms. Ich habe meinen Aufenthalt in Ottawa in jeder Hinsicht optimal genutzt !

Trainingsaufenthalt in Kanada

Stefan Petri, University of British Columbia – Mai 2026

Mein Austausch führte mich im Mai 2026 an die University of British Columbia (UBC) in Vancoucer, eine Universität mit einem weltweit sehr guten Ruf bezüglich ihrer Services für studentisches Gesundheitsmanagement. Das Angebot und die Einrichtungen waren in der Tat beeindruckend, allerdings sind die Bedingungen des kanadischen Gesundheitssystems schwer mit dem Deutschen System vergleichbar. An der UBC bekommen die Studierenden neben einer sehr guten und umfangreichen psychologischen Beratung auch eine medizinische Versorgung mit Untersuchungen, Impfungen etc. Ein wichtiges Thema ist auch die Informationen zu sexuell übertragbaren Krankheiten und eine Unterstützung bzw. deren Behandlung. Das neue Gateway Global Health Building enthält dementsprechend viele krankenhausähnliche Anlagen und Untersuchungsräume (alle auf dem neusten Stand). Es ist an die School of Kinesiology (Sport- und Bewegungswissenschaft, Physiotherapie) angegliedert, also mit in Studium und Lehre verknüpft. Ein präventiver Ansatz ist insgesamt handlungsleitend.
Ebenso beeindruckend war für mich die Unterstützung von internationalen Studierenden, die neben den oben genannten Services und einer sehr engmaschigen Beratung und Betreuung z.B. auch einen extern eingekauften 24/7-Telefon-Service haben. Da die internationalen Studierenden fast ausschließlich auf dem Campus untergebracht sind, gibt es diese Unterstützung auch vor Ort in den Housing-Gebäuden (studentische Peers werden für Abend- und Wochenenddienste bezahlt).

Trotz der Schwierigkeit des Vergleichs habe ich einige interessante Anregungen mitgenommen, die sich vielleicht auch an der FU Berlin umsetzen lassen (was, wird noch nicht verraten).
Nicht verschweigen möchte ich natürlich, dass die UBC einen der schönsten Campus hat, die ich je gesehen habe. Beeindruckend war hier besonders der angegliederte Botanische Garten, das Museum for Anthropology und ein direkter Zugang zum Pacific-Strand (mit Seelöwen). Und Achtung: nicht umsonst wird auf dem Campus vor Skateboard-fahrenden Studierenden (und vielleicht auch Dozierenden) gewarnt.

Trainingsaufenthalt in Kairo

Caroline Schwarz, Cairo University – März/April 2026

Mein Erasmus+-Aufenthalt in Kairo war für mich nicht nur eine spannende berufliche Station, sondern vor allem eine echte persönliche Bereicherung. Für einige Monate in einer so lebendigen, vielschichtigen Stadt zu arbeiten, hat meinen Blick auf die Welt spürbar erweitert. Wenn man den gewohnten Kontext verlässt, merkt man erst, wie sehr man sich sonst in seiner eigenen Realität bewegt. In Kairo war vieles anders: Arbeitsprozesse, Kommunikationsstile, Prioritäten im Alltag. Gerade diese Unterschiede haben mich dazu angeregt, meine eigenen Routinen und Annahmen bewusster zu hinterfragen. Im direkten Austausch mit Kolleginnen und Kollegen vor Ort konnte ich differenzierter wahrnehmen, welche vermeintlichen „Fakten“ über eine Kultur tatsächlich Bestand haben und welche eher auf vereinfachten Vorstellungen beruhen. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen sind, um Verständnis zu entwickeln und wie sehr echter Perspektivenwechsel Veränderung ermöglicht. Besonders wertvoll war zudem der Aufbau eines internationalen, persönlichen Netzwerks. Solche Kontakte sind nicht nur menschlich bereichernd, sondern auch fachlich hilfreich, etwa wenn es um Kooperationen oder zukünftige Antragsverfahren geht. Gleichzeitig habe ich gelernt, die deutsche Bürokratie wieder etwas mehr zu schätzen: So komplex sie manchmal wirkt, bietet sie doch ein hohes Maß an Transparenz, Verlässlichkeit und rechtlicher Sicherheit. Insgesamt war der Aufenthalt für mich fachlich wie persönlich ein großer Gewinn.