„Was ist meine Verantwortung in der Klasse?“

Ein Beitrag von Friederike L.

Im Rahmen meines Orientierungspraktikums begleitete ich u. a. eine jahrgangsübergreifende Klasse der Mittelstufe. Wöchentlich nutzen sie die erste halbe Stunde am Freitag für einen Klassenrat. Dabei werden Themen besprochen, die der ganzen Klasse, einzelnen Schülern/Schülerinnen (SuS) oder einer Lehrkraft am Herzen liegen. Nachdem die Themen der SuS besprochen wurden, sprach die Lehrerin einen Vorfall von vor zwei Tagen an: Die SuS hatten in einer Stunde, in der keine Lehrkraft zu Beginn der Stunde im Klassenzimmer erschien, aus Eimern, Stühlen und Tischen einen Parcours für Tischtennisbälle gebaut. Nach einem missglückten Ball trat einer der Schüler gegen einen Eimer, der einer Schülerin ins Gesicht flog und sie leicht verletzte.
Die Lehrerin begann das Gespräch damit, dass sie die SuS schildern ließ, wie die Situation zustande kam. Anschließend fragte sie die SuS, warum kein/e anderer/e Schüler/in eingeschritten sei und eine Situation, in der andere SuS verletzt werden könnten, verhindert hätte. Außerdem stellte sie zur Diskussion, warum niemand auf die Idee gekommen sei, ins Sekretariat zu gehen und nach der Lehrkraft zu fragen, als diese nach 15 Minuten noch nicht erschienen war.
Nach einigen Äußerungen der SuS fragte sie die Schüler, welche Konsequenzen die Situation am Mittwoch haben sollte. Einige SuS meinten, die sinnvollste Konsequenz sei, dass kein SuS mehr unbeaufsichtigt im Klassenraum sein dürfe. Andere Ideen waren, den nächsten schönen Ausflug ausfallen zu lassen oder am nächsten Freitag länger in der Schule bleiben zu müssen.
Die Lehrerin beendete die Diskussion, indem sie keine Strafe verhängte, sondern stattdessen alle SuS drei bis vier Sätze zu der Fragestellung: „Was ist meine Verantwortung in der Klasse?“ schreiben ließ.

 Meine Einsichten

Aus den Texten, die die SuS verfasst hatten, wurde deutlich, dass sich viele SuS bewusst sind, dass sie eine Verantwortung in der Klasse haben: Sie könnten andere SuS darauf ansprechen, wenn diese etwas „falsch“ machen, aufeinander achten, selber keinen Unsinn anstellen oder Lehrpersonen in kniffeligen Situationen zur Hilfe holen. Die SuS mussten sich Gedanken machen, wie sie das nächste Mal in einer solchen Situation handeln sollten.
Dadurch, dass nicht alle SuS eine Strafe für das Verhalten eines Schülers erhalten haben, wurde das Klassenklima nicht belastet. Vielmehr wurde es gestärkt, da jedem seine Verantwortung für die Klasse bewusster geworden ist.

Meine Folgerungen

Aus dieser Situation habe ich gelernt, dass Strafen nicht unbedingt eine Lösung für jedes Problem sind. Vielmehr ist es sinnvoll, mit den SuS ins Gespräch zu kommen. Die Lehrkraft hat mit ihrer Vorgehensweise versucht, den Schülern zu verdeutlichen, wie es zu dem Problem gekommen ist und wie so etwas in Zukunft verhindert werden kann.
Einzelne Schüler durch ihre Taten ins schlechte Licht zu stellen, ist nicht gut für die Klassengemeinschaft und löst selten das Problem. Da in dieser Situation die „Schuld“ nicht allein bei dem Schüler, der den Eimer getreten hat, gesucht wurde, wurde der ganzen Klasse klar, dass alle in jeder Situation eine Verantwortung tragen.
Des Weiteren fand ich es beeindruckend, dass den SuS eigentlich bewusst war, dass Aktionen immer Konsequenzen nach sich ziehen. Durch ein Gespräch über mögliche Konsequenzen mit den SuS entsteht Transparenz über die Entscheidungen der Lehrkraft und die SuS lernen bewusst, in Situationen über mögliche Konsequenzen nachzudenken.

Meine Anschlussfragen

  • Inwiefern sind Strafen in der Schule sinnvoll? Gibt es sinnvolle Strafen in der Schule?
  • Welche Aufgaben, außer der Lehrstoffübermittlung, bringt das Unterrichten noch mit sich?
  • Wie kann ich SuS sensibilisieren, an Konsequenzen zu denken??

53 Gedanken zu „„Was ist meine Verantwortung in der Klasse?““

  1. Hallo Friederike,

    danke für deinen Beitrag! Ich bin genau deiner Meinung. Diese Situation zeigt sehr gut, dass Strafen, welche die ganze Klasse betreffen nicht immer nötig sind, vor allem wenn nur einzelne SchülerInnen beteiligt waren. Ich persönlich finde es wichtig über zukünftige Konsequenzen zu reden, falls so eine Situation nochmal vorkommen sollte. So wissen die SuS, dass die Lehrkraft trotz vermiedener Strafe, das Verhalten nicht durchgehen lässt. Durch die Variante mit dem Aufsatz: „Was ist meine Verantwortung in der Klasse?“, konnte die Lehrkraft auch schnell herausfinden, dass die SuS ihrer Fehler durchaus bewusst waren. Jedoch konnten sie so noch mal über alles nachdenken und überlegen beim nächsten Mal eventuell drei Mal, in welcher Form sie handeln. Hätte die Lehrkraft die ganze Klasse bestraft, wäre es möglich gewesen, dass ein Konflikt zwischen der Lehrkraft und der Klasse ensteht, weil ein Großteil der Klasse keinen Fehler begangen hat.
    Die Lehrkraft scheint ein gutes Händchen für Konflikt- und Problemlösungen zu haben. Ein ruhiges Gespräch mit der Klasse hat anscheinend eine Menge bewirkt.

    Liebe Grüße

    Jasmin

  2. Liebe Friederike,

    vielen Dank für diesen interessanten Einblick in dein Praktikum. Ich kann dir nur zustimmen. Ich finde besonders gut, dass die Schüler ihr Verhalten durch die Aufgabe reflektiert haben und auch selber gemerkt haben, dass sie falsch gehandelt haben. Der Lerneffekt, den die Lehrerin durch ihre Vorgehensweise erzielt hat, ist wesentlich größer, als alle Schüler einfach zu bestrafen. Die Schüler, die verantwortlich waren, aber auch die anderen, wurden zum Nachdenken angeregt. Besonders der Fakt, dass die Lehrerin dafür das Gespräch mit der ganzen Klasse gesucht hat und sich alle beteiligen konnten, führte dazu, dass die Schüler ihr Verhalten nicht einfach nur ändern, damit sie beim nächsten Mal keine Strafe bekommen, sondern, dass sie wirklich darüber nachgedacht haben, warum genau ihr Verhalten nicht richtig war. Mir gefällt außerdem, dass die Lehrkraft diesen Klassenrat regelmäßig durchführt. Das zeigt, dass ihr die Anliegen der Schüler wichtig sind, sie aber auch ihre Anliegen besprechen möchte, was deutlich macht, dass ihr auch die positive Förderung der Entwicklung der Schüler am Herzen liegt.

    Liebe Grüße,
    Rosa

  3. Hallo Friederike,
    ich kann mich deinen Folgerungen ebenfalls nur anschließen. Durch das Klassengespräch und die Aufgabe über die Verantwortung in der Klassengemeinschaft nachzudenken, bringt die SuS dazu die Gruppendynamik und die Wirkung jedes einzelnen SuS auf diese zu reflektieren. Dadurch entstehen eigene Einsichten für die Sus zur Situation. Diese sind meiner Einschätzung nach viel Wertvoller sind als eine durch Sanktionen auferlegte Bewertung der Situation. Ich finde es auch sehr gut, dass nicht nach einzelnen Verantwortlichen gesucht wird. Das würde einzelnen SuS in innere Konflikte bringen, ob sie nun jemanden verraten sollen oder nicht. Gleichzeitig würde das zu einem schlechten Klassenklima führen.
    Die Idee des Klassenrates finde ich toll, besonders das er regelmäßig tagt. Das gibt den SuS die Möglichkeit über Konflikte zu sprechen und ihre Ideen einzubringen. Das finde ich sehr wichtig.
    VG Nathalie

  4. Liebe Friederike,

    Danke für die Schilderung dieser, meiner Meinung nach, sehr guten Konfliktlösungssituation.
    Es wird gezeigt welche Strafen und Konsequenzen, die Kinder gewohnt sind: Klassenausflug ausfallen lassen, Freitag nacharbeiten etc.
    Solche Sanktionen können einen Sinn haben, aber man muss sich klar machen, dass die Kinder dabei nicht lernen, wie sie es beim nächsten Mal besser machen können.
    Die Frage, wofür bin ich verantwortlich und das konstruktive Gespräch hilft den Kindern konkret an ihrem Verhalten in Zukunft zu arbeiten.
    Liebe Grüße,
    Wiebke

  5. Liebe Friederike,

    ich finde die Vorgehensweise der Lehrkraft spitze! Die SuS werden dazu bewegt, den Vorfall und ihre eigene Rolle zu reflektieren. Außerdem gibt die Lehrkraft ihnen die Möglichkeit, Vorschläge zur Art der Sanktion zu machen, was den Prozess transparent und demokratisch macht. Gut finde ich, dass sie letztendlich auf eine Sanktion verzichtet und die Klassengemeinschaft nicht durch das Fehlverhalten eines Schülers bestraft wird. Stattdessen werden alle dazu aufgefordert, sich ihrer gegenseitigen Verantwortung bewusst zu werden, was einerseits die Klassengemeinschaft und andererseits das Bewusstsein über das eigene verantwortliche Handeln stärkt. So eine gelungene Art der Konfliktlösung wünsche ich mir auch für meinen Unterricht. 🙂

    LG Laura

  6. Hallo Friederike,

    danke für deinen Beitrag. Die Idee der Lehrerin, dass sich die Schüler*innen Gedanken zur eigenen Verantwortung in einer Gruppe machen sollten, finde ich super. Das ist wirklich mal eine positive und kontruktive Lösung. Den Schüler*innen war wahrscheinlich klar, dass es nicht folgenlos bleiben wird, wenn sich eine Schülerin verletzt. Dass sie sich aber gleich selbst bestrafen wollten, hat mich doch ziemlich berührt. Denn welche Erfahrungen haben die Schüler*innen bisher gemacht, dass ihnen solche Bußszenarien in den Sinn kommen? Das klingt ganz schön düster. Die Lehrerin verfolgt mir ihrer Strategie einen guten Plan: Die Schüler*innen zu eigenständigen Menschen zu erziehen, die Verantwortung übernehmen, damit „Sünden“ in Zukunft besser vermieden werden, statt zu beichten und ein gewisses Strafmaß in Kauf zu nehmen. Solche Schulberichte zu hören, freut mich wirklich sehr.

  7. Hallo Friederike,
    Während meiner Schulzeit habe ich keinen regelmäßigen Klassenrat erlebt. Meist gab es erst dann ähnliche Formate, wenn etwas schwerwiegenderes passiert war. Ich denke ein solcher regelmäßiger Rat ist sehr sinnvoll, um dauerhaft ein gutes Arbeitsbündnis zwischen Lehrern und SuS zu schaffen/beizubehalten. Der beschriebene Umgang mit dem Fehlverhalten finde ich sehr gut. Es wird keine Kollektivstrafe (wie das Ausbleiben des Ausflugs) verhängt, sondern die SuS reflektieren ihr Verhalten auf sinnvolle Weise (und müssen keine seitenlangen Aufsätze darüber schreiben…).

  8. Hallo,
    Bestrafungen finde ich ein heikles aber wichtiges Thema. Regeln ohne Konsequenzen funktionieren nicht, aber man muss sehr darauf achten gerecht zu bleiben und angemessene Konsequenzen zu verhängen. Das ist nicht immer einfach, gerade wenn man nicht genau weiß was passiert ist z.B. weil man bei dem Konflikt nicht dabei war.
    Ich finde die Bestrafung muss immer etwas mit dem Konflikt zu tun haben. Den nächsten Ausflug zu streichen weil die Kinder sich alleine nicht gut benommen haben hätte also nur begrenzt Sinn gemacht. Außerdem betrifft das dann auch die Kinder, die gar nicht daran beteiligt waren.
    Deshalb finde ich die Lösung der Lehrerin gut; so muss jedes Kind selbst über die Rolle nachdenken, die es bei dem Konflikt hatte bzw in der Klasse allgemein spielt. Das ist allen fair gegenüber und die Kinder lernen darauf was sie in Zukunft besser machen können.
    (Wir haben z.B. in der Oberschule mehr Hausaufgaben bekommen wenn die Klasse laut war, was ich voll unfair fand weil ich total leise war)

  9. Liebe Friederike,
    danke für das Teilen deiner Erfahrungen aus dem Beobachtungspraktikum. Ich bin ganz deiner Meinung und erachte regelmäßige Reflexionzusammenkünfte in Form eines Klassenrates für sehr sinnvoll. Die Konsequenz für die Schüler und das Umwandeln einer „Strafe“ in einen Arbeitsauftrag kann der richtige Weg in einer durchaus reflektierten Klasse, wie dieser, sein. Die vorgeschlagenen Sanktionen (teils von den SuS), hätten meiner Ansicht nach, demotivierendes Potential, weswegen ich die Fragen zum eigenen Verhalten und zur eigenen Verantwortung im Klassenverband pädagogisch wertvoll finde. Doch wie kommen die SuS auf diese Bestrafungen? Gab es im Vorfeld Vorkommnisse dieser Art, die infolgedessen die Gemeinschaft bestraften?

    Mit liebem Gruß,
    Maria Christoph

  10. Hallo Friederike,
    ich muss sagen ich finde deine Frage, in jedemfall sehr berechtig, da ich es sehr schwer finde zu entscheiden, wann der Lehrkörper eine Strafe aussprechen muss und wann sie es besser sein lassen sollte. Es ist auf jeden Fall eine Idee, wie Lehrerin es in deinem Beispiel gemacht hat, doch was wäre gewesen, wenn die Schüler nicht diese Einsicht gezeigt hätten. Hätte sie dann genauso reagiert ?
    Ansonsten bin absolut deiner Meinung Strafen sind nicht die Lösung für Probleme, sondern kommunizieren. Danke dir für deinen Mikroartikel.
    Liebe Grüße
    Angelina Seehof

  11. Hallo Friederike,

    Ich finde die Möglichkeit einen Klassenrat abzuhalten super. Das ist ein geeigneter Raum, um über Probleme und schwierige Situationen zu sprechen. Es geht dabei viel um die Reflektion des eigenen Verhaltens und darum, sein eigenes Verhalten zu verbessern. In deiner Beobachtung finde ich es super, dass die Lehrperson eine andere Lösung als eine gemeinschaftliche Strafe probiert zu finden. Klar ist das nicht immer möglich, manchmal sind auch Strafen von Nöten aber ich denke das ist Ermessenssache und kommt auch immer auf die Situation an. Wenn ich später mal Klassenlehrerin sein sollte werde ich auch einen Klassenrat einführen. Danke für das Teilen deiner Beobachtung.

    Liebe Grüße
    Antonia

  12. Hallo Friederike,
    das Konzept des Klassenrats finde ich sehr sinnvoll, da den Schülerinnen und Schülern ein Raum gegeben wird, in dem sie sich mit eigenen Ideen einbringen können, aber auch lernen können, Konflikte selbst zu lösen. Sie lernen dabei auch wichtige Fähigkeiten. In diesem Fall die Selbstreflektion. Es ist sehr wichtig, dass Schülerinnen und Schüler ihr Verhalten einschätzen können. Ich finde es sehr gut, dass die Lehrerin nicht den „einfachen“ Weg einer Kollektivstrafe nimmt, sondern den doch eher „schwierigen“, bei dem die Schüler selbst einsehen und erkennen müssen, was ihre Verantwortung und Aufgabe in der Klasse ist. Diese Möglichkeit des Klassenrats ist meiner Meinung nach sehr sinnvoll und gut für die Schülerinnen und Schüler. Aber auch für die Beziehung zwischen Klasse und Lehrperson.

    Liebe Grüße Emma

  13. Liebe Friederike,
    dein Artikel ist sehr interessant. Die Lehrerin hat die Situation sehr gut gelöst. Meiner Meinung nach ist es richtig, dass sie nicht nur den Schüler der den Eimer getreten hat als schuldig ansah, sondern eben auch alle anderen in der Klasse, die da waren und zu gesehen haben. Das ist eine Lektion auch für das spätere Leben, denn es gibt viele Situationen in denen man etwas verhindern kann, wenn man die Situation erkennt und sich traut einzugreifen. Die Lehrerin hat den Schüler*innen durch das Gespräch und den Text den sie schreiben mussten, vermittelt, dass sie alle Verantwortung tragen im gemeinsamen Zusammenleben. Ich finde die Lehrerin hätte die Situation nicht besser lösen können. Hut ab.
    Liebe Grüße
    Zita

  14. Vielen Dank für diesen sehr schönen und inspirierenden Blogeintrag. Es ist sehr schön beschrieben wie die Lehrkraft diese sehr schwierige Situation in etwas Positives umwandelt. So wirkt das ganze fast schon wie aus einem Lehrbuch. Ich selbst habe große Angst vor den negativen Folgen, die das Aussprechen einer Strafe haben kann. Somit ist es für mich besonders bemerkenswert wie es der Lehrerin gelang den Fokus auf einen positiven Ausgang der Situation nicht außer acht zu lassen. Die Mittel waren dann doch überraschend einfach. Ich könnte mir vorstellen, dass andere Lehrkräfte eher eine Strafe ausgesprochen hätten um dem Verhalten der Klasse Grenzen aufzuzeigen – aus Angst es könnte sich wiederholen. Dabei ist der Fokus auf das Miteinander als auf ein Gegeneinander viel konstruktiver.

  15. Liebe Friederike,

    danke für deinen Beitrag! Zuallererst finde ich es schön zu lesen, dass die Klasse einmal wöchentlich einen Klassenrat hält – das Konzept gefällt mir sehr gut. Durch die gezielten Fragen der Lehrerin werden die Schüler dazu gebracht über ihr Verhalten und mögliche Konsequenzen nachzudenken. Denn was bringt eine Bestrafung, wenn sich die Kinder gar nicht genau bewusst sind, was schief gelaufen ist. Als Lehrkraft unterrichtet man nicht nur, man gibt den Kindern auch Werte und Normen mit und versucht sie zu sozialisieren. Das Vorgehen der Lehrkraft bringt in diesem Fall viel mehr, als eine wütende Standpauke mit passender Bestrafung. Was mich noch interessiert hätte, wäre die Frage, wie viel Berufserfahrung die Lehrkraft schon gesammelt hat.

    Liebe Grüße
    Lisa

  16. Danke für deinen Beitrag. Ich denke, die Situation die du beschreibts zeigt ganz genau, wie Autoregulierung in der Gruppe funktionieren kann. Die SuS sind es wahrscheinlich gewöhnt, durch den Klassenrat nach Problemlösungen zu suchen. Die Lehrerin hat, meiner Meinung nach, die SuS aufgefordert, über die Klassen- bzw. Schuleregel zu besprechen und das Problem nicht individualisiert.
    Daraus gewannen die SuS an Erkentnissen, nebenbei arbeiteten sie an ihre sprachlichen Ausdrucksweisen und das Arbeitbündnis wurde gestärkt.

  17. Liebe Friederike,

    Mir gefällt dein Blogeintrag sehr gut. In deiner Fallbeschreibung ist es sehr sichtlich, dass es nicht immer von Nöten ist die Kinder zu bestrafen. In diesem Fall hat es den Kindern für ihre Entwicklung auf langfristiger Sicht mehr geholfen, dass sie sich Gedanken machen müssen, was sie für eine Verantwortung als Klassenmitglied tragen. Diese Werte können sie später auch auf die Verantwortung als Gesellschaftsmitglied übertragen.
    Ich bin der selben Meinung, dass eine kurzfristige Kollektivstrafe weniger effektiv gewesen wäre.

    Liebe Grüße, Laura.

  18. Liebe Friederike,
    vielen Dank für die Schilderung dieses Umstandes in Deinem Beitrag. Die Kernfrage, der sich die SuS stellen müssen, wird uns als Lehrer sicher alle noch beschäftigen. Mich würde interessieren, wie die Schüler von selbst darauf kamen, sich durch Ausfall des Wandertages oder durch einen längeren Schulaufenthalt selbst zu bestrafen, da dies keine besonders wertvollen oder gewinnbringenden Maßnahmen sind. Dem könnte eine pädagogisch fragwürdige Verhängung dieser Maßnahmen durch andere Lehrkräfte vorausgegangen sein.
    Ich finde die gewählte Lösung, das Aufschfreiben von Gedaken zur Verantwortung in der Klasse, eine sehr gut gewählte Methode der Sensibilisierung für dieses Thema, die das Klassenklima nachhaltig verbessern kann und das Arbeitsbündnis stärken wird.
    Liebe Grüße
    Theo

  19. Hallo Friederike,
    ich finde die Herangehensweise von der Lehrkraft in deiner geschilderten Situation sehr interessant und gelungen. Die Methode des Klassenrats ist eine sehr gute Möglichkeit, um sowohl Schülerinnen und Schüler als auch der Lehrkraft einen Raum für persönliche Anliegen zu bieten. Die Fragestellung der Lehrkraft als Konsequenz für den Vorfall, finde ich sehr sinnvoll. Dadurch konnten die Schülerinnen und Schüler nochmals individuell und gezielt über die Situation und ihre Position in einer Gemeinschaft/ihrer Klasse nachdenken. Deshalb denke ich, dass diese Art der Lösung definitiv effektiver war, als eine Strafe, welche nichts mit dem Vorfall und der Position jeder Person an sich zu tun hätte und die Schülerinnen und Schüler zu einer stupiden und negativ geprägten Arbeit geführt hätten.
    Liebe Grüße, Lena

  20. Hallo Friederike,

    anhand dieser Situation ist meiner Meinung nach zu sehen, wie sinnvoll es sein kann den SuS Raum und Zeit zu geben für das Hinterfragen des eigenen Verhaltens. Dadurch wurde Selbstreflexion erforderlich und gleichzeitig der Klassenverbund gestärkt. Ich denke, dass meistens das bloße Auseinandersetzen mit einer möglichen Strafe ausreicht, Störungen effektiv zu reduzieren. Oftmals sind sich SuS nicht bewusst, welche Auswirkungen das (Fehl-)Verhalten für Mitschüler haben kann.

    Beste Grüße
    Nick

  21. Hallo Friederike,
    die Situation zeigt wie wichtig es ist als Lehrkraft MIT den Schülern zu arbeiten und nicht GEGEN die Schüler.
    Die Lehrkraft hat den Schülern die Möglichkeit gegeben sich zu äußern und die Schüler sollten selber das Handeln bewerten und herausfinden was sie Falsch gemacht haben. Eine sehr gute Pädagogische Leistung, ohne jegliche Strafe.
    Dadurch wächst die Klassengemeinschaft und das gegenseitige Vertrauen.

    Beste Grüße
    Anaya

  22. Hallo Friederike,

    Ich finde besonders den ersten Teil des Vorgehens der Lehrkraft nicht nachvollziehbar. Besonders die Frage warum niemand der SuS in dieser potentiell gefährlichen Situation eingeschritten sei verstehe ich nicht. Offensichtlich handelte es sich doch um eine Tat im Affekt, die niemand der anwesenden SuS voraussehen konnte. Diese Frage ist also nicht zielführend wenn es darum geht die Situation aufzuarbeiten.
    Die zweite Frage, warum die SuS sich nicht im Sekretariat gemeldet haben, ist natürlich legitim und sollte besprochen werden. Da hier ein Fehlverhalten jedes/jeder einzelnen SuS vorliegt, erscheint auch die Konsequenz der Lehrkraft logisch, die SuS für ihre jeweilige Verantwortung innerhalb der Klassengemeinschaft zu sensibilisieren. Meiner Meinung nach ist dieses Vorgehen bei der Aufarbeitung dieser Situation jedoch etwas zu überzogen.

    Liebe Grüße
    Silas

  23. Liebe Friederike,
    vielen Dank für deinen Blogeintrag!
    Ich fand es sehr schön zu lesen, dass die Lehrerin das Gespräch mit den Schülern nach dem Vorfall gesucht hatte. Die Lehrerin handelte meines Erachtens gut, weil sie so den Lerneffekt aus der Situation unterstützte. Es ist nie schön, wenn es zu Unfällen kommt und das müssen auch die Klassenmitglieder verstehen. Daher fand ich es gut, wie die Lehrerin die Schüler dazu brachte, selbst über ihr Handeln nachzudenken und selber Lösungsvorschläge für die Konsequenz für solches Verhalten zu machen. Damit finde ich, wird einem selbst bewusst, welche Verantwortung jeder trägt in der Gesellschaft und damit auch in einer Klasse.

    Liebe Grüße
    Jaimee

  24. Liebe Friederike,
    das Verhalten bzw. Vorgehen der Lehrkraft ist meiner Meinung nach sehr bemerkenswert und tolles pädagogisches Handeln. Man merkt, dass die Lehrerin nicht gegen ihre Schüler arbeitet, sondern mit ihnen zusammen. Dadurch wird auch nicht ein Schuldiger gesucht und bloßgestellt. Die Lehrerin hat den Schülern die Chance gegeben, selber über ihre Fehler und Verantwortung in der Klasse nachzudenken, wodurch die Klassengemeinschaft gestärkt wird.

    Danke für deinen Beitrag und alles Liebe.
    Gizem

  25. Liebe Friederike,

    Vielen Dank für diese tolle Einsicht in eine sehr wichtige Unterrichtsstunde der SuS!
    Meiner Meinung nach hat die Lehrkraft sehr bemerkenswert und sinnvoll gehandelt. Konsequenzen haben nicht immer nur positive Folgen, wie zum Beispiel das Lernen aus seinen Fehlern, sondern manchmal auch negative, wie zum Beispiel das Einschüchtern oder Verängstigen einiger Kinder. Wenn die ganze Klasse für einen persönlichen Vorfall der nur eine Schülerin oder einen Schüler betrifft bestraft wird, wird die Klassengemeinschaft dadurch oft verletzt. In dieser speziellen Stunde konnte jeder der SuS eine positive Lebenserfahrung mitnehmen. Die Kinder haben gemerkt, dass sie alle als Teil der Klassengemeinschaft eine Verantwortung tragen und wissen nun genauso wie sie sich das nächste mal in so einer Situation verhalten sollen.

    Viele Grüsse,
    Tara-Sophie Strenger

  26. Liebe Friederike,
    wie spannend deine Geschichte gelesen zu haben! Meiner Meinung nach, ist es immer besonders wichtig, ins Gespräch zu gehen. Es ist schön, wie die Lehrerin an die Sache herangetreten ist. Dass sie sich erstmal hat die Geschichte erzählen lassen, dann hat sie nachgefragt, wieso jemand so und nicht anders gehandelt hat, d.h. ob es Gründe dafür gab und welche Konsequenz daraus sinnvoll sein würden. Die Idee, dass die Schüler aufschreiben sollen, welche Verantwortung sie selbst in der Klasse tragen, finde ich eine tolle Idee! Es aktiviert alle Schüler und gibt jedem einzelnen das Gefühl, ein Teil zur Atmosphäre beizutragen.
    Danke fürs Teilen deiner Geschichte!

  27. Liebe Friederike,

    vielen Dank für deinen tollen Artikel. Ich finde, dass die Lehrkraft die perfekte Lösung in dieser Situation gefunden hat. Die SuS die Situation selbst analysieren zu lassen und dabei klar zustellen, dass jeder Schüler in der Klasse eine Verantwortung hat, empfand ich dabei als sehr guten Lösungsansatz. Somit wurde auch nicht gezielt nach einem schuldigen gesucht, sondern jeder musste sich selbst und das Verhalten der Klasse reflektieren und hat dabei gemerkt, was man vielleicht selber falsch gemacht hat oder hätte besser machen können. Ebenso bemerkenswert fand ich, dass die Lehrkraft die SuS selbst überlegen lassen hat, was eine angemessene Konsequenz in dieser Situation wäre. Auch wenn die SuS dabei gute Vorschläge machten, hat sich die Lehrkraft im Endeffekt dagegen entschieden und hat den SuS stattdessen eine Aufgabe gegeben, wobei sie selbst nochmals darüber nachdenken mussten, welche Verantwortung sie selber in der Klasse besitzen. Zusammenfassend fand ich es toll, dass die Lehrkraft die ganze Zeit mit den Schülern gearbeitet hat und mit ihnen gemeinsam versucht hat eine Lösung zu finden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Xavier

  28. Hallo Friederike,
    vielen Dank für deinen Beitrag! Ich finde zunächst einmal die Idee des Klassenrats total super, so haben die Schüler und auch die Lehrkraft die Möglichkeit sich über die wöchentlichen Geschehnisse auszutauschen. Auch die Art und Weise wie die Lehrkraft mit dem Fehlverhalten ihrer Schüler umgegangen ist, erscheint mir sinnvoll. Dass die Schüler von sich aus erkannt haben, dass sie einen Fehler gemacht haben und dafür die Konsequenzen tragen, zeugt meiner Meinung nach von einem guten Lehrer-Schüler-Verhältnis.
    Ich denke, dass die „Strafe“ dadurch so gering ausgefallen ist, weil die Schüler bereitwillig Verantwortung für ihr Verhalten tragen wollten.
    LG
    Marijke

  29. Liebe Friederike,

    vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrung! Ich finde, dass der Vorfall sehr interessant von der Lehrkraft gelöst wurde. Damit habe ich nicht gerechnet. Der Austausch zwischen Lehrer-Schüler ist total wichtig. Die Schüler*innen zeigen somit, dass sie verstehen, was sie falsch gemacht haben und auch, dass sie eine Art Vertrauen in die Lehrkraft haben. Ich denke, dass es richtig gewesen ist, nicht die ganze Klasse für das Verhalten einiger Schüler u. Schülerinnen zu bestrafen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es gut gewesen ist, dass alle Schüler*innen zu dem Thema „Was ist meine Verantwortung in der Klasse?“ etwas aufschreiben zu lassen. So können auch diejenigen, die nicht beteiligt gewesen sind, überdenken, was sie hätten tun können um die Situation zu verhindern oder zu stoppen.

    Liebe Grüße
    Cassandra

  30. Liebe Friederike,
    vielen Dank für diesen interessanten Artikel! Ich finde es sehr gut, wie die Lehrkraft mit der Situation umgegangen ist. Ich denke, es ist wichtig, dass die SchülerInnen erkennen, inwiefern ihr Verhalten den Unterricht gestört hat, und nicht einfach nur bestraft werden. Dadurch, dass die Lehrerin sie in die Problemlösung mit einbezogen hat, wurde ihnen ihre eigene Verantwortung für die Atmosphäre im Unterricht bewusst und das Arbeitsbündnis zwischen Lehrkraft und SchülerInnen wurde gestärkt. Außerdem bestand nicht die Gefahr, dass sich die Klasse von der Lehrerin unfair behandelt fühlt, was bei einer Bestrafung möglich gewesen wäre. Der Beitrag zeigt außerdem, wie wichtig es ist, auf die SchülerInnen einzugehen und Probleme, wenn möglich, in Ruhe mit ihnen zu besprechen.
    Liebe Grüße,
    Marleen

  31. Hallo Friederike,
    ich persönlich habe dieses Prinzip eines Klassenrats niemals selbst in meiner Schullaufbahn erlebt, umso überraschter war ich davon, wie effektiv und konfliktlösend diese Vorgehensweise ist. Das Bewusstsein der Schüler für ihre eigenen Taten zu verdeutlichen, im Zuge dessen niemanden direkt zu bestrafen und gleichzeitig noch das Miteinander der SuS zu stärken indem man ihnen ihre Verantwortung vor Augen führt und dabei gleichzeitig klar macht dass sie in solchen Situationen als Gemeinschaft agieren müssen, aus meiner Sicht eine hervorragende Umgangsweise seitens der Lehrkraft! Vielen Dank für deinen Beitrag.

    Liebe Grüße
    Pascal

  32. Liebe Friederike,
    vielen Dank für deinen Blogbeitrag.
    Ich halte Klassenratstunden, wie sie auch in deiner Praktikumsklasse stattgefunden haben äußerst sinnvoll. Durch das wöchentliche Abhalten des Klassenrates können Probleme schnell angesprochen werden und geraten nicht in Vergessenheit oder werden verheimlicht. Ich finde das Verhalten der Klassenlehrerin in diesem Szenario sehr vorbildlich. Die Lehrerin verließ sich nicht nur auf eine Schilderung des Problems sondern fragte sämtliche SuS. So hatten auch die SuS die Möglichkeit ihre Sichtweise zu erläutern. Auch das Auslassen einer Strafe, die eventuell nicht nur die für das Problem verantwortlichen SuS bestraft hätte, ist meiner Meinung nach eine sinnvolle Handlung. So kam es zu keiner unfairen Handlung gegenüber der anderen SuS und das Klassenverhältnis wurde nicht negativ beeinflusst.
    Die SuS über ihre Verantwortung in der Klasse nachdenken zu lassen um ihre Handlungen bei einem weiteren Problemauftritt positiv zu verändern ist meiner Meinung nach eine tolle Idee.

    Liebe Grüße
    Ella

  33. Hallo Friederike,

    danke für deinen Beitrag. Die Frage, ob Strafen sinnvoll sind, ist nicht leicht zu beantworten. Meiner Meinung nach ist das Situationsbedingt. Es gibt Situationen, bei denen es sicher angebracht ist, auch mal eine Sanktion anzuhängen. Dabei sollte es aber in erster Linie darum gehen, dass die SuS verstehen, was sie falsch gemacht haben. Denn die Aufgabe einer Lehrkraft, außer der Lehrstoffübermittlung, ist auch die Übermittlung von gesellschaftlichen Werten und der soziale Umgang mit den Mitmenschen. Dabei helfen z.B. ruhige Gespräche mit den SuS, wie es die Lehrkraft in der von dir beschriebenen Situation gemacht hat. Dazu ist das System vom Klassenrat ideal. So haben die SuS und die Lehrkraft die Möglichkeit, über bestimmte Probleme zu sprechen.

    Liebe Grüße
    Eren Sarikaya

  34. Liebe Friederike,
    vielen Dank für deinen Blogbeitrag. In meiner Grundschulzeit an einer Ganztagsschule hatte ich auch jede Woche regelmäßige Klassenräte, in denen wir, wie du oben schon genannt hast, über verschiedenste Themen (die unsere Klasse betrafen) gesprochen haben. Ich finde es sehr gut, dass die Lehrerin, anstatt die Klasse für das Verhalten zu bestrafen, sich mit den SuS hingesetzt hat und jeder Schüler zunächst einmal überlegen und entscheiden sollte, welche Verantwortungen sie jeweils in der Klasse übernehmen. Der Klassenrat stellt dabei eine gute Möglichkeit dar, Probleme innerhalb der Klasse zu besprechen und sollte somit meiner Meinung nach Bestandteil des Unterrichst der Schule sein.

    Liebe Grüße
    Hümeyra

  35. Hallo Friederike,

    Danke für deinen Text. Es ist toll zu lesen wie die Lehrerin die Schüler als gleichwertigen Partner sieht und mit ihnen das Verhaltne verhandelt. ich habe das Gefühl, dass die Schüler so sehr gut begreifen was verandtwortung bedeutet. Auf Augenhöhe eine Disskusion zu führen, ist wahrscheinlich eine gute Methode um den SuS zu vermitteln was Verantwortung für einen selbst und in der Gemeinschaft bedeutet zusätzlich wird Verantwortung hier nicht negativ verküpft zum Beispiel durch Strafen, die selbiges nicht reflektieren.

  36. Liebe Friederike,

    die Anschaffung eines Klassenrats hat sich hier als sehr sinnvoll gezeigt. Es ist wichtig, dass die Schülerschaft ihre Anliegen teilen können und somit Probleme und Unklarheiten beseitigt werden können. Es ist schön zu sehen, dass die Lehrerin nicht nur Sanktionen verhängt, sondern diesen Vorfall auch mit der Klasse bespricht. Sie erklärt den SuS wie sie sich hätten verhalten sollen und das es michtig ist in einer Klassengemeinschaft aufeinander zu achten und aufzupassen. Ich finde ihr Vorgehen sehr gut, denn wie sollen die Kinder allein aus Sanktionen lernen, wenn ihnen nicht gesagt wird was sie falsch gemacht haben und was sie stattdessen hätten tun können. Danke, dass du diese Erfahrung mit uns geteilt hast.

    Lieben Grüße
    Alina

  37. Hallo Friederike,
    wirklich spannend! Ich finde es super, dass die Lehrkraft so fortschrittlich (in meinen Augen) handelt und die SUS vielleicht mehr zum Nachdenken anregt, als mit einer sinnlosen Strafe…Ich denke Bestrafungen sind insofern sinnvoll, dass die SuS daraus Erkenntnisse ziehen und sich bewusst werden was sie falsch gemacht haben. Und genau das tat die Lehrkraft ja.
    Danke dir für das Teilen der Erfahrung.

  38. Friederike, mir gefallen deine Folgerungen so gut! Das hast du echt richtig gut in Worte gefasst. Besonders gut fand ich „dass Strafen nicht unbedingt eine Lösung für jedes Problem sind. Vielmehr ist es sinnvoll, mit den SuS ins Gespräch zu kommen.“ und „Durch ein Gespräch über mögliche Konsequenzen mit den SuS entsteht Transparenz über die Entscheidungen der Lehrkraft und die SuS lernen bewusst, in Situationen über mögliche Konsequenzen nachzudenken.“ Es stimmt außerdem, dass es nicht die Aktion eines/r Schülers oder Schülerin war, die gezielt gestraft werden sollte, sondern ein unglücklicher Zufall aus der Summe der Aktionen mehrerer SuS. Die SuS nachdenken zu lassen, ihnen vor Augen zu führen, was Aktionen wie diese zur Konsequenz haben könnten, lässt sie hoffentlich die Situation bereuen und regt sie dazu an, sie zukünftig vorher gemeinschaftlich zu unterbinden. Und anstatt sich über die Lehrkraft zu ärgern oder vielleicht die Schuld auf bestimmte Personen zu schieben, sehen sie die Verantwortung des Kollektivs. Somit ist aus einer negativen Situation eine konstruktive entstanden.

  39. Liebe Friederike,
    vielen Dank für den interessanten Blog.
    Ich finde, dass was die Klassenlehrerin gemacht hat sehr produktiv. Die Klassenlehrerin hat den Vorfall sehr gut aufgegriffen und anstelle einer Strafe die SuS ihre Verantwortung in der Klasse bewusst gemacht.
    Meiner Meinung nach sind Strafen in Schulen nicht sinnvoll. In dem Fall würde eine Strafe das Klassenklima belasten und die Sus aufeinander hetzen. Jedoch gibt es in Einzelfällen und bei sehr schweren Verstöße Maßnahmen die eingeführt werden müssen, damit der Schüler/ die Schülerinnen aus ihren Fehlern lernt.
    Der Klassenrat ist eine sehr wichtige Angelegenheit in einem guten Klassenmanagement und in dem Beispiel hat man gesehen wie viel daraus machen kann. Der Klassenrat stellt eine Möglichkeit dar Probleme zu lösen und Anliegen in der Klasse zu behandeln.

  40. Liebe Friederike,

    Danke für deinen Blogbeitrag! Ich finde die Idee eines Klassenrats sehr hilfreich, um Probleme so früh wie möglich aus der Welt zu schaffen. Ich teile auch deine Meinung dazu, dass es nicht gerade förderlich für eine Klasse ist, wenn Einzelne oder gar SuS die nicht an der Situation beteiligt waren bestraft werden.
    Ich finde die Lehrkraft ist gut mit der Situation umgegangen. Meiner Meinung nach sind Strafen nicht immer sinnvoll und wenn, dann sollten gewisse Strafen vorher mit allen abgesprochen sein, so dass sich jeder schon zu Beginn über die Konsequenzen im Klaren ist und somit präventive Maßnahmen entstehen.

    Liebe Grüße

    Dominique

  41. Liebe Friederike,

    meiner Meinung nach zeigt die Situation, die du in deinem Beitrag schilderst, dass ein Gespräch mit den Schülern die beste Lösung für Konflikte ist. Denn so machen sich die Schüler auch wirklich Gedanken über ihr Verhalten bzw. das Geschehen und lernen dabei etwas. Viel sinnvoller als eine Strafe ist es, im Anschluss an die Stunde mit den jeweiligen Schülern ein kurzes Gespräch zu führen bei dem man über die Situation spricht. Außerdem haben Strafen den Effekt, dass Schüler keine Motivation mehr haben sich am Unterricht zu beteiligen.

    Schöne Grüße
    Anastasia

  42. Liebe Friederike,
    die Maßnahme die die Lehrerin hier anwendete, um den Schülern ihren Fehler näher zu bringen, ist sehr pädagogisch und sehr bedacht. Tatsächlich hilft es meiner Meinung nach immer mehr, wenn SuS eine Aufgabe erteilt bekommen, die sie über ihre Fehler nachdenken lassen. Und nicht nur das Abschreiben des Satzes „Ich habe das und jenes falsch gemacht“ sondern auch wirklich eine pädagogische Fragestellung, die die SuS dazu ermutigen sich über ihre Rolle in einer Klassengemeinschaft bzw. Gemeinschaft generell Gedanken zu machen.
    Und ja, meiner Meinung nach hat die Schule bzw. die Lehrkraft nicht nur die Aufgabe der WIssensvermittlung, sondern indirekt auch eine Erziehende Aufgabe. Die Schult gilt ja sowohl als Bildungs-, als auch als soziale Institution. Da die SuS neben dem Zuhause die meiste Zeit in der Schule sind, lernen sie vor allem da moralische, ethische und gesellschaftliche Normen. Eben zum Beispiel wie man mit seinen eigenen Fehlern umgeht und reflektiert.

  43. Liebe Friederike,
    vielen Dank für deine Schilderung dieser interessanten Situation!
    Ich finde, dass die Lehrkraft diese Situation sehr gut und sinnvoll gelöst hat. Hierbei wird deutlich, dass Sanktionen nicht immer nötig sind und es für manche Situationen andere produktive Möglichkeiten gibt.
    Es ist sinnvoller den Kinder eine Aufgabe zu erteilen, wo sie über ihr Handeln nachdenken müssen und sich selbst hinterfragen müssen, weshalb sie in der Situation so gehandelt haben als sie einfach zu bestrafen. Mit diesem Vorgehen wird nicht bloß eine Person bestraft sonder alle müssen ihre Handlungsweise überdenken.
    Mir hat deine Beitrag sehr gefallen!

    Viele Grüße
    Pauline

  44. Hallo Friederike,
    Ich fand dein Betraig über Selbstverantwortung sehr relevant.
    Vor dem Proseminar über Pädagogisches Handeln hätte ich nie erraten, dass SuS an der Umsetzung der Klassenregeln tailhaben sollen.
    Für mich dieses Konzept ist noch neu und vielleicht ist meine Perspektive zu konservativ, aber ich glaube es gibt Grenzen.
    Es ist naütrlich wichtig die SuS Zeit zu lassen, sodass sie über ihre Aktionen und die Konzequenzen dafür nachdenken können. Dennoch bin ich der Meinung, dass in diesem Fall die SuS bestrafft werden sollten. Besonders, weil ein S verletzt war und ich würde vor allem vermeiden möchten, dass das wieder passiert.
    Ich glaube es hilft, wenn die SuS ihre Strafe selbst auswählen. Dann werden sie nicht denken, dass die Lehrkfart ihnen unfair behandelt hat.
    MfG

    Maria Birch Moreno

  45. Hallo Friederike,

    Ich finde das Konzept mit dem Klassenrat wirklich toll und es wirklich lobenswert, dass in der Schule Zeit genutzt wird um sich mit anderen Themen als der reinen Lehrstoffvermittlung, wie du es in einer deiner Anschlussfragen formulierst, zu beschäftigen. SchülerInnen den Raum zu geben, Probleme oder Bedürfnisse anzusprechen halte ich für sehr sinnvoll und wichtig, stärkt den Klassenzusammenhalt und das Arbeitsbündnis. Der Umgang der Lehrkraft mit dem Vorfall sehe ich als sehr positiv. Dadurch, dass sie den SuS die Möglichkeit gibt über ihr Verhalten selbst zu reflektieren und mit der Aufgabe „Was ist meine Verantwortung in der Klasse?“, stärkt sie das Gefühl der Eigenverantwortung, Verantwortung füreinander und die Kompetenz zur Selbstregulation. Danke für den interessanten Beitrag, ein gutes Vorbild wie man Probleme mit Schülern besprechen und bearbeiten kann!

    Viele Grüße
    Johanna

  46. Hallo Friederike,
    vielen Dank für deinen Beitrag! Ich finde das Konzept eines Klassenrates wirklich interessant und wichtig. Dadurch entsteht ein Raum, in dem sich die Klasse mit der Lehrperson gezielt um Probleme kümmern kann, ohne andere Sachen im Hinterkopf haben zu müssen, wie die voranschreitende Zeit des Unterrichts oder ähnliches. Des weiteren finde ich die Art und Weise wie die Lehrperson mit der Lösung des Problems umgegangen ist sehr gut und richtig. Es gibt den Schüler*innen die Möglichkeit über ihre Probleme nachzudenken und selber Verantwortung zu tragen. Es zeigt, dass nicht immer zwingend ein einziger Schuldiger gefunden werden muss.
    Liebe Grüße,
    Amelie

  47. Liebe Friederike,

    vielen Dank für deinen interessanten Beitrag! Die Idee eines regelmäßig stattfindenen Dialogs, in dem auch die SuS ihre Anliegen vorbringen können, finde ich sehr gut. Anstelle einer Belehrung „von oben herab“ über das Fehlverhalten einiger SuS sind es in diesem Fall die SuS selbst, die sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen. Die geforderten Konsequenzen der Klasse – länger in der Schule bleiben zu müssen oder den nächsten Ausflug ausfallen zu lassen – fand ich sehr überraschend, es zeigt aber wie sehr sich die SuS doch ihrer Verantwortung bewusst sind.
    Deine Folgerungen daraus finde ich sehr überzeugend und gut, vielen Dank!

    Liebe Grüße
    Christopher

  48. Vielen Dank für das Berichten einer sehr interessanten Situation. Ich finde die Herangehensweise der Lehrerin sehr gut. Es ist beeindruckend, wie sie die SuS dazu bringt, in Ruhe zu reflektieren. Reflektieren, bewusst werden ist meiner Meinung nach viel wertvoller als Strafen. Sie hat es geschafft, den SuS Zeit und Raum zu geben, um zu reflektieren und eigentlich das hervorheben, was sie schon denken, und durch Fragen an neue Schlüsse zu kommen. Die Diskussion über Konsequenzen war (würde ich denken) ein ungewohnter Umgang mit dem Thema (i. d. R. wird man nicht gefragt, welche Strafe man bekommen sollte): Konsequenzen nicht als Eskalation, höchster Punkt im Verlauf einer Situation und letztendlich zentraler Fokus zu erleben, sondern als zwischenschrittliches Thema einer offenen Diskussion, die dann in was wesentlicheres mündet, finde ich ganz gut. Ich wünsche mir, dass mir im Beruf solchen Herangehensweisen auch einfallen! Vielen Dank nochmal!

  49. Liebe Friederike,

    deine Beobachtung fand ich sehr aufschlussreich. Ich bin beeindruckt, dass die Lehrkraft durch diese Art auf die Verantwortung der einzelnen SuS aufmerksam gemacht hat und sich die SuS dabei dieser Verantwortung selbst bewusst werden konnten. Ich denke ebenfalls, dass dadurch das Klassenklima gestärkt werden konnte und dass es anders verlaufen wäre, wenn die Lehrkraft die SuS angemeckert und bestraft hätte.

  50. Hallo Friederike,
    danke für das Vorstellen dieser von dir beobachteten Situation.
    Ich finde das Handeln der Lehrkraft sehr gut. Jeder hatte die Chance seine Sicht der vorgefallenen Situation zu schildern und die Klasse konnte sich vorerst selbst überlegen was die Konsequenz sein könnte. Diese waren sehr typisch, Konsequenzen die jeder SuS kennt. Aber aus diesen bekannten Konsequenzen lernen die SuS nicht unbedingt etwas.
    Genau dies finde ich an der Konsequenz der Lehrkraft toll. Jeder SuS musste sich aktiv damit beschäftigen wofür er verantwortlich ist und konnte so eventuell seine neu gewonnenen Erkenntnisse nutzen.

  51. Liebe Friedericke,
    danke für diesen Einblick, er macht deutlich wie wichtig die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrkräften ist. Ich persönlich finde dieses Beispiel besonders beeindruckend, da die Lehrkraft richtig und vorbildlich gehandelt hat. Auch die Lösung, die Situation anhand des verantwortungsvollen Textes zu lösen, ist an dieser Stelle perfekt angebracht. Ich denke das die Schüler trotz milderer Konsequenz aus diesem Fall gelernt haben und sich beim nächsten mal anders verhalten werden.

    Liebe Grüße Rokia

  52. Ein gelungenes Beispiel für partizipatives Arbeiten. Auf Augenhöhe SuS in gleichverantwortlicher Rolle für das Gesamtwohl der Klassengemeinschaft anzusprechen, ins Gespräch über die entstandene Problematik zu gehen. Auch der Versuch eine Konsequenz, die Bezug zum gegenständlichen Problem ersichtlich macht, war gegeben. Pädagogisch ein positiv Beispiel!

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