Lehre und Wissenschaft 2.0

IdeenBar zu Social Media, Web 2.0 & digitalen Medien in der Hochschule

Camtasia in der Praxis

Monatsspecial “Camtasia” (Teil 2/3)

Dieser Beitrag wurde in Kollaboration mit Tobias Kilgus geschrieben.

Mit Camtasia Inhalte audio-visuell präsentieren und erläutern

Mit Camtasia audio-visuelle Tutorials oder Lerneinheiten als Video bereitzustellen, kann im Kontext von Lehre und Wissenschaft hilfreich sein, um Inhalte besser zu vermitteln und Wissen zu veranschaulichen. Zu den Vorteilen von Screencasts, welche die Aktivitäten auf dem gesamten Bildschirm oder eines Teilbereichs aufzeichnen, zählen unter anderem, dass einzelne Schritte mit Bildern sehr exakt visualisiert, Prozesse sehr genau beobachtet und Kommentare für zusätzliche Erläuterungen eingesetzt werden können. Die Möglichkeit Screencasts wiederholt zu nutzen, kann zum selbstbestimmten Lernen im eigenen Takt und zur Vorbereitung oder zur Nachbereitung einer Veranstaltung eingesetzt werden. Screencasts können vor allem bei Flipped Class-Szenarien als Lernmaterialen fungieren, mit denen Studierende sich zu Hause vorbereiten.

Lehrende und Wissenschaftler/innen nutzen Camtasia vor allem, um Präsentationen als Screencast aufzuzeichnen, mit Ton und anderen multimedialen Materialien anzureichern sowie Abläufe im Webbrowser zu zeigen.

Einsatzszenarien

  • Präsentationen aufzeichnen
    Mit Camtasia können Sie Folien mit und ohne Audio aufzeichnen und z. B. mit dem Stiftwerkzeug besonders wichtige Inhalte markieren oder durch Heranzoomen vergrößert darstellen, um den Fokus auf diese Inhalte zu lenken.
  • Veranstaltungen aufzeichnen
    Wenn Sie einen Vortrag halten und dabei z. B. eine PowerPoint-Präsentation nutzen, können Sie diese zusammen mit Ihrem Sprechtext während des Vortrags aufzeichnen und für den späteren Abruf bzw. zur Nachbereitung einer Veranstaltung als Screencast aufzeichnen. Hierfür ist neben Camtasia das entsprechende Add-In bei PowerPoint zu installieren und zu aktivieren.
  • Lehrvideos / Videolectures erstellen
    Sie können mit Camtasia z. B. Ihre Seminar- und Vorlesungsinhalte oder Vorträge am eigenen Rechner aufzeichnen, mit Mediendateien anreichern und diese als Lehrvideo / Videolecture in einem Blackboard-Kurs, einem Blog oder einem Wiki für Ihre Studierenden zum Abruf bereitstellen. Beispielsweise zur motivierenden, alternativen Einführung in ein Thema oder zur Erläuterung abstrakter Inhalte, die durch visuelle Elemente und Kommentare besser erklärt werden können.
  • Online-Tutorials kreieren
    Videogestützte Anleitungen helfen Prozesse, Vorgehensweisen und Handlungen im Ablauf oder komplexe Vorgänge im Detail darzustellen. Beispielsweise lassen sich so die Bedienung von Geräten, Anmeldeverfahren oder Versuche visuell darstellen und kommentieren und ermöglichen eine Vermittlung und Anleitung – auch wenn keine Zeit für den direkten Prozessdurchlauf oder den realen Versuchsaufbau besteht.
  • Programm- oder Websitebedienung aufzeichnen
    Die zunehmende Technologisierung und Digitalisierung führt dazu, dass Studierende im Studium immer öfter Programme oder Webanwendungen nutzen. Mit Camtasia lassen sich Screencasts erstellen, um die Bedienungsweise dieser Programme und Webapplikationen zu zeigen und Hilfestellungen zur Nutzung in Form von Audio-Kommentaren einzubinden.

 

Tutorials erstellen mit Camtasia 

Beispiel 1: Aufzeichnung einer Web-Anwendung

Mit Camtasia lassen sich Screencasts erstellen, bei denen die Abläufe im Webbrowser aufgezeichnet werden, wie das Video-Tutorial „Anmelden und Suchen“ zeigt, bei dem das Vorgehen bei der Anmeldung und grundlegende Navigations- und Recherchefunktionen im Online-Archiv „Zwangsarbeit 1939 – 1945“ vorgeführt und erläutert werden.

Neben der Bildschirmaufzeichnung mit dem Titel des Videos und Audiokommentaren erfolgen

  • die Aufnahme der Bewegung des Mauszeigers über das Menü oder der Eingabezeilen auf der Website,
  • das Heranzoomen bzw. Hervorheben des Menüs,
  • die farbliche und / oder animierte Markierung zentraler Punkte und Begriffe,
  • die Anreicherung mit Audio für Tipp-Geräusche, Maus-Klicks oder Originaltöne.

Den ganzen Beitrag lesen »

COER16

Open Educational Resources, kurz OER, sind keine neue Erfindung, doch wer sich jetzt profunder damit beschäftigen möchte, kann dies in dem entgeltfreien Online-Kurs, der heute startet.

Der Kurs zu Open Educational Resources dauert 6 Wochen und richtet sich an alle,

  • die daran interessiert sind, OER zum Lernen oder Lehren zu nutzen,
  • die daran interessiert sind, eigene Materialien anderen als OER zur Verfügung zu stellen,
  • die sich einen Überblick über das Thema OER verschaffen sowie bestehende Initiativen und Projekte kennenlernen möchten,
  • die Erfahrungen im Bereich OER haben und Lust haben, diese vertiefend zu diskutieren.

Mehr Info zum Kurs und zur Anmeldung gibt es auf der Website.

Camtasia im Überblick

Monatsspecial “Camtasia” (Teil 1/3)

Wissen mit Camtasia veranschaulichen

Wissen mit Videos modern vermitteln und Betrachter/innen aktiv einbinden

Kommunikationsprozesse und Handlungsabfolgen via Video vermitteln, nicht nur in Form von Text, ist in Lehre und Wissenschaft oft hilfreich. Videoaufnahmen von Expertengesprächen analysieren, für Labortätigkeiten die richtige Bedienung eines Gerätes im Video demonstrieren oder bei Online-Tools mit einem Video-Tutorial die Anwendung veranschaulichen, sind nur einige Beispiele, bei denen Camtasia sinnvoll zur Aufbereitung von Inhalten als digitales Lernmaterial im Video-Format eingesetzt werden kann.

Camtasia Camtasia-Beispiel

Camtasia Studio ist eine Software zur Aufzeichnung des Bildschirms mit allen dort ablaufenden Aktivitäten als Screencast bzw. Screen-Video. Diese Screencasts oder bereits vorhandene digitale Videos können mit Camtasia Studio editiert werden, um Bilder einzufügen, Intros und Outros zu erstellen oder Quizfragen zu integrieren, um die Betrachter aktiv einzubeziehen. Ein Beispiel für den Einsatz von Camtasia ist die Erstellung von Tutorials – wie hier an einem Beispiel gezeigt, das für das Interview-Archiv „Zwangsarbeit 1939 – 1945. Erinnerungen und Geschichte“ erstellt worden ist. Weitere Beispiele für Tutorials finden Sie auf der Website.

Keyfeatures & Potentiale

Mit Camtasia Studio können Sie Videos am eigenen Rechner aufnehmen, bearbeiten und produzieren. Das fertige Video lässt sich in verschiedenen Ausgabeformaten online zur Verfügung stellen. Camtasia wird eingesetzt, um

  • Bildschirm-Aktivitäten als Screencast / Screenvideo aufzuzeichnen,
  • Audio und gesprochene Kommentare einzubinden und/oder
  • Medien wie PowerPoint-Präsentationen oder PDFs sowie
  • Musik, Fotos und andere Medienclips zur kreativen Gestaltung,
  • Text, Links und Übergänge einzufügen und mit
  • Inhaltsverzeichnis und Suchfunktion abzurunden.

Audio und Video lassen sich mit Camtasia parallel aufzeichnen. In der Nachbearbeitung kann das Hauptvideo geschnitten und um weitere Video-Schnipsel ergänzt werden, zu Beispiel um ein Intro einzubauen, die oder den Vortragende/n in einem kleineren Bild einzublenden und mehr. Ebenso lassen sich Audio-Kommentare nachträglich bearbeiten und einbinden. Der Videoeditor bei Camtasia bietet zudem eine Auswahl von Medienclips, animierten Hintergründen, Grafiken etc. an, die Nutzer/innen in ihre Screencasts einbinden können. Die fertigen Videos lassen sich ausgeben als: AVI, FLV, WMV, RM, MOV, SWF und MPEG.

Im zweiten Teil des Monatsspecials zu Camtasia werden wir auf Anwendungsmöglichkeiten von Camtasia in Lehre und Wissenschaft eingehen.

Online-Enzyklopädien: Starterhilfe

Monatsspecial „Online-Enzyklopädien“ (Teil 4/4)

Startseite_1418Im abschließenden Teil des Monatsspecials zu Online-Enzyklopädien erhalten Sie Informationen zu den Einsatzmöglichkeiten der internationalen Enzyklopädie zum Ersten Weltkrieg, 1914-1918-online.

Wir zeigen Ihnen wie Sie 1914-1918-online nutzen, sich bei der Erstellung von Inhalten einbringen und welche Beratungs- und Service-Angebote Sie nutzen können, um zum Beispiel eine eigene Online-Enzyklopädie oder ein Online-Handbuch zu erstellen.

Einsatz in Studium, Lehre und Wissenschaft

Informationen zur aktuellen historischen Forschung kombiniert mit den Vorteilen des Semantischen Web und einer modernen, nutzerfreundlichen Navigation bieten vielfältige Möglichkeiten, sich mit dem Ersten Weltkrieg aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beschäftigen und neue Verbindungen zwischen einzelnen Inhalten zu entdecken.

Die Online-Enzyklopädie zum Ersten Weltkrieg, 1914-1918-online, ist leicht über die Website aufzurufen. Die Enzyklopädie ist offen zugänglich und kann von allen Personen mit Rechner und Internet-Zugang kostenfrei genutzt werden. Mittlerweile ist es sogar möglich, dank eines statischen Snapshots von 1914-1918-online die Online-Enzyklopädie wie hier offline zu browsen.

Außerdem können Sie sich diese Offline-Version auf den eigenen Desktop herunterladen. Hierzu öffnen sie den folgenden Link und laden die Datei auf Ihren Rechner herunter: http://encyclopedia.1914-1918-online.net/snapshots/encyclopedia.1914-1918-online.net-snapshot-2016-04-13.tgz

Die statische Offline-Enzyklopädie wird täglich aktualisiert. Geplant ist, in einem der nächsten Schritte, eine Desktop-Version von 1914-1918-online zum Download anzubieten, die automatisch bei Internetzugang die Inhalte aktualisiert.

Inhalte finden über die Timeline

Eine erste leichte Möglichkeit zur Erschließung der Inhalte bietet die Zeitschiene respektive Timeline. Mit der Recherche nach Inhalten über Jahreszahlen in der Timeline finden Sie 190 eingetragene Events zum Ersten Weltkrieg. Jedes Event ist mit jeweils einem oder mehreren weiteren Artikeln verknüpft. Beispielsweise finden Sie sehr leicht die „Schlacht bei Tannenberg“ auf der Timeline, die Sie zu Artikeln wie „Battle of Tannenberg“ und „Eastern Front“ führt.

Probieren Sie es mal!

1914-1918online

Inhalte über die Timeline finden

Rufen Sie die Website mit der Timeline auf und dann

  • scrollen Sie bis zur graufarbigen Timeline,
  • klicken auf die Lupe zur Vergrößerung der Darstellung,
  • schieben die Timeline mit der Maus nach rechts zu der Jahreszahl „1914“ und klicken das Feld „Battle of Tannenberg“ an
  • Es erscheint ein Feld mit den relevanten Daten und verknüpften Artikeln

Den ganzen Beitrag lesen »

10.000 Euro für die besten Kommunikationsideen gewinnen!

Hochschulwettbewerb zum Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane

Der „Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane“ ruft Studierende, Promovierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen aller Fachbereiche dazu auf, sich mit Projektideen zur anschaulichen Kommunikation ihrer Arbeit zum Thema Meere und Ozeane an dem Wettbewerb zu beteiligen. Die Kommunikationskonzepte sollen die gesellschaftliche Bedeutung der Forschung für Bürgerinnen und Bürger auf interaktive Art und Weise verständlich machen, über Forschungsergebnisse zum Thema „Meere und Ozeane“ informieren und zeigen, was die Wissenschaft zum Entdecken, Nutzen und Schützen der Meere und Ozeane beiträgt.

Die besten Ideen werden mit 10.000 Euro für die Umsetzung gefördert.
Teilnahmeschluss ist der 31. Mai 2016
Infos zum Ablauf, den Teilnahmebedingungen und den Wettbewerbskriterien finden sich hier: www.hochschulwettbewerb.net

Online-Enzyklopädien in der Praxis II

Monatsspecial „Online-Enzyklopädien“ – Nächste Schritte

Das Projekt Open Encyclopedia System Startseite_1418

Im zweiten Teil dieses Monatsspecials haben wir Ihnen die Online-Enzyklopädie 1914-1918-online vorgestellt. Bei dieser Enzyklopädie zum Ersten Weltkrieg wurden bereits sehr weit entwickelte Verfahren und Werkzeuge implementiert, um ein weltweites Netzwerk von Historikern zu koordinieren und ein Online-Nachschlagewerk mit den höchsten wissenschaftlichen Standards und modernen Zugängen der Öffentlichkeit frei zur Verfügung zu stellen.

Wie die technologischen Entwicklungen stetig voranschreiten, steigen auch die technisch-konzeptionellen Anforderungen an Softwaresysteme, die der Umsetzung elektronischer Publikationen im Open Access dienen. Das Center für Digitale Systeme (CeDiS) hat deshalb gemeinsam mit dem Friedrich-Meinecke-Institut (FMI), dem Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) und der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) im März diesen Jahres ein neues Projekt angestoßen: Open Encyclopedia System, kurz OES. OES ist eine standardisierte Plattform zur Erstellung von Online-Enzyklopädien und zu deren Betrieb. Das Projektkonsortium wird bei diesem Projekt unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Ziele und Visionen bei Open Encyclopedia System

Das Ziel des Projektes besteht darin, technologische Weiterentwicklungen zu eruieren und zu induzieren sowie das bestehende System, das hinter einer Online-Enzyklopädie wie z. B. bei „1914-1918-online“ steht, mit zeitgemäßen neuen Möglichkeiten und Verfahren zu optimieren.

Schwerpunkt des funktionalen Ausbaus ist die Entwicklung von einer reinen Publikationsumgebung hin zu einer interaktiven Arbeits- und Publikationsumgebung. Dabei werden modellhaft insbesondere Funktionalitäten für die kollaborative Bearbeitung und Pflege elektronischer Publikationen und für Formen des Community Engagements sowie verschiedene Verfahren der Qualitätssicherung erprobt und entwickelt.

Die Online-Enzyklopädie 1914-1918-online bildet aufgrund des großen Umfangs und der inhaltlichen Vielfältigkeit sowie des breiten Spektrums an Projektbeteiligten einen optimalen Anwendungsfall, um einige der neuen interaktiven Funktionalitäten einzusetzen und auf ihre Eignung zu testen. Das erste Projekt, das mit dem neuen OES umgesetzt wird, ist 1914-1918-online, bei dem die bestehenden Inhalte mit den neu entwickelten Verfahren und Werkzeugen in das neue System OES migriert werden. In einem weiteren Projekt wird mit OES eine CeMoG-Enzyklopädie über den deutsch-griechischen Wissens- und Kulturtransfer erstellt.

Neben dem  funktionalen Ausbau und der Entwicklung einer interaktiven Arbeits- und Publikationsumgebung besteht ein weiteres Ziel des Projektes in der Entwicklung einer standardisierten Open-Source-Plattform. Diese soll vorrangig für die Erstellung und den Betrieb von geistes- und sozialwissenschaftlichen Online-Enzyklopädien erstellt werden. Online-Nachschlagewerke, die auf Basis von OES umgesetzt werden, sollen im Open Access verfügbar gemacht und können von der Bayerischen Staatsbibliothek langzeitarchiviert werden.

Den ganzen Beitrag lesen »

Auftaktveranstaltung zum Themenspecial „LMS“

Was leisten LMS zur Unterstützung von E-Learning an Hochschulen? ist die Frage mit dem e-teaching.org in das Themenspecial „Lernmanagement-Systeme“, kurz LMS, startet. Inhaltlich geht es bei diesem Thema nicht nur um technische Funktionen und Nutzerzahlen, sondern vor allem um die Rolle und heutige Bedeutung von LMS für die konkrete Umsetzung von E-Learning in der Hochschulbildung.

Das Online-Event findet heute, am 25. April, um 14 Uhr, statt.  Zu den Gästen zählen Dr. Klaus Wannemacher, Organisationsberater bei dem HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V., und Holger Hansen, Leiter der Stabsstelle eLearning der Ruhr-Universität Bochum.

Mehr Informationen zu der Veranstaltung und den Link zum Online-Event finden Sie auf der Website.

 

Lesetipp: „Wie die Digitalisierung die Unis verändert“

Der Einsatz von E-Learning Plattformen wie Blackboard, Social Media Tools wie Wikis und Blogs oder Webmeetings mit Audio und Video zeigen, dass die Digitalisierung in der Hochschule angekommen ist. Studierende können über die Lernplattform Skripte abrufen, in Foren diskutieren, sich online zur Gruppenarbeit zusammenschliessen, in Wikis eigene wissenschaftliche Ausarbeitungen publizieren und mehr. Digitalisierung ist jedoch nicht nur eine Möglichkeit um die Lehre zu verändern, sondern auch ein Kritierium zur Unterscheidung bei Hochschulen: „Digitalisierung ist ein Wettbewerbsmerkmal. Wir gewinnen und halten Wissenschaftler über dieses Thema, sagt Torsten Eymann, Vizepräsident der Uni Bayreuth, mit dem Spezialgebiet Digitalisierung.“ Lesen Sie den ganzen Beitrag hier:

► N24: Wie die Digitalisierung die Unis verändert

Online-Enzyklopädien in der Praxis I

Monatsspecial „Online-Enzyklopädien“ – Ein Praxisbeispiel (Teil 2/4)

Die globale Online-Enzyklopädie zu einem Globalen Krieg: 1914-1918-online

1914-1918-online ist eine Online-Enzyklopädie, in der derzeit bereits über 650 Expert/innen wissenschaftliche Artikel zum Ersten Weltkrieg in einem multi-perspektivischen Nachschlagewerk frei zugänglich machen

Startseite_1418In dem ersten Teil dieses Monatsspecials wurde ein Überblick zu aktuellen Entwicklungen zum digitalen Lehren und Forschen mit Hilfe von Online-Enzyklopädien gegeben. In dem zweiten Teil stellen wir Ihnen die Besonderheiten der Open Access Online-Enzyklopädie
1914-1918-online. International Encyclopedia of the First World War“ vor.

Die Online-Enzyklopädie 1914-1918-online ermöglicht

  • den offenen Zugang zu multiperspektivischem Fachwissen,
  • eine globale Perspektive zum Ersten Weltkrieg,
  • den regionalspezifischen Einstieg,
  • den Zugriff über verschiedene Themen des Ersten Weltkriegs,
  • das leichte Auffinden von Inhalten durch innovative Such- und Navigationsmöglichkeiten.

Globales Wissen zum Ersten Weltkrieg an einem Ort

Zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs ist mit 1914-1918-online, ein digitales wissenschaftliches Nachschlagewerk in englischer Sprache veröffentlicht worden. Die Inhalte haben renommierte Wissenschaftler weltweit erstellt. 1914-1918-online ist als Open Access-Enzyklopädie konzipiert, um für alle den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur und anderen Materialien wie beispielsweise Bild- oder Kartenmaterial zu ermöglichen.

Seit der offiziellen Freischaltung im Oktober 2014 wurden insgesamt über 9000 Druckseiten unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-NC-ND 3.0) öffentlich zur Verfügung gestellt. In Printform würde dies einem 19-bändigen Werk mit durchschnittlich 500 Seiten pro Band entsprechen!

Nutzer/innen können sich die Inhalte über unterschiedliche Einstiege wie Timeline, Themes oder Regions erschließen. Zudem können die Inhalte nicht nur über das Portal genutzt werden, sondern ebenso als PDF auf den eigenen Rechner heruntergeladen oder in gängigen Formaten eBook-Reader sowie direkt ausgedruckt werden.

Mit der Erstellung dieser Enzyklopädie hat sich ein internationales Netzwerk entwickelt mit über 1000 Projektbeteiligten aus über 50 Ländern. Es stellt das derzeit größte und am weitesten verbreitete Forschungsnetzwerk zum Ersten Weltkrieg dar.

1914-1918-online verdeutlicht, dass es sowohl in Bezug auf Konzeption, Technologie, Inhalte und Wissenschaftlichkeit eine gute Möglichkeit zur Erstellung von Online-Enzyklopädien gibt, die über bisherige Vorhaben weit hinausgeht. „1914-1918 online“ wird deshalb als Modell genutzt, um weitere Ideen zur Erstellung und Publikation in Form von Online-Nachschlagewerken oder auch Online-Handbüchern etc. in die Realität umzusetzen.

Den ganzen Beitrag lesen »

Lernen mit digitalen Medien aus Studierendenperspektive

Online-Podium – heute um 16 Uhr – via Adobe Connect

Dr. Malte Persike stellt Ergebnisse der Studie „Lernen mit digitalen Medien aus Studierendenperspektive“ heute bei einem von e-teaching.org und dem Hochschulforum Digitalisierung gemeinsam organisierten Online-Podium vor. Welche Impulse aus dieser Studie für die Lehre gewonnen werden können, diskutieren Prof. Bernhard Hirt von der Universität Tübingen, Prof. Loviscach von der Fachhochschule Bielefeld und eine Studentin, Medya Durak, von der Universität Marburg. Mehr Informationen gibt es hier und hier.

Der Link zum Veranstaltungsraum wird ca. 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung hier veröffentlicht.

Zur Studie: Lernen mit digitalen Medien aus Studierendenperspektive