„Ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese Klasse genug Konzentration für so eine Aufgabe aufbringen könnte.“

Ein Beitrag von Johanna Rugen

Ich beziehe mich hier auf eine Naturwissenschaftsstunde in der fünften Klasse bei Frau X, in welcher ich im Rahmen meines Praktikums hospitieren durfte. Ich kannte die Klasse bereits aus dem Mathematikunterricht und hatte sie als sehr laut und unruhig, aber auch interessiert und wissbegierig kennengelernt. Demnach war es auch sehr laut im Klassenraum, bis es klingelte und Frau X die Schüler und Schülerinnen aufforderte, aufzustehen. Nachdem dann Ruhe eingekehrt war, begrüßte die Lehrerin die Schüler und Schülerinnen ruhig und sie durften sich setzen. Die Lehrerin leitete die Stunde mit einer Wiederholung der letzten Woche ein und ließ eine Hausaufgabenkontrolle schreiben. Anschließend erklärte sie langsam und ausführlich, was in dieser Stunde gemacht werden sollte. Aufgabe der Stunde war es, mithilfe eines Präparierbestecks die einzelnen Bestandteile einer Blüte voneinander zu trennen und später als Blütendiagramm aufzukleben.
Nachdem Frau X den Schülern und Schülerinnen ganz genau erklärt hatte, was sie tun sollten, hatten diese die Chance, noch einmal Nachfragen zu stellen. Dies nutzten sie auch und die Lehrerin nahm sich geduldig die Zeit, noch mehrmals die Aufgabe langsam zu erklären, bis auch jeder verstanden hatte, was er zu tun hatte. Anschließend erklärte sie genau wo die Schüler und Schülerinnen langgehen sollten, um sich ihr Präparierbesteck abzuholen, damit dabei kein großes Chaos entsteht, was dann auch sehr gut funktioniert hat.
Der Rest der Stunde verlief größtenteils störungsfrei und die Schüler und Schülerinnen haben konzentriert und begeistert an ihren Blütendiagrammen gearbeitet und diese auch bis zum Ende der Stunde fertiggestellt, obwohl die Zeit relativ knapp geplant war.

Meine Einsichten

Als ich hörte, was die Lehrerin mit den Schülern und Schülerinnen vorhatte, war ich zuerst ein bisschen verwundert. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese, in meinen Augen sehr laute und unruhige Klasse, genug Konzentration für so eine Aufgabe aufbringen könnte, ohne dass diese Stunde in einem großen Chaos enden würde. Dies war allerdings absolut nicht der Fall. Zu Beginn der Stunde nahm Frau X sich Zeit, die Schüler und Schülerinnen erstmal komplett nur Ruhe zu bringen. Diese Ruhe konnte sie dann auch im Verlauf der ganzen Stunde durch ihre ruhige und langsame Stimme sowie ihre geduldige Art, welche auf die Schüler und Schülerinnen abfärbte, aufrechterhalten.
Da die Lehrerin geduldig auf die Schüler einging und jede Frage ganz ruhig und freundlich beantwortete, hatten die Schüler und Schülerinnen auch keine Angst, alle Fragen zu stellen und Frau X konnte somit sicher sein, dass auch jeder genau wusste, was zu tun war. Dadurch waren auch die Schüler und Schülerinnen sehr interessiert und konzentriert und haben bis zum Ende sehr gut mitgearbeitet.

Meine Folgerungen

Die Einstellung der Lehrperson färbt auf das Verhalten und Interesse der Schüler und Schülerinnen ab. Da die Lehrerin sehr ruhig und geduldig redete, kam es erst gar nicht dazu, dass bei den Schülern und Schülerinnen Unruhe ausbrach.
Diese Unterrichtsstunde hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, als Lehrer oder Lehrerin mit einer guten Einstellung in den Unterricht zu gehen. Wäre Frau X unstrukturiert oder hektisch in diese Stunde gegangen, hätte sich dies vermutlich auch auf die Schüler und Schülerinnen übertragen und die Stunde wäre nicht so reibungslos verlaufen, wie es der Fall gewesen war.

Meine Anschlussfragen

  • Welche anderen Wege gibt es, die Verbreitung von Unruhe in einer Klasse zu vermeiden?
  • Wie schaffe ich es, immer ruhig und geduldig vor einer Klasse zu stehen?

66 Gedanken zu „„Ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese Klasse genug Konzentration für so eine Aufgabe aufbringen könnte.““

  1. Liebe Johanna,
    deinen Beitrag habe ich als äußerst interessant wahrgenommen. Du selbst hast die Klasse als eher laut und unruhig wahrgenommen. So wird es der Lehrerin auch gegangen sein. Viele Lehrkräfte, die Klassen bereits einmal als störend empfunden haben, gehen immer wieder mit einem schlechten Blick auf diese in den Unterricht. Daher finde ich es toll zu lesen, dass sich diese Lehrerin Zeit für die SuS genommen, so ruhig geblieben und jede Frage geduldig beantwortet hat. Andere Lehrer hätten sicherlich gesagt, dass die SuS besser hätten zuhören oder es sich gegenseitig erklären sollten.
    Unruhe könnte man eventuell dadurch vermeiden, dass man den jeweiligen S auf sein Fehlverhalten aufmerksam macht und auf das korrekte Verhalten der anderen SuS hinweist, die es schaffen, ruhig und konzentriert zu arbeiten.

  2. Liebe Johanna,

    dein Beitrag ist wirklich spannend, da du die Klasse in zwei unterschiedlichen Fächern erleben durftest. Es stellt sich also heraus, dass Frau X mit ihrer geduldigen Art einen großen Einfluss auf die SuS hat.
    Durch das ausführliche Beantworten von Fragen, der ruhigen Grundstimmung und dem festgelegten Weg zum Abholen des Präparierbestecks schafft die Lehrerin keinen Raum für Störungen und die Unterrichtsvorbereitung zahlt sich aus. Mich hätte das Vorgehen des Mathe Lehrers sehr interessiert, ob er hektischer oder ungeduldiger ist bzw. wie stark sich die beiden Unterrichtsführungen voneinander unterscheiden.
    Dein Beispiel zeigt, dass eine gute Vorbereitung schon sehr viel zum Gelingen des Unterrichts beitragen kann und das Geduld manchmal wichtiger als ein strenger Tonfall ist.

    Freundliche Grüße
    Lisa

  3. Liebe Johanna,

    die von dir beschriebene Situation finde ich sehr interessant! Ich gebe dir auf jeden Fall Recht, dass eine ruhige und geduldige Einstellung der Lehrkraft ein wichtiger Faktor ist, der durchaus Einfluss auf die Stimmung der SuS hat und in Sicherheit sowie Ordnung münden kann. Ein Erfolg ist es sicherlich, wenn man es als Lehrkraft schafft, dies auch konsequent einsetzen zu können.
    Ich finde es außerdem toll, dass Frau X sich am Anfang der Stunde die Zeit genommen hat, das Handlungsprogramm der Unterrichtsstunde detailliert zu erklären und sichergestellt hat, dass alle SuS dieses auch verstehen. Somit lässt sich verhindern, dass das Handlungsprogramm im Laufe der Stunde durch etwaige Verwirrung gestört wird und die Konzentration, die du beschrieben hast, wäre somit vielleicht aufs Spiel gesetzt worden.

  4. Liebe Johanna,

    danke für das Teilen deiner Erfahrung! Ich denke die Lehrerin wird die Klasse ebenfalls eine laute Klasse wahrgenommen haben und deshalb so gehandelt haben. Ich finde es gut, dass die Lehrerin so gehandelt hat und die Schüler und Schülerinnen zur Ruhe bringen konnte. Aus meiner eigenen Schulerfahrung hätte ich nicht gedacht, dass das auf diese Art und Weise klappt, aber dadurch, dass die Lehrerin sich am Anfang Zeit genommen hat, gab es keinen weiteren Raum für Störungen und alle Kinder konnten ruhig an ihrer Aufgabe arbeiten. Die Lernzeit wurde somit für alle angenehm gestalten und maximiert.

    Liebe Grüße
    Cassandra H.

  5. Liebe Johanna,
    als ich deinen Beitrag las, musste ich sofort an das Thema: Emotionsinduktion und ‐regulation und Theory of Mind denken, sowie an den FEASP-Ansatz. Ich kann mir vorstellen, dass ein emotionsregulierter Unterricht präventiv Unterrichtsstörungen/-unruhen abschirmen kann. So ähnlich hat das ja auch in deinem Beispiel geklappt.
    Ich bin auch der Meinung, dass es einen entscheidenen Faktor spielt wie die Lehrkraft den Raum betritt und wie sie gestimmt ist. Ich denke, dass es echt nicht leicht ist nach einer sehr unruhigen Unterrichtsstunde in die nächste Klasse zu gehen und die schlechte Laune und Anstrengung hinter sich zu lassen. Ich glaube aber, dass dieses Verhalten die nächste Stunde nicht positiver gestalten lässt.
    Ich finde, wenn man eine*n gut gelaunte*n Lehrer*in vor sich zu stehen hat, der/die auf den Unterricht Lust hat, dass es die Schüler ansteckt und die Motivation sowie die Freude steigert.

  6. Liebe Johanna,

    Vielen Dank für den interessanten Beitrag! Es ist wirklich interessant, dass du die Klasse in zwei verschiedenen Unterrichtsstunden unterschiedlich wahrgenommen hast. An dieser Situation ist gut zu erkennen, wie sehr die Lehrperson Einfluss auf die Klasse und deren Verhalten hat. Es ist bestimmt nicht einfach, eine unruhige und laute Klasse zur Ruhe zu bringen. Durch ihr ruhiges Verhalten und ihre Geduld, hat sie die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schülern bekommen. Eine solche schwierige und komplexe Aufgabe verständlich zu vermitteln ist ebenfalls eine Herausforderung. Dass sich die Lehrerin aber viel Zeit genommen hat, die Aufgabenstellung ausführlich und genau zu erklären und dann auf Rückfragen geduldig eingegangen ist, zeigt, dass dieses Vorgehen für einen geordneten und verständlichen Unterrichtsablauf wichtig ist. Nicht jeder Schüler versteht auf anhieb alle Arbeitsschritte und den allg. Ablauf -> besonders wenn es unruhig in der Klasse ist. Als Lehrperson sollte man viel Geduld, Verständnis und Zeit in die Aufgabenerklärung investieren -> reibungsloser Ablauf. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Stimmung der Lehrperson. Ist diese motiviert und hat Spaß und Freude an dem Thema, motiviert sie ebenfalls die Schüler und sichert dadurch deren Interesse und Aufmerksamkeit.

    Liebe Grüße,
    Alicia

  7. Die beschriebene Stunde finde ich sehr spannend. Sie zeigt, was ich auch von kleinen Kindern kenne, dass die erwachsene Person eine große Rolle in der Regulation der Kleinen spielt. Bei Babys wird da oft von Spiegelhormonen gesprochen, aber das scheint auch noch recht lange so weiter zu funktionieren. Durch die ruhige Art der Lehrerin ko-regulieren sich die Kinder und können selbst Ruhe finden. Es klingt auch sehr gut, wie sie auf die Schüler*innen mit Geduld eingeht und ihnen den Raum gibt, die Aufgabe für sich zu klären. Die Atmosphäre des Unterrichts klingt auch sehr positiv und entspannt, was gute Voraussetzungen fürs Lernen sind.
    Diese Situation zeigt, wie wichtig es ist als Lehrperson bei sich selbst und in dem Moment zu sein, und was das für einen Unterschied für die Klasse und die Arbeitsatmosphäre macht.

  8. Hallo Johanna,
    vielen Dank für diesen informativen Beitrag.
    Ich finde es sehr interessant, dass die Lehrerin scheinbar unvoreingenommen in diese wie du sagst „unruhige Klasse“ geht. Ich glaube das ist eine wichtige Eigenschaft. Lehrpersonen, die schon mit negativen Gefühlen in die Klasse hereingehen werden wahrscheinlich einen nicht sehr produktiven Unterricht haben. Die SuS merken, wenn eine Lehrkraft selbst keine Lust auf ein bestimmtes Thema oder auf die Klasse hat. Wichtig war hier auch, dass die Lehrerin genau die Aufgabe erklärt und alle Fragen beantwortet, denn die SuS fühlen sich dadurch respektiert und respektieren dementsprechend auch die Lehrerin.
    Es ist schön zu lesen, dass es Lehrkräfte gibt, die unvoreingenommen in die Klasse gehen und den SuS zutrauen trotzdem komplexe Aufgaben zu bewältigen obwohl die Klasse eigentlich einen Ruf als unruhig und laut hat.
    Grüße
    Antonia

  9. Liebe Johanna,

    danke für diesen interessanten Mikroartikel! Ich denke, dass die Lehrerin hier vorbildlich gehandelt hat. Durch ihre ruhige und gelassene Ausstrahlung, konnte sie die gesamte Klassenatmosphäre positiv beeinflussen. Erst durch ein ruhiges Klassenklima, kann effektives Lernen stattfinden. Besonders beeindruckend finde ich, dass selbst unruhige Klassen, mit der richtigen Vorbereitung der Lehrkraft, dazu gewillt sind das Arbeitsbündnis mit der Lehrkraft aufrechtzuerhalten.
    Liebe Grüße
    Jordan

  10. Liebe Johanna,

    vielen Dank für deinen interessanten Blogeintrag!
    Die von dir geschilderte Situation finde ich sehr spannend. Mit ihrer ruhigen und geduldigen Ausstrahlung hat die Lehrerin es geschafft, diese Grundatmosphäre an die Schüler*innen der Klasse weiterzugeben. Indem sie das Handlungsprogramm zu Beginn der Stunde detailliert beschreibt und den SuS Raum für ihre Fragen gibt, beugt sie einem möglichen Durcheinander oder folgenden Störungen im Unterrichtsverlauf vor. Die positive und freundliche Stimmung, mit der die Lehrerin verständnisvoll alle Schüler*innen und deren Fragen wahrnimmt, zeugt von einer guten Lehrer-Schüler-Beziehung, die von gegenseitigem Respekt geprägt ist. An diesem Beispiel sieht man, dass die Lehrkraft mit ihrem Auftreten positive Auswirkungen auf das Verhalten der sonst unruhigen Klasse nehmen konnte.

    Liebe Grüße,
    Clara

  11. Liebe Johanna,
    was du da beobachten konntest ist sehr interessant. Oft gab es bei mir im Unterricht das Problem, dass die Zeit zu knapp geplant wurde. Ich finde es sehr schön zu sehen, dass die Lehrkraft alles gut im Voraus geplant hat und es zu keinen Zeitproblemen kam. Ebenfalls ist es toll, dass sie auf alle Fragen ruhig und gelassen eingeht und diese beantwortet. Aus Erfahrung scheitert die Unterrichtsplanung oft an den Fragen, welche Umfangreicher sind, als sie scheinen.
    Vielen Dank, dass du diese Erfahrung mit uns geteilt hast.

    Liebe Grüße
    Alina

  12. Immer ruhig und geduldig vor einer Klasse zu stehen ist für mich einer der großen Kompetenzen des Lehramtes. Ich kann gut nachvollziehen, dass sich dabei die Frage stellt, wie man das denn eigentlich immer schaffen kann. Für mich lässt sich das generell auf Berufe im sozialen Bereich anwenden. Auch als Betreuer*in oder Lehrkraft ist man menschlich. Womöglich kommt es auch mal vor, dass man ungeduldiger ist als sonst. Generell ist hierbei meiner Meinung nach auch Zeit und Erfahrung der Schlüssel. Das Handeln der Lehrerin wirkt so, als ob sie die Klasse schon kennt und einschätzen kann, was die Klasse braucht. Wenn man sich dadurch sicher ist, dass das Handlungsprogramm dieser Stunde funktionieren kann und dass die Strategien zur Prävention und Intervention zu den Schüler*innen und dem Klassenklima passen, dann wird man als Lehrkraft in dem Moment vielleicht auch ruhiger und geduldiger.

  13. Liebe Johanna,
    vielen Dank für deinen interessanten Blogbeitrag. Er hat mir sehr gut gefallen.
    Die Situation, welche du beschrieben hast, kommt mir aus meine Schulzeit sehr bekannt vor, weshalb ich es sehr interessant fand und gerne weiter gelesen habe. Meine Klasse war auch sehr aufgeweckt und oft sehr laut aber dennoch haben wir bei Arbeitsaufträgen, die gut vermittelt wurden und interessant waren sehr wissbegierig mitgearbeitet. Das kam auch bei uns ganz auf die Lehrkraft an. Ich halte es für sehr wichtig, dass Lehrkräfte eine gewisse Grundruhe ausstrahlen, da sie den Schülerinnen und Schülern dadurch auch eine gewisse Sicherheit vermittelt und ihnen das Gefühl geben mit ihnen arbeiten zu wollen. Die Schülerinnen und Schüler haben nichts davon, wenn eine Lehrkraft schon gestresst und aufgewühlt die Stunde beginnt und mit Schreien versucht die Klasse ruhig zu stellen.

    Liebe Grüße
    Chantal

  14. Liebe Johanna,
    deinen Blogeintrag empfinde ich als sehr gelungen und interessant. Meiner Meinung nach zeigt die geschilderte Situation, wie man eventuell später auftretende Störungen von Beginn an vorbeugen kann,indem man zu Beginn der Stunde alle offenen Fragen klärt. Die Lehrerin ist sich bewusst, dass es sich hierbei um eine eher unruhige Klasse handelnt und dennoch geht sie mit einer positiven Einstellung in den Unterricht rein und geht geduldigt mit der Situation um. Die Kinder kriegen ihre Zeit, die Aufagebenstellung zu verstehen und zu verinnerlichen, denn die Lehrerin nimmt sich für jede Frage zeit. Ich finde daran merkt man, dass die Einstellung der Lehrerin sich auch auf die Klasse abfärbt.

    Liebe Grüße,
    Hümeyra

  15. Hallo Johanna,
    es ist schön zu lesen, dass die Lehrperson ruhig geblieben ist. Sie hat bestimmt gute Erfahrung mit dieser Strategie gesammelt. Die SuS merken, dass die Lehrkraft nicht resigniert und laut oder wütend wird. Dieses entgegengebrachte Vertrauen wird die SuS motivieren da ihnen etwas zugetraut wird.
    Maßgeblich ist die gute Strukturieung der Lehrkraft sowie die Klärung aller offenen Fragen zu Beginn der Stunde.
    Liebe Grüße
    J. Lang

  16. Liebe Johanna,
    danke für deinen Tollen Eintrag. Ich finde die Situation zeigt uns, dass eine ruhige und bestimmte Art auf die Schüler abfärben kann und diese von ihnen adaptiert wird. Die Lehrerin hat im Vorhinein alle Fragen geklärt und somit praktisch auch das Risiko von Unruhe minimiert, denn wenn alle SuS ihre Aufgaben lösen können und wissen wie es weiter geht, dann entsteht keine Langeweile und dadurch auch keine Unruhe. Ich finde es sehr schön wie sie mit dieser, Dir sonst als unruhig bekannten Klasse, umgegangen ist und auch Dich damit überrascht hat, da Du ja nicht angenommen hattest, dass die Klasse diese Aufgabe in der knappen Zeit schaffen und ruhig arbeiten würde. Man sieht an diesem Beispiel sehr schön, dass die Emotionen der Lehrer wichtig sind und die Schüler dadurch beeinflusst werden können – so wie in diesem Fall nämlich ins positive.

  17. Liebe Johanna,

    Ich finde diesen Beitrag sehr interessant, weil man sehen kann, was für einen Einfluss die Lehrkraft auf die Schülerinnen und Schüler haben kann. Die Lehrerin X ist gut vorbereitet und möchte ihr Handlungsprogramm ohne Störungen erfolgreich abschließen. Die Lehrperson gibt der Klasse ein gutes Gefühl, indem sie die Aufgabe genau erklärt und jede Frage zulässt. Somit zeigt sie Verständnis für die Kinder, denn, wie es immer so schön heißt: ,, Es gibt keine dummen Fragen.“ Ich finde es beeindruckend, dass die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe motiviert beendet haben.

    Liebe Grüße
    Helene Piep

  18. Liebe Johanna,
    ich finde, dass die Handlung und die Einstellung der Lehrkraft total bemerkenswert ist. Durch deinen Beitrag kann man erkennen, welchen Einfluss eine Lehrkraft auf ihre Klasse haben kann (im positiven und negativen Sinne). Da die Lehrerin wahrscheinlich aus vorherigen Stunden weiß, wie unruhig die Klasse ist, weiß sie ganz genau wie sie sich zu verhalten hat und auch was für ein Einfluss ihr Verhalten auf die Schüler hat. Durch ihre ruhige Art und ihre Offenheit für Fragen, wissen die Schüler ganz genau was zu machen ist, da sie keine Fragezeichen mehr im Kopf haben. Dadurch konnten die Schüler genug Konzentration für eine Aufgabe aufbringen.
    Vielen Dank für deinen Beitrag!

    Liebe Grüße
    Gizem

  19. Liebe Johanna,
    vielen Dank für den interessanten Beitrag.
    Ich teile Deine Meinung absolut, dass die Einstellung und auch das Verhalten der Lehrkraft einen großen Einfluss auf die SuS hat.
    Mein Gedanke war nur, ob es unter Umständen auch zu Unruhen kommen könnte, wenn die Lehrkraft für das Erklären einer Aufgabe „zu lange“ braucht und SuS, welche die Aufgabe bereits verstanden haben, sich dann letztendlich langweilen und man so ihre Aufmerksamkeit verliert. Es gibt ja teilweise auch Techniken die Schüler*innen bereits beim Erklären der Aufgaben mit einzubinden. Das finde ich teilweise auch eine sehr gute Möglichkeit.

  20. Liebe Johanna,

    vielen Dank, dass du das Erlebnis geteilt hast.
    Der Effekt, dass sich eine ruhige und entspannte Einstellung auf die Kinder auswirkt zeigen deine Beobachtungen und es macht auch sehr viel Sinn.
    Persönlich bin ich ein Mensch, der sehr energiegeladen und motivierend ist. Ich frage mich, ob das in solchen Fällen dann sogar kontraproduktiv ist. Man muss sich wirklich Fragen, welche Haltung ist für die SuS gerade wirklich hilfreicher.
    Eine Klasse mit sehr viel Energie und Wissbegier, wie du sie beschrieben hast, braucht offensichtlich keine verstärkte zusätzliche Motivation. Damit würde man sie vielleicht nur noch mehr aufregen und das würde zu Unruhe führen.

    Liebe Grüße,
    Wiebke

  21. Liebe Johanna,

    ich finde deinen Beitrag sehr interessant und informativ. Er zeigt, wie man als Lehrer mit einer solchen Situation umgehen kann. Ich finde es sehr gut, dass die Lehrerin sich nach der Aufgabenstellung viel Zeit für SuS genommen hat, um alle Fragen zu beantworten. So wurde jeder Schüler abgeholt und es blieben keine weiteren Fragen offen. Ebenfalls lobenswert finde ich die Art und Weise, wie die Lehrerin ihren Unterricht führt. Gerade mit Ruhe, Gelassenheit und Stimmlage, sowie Lautstärke kann man eine Menge erreichen. Ich finde es sehr gut, dass du die Klasse in zwei Fächern begleiten durftest. Somit konntest du mehrere Erfahrungen machen und Vergleiche ziehen.
    Jede Klasse ist anders, jede Situation in einer Stunde ist individuell und hat viele Faktoren, die man als Lehrkraft berücksichtigen muss. Deshalb ist es wichtig herauszufinden, was für die Klasse am Besten ist, was für dich selbst ist gut und wie verhalte ich mich. Selbstreflexion ist enorm wichtig, aber auch die Auswertung einer Stunde hilft dabei, seinen Unterrichtsstil zu finden, um ein guter Lehrer zu werden.

    Danke für deinen Beitrag

    Liebe Grüße

    Marius

  22. Liebe Johanna,
    es ist doch sehr erfreulich, wenn es sich auszahlt, am Anfang die Geduld zu haben, alles ganz genau und vielleicht sogar mehrfach zu erklären. Dein Beitrag zeigt dies auf besonders klare Art und Weise. Die geschilderte Situation lässt sich sicherlich auf viele andere Lernsituationen, wie Lernbuffets oder Stationsarbeiten, übertragen. Gerade, wenn ein Thema über mehrere Stunden geht, ist die Klärung aller Fragen zum Handlungsprogramm am Anfang der Einheit essentiell und unerlässlich.
    Vielen Dank für den tollen Beitrag!
    Viele Grüße
    Theo

  23. Liebe Johanna,
    dein Mikroartikel ist ein schönes Beispiel dafür, dass Verhalten abfärben kann und Regeln wie auch Rituale gut funktionieren können. Das Klassenritual, welches Sie gleich zu Beginn des Unterrichtes eingebaut hat (das Aufstehen und zur Ruhe kommen) sorgte für einen disziplinierten Start in den Unterricht. Durch die Ruhe der Lehrerin selbst, welche Sie konsequent gehalten hat, wurde die aufgebaute Ruhe gehalten und durch die festgelegten Regeln ein Chaos vermieden.
    Der Artikel erinnert mich an eine Lehrerin, welche ebenfalls von uns erwartete, dass wir aufstehen und uns zunächst begrüßen. Es war ein Ritual, welches für Ruhe sorgte. Die Ruhe hielt meist auch sehr lange. Grund hierfür war jedoch nicht die Ruhe der Lehrerin. Eher die strenge und angespannte Atmosphäre, welche geschaffen wurde. Lernen hat somit definitiv keinen Spaß gemacht. Entsprechend waren die Erfolge nach jedem Test sichtbar…Verhalten, Regeln und Rituale müssen, wie in diesem Artikel, im Einklang stehen.

    Liebe Grüße
    Sinan Dogan

  24. Liebe Johanna,
    deine Erfahrung ist eine, die ich so selbst auch schon gemacht habe. Ein großer Teil der Ausstrahlung und des Verhaltens der Lehrkraft überträgt sich auch auf die SuS. Deswegen ist es nicht nur wichtig, vorbereitet in den Unterricht zu kommen, sondern dort auch die Ruhe zu bewahren, selbst wenn der Unterrichtsverlauf vom eigentlichen Handlungsplan abweichen sollte. Die SuS werden in den meisten Fällen dementsprechend darauf reagieren.

    Liebe Grüße
    Marcella

  25. Liebe Johanna,

    Es ist interessant zu sehen, wie die Lehrerin gehandelt hat. Sie wusste von vorne rein, dass genau diese Klasse zu den unruhigen und störungsanfälligen gehört und dann gleich von Anfang der Stunde dagegenwirkt. Das ruhige und konzentrierte Verhalten der Lehrerin hat sich definitiv auf die SuS übertragen, dass habe ich auch sehr oft selbst in meiner Schulzeit erfahren. Gleichzeitig war das Unterrichtsgeschehen nicht durcheinander, die Lehrerin hat also auch auf die Situationen ihre Ruhe übertragen können. Auch schön ist es zu sehen, wie die Lehrerin sich für jeden Schüler und Schülerin die Zeit genommen hat, dabei haben die SuS, wenn auch unterbewusst, mitbekommen, dass die Lehrerin interessiert an den Lehrvorgang der SuS ist.

    Liebe Grüße,
    Michelle.

  26. Liebe Johanna,
    Vielen Dank für deinen interessanten Beitrag!
    Ich denke, dass es eine besondere Kunst ist, sich nicht – durch persönliche Umstände oder Vorurteile gegenüber Klassen – aus der Ruhe bringen zu lassen.
    Wie du sehr schön beschrieben hast, ist die eigene Ausstrahlung oftmals sehr wichtig für den Umgang mit SchülerInnen.
    Wahrscheinlich wird es keiner schaffen IMMER ruhig und geduldig vor Klassen zu stehen. Aber mit gut genutzten Pausen und dem Bewusstsein, dass Energien übertragbar sind, ist es möglich, einer Klasse die verdiente Geduld zu schenken.

    Liebe Grüße,
    Aneska

  27. Hallo Bettina,
    die Situation, die du beschrieben hast, kommt mir aus meiner eigenen Schulzeit noch sehr bekannt vor. Sie zeigt, dass man als Lehrkraft einen großen Einfluss auf die Klasse und damit auf den Ablauf der Unterrichtsstunde hat. Wenn man selbst eine Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt, färbt das natürlich ab. Die Lehrerin drängte die Kinder nicht und gab ihnen genug Zeit um sich langsam zu konzentrieren. Das Handlungsprogramm war ganz klar und eindeutig formuliert bzw. wurden alle offene Fragen sofort geklärt. Je klarer die Strukturen, desto weniger Unruhe entsteht. Auch Rituale, wie das gemeinsame Aufstehen zur Begrüßung, helfen dabei.
    Die eigene Ruhe kommt sicherlich mit der Zeit und mit Erfahrung. Bis dahin muss man sich klar darüber sein, dass es der beste Weg ist, um Unruhe nachhaltig in der Klasse zu vermeiden.

  28. Liebe Johanna,
    ich fand es sehr spannend zu lesen, wie dich die sonst so unruhige Klasse davon überzeugen konnte, dass sie dazu fähig war, auch umfangreichere Aufgaben angehen zu können. Ich glaube, dass die Lehrerin das Handlungsprogramm für diese Stunde so klar und deutlich rüberbringen konnte, dass die Klasse sich voll und ganz auf die Aufgaben konzentrieren konnte. Das ist eine sehr wichtige Einsicht. Danke, dass du sie mit uns geteilt hast.

    Liebe Grüße
    Roxane P.

  29. Hallo Johanna,

    interessanter Beitrag für gelungenes Klassenmanagement!
    Das Handlungsprogramm der Lehrerin war offensichtlich klar strukturiert und wurde unterstützt durch eindeutige Regeln, Zeitmanagement und direkter Kommunikation. Durch die geduldige und nette Art hat es anscheinend sowohl den SuS als auch der Lehrerin Spaß gemacht diese Stunde durchzuführen.

    Beste Grüße
    Nick

  30. Liebe Johanna,
    ich finde es sehr interessant, dass die sonst so unruhige Klasse in der NAWI-Stunde ein komplett anderes Verhalten gezeigt hat. Anhand deiner Geschichte erkennt man, was für einen großen Einfluss die Art und Weise des Unterrichtens sowie das Verhalten des Lehrers auf das Klassenklima haben.
    Ich vermute, dass die Nawilehrerin durch ihre freundliche Art und eine gute Unterrichtsstruktur und -art die Motivation der Schüler und Schülerinnen gesteigert hat. Ich finde es gut, dass die Lehrerin nachgefragt hat ob Fragen bestehen. So kam es nicht zu Unruhen aufgrund von Missverständnis und Verwirrung.
    Vielen Dank, dass du deine Erfahrung mit uns geteilt hast!
    Liebe Grüße
    Ella 🙂

  31. Ja, du hast vollkommen Recht: Das Verhalten, ob offensichtlich oder subtil, wird gespiegelt – sich auf die Atmosphäre in der Klasse und ihr Verhalten auswirken. Unsicherheit oder Ungeduld spiegelt sich schnell in ihnen wieder. Die SuS werden merken, in welcher Form die Lehrkraft sich befindet, deshalb ist es wichtig, bei „Knackpunkten“ des Unterrichts, wie der Aufgabenstellung oder beim Erklären eines inhaltlich wichtigen Aspekts, Ruhe, Bestimmtheit und Konzentration auszustrahlen, weil der Verlauf und Erfolg der Stunde davon abhängt. Schön, dass die Klasse deine Erwartungen hier übertroffen hat – das motiviert, sich im Studium mit den pädagogischen und didaktischen Mitteln einer Lehrkraft, die so essenziell sind für den Erfolg des Unterrichts, auseinander zu setzen.

  32. Liebe Johanna,

    vielen Dank für deinen Blogbeitrag.
    Es ist wirklich erstaunlich wie leicht die eigene Stimmungslage auch auf andere abfärben kann. Von daher finde ich es wichtig, dass man sich später auch nicht zu sehr von Meinungen anderer Kollegen beeinflussen lässt. Man sollte unbefangen in eine Klasse gehen und nicht schon mit schlechten Gedanken (ob die Klasse bei mir auch so laut ist, wie beim Kollegen X? etc.).
    Dennoch stelle ich es mir im späteren Schulalltag schwer vor immer die Ruhe zu bewahren, gerade wenn man spontan mal so eben eine Vertretungsstunde geben soll und nicht genau weiß, was einen erwartet.
    Aus der Erfahrung mit meinen eigenen Kids weiß ich aber, dass es sehr sehr wichtig ist die Ruhe und Nerven zu bewahren. So lassen sich sehr viele Situationen lösen, ohne dass sie eskalieren und es zu eventuellen Monsterausbrüchen kommt.
    Dein Blogbeitrag lässt mich hoffen, dass man auch im Schulalltag die Ruhe, Geduld und eine gewisse Leichtigkeit nicht verliert.
    Viele Grüße
    Nicole

  33. Hallo Johanna,
    so wie es scheint hatten die Schülerinnen und Schüler Spaß an der Aufgabe, die ihnen von der lehrenden Person gegeben wurde. Ich denke, dass dies einen wichtigen Teil dazu beigetragen hat, wie sich die SuS in der weiteren Stunde verhalten haben. Sicher waren sie auch beruhigt, dass der ganze Druck, der durch die vorangegangene Hausaufgabenkontrolle entstanden ist, nun von ihnen abgefallen ist. Der Einsatz von einer ruhigen Stimme hilft auch noch dabei die SuS ruhig zu halten, auch wenn sie etwas lauter werden. Immer ruhig und geduldig vor der Klasse zu stehen wird bestimmt sehr schwer werden, wie ich auch aus eigener Erfahrung berichten kann, wo die lehrende Person teilweise sehr laut geworden ist, mit Dingen geworfen hat oder weinend den Raum verließ. Dieses Verhalten lässt sie SuS jedoch trotzig reagieren, was bei einer ruhigen Stimme nicht passiert. Zwar können sie dabei immer noch laut werden, jedoch ist dies dann kein Trotz, sondern etwas anderes.

  34. Liebe Johanna,
    deine beschriebene Situation hast du detailliert dargestellt, sodass sie mich in meine eigene Schulzeit zurückversetze. Ich war damals in einer Sportbetonten Klasse und waren ebenfalls den ganzen Tag energiegeladen und suchten in jeder Situation die Aufmerksamkeit sowie Herausforderung. Viele Lehrer hatten ihre Schwierigkeiten mit uns, doch eine Lehrerin konnte uns mit ihrer Art und Weise vollständig unter Kontrolle halten. Sie redete stetig im ruhigen Ton mit uns und wurde nur selten mal etwas lauter. Ihr Erscheinungsbild hat sich auf uns abgefärbt, sodass wir sie respektierten und uns ihrer Art und Weise anpassten. Auf diese Weise konnten wir selbstverständlich besser und erfolgreicher lernen.
    LG Jana

  35. Liebe Johanna,
    vielen Dank für deinen interessanten Beitrag!
    Ich finde es sehr erstaunlich, wie viel die Art der Lehrkraft, die Stimmung und die Lautstärke einer Klasse beeinflussen kann.
    Ich finde es lobenswert, wie viel Zeit die Lehrerin sich für die Erklärung der Aufgabe und die Beantwortung aller Fragen der Kinder genommen hat. Es ist sehr wichtig, dass die Lehrkraft jede Frage freundlich beantwortet, damit die Kinder keine Angst haben weitere Fragen zu stellen, welche bisher nicht verstanden wurden.
    Aus meinen Erfahrungen aus der Schule weiß ich, dass dies ein enorm wichtiger Aspekt ist, da ich häufig Angst hatte Fragen zu stellen, da die Lehrkräfte häufig genervt reagierten oder sogar laut wurden.
    Dementsprechend bin ich sehr begeistert, wie die Lehrerin dies meistert und halte ihre Art für eine ideale Weise, Klassen gegenüber zu treten.

    Viele Grüße
    Pauline

  36. Liebe Johanna,
    danke, dass du uns an deinem Erlebnist hast teilnehmen lassen. Ich denke SELBSTBEHERRSCHUNG ist hier das Schlagwort. Habe ich als Lehrkraft meine Emotionen im Griff und lasse mich von einer unruhigen Klasse nicht selber aus der Fassung bringen, so kann ich das nutzen, um diese Ruhe auch auf die SuS zu übertragen. Ich schätze die Geduld und ruhige Art mancher Lehrer sehr und finde es gut, wie Frau X diese Stunde eingeleitet hat. Was mich aber interessieren würde, wäre die richtige Zeitplanung. Wenn man so viel Zeit für Erklärungen investiert, fängt man auf der einen Seite mit der eigentlchen Aufgabe viel später an. Auf der anderen Seite spart man bestimmt Zeit, weil jetzt alle SuS sicher wissen, was sie zu tun haben. Aber was ist, wenn sich das Fragenstellen dermaßen in die Länge zieht und die Bearbeitungszeit dann einfach zu kurz wird? Oder wenn manche SuS die Aufgabe längst verstanden haben, sich in der Fragerunde langweilen und auf dumme Ideen kommen? wie beugt man dem vor?

  37. Liebe Johanna,

    vielen Dank für deinen interessanten Artikel. Ich stimme dir auf jeden Fall zu, dass das Verhalten der Lehrer so gut wie immer auf die Schüler abfärbt. Gerade als Schüler hat man früher sofort gemerkt, ob ein Lehrer motiviert ist und Lust hat einem etwas beizubringen oder ob er eher schlecht gelaunt und unmotiviert ist. Logischerweise hat man bei den motivierten Lehrern immer viel besser mitgearbeitet und es hat auch immer mehr Spaß gemacht, da schließlich der Lehrer auch Spaß daran hatte uns etwas beizubringen. Ebenso die Beobachtung, dass die Lehrkraft in deinem Beispiel alle Fragen in Ruhe beantwortet hat finde ich sehr gut. Wenn man sich am Anfang ein paar Minuten mehr Zeit nimmt um ungeklärte Fragen zu beantworten, führt dass wahrscheinlich im Nachhinein für mehr Ruhe, da jeder genau verstanden hat was die Aufgabe ist und es nicht noch mehrere Zwischenfragen gibt. Somit fand ich das Auftreten der beschriebenen Lehrkraft sehr gut.

    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
    Xavier

  38. Liebe Johanna,

    dein kurzer Artikel zeigt unter anderem, wie wichtig der richtige Einsatz der Stimme der Lehrkraft ist. Leider wird dem Bereich „Stimmtraining“ im Studium noch zu wenig Beachtung geschenkt.

    Liebe Grüße
    Silas

  39. Liebe Johanna,
    Beim Lesen deines Artikels musste ich an meine eigene Grundschulzeit zurück denken.
    Ich fand es äußerst schön zu lesen, dass du die Klasse in zwei unterschiedlichen Facetten kennengelernt hast. Die SuS haben dir somit auch gezeigt, dass sie nicht immer nur „die störende Klasse“ sind, sondern auch konzentriert und wissbegierig mitarbeiten können. In meiner Grundschulzeit war das ähnlich. Es gab Lehrpersonen, bei denen die gesamte Klasse immer recht ruhig und aufmerksam war und dann gab es auch Unterrichtsstunden bei gewissen Lehrpersonen, wo der Lautstärkepegal deutlich nach oben ging und alles bisschen chaotischer bei der Durchführung war.
    Du hast auf jeden Fall Recht, dass das Verhalten der Lehrerin – ihre ruhige, geduldige und freundliche Art – sich im Verhalten der SuS widerspiegelt. Ich fand es auch äußerst schön zu lesen, dass sie sich so lange Zeit genommen hat alle Fragen zu beantworten, bis wirklich jeder den Unterrichtsablauf und den Arbeitsauftrag verstanden hat. Bei mir war das oft so, dass die Lehrperson irgendwann keine Lust mehr hatte immer und immer wieder die Abläufe zu erklären und man dann den Spruch „wenn du es jetzt immer noch nicht verstanden hast, dann hättest du eben besser zuhören sollen. Lass es dir von deinem Sitznachbarn erklären“ zu hören bekommt, was dann natürlich Unruhe ins Unterrichtsgeschehen bringt und den jeweiligen SuS demotiviert.
    Ich hoffe, dass ich als zukünftige Lehrperson auch so eine ruhige und geduldige Art an den Tag legen kann und die Zusammenarbeit mit den SuS somit erleichtert wird,

    Mit vielen Grüßen,
    Maria

  40. Liebe Johanna,
    ich finde, dass du deine beschriebene Situation gelungen reflektiert hast. Auch nach meiner Erfahrung ist es wichtig, dass klare Strukturen, gewisse Regeln und bekannte Rituale den Schulalltag der Schülerinnen und Schüler formen. Ich finde, dass das auch sehr nachvollziehbar ist, denn wie sollen Schülerinnen und Schüler Struktur in eine Aufgabe/Schulalltag bringen, wenn die Lehrkraft ihnen keinen geeigneten und vorbereiteten Raum bietet? Ich denke auch, dass Frau X mit ihrer Art den Unterricht zu beginnen und ihrer Geduld die Aufgaben ausführlichst zu erklären, eine passenden und auf die Klasse abgestimmten Umgang gefunden hat.

    Liebe Grüße, Lena

  41. Liebe Johanna,

    ich finde deine Darstellungen sehr interessant, vor allem weil du die Klasse bereits in unterschiedlichen Unterrichtssituationen gesehen hast und somit eine schon eine Idee hattest, wie sie reagieren könnte. Ich kann gut nachvollziehen, dass eine ruhige Art und ein ruhiges Auftreten vor der Klasse, eine verhältnismäßig ruhige Antwort von Seiten der Klasse hervorruft. Vor allem bei Klassen mit jüngeren Schülern hab ich das Gefühl, dass eine ruhiges und strukturiertes Verhalten der Lehrkraft Früchte trägt. Jedoch erfordert auch insbesondere das mehrfache ruhige Erklären der Aufgabe viel Selbstbeherrschung und Disziplin seitens der Lehrkraft. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach, aber entscheidend ist, diese Selbstbeherrschung immer wieder aufbringen zu können.

    Liebe Grüße, Leon.

  42. Liebe Johanna,

    beim Lesen deines Artikels merkt man immer wieder, wie wichtig es ist für Lehrkräfte Geduld mitzubringen, wie wichtig es ist zu warten und jeden einzelnen Schüler die Chance zu geben Fragen zu stellen, ohne sich dabei Dumm zu fühlen, dadurch hat die Lehrkraft es auch geschafft mit ihrer Stimmlage und Geduld ein Raum von Sicherheit zu schaffen. Schüler fühlen sich sicher und aufgehoben so macht das Lernen Automatisch spaß und man möchte das Lernziel (un)bewusst auch erreichen.
    Ein weiterer wichtiger Punkt ist das die Lehrkraft sich Zeit für die Schüler genommen hat und das wissen die Schüler auch, deshalb wollen die Schüler der Lehrkraft etwas zurück geben und sie nicht enttäuschen.

    Danke für deinen Beitrag!
    Liebe Grüße, Anaya

  43. Liebe Johanna,

    erst einmal vielen Dank für deinen interessanten Beitrag! Die Art und Weise wie eine Lehrkraft mit den Schülerinnen und Schülern spricht und umgeht ist sehr bedeutend für ein engen Klassenverband und eine angenehme Atmosphäre im Klassenzimmer. Ich bin ganz deiner Meinung, dass Frau X in der von dir geschilderten Situation alles richtig gemacht hat. Dank ihres ruhigen und geduldigen Verhaltens kam es erst gar nicht dazu, dass bei den Schülerinnen und Schülern Unruhe ausbrach. Anhand der Reaktionen seitens der Schülerinnen und Schüler erkennt man, dass diese zu Frau X eine gute Beziehung haben. Obwohl sich die Klasse in deinen Augen eher laut und unruhig verhielt, hatte Frau X anscheinend einen gewissen Einfluss auf das Verhalten der Kinder. Zudem denke ich das Kinder an eine Aufgabe, die ihnen Spaß macht, auch immer positiver und mit mehr Freude herangehen, als an Aufgaben die ihnen keinen Spaß machen. Die Kinder haben sich ruhig und konzentriert an die Aufgabe gemacht die Blüte zu präparieren – eine sehr praktische Aufgabe, welche bei vielen Kindern häufig gut ankommen.

    Liebe Grüße

    Lea

  44. Liebe Johanna,

    ich finde deinen Beitrag sehr interessant, da es meiner Meinung nach sehr wichtig ist als Lehrkraft auch eine unruhige Klasse unter Kontrolle zu haben. An deinem Beispiel sieht man, wie wichtig es ist als Lehrer*in Ruhe auszustrahlen und geduldig zu sein. Man sollte es schaffen, eine Klasse ruhig zu halten, ohne dafür herumschreien zu müssen. Darüber hinaus denke ich, dass man als Lehrkraft durch Stimme oder Körperhaltung keine Schwäche gegenüber den Schülerinnen und Schülern ausdrücken darf, denn diese bemerken es, wenn man als Lehrer*in Unsicherheit und Nervosität ausstrahlt.

    Schöne Grüße
    Anastasia

  45. Hallo Johanna,

    deinen Blogeintrag kann man leicht nachempfinden. In meiner Klasse gab es auch Phasen, bei denen „wir“ alle laut waren.
    Ich denke, praktischer Unterricht fördert deine beschriebene Situationen. Den „rein-theoretischen“ Unterricht kennt man und dieser wird oft und schnell langweilig. Die Abwechslung fördert Spaß und lässt die SuS arbeiten. So fühle ich es zumindest, wenn ich an meine Schulzeit zurück denke.
    Ich finde jedoch gut, dass sich die Lehrkraft wirklich nochmal Zeit genommen hat, möglichst viele Fragen vorweg zu beantworten, weil die Wahrscheinlichkeit hoch gewesen wäre, dass die Fragen öfters gestellt worden wären.

    Liebe Grüße

    Ümit H.

  46. Ich finde den Satz „Ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese, in meinen Augen sehr laute und unruhige Klasse, genug Konzentration für so eine Aufgabe aufbringen könnte, ohne dass diese Stunde in einem großen Chaos enden würde.“ von der Autorin des Mikroartikels sehr prägnant. So häufig werden Kinder oder auch eine gesamte Klassengemeinschaft unterschätzt. Die Autorin schlussfolgert sehr schön, dass es eben sehr auf die Lehrkraft und ihr Klassenmanagement ankommt damit Schüler das leisten können wozu sie fähig sind. Vielen Dank für diese Beobachtung!

  47. Hallo Johanna,

    Ich glaube, die von dir beschriebene ruhige Art der Lehrerin spielt oftmals eine größere Rolle als man vermutet. Das Handlungsprogramm kann noch so deutlich und klar formuliert sein, und trotzdem bemerken Kinder sehr schnell eine gewisse Unruhe oder vielleicht sogar Nervosität des Lehrers. Ich denke, die meisten SuS freuen sich auf derartige Aufgaben im Biologieunterricht, während Lehrer sich eher darüber Sorgen machen, ob alles so funktionieren wird, wie es geplant ist. Diese oftmals eher besorgte Einstellung spiegelt sich sehr schnell in der Haltung, Mimik oder Gestik der Lehrer wieder, es sei denn, man ist sich dessen bewusst und überzeugt vom selbst erstellten Handlungsprogramm. Diese Sicherheit ist besonders wichtig in meinen Augen.

    Liebe Grüße
    Florian B.

  48. Liebe Johanna,
    ich habe deinen Blogeintrag interssiert verfolgt. Ich bin von der Kontrolle der Lehrkraft über die Klasse beeindruckt. Der Aufwand des ausfürlichen Erklärens des Arbeitsauftrages und dessen Durchführung haben sich offenbar mehr als nur ausgezahlt. Die Lehrkraft hat es geschafft die doch sehr unruhige Klasse zum arbeiten zum motivieren, auch wenn es sich hierbei um einen praktischen Arbeitsauftrag handelt, welcher vermutlich die Schüler mehr begeistert als das theoretisches Arbeiten. Dennoch gefällt mir die Botschaft die durch deinen Eintrag übermittelt wird. Sofern man es als Lehrkraft schafft, jede Person in der Klasse ins selbe Boot zu ziehen, indem man beispielsweise auf jede einzelne Nachfrage bezüglich des Arbeitsauftrages eingeht, so ist der Aufwand der Lehrkraft zwar größer, jedoch das Arbeitsverhalten der Klasse wesentlich effektiver und effizent.
    Schöne Grüße
    Max Guggenberger

  49. Super zu lesen, dass diese Lehrkraft sich traut, den Unterricht kreativ zu gestallten. Ich denke, dass sich in der Situation zeigt, wie spannende Unterrichtsinhalte und vor allem die aktive Umsetzung die SuS zu einer guten Arbeitshaltung motivieren können. Ich bin gespannt, wie es sein wird eine Klasse mit verschiedenen Lehrkräften zu beobachten und unterschiedliche Umgänge mit den individuellen Bedürfnissen umzugehen. Nach dem Lesen deines Beitrags denke ich zum ersten Mal darüber nach, wie sich eine Klasse zusammen entwickelt und eine bestimmte Atmosphäre oder fast so etwas wie einen gemeinsamen Charakter entwickelt. Darüber möchte ich gerne mehr lernen. Vor allem praktisch.

  50. Eine Lehrpersonal sollte einer Klasse auch gern mal etwas schwierigeres zutrauen. Dies gilt auch für “schwierigere” Klassen. ich persönlich finde es gibt keine schwierige Klasse sondern dann hat es die Lehrpersonal noch nicht geschafft genügend an die Klassen heranzukommen. Mit einer positiven Einstellung und dem Vertrauen, dass die Klasse es schaffen kann wird dies bei dieser Klasse realisiert.

  51. Liebe Johanna, spannende Beobachtung, die du zusammenfasstest. Die in deinem Text umschriebene Lehrkraft erinnert mich stark an eine Lehrerin aus meiner Schulzeit. Diese hatte ein sehr feines Gespür für die Balance aus Wärme und Disziplin. Alle wussten um ihre genauen Anforderungen und dass sie ihrer Struktur treu blieb. Gleichzeitig war sie aber auch für Kritik zugänglich. Auch die Lehrkraft aus deiner Erzählung etablierte Regeln und Rituale in der (/mit der?) Klasse, welche den Kindern eine klare, verständliche Vorgabe für den Rahmen des Unterrichts gaben. Die Lernatmosphäre klingt ruhig, geduldig, klar und zielorientiert. Die soziale Ordnung der Klassendynamik scheint geprägt von der klaren Erwartungshaltung der Lehrkraft, einem damit einhergehenden gewissen Druck und dem Fundament der Verlässlichkeit. Ich denke, ein produktiver, gemeinsamer Lehr-Lernprozess fordert eine gewisse Ordnung, jedoch empfinde ich es als gleichermaßen bedeutsam, die Dynamik immer zu reflektieren. So muss trotz der Struktur des Lernprozesses Raum für Kreativität und für die Förderung der Eigenverantwortung vorhanden sein.

  52. Ich habe dieses Vorurteil, dass gerade manche Jungen sehr unruhig sind, aber eben auch interessiert sein können. Wahrscheinlich war es sehr hilfreich, dass die Aufgabe so gut erklärt wurde und jeder wusste was er zu tun hatte. Dann denke ich mir aber auch, dass dies vielleicht nicht alles sein kann. Manche LK werden von manchen Klassen nicht sehr gut angenommen/ akzeptiert. Ich bin neugierig, die verschiedenen Stile zu erleben, auch wenn möglicherweise die Klassen während unseres Praktikums sehr viel kleiner sein werden.

  53. Liebe Johanna,
    das ist eine sehr spannende Beobachtung, welche du uns hier geschildert hast. Dadurch, dass die Lehrkraft die SuS am Anfang der Stunde aufgefordert hat aufzustehen, bis sie wieder ruhiger wurden, haben die Kinder das auch schnell verstanden und gut aufgenommen. Des Weiteren hilft die unterstützende sowie beruhigende Art/Stimme der Lehrerin ebenso sehr, da die SuS sich auch bei Unsicherheiten trauen, Fragen zu stellen. Sie haben keine Angst davor, dass es so wirkt als ob sie das Thema nicht verstanden haben. Sie haben vermutlich mitbekommen, dass Nachfragen vorteilhafter beim Bearbeiten der Aufgabe sein wird, sowie ein natürlicher Prozess des Verständnis komplexer Vorgänge ist. Nur auf diese Art und Weise konnten sie auch weiterhin konzentriert bis zum Ende der Stunde an ihrer Aufgabe arbeiten, ohne einen störenden Lärmpegel aufzuweisen. Ich bin positiv überrascht von dem Ausgang dieser Schulstunde, sowie beeindruckt.

    Viele Grüße,
    Tara-Sophie Strenger

  54. Liebe Johanna,

    Vielen Dank, dass du deine Erfahrung mit uns teilst. Diese Situation ist ziemlich spannend dargestellt und wurde von den Lehrern gut in den Griff genommen. Diese Situation zeigt deutlich den Einfluss des Lehrers auf die Klasse und ihr Verhalten. Es ist sicherlich nicht einfach, ein turbulentes, lautes Klassenzimmer zu beruhigen. Aufgrund ihres ruhigen Verhaltens und ihrer Geduld erregte sie die Aufmerksamkeit der Schüler.
    Diese Erfahrung kann man super aufnehmen und wenn dies mal bei mir der Fall sein sollte, werde ich die Station auch mit dem aufstehen anwenden.

    Liebe Grüße,
    Jade

  55. Liebe Johanna,
    Wie du so schon sagtest, färbt die ruhige Art der Lehrerin auf die Schüler ab. Deine Beobachtung und Erfahrung finde ich sehr schön. Es ist wichtig, dass die Lehrerin ruhig und geordnet in den Unterricht kommt, damit es nicht im Vorhinein schon zur Unruhe kommt. Außerdem ist Geduld sehr wichtig für alle Beteiligten. Dass die Lehrerin auf die Fragen eingegangen ist und so lange gewartet hat, bis auch jeder die Aufgabe verstanden hat, ist fair gegenüber den Schülerinnen und Schülern. Somit hat jeder und Jede die gleiche Startvoraussetzung für die Bearbeitung der Aufgabe. Die Kinder trauen sich vielleicht mehr, sich zu melden, da keine Negativität im Klassenraum herrscht.

  56. Hallo Johanne,
    danke für deinen interessanten Beitrag! Wirklich toll zu hören, dass durch genaues erklären, weniger Chaos entsteht. Ich frage mich aber, ob es auch ein ,,zu genaues“ erklären gibt? Ich ,als Schülerin, hätte mich etwas veräppelt gefühlt, wenn mir die Lehrerin genau sagt, wo ich langgehen soll, um meine Sachen zu holen. Natürlich hängt das vom Alter ab, aber ich kenne das Gefühl, dass Lehrkräfte mir zu genau banale Dinge erklären und ich die Pädagogik dahinter durchschaue…für mich , damals als Schülerin, war das nicht angenehm und es war für mich kein Unterricht auf Augenhöhe. Eine Überdidaktisierung hat sozusagen stattgefunden. Wo zieht man da Grenzen frage ich mich?
    Danke für deine Erfahrung,
    viele Grüße
    Helena

  57. Hallo Johanna,
    danke dass du diese Erfahrung mit uns teilst! Wie du bereits beschrieben hast, die Einstellung der Lehrkraft auf die Qualität des Unterrichts ist enorm. So wäre diese Unterrichtsstunde sicher völlig anders abgelaufen, wäre die Lehrkraft in schlechter Stimmung gewesen. Dabei zeigt sich auch wiedermal, dass es keinerlei direkte Handlungen wie ermahnen o.ä. benötigt um einen Unterricht konstruktiv gestalten zu können. Natürlich erfordert dies viel Erfahrung, doch ich finde, genau so sollte Unterricht funktionieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Pascal

  58. Liebe Johanna,

    wie viel Potenzial Schüler haben, ist immer wieder erstaunlich! Du hast die Klasse als eher unruhig und trotzdem wissbegierig empfunden- und vielleicht ist das auch der Schlüssel, dass die SuS eine Aufgabe erteilt bekommen, die sie von allem anderen ablenkt. Schön, wie die Lehrkraft eingestiegen ist in den Unterricht, erstmal für eine ruhige und angenehme Atmosphäre gesorgt und alle Fragen geklärt hat. Tolles Erlebnis!

  59. Dieser Artikel macht für mich deutlich, dass Kinder sich mehr konzentrieren können, als man annehmen könnte, wenn sie volle Unterstützung dafür bekommen. Die Ausstrahlung der Lehrerin, wie von der Autorin angemerkt, ist zum einen sehr wichtig gewesen. Die Lehrerin hat aber auch eine große Wirkung durch ihre Vorbereitung der Aufgabe: sie hat den Schülerinnen und Schüler ausschöpfend vollständig erklärt, was die Aufgabe war und wie sie vorgehen sollten – hat wohl an alles gedacht, bis hin zum wie sie sich das Material holen sollten. Ich vermute, dass man als Kind eine Art Sicherheitsgefühl durch eine solche Klarheit empfinden kann, die hilft, sich auf das Wesentliche konzentrieren kann. Außerdem finde ich die Aufgabe sehr gut ausgesucht. Eine solche präzise Arbeit ist etwas was an sich eine faszinierende Seite hat, und man kann stolz sein, wenn man sie erfolgreich geschafft hat, was ein Zufriedenheitsgefühl über sich selbst mitbringen kann. Vielen Dank für den Beitrag!

  60. Liebe Johanna,
    es ist sehr interessant anhand deiner beschriebenen Situation zu sehen, wie verschieden eine Klasse auf unterschiedliche Lehrer- innen reagiert. Dein Beitrag macht deutlich, welchen Einfluss das Auftreten der Lehrperson auf die Motivation bzw. das Interesse der SuS am Unterricht hat. Ich finde es sehr positiv zu bemerken, dass die Lehrerin sich die Zeit nimmt, die SuS zur Ruhe zu bringen und jede Frage zur Aufgabe geduldig und ruhig beantwortet, da Sie auch einfach konsequent mit Ihren Unterricht fortfahren könnte und jene welche nicht aufgepasst haben ihre Mitschüler fragen müssten was zu tun ist. Die Lehrkraft scheint ihre Klasse richtig einzuschätzen und richtig mit Ihnen zu interagieren. Desweiteren ist es sehr aufmerksam von der Lehrerin, weitere Unruhen bzw. Chaos zu vermeiden, indem Sie einen genauen Weg beschreibt welche die SuS nehmen sollen um die Arbeitsmaterialien abzuholen.

  61. Liebe Johanna,
    Ich denke auch, dass es unglaublich wichtig ist Ruhe auszustrahlen, wenn man diese von Anderen, insbesondere Schülern, erwartet. Ich denke auch , dass SuS um einiges unruhiger sind, wenn sie die Aufgabe nicht verstanden haben, da sie sie sich entweder noch gegenseitig erklären müssen oder von ihrer Unwissenheit ablenken wollen. Ich glaube um in einer unruhigen Klasse die Nerven so zu behalten, wie es die von dir beschriebene Frau X getan hat, muss man unter Anderem auch besonders darauf achten vieles, was die Kinder tun, nicht persönlich zu nehmen. Es sind nunmal Kinder, und die gehen meistens nicht gerne in die Schule. In meiner Schulzeit waren Kinder oft laut und unaufmerksam und man hat gemerkt, dass es vor allem Lehrkräfte, die das Verhalten der Schüler persönlich genommen haben, selbt unruhig geworden sind.

    freundliche Grüße
    Julian

  62. Liebe Johanna,
    Ich finde deinen Beitrag sehr interessant. Die Lehrerin hat sehr gut reagiert, indem sie die Ruhe hatte. Ich denke auch die Schüler und Schülerinnen merken und sehen dies und fühlen sie dadurch von den Lehrern verstanden. Da die Lehrerin ruhig reagiert hat und auf ihre Schüler und Schülerinnen eingegangen ist, haben die Schüler sich dadurch wohl gefühlt und konnten ihre Fragen stellen. Ich denke es ist wichtig als Lehrkraft zu wissen, wie man eine Klasse steuern kann und was bei Unruhe besonders wichtig ist. Um eine ruhige Situation in einer Klasse zu schaffen muss man auch selber die innere Ruhe haben.
    Lg Elham Darwiche

  63. Hallo Johanna,
    Deine Beobachtung verdeutlicht wieder einmal, wie groß das Beeinflussungspotenzial der Lehrperson auf das kollektive Handeln der Schülis ist. Das sollte angehenden Lehris eine wertvolle Lektion sein, ihr eigenes Handeln stets kritisch zu reflektieren.

  64. Liebe Johanna,

    danke erstmal für deinen Einblick. Ich würde sagen hier kann man von einem perfekten Klassenmanagement sprechen. Dein Blog zeigt deutlich, dass das Verhalten von den Schülern definitiv mit dem Verhalten des Lehrers in Verbindung steht. Klar, muss man sich das Klassenmanagement mit einer Klasse erst aufbauen, bevor es reibungslos verläuft. Aber das hat die Lehrerin in diesem Fall geschafft. Noch dazu kommt, dass ihr Arbeitsauftrag äußert Interessant klingt und den Schülern wahrscheinlich viel Spaß gemacht hat.

  65. Vielen Dank für dein interessanten Beitrag.
    Ehrlichgesagt ahnte ich schon in den ersten Zeilen deines Blogeintrages, das diese Stunde eher ruhig ablaufen wird, eben weil die Lehrkraft die SuS im stehen, ruhig begrüßt. Es ist auch einer meiner größten Ängste, die Klasse nicht ruhig zu bekommen, sodass sie strukturiert und in der Zeit, die Arbeitsaufträge erledigen können. Jedoch zeigt dieses Beispiel wie man es richtig macht: -mit Geduld und Ruhe. Ich denke, das Verhalten der Lehrkraft geht auf die Schüler über und das gilt für alle Klassenstufen. Somit ist das Beeinflussungspotenzial der Lehrperson das wichtigste einer harmonischen Klasse.
    Liebe Grüße und viel Erfolg weiterhin.
    Sevil Gölpek

  66. Liebe Johanna,
    dein Beitrag fand ich sehr Interessant. Ich fand sehr gut, dass die Lehrerin ruhig und gelassen in den Unterricht gegangen ist, da die Klasse schon vorher als eher lauter und unruhig bekannt war.
    Dies war bestimmt auch Grund dafür, wieso die Schüler*innen ebenso ruhig waren. Auch fand ich gut zu sehen, wie wichtig es ist, dass sich die Lehrer*inn Zeit nimmt die Aufgaben so zu erklären, dass alle sie verstanden haben und nicht nur Nachfragen abwartet, sondern auch explizit Raum dafür lässt.
    Auch der klare Handlungsrahmen hat bestimmt dazu beigetragen, dass diese Stunde erfolgreich verlief.
    Wichtig ist es, das Handlungsprogramm auf die Klasse anzupassen und ständig im Monitoring zu sein. So kann man schnell Schwierigkeiten erkennen und beheben.

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