Nicolas Longinotti, Universidad de Santiago de Compostela – März 2026
Während meines Aufenthalts an der Universidade de Santiago de Compostela habe ich ein Blockseminar zur italienischen Literatur der frühen Neuzeit für eine Gruppe von etwa 15 Bachelorstudierenden gehalten. Nach Absprache mit meiner Kollegin vor Ort habe ich mich entschieden, Perspektiven aus der Material Philology und der History of Emotion anzubieten, die wir in Berlin regelmäßig anwenden und mit denen die Studierenden wenig vertraut waren. Während sie mit großem Interesse auf diese theoretischen Ansätze reagierten, konnte ich von ihrer Fähigkeit profitieren, Ähnlichkeiten und Zusammenhänge zwischen italienischen und spanischen Texten der Renaissance zu erkennen. Das Seminar hat uns nicht nur methodisch und inhaltlich weitergebracht, sondern auch unser Gefühl für die gemeinsame europäische Identität gestärkt, eine Identität, die schon in der frühen Neuzeit sichtbar war und durch solche Austausche wiederbelebt wird.
Verena Specht, Universidad Católica de Valencia – Juli 2025
Im Rahmen der International Spanish Week durfte ich eine inspirierende Woche an der Universidad Católica de Valencia verbringen. Der Intensivsprachkurs, eingeteilt in zwei Gruppen: A1/A2 und B1/B2,
umfasste 20 Unterrichtsstunden pro Woche und legte den Fokus auf praxisnahes Spanisch. Unser Lehrer Ricard sorgte mit einem Mix aus Grammatik, Alltagskonversation und Rollenspielen für einen vielfältigen
und lebendigen Unterricht.
Die internationale Teilnehmendengruppe sorgte zudem für einen
spannenden sprachlichen und kulturellen Austausch. Ein besonderes Highlight war das abwechslungsreiche kulturelle Rahmenprogramm. Besuche im Ethnologischen Museum, im Wissenschaftsmuseum und im berühmten Fallas-Museum gaben tiefe Einblicke in die Geschichte und
Identität der Region. Beim Paella-Workshop lernten wir nicht nur die kulinarischen Grundlagen des Gerichts kennen, sondern auch viel über die Esskultur Spaniens.
Abgerundet wurde die Woche durch eine entspannte Katamaranfahrt entlang der Küste Valencias. Die Kombination aus intensivem Sprachtraining und kulturellem Eintauchen machte die Woche zu einer rundum bereichernden Erfahrung. Ich kann die Teilnahme allen empfehlen, die ihre Spanischkenntnisse vertiefen, interkulturelle Erfahrungen sammeln und in einem internationalen Umfeld eine bereichernde und inspirierende Zeit erleben möchten.
Universitat Politècnica de València, Spanien- Mai 2024
Die Staff Week an der Universitat Politècnica de València (UPV) war eine unvergessliche Erfahrung. Über fünf Tage hinweg hatten wir die Möglichkeitdie UPV, die Stadt Valencia und die Mitarbeiter verschiedener europäischer Universitäten kennenzulernen und neue Perspektiven zu gewinnen. Während des täglichen Job Shadowings erhielten wir faszinierende Einblicke in die vielfältigen Aufgabenbereiche der UPV. Wir haben fünf verschieden Gastgeberteams besucht, die sich jeweils auf unterschiedliche Verwaltungsaufgaben und -themen konzentrieren.
Die Tutoren, die uns von diesen Bereichen berichteten, zeigten eine immense Begeisterung für ihre Universität, für ihre Studierenden und ihre Verantwortungsbereiche. In den Training Courses English B2 (man konnte sich zwischen Englisch für Fortgeschrittene, Spanisch für Anfänger oder IT – Anwendungen für Verwaltungsmitarbeiter entscheiden) arbeiteten wir in einer kleinen Gruppe an unserer Sprachfertigkeit, mündlichen Kommunikation und unserer Aussprache. Besonders beeindruckend war die kulturelle Komponente der Konferenz. Im täglichen Workshop „Mediterranean View and Culture“ konnten wir die Schönheit und Vielfalt Valencias entdecken: die futuristischen Bauten der Stadt der Künste und Wissenschaften, den modernistische Mercado Central, die prächtigen Parks und weitläufigen Strände und vor allem die laute Altstadt mit hunderten Cafés, Restaurants und Tapasbars.
Die Staff Week Konferenz war nicht nur lehrreich, sondern auch eine großartige Gelegenheit, um neue Kontakte zu knüpfen und sich mit Kollegen aus anderen europäischen Universitäten auszutauschen. Diese Erfahrung hat uns alle bereichert und motiviert, unsere Arbeit mit frischem Elan anzugehen. Insgesamt war die Staff Week in Valencia eine rundum gelungene Veranstaltung, die uns nicht nur beruflich, sondern auch persönlich weitergebracht hat. Ich würde mich freuen, in Zukunft an einer ähnlichen Konferenz oder auch an einer anderen Veranstaltung des Erasmus+ Programms teilzunehmen zu können und noch mehr zu lernen und zu entdecken.
Ich habe die Gelegenheit erhalten, ein 5tägiges Jobtraining mit Kultur- und Sprachtraining auf Teneriffa zu machen. Die Reise war eine Chance, die Insel, Land und Leute und die Kultur vor Ort kennenzulernen sowie an einem Sprachtraining teilzunehmen und in diesem Rahmen neue Kontakte zu anderen Teilnehmern europäischer Universitäten zu knüpfen. In diesem Fall habe ich Kontakte zu polnischen und tschechischen KollegInnen geknüpft. Bei einem früheren Erasmus-Aufenthalt waren es Kontakte zu KollegInnen in Schweden und Italien. So wächst unser europäisches Netzwerk mit persönlichen Kontakten. Auf dem Besichtigungsprogramm auf Teneriffa standen unter anderem eine geführte Besichtigung einer Bananenplantage und einer Farm, es gab einen gemeinsamen Kochkurs und Besuche origineller Insider-Tipps. Die Inselwelt ist aufgrund ihrer besonderen Beschaffenheit als Vulkaninsel und das dunkle Aussehen durch das Lavagestein eine sehr ungewöhnliche Erfahrung mit dem schwarzen Untergrund und den schwarzen Stränden. Ein Genuss ist das sommerliche Klima und die Sonnenstunden unter Palmen.
The Erasmus+ experience has been very rewarding. Preparing the programme I taught and passing it on to the students was very interesting. The participation and involvement of the students also led me to learn from them. Meeting new colleagues with whom you agree on research topics and discussing them helps to open up the work perspective. The contacts you make when you are personally on site are fruitful and broaden your network. Getting to know how another university works, in terms of programmes, teaching and organisation, is interesting. Visiting another city and its culture, getting to know its monuments, its food, its customs, brings a lot to you personally.
Die sechs Tage (ohne Anreise und Abreise) an der Universität Granada (Juristische Fakultät) waren wieder einmal sehr gewinnbringend und erkenntnisreich. Die Treffen mit den Kollegen dienten der Aktualisierung von gemeinsamen Forschungsfragen und des Seminarprogramms. Die Lehre mit den Studierenden im Seminar war sehr anregend. Die Diskussionen über aktuelle verfassungsrechtliche Fragen in historischer Perspektive erfreute sich lebhafter Beteiligung aller und ermöglichte auch eine vergleichende Perspektive mit der deutschen Entwicklung. So konnte die aktuelle Frage um Katalonien thematisiert werden und mit dem deutschen Föderalismus verglichen werden. Die Entwicklung beider Staaten im 19. Jahrhundert wurde inhaltlich verfassungshistorisch untersucht und anhand ähnlicher Themenbereiche verglichen. Dabei erwies sich das Format des Seminars als sehr hilfreich, da hier in ausreichender Zeit diskutiert und auf Fragen eingegangen werden konnte. Der letzte Tag diente dann am Abend einem abschließenden Treffen und dem gegenseitigen Austausch bei einheimischer kulinarischer Begleitung. Rundum ein gelungener Aufenthalt, der in Zukunft sicher wiederholt werden wird.
Polytechnische Universität Valencia, Spanien – Mai 2023
Die ADM Staff Week ist eine gute Möglichkeit sich mit Kollegen und Kolleginnen aus der Verwaltung von zahlreichen anderen europäischen Universitäten auszutauschen. Darüber hinaus bekommt der Teilnehmer einen guten Eindruck im Hinblick auf die Arbeitsweisen und Prozesse außerhalb seiner Heimatuniversität. Aufgrund der kurzen Dauer und der Vielzahl an Teilnehmern bleibt zwar zum Teil wenig Zeit Themen / Bereiche / Prozesse im Detail zu besprechen, dennoch sind die gewonnen Eindrücke und Erfahrungen hilfreich. Der Austausch mit internationalen Kollegen aus der gesamten EU ist sehr inspirierend und regt zum Reflektieren an. Als nicht zu vernachlässigenden Nebeneffekt, schult man seine Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz. Die Teilnahme an einer Staff Week ist daher absolut zu empfehlen.
Universität Santiago de Compostela, Spanien – April 2023
Das veterinäranatomische Institut in Lugo ist deutlich kleiner als unseres in Berlin, aber trotz der teilweise doch etwas schäbigen Einrichtung sind die wissenschaftlichen Geräte durchweg hochwertig. Auffällig ist, dass es keine technischen Assistenten gibt. Alle Arbeiten werden von den wissenschaftlichen Mitarbeitern und Doktoranden durchgeführt. Somit sind alle während des laufenden Semesters extrem stark eingebunden. Dennoch hat sich der Professor Zeit für uns genommen. Wir erhielten Führungen durch Labore und über den Campus, wurden mittags und abends zum Essen eingeladen, haben einen Vortrag, eine Vorlesung und einen Präparierkurs miterlebt und gemeinsam einen Ausflug nach Santiago de Compostela mit Besuch der Kathedrale unternommen. Ich wurde sogar vom 1,5 Autostunden entfernten Flughafen abgeholt, da der öffentliche Bus nur sehr selten fährt. Fazit: Wir wurden sehr freundlich aufgenommen und gut betreut. Gallizien ist landschaftlich wunderschön und die Spanier waren alle sehr nett und hilfsbereit.