„Felix hingegen sagte nichts und drehte sich mit wütendem Gesicht weg.“

Ein Beitrag von Laura J.

Da meine Mentorin an einem Tag krank war, hospitierte ich ausnahmsweise in einer 3. Klasse, die ich bisher kaum kannte. Ebenso kannte ich auch die Lehrerin in der Klasse kaum bzw. wusste nichts über ihre Beziehung zu den Schüler-/innen. Zum Verständnis der Situation ist es wichtig zu wissen, dass die Klasse aus nur 7 Mädchen und 15 Jungen bestand. Es waren gerade drei Wochen nach den Sommerferien vergangen und die Klassenlehrerin meinte zu den Kindern, dass sie nun drei Wochen so sitzen konnten wie sie wollten, sie nun aber jeden besser kennt und einschätzen kann, neben wem jeder gut arbeiten kann. Danach öffnete sie am Smartboard eine Datei wo eine Draufsicht des Klassenraums zu sehen war und jedes Kind erkennen konnte, wo es zu nun zu sitzen hat.
Als bereits die ersten Kinder aufspringen wollten um an ihren neuen Platz zu laufen und einige Kinder ihre Meinung zu ihrem neuen Sitzplatz verbal äußern wollten, meinte die Lehrerin mit kräftiger Stimme: „Moment! Konnte denn jeder seinen neuen Platz finden?“. Nach Zustimmung aus der Klasse gab sie den Auftrag, alles einzupacken und leise an den neuen Platz zu laufen. Es entstand etwas Gewusel im Klassenraum. Nach ungefähr vier Minuten hatte jeder seine ganzen Sachen am Sitzplatz organisiert und wer schon fertig war, diskutierte mit seinem Sitznachbarn darüber, wie zufrieden er mit dem neuen Platz war.
Als langsam wieder Stille einkehrte, bemerkte die Lehrerin, dass alle richtig saßen, bis auf ein Junge, welcher hinten in der Klassenraumecke mit verschränkten Armen stand. Sie meinte: „Sehr gut, wie ich sehe hat jeder seinen Platz gefunden. Felix (Name geändert), was ist mit dir? Warum sitzt du nicht auf deinem Platz?“. Felix hingegen sagte nichts und drehte sich mit wütendem Gesicht weg. Die Lehrerin ging zu ihm hin und fragte ihn erneut, wieder keine Antwort. Doch ein Mädchen aus der Klasse sagte zur Lehrerin: „Er möchte nicht neben zwei Mädchen sitzen!“. Die Lehrerin schaute sich im Raum um und meinte zu einem anderen Jungen: „Tom (Name geändert)! Du sitzt neben zwei Mädchen, findest du das schlimm?“ Der Junge verneinte. Die Lehrerin versuchte Felix seinen neuen Platz etwas zu verkaufen, scheiterte jedoch. Letztendlich meinte sie: „Okay Felix, meinetwegen bleib da stehen, dann hast du deinen neuen Platz ja. Jedoch würde ich nicht gern ein ganzes Schuljahr stehen müssen.“
Die Lehrerin ging wieder nach vorne und führte ganz normal ihre Mathestunde fort und beachtete Felix auch nicht weiter. Felix stand tatsächlich ganze 45 Minuten hinten, störte aber auch den Unterricht nicht. Die Unterrichtsstunde war für die Klasse auch die letzte an diesem Tag. Die Lehrerin meinte: „So, wir schauen mal, wer ordentlich sitzt und schon gehen kann.“. Sie zählte nach und nach Namen auf, welche Kinder dann den Raum verlassen konnten. Felix schaute sich um und nahm seine Tasche und setzte sich auf seinen eigentlichen neuen Platz, da er vermutlich dachte, dass wenn er nicht ordentlich auf seinem Platz sitzt, er auch nicht gehen darf. Die Lehrerin rief ihn kommentarlos auf und er verließ den Raum, blieb aber im Flur stehen und lief etwas nervös umher. Nach kurzer Zeit kam er wieder in den Klassenraum und streckte seine Hand zur Lehrerin und meinte: „Entschuldigung, dass ich so ausgerastet bin, ich werde mich ab morgen auf meinen Platz setzen.“ Die Lehrerin antwortete: „Mit der Einsicht habe ich nicht gerechnet, freue mich aber umso mehr. Bis Morgen!“

Meine Einsichten

Ich wusste erst nicht, was ich davon halten soll, dass sie den Jungen in der Ecke stehen ließ. Ich hätte aber auch nicht gewusst, was ich an ihrer Stelle gemacht hätte, da der Junge sich komplett verschloss. Da sie ihn aber in keinster Weise bloßstellte, fand ich ihre Reaktion auch nicht unangebracht. Letztendlich hat der Junge aber über sein Verhalten nachgedacht, Einsicht gezeigt und sich sogar entschuldigt. Die Frage welche offen bleibt ist, ob sie andere Konsequenzen am Folgetag gezogen hätte, wenn er sich nicht entschuldigt hätte oder ob ein Gespräch zustande gekommen wäre, wenn er sich nicht freiwillig am Ende der Stunde auf seinen Platz gesetzt hätte.

Meine Folgerungen

Aus der oben beschriebenen Situation nehme ich mit, dass man Kindern in manchen Situationen vielleicht lieber Zeit einräumen sollte anstatt zu appellieren. Wie ich nach der Stunde von ihr erfuhr, endet es bei dem Jungen schnell in großen Wutausbrüchen, bei welchen er herumschreit und Sachen durch die Gegend wirft. Deshalb meinte sie, dass man aufpassen muss, was man sagt, er aber nach gewisser Zeit oft Einsicht zeigt. Das hat mir gezeigt, dass man durch eine gute Kenntnis über jeden Schüler durchaus Streitsituationen vermeiden kann. Sie wusste genau, was sie dem Schüler sagen konnte ohne ihn zu sehr zu reizen. Womöglich hätte sie anders reagiert, wenn ein anderer Schüler in der Ecke gestanden hätte. Jedoch ist es wichtig, egal was in einem gerade vorgeht, nie die Fassung zu verlieren und auf keinen Fall einen Schüler oder eine Schülerin bloßzustellen.

Meine Anschlussfragen

  • Wie hätte ich in der Situation reagiert?
  • Ist es okay bei anderen Schülern oder Schülerinnen anders zu reagieren?
  • Wie schaffe ich es, Kinder zur Einsicht zu bewegen?
  • Ist es möglich, immer angemessen zu reagieren?

54 Gedanken zu „„Felix hingegen sagte nichts und drehte sich mit wütendem Gesicht weg.““

  1. Liebe Laura,
    ich selber kenne solch einen ähnlichen Schüler aus meiner FSJ-Zeit in einer Grundschule. Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass die Lehrerin sehr gut in dieser Situation gehandelt hat. Wenn sie die Ausraster bzw. Folgen von Felix kennt, wenn er wütend ist, kann sie dementsprechend auch so agieren, dass diese Folgen unterbunden werden. Da sie Felix für den Rest der Stunde in Ruhe gelassen hat, hatte dieser Zeit sich zu beruhigen, bzw. über die Situation nachzudenken. So wie du die Situation beschrieben hast, konnte man sehen, dass er über alles nachgedacht und sich später sogar bei der Lehrkraft entschuldigt hat. Ich persönlich finde den Unterschied des Verhaltens während des Wutausbruchs und während einer ganz normalen Situation sehr interessant, weil sich Kinder mit solchen Wutausbrüchen oft im Nachhinein entschuldigen und meinen, dass sie doch eigentlich gar nicht so sein wollen. Wie du schon meintest, unterbindet eine ausreichende Kenntnis über das Verhalten der SuS, viele Störungen im Unterricht.

    Viele Grüße

    Jasmin

  2. Liebe Laura,
    ich muss sagen, dass ich von der überraschenden Wendung am Ende sehr baff bin und mich die Einsicht eines Schülers genauso freuen würde. Ich finde die Lehrerin hat genau richtig agiert. Hätte sie ihn provoziert oder zu viel beachtet, wäre er vermutlich garnicht zu der Einsicht letztendlich gekommen bzw. hätte diese bestimmt nicht mit der Lehrerin geteilt.
    Ich bewundere die Fähigkeit, spontan auf solche Situationen genau passend zu reagieren und hoffe, dass mir das auch irgendwann einmal gelingen wird.

    Liebe Grüße,
    Amelie

  3. Liebe Laura,
    Ich bin froh, dass du so eine interessante Situation beschrieben hast. Ich finde es sehr professionell von der Lehrkaft, so gezielt auf die Bedürfnisse des Schülers einzugehen. Jeder Schüler ist anders und ebenso individuell muss auf bestimmte Störungen reagiert werden. Ich denke Lehrkräfte, die frisch im Beruf sind, werden damit große Probleme haben. Aber mit der Zeit entwickelt man seine eigenen Strategien mit den Schülern umzugehen. Diese werden dann an die einzelnen Schüler angepasst. Notwendig hierfür ist, dass man sich über die Charakterzüge der Schüler bewusst ist. Um diese zu kennen, lässt es sich nicht vermeiden auch mal Fehltritte zu machen. Aber das gehört zum Entwicklungsprozess dazu.

    Liebe Grüße Sandra

  4. Liebe Laura,
    ich bedanke mich für diesen schönen und Lehrreichen Artikel. An der von dir beschriebenen Situation sieht man wie wichtig es ist seine SuS zu kennen und zu wissen wie man mit ihnen am besten umgeht. Ich finde persönlich das man nie immer möglich ist richtig oder angemessen zu reagieren, weil man eventuell etwas fehlversteht oder ähnliches. Man darf sich davon allerdings nicht den Mut nehmen lassen um weiterhin sein bestes zu geben und sich mit seinen SuS intensiv auseinander zu setzen, wie die Lehrerin in diesem Artikel. Ich persönlich finde auch das man gerade verhaltensauffällige Kinder anders behandeln muss, weil sie sich ja oft selbst nicht so ganz kontrollieren können wie andere Kinder.
    Nochmals vielen Dank für den tollen Artikel.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Kevin Menden.

  5. Hallo Laura,
    eine sehr interessante Situation, die genauso gut aus einem Lehrfilm kommen könnte. Erstmal finde ich es sehr toll, dass der Schüler trotz seiner wenig kooperativen Art am Anfang der Stunde tatsächlich am Ende nicht nur doch noch an seinen Platz gegangen ist, sondern sich sogar noch anschließend entschuldigt hat. Ich denke mal, die Lehrerin hat sich schon überlegt wie sie mit solchen Situationen umzugehen hat und hat in den ersten drei Wochen der Schule die Schüler genau beobachtet. Daher wusste sie, wie man mit Felix umgehen muss. Ich denke auch, dass er in der nächsten Stunde an seinen Platz gehen wird. Sehr gut finde ich auch, dass die Lehrerin nicht böse geworden ist oder ihn zwingen wollte sich zu setzten. Sehr professionell!!
    LG
    Sebastian

  6. Liebe Laura,

    vielen Dank für deinen interessanten Mikroartikel! Ich dneke es ist als Lehrkraft nicht möglich in jeder Situation und unter jeglichen Umständen perfekt zu reagieren. Allerdings hat die Lehrkraft hier, meiner Ansicht nach, absolut vorbildlich gehandelt. Sie besaß eine sehr interessante Bewältigungsstrategie die sie, unter Beachtung der individuellen Persönlichkeit des Schülers, gekonnt anwandte. Manchmal scheint es besser zu sein, nicht auf jedes Fehlverhalten mit Saktionen zu reagieren.

    Liebe Grüße
    Jordan

  7. Liebe Laura,
    danke für deine Einsicht! Als Lehrerin ist es meist schwierig mit einigen Situationen gut umzugehen. Ich persönlich, wüsste auch nicht wie ich damit umgehen sollte. In der Situation heraus würde man erst reagieren wie man mit den Kindern umgehen sollte. Ich finde die Art wie die Lehrerin gehandelt hat, hatte anscheinend positive Auswirkungen und der Felix konnte über sein Verhalten nachdenken.

    Liebe Grüße,
    Jade

  8. Liebe Laura,

    vielen Dank für diesen interessanten Einblick in dein Beobachtungspraktikum, diese Erfahrungsberichte lassen mich auch in freudiger Erwartung auf mein bevorstehendes Praktikum blicken. Zunächst ein mal teile ich deine Meinung zur beschriebenen Situation absolut! Auch ich hätte, ohne weitere Vorkenntnisse über die SuS dieser 3. Klasse, keinen konkreten Handlungsplan in solch einer Situation verfolgen können. Umso beeindruckender finde ich die Menschenkenntnis und die Einschätzung der Lehrkraft zu den pädagogischen Maßnahmen. Mich freut es zu hören, dass sowohl Autorität als auch Empathie im Klassenzimmer vereinten Anklang finden können. Die Entschuldigung des Schülers, als Folge von guter Erziehung, und auch die Reaktion der Lehrerin sind meiner Meinung nach beiden hoch anzurechnen, denn eine angemessene Reaktion nach einem Konflikt ist nie garantiert- das liegt wahrscheinlich auch unserer aller Menschlichkeit zugrunde 🙂

    Mit liebem Gruß,
    Maria Christoph

  9. Liebe Laura,

    danke für den interessanten Beitrag. Ich denke, die Lehrkraft hat in diesem Falle das Richtige getan. Immerhin hat sie die Störung ja mehr oder weniger unterbunden, in dem sie Felix gestattete, dort stehen zu bleiben. Hätte sie angefangen, mit ihm zu diskutieren und er einen Wutausbruch bekommen, dann wäre die Situation vielleicht eskaliert und die gesamte Klasse in dem Arbeitsprogramm erstmal dauerhaft unterbrochen. Ich teile deine Folgerungen, dass eine gute Kenntnis über jeden Schüler Streitsituationen vermeiden kann und es auch okay ist, wenn man bei anderen Schülern anders reagiert, solange man sie nicht erniedrigt, bloßstellt oder anderweitig die Lehrer-Schüler-Beziehung gefährdet. Andere Schüler erfordern aufgrund unterschiedlicher Persönlichkeiten vielleicht auch eine andere Handlungsweise, aber dafür benötigt man eben die individuelle Kenntnis jedes Einzelnen. Als Außenstehende/r ist es viel schwieriger.

  10. Hallo Laura,
    ich finde die beschriebene Situation, da ich glaube, dass sie die Herausforderungen darstellt, welche wir in unserem späteren Arbeitsleben haben werden. Ich denke, dass die Reaktion in Ordnung war, ich hätte um ehrlich zu sein auch nicht gewusst, was ich machen soll. Wenn der Schüler partout nicht sitzen will, dann muss er wohl stehen. Es ist denke ich, aber auch etwas Glück im Spiel gewesen, dass Felix sein Verhalten reflektiert hat und sich nun an seinen Platz setzen will.
    Liebe Grüße
    Emma

  11. Liebe Laura,
    vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Ich hätte beim Lesen am Anfang nicht gedacht, dass sie Situation so endet. Toll, dass sie Lehrerin so ruhig geblieben ist und ihren Unterricht fortgeführt hat. Dass sie wusste, wie sie mit dem Schüler umgehen muss, spielte in dieser Entscheidung natürlich eine Rolle. Ich finde es toll zu sehen, dass sie den Jungen Zeit gegeben hat, über sein Verhalten nachzudenken und selbst zu erkennen, dass es falsch war. Umso besser, dass er es bereits am Ende der Stunde erkannt hat.

    Liebe Grüße
    Maren

  12. Liebe Laura,
    Danke für deinen Artikel! Auch ich war vom Ausgang der Situation überrascht und finde, sie zeigt einmal mehr, dass man sich oftmals in seinen Erwartungen vertut. Ganz wichtig bei einer unkonventionellen Lösung eines Konflikts – hier, den Schüler einfach dort stehen zu lassen – ist wohl, dass man freundlich und bestimmt bleibt und Schüler*innen nicht bloßstellt. Wer will schon mit jemandem kooperieren, der darauf zurückgreift?

    Sitzordnungen sind eine heikle Angelegenheit, das erinnern wir wohl noch alle aus unserer Schulzeit. In teilen kann das wohl dadurch gelöst werden, dass sie immer wieder wechseln, vielleicht auch die Anordnung der Tische im Klassenzimmer (Reihen, Hufeisen, Halbkreise…) immer wieder wechseln. Dadurch können alle besser verstehen, welche Kombinationen besser passen und welche eher (lern-)hinderlich sind.

    Liebe Grüße,
    Marlene

  13. Liebe Laura,

    vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrung. Ich finde die Situation sehr interessant, da ich an der Stelle der Lehrerin auch nicht gewusst hätte, was ich machen soll. Ich fand es gut, dass sie das andere Kind befragt hat, aber leider hat das nichts genützt. Ich finde es gut, dass die Lehrerin ruhig geblieben ist und das sie dem Kind Zeit gegeben hat über sein Verhalten und die Situation nachzudenken. Des Weiteren finde ich es gut, dass die Lehrerin das Kind einschätzen kann und deshalb genau wusste, wie Sie reagieren soll.

    Liebe Grüße
    Cassandra

  14. Hallo Laura,
    die plötzliche Einsicht des Kindes nach dem Unterricht kam für mich recht überraschend beim Lesen deines Artikels. Dabei zeigt sich wieder, dass es nicht immer notwendig ist auf ein solch abweisendes Verhalten direkt zu reagieren, natürlich war es in dieser Situation sehr entscheidend dass die Lehrkraft den Schüler gut kannte und wusste wie sie mit ihm umzugehen hat, aber einem Schüler Zeit zum nachdenken zu geben damit er zu eigenständigen Erkenntnissen kommt und diesen entsprechend handelt ist eine durchaus gute Möglichkeit der Lehrer-Schüler-Interaktion. Ich persönlich hätte auch nicht gewusst wie man in diesem Moment anders hätte handeln können. Man sieht mal wieder dass letzten Endes Erfahrung eben sehr vieles ausmacht.
    Danke dass du dieses Erlebnis mit uns geteilt hast.

    Liebe Grüße
    Pascal

  15. Liebe Laura,
    danke fürs Teilen deiner Geschichte! Mit der allein herbeigeführten Einsicht des Schülers, hätte ich absolut nicht mit gerechnet. Vielleicht sollte ich doch mehr Vertrauen den Kindern entgegenbringen, dass sie nicht nur beim Spielen auf tolle Ideen kommen, sondern auch, wie man einen Streit schlichten bzw. sich entschuldigen kann. Echt toll, sowas zu erleben und auch super, wie standhaft die Lehrerin geblieben ist und auf ihn gerecht reagiert hat.

  16. Liebe Laura,
    vielen lieben Dank für diesen Beitrag. Am Anfang wusste ich nicht genau, was ich davon halten soll, dass die Lehrerin Ihn einfach in der Ecke stehen lässt. Genauso kam der Gedanke, ob man nicht als Lehrkraft akzeptieren muss, wenn Personen nicht nebeneinander sitzen möchten. Ist es dann ein Zwang, den man dem Kind aufdrängt? Mich hat dennoch die Endsituation sehr überrascht und ich habe sehr viel Respekt vor dieser Lehrerinnen. Sie scheint ihre Schüler/innen sehr gut zu kennen und auf deren Charakterzügen einzugehen. Individuelle Beobachtungen zu tätigen, ist sehr wichtig im Beruf einer Lehrperson. Jedes Kind benötigt andere Maßnahmen, um Störungen vorzubeugen und hier hat die Reaktion der Lehrkraft anscheinend perfekt gestimmt. Aus solchen Situationen kann man wirklich gut lernen.

    LG
    Samantha

  17. Hallo Laura,
    ich wusste zum Anfang auch nicht ganz, was ich davon halten sollte, dass die Lehrerin ihn so lange stehen ließ. Letztendlich war es die richtige Entscheidung so zu handeln, da sie ihn schon gut einschätzen kann. Mit der Einsicht des Jungen habe ich überhaupt nicht gerechnet und bin sehr beeindruckt.
    LG, Joana

  18. Liebe Laura,

    was du da beobachten konntest ist sehr interessant. Ich finde die Reaktion der Lehrerin sehr faszinierent, vor allem weil sie genau wusste wie sie mit dem Jungen umzugeneh hat. Das stell ich mir zu Anfangs schweirig vor, denn jedes Kind ist ein Individuum und reagiert unterschiedlich. Meiner Meinung nach hat sie genau richtig reagiert, denn in der Zeit konnte der Junge sich über sein eigenes Verhalten klar werden und darüber nachdneken, was er vielleicht zu ändern hat.

    Liebe Grüße
    Alina

  19. Hallo Laura,

    eine wirklich interessante und lehrreiche Situation die du hier schilderst. Hier hat die Lehrkraft wirklich gut reagiert und gehandelt, da die Lehrkraft den Schüler scheinbar schon gut kennt und diesen dementsprechend einschätzen kann ist hier von großem Vorteil. Die Situation hätte bei einer eher unerfahrenen Lehrkraft sicher aus in einem Wutanfall enden können. Da die Lehrkraft so ruhig und sachlich geblieben ist konnte dies aber verhindert werden. Außerdem sieht man, dass der Schüler sich scheinbar in seiner „Stehphase“ Gedanken über sein Verhalten gemacht hat und dieses Reflektiert hat. Dazu hat sicher auch beigetragen, dass der andere Junge, der auch neben zwei Mädchen gesetzt wurde, es gar nicht so schlimm fand. Somit musste Felix sich Gedanken darüber machen, warum er es nun so schlimm findet und ist zu dem Schluss gekommen, dass es wohl machbar wäre.

    Liebe Grüße
    Antonia

  20. Da sieht man doch sehr gut, dass Kinder einfach manchmal genug Zeit brauchen um selber auch zufriedne mit der Situation zu sein. Im ersten Moment fand ich es sehr hart von der Lehrerin, dass sie den Jungen die ganze Stunde stehen lassen hat. Ich würde vielleicht während die andern etwas anders zu tun haben zu ihm rüber gehen und versuchen mit ihm zu reden, damit er sich nicht so lang im Stich gelassen fühlt. Sonst finde ich es richtig klasse wie gesamte Situation angelaufen ist und auch, dass sie einen anderen Jungen zur Ermutigung aufruft.

  21. Hallo Laura,
    ich finde deinen Mikroartikel wirklich sehr interessant, um mal zu sehen wie auch mit Störungen im Unterricht umgehen kann. Und ich glaube, wenn Felix keine Einsicht gezeigt hätte, hätte sie am nächsten Tag die Konsequenzen gezogen und vielleicht alle noch einmal umgesetzt. Aber was man auch sieht in deinem Artikel, sie kannte ihre Schüler so gut, dass sie gemerkt hat, wie man mit den Schülern umgehen muss und was man ihm sagen darf. Und das halte ich als Lehrkraft wirklich sehr wichtig, um ein angenehmes arbeiteten zu ermöglichen.
    Liebe Grüße
    Angelina

  22. Liebe Laura,
    danke für deinen Blogeintrag. Ich finde die Lehrerin hat sehr gut gehandelt. In der Zeit konnte der Schüler über sein Verhalten nachdenken. Nach eigener Erfahrung wollte die Lehrerin bestimmt nicht, dass sich die SuS unwohl fühlen. Sondern eher, dass die SuS besser arbeiten können. Ich hätte wahrscheinlich genau so gehandelt wie die Lehrerin. War auch ziemlich überrascht, dass die Klasse ruhig blieb.

  23. Hallo Laura,
    ich finde die Reaktion der Lehrerin eigentlich sehr gut. Sie hat versucht, Felix zu motivieren, sich auf den neuen Platz zu setzen, in dem sie einen anderen Mitschüler fragte, ob es denn wirklich so schlimm sei, zwischen zwei Mädchen zu sitzen. Statt laut zu werden oder hart durchzugreifen, als sie gemerkt hat, dass das nichts bringt, nahm sie die Situation doch mit Humor. Sie ließ Felix die Wahl sich zu entscheiden, was ihm lieber ist. Und mit der Zeit kommt wohl auch die Einsicht. Durch das aufrufen der Namen zum Schluss hat sie ihm doch noch einmal indirekt die Chance gegeben, sein Fehlverhalten unauffällig wieder einzuräumen. Ich finde ihre Taktik durchaus gut, auch wenn es erst fragwürdig scheint! Denn sie hat die Störung gelassen bzw. mit Humor genommen und konnte ihren Handlungsrahmen durch die gewisse Ignoranz gegenüber der Situation wieder ungestört fortsetzen.

  24. Hallo Laura,
    Auf ihr stehle hätte ich es ein bisschen anders gemacht, wie zum Beispiel entführt die Aufmerksamkeit der Reaktion der Schüler und ihm zeit gegeben um zu gucken ob er dann sich langsam normal verhält. deine Beobachtung ist angemessen und nützlich für spätere Erfahrungen, vielen Dank für deinen Beitrag.

  25. Liebe Laura,
    das Schildern dieser spezifischen Unterrichtsstunde finde ich sehr hilfreich für angehende Lehrkräfte!
    Das der Schüler erstmal Zeit bekommen hat um sein eigenes Verhalten reflektieren zu können hat ihm sehr geholfen, da er auf diese Art und Weise bemerkt hat, inwiefern sich der andere Schüler, welcher in der gleichen Situation war, anders verhalten hatte. Die Lehrerin hat meiner Meinung nach sehr wertvoll und pädagogisch gehandelt. Sie hat sich ebenso nach ihren eigenen Vorkenntnissen über den Schüler gerichtet, da nicht jedes Kind von den gleichen Konsequenzen oder Ermahnungen profitiert, sondern manche eben besser, wenn sie eigenständig verantwortungsbewusst werden.
    Vielen Dank für diesen Beitrag!

    Mit freundlichen Grüssen,
    Tara-Sophie

  26. Vielen Dank für die Schilderung dieser interessanten Situation. Ich kann gut nachempfinden, dass es irritierend sein muss, diese Situation in der Schule zu beobachten. Beim Lesen habe ich das auch empfunden. Ein Kind 45 Minuten in der Ecke stehen zu lassen, wirkt sehr hart. Nichtsdestotrotz schaffte die Lehrkraft es diese sehr schwierige Situation der neuen Sitzplätze nur innerhalb einer Schulstunde zu lösen, da Felix zum Ende seinen neuen Platz von alleine akzeptiert hat und sich für sein Fehlverhalten entschuldigt hat. Ich frage mich natürlich, ob sie den Trick mit dem „wer an seinem neuen Platz sitzt darf gehen“ schon eher in der Stunde hätte versuchen können (natürlich nicht mit „früher nach Hause gehen“). Aber wie Sie im Mikroartikel bereits kommentiert haben, hat Felix vielleicht auch so viel Zeit gebraucht und die Lehrerin wusste das. Da fällt es auch auf wie schwer eine Situation zu beurteilen ist, wenn man den Kontext nicht kennt…

  27. Hallo Laura,
    vielen Dank für deinen ausfürhlichen, tollen Beitrag. Ich denke, dass die Lehrerin durch ein sehr feines Gespür für die Situation und insbesondere für die Bedürfnisse dieses Schülers ihr Handlungsprogramm weiter ziehen durfte. In der Situation wird auch exzellent dargestellt, dass man etwas mehr als bloßes Umschauen braucht, um eine Situation richtig beobachten zu können. Die emotionale Beziehung zwischen Lehrkraft und SuS, der SuS untereinander, die Tagesform jedes Einzelnen, das Handlungsprogramm, das eventuell nicht allen erreicht, usw. Toll und überraschend ist auch der Abschluß, weil der Junge über sein Verhalten reflektieren konnte und das Arbeitsbündnis mit der Lehrerin wörtlich auch nocht bestätigen wollte, prima! Zu einer deinen Anschlussfragen: ich denke, dass soziales Handeln uns fähig macht, auf unterschiedliche Menschen unterschiedlich reagieren zu dürfen, ohne dabei an Originalität oder Selbsttreue zu verlieren. Dass es Gruppenregel, Routine und oder Rituale gibt, heißt es nicht, dass jede/r von uns sie gleich interpretiert oder folgt.
    Grüße

  28. Liebe Laura,

    vielen Dank für das Teilen deiner interessanten Beobachtung.
    Ich war mir anfangs unsicher, ob ich das Verhalten der Lehrerin, den Jungen in der Ecke stehen zu lassen, so gut finde, denke aber, dass sie genau richtig gehandelt hat. Sie kannte die individuellen Bedürfnisse des Schülers und hat sich mit ihrem Handeln daran orientiert. Der Junge wollte sich nicht setzen und anstatt mit ihm vor der Klasse weiter zu diskutieren, hat die Lehrerin ihm Zeit gegeben über sein Verhalten nachzudenken. Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass die Situation einen so positiven Ausgang nehmen würde. Umso beeindruckender finde ich es, dass der Junge schon nach der Schulstunde Einsicht gezeigt hat und sich am Ende sogar entschuldigt hat.

    Liebe Grüße,
    Clara

  29. Hallo Laura,
    Ich finde die beschriebene Situation sehr interessant. Mein erster Impuls war, das Verhalten der Lehrerin abzulehnen, weil sie den Jungen einfach in der Ecke stehen lässt. Andererseits hätte es die Situation wohl noch weiter verschlimmetrt, darauf zu drängen das er sich setzt. So hatte Felix die Möglichkeit sein Verhalten zu überdenken und eigenständig nachzugeben. ICh finde es sehr interessant das sie das Problem gelöst hat, indem sie es quasi ignorierte.
    Cara Lederle

  30. Vielen Dank Laura für den interessanten Beitrag.
    Ich erinnere mich noch welche Diskussionen durch eine feste Sitzordnung in meiner Schulzeit entstanden sind. Das konsequente nicht Eingehen auf die Verweigerungshaltung des Jungen spricht von einer großen Unterrichtserfahrung der Lehrerin.
    Die Reaktion des Schülers „Felix“, welcher sein eigenes Fehlverhalten erkennen konnte und dann auch noch sehr positiv damit umging, spricht für eine gute Lehrer- Schülerbeziehung.
    Ich denke, dass man aus der Beobachtung solcher Situationen viel lernen kann und freue mich auf mein eigenes Beobachtungspraktikum.

    Liebe Grüße Niklas

  31. Liebe Laura,

    ich bedanke mich zunächst für deinen tollen Beitrag. Die von dir geschilderte Situation empfinde ich als besonders interessant und vor allem der Schluss überrascht mich sehr. Am Anfang wusste ich nicht genau wie ich das Verhalten der Lehrerin finden sollte, da ich persönlich gegen das in die Ecke stellen von SuS bin und diese Variante als veraltet sehe. Dennoch hat diese Maßnahme es geschafft ein positives Ende zu nehmen. Der Schüler hat die Zeit dafür bekommen über sein Verhalten nachzudenken und dieses zu verändern. Ich bin schon sehr gespannt, welche Erfahrung ich in näherer Zukunft sammeln werde.

    Liebe Grüße
    Hümeyra

  32. Liebe Laura,
    die Wendung hat mich ziemlich überrascht. Anfangs hat mich das Verhalten der Lehrerin stark gewundert…Eine ganze Schulstunde ein Kind in einer Ecke stehen zulassen klingt seltsam. Verständlich, dass du nicht wusstest was du davon halten sollst. Mir erginge es wohl ähnlich.
    Im Nachhinein kann man sagen, dass die Lehrerin sehr pädagogisch gehandelt hat. Felix hat die Zeit bekommen, die er benötigt hat um sein Verhalten zu reflektieren und seinen (überraschend positiven und schönen) Entschluss zu ziehen. Interessant finde ich, dass die restliche Klasse trotz der Situation ruhig geblieben ist. Wahrscheinlich sind Lehrerin und Klasse bereits ein gut eingespieltes Team.

    Liebe Grüße
    Sinan

  33. Liebe Laura,
    die Situation, die du beschreibst, ist für mich sehr aufschlussreich! Ich hätte definitiv nicht mit der Entschuldigung gerechnet und bereits das Hinsetzen am Ende der Stunde auf den richtigen Platz hat mich überrascht. Es zeigt das dem Schüler sein Fehlverhalten durchaus bewusst war, er nur Zeit brauchte um sich zu beruhigen. Interessant finde ich auch, dass eine individuelle und vermutlich unterschiedliche Reaktion auf Fehlverhalten je nach Schülerin oder Schüler funktioniert und auch wichtig ist. Ich hätte erwartet, dass es Proteste von SuS gibt, wenn sie bemerken, dass bei ihnen anderes gehandelt worden wäre.

    Liebe Grüße
    Karla

  34. Liebe Laura,

    die Reaktion der Lehrkraft auf das Verhalten des Schülers finde ich auf jeden Fall angemessen. Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass die Lehrerin den Schüler vor seinen Klassenkameraden nicht bloßstellt. Sie hat versucht ihn zu überzeugen, sich auf seinen Platz zu setzen und nach seinem Verweigern, ignorierte sie ihn einfach. Wie man sieht, ist dies eine gute Methode gewesen, denn am Ende entschuldigte er sich sogar freiwillig für sein Verhalten. Das Beispiel zeigt auch, dass es nützlich ist, wenn man seine Schüler gut kennt. Darüber hinaus finde ich es vollkommen in Ordnung, wenn die Lehrerin bei einem anderen Schüler anders reagiert hätte.

    Schöne Grüße
    Anastasia

  35. Danke für deinen Beitrag. Ich hätte das nicht gedacht!
    Also was ich sagen muss, dass die Situation so ausgeht ist keinesfalls selbstverständlich!
    und das sie so gut Ausging liegt ganz allein am Schüler!
    Ich finde die Lehrkraft hätte ganz am Ende den Schüler nochmal fragen müssen was genau los war?
    Lag es wirklich an den Mädchen.. ich würde hier versuchen die Situation zu lösen! Sitzt er in der nächsten Stunde neben den zwei Mädchen?
    Die Schüler hat sehr vorbildlich gehandelt nicht normal für jemand der in der dritten Klasse ist.
    Die Lehrkraft hatte offenbar viel Erfahrung!

    Viele Grüße,
    Anaya

  36. Liebe Laura,

    Danke für deinen tollen Beitrag! Während des Lesens hätte ich überhaupt nicht mit diesem Ausgang gerechnet. Viel eher habe ich angenommen, dass die Lehrerin die SuS zum Gehen aufruft, damit Felix als letzter übrig bleibt und sie noch einmal mit ihm alleine reden könnte. Die Einsicht des Schülers ist natürlich wünschenswert, allerdings wohl eher eine Ausnahme. Hätte sich Felix nicht für sein Verhalten entschuldigt, sondern wäre weiterhin sauer gewesen so hätte ich auf jeden Fall noch einmal persönlich mit ihm gesprochen. In der Situation jedoch wäre mir, denke ich, auch keine andere Lösung eingefallen als die der Lehrerin.

    Liebe Grüße
    Julia

  37. Hallo liebe Laura,
    ich finde das ganze Vorgehen der Lehrkraft sehr interessant und mich würden ihre Beweggründe sehr interessieren. Wieso dürfen die Kinder drei Wochen aussuchen wo sie sitzen möchten und darauffolgenden wird ein Sitzplan erstellt? Auch ihre Reaktion auf die Verweigerung von Felix habe ich so nicht erwartet, aber fand sie von Beginn an sehr clever. Sie kennt ihre SuS und weiß genau wie sie handeln muss, damit die Situation für alle gut gelöst wird. Eine Eigenschaft, die eine gute Lehrkraft für mich ausmacht. Sehr schön!

    Liebe Grüße
    Hanna

  38. Liebe Laura,
    Die schnelle Einsicht des Jungen und seine Entschuldigung haben mich positiv überrascht. Ich war zuerst skeptisch, ob die Lehrerin ihn nicht in eine beschämende Situation gebracht hat, indem sie ihn in der Ecke stehen ließ. Aber sie scheint genau richtig reagiert zu haben. So ist die Situation nicht eskaliert und der Schüler konnte in Ruhe seine Gedanken sammeln und sich mit seinen Gefühlen auseinandersetzen. In der nächsten Stunde sitzt er vielleicht sogar mit Freude neben seinen Mitschülerinnen und nicht nur weil es ihm angewiesen wurde. Die Lehrerin hat damit bewiesen, dass man bei seinen SchülerInnen immer individuell reagieren sollte und es hilft, seine Klasse gut zu kennen.
    LG

  39. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Ich finde den Artikel sehr interessant. Ich denke ebenfalls, dass die Leherin richtig gehandelt hat. Eine bessere Reaktion wäre mir nicht eingefallen. So wie ich den Schüler nach der Beschreibung einschätze, hätte er bei einer Sanktion wahrscheinlich weiterhin trotzig verweigert.

  40. Hallo Laura,
    danke für das Teilen deiner Erfahrung! Da sieht man auch, wie gut es ist, seine Klasse zu kennen und das Handlungsweisen IMMER individuell angepasst werden müssen. Ich finde es echt toll, wie ruhig die Lehrerin reagiert hat und das bestärkt mich auch sehr in meinen eigenen Vorstellungen von Unterricht.
    Liebe Grüße
    Helena

  41. Hallo Laura,

    zuerst vielen Dank für dein Beitrag.

    Ich finde solche Situationen immer schwer zu lösen und deswegen ist es sehr wichtig Beispielsfälle zu kennen.

    Ich weiß selbst nicht wie ich an diese Situationen reagieren hätte.
    Mir würde beunruhigen, dass der Schüler während des Unterrichtes nicht lernte.
    Aber wenn ein Kind sich zurückzieht, weiß ich selbst nicht was wäre eine schnelle Lösung dafür.
    Ich hatte als Kind eine sehr aggressive Lehrerin, sie hat sich immer geärgert über mein Verhalten. Ich würde mich oft bei einige Aufgabe frustrieren und blockieren, aber die Reaktion der Lehrerin hat mich kaum geholfen und am Ende hatte ich nur Angst vor sie.

    Ich glaube eine respektvolle Beziehung zwischen Lehrer und Schüler fundamental für den Verlauf der Unterricht ist und manchmal wird das auch bedeuten, die Schüler/innen in Ruhe zu lassen.

    Was mir persönlich beindruckt hat, ist die Entschuldigung des Schülers. Er hat über ihr negatives Verhalten nachgedacht und korrekt reagiert.
    Wenn das nicht der Fall wäre, würde ich als Lehrerin von der SuS es verlangen.

    MfG
    Maria

  42. Liebe Laura,
    ich bin beeindruckt davon, dass Felix in dieser Situation Einsicht gezeigt hat. Oft stellen Schüler sich dann ja weiter quer. Wie man dann handelt, wenn Felix auch am nächsten Tag streikt ist wirklich eine interessante Frage. Offensichtlich konnte die Lehrkraft Felix aber richtig einschätzen, sodass sie ihn richtig behandelt hat. Daran sieht man mal wieder, wie wichtig Menschenkenntnis im Lehrerberuf ist.
    Persönlich muss ich wohl zugeben, dass ich in der 3. Klasse bestimmt nicht die Einsicht gezeigt hätte wie Felix, wenn ich zuvor ebenso gestreikt hätte.

    Liebe Grüße
    Janek

  43. Liebe Laura J., ich denke es ist sehr wohl angebracht von SchülerIn zu SchülerIn unterschiedlich zu reagieren, wenn dies in einem fairen Bereich geschieht. Wie du die Situation beschrieben hattest, war dies bei Felix der Fall, da die Lehrerin wusste, dass dieser zu Wutausbrüchen neigt und dies somit eine andere Herangehensweise an den Schüler bedurfte. Des Weiteren, ist die Frage wie man es schafft Kinder zur Einsicht zu bringen, eine sehr schwierige, da dies von Kind zu Kind unterschiedlich ist. Ich denke, dass die Reaktion der Lehrerin, Felix nicht zu zwingen an seinen Platz zu gehen und diese Situation nicht weiter zu beachten, sehr von Vorteil war. Die Lehrerin gab ihm somit die Zeit für eine Entscheidung bzw. eine Verhaltensänderung. Falls dies mal nicht gelingen sollte, würde ich nach dem Unterricht ein klärendes privates Gespräch mit dem/der SchülerIn suchen und die positiven Aspekte des neuen Sitzplatzes aufweisen. Zu guter Letzt, ist es meiner Meinung nach immer möglich angemessen zu reagieren, indem man fair ist, Empathie zeigt und seine Emotionen gut reguliert, was ich aber nicht in jeder Situation für leicht halte.

  44. Hey Laura,

    ich finde die Lehrerin hat sich richtig verhalten. Wäre Felix weiterhin bockig geblieben, hätte man mit ihm am Ende der Stunde wohl einen Kompriss finden müssen. An diesem Beispiel ist es schön zu sehen, dass es keine allgemeine Lösung für solche Fälle gibt. Jedes Kind denkt und verhält sich anders, deshalb ist es gut, wenn man seine Klasse kennt, um je nach Situation angemessen einzugreifen.

    Liebe Grüße
    Sarah

  45. Hallo Laura,

    vielen Dank für deinen interessanten Beitrag. Ich finde, die Lehrerin hat sehr gut reagiert. An der von dir beschriebenen Situation wird deutlich, wie wichtig es ist, seine SuS zu kennen, um so richtig einschätzen zu können, wie man in einer bestimmten Situation reagieren soll. Ich wüsste nicht, wie man in dieser Situation hätte anders reagieren können. Die Reaktion zu einer bestimmten Situation sollte immer an den Schüler oder die Schülerin angepasst werden. Bei einem anderen Schüler hätte die Lehrkraft evtl. darauf bestanden, dass dieser sich an seinen neuen Platz setzt. Bei Felix aber nicht, da sie wusste, dass er wahrscheinlich ausgerastet wäre. Leider ist es aber nicht immer möglich angemessen zu reagieren, da man oft keine Zeit dafür hat bzw. im Unterricht oft auch nicht die Möglichkeit dazu hat.

    Liebe Grüße
    Eren Sarikaya

  46. Liebe Laura,
    ich bin über die Einsicht des Jungen mehr als erstaunt. Die Lehrerin hat komplett richtig agiert und scheint ihren Schüler gut zu kennen. Ich denke, dass wenn sie sich weiter mit dem Jungen auseinander gesetzt hätte bzw. ihn provoziert hätte, die Lage schnell eskaliert wäre. Ich verstehe daher umso mehr, warum die Lehrerin sich so über seine Entschuldigung gefreut hat, da sie ziemlich unerwartet kam. Ich finde es erstaunlich, welche Auswirkungen eine solch spontane Handlung der Lehrerin auf die Einsicht eines Schülers haben kann, zumal diese die Situation unter Zeitdruck richtig einschätzt und dementsprechend handelt.

    Liebe Grüße

    Melissa

  47. Guten Tag,

    ich finde ebenfalls das die Lehrerin gut gehandelt hat. Ich wüsste selbst nicht wie mit Felix umzugehen sie. Allerdings hätte ich ihn nicht stehen gelassen. Vermutlich hätte ich ein Extrawurst gemacht und ihn zwischen ein Mädchen und einem Jungen gesetzt. Man kann ja auch niemanden zwingen sich neben zwei Mädchen zu setzen. Oder? Ich weiß es nicht….

  48. Hallo Laura,

    vielen Dank für deinen Beitrtag! Ich hätte an der Stelle der Lehrkraft glaube ich auch auf ähnliche Weise reagiert, um meinen primären Handlungsvektor nicht zu unterbrechen. Jedoch denke ich auch, wie du, dass eine gut Kenntnis der verschiedenen Persönlichkeiten der Schüler entscheidend ist. Es gibt sicher auch SuS, die in dieser Situation angefangen hätten andere SuS zu stören und vom Unterricht abzuhalten. Wenn mir keine andere Möglichkeit der Fortsetzung eines funktionierenden Unterrichts eingefallen wäre, hätte ich den Unterricht kurzzeitig pausiert und dem Jungen vermutlich die Möglichkeit einer veränderten Sitzordnung eingeräumt, wobei jedoch die Zustimmung aller Beteiligten zentral für mich wäre.

    Liebe Grüße Leon

  49. Hallo,

    eine schwierige Situation. Es gibt hier meiner Meinung nach nicht „die!“ Lösung für solch eine Situation. Die Lehrkraft hat erkannt, dass der Schüler „bockig“ war und hat sich entschieden die Situation erstmal auf sich beruhen zu lassen, damit der Unterricht weiter gehen kann. Ich finde außerdem gut, dass die Lehrkraft versucht hat, dem Schüler zu erklären, dass der neue Sitzplatz neben den Mädchen nicht schlimm ist.

    Das der Schüler sich danach entschuldigt hat, hätte ich auch nicht erwartet.

  50. Hallo Laura,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Ich war total davon überrascht, dass Felix sich am Ende der Stunde sogar von sich aus entschuldigt hat. Die Lehrerin kannte den Schüler schon und wusste, wie sie mit der Situation umgehen musste, um eine Unterrichtsstörung zu vermeiden. Sie hat spontan und angemessen gehandelt und kann ihre SchülerInnen gut einschätzen. Ich finde es wichtig zu wissen, dass man nicht für jedes Problem / jede Situation eine optimale Lösung hat. Man muss lernen auf die Schüler individuell einzugehen. Bei anderen Schülern wäre eventuell eine andere Reaktion von Vorteil gewesen. Deswegen finde ich sehr wichtig eine gute Beziehung zu den Kindern aufzubauen, um sie besser einschätzen zu können und somit besser mit ihnen zu arbeiten.

    Liebe Grüße,
    Delfine

  51. Hallo Laura,
    vielen Dank für die Schilderug dieser Situation. Ich finde, dass die Lehrkraft hier wirklich gut reagiert hat, da der Konflikt nicht zu sehr den Unterricht gestört und andere vom lernen abgehalten hat.
    Von der Reaktion am Ende war ich sehr überrascht und kann mir aber auch gut vorstellen, dass andere Kinder anders reagiert hätten. Eventuell wäre hier dann noch ein einzelnes Gespräch nötig gewesen. Die Lehrerin hat somit ruhig und sachlich reagiert. Ebenso hat die Lehrerin dem schüler Zeit für eine Verhaltensänderung eingeräumt, was sich letztenendes ja auch ausgezahlt hat.

    Liebe Grüße
    Klaas

  52. Liebe Laura,
    die von dir geschilderte Situation hat mich wirklich überrascht.
    Ich finde die Reaktion und Handlungsweise der Lehrkraft toll. Sie hat sich über einige Wochen einen Überblick geschafft und daraus ihre Schlüsse gezogen.
    Sie hat sich von Felix und seinem Verhalten nicht aus der Fassung bringen lassen und noch versucht ihm seinen neuen Platz etwas zu verkaufen.
    Ihn nach Ablehnung dort stehen zu lassen und mit dem Unterricht fortzuführen, finde ich dann angemessen. Da sie weiß, dass weitere Diskussionen zu einem größeren Konflikt führen, ließ sie die Situation so stehen. So konnte sie ungestört mit dem Unterricht fortfahren und die Situation hatte keine weiteren Auswirkungen auf die Mitschüler*innen.
    Mit der schlussendlichen Einsicht und Entschuldigung von Felix hätte ich nicht gerechnet.
    Er hat sein Verhalten reflektiert und eingesehen, dass es falsch war obwohl er noch recht jung ist. Ich finde dies zeigt wieder einmal, dass Strafen und lange Diskussionen nicht immer von Nöten sind.

  53. Liebe Laura,
    danke ertsmal für deinen Eintrag. Am anfang des Textes, fande ich die Sanktion den Jugen die ganze Stunde in der Ecke stehen zulassen, zu hart. Zum Ende des Textes hat sich ihre Reaktion auf das Verhalten des Jungens, als richtig heraus gestellt. Aus diesem Blog nehme ich mit, dass man seine Schüler erstmal richtig kennenlernen muss, denn nur so kann man indivuell auf sie eingehen. Eventuell hätte ich nochmal das Gespräch mit dem Schüler nach der Stunde gesucht, aber zum Schluss hat er sein Verhalten ja von selbst eingesehen, was sehr mutig ist.

    Liebe Grüße Rokia

  54. Liebe Laura,

    Ich finde die Situation sehr interessant, die du da geschildert hast. Die Lehrerin scheint deinen Schilderungen nach ihre Schüler*innen wirklich gut zu kennen. Ich wüsste nicht, ob ich in der Situation es „geschafft“ hätte den Jungen wirklich 45 min in der Ecke stehen zu lassen, aber in diesem Fall war es wohl die bessere Variante. In gewisser Weise gab die Lehrkraft dem Schüler dadurch auch mehr Handlungsspielraum, sich z.B. selbst doch auf den Platz zu setzen oder wie am Ende sich für sein Verhalten zu entschuldigen (was mich auch sehr positiv überrascht hat!), als wenn sie den Schüler unter Zwang gestellt oder mit Sanktionen gedroht hätte.
    Ich frage mich in Bezug auf das Thema, was zu der Reaktion des Schülers geführt hat, nämlich zwischen zwei Mädchen zu sitzen, ob dies generell etwas ist, was in der (Grund-)Schule angesprochen werden sollte. Es gibt nehme ich an immer wieder Situationen, in denen Schüler*innen aufgrund des anderen Geschlechts nicht zusammensitzen, zusammenarbeiten wollen, etc. Ich denke es gibt Möglichkeiten, wie in diesem Fall gezeigt, in denen diese Problematik nicht direkt angesprochen werden muss und trotzdem gelöst werden kann. Ich frage mich jedoch, in welchen Situationen bzw. unter welchen Umständen es möglicherweise sinnvoll wäre mit den Schüler*innen konkret über das Thema „Geschlecht“ in einer geeigneten Form zu sprechen oder ob man es als „normale“ Phase von manchen Kindern akzeptiert und organischere Lösungen wie in diesem Fall findet und besser nicht direkt als „Problem“ thematisiert.

    Liebe Grüße
    Johanna

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