Trainingsaufenthalt in Vancouver, Kanada

Heike Herforth, University of British Columbia – Juni 2025

Meine Reise nach Vancouver und an die University of British Columbia war absolut atemberaubend, lehrreich und erkenntnisreich. Bereits vor Reiseantritt hatte ich einen Wochenplan erhalten, war somit bestens informiert und konnte mich gut vorbereiten. Ich wurde von allen Gesprächspartner*innen unglaublich freundlich und interessiert empfangen und erlebte durchweg spannende Meetings.
Besonders charmant fand ich, dass ich eine exklusive Campus-Tour bekommen habe. Ich konnte sämtliche Fragen stellen und erhielt dadurch viele Hintergrundinformationen, die bei regulären Campus-Führungen normalerweise nicht thematisiert werden.
Der in sich geschlossene Campus, die zahlreichen Lernorte für Studierende und auch die Food-Courts waren großartig – alles lud zum Verweilen ein. Die Lernorte waren vielfältig nutzbar – ob zum individuellen Lernen, in Gruppen oder für Teammeetings. Was ich besonders beeindruckend fand, war die technische Ausstattung, die den Studierenden zur Verfügung steht, sowie deren Umfang.

Auch außerhalb der Universität konnte ich in meiner Freizeit Vancouver und Umgebung erkunden – eine wirklich fantastische Stadt. Die allgemeine Freundlichkeit hat mich beeindruckt, ebenso wie der respektvolle Umgang miteinander in den öffentlichen Verkehrsmitteln – phänomenal! Da könnte sich Berlin wirklich eine dicke Scheibe abschneiden.
Was enorm zur Entschleunigung beigetragen hat, war der gleichzeitige Ausblick auf Berge und Wasser. Die umliegende Natur – einfach Wahnsinn. Eine wirklich lebenswerte Stadt und eine großartige Universität.

 

 

 

Lehraufenthalt in Helsinki, Finnland

Dagmara Weckovska, University of Helsinki – June 2025

In the first week of June, I participated in the Una Europa Summer School on Sustainable Food Systems at the University of Helsinki in Finland where I had the pleasure to teach an interdisciplinary group of bright PhD students from Una Europa universities. My two sessions, titled “Innovation and Protein Transitions: From Business as Usual to Desirable Futures,” introduced students to a socio-technical perspective on innovation and the so-called ‘protein transitions,’ and provided an opportunity for experiential, hands-on learning of the Three Horizons method. The session sparked lively discussion and deep reflection across disciplines.
Beyond teaching, I shadowed other sessions, exchanged materials with colleagues, and discovered new methods that will enhance my own teaching. The Summer School helped me strengthen ties with colleagues in Helsinki and build new connections with peers from Leuven, Madrid, Leiden, and other universities. It was an inspiring, productive week that deepened my expertise in food system transitions and left me energized to bring new insights back to my students and research.
My stay was funded under the Teaching Staff Mobility line of the Erasmus+ Programme.

I was accompanied by three PhD students from Freie Universität Berlin, who received funding under the EU’s framework for Blended Intensive Programmes. To my surprise, both application processes were very straightforward. I also received valuable support from the Project Coordinator for Sustainability in the University Network UNA Europa at Freie Universität Berlin and from the staff in the International Office.

Sprachkurs in Verona, Italien

Sina Gummlich, Sprachschule L’italiano con noi, Verona – Mai 2025

Im Mai 2025 besuchte ich mit der Unterstützung von Erasmus+ eine Woche lang einen Sprachkurs in Italien an der Schule „L’italiano con noi“ in Verona, um eine ganz neue Sprache – Italienisch – zu lernen.
Ich belegte einen „Combined Course“. Dieser Kurs umfasste 26 Unterrichtsstunden pro Woche – 20 Stunden Gruppenunterricht am Vormittag und 6 Stunden Einzelunterricht am Nachmittag. An einigen Tagen wurden auch Ausflüge von der Schule organisiert. So unternahmen wir beispielsweise einen gemeinsamen Stadtrundgang durch Verona oder besuchten ein nahegelegenes Weingut, um alles über den Weinanbau in der Region zu erfahren.

Untergebracht war ich in einer Gastfamilie. Das bot einem die perfekte Möglichkeit, ganz in die italienische Kultur und neue Sprache „einzutauchen“. Sowohl die Sprachschule mit ihren MitarbeiterInnen als auch die Gastfamilie haben mich freundlich aufgenommen und waren äußerst offen und hilfsbereit.


Insgesamt blicke ich auf eine sehr erfolgreiche Woche zurück. Auch wenn die Zeit leider viel zu kurz war, um die Sprache intensiv zu lernen, so hat sie mir doch einen guten Einsteig ermöglicht und mich ermutigt, an meinem Ziel festzuhalten und weiter Italienisch zu lernen. Darüber hinaus konnte ich neue Menschen kennenlernen, Kontakte knüpfen und neue, interkulturelle Einblicke gewinnen. Ich empfehle jedem, die Möglichkeiten, die einem das Erasmus+ Programm bietet, zu nutzen – es ist eine wirklich tolle Erfahrung!

Trainingsaufenthalt in Yerevan, Armenien

Johanna Klapprott-Lubig + Elisabeth Wentker, American University of Armenia, Armenien – April 2025

Gemeinsam mit meiner Kollegin aus der ZE Studienberatung und Psychologische Beratung besuchte ich Anfang April 2025 die American University of Armenia in Yerevan. Wir durften dort u.a. die Arbeit der psych. Berater*innen vor Ort kennen lernen, die in Armenien einmalig ist. Es war spannend, Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in der Tätigkeit als Psychologin festzustellen, immer wieder sprachen wir auch über die gesellschaftliche Perspektive auf psych. Erkrankungen und bestehende Stigmata. Wir durften die Arbeit des gesamten Student Affairs Teams kennen lernen, sowie weitere Institutionen innerhalb der Universität wie Student Admissions oder die Bibliothek. Auch ein Austausch über Unterschiede in den Gesundheitssystemen und Veränderungen in Bezug auf Stigmatisierungen von psych. Erkrankungen mit der Studiendekanin des Studiengangs Public Health erlebte ich als überaus gewinnbringend. Im persönlichen Kontakt mit Studierenden konnten wir außerdem einen Einblick in das Studierendenleben vor Ort in Yerevan gewinnen und neben allen Unterschieden auch Parallelen zu unseren Beratungstätigkeiten an der Freien Universität Berlin feststellen.

Mein Verständnis für die geopolitische Lage und Geschichte Armeniens konnte während der Besuche versch. Museen und Gedenkstätten deutlich erhöht werden. Ich durfte Yerevan als pulsierende und aufregende Stadt und die Menschen dort als überaus gastfreundlich, hilfsbereit und offen erleben und bin sehr dankbar für die Möglichkeit dieses Austausches.

 

Trainingsaufenthalt in Taipei, Taiwan

Dominik Weihrauch, National Chengchi University, Taiwan – März 2025

Die NCCU liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums von Taipei im Bezirk Muzha, in dem sich auch der Taipeier Zoo und auf den Hügeln in der Nähe ein bekanntes Teeanbaugebiet befindet. Wohnen auf dem Campus wird vom International Office gerne angeboten, mit dem der Kontakt vor und während des Aufenthalts reibungslos ablief. Unter anderem gab es gleich am Tag der Ankunft eine persönliche Tour über den Campus, die einem einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Institute und die Lage der Bibliotheken etc. verschaffen konnte. Kurz vor Beginn des Aufenthalts gab es im Chinese Language Center, dem Hauptinstitut für den Trainingsaufenthalt, allerdings einen Wechsel der Leitung, wobei es die neuen Leitung nicht allzu willkommen hieß, je nach Bedarf unterschiedlichste Lehrveranstaltungen zu besuchen. Der Kontakt zu Chinesischdozentinnen und Studenten vor Ort war daher nur eher eingeschränkt möglich und nicht so umfangreich wie vorab geplant und mit dem ehemaligen Leiter eigentlich abgesprochen. Dennoch ist dieses Programm der Europäischen Union als solches eine tolle Gelegenheit mit Instituten und Personen verschiedenster Länder in Kontakt zu treten, sich auszutauschen und den eigenen Horizont zu erweitern, sei es in sprachlicher, kultureller oder fachlicher Hinsicht.

Trainingsaufenthalt in Lyon, Frankreich

Maria Tassinari, Université Lumière Lyon 2 – März 2025

Die Staff week „Intercompréhension en langues romanes“ wurde von der Université Lumière Lyon 2, Frankreich organisiert. Das Thema interessierte mich, weil ich in meiner Arbeit als Leiterin des Selbstlernzentrum oft Studierende begleite, die mehrere romanischen Sprachen lernen.
Die Arbeit fing einige Wochen vor dem Aufenthalt in Lyon an: über einen Moodle-Kurs sollten wir uns gegenseitig vorstellen, etwas über unsere Arbeit erzählen sowie die Beiträge der anderen kommentieren. Grundregel bei der Interkomprehension ist: jede*r benutzt die eigene Muttersprache bzw. die Sprache, die er/sie am besten beherrscht. An der Staff week haben ca. 30 Personen mit jeweils sechs verschiedenen Muttersprachen: Französisch, Katalanisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Rumänisch. Schon beim Moodle-Austausch war es aufregend, die Ähnlichkeiten und die Unterschiede unter den Sprachen zu beobachten.
Im Moodle konnten wir auch uns mit Prinzipien der Interkomprehension vertraut machen. Als wir in Lyon am ersten Tag angefangen haben, hatte ich das Gefühl, einige der Teilnehmenden ein wenig zu kennen. Vom ersten Tag an haben wir die Vormittage im Unterricht verbracht und verschiedene Aufgaben bearbeitet: Texte gelesen und entziffert, Eigenschaften der Sprachen verglichen, Strategien erarbeitet, um Texte in uns wenig bekannten Sprachen zu verstehen. Vor allem haben wir aber viel miteinander gesprochen, so dass wir im Laufe der Woche uns tatsächlich viel besser verstanden haben. Es wurden Themen behandelt, die wir im Vorfeld vorgeschlagen hatten: Mehrsprachigkeit, Sprachpolitik in Europa, Idiomatische Redewendungen in den verschiedenen Sprachen, kulturelle Besonderheiten.
Auch das Nachmittagsprogramm war mehrsprachig: eine Staatsführung auf Katalanisch, ein mehrsprachiges Spiel, Vorstellung der Universität auf Französisch, Gespräche mit Kolleg*innen aus der Wissenschaft und aus der Administration.
Ich fand de Woche intensiv und bereichernd.

Trainingsaufenthalt in Kairo, Ägypten

Petra Salomon, Universität von Kairo – Ägypten Februar 2025

Während meines fünftägigen Aufenthalts an der Universität von Kairo habe ich einen riesigen Campus und zahlreiche Frauen auf unterschiedlichen Karrierestufen kennengelernt. Wer glaubt, die FU Berlin sei groß, der staunt, wenn er an die Universität von Kairo mit ihren mehr als 200.000 Studierenden kommt. Auf dem streng gesicherten Campus befinden sich zahlreiche teils prächtige Gebäude für die einzelnen Fakultäten, sowie Repräsentationsgebäude, Wohnheime, Sportgelände und natürlich die Bibliothek.
Da ich mit einem Kollegen dort war, haben wir viele verschiedene Formate kennengelernt. Nachdem ich zunächst wie geplant die Gespräche über die Gleichstellungsarbeit geführt habe, musste ich feststellen, dass dieses Thema an den Geisteswissenschaften, aber auch an den meisten anderen Fakultäten keine so große Rolle spielt, weil alle Schlüsselpostionen von Frauen besetzt sind. In der Germanistik gibt es beispielsweise ausschließlich Professorinnen.
Durch den streng gesicherten Campus hat auch Belästigungen keinen großen Stellenwert. Allerdings gibt es eine niederschwellig gut erreichbare

Beschwerdestelle, wenn es doch zu entsprechenden Vorkommnissen kommen sollte.
Sehr großes Interesse bestand von allen Seite am Austausch zum Thema KI im akademischen Kontext. Mein Kollege Christian Ludwig hat dazu eine hochrangig besetzte zunächst sehr skeptische Gesprächsrunde moderiert, die aller Interesse geweckt hat und in der Bitte mündete, im Herbst dazu eine Winterschule anzubieten.
Nicht unerwähnt darf ich die unendliche Gastfreundschaft aller, denen wir begegnet sind, lassen. Es gab immer Tee oder andere Getränke für uns, man passte auf,das wir in der extrem trockenen Wüstenluft genug zu uns nahmen, wir wurden zum Essen eingeladen und mit vielen guten Tipps, wie Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder Guides für die Führung zu den Pyramiden, u.a. ausgestattet.

Neben dem akademischen Austausch konnte ich in das reiche kulturelle Angebot der Stadt und Umgebung eintauchen. Die Pyramiden, die noch viel größer sind, als man erwartet, die Wüstenatmosphäre, das gerade neu eröffnete große National Museum haben mich sehr begeistert. Bei allem Trubel und Verkehr habe ich mich in Kairo sehr sicher und wohl gefühlt.

Auslandsaufenthalt in China

Peking Universität, China – September 2024

Ich habe über das Erasmus+ weltweit Programm für Verwaltungsangestellte ein Job Shadowing an der Peking Universität, kurz Beida, gemacht. Mein Kontakt vom ICQM (International Center for Quantum Materials) an der Beida war so freundlich mich einzuladen.


Das Abenteuer beginnt schon vor der eigentlichen Reise. Bei der Visumsbeantragung, der Rücksprache mit diversen Kontakten an der FUB und im Gastgeberland, lerne ich, die Situation der von mir betreuten Gastwissenschaftler aus dem Ausland nachzuvollziehen.
Ich kann China als Land voller spannender Eindrücke nur empfehlen. Peking hat neben den vielen Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Höhepunkten auch eine hohe Anzahl an Universitäten zu bieten (54). Die Beida gehört zu den renommiertesten Universitäten der Volksrepublik China. Sie liegt im Nordwesten von Peking, im Stadtbezirk Haidian, in der Nähe des Alten Sommerpalastes und hat einen beeindruckenden Campus. Die Tour des Campus war toll und der Austausch mit den Angestellten und Wissenschaftlern herzlich und offen. Ebenso spannend war der Besuch der Beihang University (ehemals Beijing University of Aeronautics and Astronautics), die ebenso im Haidian-Bezirk liegt. Neben einer Führung des Campus, der Verwaltung und der Labore der School of Integrated Circuit Science and Engineering, gab es auch eine Besichtigung des „Beijing Air and Space Museum“, welches zur Uni gehört. Abends kann man die Tage in Haidan gut im „Center of the Universe“ ausklingen lassen. So nennen die Pekinger die Kreuzung Wudaokou, welche zwischen diversen Universitäten liegt und eine hohe Anzahl an Bars und Restaurants aufweist. An die spannende Erasmus+-Woche in Peking, hatte ich zwei weitere Wochen Urlaub angeknüpft und nach Peking auch Nanjing und Qingdao besucht.