“ … flog der Schuh eines Schülers durch den Raum …“

Ein Beitrag von einer Lehramtsstudentin im 2. Semester

Der Mikroartikel stellt eine Situation in einer JüL-Klasse (jahrgangsübergreifendes Lernen: Erst- und Zweitklässler zusammen) im Mathematikunterricht dar. Ziel der beschriebenen Unterrichtsstunde ist das Durchführen von Mathespielen zur Sicherung des Wissens im jeweiligen Zahlenraum.
Zu Beginn dieser Mathestunde schoben die Lehrkraft, die Erzieherin und ich Tische und Stühle um, damit die Schülerinnen und Schüler (SuS) immer zu dritt an einem Platz sitzen konnten. Währenddessen wurden die SuS bereits unruhig oder unterhielten sich laut miteinander. Es sollten sich immer zwei Erstklässler zusammenfinden und sich noch einen Zweitklässler aussuchen. Der Zweitklässler sollte als Spielleiter fungieren und die beiden Erstklässler unterstützen. Dies barg schon die ersten Probleme. Manche wollten nicht miteinander arbeiten oder waren mit der Auswahl so überfordert, dass sie sich nicht entscheiden konnten. Als die Auswahl dann schließlich doch erfolgt war, setzten sie sich an die vorgesehenen Plätze und bekamen die Spielanleitungen, sowie einen Würfel. Sie sollten sich weiteres Material selbst raussuchen, wobei es durchaus geschah, dass sie falsche Dinge nahmen oder zu viele bzw. zu wenige.
Sie verstanden anscheinend die Anweisungen nicht oder hatten die Spielanleitungen nicht gelesen. Die Erstklässler konnten natürlich noch nicht alles lesen, das war klar. Die Zweitklässler hingegen, so dachte wahrscheinlich die Lehrerin, schon. Aber die meisten beachteten die Anweisungen gar nicht und machten dieselben Fehler wie die Erstklässler. Dann spielten sie die Spiele und wir gingen durch den Raum und halfen dort, wo es nötig war. Allerdings kam es vor, dass einige sich aufgrund des Spielergebnisses in die Haare bekamen und sich darum stritten, wer, wie oft geschummelt hatte, sodass letztendlich der Schuh eines Schülers durch den Raum flog.

Meine Einsichten

Nicht alles lief in dieser Stunde nach Plan. Wir hätten bereits vor der Stunde die Lernumgebung für die folgende Lernsituation aufbauen müssen, damit die SuS nicht unruhig werden konnten. Auch die Zuteilung in Gruppen hätte besser gestaltet werden können. Da die Kinder eindeutig noch nicht selbst entscheiden konnten, mit wem sie arbeiten wollen und dadurch kostbare Zeit verloren ging. Auch kam es durch die zufällige Wahl dazu, dass manche sich stritten. Dies hätte verhindert werden können, da bereits bekannt war, das gewisse Schüler zwar gerne miteinander spielten, dies allerdings oft in Streit und Tränen endete. Die Idee, dass der Zweitklässler die Führung übernimmt, ist grundlegend keine schlechte. Allerdings war zu erkennen, dass manche Erstklässler nicht auf ihre*n Mitschüler*in hören wollten oder das Zweitklässler noch nicht alle Kompetenzen, wie das Lesen der Anleitung, beherrschten. Sie schienen zu viel Freiraum zu haben, womit sie nicht umgehen konnten. Ein wenig mehr Unterstützung oder eine andere Planung dieser Gruppenarbeit wäre angebracht gewesen.

Meine Folgerungen

In meiner zukünftigen Rolle als Lehrerin werde ich darauf achten, Gruppenarbeiten im Voraus zu planen. Wenn die SuS eigenständig arbeiten sollen, müssen sie geeignetes Material dafür haben. Es ist richtig und wichtig, den SuS viel zuzutrauen, damit sie über sich hinauswachsen können. Andererseits darf man ihnen auch nicht zu viel zumuten. Bei SuS in diesem Alter scheint es schwer zu sein, einzuschätzen, was sie schon ohne Unterstützung können und was nicht. Allerdings müssen sie ja auch, abgesehen von der Schule, in ihrem Alltag zurechtkommen.

Meinen Anschlussfragen

  • Wie erkenne ich, wann die SuS bereit dafür sind, gewisse Anforderungen selbst zu bewältigen?
  • Wie kann ich Schritt für Schritt dafür sorgen, dass die SuS selbstständiger werden?

49 Gedanken zu „“ … flog der Schuh eines Schülers durch den Raum …““

  1. Danke für den tollen Beitrag,
    ich hätte anstelle der Lehrerin die Aufgabenstellung genau erklärt und die Gruppeneinteilung übernommen, da dies die Schüler anscheinend sehr überfordert hat und somit Unruhe in die Klasse gebracht hat. Ich denke Schüler die so jung sind (Erst- u. Zweitklässler) brauchen mehr Führung und darauf hätte die Lehrerin besser eingehen sollen. Wäre die Aufgabe nochmal erklärt worden, hätten alle Schüler sie verstanden und die Zweitklässler hätten den Erstklässlern helfen können ( so wie es ursprünglich gedacht war), so haben aber alle Fehler gemacht, was auch nicht Sinn der Sache war.

    1. Hallo Amelie,
      danke für den interessanten Beitrag. Die von dir beschriebene Situation hätte vermieden werden können, wenn die Lehrkraft zu Beginn organisierter gewesen wäre. Der Arbeitsauftrag hat die SuS scheinbar so sehr überfordert, dass die Stunde sehr unruhig verlaufen ist. Wenn die Lehrkraft genaue Vorschriften gemacht hätte und die SuS geleitet hätte, dann wäre wahrscheinlich genug Zeit geblieben um den Konflikt zu lösen.

      Liebe Grüße
      Selin

  2. Hallo, vielen Dank für deinen Beitrag!
    Ich kann auch aus eigener Erfahrung sagen, dass es vor allem jüngeren Kindern schwer fällt, sich selbstständig in Gruppen einzuteilen. Letztens wurde auch thematisiert, dass SuS garnicht unbedingt mit ihren Freunden/innen zusammen im Unterricht arbeiten wollen, da nicht unbedingt gegeben ist, dass diese auch gute Lern- bzw. Arbeitspartner sind… Vielleicht wäre es gut, einen Plan B vorrätig zu haben, wenn man austesten möchte, ob und inwieweit die SuS selbstständig agieren können. Bspw. hätte die Lehrkraft, sobald starke Unruhe eintrifft und die Aufforderung nicht umgesetzt werden kann, eingreifen können und die Einteilung übernehmen können. Dies hätte vermutlich bei einigen SuS Missmut ausgelöst, aber wenn klar kommuniziert wird, dass diese Konsequenz aufgrund mangelnder Selbstständigkeit der Allgemeinheit ausgeübt wurde, ist es möglich, dass sich die SuS erinnern und beim nächsten Mal eher darauf bedacht sind, sich selbstständig einzuteilen.

    LG,
    Amelie

  3. Hallo Amelie,
    vielen Dank für diesen Beitrag.
    Da sieht man einmal schön, dass man aus jeder Situation noch etwas lernen kann. Die LK wird bei der kommenden Gruppenarbeit wissen, dass sie diese vorab genauer planen und vorbereiten muss (vor allem, bei so jungen Kindern).
    Ich hätte ebenfalls bereits alles vorher aufgebaut, das passende Material zusammengesucht und die Gruppen eingeteilt. Man könnte dann gemeinsam für alle einmal die Aufgabe erklären, sodass jeder im Anschluss daran Fragen stellen kann, die ebenfalls jeder mitbekommt.
    Sollte es während des Arbeitens zu Unruhen kommen, könnte man eventuell einen Plan B zur Hand haben, bei welchem die SuS sonst alleine arbeiten.

  4. Vielen Dank für den Beitrag.
    Um auf deine Anschlussfragen einzugehen, würde ich als Lehrkraft, mich herantesten. Gerade in dem Alter kann man von außerhalb nicht genau sagen, welcher Schüler welche Kompetenzen schon wie weit ausgeprägt hat. Deshalb würde ich solch eine Form der Gruppenarbeit schon ein paar Wochen früher beginnen, in dem ich das Einteilen von Gruppen übe, danach aber den Arbeitsauftrag selbst bespreche. Genau so anders herum. Das Erkennen und Erläutern von Arbeitsaufträgen und Anleitungen gesondert von der Gruppeneinteilung üben. Somit kann ich die SuS gezielt darauf vorbereiten und weiß, wo die größten Probleme entstehen könnten. Die SuS sind dann nicht direkt überfordert mit dem vielen Freiraum, da sie die Art und Weise ja schon einmal kennengelernt haben und nebenbei werden sie auch noch Schritt für Schritt selbstständiger.

    Liebe Grüße Sandra

  5. Vielen lieben Dank für den Beitrag!

    Während des Lesen sind mir sofort Situationen aufgefallen, die wir bereits im letzten Semester besprochen haben. Eine gute Planung des Unterrichts, ist meiner Meinung nach, sehr relevant für die Umsetzung des Handlungsprogramms. Dadurch beugt man Unruhe, Unklarheiten (in der Klasse) und Meinungsverschiedenheiten unter den Lehrpersonen vor, etc. Des Weiteren spart man durch eine Gute Planung wertvolle Zeit. Diese Aspekte konnte ich in deinem Artikel sehr gut herauslesen. Die Zusammensetzung der Gruppen, sowie die Anordnung der Stühle und Tische hätte bereits vor dem Unterricht erfolgen können. Die Materialien hätte man ebenfalls austeilen können, sodass jeder die Richtigen erhält. Die Idee, wie man das Wissen festigen kann, finde ich sehr schön. Nur die Umsetzung war leider nicht optimal. Deswegen schließe ich mich deinen eigenen Einsichten und Schlussfolgerungen an. Dein Beispiel finde ich wirklich toll, denn es zeigt auf, wie viel Vorbereitung doch geschehen muss, damit der Unterricht möglichst Reibungslos verläuft (dass der Unterricht doch anders verläuft als geplant, passiert jedem Lehrer)

    Liebe Grüße,
    Alicia

  6. Vielen Dank für deinen tollen Beitrag.
    Die von dir beschriebene Situation habe ich als Schüler schon einige Male erlebt, dass von Lehrern geplante Gruppenarbeiten nicht so wie gewollt verlaufen sind. Wie du schon gesagt hast ist eine genaue und gründliche Vorbereitung das A und O aber man darf auch die notwendige Erfahrung, nicht nur als Lehrer sondern mit der Klasse nicht außer acht lassen. Es ist wirklich schwer einen Kompromiss zwischen zu viel Freiheit und zu viel Bestimmung durch die Lehrkraft zu finden. Allerdings darf man sich von einem Fehlschlag nicht entmutigen lassen. Nicht alles was man sich für den Unterricht vornimmt wird klappen aber daraus kann man dann lernen und es in Zukunft besser machen. Ich persönlich finde Gruppen Arbeit sehr wichtig und will es später auch immer wieder im Unterricht einbauen. Nochmals vielen Dank für deinen Beitrag.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Kevin Menden

  7. Hallo Amelie,
    Vielen Dank für deinen interessanten Beitrag.
    So was ist natürlich immer schwierig zu wissen wie weit Schüler tatsächlich sind. Besser wäre wohl gewesen vorher die Fähigkeiten der Kinder, in diesem Fall mit einer Leseübung (auch spielerisch), zu überprüfen um zu schauen ob die Zweitklässler in der Lage sind so gut zu lesen. Und es ist wichtig auch zu wissen ob die Kinder dann tatsächlich auch das Gelesene verstehen. Ich hätte die Gruppen vorher eingeteilt, denn so ist es einfacher für eine ruhige Atmosphäre zu sorgen. Aber ansonsten finde ich die Idee, die Kinder auch mal was selbstständig machen zu lassen sehr gut, doch hätte man hier vorher die Spielanleitung einmal gemeinsam mit den Kindern durchgehen sollen um Unklarheiten aus dem Weg zu gehen.

  8. Danke für den interessanten Beitrag.
    Ich kann Dir nur zustimmen und denke auch, dass alle Methoden mit Schüler*innen im Voraus tatsächlich geübt werden müssen, ehe man sie in einer Klasse erfolgreich umsetzen kann.
    Darüber hinaus denke ich, dass nicht alle Methoden in allen Klassen umgesetzt werden muss. Wahrscheinlich muss die Auswahl einer Methode daher individuell, der Schüler*innen entsprechend, ausgewählt werden.
    Ich finde es auch sehr interessant, dass Du geschrieben hast das einige Schüler*innen mit der „Freiheit“ bzw. Verantwortung, ein/n passende Partner*in zu finden, überfordert waren. Ich denke, dass es schwierig ist als Lehrkraft herauszufinden, wie viel Eigenverantwortung und Initiative Schüler*innen übernehmen können und wie sehr man selbst eingreifen bzw. lenken muss.

  9. Ein sehr interessanter Einblick!
    Dies ist glaube ich ein typisches Beispiel dafür, dass eine Lehrkraft eine Klasse nicht ganz richtig eingeschätzt hat. Ich denke das ist gerade bei neueren Klassen nicht wirklich vermeidbar, weil dann jede*r nach dem Trial and Error Verfahren gehen muss um herauszufinden, was für die Klasse passt. Außerdem illustriert dieses Beispiel wie du bereits gesagt hast, dass gute Unterrichtsvorbereitung – auch wenn es nur Gruppeneinteilung und Tische verschieben ist – unglaublich wichtig sind um die SuS durch die Stunde zu führen.

    Danke für diesen tollen Beitrag!

    Liebe Grüße, Chiara.

  10. Mein erster Gedanke war, dass man den Unterricht besser hätte vorbereiten können indem man die Tische schon umgestellt hätte. Dafür haben Lehrer aber auch nicht immer Zeit also muss man Unruhen einplanen und ihnen Raum geben um dann verständlich für alle den Arbeitsauftrag genau zu erklären. Voralpen nachfragen zulassen damit gesichert ist, dass alle die Aufgabenstellung verstanden haben.

  11. Eindeutig eine Situation, die sich sicher keiner von uns im Unterricht wünscht. Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, zu wissen, welche eigenständigen Handlungen seinen Schülern im Unterrichtsverlauf zutrauen kann. Ich denke es ist sehr wichtig seine SuS zu beobachten und sich selbst ein Bild davon zu machen.
    Wenn man in so eine Situation im Unterricht gerät, in der die SuS mit der Aufgabenstellung nicht klarkommen und der Unterricht sich an einfachen Komplikationen aufhält, sollte man vielleicht kurzfristig eingreifen und die SuS etwa doch noch selber in Gruppen aufteilen. Ich denke das würde im Nachhinein einen besseren Lerneffekt für die Stunde ausmachen. Vielleicht wäre es auch nicht so schlecht, sich vor der Stunde zu überlegen, wie man vorgeht, wenn die SuS nicht ganz mit ihren eigenständigen Aufträgen klarkommen. Sich bereits eine Gruppeneinteilung für den Notfall zu überlegen, hätte denke ich nicht geschadet. So verhindern wir hoffentlich fliegende Schuhe 😉
    LG, Sebastian

  12. Vielen Dank für diesen Blogbeitrag.
    Anhand deines Eindrucks dieser Unterrichtseinheit konnte man genau erkennen, wie wichtig eine gute Unterrichtsplanung ist. Und das man auch Dinge beachten sollte, die man so vielleicht gar nicht auf den Schirm hatte (wie Tränen bei der Gruppenfindung, Ärger in der Gruppe etc.).
    So wie du es auch geschildert hast, hätte man den Raum schon vorher präparieren sollen und dann genau den Ablauf erklären. Ebenso die Gruppenfindung hätte man dem Zufall überlassen sollen, beispielsweise durch ziehen verschieden farbiger Karten und die gleichen Farben sind eine Gruppe.
    Man sollte auch bedenken, dass sich auch SuS der 2. Klasse in der Rolle „des Großen“ nicht wohlfühlen könnten und damit unsicher werden.
    Vielen Dank für den tollen Einblick
    VG Nicole

  13. Hallo,
    Vielen Dank für deinen Blogbeitrag.
    Ich gebe dir recht, die Lehrkraft hätte die passende Lernumgebung schon vor Beginn der Stunde schaffen können. Sie hätte auch die Gruppen festlegen können, da sie die SUS genau kennt und weiß, wer mit wem produktiv zusammen arbeiten kann. Streitigkeiten und Spannungen zwischen den Kindern wären dadurch vielleicht verringert worden oder nicht aufgetreten. Zuvor sollte die Lehrperson den genauen Arbeitsauftrag erklären um Fragen oder Unruhe vorzubeugen. Dann hätte jede Gruppe das entsprechende Material korrekt genutzt und kein/e SUS wäre überfordert gewesen. Ich finde die Idee des jahrgangsübergreifenden Unterrichts perfekt, da auch die Zweitklässler ihr Wissen verfestigen, wenn sie den jüngeren SUS etwas erklären. Außerdem können Kinder anderen Kindern die Dinge oft besser erklären als wir Erwachsenen.

    Liebe Grüße,
    Helene 🙂

  14. Nach meiner Meinung traute die Lehrerin den beiden Klassenstufen, also der 1. und auch der 2. Klasse zu viel zu. Die zweite Klasse war von der zugedachten Rolle als Tutor überfordert, die erste Klasse auch, da sie noch nicht lesen konnten bzw den komplexeren Aufgaben nicht gewachsen waren. Vielleicht hätte die Lehrerin die Aufgaben klarer und angemessener formulieren können. Diese Arbeitsanweisungen hätten deutlicher erklärt werden könne, ebenso die Arbeitsaufteilungen. Die Vorbereitung hätte auch vorher geplant und organisiert werden können, um die dadurch erzeugten Ablenkungen zu verhindern. Die Partnersuche ist auch nicht einfach gelungen. Bei der Partnersuche hätte die Lehrerin kreativer vorgehen und sie nicht den Schülern überlassen sollen. Zum Beispiel hätte sie farbige Kärtchen verteilen können und alle die, die gleichfarbige rote/blaue/grüne Karten gezogen haben, würden zusammen arbeiten.

  15. Ich hatte die Gelegenheit vor dem Studium erste Erfahrungen in einer Schule sammeln zu können und in der Schuleingangsphase teilten die Lehrer immer die Gruppen selber ein. Sie erklärten das weniger mit potenziellem Zeitverlust als mit der Vermeidung bestimmter Zusammensetzungen, die nicht funktionieren würden. Das Arbeiten in den Gruppen funktionierte meistens gut ebenso wie die Partnerarbeit. Man muss aber zugeben,dass es 2 leistungsstarke Klassen waren. Beim Jul Unterricht habe ich persönlich noch Zweifel, da muss man mich noch überzeugen und der Beitrag hilft da nicht. Der Idee, dass ein Jahr ältere Schülerinnen der folgenden Jahrgangsststufe viel beibringen können, kann ich noch nicht folgen.

  16. Hallo,
    vielen Dank für deinen Eintrag. Eigentlich klingt die Idee, die Klasse in Gruppen mit 1. Klässler*innen und 2. Klässler*innen als Spielführer*innen einzuteilen sehr gut. Wie die meisten hier bin ich aber auch der Meinung, dass so etwas gut im Voraus geplant werden muss. Die Stühle und Tische im vorhin umzustellen ist wahrscheinlich nicht immer möglich, wäre aber mir Sicherheit sinnvoll, um erst gar keine Unruhe entstehen zu lassen. Auch die Aufgabenstellung hätte vermutlich zu Beginn geklärt werden sollen und die Gruppen von der Lehrerin eingeteilt werden müssen. Das bedeutet natürlich einen mehr Aufwand für die Lehrerin, aber macht die Gruppenarbeit effektiver.

  17. Hallo,
    ich finde deinen Eintrag sehr spannend, weil ich denke, es ist eine große Herausforderung, das gewisse Maß an Eigenständigkeit und Hilfestellungen richtig einzuschätzen. In diesem Fall denke ich auch, es wäre wesentlich besser gewesen, im Voraus bereits die Lernumgebung entsprechend zu gestalten. JÜL-Klassen, die ich kenne, sind generell in Tischgruppen organisiert gewesen, mit mindestens einem/einer Zweitklässler/-in pro Tischgruppe. Es sollte auch in diesen Jahrgängen feste Klassenregeln geben, die schnelle Konsequenzen (wenn nötig) bei Nichtbeachtung nach sich ziehen. Am wichtigsten halte ich jedoch, die individuelle Einschätzung der Lehrkraft. Gerade bei solchen Aktivitäten ist es wichtig, seine SuS zu kennen und den richtigen Gruppen zuzuteilen, eine verständliche Aufgabenstellung zu formulieren, etc. Dabei darf man ihnen allerdings nicht ihren Entfaltungsraum nehmen und ihnen auch hier Dinge zutrauen.
    Liebe Grüße
    Marcella

  18. Hallo,
    im allgemeinem finde ich es gut Kindern und Jugendlichen in jeder Altersgruppe Verantwortung zu übergeben und Ihnen Dinge zuzutrauen, damit Sie mit der Verantwortung wachsen können. Jedoch ist es schwierig das richtige Maß an Verantwortung zu übergeben. Der Mikroartikel ist ein gutes Beispiel für die Folgen von Überschätzung der aktuellen Fähigkeiten der SuS beider Klassen. Hilfreich wäre eine bessere Vorbereitung der Situation gewesen (vorheriges Tische rumschieben, Materialien vorbereiten usw.). Zudem kann eine Besprechung der Situation im Nachhinein helfen, um für das nächste Mal vorzusorgen, sodass der Ablauf besser von statten geht. Alles in allem ein schöner Artikel der dazu anregt, nachzudenken wie viel Verantwortung und somit Freiraum den SuS zu geben ist.
    Liebe Grüße
    Sinan

  19. Hallo!

    Danke für den schönen Beitrag. Ich denke auch, dass es sinnvoll ist, gerade in den ersten Klassenstufen gewisse Vorkehrungen zu treffen, damit das Arbeitsklima ruhig und unterstützend ist. Dazu gehört meiner Meinung, genau wie du es erkannt hast, die Tische und Stühle schon in Arbeitsgruppen geeignete Positionen zu stellen. Auch denke ich, dass es eine große Aufgabe für die Zweitklässler ist, die Führung innerhlab der Gruppe zu haben und es eventuell sinnvoller wäre, zuerst die einzelnen Aufgaben zu erklären und danach die Kinder in ihren Gruppen arbeiten zu lassen.
    Ein wirklich interessanter Einblick zum Klassenübergreifenden Lernen. Danke!

    LG

  20. Hallo.
    Ich finde, dass man aus der Situation sehr gut erkennen kann, welche Fehler die Lehrkraft gemacht hat. Gerade ein reibungsloser und klarer Ablauf sind enorm wichtig für eine gute Lernatmosphäre. Es ist wichtig seine SchülerInnen zu kennen und zu wissen, wer was und wieviel leisten kann. Dementsprechend müssen die Gruppen aufgeteilt sein. Ebenso ist eine klare Aufgabenstellung von Bedeutung. Es müssen vorher alle Fragen geklärt und beantwortet werden, erst dann kann eine Gruppenaufgabe beginnen.
    Ich danke für deinen Beitrag und wünsche dir noch eine erfolgreiche Zeit.

    LG Marius

  21. Hallo,
    Danke für deinen interessanten Beitrag! Ich gebe dir darin Recht, dass ich glaube, dass Organisation und Vorbereitung sehr geholfen hätte. Natürlich ist es schön, wenn die Schüler selbst aktiv werden und sich ihre eigene Lernumgebung für die Stunde aufbauen, aber wie ja eindeutig zu sehen war, ist das bei Erst- und ZweitklässlerInnen schnell zu viel verlangt. Vielleicht könnte man die Kinder stattdessen Schritt für Schritt an kleine, selbstständige Vorbereitungsphasen gewöhnen, sodass sie am Anfang sehr und mit der Zeit immer weniger an die Hand genommen werden. Von der alterstechnischen Überforderung einmal abgesehen, hat offensichtlich keine richtige und eindeutige Klärung des Arbeitsauftrags und des erwünschten Verhaltens stattgefunden. Dies ist für ein konzentriertes und gewinnbringendes Arbeiten jedoch unerlässlich. Wenn Kinder genau wissen, was sie zu tun haben und bestenfalls (dank aufmerksamer Lehrkraft) mit Kindern zusammenarbeiten, mit denen sie sich verstehen, kommt es bestimmt nicht so schnell zu fliegenden Schuhen… 🙂
    Liebe Grüße,
    Hannah

  22. Hallo,
    vielen Dank für den Blogeintrag. Abgesehen von den beschriebenen Problemen, bin ich sehr von der Idee angetan, die SuS auch im jungen Alter miteinander arbeiten zu lassen. Es ist meiner Meinung nach wichtig schon früh damit anzufangen Gruppenkompetenzen zu lehren. Ich denke, dass die Lösung des Problems schon gut in den Einsichten wiedergegeben wurde. Die Kunst besteht offensichtlich darin, den SuS nicht zu viel aber auch nicht zu wenig Freiraum zu lassen. Ich komme somit zu dem Entschluss, dass man als Lehrkraft spezifisch für Stunden, welche Gruppenarbeit implizieren, alles organisiert worauf man selbst einen Einfluss hat. Beispiele hierfür sind vorbereitete Tische mit den jeweiligen Arbeitsutensilien und eine feste Gruppenordnung, welche nach Möglichkeit auf die jeweiligen SuS abgestimmt ist.
    LG Max

  23. Hallo,
    danke für deinen Beitrag. Grundsätzlich ist das keine schlechte Idee, den SuS mehr Selbstständigkeit zuzutrauen. Mit dieser Aufgabe waren die SuS offensichtlich überfordert, was die Lehrkraft vielleicht früher hätte erkennen und korrigieren müssen. Eine klare Aufgabenstellung und Einteilung seitens der Lehrkraft hätte vieles vereinfachen können.
    LG, Joana

  24. Hallo,
    die geschilderte Situation kommt sicherlich sehr oft vor. Einerseits möchte man spielerisch den Unterricht gestalten, jedoch wird oft die chaotische Situation die dadurch entstehen kann nicht bedacht. Besonders junge Schüler*innen neigen schnell dazu den Fokus zu verlieren. Solche spielerischen Gruppenarbeiten fordern meiner Meinung nach eine sehr gute Struktur bzw. Organisation.
    – Evtl. sollten Gruppen von der Lehrkraft zugeteilt werden. Beispielsweise könnten schnell Gruppen mit Sitznachbarn und dem Paar hinter oder vor dem Paar gebildet werden.
    – Aufgaben, Spielregeln und allgemeine Fragen sollten am Anfang beantwortet und erläutert werden.

    Man „opfert“ zwar mehr Zeit zu Beginn, holt dies aber sicherlich hinterher wieder sehr gut raus. Vermutlich hat die Lehrkraft diese Methode noch nicht oft angewendet. Solange man als Lehrkraft Resultate aus dem Unterricht zieht und mögliche Lösungen nächstes mal anwendet, sollte sich keiner beschweren 🙂 .

    Liebe Grüße,

    Ümit

  25. Hallo,
    vielen Dank für den interessanten Beitrag. Ich teile deine Einsichten, dass es sinnvoller gewesen wäre, die Gruppenarbeit im Voraus zu planen. Dass die Schüler sich selbst in Gruppen einteilen sollten, damit sollte Ihnen wohl ein Gefallen getan werden, was anscheinend nicht optimal funktioniert hat und nur Unruhe gebracht hat, womit niemanden einen Gefallen getan wurde. Ich erachte es auch als sinnvoll, dass die Lehrkraft in diesem Alter die Gruppeneinteilung noch übernimmt. Möchte man es den Schülern selbst überlassen, sollte man vorher besprechen, was denn an einer Gruppenarbeit wichtig ist, wie sie ablaufen soll etc. und dies dann einüben. Auch Arbeitsaufträge und Materialien sollte man schon vor der Gruppenzuteilung vielleicht besprechen, damit jeder noch konzentriert zuhören kann und nicht schon zur Hälfte mit anderen Dingen beschäftigt ist. Da sieht man schön, wie wichtig eine gute Planung ist und das kleine Dinge einfach zählen. Ich denke, die Erfahrung kommt mit der Zeit und mit dem öfteren Durchführen von Gruppenarbeiten, am Anfang kann man noch viel vorgeben und im Laufe der Zeit dann schrittweise trainieren, wie man selbstständig zur Gruppenarbeit übergeht.
    Ich denke, die Unruhe und die darauffolgenden Störungen hätten sich in diesem Falle gut vermeiden lassen können.

    LG Sarah

  26. Wie du bereits beschrieben hast, wäre es wohl sinnvoller gewesen eine genauere Planung aufzustellen. Wenn ich als Lehrkraft bereits merke, dass es unruhig wird und die Gruppenaufteilung nur schleppend voran ginge, würde ich die Gruppenaufteilung übernehmen und jene dann auch bunt durchmischen. Des weiteren wäre es wohl sinnvoller gewesen, klarere Anweisungen bezüglich des Spielablaufes zu geben und jenen zu überwachen. Wenn mir klar wird, dass ein Großteil der Schülerschaft den Ablaufplan nicht versteht, sollte dieser noch ein mal verdeutlicht werden.

  27. Der Blog hat mich dazu gebracht, nachzudenken, wie ich Kinder besser unterstützen könnte, selbständig zu arbeiten und bei Problemen, Fragen zu stellen. Vielleicht könnte es gut sein, wenn die SuS bereits beschäftigt würden bei dem Aufbau und jeder mithelfen würde, sodass keine Unruhe ausbricht. Bei den Gruppenverteilungen könnte es vielleicht hilfreich sein, dass in der JüL Klasse bereits an gemischten Gruppentischen gearbeitet würde, sodass kooperatives Lernen bekannt wäre. Eine gute Erklärung, welche Materialien wofür geeignet sind, ist wichtig für einen störungsfreieren Anfang.
    Grundsätzlich finde ich aber gut, dass Kinder mehr Verantwortung bekommen, Anleitungen lesen, Expert*innen sein können und die Herausforderung begegnen, kooperativ zu arbeiten. Schwierigkeiten und Konflikte wären durch erfolgreiche Bewältigung eine gute Lernsituation.

  28. Hallo,
    ich stimme dir zu, dass gerade bei größeren Gruppenaufgaben mit vielen neuen Aufgaben und Regeln, die Lehrkraft die Abläufe schon gut vorplanen muss. Sie hätte beispielsweise schon vor der Beginn der Stunde die Tische richtig anordnen können. Auch kann man feste Gruppen abmachen, damit sich die SuS nicht jedes mal auf’s neue Partner suchen müssen, was schnell für Unruhe sorgen kann. Ich halte es für richtig, den Zweitklässlern eine größere Verantwortung zu übertragen. Wenn alle Anweisungen klarer sind, können sie die Erstklässler auch gut unterstützen. Vielleicht hätte die Lehrerin vor Beginn der Gruppenarbeit eine/n Schüler/in fragen sollen, die Spielregeln mit eigenen Worten für die gesamte Klasse noch einmal zu wiederholen und im Anschluss noch weitere offene Fragen beantworten sollen.
    LG

  29. Hallo,

    vielen Dank für deinen tollen Beitrag! Grundlegend finde ich die Idee der Lehrkraft Mathespiele anzubieten um das Wissen zu verfestigen großartig. Gut finde ich dabei auch, dass alle SuS mit einbezogen wurden und die Älteren als Spielleiter fungierten. Allerdings scheint genau dies zum Problem geworden zu sein, da die SuS in ihren Fähigkeiten überschätzt wurden. Es wäre demnach eventuell für höhere Klassen angemessener. Auch das Einteilen der Gruppen durch die Lehrkraft und das Umräumen des Mobiliars wären, wie du selbst auch bemerkt hast, vor dem Unterricht besser gewesen. Aus dieser Erfahrung, kann man jedoch gut lernen und es beim nächsten Mal besser machen.

    Liebe Grüße Julia

  30. Hallo,

    vielen Dank für deinen interessanten Beitrag. Grundlegend denke ich, dass eine Lehrkraft gewisse Zeit in einer Klasse verbracht haben muss, um Entscheidungen dieser Art treffen zu können. Sobald die SuS eine Fähigkeit (wie z.B. fehlerfreies Lesen und Verstehen von einfachen Arbeitsaufträgen) mehrfach angewendet haben, kann ihnen denke ich auch zugetraut werden diese selbstständig anzuwenden. Jedoch wäre ich in wie von dir beschriebenen Gruppenarbeiten auch erstmal vorsichtig, da alle SuS diesen Stand erreicht haben müssen.

    Liebe Grüße Leon

  31. Hallo,
    vielen Dank für deinen interessanten Blogeintrag. Gruppenarbeit ist oft mit Unruhen gekoppelt, daher finde ich deine Überlegung, Gruppenunterricht immer zu planen, sehr gut. Da es sich hier um wirklich junge Schüler handelt, kann man nicht davon ausgehen, dass sie selbstständig arbeiten, wenn man bedenkt, dass viele noch sehr spielerisch im Umgang miteinander sind. Ich denke, die Selbstständligkeit kommt mit der Zeit und lässt sich nicht erzwingen. Aber die Planung von Gruppenarbeiten, unter z.B. Berücksichtigung von Testergebnissen für die bessere Gruppeneinteilung, kann helfen die Selbstständigkeit zu unterstützen, sodass sich die Schüler daran gewöhnen können.
    Liebe Grüße
    Sarah

  32. Hallo,
    das ist ein sehr interessanter Beitrag. Auch, wenn nicht alles nach Plan verläuft, denn wir lernen aus solchen Fehlern. Die Gruppenarbeit hätte besser vorbereitet werden müssen, um die Unruhe zu umgehen. Wie du schon erwähnt hast, wäre es besser, den Raum im Vorhinein nach den Vorstellungen der Lehrkraft aufzuteilen. Auch die Gruppenauswahl in diesem jungen Alter hätte durch die Lehrkraft geschehen sollen, da die SuS sichtlich überfordert waren. Um sicher zu sein, dass alle SuS die Aufgabenstellung verstehen, hätte die Lehrkraft diese gemeinsam im Klassenplenum besprechen sollen.
    Die geschilderte Situation ist ein Beispiel dafür, dass die Lehrkraft den SuS zu viel zugemutet hat. Es war spannend zu verfolgen, da oft davon gesprochen wird, dass SuS unterfordert sind, da die Lehrkräfte ihnen zu wenig zumuten.

    Liebe Grüße
    Rike

  33. Hallo und danke für diesen Blogbeitrag,

    ich finde es sehr interessant auch mal zu lesen, wenn etwas nicht direkt klappt, denn aus diesen Beiträgen kann man meiner Meinung nach am meisten lernen. Deinen Ansatz, die Stühle und Tische schon vor der Stunde umzustellen finde ich sehr gut und dazu müsste man auf jeden fall das Spiel vorher ausgiebig erklären. Vielleicht wäre es auch hilfreich gewesen, das Spiel mit drei freiwilligen SuS am Anfang der Stunde ein mal kurz vorzumachen, damit alle dann genau wissen, was zu tun ist.

    Liebe Grüße
    Roxane

  34. Hallo,
    ich finde deinen Beitrag sehr interessant. Es ist offensichtlich, dass es effektiver gewesen wäre, die Lernumgebung für die Gruppenarbeit vor Beginn der Stunde aufzubauen. Denn dies hätte die aufkommende Unruhe der SuS verhindern können und die SuS hätten sich vollkommen auf die Aufgabe konzentrieren können. In dieser Klassenstufe ist es höchstwahrscheinlich sinnvoller, wenn die Lehrkraft die Gruppen eigenständig einteilt. Die Lehrkraft hätte die Aufgabenstellung noch einmal mit allen SuS durchgehen können, um sicherzugehen, dass jedes Kind diese verstanden hat und das aufkommende Unverständnis verhindern können. Des Weiteren hätte die Lehrkraft eine Materialliste erstellen können, damit es in diesem Punkt keine Unterschiede oder Fehler gibt.
    Anscheinend hat die Lehrkraft der Klasse zu viel zugemutet und die SuS damit überfordert. Jedoch lernen die SuS sowie die Lehrkraft aus dieser Situation und können diese beim nächsten mal effektiver gestalten.

    Liebe Grüße,
    Celina

  35. Hallo Amelie,

    vielen Dank für diesen tollen Beitrag!
    Die Situation, welche du beschrieben hast, kommt mir aus einem Schülerpraktikum sehr bekannt vor. Gerade in den unteren Klassenstufen halte ich es für schwierig, wenn die Schülerinnen und Schüler Zuteilungen, beispielsweise bei einer Gruppenarbeit, selbst entscheiden. Dein Beitrag zeigt, dass dies schnell in Chaos und Unruhe enden kann. Zusätzlich denke ich, dass es für die Schülerinnen und Schüler durchaus auch einmal interessant sein kann nicht immer mit den gleichen, von ihnen gewählten Mitschülern, in einer Gruppe zu arbeiten. So lernen sie auch die anderen Mitschüler besser kennen und der Fokus könnte dadurch auch etwas mehr auf dem Arbeitsauftrag liegen. Dein Einsichten und Folgerungen gefallen mir sehr und ich denke, dass du viel aus dieser Situation für deine Zukunft als Lehrkraft mitnehmen kannst.

    Liebe Grüße
    Chantal

  36. Danke für deinen ausführlichen Beitrag!
    Wie du selbst geschrieben hast, ist eine gute Unterrichtsplanung sehr wichtig und erleichtert die Lehrkräfte sowie die Schüler und Schülerinnen. Besonders in dieser Klassenstufe erfordert es viel Struktur und Organisation, an denen sich die Kinder orientieren und „entlang hangeln“ können. Umso leichter fällt ihnen die Bearbeitung der Aufgaben.
    Um Schülerinnen und Schüler selbstständiger zu machen, sollten vor allem kleine Herausforderungen gestellt werden, die mit der Zeit und je nach Bewältigung gesteigert werden können. Ansonsten entsteht bei den Schülerinnen und Schüler eine Überforderung, die weiter gedacht zu Missverständnissen bei der Bearbeitung der Aufgaben sowie zu Störungen führen kann.

  37. Hallo,
    ich kann nur inbrünstig für dein Vorhaben appellieren. Es scheint ziemlich klar zu sein, dass der unzureichend geplante Ablaufplan die Schüler in eine undurchsichtige Handlung hineinversetzt. Erstaunlich ist, dass die eigenen Unterrichtserfahrungen aus Schülersicht sich häufig mit genau dieser Erfahrung stützt. Man ist genervt erst seine Lernumgebung einzurichten, soll sich Partner suchen und macht irgendwelche Aufgaben, die man nicht versteht und ständig hat man eine Lehrkraft im Rücken, die irgendetwas auszusetzen hat.
    Es ist mir ein Rätsel warum nicht jeder Schüler der letzten 30 Jahre die Möglichkeit bekommt, durchgehend strukturierten und gut ausgearbeiteten Unterricht zu genießen. Klar ist es leicht das so schlicht auf die Lehrkraft abzuwälzen. Doch gewisse Strukturen, die planbar sind, müssen geplant werden. Arbeitsanweisungen vor Beginn erklären und das ggf. auch ein 2. oder 3. Mal. Eine fertige Lernumgebung, dem Lernen dienlich. Ein gemeinsames Ziel in Aussicht stellen, sodass jede Gruppe ein eigenes Interesse hat die Aufgabe zu schaffen.

    Allerdings bin ich der Meinung, dass auch Kinder, denen das Spiel als solches keinen Spaß macht, weil sie womöglich nicht so leistungsstark sind, davon profitieren, wenn ihnen positive Rückmeldung gegeben wird. Dies kann in Form von Aufgaben geschehen, die mit einem leichten Level beginnen. So erhalten die SuS schon zu Beginn Motivationsansätze.

    Eigentlich erschreckend wie viel von einem gut strukturiertem bzw. ausgearbeitetem Unterricht abhängt.

    Vielen Dank für diese Erfahrung.

  38. Hallo,
    das Prinzip der Gruppenarbeit (das ein Zweitklässler als Spielleiter fungiert) finde ich gut. Es hätte vorher jedoch einen genaueren Plan geben müssen. So hätte die Lehrkraft die Einteilung der Gruppen vornehmen sollen, da vor allem Kindern in der Schuleingangsphase das eigenständige Auswählen von Gruppen noch schwieriger fällt. Auch hätten die Aufgabenstellungen der Spiele vorher in der Klasse besprochen werden sollen. Dies kostet zwar mehr Zeit, aber dafür läuft dann die Arbeitsphase besser. Die Unruhe der Kinder am Anfang der Stunde hätte, wie du schon geschrieben hast, unterbunden werden können, indem der Raum schon in der Pause vorbereitet wird. So hätte die Stunde gleich starten können.
    Liebe Grüße
    Samira

  39. Hey,
    du hast ja alles schon ziemlich gut reflektiert, was in der Situation schiefgelaufen ist. Vor der Stunde die Tische umstellen, erzeugt weniger Unruhe und die bessere Planung wirkt sich bestimmt auch besser auf die SuS aus. Das Thema und der Spielablauf sollten in den jüngeren Klassen einmal mündlich erklärt werden und Rückfrage gestellt werden, ob es alle Gruppen verstanden haben. Auch die Gruppeneinteilung sollte von der Lehrkraft erstellt werden. Da dies jetzt viel Anforderungen waren, die an die SuS gestellt wurden, waren sie wahrscheinlich ziemlich überfordert davon. Die Regeln könnten einmal für alle erklärt werden und dann schriftlich ausgeteilt, um bei Unsicherheiten noch einmal nachzulesen. Wenn ihnen dann Schritt für Schritt, mit anderen Aufgaben immer verschiedene Dinge zutraut und nicht zu einer Aufgabe dazu addieren, lernen sie die Anforderungen unabhängig voneinander zu bewerkstelligen und können diese dann irgendwann auch alle zusammen lösen.

  40. Interessanter Artikel!
    Ich muss sagen, dass ich auch immer bei JÜL-Klassen ein bisschen skeptisch bin. Den Gedanken dahinter finde ich super und ich glaube es kann auch gut umgesetzt werden, aber ich habe auch schon oft gehört/mitbekommen, dass es schiefläuft. Ich glaube man muss das Konzept gut einsetzen können. Lehrkräfte sopllten definitiv pädagogisch besser ausgebildet werden.

  41. Hallo!

    Ich fand dein Beitrag sehr interessant.

    Gruppenarbeit im Unterricht ist, nach meiner eigenen Erfahrung, sehr schwer herzustellen. Manchmal wird nur ein Teilnehmer in Gruppe alle Aufgaben lösen, manchmal wird die Aufgabe nicht richtig verstanden oder gut umgesetzt usw…
    Damit will ich sagen, dass manchmal Gruppenarbeit leider nicht klappt.

    Ich habe das Gefühl, dass die SuS in diesem Fall überhaupt nicht für diese Aktivität vorbereiteten waren. Es ist sehr wichtig, den SuS alle Aspekte der Gruppenarbeit erheblich zu erklären, sonst wird die Aufgabe zu der Frustration der SuS führen, wie in diesem Beispielfall passiert hat.
    Vor allem ist es erforderlich eine durchgedachte Strukturierung der Gruppenarbeit planen und sich Zeit zu nehmen, um das Spiel im Unterricht deutlich aufklären.
    Vielleicht dauert am Anfang die Erklärung ein bisschen zu lang, aber das ist besser als ein Unterricht zur Chaos führen.

    MfG
    Maria Birch Moreno

  42. Hallo Amelie,
    Vielen Dank für deinen Beitrag.
    Ich denke die von dir beschriebene Situation hätte man besser vermeiden können, indem die Unterrichtsstunde intensiver geplant wird. In der Pause kann das Klassenzimmer bereits vorbereitet werden oder man bindet die SuS gezielt mit ein, sodass keine Langweile (und somit auch Unruhe) aufkommen kann. Das Gleiche gilt für die Gruppeneinteilung, da dadurch nur Unterrichtszeit verloren geht. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Lehrkraft so eine ähnliche Stunde bereits problemlos durchgeführt hat, allerdings sollte man versuchen auf die individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse seiner SuS einzugehen und jede Stunde entsprechend dem Niveau anzupassen.

  43. Vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrung. Ich kann dir zu deinen Einsichten nur zustimmen. Es hätte in der Stunde vieles vermieden werden können, wenn die Lehrerin die Stunde besser vorbereitet hätte und eventuelle Unruhefaktoren schon vor Beginn der Stunde ausgeschlossen hätte. Desweiteren hätte sie den 2. Klässlern-innen nicht so viel zumuten dürfen und die Aufgabe selbst erst einmal erklären sollen oder zumindest fragen sollen, ob es jeder verstanden habe. Außerdem hätte Sie sich eventuell vor Beginn der Stunde einen Plan über die Gruppenaufteilung machen sollen, da es einige SuS anscheinend ziemlich überfordert hat und die Zeit besser hätte genutzt werden können(um Z.B. die Aufgabe zu erklären). Alles in allem finde ich es jedoch nicht schlecht junge SuS vor neue Aufgaben zu stellen und ihnen auch einmal etwas zuzutrauen.

    Liebe Grüße

    Melissa

  44. Vielen Danke für das Teilen dieser Erfahrung. An der Stelle der Lehrkraft hätte ich, wie auch du selbst schon sagtest, die Lernumgebung vor Beginn des Unterrichtes gestaltet und somit vermieden, dass die SuS Zeit haben sich laut zu unterhalten. Des Weiteren, hätten die Lehrkräfte vorab oder durch ein Los verfahren die Gruppen einteilen können, was allen etwas Zeit erspart hätte.
    Zu guter Letzt, wäre es meiner Meinung nach sehr nützlich gewesen, die Spielregeln gemeinsam mit den Klassen zu erläutern, anstatt die SuS die Regeln selbst durchlesen zulassen.

    Liebe Grüße, Luise

  45. Vielen Dank für deinen Beitrag!

    Ich weiß aus Erfahrung wie viel schief gehen kann, wenn man (vor allem jüngere Kinder) Gruppen selbst wählen lässt. Ich denke bei Gruppenarbeiten sollten die Gruppen immer von der Lehrkraft eingeteilt werden, zumindest habe ich damit als Übungsleiter einer Sportgruppe bisher die besten Erfahrungen gemacht, da beschwert sich niemand. Außerdem sollte man sich bei neuen Spielen/Arbeitsformen im Vorhinein Gedanken machen, welche Aspekte oder Regeln mögliche Fehlerquellen sind und zu Verwirrung führen. So kann man dem schon von Anfang an gut gegensteuern.

    Liebe Grüße
    Christopher

  46. Ebenfalls vielen Dank für den Beitrag.
    Aus eigener Erinnerung weiß ich das Gruppenarbeit immer eine unsichere Sache ist, aber auch sehr gewinnbringend sein kann wenn sich die Schülerdynamik da hingehend bewegt dass alle mit arbeiten und jeder zur Geltung kommt. Daher ist es etwa wichtig die Schüler schon etwas zu kennen und sich im Voraus gedanken zu machen wer zusammen passt. Sollte etwas nicht passen dann kann man das sich für das nächste Mal sich merken. Insgesamt finde ich Gruppenarbeit sehr gut, da Schüler sich auch anders verhalten als im Frontalunterricht und anders zur Geltung kommen.

    Vielen Dank

    Yannick

  47. Hallo!
    Vielen Dank für deinen Beitrag. Mir erscheint es auch sehr schwer einzuschätzen, was man den Schülern alles zumuten kann. Ich denke, man sollte schon so früh wie möglich mit der selbstständigen Arbeit anfangen und sollte ausprobieren, wie weit man da gehen kann.
    Die beschriebene Situation ist leider nicht gut abgelaufen, aber durch sie weiß man nun, dass den Schülern zu viel zugetraut worden ist und sie überfordert waren. Bei der nächsten Gruppenarbeit sollte also darauf geachtet werden, dass die Lernumgebung schon vor der Stunde aufgebaut werden sollte, die Gruppen von der Lehrperson eingeteilt werden sollte und auch bei den Arbeitsaufträgen mehr unterstützt werden sollte.
    Aus dieser Situation lerne ich, dass man den Kindern zuerst nicht zu viel zutrauen sollte und die Selbstständigkeit Stück für Stück erweitern sollte.

    Liebe Grüße, Delfine

  48. Guten Abend,
    ich finde deinen Eintrag sehr spannend, da ich mir die Sitaution sehr gut vorstellen kann.
    Es ist natürlich sehr schwierig viele Sachen im Vorhinein einzuschätzen und manchmal kann das auch etwas schiefgehen. Umso wichtiger ist hierbei ein ständiges Monitoring und ein alternatives Vorgehen in der Hinterhand zu haben. In dieser Situation wäre es eventuell hilfreich, den Arbeitsauftrag nochmal genau zu erklären, da dies ein generelles Problem in der Klasse gewesen ist. Auch wäre es sinnvoll gewesen, dass die Gruppenaufgabe mit einer leichteren Aufgabe anfängt, und dann mit darauf aufbauenden Aufgaben schwieriger wird.
    Eventuell wäre es hilfeich gewesen, die Situation vorher abzubrechen (bevor der Schuh flog), da sich dies langsam anzubahnen schien. Auch wenn dann die Aufgabe nicht komplett erfüllt worden ist, ist manchmal ein Abbruch einer Situation und das anschließende Reflektieren eine ebenso wichtige Erfahrung, wie die Aufgabe an sich.

    Liebe Grüße
    Klaas Wolff

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