Job Shadowing Kirgisistan

Judith Appel, American University of Central Asia – Mai 2026

Gemeinsam mit einer Teamkollegin hatte ich im Mai 2026 die Gelegenheit, eine Woche für eine Hospitation im Team der Psychologischen Beratung der American University of Central Asia (AUCA) nach Bishkek, Kirgisistan, zu reisen.
Das Team der Psychologischen Beratung der AUCA hat uns sehr herzlich empfangen und den Einblick in die psychologisch-psychotherapeutische Beratungsarbeit der Kolleginnen vor Ort war bereichernd: dort, wo wir gemeinsam Unterschiede entdeckt haben, aber auch dort, wo wir eine gemeinsame „Fachkultur“ teilen, die in beiden Ländern ähnlich ist.
Bishkek ist eine für seine Größe angenehm ruhige, sehr grüne Stadt. Die Umgebung war angenehm zu bereisen, so dass wir neben unseren Besuchen an der AUCA auch einige Eindrücke der beeindruckenden Natur Kirgisistans bekommen konnten. Die Reise war eine sehr schöne und eindrückliche Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin. Ich möchte alle Kolleg:innen nur ermutigen, sich ebenfalls um eine Hospitation an einer Hochschule im Ausland zu bemühen.

Trainingsaufenthalt in Kanada

Stefan Petri, University of British Columbia – Mai 2026

Mein Austausch führte mich im Mai 2026 an die University of British Columbia (UBC) in Vancoucer, eine Universität mit einem weltweit sehr guten Ruf bezüglich ihrer Services für studentisches Gesundheitsmanagement. Das Angebot und die Einrichtungen waren in der Tat beeindruckend, allerdings sind die Bedingungen des kanadischen Gesundheitssystems schwer mit dem Deutschen System vergleichbar. An der UBC bekommen die Studierenden neben einer sehr guten und umfangreichen psychologischen Beratung auch eine medizinische Versorgung mit Untersuchungen, Impfungen etc. Ein wichtiges Thema ist auch die Informationen zu sexuell übertragbaren Krankheiten und eine Unterstützung bzw. deren Behandlung. Das neue Gateway Global Health Building enthält dementsprechend viele krankenhausähnliche Anlagen und Untersuchungsräume (alle auf dem neusten Stand). Es ist an die School of Kinesiology (Sport- und Bewegungswissenschaft, Physiotherapie) angegliedert, also mit in Studium und Lehre verknüpft. Ein präventiver Ansatz ist insgesamt handlungsleitend.
Ebenso beeindruckend war für mich die Unterstützung von internationalen Studierenden, die neben den oben genannten Services und einer sehr engmaschigen Beratung und Betreuung z.B. auch einen extern eingekauften 24/7-Telefon-Service haben. Da die internationalen Studierenden fast ausschließlich auf dem Campus untergebracht sind, gibt es diese Unterstützung auch vor Ort in den Housing-Gebäuden (studentische Peers werden für Abend- und Wochenenddienste bezahlt).

Trotz der Schwierigkeit des Vergleichs habe ich einige interessante Anregungen mitgenommen, die sich vielleicht auch an der FU Berlin umsetzen lassen (was, wird noch nicht verraten).
Nicht verschweigen möchte ich natürlich, dass die UBC einen der schönsten Campus hat, die ich je gesehen habe. Beeindruckend war hier besonders der angegliederte Botanische Garten, das Museum for Anthropology und ein direkter Zugang zum Pacific-Strand (mit Seelöwen). Und Achtung: nicht umsonst wird auf dem Campus vor Skateboard-fahrenden Studierenden (und vielleicht auch Dozierenden) gewarnt.

Sprachkurs auf Malta

Svantje Hartmann-Rolke, Sprachcaffe Languages Plus Sprachschule – Mai 2026

Anfang Mai konnte ich mit Erasmus+ einen Englischkurs auf Malta besuchen. Die Sprachschule befand sich in Pembroke, nördlich von Valetta, in einem historischen Gebäude, in dem man auch übernachten konnte. Wir „Schüler“ wurden vorab durch einen Online-Test in die passenden Kurse eingeteilt. Der Unterricht ging von 9:00-14:30 Uhr mit kurzen Pausen und das Niveau des Unterrichts passte gut zum Wissenstand der Gruppe. Allerdings war die Qualität des Unterrichts stark von der Persönlichkeit der Lehrerinnen und Lehrer abhängig, die häufig wechselten.
Unser Nachmittag war angefüllt mit einem abwechslungsreichen Kulturprogramm bei bestem Frühlingswetter, in dem wir uns die Altstadt von Valetta erwanderten, das prähistorische Hypogäum besuchten und einen Ausflug nach Mdina unternahmen.

Man kann sich überall auf Englisch verständigen und wir fühlen uns jederzeit sicher, auch wenn wir am späten Abend allein unterwegs waren. Wir hatten eine sehr schöne, ereignisreiche Woche und ich kann Malta als Bildungsreiseziel aus vollem Herzen empfehlen.

Trainingsaufenthalt in Irland

Wendy Stollberg, University College Dublin – April/Mai 2026

Unser Aufenthalt Ende April 2026 war für mich in vielerlei Hinsicht eine bereichernde Erfahrung. Wir hatten nicht nur das Glück, eine für Irland zu dieser Jahreszeit ungewöhnliche „Heat Wave“ mit Temperaturen von bis zu 18 Grad Celsius zu erleben und Dublin dadurch bei trockenem und vergleichsweise warmem Wetter kennenzulernen. Besonders wertvoll waren auch die zahlreichen interessanten und aufschlussreichen Gespräche mit verantwortlichen Personen an der UCD, durch die wir vielfältige Einblicke in das Arbeiten und Studieren an der Hochschule gewinnen konnten.
Eine zentrale Erkenntnis war, dass an der UCD förderliche Studienbedingungen und das Wohlergehen der Studierenden höchste Priorität genießen. Ebenso deutlich wurde, dass es dafür die bewusste Haltung und den klaren Willen der Hochschule braucht, entsprechende Ressourcen bereitzustellen. Die Beratungs- und Beschwerdestrukturen im Umgang mit Meldungen zu sexualisierter Belästigung, Diskriminierung und Gewalt sind verantwortungsvoll und durchdacht gestaltet und liefern wertvolle Impulse für unsere eigene Arbeit.

Tägliche Gespräche mit mindestens einer Gesprächspartnerin, gemeinsame Abendessen mit weiteren interessanten Kolleg*innen der UCD, eine Campusführung, viele intensive Gespräche mit meiner Reisepartnerin und Kollegin sowie natürlich Unternehmungen in der Hauptstadt Dublin – all as ergab die perfekte Mischung für einen rundum gelungenen Aufenthalt.