„Mir ist klargeworden, dass diese Kategorisierung in gut und schlecht nicht so einfach ist.“

Ein Beitrag von Mirjam K.

Im folgenden Beitrag wird die „Unterrichtsführung“ in einer Willkommensklasse einer Berliner Grundschule genauer dargestellt. Die Willkommensklasse der Grundschule wird hauptsächlich von der Klassenlehrerin Frau T. unterrichtet. Sie ist Mitte 50 und ist seit sechs Jahren als Lehrerin tätig. Sie geht streng mit den Kindern um, ist leicht genervt und meiner Meinung nach oft auch ungerecht.
Wenige Stunden in der Woche unterrichtet Frau P. die Willkommensklasse. Sie ist Ende 30, eine ausgebildete DaZ-Lehrerin (DaZ = Deutsch als Zweitsprache), methodenstark und sehr fair den Schüler*innen gegenüber.
In der Klasse sind zwei Jungs, die ständig laut sind, viel reden und oft dazwischenrufen. Frau T. (Klassenlehrerin) hat die Klasse fest im Griff. Durch Anschreien, Drohungen und Strafarbeiten bringt sie besonders auch die beiden Jungen immer wieder zur Ruhe und zum Arbeiten. Frau P. (DaZ-Lehrerin) hingegen versucht sehr sachlich und methodisch den Unterricht zu leiten. Dies führt jedoch nicht immer zum gewünschten Ergebnis.
Als die Disziplin in einer Stunde wieder sehr zu wünschen übrig ließ, schrieb Frau P. (DaZ) eine Skala mit Smileys mit verschiedenen Gesichtsausdrücken an die Tafel. Sie stellte den Kindern in Aussicht, dass, wenn sie sich an die Regeln halten würden, sie den Eltern eine Nachricht ins Hausaufgabenheft schreiben würde wie folgt: „Lieber Herr/ Liebe Frau…. Ihr Sohn/Tochter hat heute gut im Unterricht mitgearbeitet.“ Bei schlechtem Verhalten sollte die Konsequenz eine extra Hausaufgabe sein.
Ein Junge war durch die Aussicht, eine positive Nachricht an seine Eltern zu erhalten so motiviert, dass er nun jede Aufgabe beantworten wollte, sich zwar meldete aber gleichzeitig losredete und somit völlig den vereinbarten Regeln widersprach. Die Stunde war extrem laut.

Meine Einsichten

Ich finde Frau P. (DaZ) ist eine sehr gute Lehrerin. Man merkt ihr an, dass sie pädagogisch gut ausgebildet ist und viel Zeit und Anstrengung in die Vorbereitung der Schulstunden investiert. Nach zwei Wochen im Praktikum schätze ich jedoch auch sehr die Arbeit von Frau T. (Klassenlehrerin). Ich habe das Gefühl, sie spricht die Sprache der Kinder und erreicht diese damit (dennoch finde ich viele Sachen, die sie macht und sagt nicht in Ordnung). Beide Lehrerinnen haben ihre eigene Art zu unterrichten entwickelt. Beide bringen ihre Erfahrungen ein und erzielen manchmal gute, manchmal nicht so gute Ergebnisse mit ihrer Arbeit.

Meine Folgerungen

Hätte ich die beiden Lehrerinnen in einem Video gesehen und miteinander vergleichen sollen, wäre für mich ganz klar gewesen, dass Frau P. (DaZ) die bessere Lehrerin ist. Frau T. (Klassenlehrerin) hätte ich wahrscheinlich sehr kritisch abgestraft.
Während der letzten zwei Wochen ist mir klargeworden, dass diese Kategorisierung in gut und schlecht nicht so einfach ist. Die Strenge der Klassenlehrerin gibt den Kindern Struktur. Sie kommen aus den verschiedensten Ländern und Schulsystemen und sind diese (strenge) Art des Unterrichts eventuell gewöhnt. Die faire Art der DaZ-Lehrerin scheint sie hingegen zu überfordern und zu ermuntern laut zu sein und zu stören.

Meine Anschlussfragen

  • Ist „Freiheit“ erlernbar und wie können Pädagog*innen sie lehren ohne im Chaos zu versinken?
  • Wie können wir als Lehrer*innen angemessen auf die kulturelle Heterogenität unserer Schüler*innen eingehen?

33 Gedanken zu „„Mir ist klargeworden, dass diese Kategorisierung in gut und schlecht nicht so einfach ist.““

  1. Liebe Mirjam,
    ich finde es interessant zu hören, zu welchen Erkenntnissen du während deines Praktikums gekommen bist. In der Tat denke ich, dass die unterschiedlichen Vorgehensweisen der zwei Lehrerinnen schwer zu vergleichen sind. Nur weil zwei Dinge unterschiedlich sind, bedeutet es nicht, dass eins besser als das andere ist. Wie du schon angemerkt hast, spielen Erfahrungen, gewisse Umstände (wie der kulturelle Hintergrund der SuS) sowie die Ausbildung, bzw. Nicht-Ausbildung eine große Rolle. Ich denke, es ist wichtig, flexibel zu bleiben und während seiner Berufskarriere auch weiterhin offen zu bleiben und dazuzulernen. Oftmals gibt es auch nicht nur den „einen richtigen Weg“ oder die „eine richtige Methode“, sondern eine Vielzahl an Wegen und Methoden, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

  2. In der Arbeit als Lehrkraft spielt auch Autorität eine große Rolle. Ich denke, dass es generell wichtig ist, den SuS zu zeigen, dass man für sie da ist, immer freundlich zu ihnen ist, ihnen nichts unterstellt…
    Gleichzeitig sind Grenzen aber auch sehr wichtig. Besonders als junge Lehrkraft muss man sich diese Autorität auch erst erkämpfen. Dies aber mit pädagogisch sinnvollen Mitteln und einem gewaltfreiem Auftreten zu tun, stellt für mich die oberste Priorität dar. Wie in so vielen Situationen im sozialen Bereich gilt auch hier wieder: die Mischung macht es. Besonders gilt aber auch: das Vertrauen in das Gelingen des eigenen Unterrichts gibt der Lehrkraft eine natürliche Autorität und Kontrolle, ohne dass Schreien oder Strafarbeiten nötig wären. Das braucht aber natürlich Zeit.

  3. Hallo Mirjam,
    danke für deinen Beitrag. Es ist sehr interessant zu sehen wie unterschiedliche Unterrichtsstile wirken. Die strenge der Klassenlehrerin scheint Ruhe in die Klasse zu bringen. Ihre schnelle Genervtheit und das Rumschreien würde ich eher als Überforderung werten. Ich kann mir vorstellen, dass dieselbe Methode nicht in jeder Klasse greift. Deshalb ist es wichtig flexibel reagieren zu können. So hat das Smiley System der DaZ Lehrerin einige SuS stark motiviert. Daran würde ich mich orientieren und vielleicht ein ähnliches Fächerübergreifendes System mit den Kolleg*innen besprechen.
    Liebe Grüße
    J.

  4. Hallo Mirjam,

    danke für deine Schilderung, deiner Erfahrungen in deinem Orientierungspraktikum. Ich finde sehr interessant, was du unter „Meine Folgerungen“ geschrieben hast. Bei mir an der Schule gab es auch eine Willkommensklasse, die ebenso hautpsächlich von einer Lehrerin unterrichtet wurde, wobei diese Lehrerin ausschließlich die Willkommensklässler unterrichtet hat. Ich glaube sogar, dass diese Lehrerhin nicht mal Lehramt studiert hat. Außerdem konnte sie selber nicht so gut deutsch. Jedoch hatte sie ihre Klasse wirklich sehr gut unter Kontrolle und das Verhältnis zwischen ihr und ihren SchülerInnen war sehr fair und respekvoll. Zudem denke ich, dass sie dadurch, dass sie selber aus einem anderen Land kommt und weiß, wie schwer es ist, deutsch zu lernen sowie sich der Kultur anzupassen, gut einschätzen kann, wie sie mit den Willkommensklässlern umgehen muss und welche Bedürfnisse sie haben. (Einige von ihnen mussten ja ihre Familie in ihrem Heimatland zurücklassen…) Das wussten die SchülerInnen auch und hatten somit ein Vorbild, zu dem sie aufschauen konnten.

    Deshalb denke ich, dass es gerade in einer Willkommensklasse, insbesondere auf Einfühlungsvermögen und ähnliche Erfahrungen wie die der Willkommenskinder, statt auf pädagogische Fachkenntnisse ankommt.

  5. Liebe Mirjam,

    ich finde es interessant zu sehen, wie die verschiedenen Lehrertypen auf Außenstehende wirken. Ich denke, eine gute Mischung der beiden Lehrerinnen wäre optimal. Lehrer sollten meiner Meinung nach in gewissem Maße streng sein, jedoch trotzdem nett und motivierend. Natürlich ist es manchmal schwierig, vor allem, wenn eine Klasse sehr unaufmerksam und laut ist. Jedoch sollten der Unterricht und das Lernen den Kindern Spaß machen, sodass diese gerne zur Schule gehen.

    Liebe Grüße

    Annina

  6. Hallo Mirjam,
    Es ist ja völlig klar, dass jede Lehrkraft ihren eigenen Stil finden muss und der sich auch deutlich unterscheiden kann und darf, von dem anderer Lehrkräfte. So wie ale Schüler*innen haben auch alle Lehrer*innen unterschiedliche Stärken. Diese sollten im Unterricht zur Geltung kommen dürfen, denn nur so kann meiner Meinung nach ein authentisches Lehrer*innen-Schüler*innen Bündnis entstehen.

    Wichtig erscheint mir aber, dass man sich immer wieder nach dem ,,Warum?“ fragt. Es geschieht sicherlich sehr schnell, dass Strategien, die sich als wirksam erweisen, sich verselbstständigen und gar nicht mehr als Konsequenz erfolgen, sondern aus Gewohnheit. Dadurch entstehen dann Situationen, die Schüler*innen als ungerecht und nervig empfinden. Natürlich darf man Kinder nicht anschreien. Natürlich gibt es Grenzen, inwieweit man Kinder zurechtweisen darf. Das ist sehr wichtig. Aber man sollte beweglich bleiben und schauen, was die Kinder, die vor einem sitzen brauchen. Das immer wieder neu zu reflektieren gehört wohl zu den schwierigsten Aufgaben des Lehrer*innen-Berufs, sehr schnell kann sich eine Routine einschleichen.

    Was ich eigentlich sagen will ist: Wir sollten alle nach unseren eigenen Stärken suchen und diese konstruktiv für den Unterricht und die Kinder vor uns nutzen. Das Endergebnis wird unterschiedlich ausfallen, aber das ist in Ordnung und tut den Kindern glaube ich sogar gut.

  7. Hallo Mirjam,
    vielen Dank für deinen Beitrag; ich finde es spannend, auch mal von so einer Situation zu lesen. Nach meiner Meinung hast du einen interessanten Punkt angesprochen: Es ist nicht leicht zu sagen, wie eine gute Lehrkraft zu sein hat und eine ruhige, geduldige Art ist nicht immer zielführend. Ich kenne es aus meiner eigenen Schulzeit, dass einige Lehrer sehr streng waren, aber tatsächlich deren Unterricht sehr strukturiert war und alle Themen immer wie geplant behandelt wurden, teilweise waren sogar die Noten besser als bei anderen Lehrern in diesem Fach, da man für die Klassenarbeit besser gelernt hat, weil man sich vor dem Unmut der Lehrkraft gefürchtet hat (damit möchte ich nicht sagen, dass das eine bessere Lehrstrategie ist). Besonders bei sehr unruhigen Kindern kann eine gewisse Strenge vermutlich besser wirken als wenn man ihn zu viel Freiraum gibt. Es wäre wünschenswert im Studium zu lernen, wie man auch mit einer schwierigen Schulklasse arbeiten kann, wenn die üblichen Strategien nicht funktionieren – ohne Bestrafung oder Ungerechtigkeit.
    Liebe Grüße
    Felicitas

  8. Hallo,
    ich bin mit der Art und Weise, wie Du die Situation und das Klassenmangment der Lehrerinen beschreibst gar nicht einverstanden. Du benutzt dabei einen Raster über Gut und Schlecht, ruhig/unruhig, erfahren/unerfahren und lässt deine Empfindungen als Tatsachen gelten. Ich finde, du konntest richtig beobachten, dass die Heterogenität, mehr Schichtlichkeit ein besseres Abbild geben kann. Aber ich denke, es ist nur das, ein Abbild. Ich bin auch nicht damit einverstanden, dass Du die SuS einer Zuneigung zuschreibst, die Du nur aus Vermutungen beziehen kannst. Ich zitiere: „Sie kommen aus den verschiedensten Ländern und Schulsystemen und sind diese (strenge) Art des Unterrichts eventuell gewöhnt“ Aus welcher Länder, welche Schulsystem, wer hat die Untersuchungen in diesen Ländern gemacht?
    Ich hoffe, wir lernen um Lehrer*innen zu werden, die „Freiheit“ nicht als etwas belehrbares sondern mitzuerleben sehen. Für mich ist Freiheit kein „Fach“, was zu erkämpfen oder zu verhadeln im Klassenraum ist.
    Ich denke, dass das erste was uns als Lehrkraft untersützt, mit Menschen aus allen Ecken zusammen zu lernen ist zunächst unsere Vorurteile zu bekennen und daran zu arbeiten. Sonst laufen wir Gefahr alles zu kategorisieren.

  9. Liebe Mirjam,
    vielen lieben Dank für diesen Beitrag. Ich finde es sehr interessant, wie deutlich hier wird, dass jeder Lehrkraft mit unterschiedlichen Methoden arbeitet und diese unterschiedliche Wirkungen haben. Ich denke, dass man Lehrkräfte dennoch nicht nach gut oder schlecht kategorisieren kann. Jedes Kind reagiert anders auf die verschiedenen Methoden. Das eine Kind braucht eine strengere Hand und das andere lernt auf einer selbständigeren Art und Weise, wodurch „Freiheit“ nicht immer der beste Weg ist. Ich denke, eine Lehrkraft sollte eine Autoritärperson darstellen, wovor die Kinder Respekt aufweisen, gleichzeitig sollte sie aber auch auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen und somit verschiedene Methoden anwenden. Somit gibt es keinen richtigen oder falschen Weg, solange das Ziel erreicht wird.

    Liebe Grüße
    Samantha

  10. Hallo Mirjam,
    Neben der beschriebenen Situation finde ich vor allem deine Frage interessant, ob „Freiheit“ bzw. freies Arbeiten erlernbar ist. Die Schüler sind durch Frau T als Klassenlehrerin an eine bestimmte, sehr autoritäre Art des Unterrichts gewöhnt. Hätten sie mehr Unterricht mit Frau P könnten sie vlt lernen, besser mit einer etwas lockereren Lernumgebung umzugehen. Ich denke, dass es sehr wichtig ist, Schüler dahingehend zu trainieren, denn wenn die Fähigkeit zur selbstregulation fehlt und sich Schüler ganz auf Reglementierung durch die Lehrkraft verlassen, sind sie später nicht in der Lage, eigenständig zu arbeiten und zu lernen.
    Liebe Grüße
    Cara

  11. Liebe Mirjam,
    Ich finde deine oben beschriebene Situation sehr interessant. Systematisch in gut und schlecht zu unterteilen, ist in der Tat sehr schwierig und meiner Meinung nach auch so gut wie unmöglich. Es gibt immer etwas, was dazwischen liegt. Trotzdem lässt sich gut erkennen, wie sich deine Gedanken bezüglich der Klassenlehrerin im Laufe des Praktikums geändert haben und das finde ich sehr interessant. Von sehr streng, unfair und folglich eine nicht soo gute Lehrerin bis hin dazu, dass genau diese strenge vielleicht sogar notwendig ist und nur so manchmal ein erfolgreicher Untericht durchgeführt werden kann.
    Danke für deinen Eintrag, Liebe Grüße
    Sarah

  12. Liebe Mirjam,
    An deiner Beobachtung kann man sehr gut sehen, wie eine Schulklasse auf die unterschiedlichen Typen von Lehrer und Lehrerinnen reagieren. Ich finde es hängt auch stark von der Klassenstruktur ab, welche Art von Lehrkraft zu ihnen passt. In dieser Willkommensklasse scheint es so zu sein, dass sie mit Strenge besser umgehen können. Das mag aber in einer anderen Klasse ganz anders aussehen. Daher denke ich, dass die Lehrerinnen sich ein wenig auf die Klasse anpassen sollten, ohne sich zu verstellen. Außerdem finde ich auch, dass es keine besonders guten und besonders schlechten Lehrerinnen und Lehrer gibt. Jeder Mensch ist verschieden und arbeitet anders. Man muss nur wissen, wie man seine Talente im Sinne der Kinder einsetzen kann.
    Vielen Dank für deine gute Beobachtung und deine Einsichten
    Mareike

  13. Liebe Marjam,
    man kann Freiheit lehren und lernen, aber Freiheit ist zweischneidiges Schwert, deswegen muss die Lehrkraft damit ganz vorsichtig umgehen. Wenn es zu viele Freiheiten gibt, wird alles chaotisch, und wenn zu wenige gibt, wird es langweilig. Meiner Meinung nach könnte die Lehrkraft die Freiheit der SuS Schritt für Schritt geben und natürlich mit einigen Maßnahmen, das heißt wie die SuS ihre gegebene Freiheit missbrauchen, wird es Konsequenzen geben. Damit es klar ist, dass die SuS die Freiheit gut gönnen und sich unabhängig fühlen. Die Lehrkraft soll auch die Fähigkeiten und von den SuS gut wissen und wie ihr Reaktion sein wird wenn die Verantwortungen bis zu gewiss übernahmen sollen.

  14. Hallo Mirjam,
    vielen Dank für Deinen Beitrag! Ich glaube der Versuch der DaZ-Lehrerin über Nachrichten an die Eltern die Klasse zu motivieren war trotz der unruhigen Stunde ein gute Idee. Man kann da meiner Meinung nach differenzieren zwischen einer Unruhe, die durch Arbeitsverweigerung ensteht und einer anderen Unruhe (in der von dir beschriebenen Stunde), die aus der Überreaktion des Schülers entstanden ist, weil es so motiviert war. Der zweite Fall lässt sich sehr viel besser in ein produktives Arbeiten überführen. Das wird nur einige Zeit benötigen.
    Ich sehe die Gefahr, dass durch Drohungen und Strafarbeiten die Beziehung zwischen Lehrkraft und SuS großen Schaden nimmt. Auch wenn dann die Klasse diszipliniert arbeiten kann.
    Es mag oft schwierig sein einen beidseitig respektvollen Umgang im Unterricht zu pflegen. Trotzdem denke ich, dass es sich lohnt daran zu arbeiten.

  15. Liebe Mirjam,
    vielen Dank für den interessanten Blogeintrag.
    Ich finde es sehr interessant zu sehen, welche unterschiedlichen Unterrichtsstile du in deinem Praktikum erfahren hast. Ich finde es auch schwer einzuschätzen, ob eine Lehrerin gut oder schlecht ist auf Grundlage ihrer Methoden und Stil.
    Meiner Meinung nach muss eine Lehrkraft klare Grenzen und Strukturen haben, damit die SuS nicht unruhig werden im Unterricht. Jedoch finde ich Anschreien und Drohungen sehr überflüssige Arten eine Klasse ruhig zu kriegen . Eine Lehrerin muss Autorität vermitteln und nicht die Klasse demotivieren oder bloßstellen.
    Ich denke ich würde mir von beiden Lehrkräften etwas auf den Weg mitnehmen und beide Stile miteinander verbinden.

  16. Ich denke, dass es allgemein nie etwas vollkommenes Gutes oder Schlechtes gibt. Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern immer auch Graubereiche. Ich finde Methoden an sich gut. Jedoch habe ich auch die Ansicht, dass man nicht zu starr nach irgendwelchen Methoden handeln sollte. Sondern in manchen Situationen erfordert es vllt. Kein methodisches Vorgehen. Es gibt nicht ein Schema, das auf eine bestimmte Art von Verhalten immer angewendet werden kann. Denn es spielen sehr viele Faktoren mit rein. Die Situation ist immer etwas unterschiedlich wie auch die Schüler, die Klasse. Jeder Schüler, jede Klasse ist verschieden und bevorzugt verschiedene Unterrichtsstile. Es muss also immer individuell geschaut werden.
    Meiner Meinung nach ist es auch nicht möglich nur irgendwelche Methoden zu erlernen, die seinen Unterrichtsstil alleine prägen, sondern der Unterrichtsstil wird auch immer von der eigenen Persönlichkeit geprägt. Ich finde man sollte beim Unterrichten immer man selbst bleiben und auf seine Art gut unterrichten machen.

  17. Liebe Mirjam,

    ich finde es sehr stark, dass du deine Meinung über die Klassenlehrerin reflektiert und kritisch hinterfragt hast. Wie du beschreibst, denkt man bei strengen Lehrer*innen schnell, dass sie „böse“ sind. Dass eine richtig verwendete Strenge sich jedoch auch positiv auf das Lernklima auswirken kann, vergisst man denke ich schnell. Dieses schwarz und weiß Denken schafft Schubladen, in die wir bestimmte Charaktere gerne reinstecken. Sicherlich ist es auf dem ersten Blick nachvollziehbar, aber wenn dann im Endergebnis gute Lernresultate herauskommen, muss die Lehrkraft ja doch irgendetwas richtig machen.
    Toll, dass du diese Erkenntnis gewinnen konntest und hier trifft es eben auch zu: Viele Wegen führen nach Rom!

    P.S. Lehrkräfte sollten natürlich nicht wahllos ihre Stimmungen an der Schülerschaft ausleben dürfen und ein gewisses Maß an pädagogischer Professionalität mit sich bringen, was denke ich selbstverständlich ist.

  18. Hallo Mirjam,

    die Eigenschaften, die Du Frau T. zuschreibst, klingen in der Tat sehr unangenehm. Häufiges Schreien und ungerechtes Behandeln sollten natürlich keine Methoden sein, um „guten“ und ruhigen Unterricht zu vollziehen. Ich denke nicht, dass ihr Alter oder späterer Einstieg in den Lehrerinnenberuf als Kriterien unbedingt wichtig sind; die gute Vorbereitung und Methodenvielfalt scheinen bei Frau P. keine positiven Auswirkungen auf die Lautstärke und das Unterrichtsklima zu haben, was ich sehr schade finde. Ich hätte gern mehr erfahren, was Du damit meinst, dass Frau T. „die Sprache der Kinder“ spricht; ich bin nicht der Meinung, dass man SuS aus anderen Ländern anders gegenüber treten sollte, weil sie es eventuell so gewohnt sein könnten.
    Die Idee von Frau P., dass sie den Eltern eine positive Mitteilung schreiben würde, ist nett und kann motivierend auf die SuS wirken, ist m.E. aber nicht wiederholend anwendbar.

  19. Danke für deine Einsicht. Als Philosophiestudentin, ist die Frage nach Gut und Böse für mich sehr spannend. Und auch, wie die logische und ideale Theorie eben doch nicht der Praxis entspricht. Ist der Gute Wille, oder das Ziel relevant, bei der Bewertung einer Situation /Handlung? Trotz der Einschätzung deines Beispiels hoffe ich, dass es möglich ist mit fairen Mitteln eine Klasse zur Ruhe zu bringen. Eine Willkommens-Klasse bringt sicherlich besondere Schwierigkeiten mit sich. Hoffentlich wird Frau P im Laufe der Zeit einen effektiveren Umgang mit der Klasse finden.

  20. Liebe Mirjam,

    vielen Dank für deinen interessanten Blogeintrag.
    Wie in deinem Beispiel sichtlich wird, können sich Lehrer*innen und ihre Lehrstile maßgeblich voneinander unterscheiden. Ich denke aber, dass es sehr schwer ist, in solch einer Situation in gut und schlecht zu kategorisieren. Denn wie sagt man so schön: Viele Wege führen zum Ziel.
    Als Lehrkraft braucht es denke ich beides – ein ausgewogenes Maß zwischen Durchsetzungsvermögen und Empathie. Diese beiden Aspekte miteinander zu verbinden, indem man sich den Schüler*innen mit ihren persönlichen Stärken und Schwächen zuwendet und auf sie eingeht, dabei aber die Klasse unter Kontrolle behält, ist wesentlich. Dabei sollte immer ein respektvoller gegenseitiger Umgang zwischen Lehrkraft und Schüler*innen aber auch zwischen den Schüler*innen untereinander gelebt werden. Da jeder Mensch anders ist, muss auch jede Lehrperson seine eigene Art finden guten Unterricht zu machen, mit der man sich wohlfühlt und man selbst bleibt.

    Liebe Grüße,
    Clara

  21. Hallo Mirjam,

    ich danke Dir für Deinen Artikel. Das Unterrichten von Schüler*innen in Willkommensklassen ist sicherlich eine besondere Herausforderung. Es freut mich, dass die eigens ausgebildetete DaZ-Lehrerin Frau P. besser darin bestand. Gleichzeitig finde ich Deine Frage sehr gut: Können wir es pädagogisch möglich machen, dass unsere Schüler*innen Freiheit erlernen? Das ist eine sehr schwierige und philosophische Frage. Freiheit darf in jedem Fall nicht nur als ideologisches Konzept im Raum stehen oder Assimilation bedeuten, sondern muss sich auf die lebendige Praxis der Schüler*innen beziehen: Können sie (gegenwärtig und besonders als Erwachsene) ihr Leben autonom leben? Können Sie ihre eigenen Interessen abschätzen? Können sie ihr Handeln und ihre Meinungen kritisch reflektieren? Ich denke, die Vermittlung dieser Kompetenzen muss in jeder Klasse höchste Priorität haben. Was denkt Ihr?

    Viele Grüße
    Nikolaj

  22. Hallo Mirjam
    Vielen Dank für für Deinen aufschlussreichen Beitrag. Als Lehrer muss man sicher eigene Unterrichtsstrategien entwickeln und diese immer an seine Schüler anpassen. Was bei den einen gut funktioniert, kann in einer anderen Gruppe vielleicht nicht den gewünschten Erfolg zeigen. Ich denke, dass sich die beiden Unterrichtsstrategien verbinden lassen. Die jüngere Lehrerin muss einfach noch einige Erfahrungen sammeln und ihre Methodik anpassen, während die ältere Kollegin vielleicht einige Lehrerfortbildungen besuchen könnte, um ihre Unterrichtsmethoden auf den neuesten Stand zu bringen.

    Gruß Niklas

  23. Ich finde Deinen Beitrag sehr wertvoll, weil ich mir auch gut vorstellen kann, dass wir im Studium manchmal das Gefühl bekommen werden, es gäbe eindeutig passendes und unpassendes pädagogisches Handeln. Jedoch zeigt dein Beispiel, dass es sich von Situation zu Situation wieder unterscheiden kann. Ich denke wir müssen uns bewusst machen, dass wir in dem Beruf mit Menschen arbeiten, wo für jeden eine andere Form der Interaktion teilweise mehr oder weniger Früchte trägt und wir nicht einfach so pauschalisieren können und stumpf das auf die Schüler projizieren, was wir in der Uni gelernt haben.

  24. Hallo Mirjam,

    ich selbst hatte gerade in der Zeit der Grundschule viele verschiedene Typen von Lehrern. Da meine Klasse schon als die Klasse bekannt war, in der keine Lehrkraft mehr unterrichten wollte, haben wir schlussendlich oft die Lehrpersonen abbekommen, die nur mit unfairen, respektlosen Mitteln gearbeitet haben. Man hat gemerkt das auch unsere Klasse dadurch noch frecher und lauter wurde. Ab der 4. Klasse haben wir eine neue Lehrerin bekommen, die ganz anders an die Sache herangegangen ist, die mit anderen Methoden, Konsequenzen etc. gearbeitet hat. Und siehe da, auch wir als Schüler haben uns deutlich im Verhalten verändert. Es war so, als wären wir als Klasse der Spiegel der Lehrkraft gewesen.
    Ich persönlich denke zwar auch, dass man die Art und Weise einer Lehrperson zu unterrichten nicht einfach als gut oder schlecht bewerten kann, aber es gibt teilweise Verhaltensweisen von Lehrkräften, wo ich echt geschockt bin. Anders wiederum gibt es Lehrer und Lehrerinnen die ihre Arbeit so unfassbar gut machen, wo man so gerne am Unterricht teilnimmt oder ihnen dabei zuschaut.
    Ich finde es sehr interessant diese zwei Seiten zu sehen.

    Liebe Grüße!
    Hanna

  25. Liebe Mirjam,
    danke für diesen sehr interessanten Artikel! Ich finde gerade bei diesem Thema die Frage wichtig, was Schule über das pure Erlernen von Wissen hinaus den Kindern mitgeben soll. Wenn Kinder aus anderen Ländern und Kulturen nicht lernen, dass Anschreien und Strenge nicht immer das Mittel der Wahl sein sollte und in unserer Gesellschaft beispielsweise gelinde gesagt nicht hoch angesehen ist, dann werden sie ihr Leben lang Probleme hier haben. Das heißt hier frage ich mich, ob der Effekt von Frau T. eventuell nur ein kurzfristiger ist, der aber gleichzeitig Chancen auf eine bessere Integration verbaut? Homogenität kann man vielleicht gar nicht erreichen, aber eine funktionierende Heterogenität funktioniert denke ich nur auf Basis gleicher Regeln und Respekt. Sicherlich ist dies aber gerade auch in der Praxis ein unheimlich schwieriges Thema und eine große Herausforderung als LK.

    Liebe Grüße,
    Anne

  26. Ich finde den von dir beschriebenen Perspektivwechsel ungemein interessant und dass dieser ein guter Beweis dafür ist wie viele Ebenen zur Arbeit als Lehrkraft gehören. Dies kann vor Allem hilfreich dabei sein ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln wie breit das Spektrum an Strategien im Reportoire einer Lehrkraft sein muss um auf Unterrichtsstunden vorbereitet zu sein, und dass es trotz dem immer möglich sein kann dass Lehrkräfte an ihre Grenzen stoßen. Man arbeitet nunmal mit Menschen und bei Klassen handet es sich um einzigartige soziale Gruppen mit eigenem Charakter, der aber je nach Situation auch umschlagen kann. Vor Allem für Eltern wären deine Erkenntnisse ebenfalls ein guter Einblick, ich denke dass ein solches Verständnis ungemein hilfreich bei der Kommunikation zwischen Lehrkräften und Erziehungsberechtigten wäre.

  27. Hallo Mirijam,
    wow- gute Frage! Ich denke jedoch, dass Schreien nie notwendig ist und dies würde auch meine Wertvorstellungen brechen…vielleicht ist Strenge manchmal hilfreich, jedoch finde ich ein neuer pädagogischer Ansatz wäre hilfreich gewesen…oder die Mischung aus Frau T und Frau P? spannende Frage auf jeden Fall! Danke fürs Teilen

  28. Liebe Mirjam, vielen Dank für Deinen Einblick. Dies ist ein sehr interessanter Mikroartikel, welcher die Lesenden mit grundlegenden Fragen des Zusammenlebens konfrontiert. Die Infragestellung der Kategorisierung in Gutes und Böses, Freiheit, Chaos, Struktur, Autorität. Vieles kommt wahrscheinlich zusammen und beeinflusst das Zusammenspiel einer Gruppe. Welche Auswirkungen wohl die Methoden und das Verhalten von Lehrkräften auf die Wahrnehmung der Kinder haben – was wird im Leben der Individuen der Gruppe manifestiert durch welche Ordnung? Und welche Auswirkung haben die intraindividuellen Geflächte der Gruppenmitglieder auf die Umsetzbarkeit der unterscheidlichen Methoden

  29. Liebe Mirijam, danke für deinen Einblick in die verschiedenen Unterrichtsstunden. Ich verstehe hierbei beide Arten der Lehrer. Es ist an sich immer besser sachlicher vorzugehen, allerdings hilft dies auch nicht immer. Wenn die Schüler immer laut sind und einfach ihre Antworten reinschreien ohne sich zu melden stellt sich dies als Problem dar. Da versteht man dann auch die leicht genervte Lehrerin und wieso sie strenger mit den Schülern umgeht. Wenn man sich selber an die Schulzeit zurück erinnert, war es bei der strengen Lehrern tatsächlich ein viel disziplinierter Unterricht und alle waren leise, dafür hatte man auch nicht Spaß am lernen, was meiner Meinung nach sehr wichtig ist. Mit den nicht so strengeren Lehrern hatte man mehr Freude beim lernen und verstehen (hängt ja auch vom Interesse ab). Streng sein ist also manchmal hilfreich, allerdings auch nicht zu streng. Man muss hierbei eine gute Mischung finden, dass die Schüler einen trotz allem respektieren.

    LG
    Luisa Heinemann

  30. Hallo Mirjam,
    dein sehr interessanter Mikro-Artikel zeigt einmal wieder, wie wichtig es für SuS ist von verschiedenen Lehrkräften unterrichtet zu werden. Schulen haben nicht nur die Aufgabe die kognitiven Fähigkeiten der SuS zu schulen, sondern auch die sozialen Kompetenzen der SuS. Das funktioniert meiner Meinung nach besser, wenn das Kollegium der Schule sehr divers aufgestellt ist. Sicher hat es Vorteile, wenn jede Klasse eine Lehrkraft hat, an die sie sich über einen längeren Zeitraum binden kann, aber dann muss auch das Verhältnis zwischen Lehrkraft und SuS stimmen, sonst hat diese Verbindung keinen Effekt. In deinem Beispiel wäre eine engere Zusammenarbeit zwischen den Lehrerinnen wünschenswert, um die bestmögliche Arbeitsweise mit der Klasse zu entwickeln. Ich vertrete also die Meinung, dass alle SuS von verschiedenen Lehrkräften unterrichtet werden sollten, um verschiedenen Perspektiven und Unterrichtsmethoden erfahren zu können.
    LG

  31. Hallo Mirjam,

    Mir ist durch deinen Beitrag klageworden, wie schwer es ist eine gute Lehrerin zu sein.
    Die Professionalisierung des Lehrberufes ist ein positiver Fortschritt und dadurch wird andauern neue Lehr- und Lernmethode empirisch untersucht und entwickelt.
    Aber die perfekte Lehrmethodologie existiert nicht und das wird durch den Unterrichtmethode der Lehrerin Frau T. belegt.
    Obwohl Frau T. nicht die Schritte der modernen Pädagogie verfolgt, ist sie dennoch erfolgreich.
    Ich würde ihre Lehrstrategien nicht benutzten, da ich selbst streng Lehrkräfte nicht gemocht habe. Aber ich kann auch nicht sagen, dass sie eine schlechte Lehrerin ist, weil sie ihr Ziel erfüllen hat.

    Wie du gesagt hast, es ist nicht so einfach zu unterscheiden zwischen gut und schlecht Lehrkräfte.

    Ich werde als Lehrerin lieber das Versuchs-und-Irrtums-Methode verwenden, statt eine bestimmte Lehrmethode blind durchzuführen.

    MfG

    Maria Birch Moreno

  32. Hallo Mirjam,

    Ich denke auch, dass man bei strengeren Lahrkräften oft zu schnell urteilt und denkt sie wären zu hart zu den SuS. Dabei verliert man meiner Meinung nach schnell aus den Augen, dass es sich um Kinder handelt die Regeln brauchen und lernen müssen diese auch einzuhalten (besonders als Vorbereitung auf ein späteres, selbstständiges Leben in der Gesellschaft). Ich finde das Beispiel zeigt auch, dass selbst die beste pädagogische Ausbildung nichts nutzt wenn man sein Verhalten als Lehrkraft nicht flexibel auf das der Klasse anpassen kann. Natürlich sollte die Lehrkraft dabei stehts fair bleiben und situationsspezifisch auf die Schüler reagieren. Ich denke, dass die Frau P. diesbezüglich am Ende einen sehr guten Ansatz gefunden hat um die Schüler zu motivieren, auch wenn sie damit etwas übers Ziel hinausgeschossen zu sein scheint. Im Idealfall würden beide Lahrkräfte ihre Arbeitsweisen etwas an einander angleichen, aber das ist wahrscheinlich bei Frau T. nicht mehr im selben Maße möglich und zu erwarten bie Frau P.

    Freundliche Grüße
    Julian

  33. Hallo Mirjam,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Es ist interessant zu sehen, wie zwei unterschiedliche Lehrkrafttypen auf ein und dieselbe Klasse wirken. Ich glaube es ist schon wichtig, den SuS klare Regeln und Grenzen aufzuzeigen, ohne sie aber zu sehr einzugrenzen. Was Motivation und Aussicht auf ein Lob bei den SuS bewirken kann, ist denke ich am Beispiel von Frau P.’s Art der Unterrichtsführung schön deutlich geworden.

    Liebe Grüße
    Christopher

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