Trainingsaufenthalt in Yerevan, Armenien

Johanna Klapprott-Lubig + Elisabeth Wentker, American University of Armenia, Armenien – April 2025

Gemeinsam mit meiner Kollegin aus der ZE Studienberatung und Psychologische Beratung besuchte ich Anfang April 2025 die American University of Armenia in Yerevan. Wir durften dort u.a. die Arbeit der psych. Berater*innen vor Ort kennen lernen, die in Armenien einmalig ist. Es war spannend, Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in der Tätigkeit als Psychologin festzustellen, immer wieder sprachen wir auch über die gesellschaftliche Perspektive auf psych. Erkrankungen und bestehende Stigmata. Wir durften die Arbeit des gesamten Student Affairs Teams kennen lernen, sowie weitere Institutionen innerhalb der Universität wie Student Admissions oder die Bibliothek. Auch ein Austausch über Unterschiede in den Gesundheitssystemen und Veränderungen in Bezug auf Stigmatisierungen von psych. Erkrankungen mit der Studiendekanin des Studiengangs Public Health erlebte ich als überaus gewinnbringend. Im persönlichen Kontakt mit Studierenden konnten wir außerdem einen Einblick in das Studierendenleben vor Ort in Yerevan gewinnen und neben allen Unterschieden auch Parallelen zu unseren Beratungstätigkeiten an der Freien Universität Berlin feststellen.

Mein Verständnis für die geopolitische Lage und Geschichte Armeniens konnte während der Besuche versch. Museen und Gedenkstätten deutlich erhöht werden. Ich durfte Yerevan als pulsierende und aufregende Stadt und die Menschen dort als überaus gastfreundlich, hilfsbereit und offen erleben und bin sehr dankbar für die Möglichkeit dieses Austausches.

 

Trainingsaufenthalt in Taipei, Taiwan

Dominik Weihrauch, National Chengchi University, Taiwan – März 2025

Die NCCU liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums von Taipei im Bezirk Muzha, in dem sich auch der Taipeier Zoo und auf den Hügeln in der Nähe ein bekanntes Teeanbaugebiet befindet. Wohnen auf dem Campus wird vom International Office gerne angeboten, mit dem der Kontakt vor und während des Aufenthalts reibungslos ablief. Unter anderem gab es gleich am Tag der Ankunft eine persönliche Tour über den Campus, die einem einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Institute und die Lage der Bibliotheken etc. verschaffen konnte. Kurz vor Beginn des Aufenthalts gab es im Chinese Language Center, dem Hauptinstitut für den Trainingsaufenthalt, allerdings einen Wechsel der Leitung, wobei es die neuen Leitung nicht allzu willkommen hieß, je nach Bedarf unterschiedlichste Lehrveranstaltungen zu besuchen. Der Kontakt zu Chinesischdozentinnen und Studenten vor Ort war daher nur eher eingeschränkt möglich und nicht so umfangreich wie vorab geplant und mit dem ehemaligen Leiter eigentlich abgesprochen. Dennoch ist dieses Programm der Europäischen Union als solches eine tolle Gelegenheit mit Instituten und Personen verschiedenster Länder in Kontakt zu treten, sich auszutauschen und den eigenen Horizont zu erweitern, sei es in sprachlicher, kultureller oder fachlicher Hinsicht.

Trainingsaufenthalt in Kairo, Ägypten

Petra Salomon, Universität von Kairo – Ägypten Februar 2025

Während meines fünftägigen Aufenthalts an der Universität von Kairo habe ich einen riesigen Campus und zahlreiche Frauen auf unterschiedlichen Karrierestufen kennengelernt. Wer glaubt, die FU Berlin sei groß, der staunt, wenn er an die Universität von Kairo mit ihren mehr als 200.000 Studierenden kommt. Auf dem streng gesicherten Campus befinden sich zahlreiche teils prächtige Gebäude für die einzelnen Fakultäten, sowie Repräsentationsgebäude, Wohnheime, Sportgelände und natürlich die Bibliothek.
Da ich mit einem Kollegen dort war, haben wir viele verschiedene Formate kennengelernt. Nachdem ich zunächst wie geplant die Gespräche über die Gleichstellungsarbeit geführt habe, musste ich feststellen, dass dieses Thema an den Geisteswissenschaften, aber auch an den meisten anderen Fakultäten keine so große Rolle spielt, weil alle Schlüsselpostionen von Frauen besetzt sind. In der Germanistik gibt es beispielsweise ausschließlich Professorinnen.
Durch den streng gesicherten Campus hat auch Belästigungen keinen großen Stellenwert. Allerdings gibt es eine niederschwellig gut erreichbare

Beschwerdestelle, wenn es doch zu entsprechenden Vorkommnissen kommen sollte.
Sehr großes Interesse bestand von allen Seite am Austausch zum Thema KI im akademischen Kontext. Mein Kollege Christian Ludwig hat dazu eine hochrangig besetzte zunächst sehr skeptische Gesprächsrunde moderiert, die aller Interesse geweckt hat und in der Bitte mündete, im Herbst dazu eine Winterschule anzubieten.
Nicht unerwähnt darf ich die unendliche Gastfreundschaft aller, denen wir begegnet sind, lassen. Es gab immer Tee oder andere Getränke für uns, man passte auf,das wir in der extrem trockenen Wüstenluft genug zu uns nahmen, wir wurden zum Essen eingeladen und mit vielen guten Tipps, wie Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder Guides für die Führung zu den Pyramiden, u.a. ausgestattet.

Neben dem akademischen Austausch konnte ich in das reiche kulturelle Angebot der Stadt und Umgebung eintauchen. Die Pyramiden, die noch viel größer sind, als man erwartet, die Wüstenatmosphäre, das gerade neu eröffnete große National Museum haben mich sehr begeistert. Bei allem Trubel und Verkehr habe ich mich in Kairo sehr sicher und wohl gefühlt.

Auslandsaufenthalt in China

Peking Universität, China – September 2024

Ich habe über das Erasmus+ weltweit Programm für Verwaltungsangestellte ein Job Shadowing an der Peking Universität, kurz Beida, gemacht. Mein Kontakt vom ICQM (International Center for Quantum Materials) an der Beida war so freundlich mich einzuladen.


Das Abenteuer beginnt schon vor der eigentlichen Reise. Bei der Visumsbeantragung, der Rücksprache mit diversen Kontakten an der FUB und im Gastgeberland, lerne ich, die Situation der von mir betreuten Gastwissenschaftler aus dem Ausland nachzuvollziehen.
Ich kann China als Land voller spannender Eindrücke nur empfehlen. Peking hat neben den vielen Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Höhepunkten auch eine hohe Anzahl an Universitäten zu bieten (54). Die Beida gehört zu den renommiertesten Universitäten der Volksrepublik China. Sie liegt im Nordwesten von Peking, im Stadtbezirk Haidian, in der Nähe des Alten Sommerpalastes und hat einen beeindruckenden Campus. Die Tour des Campus war toll und der Austausch mit den Angestellten und Wissenschaftlern herzlich und offen. Ebenso spannend war der Besuch der Beihang University (ehemals Beijing University of Aeronautics and Astronautics), die ebenso im Haidian-Bezirk liegt. Neben einer Führung des Campus, der Verwaltung und der Labore der School of Integrated Circuit Science and Engineering, gab es auch eine Besichtigung des „Beijing Air and Space Museum“, welches zur Uni gehört. Abends kann man die Tage in Haidan gut im „Center of the Universe“ ausklingen lassen. So nennen die Pekinger die Kreuzung Wudaokou, welche zwischen diversen Universitäten liegt und eine hohe Anzahl an Bars und Restaurants aufweist. An die spannende Erasmus+-Woche in Peking, hatte ich zwei weitere Wochen Urlaub angeknüpft und nach Peking auch Nanjing und Qingdao besucht.

Trainingsaufenthalt in Cairo, Ägypten

American University in Cairo, Ägypten- Mai 2024

Im Mai 2024 hatten meine Kollegin und ich die Gelegenheit, die Kolleginnen der psychologischen Beratungsstelle (Center for Student Well-Being) der American University in Cairo kennenzulernen und einen Einblick in ihre Arbeit zu bekommen. Wir wurden sehr herzlich empfangen und hatten die Gelegenheit, an Fallbesprechungen teilzunehmen und viele Einzelgespräche mit Kolleginnen zu führen. Es gab großes Interesse, gemeinsam Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Beratungspraxis und den Umgebungsbedingungen (gesellschaftlich und universitär) zu erörtern. Viel Freude gemacht hat uns eine Einführung in die Sandspieltherapie mit Fallbeispielen durch eine Kollegin vor Ort.

Wir wurden auch außerhalb der Arbeitszeit umfänglich betreut und mit ins Ballett oder zu einem Spaziergang durch die Altstadt eingeladen und sind an einigen Abenden mit der leitenden Psychiaterin essen gegangen. Eine dringende Empfehlung an Kolleg*innen, die nach Kairo reisen, ist, sich zumindest für einige Zeit auch eine Unterkunft in der Innenstadt (Tahrirnähe) zu buchen, um das quirlige Straßenleben dort miterleben zu können, an kleinen Straßenständen zu essen oder einfach zu spazieren und sich umzusehen.

Campus

Für mehr Informationen zur American University in Cairo.

Trainingsaufenthalt in Vancouver, Kanada

University of British Columbia, Kanada – Mai 2024

Vom 13. – 17.05.2024 durfte ich einen Erasmus+ Aufenthalt an der University of British Columbia (UBC) in Vancouver, Kanada, absolvieren. Die UBC befindet sich auf dem Gebiet der xʷməθkʷəy̓əm (Musqueam) First Nation. Da ich in Kanada bereits gelebt habe und dadurch unbedingt Land und Leute erneut erleben wollte, fiel mir die Wahl für mein Reiseziel leicht. Außerdem ist die UBC ein strategischer Partner der FU.


In Vancouver und insbesondere auf dem UBC Campus habe ich mich direkt wohl gefühlt. Wer würde das auch nicht umgeben von Sonnenschein, Stränden, Bergen und unglaublich gut riechenden Pflanzen und Wäldern? In Berlin koordiniere ich das COIL (Collaborative Online International Learning) Projekt an der FU und konnte mich dazu an der UBC mit einigen Kolleginnen vernetzen, die ähnliche Projekte schon durchgeführt haben bzw. daran interessiert sind. Natürlich haben wir uns auch ganz allgemein über unsere Institutionen ausgetauscht und versucht herauszufinden, wie wir enger miteinander kooperieren können. Spannend war zu sehen, wie unterschiedlich unsere internationalen Abteilungen aufgebaut sind. Beim Vernetzungstreffen mit Vertreterinnen des DAAD, der DFG und der AvH-Stiftung sowie anderen Deutschland-Interessierten konnte ich zudem nette neue Kontakte knüpfen. Allgemein waren alle Menschen, die ich getroffen habe, äußerst zuvorkommend, wodurch ich meine Zeit in vollen Zügen genießen konnte.
Insgesamt war mein Aufenthalt eine sehr bereichernde Erfahrung und ich kann nur empfehlen, einen Staff Exchange auf die ein oder andere Art und Weise durchzuführen. Die neu gewonnenen Erkenntnisse und Inspirationen sind es allemal wert.

Für mehr Information zur University of British Columbia.

Trainingsaufenthalt in Salerno, Italien

Universität Salerno, Italien – Mai 2024

Kathedrale San Matteo

Ich bin wahrscheinlich die einzige Deutsche, die vor meinem Weiterbildungsaufenthalt an der University of Salerno noch nie in Italien war! Mir gefiel das veranstaltungsreiche Programm der angekündigten International Staff Training Week, das auch zahlreiche Beiträge und Aktivitäten seitens der Teilnehmenden forderte, sehr gut – die Lage an der Amalfi Küste erschien als sonniger Bonus. Bereits am ersten Morgen lernte ich viele internationale KollegInnen auf der Busfahrt zum Campus Fisciano kennen. Diskussionen, Kaffeepausen und Präsentationen sorgten für ausreichend Zeit zum Austausch.

Die gemeinsamen Mittagessen (um 15 Uhr) und Abendessen (um 21 Uhr) waren lebhaft und auch das kulturelle Programm (Salerno-Stadttour, archäologische Führung nach Paestum, Besuch eines Büffel-Milchbetriebs) sehr eindrucksvoll. Während des International Fair repräsentierten alle Teilnehmenden ihre jeweilige Institution und informierten italienische Studierende über Austausch- und Studienprogramme. Zudem fuhr ich an einem freien Nachmittag entlang der Küste nach Amalfi, Cetara und Vietri sul Mare, aß riesige Eis und lief abends noch die kilometerlange Lungomare Trieste entlang.

Barlotti Buffalo Dairy Farm

Das fünftägige Bildungsprogramm ermöglichte viele Kontakte zu engagierten KollegInnen, so dass die eingerichtete WhatsApp-Gruppe auch Wochen später noch aktiv ist. In Zeiten von globaler Aggression und menschlichem Egoismus machen wohlwollende internationale Zusammenkünfte Mut zu Zuversicht und Engagement. Mein Aufenthalt war inhaltlich bereichernd und beruflich motivierend: ich bin sehr dankbar, dass die Freie Universität Berlin internationale Erfahrungen ermutigt und wissenschaftsstützendes Personal fördert. A presto, bella Italia e grazie mille!

Für mehr Information zur Universität Salerno.

Staff Training in Helsinki, Finnland

Staff Training Days, Universität Helsinki, Finnland – Mai 2024

Der Dom von Helsinki

Im Mai 2024 hatte ich die Gelegenheit, an den International Staff Training Days an der Universität Helsinki teilzunehmen. Die Universität Helsinki ist wie die FU Mitglied in der europäischen Hohschulallianz Una Europa, daher hatte ich besonderes Interesse daran, bei diesem Partner einen Track mit dem Titel „Creating Impact with the power of networks“ zu besuchen – denn genau das ist mein Tagesgeschäft als Projektleiter von Una Europa an der FU. Dieses einschlägige Thema hat dann auch dazu geführt, dass 2 weitere Kolleginnen in meiner Position von den Partneruniversitäten in Una Europa zu Gast waren.

Die Bibliothek von der Universität Helsinki

Die Training Days waren sehr professionell, lehrreich und kurzweilig organisiert, die Veranstalterinnen konnten Helsinki in ganzer Pracht zeigen. Denn ungewöhnlicherweise war über die 5 Tage, die ich in Helsinki verbringen durfte, nicht eine Wolke am Himmel zu sehen – wörtlich und bildlich gesprochen. Mein Ziel, die Universität, meine Kolleg*innen am International Office vor Ort und die Stadt besser kennenzulernen, wurde vollends erfüllt. Für meine tägliche Arbeit habe ich zusätzliches Werkzeug mitgenommen, meine Schatzkiste mit interkulturellen Erfahrungen habe ich weiter füllen können. Und mein Hunger für die nächste Staff Training Week ist bereits jetzt geweckt.

Für mehr Informationen zur Universität Helsinki.