Wikis: Gemeinsam kommentierte Literaturlisten erstellen #1

Gemeinsam kommertierte Literaturlisten erstellen #1

Wikis sind sehr vielfältig in der Lehre einsetzbar. Zum Beispiel können Studierende kollaborativ eine Literaturliste erstellen und diskutieren.

Studierende und Lehrende können gemeinsam in einem Wiki interessante Fachliteratur und relevante Web-Links zu einem Seminar- oder Vorlesungsthema zusammentragen. Die angegebenen Links oder Literaturhinweise können mit einem kurzen Kommentar versehen werden und somit weiterführende Anmerkungen schon vor dem Auseinandersetzen mit dem Text vermitteln.

Warum in einem Wiki? Mehrwert des Medieneinsatzes

  • Transparenz: Alle Materialien sind rund um die Uhr für alle Beteiligten verfügbar.
  • Schnelle und leichte Aktualisierung: Ergänzungen sind jederzeit möglich.
  • Wiederverwendbarkeit: Die erstellen Literaturlisten können in zukünftigen Veranstaltungen ergänzt oder als Nachschlagewerk eingesetzt werden.
  • Vollständiger/Umfangreicher durch Kollaboration: Die Gruppen können gemeinsam mehr Referenzen als einzelne Personen bearbeiten. Alle profitieren davon.
  • Leichte Verlinkung auf Fachliteratur aus dem Bibliothekskatalog oder aus offenen Repositoria: Studierende können direkt aus dem Wiki auf die Volltextversionen zuzugreifen.

Schritte zur Umsetzung

  1. Wiki beantragen: FU-Lehrende und MitarbeiterInnen können im universitätsweiten System jederzeit ein eigenes Wiki beantragen. Dazu muss nur ein kurzes Online-Formular ausgefüllt werden.
  2. NutzerInnen hinzufügen: Die mitwirkenden Studierenden sollen Lese- und Schreibrechte auf das Wiki erhalten. Detaillierte Anleitungen dazu finden Sie auf den Wiki-Dokumentationsseiten „Benutzermanagement und Rechtesystem“
  3. Ziele, Methoden und Sozialform bestimmen: Wie lautet das Lernziel? Was sollen die Studierenden im Wiki schreiben? Sollen sie einzeln, in Paaren oder in Gruppen arbeiten?
  4. Arbeitsaufträge für die Studierende schreiben: Bevor das Wiki-Projekt in die Umsetzungsphase geht, sollten alle Aufgabenstellungen und Anleitungen für die Studierenden erstellt worden sein. Diese kann man direkt im Wiki auf der Haupt-Willkommensseite veröffentlichen oder auf einer dafür erstellten Seite „Über dieses Wiki“. Es empfiehlt sich, einen exemplarischen Beitrag vorzubereiten und zur Verfügung zu stellen. Dieser Beispielbeitrag hat die Funktion, den Studierenden die Anforderungen zu erläuternn und damit die Beteiligungsbereitschaft zu erhöhen.
  5. Betreuung und Rückmeldung einplanen: Dieser Punkt betrifft die Rolle des Lehrenden im Wiki. Will er/sie die Beiträge kommentieren und z.B. Verbesserungsvorschläge auf den Wiki-Seiten schreiben? Ist die Korrektur oder Qualitätskontrolle seitens der Lehrenden/TutorInnen gewünscht? Sind Peer-Review-Phasen eingeplant?
  6. Zeitplan erstellen: Es ist möglich, differenzierte Arbeitsphasen mit unterschiedlichen Zielen festzulegen (z.B. Ideen produzieren, Text erstellen, Text korrigieren, Aufbau und Struktur verbessern). Welche Arbeitsphasen soll es geben?
  7. Verzahnung mit dem Präsenzunterricht planen: Zu einem erfolgreichen Wiki-Projekt gehört es dazu, diesen und die verschiedenen Arbeitsschritte sowie die Zwischenergebnisse im Präsenzunterricht zu besprechen.

Exemplarischer Arbeitsplan und Verzahnung von Präsenz und Online-Phasen

 Präsenz          Online im Wiki
1.Woche Wiki-Projekt präsentieren und besprechen. Einführung in die Wiki-Arbeit. Studierende recherchieren relevante Publikationen und listen sie im Wiki auf.
2. Woche Entstandene Literaturliste besprechen und nächste Schritte vereinbaren. Studierende vereinheitlichen das Format der Einträge und fügen ggf. weitere Ergänzungen aus der Diskussion im Seminar hinzu.
3. Woche Besprechung der Ergebnisse der Wiki-Einträge der letzten Woche und des nächsten Arbeitsauftrags. Jede/r TeilnehmerIn wählt eine Publikation aus der Liste aus und erstellt eine kurze Zusammenfassung.
4. Woche Gelegenheit für Fragen zur Arbeit im Wiki. Zeit, die Arbeitsaufträge der 3. Woche fertig zu stellen (Zusammenfassung einer Publikation).
5. Woche Präsentation und Auswertung der Ergebnisse und Besprechung des nächsten Arbeitsauftrags. Die TeilnehmerInnen haben Zeit, die Beiträge der KommilitonInnen zu lesen und Gemeinsamkeiten zu suchen. Sie ergänzen die eigenen Einträge und verlinken auf die Einträge anderer KommilitonInnen, die Gemeinsamkeiten mit dem eigenen Eintrag aufweisen (Terminologie, theoretischer Hintergrund, Thesen, usw.). Diesen Prozess kann man technisch unterstützen mit den neuen Inline Comments oder der Kommentarfunktion.
6. Woche Gelegenheit für Fragen zur Arbeit im Wiki. Zeit, die Arbeitsaufträge der 5. Woche fertig zu stellen (Gemeinsamkeiten suchen).
7. Woche Präsentation und Auswertung der Ergebnisse. Freiwillige Korrekturen und/oder Ergänzungen.
8. Woche Evaluation des Wiki- Einsatzes. Umfrage im Wiki beantworten. Lehrende können z.B. die Umfrage mit dem Umfrage-Makro gestalten.

 

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