Lehre und Wissenschaft 2.0

IdeenBar zu Social Media, Web 2.0 & digitalen Medien in der Hochschule

PowToon in der Praxis

Monatsspecial “PowToon” (Teil 2/3)

Statt vieler Worte, einfach zeigen!

Mit Animationen läßt sich zeigen, was sich mit Worten nicht so gut ausdrücken läßt. Zum Beispiel kann eine bestimmte Abfolge von Handlungen dargestellt werden. Begleitet von verbalen Erläuterungen, kann dies als Tutorial genutzt werden, um nur ein Beispiel zu nennen, für das sich PowToon in der Lehre nutzen läßt. Modellhafte Einblicke in schwierige Prozesse zu geben oder wissenschaftliche Ergebnisse leicht verständlich darzustellen oder eine Einführung in eine Veranstaltung zu geben, sind weitere Möglichkeiten für den Einsatz von PowToon. Durch die leichte Anwendbarkeit des Tools sind die Barrieren zum Einstieg in die Nutzung von PowToon eher niedrig und die Möglichkeiten sich kreativ und gestalterisch auszudrücken vielfältig. Weshalb PowToon ebenso von Studierenden genutzt werden kann, um Inhalte aus einer Veranstaltung zusammenzufassen oder Vorgänge und Prozesse in eigenen Worten darzustellen und zu erklären.

Heterogenität und Flexibilität – Was kann E-Learning leisten?

Ein PowToon-Clip zum leichten Einstieg in einen CeDiS Workshop
von Branka Pavlovic und Athanasios Vassiliou.

Einsatzszenarien

PowToon läßt sich vielfältig nutzen, um zu präsentieren, zu dokumentieren, zu erklären, zu veranschaulichen, anzuleiten, zu animieren und zu motiveren. Beispielsweise

  • um Probleme leichter verständlich darzustellen,
  • um (abstrakte) Konzepte oder Begriffe zu erläutern,
  • zur Aufklärung,
  • als Erklärvideo,
  • als Lern- und Reflexionsmedium,
  • als Video-Tutorial für visuelle Schritt-für-Schritt-Demonstrationen oder Anleitungen und Hilfestellungen, anstelle schriftlicher Ausführungen,
  • um eine Vorlesung mit einer eingängigen einprägsamen Einführung zu starten,
  • Schüler/innen und Studierende zu animieren selber etwas zu kreiieren, beispielsweise
    • eine Zusammenfassung zu einem Thema zu erstellen,
    • sich vertiefend mit einem Thema zu beschäftigen und die Ergebnisse zu präsentieren,
    • Digital Storytelling zu üben mit einer Kombination aus Stimme, Sound, Bild und Text,
    • einen Video Clip ihre Ideen und ihre Arbeit mit einem größeren Publikum zu teilen
      und sich via Social Media zu vernetzen,
    • Vorgänge und Prozesse und mehr zu erläutern wie hier,
  • um Studierende über Technologie in asynchronen Lernumgebungen zu beteiligen,
  • um Projekte einzuführen oder Projektergebnisse darzustellen,
  • um den Einblick in schwierige Prozesse, modellhaft darzustellen,
  • um Infos in wenig Zeit zu „pitchen“,
  • um eine PowToon-Enzyklopädie zu einem Thema zu erstellen wie beispielsweise zur Konjugation von Handlungsverben, bei denen die Handlung visualisiert und die richtige Aussprache mündlich dazu gegeben wird.

In Teil 3 des Monatsspecials zu PowToon, der Starterhilfe, geben wir Ihnen Hilfestellungen zum leichten Start mit PowToon.

(II) Open Access – zeitgemäß gedacht!

Aufgeschnappt im Netz!

Wenn überregionale Zeitungen zur digitalen Wissenschaft und zum digitalen Publizieren berichten, dann sollte das nicht dazu führen, dass der Eindruck entsteht, nur „Buddies“ dürften ihre Meinung äußern. Deshalb ist es gut, dass es die Blogosphäre und Experten und Expertinnen gibt, die einen tieferen Einblick in das Thema geben u. a. mit dem Ziel gegen die Einseitigkeit einer Zeitungsberichterstattung vorzugehen und den Diskurs zu fördern. In Bezug auf den Open Access-Post von gestern, zeigen wir deshalb mit Verweis auf den Blogbeitrag von Ben Kaden eine andere Perspektive auf:

„Daher ist es vollkommen zulässig, wenn Roland Reuss, Uwe Jochum oder auch andere für ihre Sache streiten. Unzulässig wird ihr Streit, jedenfalls unter Bedingungen der Diskursethik, allerdings dann, wenn sie selbst kompromisslos und völlig überzogen mit Unterstellungen, vagen Behauptungen, falschen Tatsachen (Uwe Jochum behauptet ein „staatliches Publikationsmonopol“ und ignoriert das erstaunlich nicht-staatlich monopolisierte Gold-OA), mit Beleidigungen und der berühmten Opferkarte durch die Feuilletons marschieren und alles attackieren, was auch nur minimal von ihren Vorstellungen abweicht. Das bringt am Ende nur Unordnung und sonst nichts in die Debatte. Wo ein Zwang zu Open Access angedacht wird, muss man darauf hinweisen. Wissenschaftler, die gern Open Access publizieren, als „naive oder böswillige“ (regelmäßiger O-Ton Stroemfeld-Verlags-Twitter) Büttel einer höheren Macht (aktuelle Label, austauschbar: DFG, BMBF, BMJ, Google) zu attackieren, kehrt sich freilich in gesunden Debatten sofort gegen den Angreifer.“

Und wer sich tiefergehend informieren möchte, der mag hier oder hier nachlesen!

Ben Kaden: Open Access ist „ein Geschenk an Google und Konsorten“. Meint Uwe Jochum heute in der FAZ.

 

(I) Open Access als Kontrollsystem?

Aufgeschnappt im Netz!

Die Annahme, Open Access diene dazu Wissenschaft freier und demokratischer zu machen, ist nicht richtig, so Uwe Jochum. Vielmehr läuft „Open Access […] auf ein Kontrollsystem hinaus, das jeden Schritt von Wissenschaftlern überwacht“ formuliert Jochum von der Universität Konstanz, in seinem Beitrag „Digitale Wissenschaftskontrolle“ in der FAZ.

Ist das wirklich so? Oder übertreibt hier einer einfach nur?

Auf Twitter wurde der Beitrag nicht nur mit „Herzchen“ bedacht, sondern bekam auch Widerspruch in Form von Kommentaren in denen von „abstrus“ über „grauenhaft“ bis „falsch“ die Rede war. Außerdem wurde der Wunsch geäußert, ebenso eine andere Meinung in der FAZ zu Wort kommen zu lassen – gute Idee!

„Digitale Wissenschaftskontrolle“ von U. Jochum, FAZ.NET

 

JIM-Studie 2016

Lesetipp!

Die JIM-Studie – Jugend, Information und (Multi-) Media – wird seit 1998 im Jahresrhythmus von dem Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest herausgebracht und erhebt die Mediennutzung von Jugendlichen zwischen 12 – 19 Jahren. Die JIM-Studie 2016 findet sich hier:

mpfs: JIM-Studie 2016

PowToon für Lehre und Wissenschaft im Überblick

Monatsspecial “PowToon” (Teil 1/3)

Starker Auftritt für Ihre Ideen, News, Infos & mehr mit PowToon

Mit PowToon lenken Sie leichter die Aufmerksamkeit auf Neuigkeiten, Ideen und Wissen, weil Sie Inhalte attraktiv als animierte Präsentation und Video aufbereiten können wie in dem nachfolgenden Video Clip von PowToon dargestellt:

„How to create animated presentations.“ PowToon – The PowerPoint Alternative“ von PowToon, https://www.youtube.com/watch?v=XokhlijAAI0 ist unter einer Standard YouTube Lizenz veröffentlicht.

Mit PowToon lassen sich Texte, Bilder, Figuren, Animationen, Ton und mehr kreativ zusammenfügen. Diese Botschaften in Form vielgestaltiger, animierter Präsentationen und Videos bringen den Kern der Nachricht auf den Punkt. Mit PowToon können Sie Erklärvideos erstellen für Lehrzwecke im LMS Blackboard oder Videoclips für Werbezwecke im Blog, auf der Website oder in Sozialen Netzwerken.

PowToon

Powtoon ist eine Online-Animations-Software zum Erstellen von animierten Präsentationen und Kurzfilmen. Mit dem Webeditor lassen sich frei oder mit Hilfe von Vorlagen, Abbildungen und kleinen Animationen Informationen besser visuell darstellen und Geschichten erzählen. Die Ergebnisse lassen sich über ein CMS, Blog oder Wiki publizieren.

Potentiale & Keyfeatures

PowToon ist ein Online Tool zum Erstellen von Präsentationen, das zwei besonders wichtige Eigenschaften kombiniert: Es ist benutzerfreundlich und ergibt attraktive Resultate.

PowToon lässt sich direkt über den Browser verwenden. Bevor Sie anfangen Folien zu erstellen, wählen Sie einen der vielen enthaltenen Styles aus. Über sehr einfach zu nutzendes Interface läßt sich dann alles Wichtige zur Erstellung der Präsentation mit ‚einem Mausklick erledigen‘Beispielsweise unterschiedliche Elemente wie Bilder, Hintergründe, Übergänge, Markierungen sowie Texte einfügen und per Drag and Drop einfach an die gewünschte Stelle innerhalb der Präsentation verschieben.

Zur Nutzung des Tools ist eine Registrierung erforderlich, um Zugriff auf einen Test-Account zu erhalten. Über diesen Account lassen sich eigene PowToon-Projekte verwalten. Ist ein Projekt fertig gestellt, kann es als Präsentation oder als Video exportiert werden. Außerdem läßt es sich direkt auf YouTube hochladen oder als MP4 herunterladen (kostenpflichtig).

Zu den Vorteilen bei PowToon zählen vor allem die

  • die einfache Umsetzung von Texteffekten,
  • die leichte Einbindung von Bildern,
  • die vielfältigen Animationsmöglichkeiten und
  • die mühelose Bedienung.

Im 2. Teil des Monatsspecials berichten wir über Einsatzmöglichkeiten von PowToon in der Praxis.

Live Video auf Instagram

Instagram hat testweise das Roll-Out von Livestreams für Instagram-Stories gestartet und in ein paar Wochen, soll die Funktion auch in Deutschland verfügbar sein, berichtet t3n – digital pioneers. Vielleicht werden wir dann beispielsweise hier und da an der Freien Universität Berlin, wo Instagram bislang genutzt wird, um Fotos oder Videos zu posten oder Aktionen durchzuführen wie die „Initiative zum Bundestagswahlkampf“ mit neuen Szenarien zum Einsatz für Live-Videos überrascht!

t3n- digital pioneers: Nach Facebook Live: Instagram startet jetzt auch mit Live-Videos

Tagungsband zur GML² 2016 online

Lesetipp!

Der Einsatz digitaler Medien gehört an vielen deutschen Hochschulen bereits zum Alltag. Aktuelle E-Learning-Ansätze sehen die stärkere Aktivierung von Lernenden, die Unterstützung informeller und selbst organisierter Lernprozesse sowie die Förderung des kollaborativen und vernetzten Arbeitens als zentral an. In diesem Kontext werden auch die Chancen der Öffnung von Hochschulen diskutiert und damit verbunden offene Lernorte, offene Hochschulstrukturen, standortübergreifende Lehr-/Lernformate, hochschulübergreifende Kooperationen, lebenslanges Lernen etc.
Bei der GML² 2016 „Die offene Hochschule: Vernetztes Lehren und Lernen“ widmeten sich E-Learning-Expert/innen und -Praktiker/innen aus dem Hochschulbereich und dem Umfeld des E-Learning der Frage, wie digitale Medien – auch vor dem Hintergrund einer zunehmenden internationalen Vernetzung – zur Öffnung der
Hochschulen beitragen können und inwiefern standortübergreifende Lehrformate das Lernen verändern. Der Tagungsband zur GML² 2016 mit vierzig Beiträgen und Abstracts ist jetzt online verfügbar:

Grundfragen Multimedialen Lehrens und Lernens. Die offene Hochschule: Vernetztes Lehren und Lernen.

 

Welche „digitale Bildungsrevolution“ wollen wir?

Lesetipp!

Welche „digitale Bildungsrevolution“ wollen wir? ist ein Long Read von Lisa Rosa, in dem es um Bildung geht und wie diese gestaltet werden soll und vor allem darum, welche Art von Gesellschaft wir möchten.
Meiner persönlichen Ansicht nach, einer der spannensten Blogposts seit langem, die ich gelesen habe!

Lisa Rosa: Welche „digitale Bildungsrevolution“ wollen wir?
BZT036: G. Brombach & F. Schaumburg im Gespräch mit L. Rosa über die digitale Bildungsrevolution

 

Datenvisualisierung & US-Wahlen

Die Visualisierung von Inhalten und Daten lässt sich auf unterschiedliche Art realisieren wie bereits hier und hier vorgestellt. Interessante aktuelle Beispiele liefern jetzt die US-Wahlen bei denen nicht zuletzt Social Media kreativ eingesetzt werden, um aktuelle Prognosen oder die Stimmauszählung live zu verfolgen wie hier zu sehen ist:
Live-Überlick zu den Prognosen: Who will win the presidency?
Live-Überblick zur Stimmenauszählung: 2016 Election Results

Apropos digitale Analphabeten & Wohlstand der Nation

Lesetipp!

Deutsche Schüler sind digitale Analphabeten“ schreibt Daniel Eckert. Das deutsche Bildungssystem bereitet die Schüler und Schülerinnen nicht ausreichend auf die digitale Zukunft vor und damit ist der Wohlstand der Nation in Gefahr. Lesen Sie hier den ganzen Beitrag:

Daniel Eckert: Deutsche Schüler sind digitale Analphabeten