„Sogar ein Ort zum Beten“

1915 errichtete das Deutsche Kaiserreich südlich von Berlin ein Kriegsgefangenenlager speziell für muslimische Soldaten. Das sogenannte Halbmondlager war ein Ort voller Widersprüche: ein Ort religiöser Praxis, ein Ort wissenschaftlicher Forschung, ein Ort politischer Propaganda – und vor allem ein Ort, an dem tausende Menschen ihre Freiheit verloren.

Ein Podcast von Melike Akgül und Awesta Noori

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Ein Stück Berlin auf Arabisch

Im Herzen Berlins befindet sich der älteste islamische Friedhof Deutschlands, ein ruhiger Ort voller Geschichte. Die Grabsteine zeigen, dass die arabische Sprache seit über 160 Jahren zum kulturellen Gedächtnis der Stadt gehört. Doch was erzählen die arabischen Inschriften?

Von Oksana Trubnikova

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Internationale Diplomatie in der Hasenheide

Am 9. Dezember 1929 wendet sich der Justizrat Dr. Adam im Auftrag des türkischen Botschafters und der türkischen Regierung an das Bezirksamt Neukölln, um die nach dem Ersten Weltkrieg errichtete „Türkische Kriegsgräberstätte zu Berlin“ zu erweitern und dort ein Soldatendenkmal zu erbauen. Doch am 14. Januar 1930 lehnt das Bezirksamt Neukölln die Anfrage ab.

Von Darian Papke

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El Arabiya – Vereinigung Arabischer Studierender

Im Berlin der Zwischenkriegszeit begegneten sich an den Universitäten ägyptische, syrische, palästinensische und viele weitere arabische Studierende aus unterschiedlichen Kolonien und Mandatsgebieten. Ab 1923 organisierten sie sich gemeinsam in der El Arabiya, der ersten arabischen Studierendenvereinigung im Deutschen Reich.

Ein Gastbeitrag von Selma Hertz, Dekoloniale

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Palästina, Deutschland, Jerusalem – oder: Vom jüdischen al-Andalus

Wir schreiben das Jahr 1920. Auf der Konferenz von San Remo wird Großbritannien das Völkerbundmandat über Palästina zugesprochen und Sir Herbert Samuel zum dortigen High Commisioner ernannt. Ihm zu Ehren findet in Jerusalem ein Empfang statt, bei dem ein junger jüdischer Gelehrter aus Deutschland eine wegweisende Rede auf Hocharabisch hält.

Ein Gastbeitrag von Prof. Isabel Toral

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Musikalische Kosmopolis

Vom ersten arabischen Plattenlabel Baidaphon aus Berlin war hier bereits die Rede. Eine Reportage des Deutschlandfunks beleuchtet nun den Werdegang des Mitgründers Michel Baida und dessen jüdischer Ehefrau Hilde von Beirut nach Berlin über Paris und Kairo nach Beirut.

Ein Radiofeature von Anna-Theresa Bachmann und Hannah El-Hitami

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Tagesspiegelbeilage: „Nachlass wird zum lebendigen Austausch“

Musiker und Ärzte, Helden und Opportunisten, Berühmtheiten und Vergessene: Ein Blog von Studierenden des Instituts für Arabistik sammelt die Ergebnisse ihrer Spurensuche arabisch-deutscher Geschichte

Von Pepe Egger

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Ein gescheiterter Knotenpunkt zwischen den Kulturen

Seinen Zeitgenossen galt er zu Lebzeiten als „Kuriosum“, als „ein Dichter, nur kein deutscher“, einer, in dem sich „arabisches und deutsches Blut, morgen- und abendländische Kultur“ mischen. Ein „Vermittler zwischen Abend- und Morgenland“, insgesamt jedoch eine „seltsame Erscheinung“: Der arabisch-deutsche Dichter Asis Domet (1890-1943).

Von Sina Al-Khatib

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Geisterstimmen im Archiv

Am 16. Juli 2024 präsentierte Prof. Taoufik Ben Amor aus New York seine Forschungen im Berliner Lautarchiv. In dem Archiv sind während des Ersten Weltkriegs ethnolinguistische Aufnahmen von Kriegsgefangenen aus dem Lager in Wünsdorf bei Berlin gesammelt worden. Über die Bedeutung dieser Aufnahmen für die Forschung damals und heute sowie ihre Rolle im kolonialen Denken und Streben ihrer Zeit reflektierte Taoufik Ben Amor in seinem Vortrag, den wir hier in voller Länge zur Verfügung stellen.

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