„Er hat einen Ball in der Hand, wirft ihn einem Kind zu und stellt ihm dabei eine Aufgabe …“

Ein Beitrag von Julia Richter

Im Rahmen meines Beobachtungspraktikums in einer Grundschule habe ich im Mathematikunterricht in einer 5. Klasse hospitiert. Zu Beginn der Stunde hat sich der Lehrer (im Weiteren Herr X.) aufrecht vor die Klasse gestellt und diese begrüßt. Die Schülerinnen und Schüler (SuS) standen dabei zu Stundenbeginn hinter ihren herangeschobenen Stühlen. Im Anschluss kündigte Herr X an, das Spiel zu spielen, was immer zu Stundenbeginn gespielt wird.
Er hat einen Ball in der Hand, wirft ihn einem Kind zu und stellt ihm dabei eine Aufgabe zum 1 mal 1. Wenn das Kind die Aufgabe richtig löst, darf es sich hinsetzen. Das Spiel begann und es klappte sehr gut bis ein Junge die Aufgabe, die ihm gestellt wurde, nicht direkt beantworten konnte. Herr X gab ihm eine Hilfestellung und als der Junge das Ergebnis immer noch nicht wusste, sagte Herr X er solle noch stehen bleiben und über die Aufgabe nachdenken. Als er ihn nach ein paar anderen SuS noch einmal rannahm, wusste der Schüler das Ergebnis und durfte sich auch setzen. Das Spiel hat circa fünf Minuten gedauert, die SuS waren nach dem Spiel sehr leise und aufmerksam.

Meine Einsichten

Meiner Meinung nach hat Her X eine super Möglichkeit gefunden, die Kinder auf den folgenden Unterricht vorzubereiten. Die SuS kommen aus der Pause und sind oft noch nicht mit den Gedanken beim Unterricht. Außerdem ist dieses Anfangsspiel eine gute Übung und der Lehrer ist liebevoll damit umgegangen, als der Schüler die Antwort nicht wusste. Ich habe den SuS außerdem angemerkt, dass sie sich über das Spiel gefreut haben und schon vor dem Spiel wussten, was auf sie zukommt. Die SuS verbinden den Mathematikunterricht so mit einem Spiel am Anfang, freuen sich auf den Unterricht und dies könnte die Motivation unheimlich steigern. Herr X kann außerdem bei dem Spiel die Aufgaben dem Leistungsniveau der SuS anpassen weshalb hier alle SuS, egal ob leistungsstark oder leistungsschwach, Erfolgserlebnisse haben können.

Meine Anschlussfrage

  • Wie könnte so ein Spiel am Anfang eines anderen Unterrichts aussehen?

29 Gedanken zu „„Er hat einen Ball in der Hand, wirft ihn einem Kind zu und stellt ihm dabei eine Aufgabe …““

  1. Liebe Julia,

    ich finde es gut, dass der Lehrer die Stunde mit einem Spiel beginnt. So werden die Schüler auf spielerische Weise auf den kommenden Unterricht vorbereitet und an das Thema herangeführt. Durch den spaßigen Einstieg in die Stunde wird die Motivation der Kinder angeregt und der Unterricht wirkt nicht so trocken. Die SchülerInnen stehen dem Unterricht nicht lustlos gegenüber, sondern freuen sich darauf. Außerdem finde ich es gut, dass der Lehrer den Schülern, wenn sie eine Antwort nicht wissen, Zeit gibt, über die Aufgabe nachzudenken und denjenigen nicht vor seinen Mitschülern bloßstellt.

    Liebe Grüße

    Annina

  2. Liebe Julia,

    danke für diesen interessanten Beitrag. Ich kann dir nur zustimmen, dass ich finde, dass die Lehrkraft mit dem Spiel eine gute Möglichkeit gefunden hat, die Konzentration der Schüler von der Pause wieder auf den Unterricht zu lenken. Besonders gut finde ich, dass der Lehrer dem Schüler, der die Antwort nicht wusste, nicht einfach die Lösung gesagt hat oder jemand anderes drangenommen hat, der dann die Aufgabe gelöst hätte. Dadurch konnte der Schüler nochmal in Ruhe nachdenken und seine Konzentration auf das Lösen der Aufgabe zu lenken. Dass er die Aufgabe dann auch im Anschluss lösen konnte, zeigt, dass der Lehrer sein Ziel, nämlich die Konzentration der Schüler wieder auf den Unterricht zu lenken, erreicht hat. Außerdem ist es gerade bei Kindern wichtig, das Lernen auch spielerisch zu verknüpfen. Dadurch wird die Motivation gesteigert und die Kinder haben einen flüssigen Übergang von der Pause in die Unterrichtsstunde.

    Liebe Grüße,
    Rosa

  3. Liebe Julia,

    ich finde es super, dass die LK spielerisch den Unterricht beginnt, denn dadurch werden die SuS meiner Meinung nach in einer Art und Weise auch aufgeweckt, da sie sich direkt zu Beginn beteiligen und nicht nur körperlich anwesend sein müssen.
    Mir kam beim Lesen ein kurzer Gedanke: Was ist, wenn ein Schüler oder eine Schülerin aber sehr große Angst davor hat, vor der Klasse zu reden bzw. eine Aufgabe zu lösen, eventuell sogar falsch und sich durch solch ein Spiel nicht auf den Matheunterricht freut, sondern jedes Mal aufs Neue Angst davor hat. Auch, wenn die LK die Situation mit Milo hier sehr gut gelöst hat, kann das ja eventuell nicht immer so ablaufen?! 🙂

    Liebe Grüße

  4. Liebe Julia,

    was du da beobachten konntest ist sehr interessant. Oftmals ist es ja üblich, dass die Schulklingel läutet und der Unterricht anfängt. Ich finde es toll, dass sich eine Lehrkraft mal gedanken darüber gemacht hat, wieso Schüler/innen nach den Pausen noch so unruhig während der ersten 5 Minuten des Unterrichts sind. Diese spielerische Art und Weise die Kinder von der Pause in den Unterricht zu führen finde ich toll und ist auf jeden fall übernehmenswert. Danke das du diese Erfahrung mit uns geteilt hast.

    Liebe Grüße
    Alina

  5. Liebe Julia,
    dein Beitrag zeigt sehr gut wie schön und sinnvoll man in den Unterricht einsteigen kann. Ich persönlich halte sehr viel von solch kleinen Einstiegsspielen im Unterricht. Vor allem Aufgaben, die eigentlich einfach sind, vergisst man schnell mal, wenn das Thema eine Zeit lang nicht thematisiert wurde. Durch so ein kleines Spiel wird das Thema immer wieder neu aufgefrischt und gelangt nicht so schnell aus dem Gedächtnis. Die Idee von Herr X, dem Kind noch Zeit zum überlegen zu lassen finde ich sehr gut. So ist es dem Kind nicht all zu peinlich, wenn es die Antwort nicht weis und es hat die Möglichkeit noch mal kurz drüber nach zudenken. Und es ist gut zu erkennen, dass die kurze Nachdenkzeit eine Menge bringt, weil das Kind im Endeffekt selber auf das Ergebnis kommt. Dies stärkt mit Sicherheit auch das Selbstbewusstsein und mindert die Angst vorm scheitern.

    Liebe Grüße

    Jasmin

  6. Liebe Julia,
    Danke für deinen Blogbeitrag! Das hier beschriebene Spiel klingt nach einer guten Möglichkeit die SuS zu aktivieren, den Unterricht auch mit Spaß zu gestalten und den Stundenbeginn zu ritualisieren – insgesamt also eine sehr sinnvolle Methode. Zu deiner Anschlussfrage: Ich könnte mir im Sprachenunterricht ein ähnliches Spiel vorstellen bei dem z.B. Vokabeln abgefragt werden, Wörter konjugiert oder dekliniert werden müssen oder umgekehrt das Wort richtig beschrieben werden (Kasus/Numerus/Genus….). Mich würde interessieren bis zu welcher Klassenstufe solche Spiele funktionieren bzw. wie man sie in höheren Klassenstufen modifizieren muss.

  7. Liebe Julia,

    ich finde diesen Ansatz von dem du berichtest sehr interessant und bestimmt aktivierend für die SuS. Trotzdem habe ich bei solchen Aufgabenstellungen oder Spielen immer Bedenken, dass SuS dadurch, dass Fehler oder nicht erbrachte Leistungen durch das Stehen sichtbar gemacht werden, bloßgestellt werden oder sich nicht wohlfühlen. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, weil viele Lehrkräfte gerne Vokabelabfragen so durchführen und ich deswegen diese Methode absolut ablehne. Ich denke, dass es nur in wenigen Klassen möglich ist ohne die genannten Nachteile (auch wenn die SuS sie verstecken) diese Methode anzuwenden.

    Grüße, Chiara.

  8. Hallo Julia,
    danke für deine geschilderte Beobachtung!
    Ich finde diesen Unterrichtseinstieg sehr schön. Dadurch, dass die Lehrkraft das selbe Spiel zu jedem Unterrichtsbeginn durchführt, können sich die SuS nach und nach darauf einstellen und sind weniger verunsichert oder ängstlich. Außerdem wird jeder mit einbezogen und muss eine kleine Leistung erbringen. Wie der Lehrer mit dem Schüler umging, der die Antwort nicht auf Anhieb wusste, vermittelte Verständnis und Nachsicht. Dem Schüler eine kleine Denkpause zu genehmigen zeigte, dass der Schüler die Rechnung prinzipiell beherrscht, nur möglicherweise mit dem Druck in der Situation überfordert war oder etwas mehr Zeit zum Berechnen benötigt.

    Liebe Grüße,
    Amelie

  9. Hallo,
    die Stunde mit einem Spiel zu beginnen finde ich eine tolle Möglichkeit die Kinder auf die Stunde positiv einzustimmen und gleichzeitig Wissen abzufragen. Als ich las „Wer richtig geantwortet hat darf sich setzen“ dachte ich erst das das schnell beschämend für jemand sein kann der die Aufgabe nicht kann, aber in diesem Fall ist es gut gegangen. Auch weil der Lehrer keine große Sache aus dem Nicht wissen des einen Schülern gemacht hat um ihm zeit gab noch mal über die Aufgabe nachzudenken.
    In anderen Fächern ist es wahrscheinlich schwieriger derartige Spiele zu entwerfen, aber sicher möglich.

  10. Liebe Julia,
    danke für deinen tollen Artikel mit deinen Beobachtungen.
    Ich finde auch das der Lehrer eine sehr gute Möglichkeit gefunden hat, die SuS mit ihren Gedanken von der Pause in den Unterricht zu holen. Ich finde diese Methode eine generell gute Möglichkeit die SuS am Anfang des Unterrichts zu Ruhe zu bringen und dafür zu sorgen, dass sie sich mit dem Unterrichten und dem Fach im Allgemeinem schonmal aktiv auseinander setzten müssen. Ich frage mich ob das auch bei anderen Klassenstufen mit komplexeren Themen funktioniert und ob SuS in höheren Klassenstufen diese Methode annehmen würden oder es bewirken würde, dass sie sich nicht ernst genug genommen fühlen.
    Nochmals vielen Dank für deinen tollen Artikel.
    Liebe Grüße,
    Kevin Menden

  11. Hallo Julia,
    Vielen Dank für das Teilen einer so interessanten Unterrichtssituation.
    Der von dir beschriebene Lehrer macht es genau richtig, die Schüler am Anfang der Unterrichtsstunde locker zu aktivieren, damit diese mit ihrer vollen Aufmerksamkeit am Unterricht teilnehmen können. Dazu bietet sich eine spielerische Umsetzung gut an. Ich finde es auch sehr gut wie er auf den Jungen, der die Antwort nicht sofort wusste eingegangen ist. Es war genau das richtige ihn darüber Zeit zum Nachdenken zu geben, womit seine Konzentration gesteigert wurde, was unter Druck nicht funktioniert hätte. So ermöglichte der Lehrer auch diesem Schüler ein Erfolgsgefühl und förderte sinnvoll sein Selbstwertgefühl. Auf andere Fächer angewandt ist es allerdings ziemlich schwierig einsolches Spiel genau zu übernehmen, weil es dort eine menge an genauem Wissen aus dem Unterricht erfordert, was selten möglich ist.

  12. Liebe Julia,
    den Unterricht spielend zu beginnen ist eine schöne Art die Kinder auf den Unterricht einzustimmen. Das kurze Erfolgserlebnis ist sicherlich eine Motivation im Unterricht aktiv teilzunehmen zu wollen. Es ist natürlich, dass nicht jedes Kind auf Anhieb die Lösung kennt. Für den entsprechenden Fall ist der Lehrer gut vorbereitet gewesen. Hätte der Lehrer ein negatives Urteil abgegeben wäre dies sicher mit einer nachhaltigen Schwächung der Motivation des Schülers verbunden. Zudem könnte unnötiger Druck auf die anderen SuS ausgeübt werden, da auch sie in diese Situation fallen können.
    Die Reaktion des Lehrers ist somit genau richtig gewesen. Ein schönes Beispiel für den Beginn des Unterrichtes, welches es Wert ist zu übernehmen. Auf diese oder eine ähnliche Weise.
    Liebe Grüße
    Sinan

  13. Liebe Julia,
    Den Mathematikunterricht mit einem Spiel zu beginnen finde ich eine tolle Idee des Lehrers, die in mir gleich Erinnerungen weckt, da wir ähnliche Spiele im Mathematikunterricht hatten.
    Ich denke solch ein Ritual ist wichtig, damit danach auch alle Kinder bei der Sache sind.
    Interessant fand ich auch deine Frage, wie man dies in anderen Fächern umsetzen könnte und mache mir dazu jetzt auch einmal meine Gedanken.

    Liebe Grüße
    Jacqueline

  14. In dieser Darstellung wird sehr deutlich, dass der Lehrer nicht nur didaktische Kreativität besitzt, sondern sich auch gut auf die verschiedenen Leistungsniveaus der Schüler*innen eingestellt hat. Dadurch dass sich jede*r erst setzten darf, wenn die Aufgabe richtig beantwortet wurde, wird die gesamte Klasse in Bereitschaft versetzt. Das liegt auch daran, dass sich durch das zufällige Zuwerfen des Balles nicht unbedingt abschätzen lässt, wann wer an der Reihe ist. Solche Spiele wirken als Energizer sehr weckend und fokussierend, aber können auch bloß stellen und auf längere Sicht Schüler*innen demotivieren und ausschließen. Hier wird die Professionalität der Lehrkraft besonders gefordert. Für den Erfolg dieser Übung ist die Herstellung einer offenen Atmosphäre unerlässlich. Es muss klar sein, dass die Lehrkraft zwar Anforderungen hat, diese aber machbar sind und Fehler gemacht werden dürfen und können. Nur wenn Fehler als normal angesehen werden, ist gewährleistet, dass die Schüler*innen nicht beschämt oder ängstlich auf solche Übungen reagieren.

  15. Hallo Julia,
    ich finde es toll wie der Lehrer auf das Gemüht der Schüler eingegangen ist, um damit auch zu bewirken, dass die Schüler dem Unterricht viel besser folgen können. Ich glaube, dass es für jüngere Schüler eine wirklich gute Lösung ist, solche Spiele zu spielen, um einfach die Konzentration hoch halten zu können. Man muss es ja nicht jedes Mal am Anfang spielen, sondern vielleicht nach der Hälfte des Unterrichtes als kleine Pauseneinheit wäre es auch gut. Damit die Kinder einmal Luft holen können. Aber ein sehr schöner Beitrag, um zu zeigen wie spielerisches Lernen funktionieren kann.
    Liebe Grüße
    Angi

  16. Liebe Julia,

    vielen Dank für deinen Blogeintrag.
    Die Methode, die der Lehrer angewendet hatte, kannte ich selbst aus meiner Grundschulzeit im Matheunterricht. Damals als Kind, hat mir diese Form von Unterricht super gefallen, weil es einfach Spaß gemacht hat und man in einer Art und Weise auch motiviert war zu gewinnen oder wie auch in diesem Beispiel ganz schnell hinzusetzen. Daher fand ich es auch super schön, dass der Lehrer diese Form von Unterricht in seine Klasse integriert hat.
    Dass die Kinder nach dem Spiel super aufmerksam waren, zeigt, dass der Lehrer genau weiß, wie man die Klasse auf einen gemeinsamen Nenner bringt, so dass man gemeinsam den Unterricht beginnen kann. Auch toll, fand ich, dass der eine Schüler motiviert wurde weiter nachzudenken und auch somit die Möglichkeit hatte, wie jeder andere Schüler, die Matheaufgabe zu lösen.

    Liebe Grüße
    Jaimee

  17. Liebe Julia,

    vielen Dank für deinen Blogeintrag.
    Mit dem von dir dargestellten kurzen Spiel hat der Lehrer eine gute Möglichkeit für einen spielerischen Einstieg in die Unterrichtsstunde mit Bezug zum Fach gefunden. Die Kinder werden motiviert, indem kleine Matheaufgaben mit dem Werfen des Balls kombiniert werden. Wenn ein*e Schüler*in eine Aufgabe einmal nicht lösen kann, sollte die Situation aber immer von Verständnis und Wohlwollen geprägt sein. Keineswegs sollten die Kinder Angst haben eine Antwort zu sagen. Den SuS sollte bewusst sein, dass Fehler nichts Schlimmes sind und man aus diesen lernen kann. Daher finde ich, dass der Lehrer gut mit der Situation umgegangen ist, indem er dem Schüler nochmal Zeit zum Nachdenken gegeben hat und ihn keineswegs vor der Klasse bloßgestellt hat. Die Lehrkraft kann die Fragen aus dem 1×1 ggf. auch an den Leistungsstand der/des jeweiligen Schüler*in anpassen, sodass jeder ein Erfolgserlebnis hat.

    Liebe Grüße,
    Clara

  18. Liebe Julia,

    das Spiel ist auf jeden Fall ein gelungener und kreativer Einstieg in den Unterricht, um den Fokus von Anfang an auf die schon behandelten Unterrichtsinhalte zu lenken! Ich finde es schön zu hören, dass es den Schülern auch Spaß zu machen scheint und ihnen das Gefühl gegeben wird, dass es nicht schlimm ist, wenn man eine Antwort mal nicht direkt kennt oder etwas Zeit braucht, darüber nachzudenken. Sonst kann es wahrscheinlich auch schnell vorkommen, dass so ein Spiel statt Spaß zu machen, eher Druck ausübt und sich ein Kind vor der Klasse bloßgestellt fühlt. Du hast Recht, dass so ein Spiel eine gute Möglichkeit für die Lehrkraft ist, die Aufgaben dem Leistungsniveau der SuS anzupassen, wobei man dafür aber diese schon ziemlich gut kennen muss.

    Liebe Grüße,
    Kathrin

  19. Liebe Julia,

    Wow! Ein toller Beitrag. Danke dafür! Die beschriebene Einleitung des Unterrichts werde ich mir definitiv merken. Ich finde hierbei mehrere Aspekte bemerkenswert.
    1. er geht auf die Bedürfnisse/ die Stimmung der Kinder nach der Pause ein
    2. er schafft es gleich zu Beginn der Stunde die Kinder zu motivieren und die Aufmerksamkeit zu gewinnen
    3. der Übergang von Pause zu Unterricht ist fließender
    4. die Kinder haben einen langsamen Einstieg und sind kommen langsam aber stetig in eine Phase der Konzentration
    5. Ein Erfolgserlebnis für Alle!
    6. Schöne Abwechslung zu den Standard Einführungen im Unterricht

  20. Liebe Julia,
    vielen lieben Dank für diesen Beitrag. Auch ich kann nur den Meinungen zuvor zustimmen. Ich finde es sehr bemerkenswert, welche Wirkung solch ein Spiel zu Anfang einer Stunde haben kann. In meiner Grundschulzeit haben wir oft Bankrutschen gespielt und dabei das 1×1 gelernt. Es hatte uns motiviert, wir wurden alle nach und nach ruhiger/konzentrierter und der Unterricht wurde mit Spaß eingeleitet. Im Sachkundeunterricht haben wir oft mit einem Quizz begonnen, im Deutschunterricht mit einer Geschichte (jeder durfte einen Satz fortführen) und der Musikunterricht wurde immer mit einem Song eingeleitet. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Schüler/innen spielerisch und gleichzeitig lernend in den Unterricht einzuführen. Und es hat hauptsächlich nur Vorteile.

    LG

  21. Hallo Julia,
    meiner Meinung nach eine sehr clevere Art den Unterricht zu beginnen. Wie du bereits sagst, sind Schüler, besonders jüngere Schüler, die aus der Pause kommen meistens noch sehr aufgedreht und sind noch nicht in dem Mindset, um mit dem Unterricht zu beginnen. Da hilft ein Spiel sehr, um überzuleiten. Besonders denke Ich auch, dass das Spiel besonders auch den Ehrgeiz der Schüler weckt. Ich meine, Wer will nicht der Coole Schüler sein, der als Erster die Frage weiß und sich vor allen anderen setzen darf. Das weckt einen Wettkampfcharakter, sodass die Schüler sich angespornt fühlen, den Stoff zu lernen. So machen die Schüler vielleicht auch im Unterricht besser mit, weil sie besser mit den Themen klarkommen.
    LG Sebastian

  22. Liebe Julia,

    Ich finde deinen Beitrag sehr interessant. Der Lehrer hat einen sehr kreativen Weg gefunden, seine Schülern in dden Unterricht zu holen. Er sorgte für einen reibungslosen Einstieg in den Unterricht und für fast alle seine Schüler. Als ein Schüler die Antwort nicht sofort geben konnte, reagierte er gelassen aber konsequent und brachte überaus positiv, freundlich  und wertschätzende seine Kritik an. Das führte dazu, dass der Schüler sich nicht kritisiert gefühlt hat, was sein Selbstvertrauen vor der Klasse nicht beeinträchtigt hat.
    LG
    Seda Boran-Krüger

  23. Hallo,

    eine sehr schöne Idee um spielerisch den Unterricht einzuleiten. Auch so, kann der Lehrer ungefähr einschätzen, welche SuS das kleine 1×1 beherrschen und welche evtl. noch Schwierigkeiten haben. Auch für die Schuler macht es bestimmt sehr viel Spaß und sorgt für eine bessere Arbeitsatmosphäre im Anschluss!
    Der Lehrer versucht hier auch nicht zu beurteilen, damit dies bei einem Spiel bleibt. Falls ein SuS es nicht schafft die Aufgabe zu lösen, wird erstmal jemand anderes ran genommen.

    Sehr, sehr schön und vielleicht schaut man sich solch eine Idee gerne mal ab :).

    LG

  24. Hallo Julia,

    danke für deinen schönen Beitrag. Ich finde die Methode des Lehrers wirklich sehr gelungen! Auf diese Weise können die SuS das kleine Einmaleins spielerisch lernen und womöglich motiviert das Spiel die SuS sogar dazu, Zuhause weiterzuüben, damit sie beim nächsten Mal schneller antworten können, weil möglicherweise einige SuS darin einen Wettbewerb sehen. Außerdem finde ich es gut, dass der Lehrer das Spiel als eine Art Ritual in seinen Unterricht einbindet. Auch seine Umgangsweise mit denjenigen, die die Antwort nicht direkt wissen, geht er sehr löblich um.
    Im Fremdsprachenunterricht könnte man zum Beispiel Vokabeln mithilfe dieses Spiels abfragen.
    Joel

  25. Liebe Julia,

    Das Thema Spiele im Unterricht interessiert mich sehr.

    Ich glaube die Aktivität allein reicht nicht, die Bewegung ist was macht das Spiel so bezaubernd bei den Schülern und Schülerinnen.

    Als ich Englisch gelehrt habe, versuchte ich immer mit dem Lied „Head, shoulders, knees and toes“ den Unterricht anzufangen. Das hat sehr gut geklappt, da die Kinder sich sehr gefreut haben.
    Ich wurde auch das Lied progressiv schneller singen, damit die Lernenden sich noch schneller mitsingen und bewegen können.
    Dieser Anfang des Unterrichtes hat sehr gut funktioniert und danach wurden die Kinder an dem Unterricht konzentriert arbeiten möchten.

    Die zweiten positiven Aspekte des Spieles ist, wie die Lehrer den Aufgabenschwierigkeit zum Klasse adaptiert hat. Da eine richtige Antwort zur Frage geben, steigt die Motivation der Schüler/Schülerinnen.

    MfG
    Maria

  26. Hallo!
    Und vielen Dank für diesen Mikroartikel!
    Jeder kennt aus seiner eigenen Schulerfahrung, wie langweilig es ist aus der spaßigen Pause im Unterricht zu sitzen und schon wieder voll bei der Sache sein zu müssen. Vor allem Mathematik ist leider immer noch häufig ein unbeliebtes Fach. Ein Spiel ist nicht nur eine lustige Möglichkeit des Unterrichtsbeginns, es mobilisiert auch alle Schüler. Wie es in deinem Beispiel der Fall ist. Alle wissen, dass jeder einzelne gefragt ist.
    Dabei ist hier vor allem wichtig für die Lehrkraft seine SuS genau zu kennen, zu wissen wo sie im Stoff stehen. Denn nichts ist unangenehmer drangenommen zu werden und stotternd und verzweifelnd keine Antwort zu finden. Ein gutes Vorgehen ist den SuS einen Moment Nachdenkzeit zu geben. Wie in deinem Bericht.

    Für Naturwissenschaften lassen sich die unterschiedlichsten Spiele auf den Unterricht anpassen. Warum nicht mal ein Memory für Fachbegriffe oder ,,Wer bin ich?“ mit Zellorganellen, Planeten uvm.

    Danke für diesen Denkanstoß. Denn zu meiner Schulzeit hätte ich es als grausig empfunden, wenn mich jemand zu so einem Spiel im Mathematikunterricht gezwungen hätte.

    Liebe Grüße
    Valeria

  27. Ich habe mich gefreut über eine Situation im Mathematik Unterricht lesen zu dürfen, die den Kindern Spaß und Freude bereitet hat. Nicht nur, dass das Spiel gut im Unterricht etabliert worden ist, es scheint auch allen Spaß zu machen. Die Situation als ein Schüler die Aufgabe nicht lösen konnte, hat mich dennoch etwas stutzig gemacht. Es schien mir etwas harsch den Jungen einfach stehen zu lassen und das Spiel mit den anderen Kindern weiterzuführen. Was wäre passiert, wenn der Junge nie die Aufgabe hätte lösen können? Wie hätte man ihm dann das Erfolgserlebnis bieten können?

  28. Liebe Julia,
    vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst.

    ich fand deinen Blogbeitrag besonders interessant, da ich in meiner eigenen Schulzeit diese didaktische Methode in einiger meiner Fächer erlebt habe. Ich halte diese Art des Unterrichtes für sehr gelungen, da die SuS gleich zu Beginn des Unterrichts motiviert werden mitzuarbeiten und auch der Spaß-Faktor ist hoch.
    In meinem Geschichtsunttericht in der Sek 1 warf mein Lehrer auch einen Ball zu den SuS und fragte nach themenbezogenen Fakten. Wenn ich mich richtig erinnere war das Thema in der neunten Klasse König Ludwig der XIV. Mein Lehrer fragte zu diesem Thema beispielsweise wie Ludwig XIV noch genannt wurde, wo er lebte oder was seine Ziele in Bezug auf die Wirtschaft waren.

    Liebe Grüße
    Ella 🙂

  29. Liebe Julia,
    Danke für deinen Blogbeitrag. Ich finde die Idee eines Spiels zur Aktivierung und zur spielerischen Festigung der
    bereits erlernten Rechenkenntnisse sehr gut! Wenn ich Mathelehrerin in der Grundschule wäre, würde ich es bestimmt ausprobieren. Ich fand auch den Umgang der Lehrkraft mit dem Schüler, der die Antwort nicht direkt wusste (nach deinen Schilderungen) gelungen. Er hatte die Chance die richtige Antwort zu finden und ein Erfolgserlebnis zu haben. Deine Anschlussfrage „Wie könnte so ein Spiel am Anfang eines anderen Unterrichts aussehen?“ habe ich mich ebenfalls gefragt und würde sie auch auf andere Schulformen (weiterführende Schulen) erweitern. In Grundschulen wird noch sehr viel spielerisch gelernt, während das an weiterführenden Schulen nicht mehr der Fall zu sein scheint. Das finde ich eigentlich schade, da es bestimmt möglich wäre auch mit älteren Schüler*innen, dann natürlich altersentsprechend, „Spiele“ oder spielerische Lernaufgaben zu nutzen um sie zu aktivieren, motivieren und Aufgaben attraktiver und abwechslungsreicher zu gestalten.
    Liebe Grüße
    Johanna

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