Maria Tassinari, Université Lumière Lyon 2 – März 2025

Die Staff week „Intercompréhension en langues romanes“ wurde von der Université Lumière Lyon 2, Frankreich organisiert. Das Thema interessierte mich, weil ich in meiner Arbeit als Leiterin des Selbstlernzentrum oft Studierende begleite, die mehrere romanischen Sprachen lernen.
Die Arbeit fing einige Wochen vor dem Aufenthalt in Lyon an: über einen Moodle-Kurs sollten wir uns gegenseitig vorstellen, etwas über unsere Arbeit erzählen sowie die Beiträge der anderen kommentieren. Grundregel bei der Interkomprehension ist: jede*r benutzt die eigene Muttersprache bzw. die Sprache, die er/sie am besten beherrscht. An der Staff week haben ca. 30 Personen mit jeweils sechs verschiedenen Muttersprachen: Französisch, Katalanisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Rumänisch. Schon beim Moodle-Austausch war es aufregend, die Ähnlichkeiten und die Unterschiede unter den Sprachen zu beobachten.
Im Moodle konnten wir auch uns mit Prinzipien der Interkomprehension vertraut machen. Als wir in Lyon am ersten Tag angefangen haben, hatte ich das Gefühl, einige der Teilnehmenden ein wenig zu kennen. Vom ersten Tag an haben wir die Vormittage im Unterricht verbracht und verschiedene Aufgaben bearbeitet: Texte gelesen und entziffert, Eigenschaften der Sprachen verglichen, Strategien erarbeitet, um Texte in uns wenig bekannten Sprachen zu verstehen. Vor allem haben wir aber viel miteinander gesprochen, so dass wir im Laufe der Woche uns tatsächlich viel besser verstanden haben. Es wurden Themen behandelt, die wir im Vorfeld vorgeschlagen hatten: Mehrsprachigkeit, Sprachpolitik in Europa, Idiomatische Redewendungen in den verschiedenen Sprachen, kulturelle Besonderheiten.
Auch das Nachmittagsprogramm war mehrsprachig: eine Staatsführung auf Katalanisch, ein mehrsprachiges Spiel, Vorstellung der Universität auf Französisch, Gespräche mit Kolleg*innen aus der Wissenschaft und aus der Administration.
Ich fand de Woche intensiv und bereichernd.








