Petra Salomon, Universität von Kairo – Ägypten Februar 2025

Während meines fünftägigen Aufenthalts an der Universität von Kairo habe ich einen riesigen Campus und zahlreiche Frauen auf unterschiedlichen Karrierestufen kennengelernt. Wer glaubt, die FU Berlin sei groß, der staunt, wenn er an die Universität von Kairo mit ihren mehr als 200.000 Studierenden kommt. Auf dem streng gesicherten Campus befinden sich zahlreiche teils prächtige Gebäude für die einzelnen Fakultäten, sowie Repräsentationsgebäude, Wohnheime, Sportgelände und natürlich die Bibliothek.
Da ich mit einem Kollegen dort war, haben wir viele verschiedene Formate kennengelernt. Nachdem ich zunächst wie geplant die Gespräche über die Gleichstellungsarbeit geführt habe, musste ich feststellen, dass dieses Thema an den Geisteswissenschaften, aber auch an den meisten anderen Fakultäten keine so große Rolle spielt, weil alle Schlüsselpostionen von Frauen besetzt sind. In der Germanistik gibt es beispielsweise ausschließlich Professorinnen.
Durch den streng gesicherten Campus hat auch Belästigungen keinen großen Stellenwert. Allerdings gibt es eine niederschwellig gut erreichbare
Beschwerdestelle, wenn es doch zu entsprechenden Vorkommnissen kommen sollte.
Sehr großes Interesse bestand von allen Seite am Austausch zum Thema KI im akademischen Kontext. Mein Kollege Christian Ludwig hat dazu eine hochrangig besetzte zunächst sehr skeptische Gesprächsrunde moderiert, die aller Interesse geweckt hat und in der Bitte mündete, im Herbst dazu eine Winterschule anzubieten.
Nicht unerwähnt darf ich die unendliche Gastfreundschaft aller, denen wir begegnet sind, lassen. Es gab immer Tee oder andere Getränke für uns, man passte auf,das wir in der extrem trockenen Wüstenluft genug zu uns nahmen, wir wurden zum Essen eingeladen und mit vielen guten Tipps, wie Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder Guides für die Führung zu den Pyramiden, u.a. ausgestattet.

Neben dem akademischen Austausch konnte ich in das reiche kulturelle Angebot der Stadt und Umgebung eintauchen. Die Pyramiden, die noch viel größer sind, als man erwartet, die Wüstenatmosphäre, das gerade neu eröffnete große National Museum haben mich sehr begeistert. Bei allem Trubel und Verkehr habe ich mich in Kairo sehr sicher und wohl gefühlt.






