„Sie hat reagiert, bevor es überhaupt zu Störungen kam.“

Ein Beitrag von Cindy O.

Die folgende Unterrichtseinheit erlebte ich in der NaWi-Stunde (NaWi = Naturwissenschaften) einer JüL-Klasse (JüL = jahrgangsübergreifendes Lernen) der Jahrgangsstufen 4, 5 und 6 in einer Berliner Grundschule. Im NaWi-Unterricht waren nur die Schüler der 5. und 6. Klasse. Das waren insgesamt vier Mädchen und sieben Jungen. Bei den Jungen sind einige sehr laute und sich viel bewegende Kinder dabei. Es war die erste Stunde der Schüler im NaWi-Raum der Lehrerin Z. Da es ein spezieller NaWi-Raum ist, gibt es einige Besonderheiten. Die auffälligste Besonderheit waren die Stühle. Es waren Drehstühle aus Metall, die mit einem Hebel hoch- und runtergestellt werden konnten. Nachdem Frau Z. die Kinder begrüßt und sich kurz vorgestellt hatte, forderte sie die Kinder sofort auf, eine Minute lang alles an den Drehstühlen auszuprobieren, was sie wollten und erforschen mussten. So drehten sich alle Kinder erst einmal im Kreis, legten sich auf die Stühle und drehten sich im Liegen, fuhren hoch und runter, und bauten sich mit den Stühlen sogar ein „Bett“, in welchem sie die Füße hochlegen konnten. Es wirkte ziemlich chaotisch. Nach exakt einer Minute forderte Frau Z. die Kinder auf, mit dem Ausprobieren aufzuhören und sich normal auf die Stühle zu setzen. Das dauerte weitere 30 Sekunden. Im Verlauf der Stunde gab es keine weiteren Störungen aufgrund der Stühle.

Meine Einsichten

Frau Z. war sich offenbar der ablenkenden Wirkung der Stühle bewusst. Sie hat reagiert, bevor es überhaupt zu Störungen durch die Stühle kam. Indem die Kinder gleich alles ausprobieren und den Stuhl entdecken konnten, hat sie ihnen „den Wind aus den Segeln genommen“ und späteren Störungen vorgebeugt. Außerdem hat sie auf die Neugier und die Neigung der Kinder zum Toben reagiert und diesen nachgegeben. Sie wusste um die Konstellation der Klasse und die Eigenheiten der Jungen. Durch das Eingehen auf diese hat sie die Beziehung zwischen sich und den Schülern und damit die Lernatmosphäre und das Arbeitsbündnis positiv beeinflusst. Danach konnte sie ohne weitere Störungen durch die Stühle ihr Handlungsprogramm beginnen. Den Schülern hat die Erforschungszeit offensichtlich gereicht.

Meine Folgerungen

Es ist sehr wichtig, sich in die Schüler hineinzuversetzen, und ihre Bedürfnisse zu erkennen. So werden eventuelle Störungen besser verstanden oder können gänzlich unterbunden werden. Es ist auch sinnvoll, sich im Vorhinein über eine neue Klasse und deren Eigenheiten zu informieren, damit man sich auf sie besser einstellen kann. Indem den Schülern zugehört wird und ihre Bedürfnisse ernst genommen werden, wird das Arbeitsbündnis gestärkt. Damit sinkt die Störungsanfälligkeit des Unterrichts und das Handlungsprogramm wird gestärkt. Die Neugier der Kinder sollte nach Möglichkeit immer gefördert werden, besonders in NaWi.

Meine Anschlussfragen

  • Sind Bewegungspausen im Unterricht sinnvoll?
  • Müssen Kinder nicht auch lernen, ihre Bedürfnisse zurückzustecken und später zu befriedigen?
  • Inwieweit sollte man also Bedürfnisse berücksichtigen und wo liegen die Grenzen?

82 Gedanken zu „„Sie hat reagiert, bevor es überhaupt zu Störungen kam.““

  1. Hallo Cindy O.,

    mir hat dein Blog-Eintrag sehr gut gefallen.
    Ich bewundere die Fähigkeit der Lehrerin, ein potentielles Problem zu erfassen und präventiv zu handeln. Möglicherweise beruht dies auf vorigen Erfahrungen, die sie mit anderen Klassen im Zusammenhang mit „verlockenden Drehstühlen“ gemacht hat.
    Man kann solch eine Denkweise bestimmt auch auf andere Situationen übertragen und an verschiedene Altersgruppen anpassen. Dementsprechend ist es denke ich wichtig zu unterscheiden, wen man vor sich hat. Die „Bedürfnisse“ dieser 5.- und 6.-Klässler schienen durch Prävention befriedigt worden zu sein. Anders zu handeln, hätte möglicherweise dazu geführt, dass es zu vermehrten Störungen im Unterricht kommt und sich die Lehrerin ungewollt mehrmals mit den „Bedürfnissen“ der Kinder auseinandersetzen muss. Ich finde die gewählte Methode für ein Klassenzusammenschluss dieser Altersgruppen sehr passend.

    LG,
    Amelie

  2. Die Idee der Lehrerin, dass Schüler*innen die Besonderheiten eines neuen Raumes sofort selbst erproben sollen, finde ich gut. Höhenverstellbare Drehstühle laden dazu ein, ausprobiert zu werden – und wahrscheinlich gilt das nicht nur für Grundschüler*innen, sondern auch in den höheren Klassen. Der Vorschlag der Lehrerin, die Stühle einige Zeit zu testen, bevor der Unterricht beginnt, klingt wie ein Deal: „Ich gebe euch die Zeit, nutzt sie jetzt und nicht während des Unterrichts.“ Ich finde das Vorgehen sinnvoll und fair, weil es die Neugier der Schüler*innen berücksichtigt, dadurch für ein freundliches Klima sorgt – und darüber hinaus die Methoden naturwissenschaftlicher Forschung, Experiment und Empirie, gleich anwendet.

  3. Liebe Cindy,
    deine Anekdote zeigt, wie wichtig es ist Kindern auch den Raum zu geben ihre Neugier und ihren Erforschungs- und Ausprobierdrang zu befriedigen, dann man kann sich gut auch alternative Abläufe der Stunde vorstellen (und hat sie ggf. auch selbst als Kind erlebt). Spannende neue Lernbegleiter (wie z.B. Drehstühle) schreien geradezu danach ausprobiert und mitgespielt zu werden. Statt die Stunde damit zu verbringen zu ermahnen, wurde der Raum dafür gegeben und die Kinder waren erstmal gestillt in diesem Bedürfnis. Aus der Perspektive der Kinder betrachtet durften sie sich einmal an den Stühlen austoben, statt dass sie ihnen die ganze Zeit im Hinterkopf rumschwirren und sie ständig ermahnt werden doch ruhig zu sitzen. So wurde für beide Seiten die besten Voraussetzungen geschaffen für gelingendes Lernen.
    Liebe Grüße
    Luzie

  4. Hallo Cindy,

    die Methode, die die Lehrerin Z. ind der Unterrichtsstunde, die du in deinem Eintrag beschrieben hast, angewand hat, ist doch wohl eher eine unkoventionelle Methode, aber sie hat sich offensichtlich als hilfreich bewiesen. Das bestätigt erneut die Theorie, dass Erfahrung im Bereich des Unterrichten ernorm wichtig ist, um die Klasse unter Kontrolle zu halten, wie wir es alle vermutlich auch schon in unserer eigenen Schullaufbahn erlebt haben. Deshalb empfinde ich es unumgänglich angehenden Lehrkräften so viel praktische Erfahrung wie möglich in ihrer Ausbildung zu ermöglichen, um sie ideal auf ihren Einstieg in ihr Berufsleben vorzubereiten.
    Das Anwenden von wenig erprobten Methoden bringt natürlich auch immer ein gewisses Risiko mit sich, doch ich empfinde es als hilfreich und notwendig auch auf unkonventionelle Methoden im Unterricht zurückzugreifen, um neue Unterrichtsmethoden zu erforschen. Deshalb ist es auch besonders notwendig, dass Lehrkräfte untereinander ihre Erfahrungen teilen.
    Vielen Dank für deinen Eintrag,
    LG Patrice

  5. Das war ziemlich clever von der Lehrerin die Kinder erst einmal alles ausprobieren zu lassen. Sie wusste offenbar um die Verlockung an den Stühlen herum zu spielen. Hätte sie das nicht gemacht hätte sie während der Stunde immer wieder einzelne Schüler ermahnen müssen still zu sitzen und nicht an den Stühlen herum zu spielen. Ich denke es ist wichtig sich im Vorfeld über vorhersehbare Störungsquellen klar zu werden und diese gleich aus dem Weg zu räumen bevor sie zum Problem werden. Wichtig ist aber auch, denke ich, das dann eindeutig zu beenden damit niemand einfach weiter macht und so das Gegenteil erreicht wird.
    Kinder haben nun mal einen großen Bewegungsdrang (manche mehr als andere) und dem muss auch im Schulalltag Rechnung getragen werden.

  6. Liebe Cindy, danke für deinen Bericht. Gerade in den Grundschulklassen stelle ich mir die Frage, wie es möglich und ob es überhaupt richtig ist, den natürlichen Bewegungsdrang und die Forschungsneugier der Schüler*innen zu disziplinieren. In vielen Fächern ist es sicherlich möglich, ein Unterrichtsprogramm aufzustellen, das die Bedürfnisse und (ja auch) Potentiale der Schüler*innen berücksichtigt. In jedem Fall zeigt die Lehrkraft, dass es wichtig ist, ruhig und freundlich zu bleiben; und dass die Schüler*innen keine Gegner sind. Darüber hinaus wünsche ich mir eine strukturelle Integration der Schüler*innenbedürfnisse in die Lehrpläne und das Handlungsprogramm.

    Viele Grüße, Nikolaj

  7. Hallo Ciny,

    es war wirklich schön deinen Blogeintrag zu lesen. Ich finde es bemerkenswert, wie Lehrerin Z. den zum Spielen anregenden Stühlen und den damit verbundenen Störungen präventiv entgegengewirkt hat. Tatsächlich habe ich solch ein Vorgehen noch nie von einer Lehrkraft miterlebt, weshalb es mich umso mehr beeindruckt, dass sich die SchülerInnen anschließend nicht mehr von den Stühlen ablenken ließen.
    Allerdings denke ich, dass man solche Maßnahmen nicht in jeder Situation treffen kann, insbesondere, wenn der Klassenraum sehr voll gewesen wäre, hätte es auch zu Verletzungen kommen können, etwa durch herumfliegende Stühle.

    Joel

  8. Kinder sind immer gespannt auf Neues und vor allem auf neue Gegenstände, neue Räume, Situationen und wie in diesem Fall auch neue Personen, z.B. Lehrkräfte. Sobald etwa neu ist, sind Kinder automatisch aufgeregt, was zu einer unkonzentrierten und hibeligen Verhaltensweise führt, die wie in diesem Fall deutlich vom Unterricht ablenken könnte. Frau Z. Wird schon zuvor mit einigen Kindern und Klassen diese Erfahrung gemacht haben, bestimmt auch wie interessant die silbernen Drehstühle auf Kinder wirken, ebenso wird sie sich auf unterschiedliche Störungspräventionen durchgetestet haben und ihre Methoden gefunden haben. Sie hat den Kindern nicht nur die Möglichkeit gegeben zu entdecken, sondern auch sich auszutoben, was durch die vorgegeben Zeitbeschränkung intensiviert wurde. Die Kinder haben diese wahrgenommen, ausgenutzt und die damit verbundenen Beschränkungen respektiert. Bewegungspausen zwischen den einzelnen Stunden sind definitiv sinnvoll, doch während der Unterrichtsstunde sollten die Kindern lernen ihr Verhalten unter Kontrolle zu haben. Ebenso sollte die Lehrkraft die „Bedürfnisse“ der Schüler und Schülerinnen wahrnehmen und gegebenenfalls den Kindern die Möglichkeit lassen, diese zu befriedigen. Jedoch sollten Kindern zwischen wichtigen und unwichtigen Bedürfnissen unterscheiden und dies sollte auch die Lehrkraft ihnen beibringen und auch Einschränken durchsetzen.

  9. Hallo Cindy O.,

    dein Blogeintrag gibt schönes Beispiel wieder, welches sicherlich auch auf weitere Situationen übertragen werden kann und somit uns als zukünftige Lehrer-/innen sicherlich in der eine oder anderen Situation helfen kann.
    Neugierde und der Drang dem nachzugehen ist besonders bei Kindern und Jugendlichen ausgeprägt.
    Neue Reize in einer neuen Umgebung zu erkennen und „zu reagieren, bevor es zu Störungen kommt“ erfordert aus meiner Sicht ein gewisses Wissen und Erfahrung über Kinder, welche Frau Z. mitbringt. Ein vorgehen wie dieses habe ich selbst als Schüler (zu mindestens Bewusst) nicht miterlebt. Umso mehr hoffe ich, dass ich selbst über die Zeit ein solches Wissen und auch die Erfahrung erlangen kann, um dann eine solche Expertise als zukünftiger Lehrer an den Tag legen zu können.

    Viele Grüße
    Sinan

  10. Vielen Dank für das Teilen dieser Situation. Für mich wären diese Stühle als Schülerin – in jeglicher Jahrgansstufe – ein Traum gewesen, um mich und andere vom Unterricht abzulenken. Durch das geschickte Vorgehen der Lehrerin, wird wie bereits in anderen Kommentaren gesagt, die Neugierde und der Enddeckungsdrang der SuS gestillt. Darüber hinaus schwächt es auch den Drang, etwas Verbotenes mit den Stühlen zu machen, ab. Der Reiz des Verbotenen wird dadurch genommen.
    Die Störungsfreie Unterrichtsstunde zeigt den Erfolg der Methode.

  11. Liebe Cindy,

    Erstmal Vielen Dank für das Teilen einer so interessanten Beobachtung. Das Verhalten der von dir beschriebenen Lehrkraft finde ich sehr beeindruckend. Gut gefällt mir, dass sie gezielt auf das Bedürfnis der SuS nach körperlicher Aktivität eingeht. Mutig finde ich die ungewöhnliche Methode mit der diesem Bedürfnis genüge getan wird. Denn neben dem positiven Effekt, den Bewegungsdrang stillen zu können, bietet er zeitgleich auch die Gefahr für das komplette Chaos. Das zeigt einerseits, dass solche ,,Bewegungsspiele“ durchaus sinnvoll und auch in vielen Situationen anwendbar sind, jedoch sollte die Lehrkraft dazu ein hohes Maß an Durchsetzungskraft im Bezug auf die Kinder besitzen.
    Um auf deine anderen Fragen auch noch mal kurz einzugehen: Zunächst einmal ist es natürlich notwendig, dass Kinder in der Unterrichtssituation lernen, Bedürfnisse, wie den Bewegungsdrang, weitestgehend zurückzustellen. Aber dafür ist es gerade wichtig ihnen an geeigneter Stelle dann auch dafür Zeit zu geben und zu verdeutlichen, dass mit gutem Verhalten im Unterricht dies auch gerne gewährt werden kann. Aber jede Lehrkraft muss auch den Kindern aufzeigen, dass z.B. solche ,,Bewegungsspiele“ einen Rahmen brauchen, Regeln, an die es sich zu halten gilt. Jede Lehrkraft hat aber dabei auch seine eigenen Grenzen hinsichtlich zu den
    z.B. ,,Bewegungsspielen“ zu setzen.

    Viele Grüße
    Vincent

  12. Liebe Cindy,

    danke für deinen schönen Blogeintrag mit der spannenden Beobachtung.
    Ich finde das Handeln der Lehrerin eindrucksvoll. Sie scheint sich der verlockenden Wirkung der Drehstühle durch Vorerfahrungen bewusst zu sein und geht geschickt mit der Situation um.
    Indem sie den Kindern direkt zu Beginn der Stunde die Möglichkeit gibt die Stühle auszuprobieren und zu entdecken, gewährt sie den Kindern Raum für ihre Neugier. Gleichzeitig beugt sie weiteren Störungen und Ablenkungen durch die Stühle im Verlauf der Stunde vor. Wichtig ist denke ich, dass die Lehrerin die Entdeckungszeit zeitlich klar begrenzt und beendet, sodass die Situation nicht aus dem Ruder läuft.

    Liebe Grüße,
    Clara

  13. Hallo Cindy,

    Vielen Dank für das Teilen dieser Beobachtung. Ich finde diese Situation sehr beeindruckend. Es zeigt sich hier, dass die Lehrerin ihre Schüler kennt und weiß, dass der Unterricht durch die Attraktivität der Drehstühle gestört werden könnte. Besonders in einer Grundschule sehe ich einen großen Einfluss von solchen für die Lehrperson „normalen Gegenständen“ auf den Unterricht. Die Lehrerin hätte wahrscheinlich eine viel unproduktivere Unterrichtsstunde gehabt, wenn die SuS vorher nicht mit den Stühlen hätten experimentieren können. Hier hat diese Methode wirklich gut funktioniert. Man kann das sicher nicht mit jeder Klasse machen, da hier die Gefahr besteht, dass die SuS sich so sehr darin vertiefen, dass sie danach gar nicht mehr zu bremsen sind. Bei diesem konkreten Beispiel hat es jedoch super funktioniert und das zeigt die Erfahrung der Lehrerin, die man selbst hoffentlich auch irgendwann erlangt.
    Viele Grüße
    Antonia

  14. Liebe Cindy,

    vielen Dank für diesen Bericht. Ich kann mich noch an die Besonderheit eines Drehstuhls in meiner Schullaufbahn erinnern. Wenn in einem Raum ein Drehstuhl gewesen ist, dann wollte jeder Schüler/ jede Schülerin diesen Stuhl haben. Vorerst finde ich es also gut, dass es in diesem Raum für jeden Schüler/ jede Schülerin einen gab. des Weiteren finde ich die angewandte Methode der Lehrerin richtig gut. So konnten die Kinder, statt im Unterricht mit den Stühlen beschäftigt zu sein, sich auf die richtige Thematik des Unterrichts konzentrieren. Wie auch schon gesagt wurde, konnte der Entdeckungsdrang gestillt werden und die Kinder konnten sich noch einmal „austoben“ bevor es richtig losgeht mit dem Unterricht. Ich werde mir diese Methode auf jeden Fall im Kopf behalten.
    Danke für diesen Bericht!
    Liebe Grüße
    Cassandra

  15. Liebe Cindy O.,
    dein Bolgeintrag gefällt wir sehr gut und ich finde ihn durchaus interessant. Auch ich kann mich daran erinnern in meiner Schulzeit, Unterricht in einem Raum mit Drehstühlen gehabt zu haben. In dieser Zeit war ich zwar schon in der 8. oder 9. Klasse, dennoch hat man jede Gelegenheit genutzt, um sich vom Unterricht ablenken zu können & diese Gelegenheit war in diesem Szenario durch die Drehstühle gegeben. Gerne hätte ich auch so eine Lehrkraft wie Frau Z. gehabt, die offensichtlich wusste, wie sie diesem Störungsfaktor entgegen wirkt. Um etwas auf deine Fragen einzugehen, meiner Meinung nach sind Bewegungspausen mehr als sinnvoll für die SchülerInnen, um die Konzentration aufrecht zu erhalten. Natürlich sind aber auch dabei klare Grenzen sehr wichtig, welche aus meiner Sicht offen und deutlich mit der Klasse besprochen werden sollten. Eine offene Atmosphäre schadet meiner Meinung nach dem gesamten Unterrichtsklima nicht.

    Vielen Dank für deinen Blogeintrag & viel Erfolg weiterhin! Liebe Grüße, Luise Steckel.

  16. Liebe Cindy,
    vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht!
    Ich fand die Lehrerin der Klasse sehr vorbildlich und verständnisvoll gegenüber der Kinder. Ich selber habe mir auch deine Frage diesbezüglich gestellt, ob es denn wirklich sinnvoll ist, Bewegungspausen in den Unterricht zu intergrieren. Da ich auch glaube, dass so die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler gestärkt wird, wird so ein Handeln auch in Zukunft in so einer Klasse positiv bleiben, denn es herrscht ein Vertrauen zwischen Kindern und der Lehrerin was für alle zugehörigen Punkte einer Klassengemeinschaft positiv zuläuft.
    Die Frage ist natürlich, inwiefern man diese Aktionen zulassen kann und wo die Grenzen liegen, denn dies ist individuell zu bewerten und einzuschätzen, denke ich.

    Viel Erfolg und Glück weiterhin

    Liebe Grüße
    Jaimee Lam

  17. Liebe Cindy,

    Ich finde wirklich Klasse, was die Lehrerin am Anfang des Unterrichts gemacht hat, um die späteren Störungen zu verhindern. Ich merke immer wieder, wie jede Lehrerin eine unterschiedlich Art hat, mit den Schülern umzugehen. Es braucht Kreativität und natürlich Erfahrung, um die Herausforderungen, die der Lehrberuf mit sich bringt, zu überwinden. Sie hat sehr gut erkannt, dass die Stühle das Potenzial haben, als Ablenkung für die SuS zu dienen und hat rechtzeitig vorgebeugt.

    Liebe Grüsse
    Seda Boran-Krüger

  18. Hallo Cindy,
    ich finde deinen Beitrag sehr interessant. Durch das Ausprobieren am Anfang des Unterrichts vermeidet die Lehrkraft eine Provokation der Schüler*innen durch die Stühle. Frau Z. will es erst gar nicht so weit kommen lassen, dass sie Störungen unterbinden muss und eine negative Interaktion entsteht. Schüler*innen fühlen sich in so einem Moment wahrscheinlich verstanden und können mit der Lehrkraft auf Augenhöhe kommunizieren. Deine Anschlussfrage zum Thema Grenzen finde ich in diesem Kontext sehr angemessen, da SuS ja dennoch zur Ruhe kommen müssen und es gewiss Fälle gibt, wo Strategien dieser Art nicht funktionieren.
    Liebe Grüße
    Malina

  19. Liebe Cindy,
    vielen Dank für deinen Bericht über diesen Stundenbeginn. Es ist wirklich toll zu sehen, dass Lehrer*innen immer mehr auf das Interesse und die Motivation der Kinder eingehen. Natürlich sind solche Stühle o.ä. für viele Kinder erstmal sehr spannend, zumal sie eh schon energiegeladen in die Stunde kamen. Kinder wollen einfach Dinge ausprobieren, benutzten und wenn eine solche Veränderung im Klassenraum auftritt und die Lehrerin das sofort aufgreift, ist das für die Kinder wirklich so als wenn „der Wind aus den Segeln genommen wurde“. Wir hatten im Musikraum Stühle mit kleinen Tischen dran, diese hatten nicht viele Funktionen aber führten auch oft zu Unruhe. Sie waren halt anders. Wir probierten trotzdem alles aus was ging. Einen solchen Kurzen Zeitraum hätte das sicherlich entschärft/ verkürzt und Unruhen vorgebeugt. Um auf deine Frage einzugehen: Bewegungspausen sind sicherlich sehr Hilfreich, gerade für Kinder. In unseren Vorlesungen wurde das bereits auch teilweise eingeführt und auch, wenn es sich nur um 5 Minuten handelt, ist es einfach gut um mal kurz abzuschalten und sich zu bewegen. Für Kinder ist dieser Effekt sicherlich nochmal bedeutsamer.

    Liebe Grüße

  20. Hallo Cindy,
    dein Blogeintrag war sehr interessant zu lesen. Man ist sich als Studierende zum teil noch gar nicht bewusst, was man als Lehrperson alles berücksichtigen muss. Man muss sich nicht nur auf die Unterrichtsthemen vorbereiten, sondern auch auf die individuellen Persönlichkeiten innerhalb einer Klasse.
    Ich finde es von der Lehrerin toll, dass sie die Neugier der Kinder nicht unterdrückt, sondern ihnen Zeit gibt, neue Dinge zu erkunden. Den Kindern diese Freiheit zu geben, stärkt die Beziehung zwischen den Kindern und der Lehrperson.
    Deine Fragen bezüglich der Grenzen finde ich nachvollziehbar. Allerdings denke ich, dass Kinder durch diesen Ablauf lernen, dass sie zwischen „Spielzeit“ und „Unterricht“ unterscheiden müssen.
    Danke für deinen Bericht!

    Liebe Grüße
    Delfine

  21. Hallo Cindy,

    dein Blog Eintrag war wirklich sehr interessant und aufschlussreich. Besonders in den Jahrgangsstufen 4 , 5 und 6 ist der Umgang mit Störungen ein sehr wichtiges Thema. Die Methode der Lehrerin ist sehr clever gewählt, da sie den Schülern und Schülerinnen innerhalb von einer Minute erst einmal das Interesse an den Stühlen nimmt, um dann den Unterricht störungsfrei fortführen zu können. Die Schüler sind dadurch in ihrem Bedürfnis „endlich“ die Drehstühle auszuprobieren gestillt und die Lehrerin braucht keine weiteren Störungen aufgrund der Stühle zu befürchten, was den Unterricht wesentlich erleichtert.
    Ich denke jedoch, dass Erfahrung und Praxis dabei eine sehr wichtige Rolle spielen, um diese Störungen im Voraus erkennen zu können. Deswegen ist es sehr wichtig so viel wie möglich, durch z.B. solche Blockbeiträge, für das spätere Unterrichten mitzunehmen.

    Liebe Grüße,
    Denise

  22. Hallo Liebe Cindy,
    Ich finde deinen Blogbeitrag sehr gut geschrieben. Man kann sich durch ihn richtig in die Situation hineinversetzen.
    Ich finde die Reaktion der Lehrerin lässt darauf schließen, dass es in diesem besonderen Raum schon mehrfach zu solchen Situationen kam. Ich finde ihre Reaktion sehr angemessen, wäre es jedoch zu weiteren Störungen durch die Stühle im Unterricht gekommen, hätte sie wahrscheinlich intervenieren müssen.
    Bei höheren Klassenstufen, wäre es wahrscheinlich nicht notwendig gewesen, diese Maßnahme zu ergreifen, da diese keinen so starken Bewegungsdrang mehr haben. Deshalb sehe ich auch Bewegungspausen nur in niedrigeren Klassenstufen als sinnvoll an.

    Liebe Grüße,
    Angela

  23. Liebe Cindy,
    ich finde sehr spannend, welche Erfahrung du während des Praktikums gemacht hast. Ich denke, gerade jüngere SuS sind leichter abzulenken und indem die Lehrkraft das Ablenkungspotenzial der Stühle erkannt und nicht ignoriert hat, hat sie es geschafft, eine kontinuierliche Aufmerksamkeit seitens der SuS zu schaffen. Die Bedürfnisse seiner SuS zu kennen halte ich für äußerst wichtig, da diese auch immer den Unterricht beeinflussen werden. Man muss vielleicht aber unterscheiden, welchen Bedürfnissen kann ich wann und wie Raum geben und welchen nicht.

    Liebe Grüße,
    Marcella

  24. Ein ganz anderer Ansatz, als der in: „Dann stellt sie sich, ohne etwas zu sagen und mit ruhigem Gesichtsausdruck, vor die Klasse … “. Es ist interessant zu sehen, wie zwei so unterschiedliche Ansätze scheinbar gleich gut funktionieren können. Man erkennt bim Lesen eurer Erfahrungen, dass jede Lehrkraft ihren eigenen Stil finden sollte kreativ mit den jeweiligen räumlichen und Gruppendynamischen Umständen umzugehen. Dabei ist es sicherlich eine Frage der Erfahrung und der charakterlichen Stärke bzw. des Selbstbewusstseins, eine gute Arbeitsatmosphäre in der Klasse zu schaffen. Die Beitrage machen Lust auf ein Praktikum und darauf selbst verschiedene Ansätze zu beobachten und aus zu probieren.

  25. Hallo Cindy,

    vielen Dank für deinen Blog-Eintrag! Mir hat dein Schreibstil sehr gut gefallen und ich konnte mich dadurch gut in deine Situation hineinversetzen.
    Ich denke, dass die Lehrerin sehr professionell auf die besondere Raumsituation, aber auch auf die Altersgruppe der Schülerinnen und Schüler reagiert hat. Ich denke auch, dass Bewegungspausen sinnvoll sein können, gerade wenn die SuS noch etwas jünger sind. Durch das anfängliche Lösen der Anspannung und somit die Öffnung zum Entdecken des Raumes, hat die Lehrerin nicht nur mögliche Störungen vorgebeugt, sondern meiner Meinung auch diese kleine ‚Bewegungspause‘ an den Anfang der Stunde gesetzt. Allen in Allem gefällt mir der Ansatz der Lehrerin sehr gut.

    Liebe Grüße,

    Henriette

  26. Liebe Cindy,
    die von dir geschilderte Situation zeigt deutlich, dass es wichtig ist, den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihren Neugier- und Erforschungsdrang auszuleben, denn gerade bei jüngeren Kindern ist dieser Drang stark ausgeprägt. Neu auftretende Aspekte bzw. Dinge, in diesem Fall der Drehstuhl, lösen bei den Kindern den Drang aus, diese neuen Sachen sofort auszuprobieren. Aus diesem Grund finde ich die Reaktion der Lehrerin auf die Problematik der neuen Drehstühle sehr angemessen und beeindruckend. Diese Idee zur Prävention der Störung ist äußerst effektiv und der Bewegungsdrang der Kinder wird ebenfalls gestillt. Hätte die Lehrerin diesen Weg nicht gewählt, müsste sie während der Unterrichtsstunde immer wieder einige Schülerinnen und Schüler ermahnen müssen, still auf ihrem Platz zu sitzen und sich nicht mit dem Stuhl zu drehen. Denn dieser Aspekt würde die Kinder von dem Unterrichtsgeschehen ablenken. Dementsprechend ist es sehr förderlich im Vorhinein auf mögliche Störungsereignisse einzugehen. Außerdem wird deutlich, dass jede Lehrkraft eine andere kreative und gleichzeitig effiziente Maßnahme für einen erfolgreichen Unterricht anwendet.

    Liebe Grüße,
    Celina

  27. Liebe Cindy O.,
    ich finde die von dir beobachtete Vorgehensweise der Lehrkraft äüßerst spannend und bewundernswert, da dieses Vorgehen keineswegs selbstverständlich ist und ich diese Lösung durchaus kreativ finde. Ich bin der Meinung, man sollte den Kindern ihre Neugier lassen. Das ist es ja in gewisser Weise auch, was es ausmacht, ein Kind zu sein. Sie ging den Bedürfnissen der Kinder nach, ohne dabei den Unterricht zu gefährden. Eine bessere Lösung gibt es nicht und ich werde mir diese Vorgehensweise auf jeden Fall merken. Von Bewegunspausen direkt im Unterricht halte ich nicht so viel (ich habe allerdings auch keine Erfahrung in dem Bereich), aber ich könnte mir vorstellen, dass das die Aufmerksamkeit vom Unterricht in eine bis zum Studenende anhaltende Pausenstimmung umwandelt. Eher finde ich es sinnvoll, kürzere Unterrichtseinheiten durchzuführen ohne ein Blockmodell mit 90 min Stunden. Ich habe in meiner Schulzeit gute Erfahrungen mit 75, und 60 min Studen gemacht, jedoch sind 45 min bei Kleineren bestimmt noch vorteilhafter.

    Liebe Grüße
    Hannah

  28. Liebe Cindy,

    Mir hat dein Blogbeitrag sehr gut gefallen. Deine Anschlussfragen haben mich zum Nachdenken gebracht.
    Ich finde die angewandte Methode der Lehrerkraft gelungen. Offensichtlich waren die SUS für die restliche Stunde ruhig und aufmerksam. Für die SUS ist es immer aufregend, in einem neuen Lernumfeld unterrichtet zu werden. Deshalb wollten sie die neue Umgebung erstmal entdecken. Nachdem sie mit Hilfe der Drehstühle diese neuen Reize verarbeitet haben, konnten sie sich auf den folgenden Unterricht konzentrieren. Die Lehrkraft kannte ihre SUS sehr gut und wusste, was das richtige ist um keine Unterbindung des Handlungsprogramms zu schaffen.

    Die geschilderte Situation wird mir hoffentlich später in meinem Lehrerberuf helfen, um Störungen zu präventieren.

    Liebe Grüße,
    Helene 🙂

  29. Liebe Cindy,
    ich finde es sehr schön, dass du diesen kleinen aber dennoch so bedeutsamen Moment mit uns geteilt hast, denn es sind oft die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen können. Wenn die Lehrkraft es den SuS nicht ermöglicht hätte, alles an den Stühlen auszuprobieren und zu erforschen, hätte sie womöglich die ganze Unterrichtsstunde lang mit sich drehenden oder auf- und abfahrenden Kindern zu kämpfen gehabt. Außerdem ist es sehr schön zu hören, wie auch in einer NaWi Stunde ein wenig Zeit für Spaß und Spiel übrig ist und die Lehrerin auch außerhalb der großen Pause dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht wird.

    Liebe Grüße
    Roxane

  30. Hallo Cindy,
    mir gefällt dein Beitrag, er ist sehr interessant geschrieben und schildert eine wichtige Komponente der Unterrichtsvorbereitung. Diese sollte nicht nur die Inhalte, Methoden und Abläufe beinhalten, sondern zusätzlich aus einer anderen Perspektive reflektiert, beurteilt und angepasst werden. Evtl. auftretende Störfaktoren können somit frühzeitig erkannt und behoben werden. Zudem hat die Lehrkraft mittels einer ausführlichen Unterrichtsplanung die Möglichkeit flexibel auf Störfaktoren zu reagieren und den Unterrichtsfluss nicht zu beeinträchtigen.
    Aus dem Bereich des Mannschaftssport ist mir diese Situation bereits bekannt. Weshalb es in jedem Fach und jedem Bereich von großer Bedeutung ist, sich angemessen vorzubereiten sowie auf die Bedürfnisse der Schüler*innen oder Sportler*innen einzugehen. Hierbei sollte stehts auf eine Ausgewogenheit geachtet werden, da ansonsten die Schüler*innen oder Sportler*innen die eigenen Bedürfnisse zu sehr auf Probe setzen und es in gewisser Weise ausnutzen könnten. Gemeinsam definierte oder aufgestellte Kompromisse lassen die Beziehung zwischen Lehrkraft und Schülerschaft stets aufrecht erhalten.
    Viele Grüße,
    Jana-Alisa

  31. Liebe Cindy,
    Deine Geschichte hat meine Annahme bestätigt, dass viele Entscheidungen im Lehrerberuf intuitiv zu treffen sind. Man braucht wohl einfach ein bestimmtes Fingerspitzengefühl um solche Momente auf so kreative Art und Weise zu meistern.
    Wo genau die Grenzen liegen und wie man mit ihnen umgehen muss, scheint mir sehr von der Situation abhängig zu sein. Jede Klasse ist anders und erfordert deshalb andere Umgangsweisen.
    Danke für deinen tollen Erfahrungsbericht!
    Liebe Grüße und viel Erfolg weiterhin, Aneska Düvel.
    Liebe Grüße

  32. Liebe Cindy,

    durch deine detaillierte Schilderung der Situation konnte ich mich als Leserin sehr gut in die Situation hineinversetzen. In deinem Blogeintrag erkennt man eine wunderbar gelungene Prävention, in der es der Lehrerin gelungen ist die Unterrichtsstörung vorzubeugen. Im jungen alter neigen die Kinder oftmals dazu ihr neues Umfeld (in diesem fall den NaWi-Raum) zu erkunden und neue Gegenstände, wie den höhenverstellbaren Stuhl zunächst einmal auszuprobieren. Der Einfall der Lehrerin, die SchülerInnen Erfahrungen mit dem Stuhl sammeln zu lasssen zeigt die Fähigkeit der Lehrerin, potentielle Störfaktoren im vorhinein zu erfassen und diese zu umgehen. Danke für deinen Erfahrungsbericht!

    Liebe Grüße,
    Hümeyra

  33. Hier wird eine äußerst bemerkenswerte Weise der Störungsprävention beschrieben, die offensichtlich, wie schon erkannt, zeigt dass sich die Lehrkraft gut in die Schüler hinein versetzen konnte. Außerdem handelt es sich dabei um ein sehr gutes Beispiel für das Einbeziehen der Lernumgebung in Unterricht und Handlung. Offensichtlich sorgt eine neue Umgebung, also nicht das gewohnte Klassenzimmer, für Neugierde und demzufolge möglicherweise auch Unruhe.
    Ich hatte persönlich ein ähnliches Erlebnis bei meiner ersten Stunde im Biologie-Raum der Oberstufe in der 7. Klasse. Dort befanden sich mehrere Terrarien und Pflanzen auf den Fensterbrettern, und unsere Lehrkraft nahm sich in der ersten zum Stundenanfang die Zeit für einen Rundgang, bei dem alle die Möglichkeit hatten die Tiere und Pflanzen zu betrachten und Fragen zu stellen. Dies sorgte dafür dass zum eigentlichen Beginn der Stunde, eine ruhige Atmosphäre herrschte und weder Ablenkung durch, noch Fragen zu den Terrarien aufkam/en.

  34. Hallo, mir hat dein Bericht sehr gefallen und auch das bestätigt, wie ich mir Unterricht vorstelle, denn als Lehrer muss man natürlich auch auf die Schüler eingehen. Gerade in diesem Fall hat die Lehrkraft sehr gut spontan reagiert und zudem auch noch sehr kreativ. Sie umgeht damit die Störungen im Unterricht und kann von nun an sehr gut lehren. Um auf deine Fragen zu antworten finde ich, dass es sehr sinnvoll ist, in diesem Alter auf Lernpausen zu setzen, um die Aufmerksamkeit zu steigern. Klar müssen sie lernen durchgehend zuhören zu können, aber das ist eine Frage der Übung. Man sollte die Pausen immer kürzer werden lassen. Den Schülern muss jedoch bewusst werden, wann es wieder losgeht und das sie den Regeln befolgen müssen.
    Ich fand dein Bericht sehr gut und auch sehr gut authentisch geschrieben.
    LG Jannes

  35. Hallo, ein wundervolles Beispiel des richtigen Fingerspitzengefühls im richtigen Moment. Eine angepasste Methode für ein kooperierendes Schüler-Lehrer-Verhältniss welches bei einer kleinen aber dafür lauten Gruppe umso wichtiger ist. In dem beschriebenen Alter sollte jeder Lehrer nach der Erfahrung und dem Gefühl her handeln, denn den Bewegungs- bzw. den dazu gehörigen Toleranzfreiraum muss man den Kindern ab und an gewährleisten. Ich glaube dies hat in deiner Situation einwandfrei funktioniert.
    Vielen Dank für den sehr einfach nachvollziehbaren Beitrag!

  36. Hallo Cindy,

    es freut mich grundsätzlich, dass du ein empathisches Verhalten einer Lehrkraft beobachten konntest. Für mich ist die Mischung aus regelmäßiger, offener Kommunikation einerseits und Reflexion des Verhaltens aller Beteiligten andererseits die Lösung, um einschätzen zu können, inwiefern Bedürfnisse der Klasse berücksichtigt werden sollten. Für mich gibt der Lehrer das Ziel vor, die Schüler das Tempo und alle gemeinsam definieren den Weg. 🙂

    Liebe Grüße
    Nick

  37. Gefällt mir sehr. Definitiv ein Ansatz, der in meiner Schulzeit meines Erachtens nach weniger Anwendung fand. Gerade im zeitlich strikten Lehrplan und im Zuge der Vermittlung der eigenen Seriosität und Autorität, sowie in dem Bestreben die Klasse ruhig zu halten und zu disziplinieren wird von solchen Maßnahmen sicher gerne im Schulalltag abgesehen oder sie werden nicht priorisiert. Du hast hier absolut recht: Die Bedürfnisse der SuS nach Bewegung, ihre Neugierde und je nach Alter auch Verspieltheit darf nicht unterdrückt, sondern muss reguliert und kontrolliert angesprochen werden. Auch wenn Kinder und Jugendliche auf Dinge aufmerksam werden, die zum Störfaktor werden können, lenkt dies oft gerade dann ihre Aufmerksamkeit darauf. Wenn sie jedoch vermittelt bekommen, dass die Lehrkraft ihr Interesse nachvollziehen kann und ihre Neugierde unterstützt, reicht es ihnen vielleicht, sich kurz damit zu beschäftigen, anstatt das Störpotenzial ausschöpfen zu wollen. Es stärkt zudem das Arbeitsbündnis zwischen Lehrkraft und den SuS, was rückwirkend die Lernbereitschaft steigert und die Konzentration und den Fokus auf themenrelevante Dinge lenkt. Auf jeden Fall ein Ansatz, den ich im Praktikum beobachten möchte!

  38. Ich finde den Ansatz der Leherin sehr interessant und mal etwas anderes. Die Methode hält nicht an dem typischen „So muss es sein und nicht anders“ und „das ist verboten“ fest. Bestimmt lässt sie sich auch auf weitere Bereiche ausweiten. Ich denke zwischenzeitliche Bewegungseinheiten können die Konzentration der Kinder auf längere Sicht verbessern und so zu einem effizienteren Arbeiten führen.

  39. Liebe Cindy,
    ich finde die beschriebene Situation sehr interessant. Ich bin der Meinung, dass es eine gute Idee von der Lehrerin war die Schüler*innen erstmal die Stühle erkunden zu lassen. In diesem Alter macht es den Kindern einfach Spaß neue Sachen und Dinge zu entdecken und Störungen wären ganz sicher vorprogrammiert gewesen. Die Lehrerin hat den Schüler*innen einen genauen Rahmen für ihre Erkundungen gegeben an die sich die Schüler*innen leicht halten konnten. Ich finde solchen kleineren Bedürfnissen, die danach sofort befriedigt sind, lohnt es sich kleine Räume zu bieten, denn so zeigt man den Schüler*inne auch, dass man sich in Ihre Lage versetzen kann und Sie versteht, was natürlich auch in anderen Situationen sehr nützlich sein kann. Um solche Situationen erkennen und einschätzen zu können, braucht man aber auch bestimmt Vorerfahrungen. Es bleibt also eine schwierige Aufgabe und eine gute Lösung.
    LG
    Zita

  40. Liebe Cindy,
    die von Dir beschriebe Situation muss für Dich ziemlich unterhaltsam und gleichzeitig beeindruckend gewesen sein. Die kreative und zugleich abgeklärte Vorgehensweise der Lehrkraft ist definitiv bewundernswert. Mir gefällt, dass Du bei Deinen Schilderungen einen starken Fokus auf die Bedürfnisse der Schüler gelegt hast und auch Deine weiterführenden Fragen zeigen die Bedeutung der Bedürfnisse der Schüler, aber auch die Schwierigkeiten im Umgang mit ihnen, gut auf. Ich vermute, dass jede Lehrkraft da eigene Erfahrung sammeln muss, aber einen Versuch ist eine solche Herangehensweise wohl zweifelsohne wert. Bezüglich der Bewegungspausen im Unterricht denke ich, dass es zum einen eine Altersfrage, aber zum anderen auch eine Frage der Unterrichtslänge ist. An meiner alten Schule habe ich selbst einen Wechsel von 45- und 90-minütigen Stunden bzw. Blöcken hin zu Einheiten mit einer Länge von 60 oder 75 Minuten mitgemacht, wobei man starke Unterschiede der Konzentration aller Beteiligten, dem damit verbundenen Bewegungsdrang und auch der Effizienz des Unterrichts bemerken/beobachten konnte. Das ist allerdings ein anderes Thema.
    Danke für den Beitrag!
    Liebe Grüße
    Janek P.

  41. Hallo, liebe Cindy!
    Vielen Dank für Deinen Beitrag.
    Vor allem Naturwissenschaften leben von Neugier und Entdeckungen. Diese gilt es zu wecken und dadurch Durststrecken von eintönig vorgegebenen Strukturen zu überwinden oder auch Themen, die nicht jedem liegen.
    Am Besten gefällt mir bei deinem Beitrag, dass die SuS vermutlich sehr überrascht waren, regelrecht unruhig sein zu dürfen. Das entspannt eine Situation zu einer Lehrkraft sehr. Fast, als begänne man mit einem Aufhänger vor einer Präsentation. So existiert bereits eine Geschichte zwischen den Anwesenden und der Lehrkraft und es wirkt persönlicher.
    Vor allem, wenn bekannt ist, dass viele Schüler einer Klasse sehr aktive Gemüter sind, ist eine gute Überlegung, dass diese vorab ihre Energie schon etwas ,,verbrauchen“ können. Vielleicht in Form eines bewegungsvollem Lernspiels als Ritual? Ein sehr spannender Ansatz und definitiv weit entfernt von einer langweiligen, monotonen Begrüßung.
    Vielen Dank für diesen Gedankenanstoß.
    Grüße

  42. Liebe Cindy,
    ich finde es beeindruckend, wie die Lehrerin in deinem Beitrag die Situation einschätzt und möglichen Störungen im Unterricht vorbeugt. Wahrscheinlich bringt sie schon einige Jahre Berufserfahrung mit sich und kann einschätzen, wie die Schüler/innen auf die Ausstattung von für sie bisher unbekannten Unterrichtsräumen reagieren. Mit ihrer Anweisung legt sie selbst die Zeitspanne fest, in der die Schüler/innen ihr Interesse auf die Stühle richten können. Sie weiß, dass nach dieser Zeit die Neugier gestillt ist und die Schüler/innen ihre Aufmerksamkeit auf den Unterricht lenken werden. Die Lehrerin erkennt die Bedürfnisse der Schüler/innen und geht auf diese ein. Ein schönes Beispiel für eine gute Klassenatmosphäre.

  43. Hallo Cindy,
    ich finde die Strategie der Lehrerin sehr interessant, weil ich daran gar nicht gedacht habe. Aber dieses Beispiel zeigt, wie sinnvoll es sein kann, sich als Lehrkraft auch Gedanken über mögliche Störeinflüsse zu machen. Dies verlangt aber sehr viel Erfahrung seitens der Lehrkraft, weil ein „Neuling“ erstmal nicht auf die Idee gekommen wäre, dass die Schüler die Stühle so interessant finden, dass sie zur Störung werden.

    Zu deiner ersten Frage: Ja, ich finde Bewegungspausen für Schüler schon sinnvoll. Vor allem für Schüler der 1. bis 8. Klasse, weil sie noch jung sind und still sitzen für 90 Minuten schon schwer ist. Außerdem sorgt Bewegung dafür, dass die Schüler wieder wacher werden und somit aufmerksamer. Allerdings sollte die Lehrkraft dafür sorgen, dass nach der Bewegungspause die Schüler sofort wieder die Aufmerksamkeit auf das Unterrichtsgeschehen lenken.

  44. Liebe Cindy,

    eine sehr interessante Erfahrung hast Du uns geschildert! Zunächst ist es sehr bewundernswert, dass die Lehrerín Z mit einer einminütigen „Austobephase“ die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler (SuS) scheinbar befriedigt hat. Meiner Ansicht nach ist der Grad zwischen Erfolg und Misserfolg bei diesem Handeln aber sehr schmal. Ich bezweifle, ob ein identisches Handeln bei einer anderen Klasse zu ähnlichem Erfolg geführt hätte. Möglicherweise war das allerdings auch gar nicht das Ziel, denn die Lehrerin Z kannte ihre Klasse so gut, dass sie sicher sein konnte mit ihrer Strategie in diesem Fall Erfolg zu haben. Ein anderes Problem stellt die erhöhte Unfallgefahr während dieser „Austobephase“ dar. SuS könnten sich verletzen, die Stühle könnten beschädigt werden. Ein, wie bereits geschrieben, sehr schmaler Grad hat also ihr Handeln in dieser Stunde gekennzeichnet. Dennoch ein ungewöhnlicher, aber interessanter, Einblick in den Unterrichtsalltag.

    Liebe Grüße

    Karim Hassan

  45. Liebe Cindy,
    Ich finde deine Beobachtungen äußerst interessant und danke dir, dass du diese mit uns geteilt hast. Kinder in jungen Jahren haben besonderes Bedürfnisse und Neugier ist ein Teil davon! Das deine Lehrerin direkt Ihre Schüler und Schülerinnen die Stühle erkunden lies, um weitere Störungen im Unterricht zu vermeiden ist eine sehr spannende und gescheite Technik, an der sich auch zukünftige Lehrer/Lehrerinnen orientieren können.

    Beste Grüße,
    Rabia Akdemir!

  46. Liebe Cindy,

    erstmal vielen Dank für das Teilen dieser interessanten Erfahrung! Es ist immer wieder überraschend zu sehen, wie verschiedene Persönlichkeiten mit bestimmten Situationen umgehen. Überhaupt erstmal zu erkennen, was eventuelle Störfaktoren sein könnten, bevor sie eintreten, ist beeindruckend; auf Anhieb eine passende Lösung zu finden, ist noch beeindruckender. Diese doch etwas unkonventionelle Strategie zeigt sehr gut, wie wichtig Praxis und Erfahrung im Lehrberuf ist. Ich persönlich bezweifle dennoch, dass diese Methode bei jeder Klasse funktionieren würde, aber gerade deswegen fordert es wohl eine besonders gute Kenntnis der SuS, um zu entscheiden, welche Maßnahmen eine effektive Wirkung zeigen.

    Liebe Grüße
    Michelle

  47. Das ist schon ein sehr schönes Beispiel für eine situationsbedingte Prävention von Unruhe. Ich finde es inspirierend, wie eine erfahrene Lehrkraft potenzielle Störfaktoren erkannt und neutralisiert hat. Den Schülis wurde innerhalb des Unterrichts ein kleines Zeitfenster von individueller Freiheit erlaubt und anscheinende trug dies Früchte. Ein derartiges Entgegenkommen des Dranges nach Bewegung und Befriedigung der Neugier mit unterrichtsunabhängigen Dingen kann bestimmt viel zur Disziplin, aber auch zur Motivation der Schülis beitragen.

  48. Liebe Cindy,
    vielen Dank für deinen interessanten Bericht! Die Methode der Lehrkraft zur Vorbeugung von Störungen ist mal etwas anderes und zeigt, dass es auch andere Methoden gibt um Störungen vorzubeugen als die Erhebung der Stimme seitens der Lehrkraft.
    Es gab vielleicht schon mehrfach Situationen in diesem Raum, bei welchen die Drehstühle eine Störung des Unterrichts zur Folge hatten und die Lehrkraft beugt diesem „Störungspotential“ gezielt entgegen. Zudem denke ich, dass dieser Methode eine gute SuS-Lehrerbeziehung zu Grunde liegen muss, damit die SuS ihren Freiraum zum Ausprobieren nicht überreizen, sondern sich dem Unterricht zuwenden können, wenn es von der Lehrkraft gefordert wird. Die Lehrkraft erkennt die Neugier und den Bewegungsdrang ihrer SuS und geht darauf ein. Das finde ich super! Definitiv eine Methode, welche in meiner Grundschulzeit gefehlt hat.
    Liebe Grüße
    Samira

  49. Hallo Cindy,
    dein Beitrag finde ich sehr interessant, er spricht einige Themen, die für mich sehr wichtig sind. Scheinbar wusste deine Frau Z. in der Situation, den Raum und deren Materialien auch als „dritte Pädagog*in“ zu nehmen. Aus dem Bedürfnis der Kindern, sich zu bewegen, eine kleine Lerneinheit zu machen, bei der die SuS selber experimentieren dürfen, dass ist bei unserem Berliner Schulalltag, höhe Kunst. Es ist auch zu beachten, dass SuS einer JüL-Klasse besondere Lernerfahrungen machen dürfen in Vergleich als Kinder in altershomogenen Gruppen. Du beschreibst eine Lernsituation, in der die Kinder einen für sie „fremden“ Raum betretten, in einer sehr kleinen Gruppe (nur 11 SuS, Luxus pur), es fühlt sich schon wie ein toller Ausflug.
    Ich würde auf deine Anschlussfrage, ob die Bewegungspausen im Unterricht sinnvoll sind, auf jedem Fall bejahen. Am besten, wie gesagt, wenn diese Pausen mit Unterrichtsinhalte verknüpft werden. In der Bewegung lernt man besser;-)
    Ich bin der Meinung, dass in einer Gruppe durch die Interaktion erlebt und gelernt wird, dass die Bedürfnisse eines Einzelns nicht immer, nicht sofort befriedigt werden können. Dass ist auch Teil des Selbstbildungsprozessen von Kinder.
    Schöne Grüße
    Gastón

  50. Bereits bei dem Titel war ich gespannt welche Situation wohl beschrieben sein wird. Ich selbst als noch sehr unerfahrene angehende Lehrkraft habe großen Respekt vor dem Umgang mit Störungen. Mir ist es sehr wichtig ein einen guten Umgang mit Störungen zu haben und diese bestmöglich vorzubeugen, weil ich vor allem aus den Erfahrungen meiner eigenen Schulzeit weiß wie schädlich schlechter Umgang mit Störungen der Lehrkraft für das Arbeitsbündnis mit allen SuS der Klasse und somit für die Umsetzung des Handlungsprogramms sein kann. Somit bin ich sehr dankbar für die Beschreibung der Situation in der Klasse aus diesem Blogeintrag. Die Lehrerin schien vielleicht aus zuvor gemachter Erfahrung eine kreative und erfolgreiche Strategie für den Umgang mit einem eventuellen Störfaktor umgesetzt zu haben, die ich umbedingt „im Hinterkopf“ behalten möchte.

    Nichtsdestotrotz finde ich auch gut, dass zum Ende des Artikels einige kritische Fragen formuliert worden. Als Lehrkraft ist es schließlich auch die Aufgabe seine Strategien stetig zu hinterfragen, zu analysieren und weiterzuentwickeln.

    Vielen Dank für den inspirierenden Blogeintrag!

  51. Liebe Cindy O.,

    danke für den interessanten Blog-Eintrag.
    Ich finde Frau Z. macht deutlich, wie wichtig es ist, auf die SuS einzugehen. In dem beschriebenen Beispiel wird auch klar, dass es sehr von Vorteil ist, wenn wir als Lehrer das Explorative Verhalten der Kinder fördern (in einem gewissen Maß) und so einer Unterrichtstörung vorbeugen können.
    Um auf deine Abschlussfragen zu kommen, ich sehe es so, dass eine Bewegungspause immer etwas Gutes bringt. Ob es jetzt Schüler einer Grundschule oder Studenten in einer Vorlesung sind, Bewegung regt an. Dies kann auch die Bereitschaft fürs Lernen fördern. Jedoch sollte es immer in einem gewissen Maß geregelt sein, dass bedeutet, dass es in keinem Fall zur Ansicht eines Freifahrtschein kommt.
    LG.

  52. Hallo Cindy,
    danke für die Teilhabe an deinen Erfahrungen, deinen Bericht fand ich sehr interessant.
    Unkontrollierte Störungen sind so die „Problematik“, vor der ich mich im späteren Berufsalltag am meisten fürchte und ich hoffe, das Studium bereitet uns gut darauf vor 😉 . Dein Bericht zeigt jedoch, dass man die „richtigen Tricks“ am besten von erfahrenen Lehrkräften gelehrt bekommt. Ich finde das Vorgehen der Lehrerin echt grandios, weil es eben genau das bestärkt, was du als Erkenntnisse aus dieser Situation mitgenommen hast.
    Auf deine Frage wo die Grenzen sind und ob Kinder nicht auch lernen müssen gewisse Dränge und Bedürnisse zu unterdrücken, kann ich dir gern mal meine persönliche Einschätzung dazu geben (biin aber Laie 😉 ). Ich bin fest davon überzeugt, dass die meisten Lehrkräfte das nicht so handhaben. Demzufolge werden die Kinder in genügend anderen Situationen und bei anderen LehrerInnen ihre Bedürfnisse unterdrücken müssen. Der Lernprozess findet demnach statt. Und selbst wenn nicht, finde ich muss man hier Prioritäten setzen. Wenn ich durch diese Aktion spätere Störungen und Ablenkungen reduzieren kann, mit den SchülerInnen keine hitzigen Diskussionen führen oder andauernd Ermahnungen aussprechen muss, ihren „Forscherdrang förder und ich mit dieser Methode sehr viel produktive Lernzeit schaffe, dann ist es das allemal wert! Und klar gibt es Grenzen (wenn es eben nicht um einen Stuhl geht, sondern wirklich um was sehr kostbares, gefährliches, zerbrechliches,…), aber da geh ich halt dann wieder anders vor und habe hier z.B. den Lerneffekt, dass sie ihren Bedürnissen nicht nachgehen können und das auch akzeptieren müssen…
    So könnte ich mir das zumindest theoretisch vorstellen. Wie die praktische Umsetzung ist, erfahr ich ja dann im Praktikum, spätestens im Berufsalltag, haha.
    Aber danke für deinen Bericht, er hat wirklich sehr zum Nachdenken angeregt…

  53. Liebe Cindy,

    Ehrlich gesagt, finde ich ganz toll, die Weise der Frau Z. . Ich konnte mir nicht vorstellen, dass zum erst alles Verhalten erlaubt werden und dann wird die Aufmerksamkeit erregt.

    Die Bewegungspause ist sinnvoll meiner Meinung nach, aber das Wichtig ist nach dieser Pause, die Lehrer*innen sollten die Aufmerksamkeit erregen. Wenn sie keine Fähigkeit haben, die Studenten noch wieder auf den Unterricht fokussieren zu lassen, dann könnte die Bewegungspause die Lernatmosphäre viel stärker stören.
    Aber ich denke, die Studenten müssen die Bedürfnisse nicht zurückstecken. Weil wenn sie die Neugier auf etwas haben, dann irgendwann würden sie auf jeden Fall einige Bewegung machen, diese Neugier eingehend zu betrachten. Also es ist nicht so effizient, das Verhalten bzw. Bedürfnisse von SuS zu verboten. Es wäre sehr momentan vorläufige Auflösung. Und mit dieser Weise kann die Beziehung zwischen Sus und Lehrer*innen besser aufgebaut werden und die Studenten nehmen positive Eindruck nach Lehrkraft.
    Außerdem wenn die Lehrkräfte diese Bewegung mit dem geeigneten Fach verbinden würden, dann erhöht die Kreativität von Schüler*innen sich und sie können für das Fach besser Aufmerksamkeit zeigen und sich an den Unterricht länger erinnern.
    Aber wenn die Bewegungspause jemandem wehtut oder sie hat die Möglichkeit gefährliche Ergebnis zu folgen, dann müssen die Lehrer*innen die Bedürfnisse der Studenten begrenzen und verboten.

  54. Liebe Cindy,

    das was du da beobachten konntest ist sehr interessant. An dieser Methode zur Vorbeugung der Störung würden bestimmt viele überforderte Lehrkräfte Hilfe finden. Dadurch das Kinder in diesem Alter einen Drang zum Erforschen haben, worüber im Sachunterricht häufig die Rede von kleinen Forschern ist, würde es bestimmt bei vielen Lehrkräften zu Aufmerksamkeitsproblemen o.ä. kommen. Die Lehrerin unterstütz hierbei das Interesse statt es zu unterbinden, was in dieser Situation oftmals der Fall gewesen wäre, “denn das erkunden der Stühle ist ja nicht Lernfördernd“. Doch durch die nur kurze Beschäftigung mit den erst so interessanten Stühlen, scheinen diese nach und nach doch nicht mehr so interessant zu sein. Dieses Phänomen ist sehr erstaunlich und sehr erwähnenswert gegenüber Lehrkräften und auch angehenden Lehrkräften, welche sich daran bei Unterrichtsproblemen ein Beispiel nehmen könnten. Vielen Dank das du diese Erfahrung mit uns geteilt hast.

    Liebe Grüße

    Alina Süß

  55. Der Ansatz der Lehrkraft, den SchülerInnen die Möglichkeit zu geben, ihren Forscherdrang gleich zu Beginn des Unterrichts auszuleben, gefällt mir sehr gut.
    Es wird deutlich, dass sich die Lehrkraft in die SchülerInnen hineinversetzen kann. Sie hat den Drehstuhl als potentiellen Störfaktor wahrgenommen und durch ihre professionelle Reaktion eine Unterrichtsstörung vermieden.
    Danke für den aufschlussreichen Blogeintrag.

  56. Ich finde diese Herangehensweise sehr interessant und hilfreich.
    Ich glaube es ist ungemein wichtig, sich in seine Schüler hineinversetzten zu können und zu verstehen, warum gerade auch so „banale“ Dinge wie Drehstühle so interessant für Kinder sein können. Außerdem hat die Lehrerin so gezeigt, dass sie Verständnis für die Lust ihrer Schüler auf das „Stühle erforschen“ hat und ist mit der „Wind-aus-den-Segeln-nehmen-Strategie“ den Kindern zu vorgekommen. Ich denke es ist gerade auch in JüL-Klassen ungemein wichtig, auch mal über den Tellerrand zu blicken und nicht immer nur strikt nach den Regeln oder der klassischen „Schule-Schüler-Lehrer Ordnung zu gehen“. Ich habe bei meinem Praktikum an einer Grundschule in einer JüL-Klasse oft solche Situationen wie in diesem Blog Eintrag beobachtet und dachte mir „Wow, wie einfallsreich und cool! Sowas gab’s an meiner Grundschule nicht!“
    Ich erinnere mich z.B. an das Angebot von einem Yoga Kurs, zu dem immer die Hälfte der Klasse durfte, während Teilstunde war. Die einen sind zum Yoga gegangen, die anderen wurden in kleinen Gruppen im Klassenraum gefördert. Das erfolgte immer abwechselnd. Oder z.B. Bewegungsspiele, immer wenn die Lehrerin gemerkt hat, dass die Kinder durch sind und die Konzentration gerade abfällt. Dann gab’s z.B. Spiele wie “ Kommando Pimperle“ oder die sogenannten Affen Karte. Wenn die Kinder zu müde wurden, durfte ein Kind nach vorne und eine Karte ziehen. Auf den Karten waren verschiedene Abbildungen wie z.B. ein Affe, der auf einem Bein hüpft. Das mussten die Kinder dann “ nach äffen“. Das Ganze erfolgte ein paar Minuten und danach ging es wieder an die Arbeit.

    In meinem Job in der Lernförderung ist mir oft selbst auch aufgefallen, wie wahnsinnig effektiv solche Bewegungsspiele gerade auch für jüngere Kinder sind. Ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass Bewegungsspiele auch zwischendurch im Unterricht unverzichtbar und goldwert sind. Sie können wahre Wunder wirken! Genau so wie solche kreativen Einfälle und „andere“ Herangehensweisen wie sie hier geschildert wurden!

  57. Liebe Cindy,

    danke dir für ein wunderschönen Bericht. Ich finde es genial, wie Lehrerin Z. die mögliche Störung geahnt hat. Hier spielt meine Meinung nach sowohl die Erfahrung eine enorm große Rolle, als auch die Fähigkeit, die Bedürfnisse von Kindern zu verstehen und zu akzeptieren. Diese Situation führte potenziell zu einem Konflikt und kontinuierlichen Ablenkungen. Es ist so faszinierend, wie elegant das Problem gelöst wurde. SuS haben die Neugier gestillt und Lehrerin rettete sich von unnötigem Stress und eine freundliche Atmosphäre gebaut. Bravo!
    Liebe Grüße
    Lisa

  58. Liebe Cindy,
    Ich finde es sehr schön, was du in der Unterrichtsstunde beobachten konntest. Die Lehrerin hat die potenzielle Störung erfasst und daraufhin vorgebeugt. Deine Überlegungen dazu finde ich sehr passend formuliert. Man sollte die Neugier der Kinder immer respektieren und indem die Lehrerin direkt darauf eingegangen ist, konnte sie Störungen vorbeugen. Dadurch sind die SuS eventuell sogar darin bestärkt, dass die Lehrkraft auf ihre Bedürfnisse achtet, wodurch die Beziehung zwischen SuS und der Lehrkraft positiv beeinflusst werden kann. Natürlich gibt es auch Grenzen und die Lehrkraft sollte nicht ständig den Kindern so etwas erlauben. Dies könnte dazu führen könnte, dass die SuS voraussetzen am Anfang des Unterrichts sich austoben zu können, was sie auch auf dem Pausenhof hätten machen können. Zu deiner Frage, ob die Kinder auch lernen sollten ihre Bedürfnisse zurückzustecken, kann ich folgendes sagen: Ich finde es schon sinnvoll, dass die Kinder lernen zu warten und ihre Bedürfnisse stückweit unterdrücken. Somit entwickeln sie eventuell die Fähigkeit, sich auf den Unterricht zu konzentrieren und sich nicht ablenken zu lassen.

  59. Diese Geschichte ist sehr interessant. Das Ergebnis der Handlung der Lehrkraft zeigt, dass Großzügigkeit und das Geben von Freiheit nicht die Förderung von Aufmerksamkeit widersprechen muss. Im Gegenteil hier, koinzidieren sogar die beiden.

    Es fällt deutlich auf, dass die Bedingung einer “Zweisichtigkeit”, um Lehrer*in sein zu können unerlässlich ist: man muss die Sicht der Person, die für die Bildung der Kinder verantwortlich ist, sowie die Sicht aus der Perspektive der Kinder, in der man sich reinversetzen muss, beiden haben.

    Dass sich zeigt, dass oft für widersprüchlich gehaltenen Seiten mit einander koinzidieren, finde ich schön und erfreulich.

  60. Liebe Cindy,

    Erstmal Danke für deinen Artikel und die tolle Einsicht! Ich finde die Art und Weise, wie Frau Z. den eventuell auftretenden Störungen „den Wind aus den Segeln genommen“ hat, einfach nur großartig und sehr gut gelöst.
    Gerade bei Kinder, bei denen die Verlockung eine neue Umgebung auszutesten sehr groß ist, finde ich es gut ihnen den nötigen Freiraum dafür zu geben.
    Die Neugier wurde gestillt und die Kinder konnten sich ohne Ablenkungen auf den Unterricht konzentrieren.
    Es ist sehr erfrischend zu sehen, dass es auch andere Methoden gibt um Störungen vorzubeugen. Werde ich mir auf jeden Fall für zukünftige Ereignisse merken 🙂

    Lg

  61. Liebe Cindy,
    erst einmal vielen Dank für diesen interessanten Bericht!
    Die von Dir beschriebene Situation macht deutlich, wie hilfreich es ist, als Lehrkraft vorrausschauend zu handeln, um Störungen im Unterricht vorzubeugen. Dadurch dass die SchülerInnen die Stühle vor dem Unterricht ausprobieren konnten, wurde ihre Neugier gestillt, wodurch sie sich besser auf den Inhalt der Stunde konzentrieren konnten. Somit können mögliche Konflikte vermieden werden, welche das Arbeitsbündnis zwischen Lehrkraft und SchülerInnen schädigen könnten. Außerdem zeigt die Lehrkraft, wie bereits im Blogbeitrag erwähnt, dass sie die Bedürfnisse der SchülerInnen berücksichtigt, was diese sicherlich auch positiv wahrnehmen.
    Natürlich kann nicht immer auf alle Bedürnisse der SchülerInnen eingegangen werden, doch wenn es die die Möglichkeit dazu gibt, der Unterricht dadurch nicht gestört wird und vielleicht sogar Störungen vermieden werden können, ist es durchaus sinnvoll, dies zu tun.
    Liebe Grüße,
    Marleen

  62. Liebe Cindy,
    mir hat die Situation, die du beschrieben hast, sehr gut gefallen! Ich kann mich an keine ähnliche Umgehensweise aus meiner Schulzeit erinnern, dabei ist sie so leicht umzusetzen, zeitlich begrenzt und offensichtlich auch effektiv. Gerade im Nawi-Unterricht sollen Kinder ja selbst forschend entdecken und das scheint mir ein gelungener Einstieg. Vielleicht ist das eine gute Möglichkeit, auch in anderen Fächern Störungen vorzubeugen bzw. zu unterbinden: Wenn man merkt, dass die Klasse immer unruhiger wird, eine ein-minütige Quatsch- bzw. Bewegungspause einzubauen.

    Liebe Grüße
    Karla

  63. Der Trick besteht wohl darin, dass man bestimmte Situationen oder Dinge, die leicht zur Ablenkung führen können, antizipiert. Bei Drehstühlen liegt es auf der Hand, dass diese zur Ablenkung verleiten, da man diese von Zuhause kaum kennt und sie geradezu dazu einladen Karussell und anderes zu spielen. Ich vermute, mit zunehmender Berufserfahrung erkennt man solche Störpotentiale sehr viel leichter. Die wird auch dazu führen, den Umgang mit potentiellen Störungen vorzubereiten. Für uns Berufsanfänger wird es wohl immer mal wieder Dinge geben, die uns eiskalt auf die Füße fallen.

  64. Hallo Cindy,
    Ich finde deinen Beitrag sehr interessant, da ich es noch nie erlebt habe, dass eine Lehrkraft etwas gegen das allzu beliebte Problem der Drehstühle unternimmt. Deshalb finde ich es bemerkenswert, dass die Lehrerin sich Gedanken darüber gemacht hat, statt auf das Beste zu hoffen oder ständig während des Unterrichts mahnen zu müssen. Trotz meiner Skepsis, dass es dadurch Verletzungen geben könnte, funktioniert diese Methode anscheinend erfolgreich und könnte deswegen auch an anderen Schulen integriert werden. Ich denke aber, dass es durchaus noch andere Methoden gibt, um dieses Problem zu lösen oder im Allgemeinen den Bewegungsdrang der Kinder bewältigen. Man könnte also diverse Übungen einführen bei denen sich regelmäßig bewegt wird: zum Beispiel Stationsarbeit oder sich zu einem Thema im Raum positionieren.

  65. Liebe Cindy,
    mir hat dein Bericht über die Methode der Lehrkraft sehr gut gefallen!
    Dadurch, dass die Lehrerin den Schülerinnen und Schülern eine festgelegte Zeit gibt, sich an den Drehstühlen auszuprobieren fangen die Kinder direkt an und können sich gleich zu Anfang der Stunde auspowern. Die Neugier und das Verlangen der Kinder auf den Stühlen herumzuspielen wird gestillt und somit werden vermutliche Störungen während des Unterrichts vorgebeugt.
    Ich stimme dir zu, dass es als Lehrkraft wichtig ist, die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen und sich in ihre Lage hineinversetzen zu können.
    Meines Erachtens sind Bewegungspausen in der Grundschule enorm wichtig, damit sich die Schülerinnen und Schüler für einen längeren Zeitraum konzentrieren können. Deine beobachtete Methode wäre ein gutes Beispiel für solch eine Bewegungspause.

    Viele Grüße Pauline

  66. Was für eine tolle Idee, auf das Bedürfnis neue Stühle auszuprobieren, einzugehen. Eine Zeitbegrenzung ist dabei wesentlich gewesen, um einen Rahmen zu schaffen und danach zum Handlungsprogramm zurückzukehren. Ich finde, dass so eine Aktion gleichzeitig Erfahrung und selbstbewusstes Auftreten braucht. Schließlich musste sie danach schnell mit dem Unterricht beginnen und die Kinder mussten ihre Zeitangabe, sowie die Ansage, wieder sich normal auf die Stühle zu setzen, ernst nehmen. Vielleicht ist es aber auch viel leichter nach so einer „coolen“ Aktion und dadurch einem guten Start des Arbeitsbündnisses, die Kinder wieder zum Handlungsprogramm zu leiten.
    Auf die Bedürfnisse stüchweise eingehen, aber nur mit einer Zeitbegrenzung, mit einem vorgegebenen Rahmen, um Störungsverhalten zu vermeiden, kann wie das Beispiel zeigt, funktionieren!

  67. Hallo Cindy,
    du hast eine schöne Beobachtung beschrieben; die Methode der Lehrerin finde ich ganz gut, wenn tatsächlich nach dieser einen Minute die Beschäftigung mit dem Stuhl beendet werden kann und die Disziplin der SuS einsetzt.
    Eingehen möchte ich auf Deinen letzten Absatz. Ich finde es etwas schwierig, wenn sich Lehrende im Vorhinein bei KollegInnen informieren, wie chaotisch/brav/“normal“ eine Klasse oder ein Kurs sich während des Unterrichts verhält. Die Eigenheiten einer Klasse werden dann voreingenommen und durch eine Positiv/Negativ-Brille betrachtet, als Lehrender ist es dann kaum möglich, neutral an sie heranzugehen. Ich habe schon sog. Lästereien und Warnungen im Lehrerzimmer oder Flur mitbekommen, die alles andere als hilfreich für den Beginn einer Zusammenarbeit mit diesen SuS ist.
    Viele Grüße,
    Stefan

  68. Liebe Cindy,
    Ich finde es wichtig, dass man Kinder im Unterricht die Möglichkeit gibt ihre überschüssige Energie loszuwerden. Dies ist vor allem bei Grundschulkindern extrem wichtig. Sie sollten lernen sich nicht dafür zu schämen und gemeinsam einen Weg finden wie man etwas dagegen machen kann. Natürlich ist es auch wichtig, dass Kinder irgendwann wissen, dass man dem Drang sich zu bewegen auch mal wiedersehen muss, aber das lernen sie glaube ich noch früh genug, bzw. müssen sie in der folgenden Unterrichtseinheit auch machen. Die Pausen reichen einfach nicht aus um genug zu Spielen und deswegen ist dieser Weg glaube ich sehr effektiv, da er am Ende weniger Zeit kostet als jedes Mal zu unterbrechen, wenn jemand stört.

  69. Liebe Cindy,
    Dein Bericht hat mir sehr gut gefallen.
    Die Lehrkraft hat durch ein frühzeitiges reagieren spätere Unterrichtsstörungen vermeiden können. Dies tat sie auf eine Weise, die eine gute Lehrer- Schüler Bindung nicht gefährdet. Ich denke jeder kann sich sehr gut in die Schüler hineinversetzen, weshalb es gut ist, dass dies auch die Lehrkraft tat.
    Es ist schön zu hören das auch noch andere Möglichkeiten gibt mit Störungen umzugehen. Ich hoffe das sich solche Möglichkeiten durchsetzen werden sodass ein gutes Klima in allen Klassen gewährleistet wird.

  70. Liebe Cindy,
    Ich finde die Idee die Kinder zu Beginn der Stunde direkt auf die Stühle aufmerksam zu machen sehr von Vorteil. Dies zeigt, wie sehr sich die Lehrerin mit den Kindern auskennt. Hätte sie die Kinder sich nicht austoben lassen, so hätte sie mit großer Wahrscheinlichkeit während der Stunde viele Kinder immer wieder ermahnen müssen, dass sie im Unterricht sind und sich konzentrieren sollen. Dadurch das die Kindern sich direkt am Anfang ausprobiert haben, hatten sie diesen Drang nicht mehr in der Stunde. Kinder wollen immerhin ausprobieren und auf den Kopf stellen, was sie sehen. Somit war dies eine sehr kluge Entscheidung. Sie hat also eine Unterrichtsstörung durch frühes Handeln vermieden. Diese Methode die Kinder am Anfang auszupowern war auch von Vorteil, da sie somit eine kleine Bewegungspause hatten und sich dadurch besser auf den folgenden Unterricht konzentrieren können.

    Liebe Grüße
    Luisa

  71. Liebe Cindy,

    Ich finde das Vorgehen der Lehrerin wirklich sehr bemerkenswert. Sie hat den SuS (Schülerinnen und Schülern) die Möglichkeit gegeben sich erst einmal auszutoben und damit den Drang der Neugierde zu stillen. Außerdem hat die Lehrerin es nicht auf eine strenge und kritisierende Art und Weise ausgeführt, bei der die SuS eventuell anders reagiert hätten, was sich wahrscheinlich negativ auf das Schüler-Lehrer Verhältnis ausgewirkt hätte. Sie hat es geschickt geregelt: Die SuS hatten ihre Freiheiten, aber auch Grenzen, (die Zeiteinhaltung) die die Lehrerin gesetzt hat. Dadurch wussten die SuS die Lehrerin sicher mehr zu schätzen und haben sie auch als Autoritätsperson angesehen, da sie nicht nur auf ihre Interessen Acht gibt, sondern auch auf deren Bedürfnisse eingegangen ist.
    Eventuell könnte man auch bei der Hälfte der Unterrichtsstunde eine solche Bewegungspause einlegen, wenn die SuS unruhiger werden. In diesem Alter können die Kinder besonders viel Bewegung, aber auch in der Schule sollten die Regeln und Grenzen ganz klar gesetzt werden. Somit werden die Bedürfnisse aller gestillt.
    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag, ich habe definitiv einiges an Ideen daraus mitgenommen.

    Liebe Grüße
    Helin

  72. Hallo Cindy,
    danke für deinen spanenden Blogeintrag. Ich finde es von der Lehrerin sehr gut, dass sie den SUS die Möglichkeit gegeben hat die Stühle zu entdecken, bevor es im Verlauf des Unterrichts immer wieder zu Störungen gekommen wäre. Ich denke sie hat bereits einige Erfahrung im Unterrichten und war sich der Gefahrenquelle bewusst. Außerdem passt es sehr gut zum Fach NaWi. Eine der Schlüsselkompetenzen eines Naturwissenschaftlers ist es alles auszuprobieren und zu hinterfragen. Dies konnten die SUS selbstbestimmt für eine Minute machen und wurden in ihrer Neugierde bestärkt und nicht dafür gemaßregelt.
    Ob diese Methode für alle Klassen anwendbar ist, muss man von Fall zu Fall entscheiden, aber ich finde diesen Ansatz sehr gut. Es freut mich, dass es in dieser Klasse wunderbar funktioniert hat.
    Liebe Grüße
    Christine

  73. Liebe Cindy,
    ich war total begeistert, als ich deinen Blogeintrag las! Ich kann mich noch an meine Grundschulzeit erinnern und an eine sehr ähnliche Situation. In unserem NaWi-Raum gab es ganz hinten Vitrinen mit ausgestopften Tieren, die nicht nur ich, sondern auch viele andere Schüler äußerst interessant fanden. Ich hatte mich natürlich ganz nach hinten gesetzt, mit der Intention, mir die Tierchen genauer anzuschauen. Leider verbrachte ich damit fast die ganze Stunde und bekam am Ende einen Eintrag in mein Hausaufgabenheft, in dem stand, dass ich mich sehr leicht ablenken lasse. Von Seiten meiner Lehrerin wäre es sehr vorausschauend gewesen, hätte sie uns auch eine gewisse Zeit zur Verfügung gestellt, so wie in deiner beschriebenen Situation.
    Genau an deiner Situation kann man aber sehen, dass sich viel im Umgang mit den Kindern und ihren Bedürfnissen getan hat und das finde ich sehr schön!
    Liebe Grüße
    Lara

  74. Hallo Cindy,

    Ich fand deinen Eintrag sehr behilflich! Die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen und verwirklichen ist auch sehr wichtig, um der Unterricht ohne Unterbrechungen durchzuführen.
    Frau Z. hat das Interesse der Schuler an den Drehstühlen verringert, weil sie ihnen die Erlaubnis – die Drehstühle zu drehen- gegeben hat.
    Meiner Ansicht nach, ist diese Methode viel besser und hat ein positives Einfluss in der Beziehung zwischen Lehrer und Schüler. Statt die Kinder zu bestrafen oder verbieten mit den Stühlen zu spielen, hat Sie ein Kompromiss mit den Kindern eingegangen.
    Ich kann mich vorstellen, dass einige Lehrer Angst haben, die Kontrolle des Unterrichts loszulassen, aber in diesem Fall hat ein bisschien Chaos wundervolle Ergebnisse erreicht.

  75. Liebe Cindy,
    danke für Deinen interessanten Blogeintrag!
    Störungsprävention ist ein wahnsinnig spannendes Thema, da oft viel Zeit investiert werden muss, um die Klasse bei auftretenden Störungen wieder zu beruhigen.
    Die SuS und das Zimmer mit ihren Besonderheiten kennend, einen Zeitraum schaffen, in dem die Kinder sich mit einem potentiellen Störfaktor auseinandersetzten können, ohne dass die SuS diese Handlung als Störung wahnehmen, empfinde ich als spannende Methode.
    Mir bleibt nur die Frage, ob diese Methode auch in größeren Klassen anwendbar ist, oder ob die erhöhte Anzahl an Sus zu einer veränderten Gruppendynamik und damit zu einem anderen Ergebnis führt.

    Danke für die Anregung!

  76. Oh, was für eine super Idee, das gefällt mir sehr gut. Insgesamt kann ich mir vorstellen, dass es auch etwas ist, was die SuS gar nicht erwarten bzw. normalerweise nicht dürfen, und solche Irritationsmomente oft auch einen großen Effekt haben. Von diesem Beitrag werde ich mir sicher einiges abschauen. Vielen Dank dafür!

  77. Liebe Cindy,
    dein Blogeintrag hat mich sehr inspiriert. Die Lehrerin schafft es durch Maßnahmen der Störungsprävention einen Unterricht ohne große Unterbrechungen zu halten. Die Lehrerin scheint sehr erfahren mit Kindern zu sein und kann sie gut einschätzen. Zudem versetzt sie sich in die Lage der Kinder und überlegt, wie sie in der Situation mit den speziellen Stühlen agieren würden und räumt für das Erkunden der Stühle Zeit am Anfang der Unterrichtsstunde ein. Die störungspräventive Maßnahme, die das neugierige Verhalten der Kinder nicht unterdrückt, sondern gezielt und zeitlich begrenzt ausleben lässt, finde ich äußert gelungen.
    Danke für das Teilen deiner Erfahrung!
    Liebe Grüße,
    Lina

  78. Hallo Cindy,

    dein Blogeintrag ist sehr interessant und hat mich hinsichtlich der Handlungsweise der Lehrerin wirklich beeindruckt. Meiner Meinung nach ist es für einen guten Unterricht besonders wichtig, die Bedürfnisse der Kinder nachzuvollziehen und stückweit zu integrieren, so wie es hier als perfektes Beispiel passiert ist. Natürlich müssen Kinder auch lernen, ihre Bedürfnisse in bestimmten Situationen zurückzustecken, allerdings neigen sie von Natur aus zu verstärktem Bewegungsdrang, durch den die Kinder während der Schulstunde durch Stillsitzen stark herausgefordert werden. Auf Dauer gehen damit Konzentrationsschwierigkeiten einher, welche es möglichst zu verhindern gilt. Dies lässt sich über Bewegungspausen im Unterricht realisieren, die wieder für „frischen Wind“ sorgen und neue Energie bringen.

    Um dennoch gewisse Grenzen und Spielräume zu schaffen, sollte klar vereinbart bzw. darauf geachtet werden, dass die „Auslebungsphasen“ sich wirklich auf die bestimmte Zeit beschränken und anschließend mit neuer Energie die Konzentration auf den Unterricht gelenkt werden kann. Hierbei könnten diese auch als eine Art Belohnung eingesetzt werden, die den Kindern zur Aufmerksamkeit verhelfen soll.

    Deine geschilderte Erfahrung kann als gutes Beispiel für funktionierendes Klassenmanagement gesehen werden. In meinen Augen hat die Lehrerin damit eine super Taktik entwickelt, die Klasse zu steuern.

    Liebe Grüße
    Claudi

  79. Hallo Cindy,
    Ich finde die Herangehensweise der Lehrerin sehr interessant. Es zeigt, dass es auch andere Methoden gibt Störungen vorzubeugen, wobei das Wesen der Kinder im Vordergrund steht. Frau Z. hat sich in die Situation der Schüler hineinversetzt und dementsprechend gehandelt.
    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass diese Handlung eine positive Auswirkung auf das Verhältnis zwischen SuS und Lehrerin hat.
    Man sollte dabei natürlich nicht vergessen, dass diese Methode der Störungsprävention situationsbedingt ist und von verschiedenen Faktoren( z.B. dem Alter der SuS) abhängigt
    Ich persönlich werde mir diese Methode dennoch merken.

    Danke für den interessanten Artikel
    Sarah

  80. Liebe Cindy,
    Ich denke, dass die von dir beschriebene Situation ein sehr gutes Beispiel für vorausschauendes Klassenmanagement darstellt. Man sollte erkennen, dass Lehrer sein nicht nur bedeutet, wie man am besten den Stoff vermittelt, sondern ebenfalls wie man ideal in solchen Momenten agiert, bevor man reagieren muss, und ich glaube, das ist der ausschlaggebende Punkt. Selbst im Studium lernt man einiges über diverse pädagogisch wertvolle Reaktionsformen, die einem im realen Schulleben eventuell nicht helfen werden. Ich möchte keineswegs alles kritisieren, aber einfach nur andeuten, dass es auch viel einfacher, unkomplizierter und effektiver funktionieren kann.

    Liebe Grüße
    Florian B.

  81. Hallo,

    das ist eine sehr gute Methode, der Störung aus dem Weg zu gehen. Und ich würde die Lehrerin auch so einschätzen, dass sie eventuell auch schon etwas Berufserfahrung hatte, und sich über die Ablenkung der Stühle im klaren war.
    Bewegungspausen sind gerade für jüngere und bewegungsfreudige Kinder sehr wichtig. Wenn man die ganze Zeit nur sitzen kann, vielleicht nur 15 Minuten Frühstückspause hat und dann wieder nur sitzen soll und dann noch diese höchst interessanten Stühle da wären, hätte es mir als Sechstklässler auch in den Fingern gejuckt und somit hat sie alle Probleme gelöst. Es war somit eine win win Situation.
    Natürlich müssen Schüler lernen ihre Bedürfnisse zurückzustellen, sowas braucht aber Zeit und kommt mit der Reife.

    Grüße
    Max

  82. Der Ansatz der Lehrerin ist einfach super und sehr erfrischend. Dass Lehrerinnen und Lehrer sich in verschiedene Situationen hineinversetzen, stellt auch für die Schülerinnen und Schüler eine ganz neue Erfahrung dar. Zudem trägt es positiv zur Lernatmosphäre bei, wenn vorsorglich Störungen vermieden werden können und zudem eine gesunde Neugier gefördert wird.

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