Lehraufenthalt in Peru

Elsa Canali, Pontificia Universidad Católica del Perú (PUCP) – Juni 2026

Mein Aufenthalt an der Pontificia Universidad Católica del Perú (PUCP) in Lima war für mich eine außerordentlich positive, bereichernde und uneingeschränkt empfehlenswerte Erfahrung. Aus beruflicher Sicht war es besonders wertvoll, eigene Lehrerfahrungen mit Bachelorstudierenden zu sammeln und meine Forschung sowie meine didaktischen Ansätze mit Kolleginnen und Kollegen außerhalb der Freien Universität Berlin zu diskutieren. Der Austausch mit Lehrenden der PUCP hat mir neue Perspektiven eröffnet und mir hilfreiches Feedback gegeben, dass meine akademische Arbeit nachhaltig bereichert hat. Darüber hinaus hat diese Erfahrung mein akademisches Selbstverständnis und mein Bewusstsein für die Verantwortung wissenschaftlicher Arbeit in einem internationalen Kontext gestärkt.

Auch aus ethischer Perspektive messe ich solchen Austauschprogrammen große Bedeutung bei. Gerade in Zeiten globaler Krisen erscheint es mir wichtiger denn je, Kooperationen und langfristige Allianzen zwischen Universitäten zu fördern. Wissenschaftlicher Dialog über institutionelle und nationale Grenzen hinweg schafft Räume für gegenseitiges Lernen, Solidarität und gemeinsame Reflexion.

Auf persönlicher Ebene bin ich für diese Erfahrung zutiefst dankbar. Der Aufenthalt hat mir nicht nur fachlich, sondern auch menschlich viel gegeben. Mein besonderer Dank gilt Luis sowie dem gesamten Departamento de Literatura der PUCP, die mit großem Engagement dazu beigetragen haben, meinen Aufenthalt so anregend, inspirierend und bereichernd wie möglich zu gestalten. Die Offenheit, Herzlichkeit und Unterstützung, die ich erfahren durfte, haben diese Zeit zu einer unvergesslichen Erfahrung gemacht.

Teaching Mobility in Kenya

Mohamed Noor & Murtala Ibrahim, Pwani University – June 26

Mohamed Noor:

In June 2026, I participated in an Erasmus+ teaching mobility at Pwani University in Kenya, supported by Freie Universität Berlin. This experience focused on Research Methods for graduate students, allowing me to share insights on research design, literature reviews, academic writing, and ethics. The students were highly engaged and brought diverse perspectives, creating a stimulating learning environment. I also engaged with colleagues on postgraduate supervision and curriculum development, gaining valuable insights into the research priorities of East African universities. This experience strengthened my professional networks and appreciation for the region’s academic community. I am thankful to Pwani University and the Erasmus+ team for their support and encourage colleagues to consider these mobility opportunities.

Teaching Mobility at Pwani University, Kenya – A Report by Murtala

Thanks to the Erasmus+ staff mobility programme, I had the wonderful opportunity to teach research methodology to graduate students at Pwani University in Kenya. This experience was both professionally enriching and personally transformative.
Professionally, I gained fresh perspectives on problem-solving and curriculum delivery in a different academic culture. Teaching motivated and resourceful students challenged me to adapt my methods and become a more flexible educator. The mobility also opened doors for future collaboration with colleagues in East Africa and added significant international experience to my academic résumé.
Personally, I was deeply inspired by the warmth, hospitality, and resilience of the local community. Immersing myself in Kenyan culture—from everyday campus life to learning a few Swahili phrases—broadened my worldview in ways that cannot be taught in a classroom.
My advice to colleagues: apply early, book your flight as soon as you receive confirmation, and communicate closely with your host coordinator. The Erasmus+ team at Freie Universität provided excellent support from start to finish.

Lehraufenthalt in Spanien

Nicolas Longinotti, Universidad de Santiago de Compostela – März 2026

Während meines Aufenthalts an der Universidade de Santiago de Compostela habe ich ein Blockseminar zur italienischen Literatur der frühen Neuzeit für eine Gruppe von etwa 15 Bachelorstudierenden gehalten. Nach Absprache mit meiner Kollegin vor Ort habe ich mich entschieden, Perspektiven aus der Material Philology und der History of Emotion anzubieten, die wir in Berlin regelmäßig anwenden und mit denen die Studierenden wenig vertraut waren. Während sie mit großem Interesse auf diese theoretischen Ansätze reagierten, konnte ich von ihrer Fähigkeit profitieren, Ähnlichkeiten und Zusammenhänge zwischen italienischen und spanischen Texten der Renaissance zu erkennen. Das Seminar hat uns nicht nur methodisch und inhaltlich weitergebracht, sondern auch unser Gefühl für die gemeinsame europäische Identität gestärkt, eine Identität, die schon in der frühen Neuzeit sichtbar war und durch solche Austausche wiederbelebt wird.

Lehraufenthalt in Südkorea

Jiachuan Li, Seoul National University – März 2026

Die Seoul National University, die als eine der führenden Universitäten Südkoreas gilt, war mir bereits vor meinem Aufenthalt ein Begriff. Ich wusste, dass der Zugang sehr selektiv ist und Studierende anspruchsvolle Auswahlverfahren durchlaufen müssen. Umso beeindruckender war mein erster persönlicher Eindruck: Der wunderschöne Campus liegt in den Bergen am südlichen Rand von Seoul und bietet zahlreiche Wanderwege. Man kann stundenlang über das weitläufige Gelände spazieren, das kontinuierlich erweitert und modernisiert wird.

Die Germanistikabteilung befindet sich in unmittelbarer Nähe des idyllischen Teichs „Yahayeon“ im Gebäude 2 des College of Humanities. Während meines Aufenthalts wurde ich sehr herzlich empfangen – unter anderem durch eine Campusführung und ein gemeinsames Essen in der Mensa mit einem DAAD-Kollegen. Die Abteilung ist bemerkenswert groß und umfasst mehr als zehn Professorinnen und Professoren sowie über zwanzig promovierte Lehrbeauftragte. Besonders beeindruckt hat mich die Abteilungsbibliothek, die jederzeit zugänglich ist. Regelmäßig sind auch internationale Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vor Ort; ich hatte das Glück, an einem Gastvortrag teilzunehmen und dabei zahlreiche Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen.

Von dem hohen Leistungsdruck und der starken Konkurrenz in Südkorea hatte ich bereits im Vorfeld gehört – und konnte dies auch im Unterricht bestätigen. In den Deutschkursen auf B1- und B2-Niveau, die ich mehrfach im Co-Teaching begleitet habe, zeigte sich, wie engagiert und leistungsstark die Studierenden sind. Viele von ihnen haben bereits in der Schule Deutsch gelernt, um überhaupt an der Universität oder im Fach Germanistik studieren zu können. Ihr Wissen über Europa und den deutschsprachigen Raum ist entsprechend beeindruckend. Nicht wenige studieren zusätzlich zu ihrem Hauptfach noch weitere Fremdsprachen.

Darüber hinaus nahm ich an einem Seminar der Germanistik teil, das sich mit nordischer Mythologie beschäftigte. Die Gruppe war interdisziplinär zusammengesetzt – etwa 90 % Germanistikstudierende und 10 % aus der Kunstabteilung. Die Diskussionen waren ausgesprochen lebendig; ich wurde mit vielen differenzierten und kritischen Fragen konfrontiert, was ich als besonders bereichernd empfand.

Das Erasmus-Programm hat mir zudem die Möglichkeit gegeben, Südkorea aus nächster Nähe kennenzulernen – weit über K-Pop und K-Dramen hinaus, die in Europa oft im Mittelpunkt stehen. Insgesamt ist das Wissen über Korea dort noch vergleichsweise begrenzt. Südkorea lässt sich für mich als eine faszinierende Mischung aus westlichen Einflüssen, insbesondere durch das Christentum, rasanter Modernisierung und einer weiterhin stark konfuzianisch geprägten Gesellschaft beschreiben. Gleichzeitig ist spürbar, dass das Land aktiv nach einer eigenen kulturellen Position sucht. Ein besonders wichtiger kultureller Meilenstein ist die Entwicklung des koreanischen Alphabets Hangul, das nicht nur die Alphabetisierung, sondern auch die Verbreitung von Literatur und kulturellen Narrativen maßgeblich gefördert hat.

Auch das Stadtbild Seouls ist weit mehr als die im Reiseführer beschriebenen modernen Hochhäuser und historischen Paläste: Über 600 Meter hohe Berge liegen direkt im Stadtgebiet, und nur wenige Schritte vom geschäftigen Großstadtleben entfernt findet man plätschernde Bäche und von Bergen umgebene Naturlandschaften. Gleichzeitig wird auch die große soziale Ungleichheit deutlich sichtbar.

Ich danke dem Erasmus-Programm herzlich für diese wertvolle Gelegenheit, an einer exzellenten Universität am anderen Ende des Kontinents mit herausragenden Dozentinnen und Dozenten sowie Studierenden in Austausch zu treten. Die Erasmus-Kolleginnen und -Kollegen der Freie Universität Berlin haben mich zudem bei organisatorischen Fragen stets schnell, zuverlässig und äußerst unterstützend begleitet. Ich kann meinen Kolleginnen und Kollegen eine Bewerbung nachdrücklich empfehlen.

Lehraufenthalt in Windhoek, Namibia

Taina Alves, University of Namibia – August 2025

This summer, I had the incredible opportunity to spend a week at the University of Namibia (UNAM) through the Erasmus+ Teaching Mobility program. I taught undergraduate students in International Relations for a week, and their high level of participation in the classroom led to rich conversations. The campus itself is modern, well-equipped, and conducive to both learning and collaboration.

I had the chance to expand my professional network by connecting with local colleagues and professors. Overall, meeting colleagues, experiencing Namibian hospitality, and learning about African regionalism from an insider’s perspective gave me fresh insights for my research and teaching back home. I also took time to explore Windhoek and its surroundings, which made the trip even more special.

It was a great experience that I can only recommend. It has improved my teaching experience, given me new skills for working in environments with different points of view, broadened my networks, and given me new insights into a rich, diverse country.

Lehraufenthalt in Seoul, Südkorea

Christin Krüger, Seoul National University – Juli 2025

Mein Erasmus+ Aufenthalt an der Seoul National University, bei dem ich einer Gruppe von Germanistik-Studierenden bei der Erarbeitung einer Aufführung von Wolfgang Borcherts Stück „Draußen vor der Tür“ unterstützen durfte, war für mich nicht nur in beruflicher Hinsicht eine wertvolle Erfahrung. Neben der Freude daran, den Studierenden dieses Theaterprojekts bei Fragen und Problemen bezüglich des Textes und seiner schauspielerischen Darstellung zur Seite zu stehen, schätze ich vor allem die interkulturelle Perspektive, die mir der Auslandsaufenthalt eröffnet hat. Der Einblick in die landeseigenen kulturellen Gewohnheiten während und abseits der Arbeit ist das eine. Noch entscheidender ist für mich aber, festzustellen, wie sehr sich das Studieren und wissenschaftliche Arbeiten sowie deren aktuelle Herausforderungen hier wie dort gleichen. Den Studierenden bei einem ganz konkreten Projekt auf Augenhöhe zu begegnen, ihnen bei Fragen der Lesart(-en) und Umsetzung zur Hand zu gehen und die spezifisch deutschen Sichtweisen auf Borcherts Theatertext zu vermitteln, war eine sehr befriedigende Aufgabe. Dabei war es für mich besonders spannend, zu beobachten, wie die südkoreanischen Studierenden mit dem Text umgehen, was sie streichen oder hinzufügen. Denn auch das verrät viel über die Kultur, Geschichte und Eigenheiten eines Landes. So war ich nicht nur in der Position der Lehrenden und „Erklärenden“, sondern die Studierenden haben auch mich immer wieder über ihre Ideen zum Text aufgeklärt und ihre Motive deutlich gemacht. Kurzum: Ich habe mich an der Seoul National University sehr willkommen gefühlt und bin dankbar darüber, dass ich sowohl meine Fähigkeiten in der Lehre als auch meine interkulturelle Kompetenz durch diesen Aufenthalt ausbauen und festigen konnte. Vielleicht hat der Aufenthalt sogar den Grundstein dazu gelegt, um die Zusammenarbeit der beiden Institute im Rahmen dieses an der Seoul National University alljährlich stattfindenden Theaterprojektes zu verstetigen.

 

Lehraufenthalt in Helsinki, Finnland

Dagmara Weckovska, University of Helsinki – June 2025

In the first week of June, I participated in the Una Europa Summer School on Sustainable Food Systems at the University of Helsinki in Finland where I had the pleasure to teach an interdisciplinary group of bright PhD students from Una Europa universities. My two sessions, titled “Innovation and Protein Transitions: From Business as Usual to Desirable Futures,” introduced students to a socio-technical perspective on innovation and the so-called ‘protein transitions,’ and provided an opportunity for experiential, hands-on learning of the Three Horizons method. The session sparked lively discussion and deep reflection across disciplines.
Beyond teaching, I shadowed other sessions, exchanged materials with colleagues, and discovered new methods that will enhance my own teaching. The Summer School helped me strengthen ties with colleagues in Helsinki and build new connections with peers from Leuven, Madrid, Leiden, and other universities. It was an inspiring, productive week that deepened my expertise in food system transitions and left me energized to bring new insights back to my students and research.
My stay was funded under the Teaching Staff Mobility line of the Erasmus+ Programme.

I was accompanied by three PhD students from Freie Universität Berlin, who received funding under the EU’s framework for Blended Intensive Programmes. To my surprise, both application processes were very straightforward. I also received valuable support from the Project Coordinator for Sustainability in the University Network UNA Europa at Freie Universität Berlin and from the staff in the International Office.

Teaching Mobility in Granada

Universidad de Granada, Spain November – 2023

The Erasmus+ experience has been very rewarding. Preparing the programme I taught and passing it on to the students was very interesting. The participation and involvement of the students also led me to learn from them. Meeting new colleagues with whom you agree on research topics and discussing them helps to open up the work perspective. The contacts you make when you are personally on site are fruitful and broaden your network.
Getting to know how another university works, in terms of programmes, teaching and organisation, is interesting.
Visiting another city and its culture, getting to know its monuments, its food, its customs, brings a lot to you personally.

 

Mehr Infos zur Universidad de Granada.