„… ich wusste nicht, worüber ich mit den Schülerinnen und Schülern reden kann.“

Ein Beitrag von Vanessa Laabs

In meiner dritten Woche des Orientierungspraktikums begleitete ich mit einer weiteren Praktikantin eine der Willkommensklassen während ihres Kunstunterrichts. Thema der Stunde war die Fertigstellung eines farbigen Hintergundes, welcher aus verschieden farbigen Papierstücken kreiert werden sollte.
Meine Aufgabe bestand darin, den Schülern zu helfen und so viel wie möglich mit ihnen zu reden, da sie zu diesem Zeitpunkt kaum Deutsch sprachen. Die Lehrerin der Klasse musste nebenbei eine Klausur beaufsichtigen, wodurch die Praktikantin und ich die Klasse überwiegend alleine betreuten. Anfangs hatte ich starke Berührungsängste und wusste nicht, worüber ich mit den Schülern und Schülerinnen reden kann oder wie sensibel ich gewisse Themen ansprechen muss, da ich die Gründe ihrer Flucht beispielsweise nicht kannte. Nach den ersten drei Minuten fragte mich ein Mädchen, ob sie sich neben mich setzen kann, da sie meine Hilfe benötigte. Ich bemerkte ihr Interesse und Engagement, etwas zu lernen und sich mit mir zu unterhalten, wodurch unser Gespräch automatisch vorangetrieben wurde.
Ich verlor jegliche Berührungsängste und begann jeden einzelnen Schüler oder Schülerin zu fragen, ob sie Hilfe benötigen. Ein Schüler, welcher mir zu Beginn des Unterrichts als sehr schüchtern auffiel, sprach zu diesem Zeitpunkt nur ein paar Wörter Deutsch. Ich verständigte mich durch das Zeigen auf Dinge mit ihm und versuchte ihm so viel Materialien zur Verfügung zu stellen wie möglich, da er sich kaum traute, etwas von alleine zu benutzen. Anschließend setze ich mich wieder neben das Mädchen, woraufhin ein weiterer Schüler der Klasse sich zu mir setzte. Ich half ihnen beim Bearbeiten ihres Hintergrundes und fragte sie woher sie kommen, wie es ihnen in Deutschland gefällt, was sie bereits gesehen haben und vieles mehr. Je mehr Zeit verging, desto offener wurden beide und fingen an sehr viel von sich zu erzählen. Zwischendurch fragte ich immer wieder alle anderen Schüler und Schülerinnen, ob sie Hilfe benötigen. Kurz bevor die Unterrichtsstunde zu Ende war, kam ihre Kunstlehrerin zurück, um sich zu vergewissern, wie weit die Klasse mit dem Bearbeiten der Aufgabe vorankam. Zum Schluss verabschiedeten wir uns und halfen beim Aufräumen.

Meine Einsichten

Es wurde schnell deutlich, dass das Unterrichten in Willkommensklassen kaum vergleichbar mit dem Unterricht der herkömmlichen Klassen ist. Es gibt keinen Rahmenlehrplan, den die Lehrer befolgen müssen, denn das Ziel des Unterrichtens in Willkommensklassen ist es, die Schüler und  Schülerinnen sprachlich so vorzubereiten, dass sie in die herkömmlichen Klassen aufgeteilt werden können. Des Weiteren ist das Unterrichten der
Willkommensklassen freiwillig, denn viele Lehrkräfte trauen es sich nicht zu, wodurch jede Unterstützung willkommen ist.
Mir hat die Zusammenarbeit mit den Willkommensklassen sehr gut gefallen, denn dadurch wurde mir ein neuer Einblick in einen Schulalltag gewährt, den ich normalerweise nicht bekommen hätte. Die Schüler und Schülerinnen der Willkommensklassen sind enorm engagiert und motiviert etwas zu lernen, wodurch mein Interesse ihnen etwas beizubringen, stetig anstieg. Des Weiteren bringen sie einem enorm viel Dankbarkeit entgegen, wodurch ich sehr viel Freude an der Arbeit mit ihnen hatte.

Meine Folgerungen

Durch diese Erfahrung wurde mir bewusst, dass der Lehrerberuf viel mehr Facetten hat, als ich es mir vorgestellt habe. Auch wenn das Unterrichten in Willkommensklassen normalerweise nicht Pflicht und keine Aufgabe eines Lehrers der Mittelstufe und Oberstufe ist, sollte meiner Meinung nach jede Lehrkraft pädagogisch genug ausgebildet sein, um in solchen speziellen Fällen aushelfen zu können. Durch diese Erfahrung stellte ich mir selber die Frage, ob ich es mir vorstellen kann, beispielsweise an Sonderschulen zu arbeiten. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht mir ungemein Spaß. Außerdem kann man viel Einfluss auf Kinder und Jugendliche als Lehrer haben. Deshalb ist es mir persönlich sehr wichtig ist, dass ich genug ausgebildet werde, damit ich einen guten Einfluss auf meine späteren Schüler ausüben kann.

62 Gedanken zu „„… ich wusste nicht, worüber ich mit den Schülerinnen und Schülern reden kann.““

  1. Liebe Vanessa Laabs,

    ich finde deine beschriebene Situation im Praktikum sehr berührend. Ich hoffe das ich ebenfalls in einer Willkommensklasse in meinem Praktikum zu sein. Ich finde es persönlich sehr schade das sich viele Lehrer nicht trauen in solch einer Klasse zu Unterrichten. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Unterrichten einfach komplett anders ist, genauso wie die Lehrer-Schüler-Beziehung. Ich sehe darin allerdings gerade den Reiz. Ich hoffe auch das ich gut genug für solche Situationen ausgebildet werde und freue mich deshalb schon sehr auf das Modul Deutsch als Zweitsprache.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Kevin Menden.

    1. Liebe Vanessa,

      Ich danke dir für diesen spannenden Bericht. Tatsächlich musste ich feststellen, dass ich mich im Vorfeld nicht wirklich mit dieser Thematik beschäftigt habe. Umso begeisterter war ich nun von deiner Erfahrung in einer Willkommensklasse. Besonders gut gefällt mir die Vorstellung davon den Schülern behilflich sein zu können und ihnen einen Schritt weiter in eine „normale“ Klasse zu ermöglichen.

      Liebe Grüße
      Selin Ünlü

  2. Liebe Vanessa,

    deine Erfahrung mit der Willkommensklasse beschreibt für mich auch gerade die große Bedeutung des Lehrerberufs, da es sich eben nicht nur auf das Durchführen bestimmter Handlungsprogramme beschränkt, sondern auch die Chance bietet, Schülern bestimmte Werte und Fähigkeiten mitzugeben und individuell auf diese einzugehen. Es rückt die Bedeutung der pädagogischen Fähigkeiten in den Vordergrund, die neben dem fachlichen Wissen meiner Meinung nach für den Schulalltag auch sehr wichtig sind. Ich finde es schön zu hören, dass du und die Schüler so ein positives Arbeitsbündnis aufgebaut habt, in dem ihr euch mit gegenseitigem Interesse motiviert!

    Liebe Grüße,
    Kathrin

  3. Liebe Vanessa,

    Ich finde deine erlebte Situation sehr schön. Sie zeigt mir wie vielseitig doch der Beruf des Lehrers ist und es freut mich zu erfahren, welche Dankbarkeit dir die Kinder gegenüber gezeigt haben. Es freut mich zu lesen, dass sich die „Angst“ worüber man denn mit den Kindern reden könne so schnell aufgelöst hat.
    Du motivierst mich mit deinem Blogeintrag sehr und zeigst, dass Unsicherheiten wie im Fluge vergehen können sobald man sich der Situation annimmt.

    Liebe Grüße,
    Jacqueline

  4. Liebe Vanessa,
    Wie du das beschrieben hast, hat mich das sehr gerührt! Ich war auf einer Schule, wo viele Kinder mit Migrationshintergründen die Schule besucht hatten und einige konnten nicht wirklich deutsch sprechen und zudem die sich auch kaum getraut hatten, etwas zu sagen! Umso mehr motivierter war ich, denen eine Hilfe zu sein und gab den freiwillig zb. etwas Nachhilfe oder half den bei Hausaufgaben. Ich habe zum Glück keine „Angst“, da ich selbst Migrationshintergründe habe. Es freut mich sehr zu lesen, dass du deine Angst überwunden hast und sogar eine gute Lehrer-Schüler-Beziehung aufgebaut hast. Auch zeigst du den Schülern, dass sie keine Angst haben müssen und sie auch die Hilfe eines Lehrers annehmen können.

    Liebe Grüße und mach weiter so,
    Jade

  5. Liebe Vanessa,
    ich fand deine anfängliche Berührungsangst sehr verständlich, man muss sich schließlich auf jeden Schüler/ jede Schülerin neu einstellen. Durch dein Gespräch mit dem Mädchen konntest du dich öffnen und sie sich auch, ich denke, dass das auch in den anderen Kindern Interesse an dir geweckt hat. Der Umgang mit Schülern und Schülerinnen einer Willkommensklasse bedarf sehr viel Kompetenz und dass du das als Praktikantin bereits so gut umgesetzt hast ist sehr beeindruckend, jedoch fehlt dies manchen Lehrern vielleicht. Deshalb finde ich deinen Wunsch nach einer ausreichenden Ausbildung für jeden Lehrer sehr sinnvoll.
    Es ist auch sehr interessant zu sehen, dass das Praktikum dir einen neuen Blick in das Berufsfeld des Lehrers gegeben hat, und du dadurch sogar überlegst an einer Sonderschule zu arbeiten.
    Dein Mikroartikel zeigt die Wichtigkeit des Orientierungspraktikums.

    Liebe Grüße Emma Linnéa Flegel

  6. Liebe Vanessa,
    ich fand deinen Beitrag sehr spannend zu lesen, da ich glaube das es viele gibt die nicht einmal wissen, was Willkommensklassen sind bzw. wie mit ihnen gearbeitet wird. Umso wichtiger ist es darüber zu informieren. Außerdem kann ich deine „anfängliche Berührungsangst“ verstehen, denn den SuS ging es wahrscheinlich nicht anders. Außerdem empfinde ich diese Kompetenz als wirklich wichtig zu erlernen, um später auch in solchen Klassen unterrichten zu können. Denn nur weil etwas anders oder neu ist, muss es nicht immer schlecht sein. Und wie du in deinem Mikroartikel schon gesagt hast fehlt einigen Lehrpersonen der Mut, es einfach auszuprobieren. Ich hoffe ich bekomme in meinem Praktikum auch die Chance mit einer Willkommensklasse zu arbeiten und selber einmal zu merken, wie es ist und wie Schüler auf jemand neues reagieren, aber auch wie die Schüler-Lehrerbeziehung mit dem eigentlichen Lehrkörper ist.
    Dein Mikroartikel spiegelt die Wichtigkeit des Orientierungspraktikums enorm wieder.

    Liebe Grüße
    Angelina Seehof

  7. Liebe Vanessa,
    danke für diesen spannenden Erfahrungsbericht!
    Vielen (angehenden) Lehrkräfte sind meist in weiß, privilegierten Umfeldern aufgewachsen. Eine „Berührungsangst“ mit nicht-deutschen Schüler*innen ist meist vorprogrammiert. Unsere Gesellschaft wird zunehmend diverser, das Schulsystem inklusiver und wir müssen dementsprechend auch offener sein. In den Folgerungen sprichst du es ganz deutlich aus: Ja, wir brauchen alle das nötige Grundwissen zum Umgang mit Schüler*innen jeglicher sozialen Herkunft. Die Lehrer*innen Ausbildung muss die Aspekte der Diversität und Inklusion mehr in den Vordergrund des Curriculums stellen. Nur so können wir eine bildungs- und chancengerechte Gesellschaft formen in dem junge, mündige Kinder hineinwachsen können, ohne jegliche Form von Angst gegenüber den „Anderen“ und „Fremden“.

    Solidarische Grüße
    Quang Paasch

  8. Liebe Vanessa,
    danke für diesen schönen Blogbeitrag.
    Als Du Deine anfänglichen Berührungsängste beschrieben hast, konnte ich sehr mit Dir mitfühlen. Ich finde es sehr wichtig, dass man offen darüber spricht, dass man anfänglich Ängste empfinden kann mit den Schüler*innen in Kontakt zu treten, das ist nur menschlich. Viel wichtiger ist es, meiner Meinung nach, dass man es schafft diese Ängste zu überwinden, so wie Du es getan hast. Ich hoffe, dass ich das auch so gut wie Du umsetzen werde.
    Zu Deiner Wahrnehmung,dass die Kinder in Willkommensklassen sehr dankbar und motiviert sind, kann ich nur sagen das ich genau die gleiche Erfahrung gemacht habe. In einem Praktikum im Libanon, wo ich syrische Geflüchtet unterrichtet habe, die durch den Krieg und die daraus resultierende Flucht, nicht mehr in die Schule gehen konnten. Bereits 20 Minuten vor Unterrichtsbeginn standen die Kinder in einer Schlange vor meinem Klassenzimmer und warteten sehnsüchtig auf den Beginn des Unterrichts…

    Ich finde auch, dass alle Lehrer*innen befähigt werden sollten in den Willkommensklassen zu unterrichten. Was hierbei aber besonders wichtig wäre ist, dass die Lehrer*innen in der Lage sind ihren Unterricht sprachsensibel zu gestalten und besonders auch in den naturwissenschaftlichen Fächern, wie etwa Mathematik, einen besonderes Augenmerk auf Sprach legen.

  9. Liebe Vanessa Laabs,
    mich hat Dein Blogeintrag sehr berührt. Besonders wie Du beschreibst, dass Du am Anfang unsicher warst, Berührungsängste hattest, zeigt doch dass zu einer Tätigkeit als Lehrer*in nicht nur die Theorie der Module an den Universitäten gehört, sondern auch ganz viele Erfahrung. Besonders der Praxisbezug hat mir im ersten Semester sehr gefehlt, umso mehr freue ich mich auf das Praktikum im Sommer. In Deinem Blogeintrag zeigt sich, dass Du ein Händchen dafür hast mit fremden Menschen in Kontakt zu treten. Diese Fähigkeit finde ich für den Lehrerberuf sehr wichtig.
    Dadurch, dass ich Sonderpädagogik studiere habe ich mich im letzten Semester schon vermehrt mit dem Thema Inklusion beschäftigt. Das hat bei mir besonders die Frage ausgelöst, warum ich als Sonderpädagogik-Studentin etwas über die emotionale und soziale Entwicklung von Kindern lerne, aber die anderen Lehramt-Studierenden, die verschiedene Unterrichtsfächer studieren, nicht. Für ein inklusives Schulsystem brauchen alle an der Arbeit in Schulen beteiligten Menschen Wissen in diesem Bereich. Und selbst ohne Inklusion beinhaltet der Bereich emotionale und soziale Entwicklung von Kindern einige Themen, die generell von Bedeutung sind. Denn kann Suizidalität und Trauma nicht jede und jeden betreffen?
    Ich hoffe, dass alle Lehramtsstudierenden gut auf die vielen Facetten der Arbeit an Schulen vorbereitet werden.
    Alles Gute Dir!
    Ninel Kuhl

  10. Liebe Vanessa Laabs,
    zuerst möchte ich dir Danken, dass du diese Erfahrung mit uns teilst. Zudem hat mich dein Blogeintrag sehr berührt & mir selbst mehr Mut gegeben das zukünftige Praktikum selbstbewusster und offener zu absolvieren. Ich kann mir nur zu gut vorstellen, dass auch ich erst einmal nicht wüsste, wie ich ein Gespräch mit den SchülerInnen anfangen sollte, aber umso mehr Zuspruch gibt mir nun dein Eintrag. Zudem freut es mich sehr, wie abwechslungsreich der Lehramtsberuf sein kann. Ich selbst empfinde es als äußerst wichtig, dass immer mehr LehrerInnen sich mehr mit Willkommensklassen und Inklusionsklassen auseinandersetzen, da dies heutzutage vermehrt auftreten kann. Dies ist einer der Gründe warum ich Sonderpädagogik als Hauptfach gewählt habe & hoffe das sich dies in solchen Situationen als wertvoll herausstellen wird.

    Liebe Grüße & alles Gute Luise Steckel.

  11. Liebe Vanessa,
    danke für deinen Beitrag! Zu Beginn hast du über deine Berührungsängste gesprochen, die ich zu 100% nachvollziehen konnte, denn ich hätte genauso gedacht. Da diese Situation ja auch eine spezielle war, fand ich das toll, dass du dich überwunden und jedem deine Hilfe angeboten hast. Man merkt, dass du dich viel sicherer gefühlt hast, als du dich mit dem Mädchen unterhalten und gemerkt hast, dass man keine Angst bzw. Berührungangst zu haben braucht. Dies hat dich in der Situation mehr geprägt und auch wahrscheinlich gelehrt, dass es zu Beginn immer schwer ist, und sobald es zur Gewohnheit kommt, einem das viel leichter fällt.
    Viel Erfolg und Glück weiterhin!

    Liebe Grüße
    Jaimee

  12. Liebe Vanessa,
    deine Erfahrungen in einer Willkommensklasse haben mich persönlich sehr berührt, vor allem deine Beziehung zu den schüchternen Jungen, der die deutsch Sprache noch nicht sehr gut beherrschte. Natürlich hat man auch ein wenig Angst davor, bereits nach wenigen Monaten Studium vor einer Klasse zu stehen und zu unterrichten, aber letztlich nützen diese Erfahrungen am meisten, welche die ,,Angst“ überwinden lassen und zu Gewohnheiten werden. Du hast mir selbst mehr Mut gegeben mein zukünftiges Praktikum selbstbewusster und zuversichtlicher zu meistern. Aus deinem Beitrag kann man entnehmen, dass dir auch selber bewusst wurde, dass man eigentlich gar keine Angst braucht, um mit SchülerInnen in Kontakt zu treten. Vielen Dank für deine Erfahrungen.

    Liebe Grüße und alles gute weiterhin!! 🙂

  13. Liebe Vanessa,

    Ich stimme dir vollkommen zu, dass der Lehrerberuf viel mehr Facetten hat, als wir manchmal zugeben wollen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Willkommensklassen eine besondere Herausforderung darstellen, weil es vor allem um Jugendliche und Kinder geht, die viel mehr Unterstützung brauchen. Ich würde mich auch ab deiner Stelle am Anfang unsicher fühlen und nicht wissen können, was ich mit diesen Schülern anfangen soll. Aber am Ende brauchen wir alle, als Menschen Zuneigung und Aufmerksamkeit. Ich denke eine aufrichtiges Interesse an den Schüler, gekoppelt mit Achtsamtkeit wird uns als Lehrer, den Umgang mit den Schülern sehr vereinfachen und erleichtern, wenn nicht sogar uns allen viel Spass machen.

  14. Liebe Vanessa,
    Ich stimme dir vollkommen zu, dass der Lehrerberuf viel mehr Facetten hat, als wir manchmal zugeben wollen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Willkommensklassen eine besondere Herausforderung darstellen, weil es vor allem um Jugendliche und Kinder geht, die viel mehr Unterstützung brauchen. Ich würde mich auch ab deiner Stelle am Anfang unsicher fühlen und nicht wissen können, was ich mit diesen Schülern anfangen soll. Aber am Ende brauchen wir alle, als Menschen Zuneigung und Aufmerksamkeit. Ich denke eine aufrichtiges Interesse an den Schüler, gekoppelt mit Achtsamtkeit wird uns als Lehrer, den Umgang mit den Schülern sehr vereinfachen und erleichtern, wenn nicht sogar uns allen viel Spass machen.
    Liebe Grüsse
    Seda Boran-Krüger

  15. Liebe Vanessa,

    Deine beschriebene Situation in der Willkommensklasse hat mich sehr berührt und ich danke dir für diesen tollen Einblick. Ich selber hatte bei meinem ersten Praktikum auch „Berührungsängste“ und werde vor dem nächsten Praktikum bestimmt auch wieder ein bisschen nervös sein und ich denke, das ist auch menschlich. Es freut mich, dass du so schnell einen guten Draht zu den Schüler/innen aufbauen konntest und sie auch auf dich zugegangen sind! Das zeugt von einer positiven Ausstrahlung deinerseits. Es freut mich, dass du deine Ängste überwinden konntest und zeigt, dass man sich vorher oft zu sehr verrückt macht. Ich werde den Beitrag im Hinterkopf behalten und versuchen, auch alles ein bisschen auf mich zukommen zu lassen. Denn manchmal ergibt sich die Kommunikation von ganz alleine ( wie du schon erzählt hast als das Mädchen auf dich zukam).
    Ich stimme dir zu, dass angehende Lehrkräfte auf jeden Fall eine bessere Ausbildung bzgl. des Unterrichtens in Willkommensklassen bzw. allgemein für Kinder, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, benötigen. Ich selber wüsste nicht, ob ich diese Herausforderung einfach so angenommen hätte, aber dein Beitrag hat mir gezeigt, dass ich, falls sich die Chance ergibt, diese auf jeden Fall nutzen werde! Vor allem die Dankbarkeit dieser Kinder zeigt mir, dass es wert ist, auch mal über den Tellerrand hinauszublicken und Neues auszuprobieren und gerade die Unterstützung in Willkommensklassen ist so wichtig. Allgemein ist praktische Erfahrung total wichtig und kommt im Studium leider viel zu kurz. Daher freue ich mich schon auf das Orientierungspraktikum.

    Lieben Dank und Liebe Grüße
    Sarah

  16. Liebe Vanessa,
    deine beschriebene Berührungsangst kann ich sehr gut nachempfinden. Am Anfang meines Praktikums in einer Kiez-Schule mit vorbildlicher Inklusion wurde ich auch mit einer sehr heterogenen Klassen konfrontiert, was mich fürs Erste mächtig eingeschüchtert hat.
    In meiner eigenen Schulklasse gab es vielleicht 5 nicht-deutsche Kinder, die aber alle nahtlos integriert waren. Dass ein Kind gar kein Deutsch kann, das hatte ich bis dahin nicht erlebt. Kinder mit Beeinträchtigungen waren mein ganzes Schulleben lang nicht mit mir in einer Klasse.
    Die Unsicherheit, die man selbst verspürt, geht meiner Meinung nach schnell auf die Kinder über. Wie du geschrieben hast: Je lockerer du wurdest, desto vertrauter wurde die Situation und einzelne Schüler*innen kamen sogar von alleine auf dich zu. Ich finde es ist schön zu hören, mit welcher Sensibilität du an dieses Thema „Willkommensklasse“ rangegangen bist, was sicherlich nicht immer selbstverständlich ist. Meiner Meinung nach hast du Recht und es sollte eine adäquate Schulung von neuen Lehrern hinsichtlich dieser besonderen Situationen erfolgen, auch wenn es nicht Pflicht ist, sich in solch einer Klasse zu engagieren.

    Liebe Grüße
    Kaija

  17. Dear Vanessa,

    I hope English is alright. Your experience reminded me a lot of a class I had a few years ago in a language school in Brazil. It was a special „cheaper“ class for children coming from public schools (private is the norm there). The students, 10 in the class, all between 8 & 12 y.o. had never been in a classroom with less than 80 students and had never had the opportunity to ask questions & participate in class. The public system couldn’t have been more different to the system adopted by that specific language school. It was my first class by myself and the program relied 100% on having the students speak English out loud. These students would not. At all. It was either pure silence or complete chaos in Portuguese. Classroom mode or free-time mode. The first week I was at a loss not knowing what to do with that class, as they wouldn’t take part in any of the exercises I prepared. Not even games! So the next week I brought a set of colourful markers for the white-board. Assigned a colour to each student and told them to „write on the board as much as you want as long as it’s in English or a drawing, I don’t mind what it is or whether it’s right or wrong“. It took them some time, but soon enough they couldn’t resist the will to try the white-board for the first time. While they did, I had the chance to talk to them in English, one by one. It wasn’t a class anymore, so they didn’t mind. From then on, every class started with 10 minutes of the same „exercise“. It was enough to get them to feel confident and safe enough to participate, in English. Enough to get them out of what they had always been taught was classroom mode: pure silence. And every class ended with a game (something they also couldn’t even imagine taking place in a classroom). Contrary to what might seem, they participated more and behaved better in class than any other class I’ve had after. Instead of taking advantage of the freedom, they understood that there was an agreement in place. They would be allowed as much freedom as possible as long as they could behave themselves and participate during the rest of the time. Even though it was a 16-20h class on a Friday night and most of them were exhausted from starting the day at 6am or earlier, the reminder that they would have freedom in class as soon as they had participated where they needed to was enough to keep them all motivated. And their thankfulness to have a fun class that was focused on them and their needs was incredible. I’ll never forget that experience.

  18. Liebe Vanessa,
    Du hast die Situation wirklich schön beschrieben, so dass man sich selbst richtig lebhaft/emotional einfühlen konnte. Ich kann mir selber gut vorstellen, wie es ist, das erste mal in einer solchen Situation zu sein und es ist schön, wenn man diese vermeintlichen Brücken überwinden kann.
    Ich kann Dir nur Recht geben, dass Lehrer wirklich pädagogisch so ausgebildet werden sollten, dass sie auch für solche Situationen bereit sind und Menschen unterstützen können, die es im Moment am meisten brauchen, bei denen aber wahrscheinlich dadurch auch die meiste Dankbarkeit zurück kommt und man wirklich einen großen Unterschied machen kann.

    Liebe Grüße
    Leonard

  19. Liebe Vanessa Laabs,

    dein Bericht war realistisch geschrieben, ich konnte mich da sehr einfühlen, und sehr spannend: Du hast eine Situation gewählt, über die ich noch nie bewusst nachgedacht habe, vor allem mit Blick auf die Zukunft als Lehrperson. Damit hast du ein überaus wichtiges Thema angesprochen und mir eine neue Facette des Lehrberufes gezeigt.
    Ich fand es schön zu lesen, wie du und die Schüler sich einander geöffnet haben, dadurch hast du einen schönen Aspekt dieses Berufes festgehalten.

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Felicitas Schober

  20. Liebe Vanessa Laabs,

    zunächst einmal finde ich es mutig von dir, die Willkommensklasse mit der weiteren Praktikantin zu übernehmen. Ich wüsste gar nicht so recht, wie ich mit dieser Klasse richtig umzugehen hätte. Wie du bereits beschrieben hast, sind die Gründe für die Flucht der Schüler/Schülerinnen dir nicht bekannt gewesen und daher sind die Gedankengänge, die du mit uns teilst natürlich nachvollziehbar. Wie es aussiehst hast du dich in dieser Situation richtig verhalten und so das Vertrauen der Schüler und Schülerinnen gewonnen, sodass sie angefangen haben mit dir zu reden und immer mehr über sich erzählen. Ich denke aus dieser Situation hast du sehr viel für die Zukunft mitnehmen können. Sehr wichtig ist, dass du Spaß an der Arbeit mit den Schülern hast. Die Einsicht, dass jede Lehrkraft ausreichend pädagogisch ausgebildet sein sollte, um aushelfen zu können, finde ich absolut richtig. Denn in Laufe der Zeit haben die Ereignisse auf der Welt einen Einfluss auf das Schulwesen genommen, sodass die Lehrer sich den Veränderungen anpassen sollten.

    Vielen Dank für diesen Beitrag!

  21. Liebe Vanessa Laabs,
    dein Beitrag erinnert mich sehr an meine Erfahrungen, die ich während meiner praktischen Tätigkeit an Grundschulen gemacht habe.
    Ich schließe mich deinen Ansichten an und hatte auch das Gefühl, dass die Willkommenskinder sehr neugierig sind, neues lernen wollen und sehr viel Interesse zeigen.
    Jedoch finde ich, dass man den Kindern zu wenig Zeit und Förderung anbietet. Diese Kinder brauchen sehr viel Aufmerksamkeit, damit sie in den Klassen inkludiert werden können.
    Ich denke das liegt daran, dass es zu einem Mangel am Personal gibt und noch zu wenig Personal, die bereit und in der Lage sind mit solchen Kindern zu arbeiten.
    Während meines Praktika hatte ich viele Kinder, deren Hintergrund sehr schrecklich sind und deren Flucht nicht vorstellbar für uns sind. Diese Kinder habe ich mir genauer angeguckt und gemerkt, sobald man schrittweise mit ihnen arbeitet, dass die Kinder sehr viel Spaß haben und offener werden.
    Ich bin ein sehr offener und direkter Mensch. Ich hatte kaum Schwierigkeiten mich Willkommenskinder zu nähern oder den Kindern zu offen.

  22. Liebe Vanessa,
    ich finde es sehr schön, dass Du Deine Erfahrungen und Gedanken so offen teilst. Ich denke, das hilft vielen weiter, denen es ähnlich geht. Aber nun zu Deiner Erfahrung im Praktikum. Wie Du ja sehr schön beschrieben hast, ist das Unterrichten einer Willkommensklasse eine besondere Herausforderung, die sich nicht viele Lehrer*innen zutrauen. Vielen geht es vielleicht ähnlich wie Dir. Im Gegensatz zu einer „Praktikantin“ haben Lehrkräfte ja noch mehr Verantwortung, was nicht unbedingt dazu beiträgt, dass mehr Lehrkräfte in „besonderen“ Klassen oder Schulen unterrichten möchten. Im Hinblick darauf hast Du die Chance, solche Erfahrungen im Praktikum zu sammeln, optimal genutzt. Das ermutigt auf jeden Fall in dieser Phase Neues auszuprobieren und auch Situationen, in denen man unsicher ist, nicht aus dem Weg zu gehen.
    Vielen Dank dafür.
    Viele Grüße
    Isabel

  23. Hallo Vanessa,
    Es war sehr interessant dein Eintrag zu lesen und etwas über deine Gedanken und anfänglichen Ängste zu erfahren. Ich glaube, ich wüsste auch nicht genau, wie weit ich mit meien Fragen gehen kann, ohne die Kinder zu sehr an ihre Erlebnisse zu erinner. Wie du damit umgegangen bist, finde ich sehr gut.
    Ich finde es sehr mutig, dass ihr beide euch zugetraut habe, die Willkommensklasse größtenteils alleine für diese Stunde zu übernehmen. Ich kann mit vorstellen, dass die mangelnden Deutschkennnisse der Schülerinnen und Schüler einen selbst vor eine neue Herausforderung gestellt hat, aus der du bestimmt viel gelernt hast.
    Dein Eintrag hat mir sehr gut gefallen!
    Liebe Grüße
    Sarah

  24. Liebe Vanessa,

    ich kann diese Sorge absolut nachvollziehen und kenne sie sehr gut von mir selbst. Schließlich sind es viele unbekannte Individuen, die man nun beschäftigen und unterhalten soll.
    Was für mich diese Arbeit mit Kindern ausmacht ist genau diese Erfahrung, die du schilderst. Kinder sagen manchmal viel deutlicher als Erwachsene was ihre Bedürfnisse sind und was du dazu beitragen kannst. Häufig-wie bei dir – ergreifen sie auch selbst Initiative.
    Dein Blogbeitrag hat mir ein Stück die Unsicherheit vor der neuen Klasse genommen, mit der ich im Praktikum interagieren werde. Danke!

    LG Chiara

  25. Liebe Vanessa,

    als ich angefangen habe deinen Beitrag zu lesen musste ich etwas schmunzeln, auch wenn es dafür zu Anfang keinen Grund gibt, aber ich erkenne mich in deinem Verhalten sehr gut wieder. Mir fällt es auch schwer den richtigen Anfang zubinden, ein Gespräch aufzubauen und über meinen eigenen Schatten zu springen. Gerade mit Kindern einer Willkommensklasse hätte ich Schwierigkeiten, weil ich nicht wüsste wie vorsichtig und sensibel ich sein muss, welche Themen angesprochen werden können ohne den Respekt und die Privatsphäre zu verletzen.
    Ich finde es besonders schön, dass du das Eis brechen konntest, als das kleine Mädchen zu dir kam und dir unwissentlich dabei geholfen hat aus dir raus zu kommen. Somit habt ihr euch quasi gegenseitig geholfen.
    Schön, dass Du eine solche Erfahrung machen konntest!

    Liebe Grüße und mach weiter so!
    Hanna

  26. Liebe Vanessa,

    Danke für deinen spannenden Blogeintrag!

    Dein Blogeintrag hat mich an meine Schulzeit erinnert. Auch wir hatten mehrere Willkommensklassen (W-Klasse) in unserer Schule. Die W-Schülerinnen und Schüler konnten in den “regulären“ Klassen hospitieren. Wie auch dir kamen mir die Schüler/innen zuerst sehr schüchtern vor. Auf dem Schulhof lernte ich dann eine Schülerin aus der W-Klasse kennen. Wir unterhielten uns zuerst auf Englisch. Interessant wurde es für mich, als ich die Lehrerin, welche die W-Klasse unterrichtete, fragte ob ich in ihrer W-Klasse hospitieren darf. Die W-Schüler/innen wunderten sich natürlich als ich das erste Mal da war. Als ich an ihrem Unterricht teilnahm, wurde mir auch klar, dass keiner dieser Schüler/innen wirklich schüchtern war. Es machte sehr viel Spaß an ihrem Unterricht teilzunehmen und das Verhältnis zwischen den Schüler/innen kann man meiner Meinung nach schon als familiär bezeichnen, da man merkt, dass sie alle etwas miteinander verbindet.

    Da mein Vertiefungsfach Sonderpädagogik ist, wird mir mein Praktikum hoffentlich deutlich machen, ob ich mir die Arbeit an Sonderschulen vorstellen kann.

    Liebe Grüße

    Dominique Köpke

  27. Liebe Vanessa,

    danke für den tollen Blogbeitrag.
    Leider ist es wirklich sehr oft so, dass Lehrer*innen Berührungsängste haben, wenn sie in eine Willkommensklasse sollen bzw. müssen. Aber auch nachdem die Kinder in „normale“ Klassen integriert werden, kann man diese Ängste der Lehrkraft noch finden. Was eigentlich sehr schade ist.
    Ich finde das eigentliche Problem beginnt schon viel eher – allein wenn man an den Begriff „Inklusion“ denkt. Meiner Meinung nach braucht man diesen „gemachten“ Begriff nicht, weil es etwas ist, das eigentlich selbstverständlich sein sollte. Und genauso sollte es selbstverständlich sein, in einer Willkommensklasse ohne Scheu zu unterrichten – natürlich mit einem gewissen „Handwerkszeug“.
    Aus persönlicher Erfahrung in der Kita weiß ich, dass gerade die Arbeit mit Flüchtlingskindern sehr angenehm ist und man dabei selber so viel lernen kann. Außerdem ist mir immer aufgefallen, dass diese Kinder sehr neugierig sind und sobald die erste Scheu verflogen ist, sie sehr offenherzig sind und neues Wissen förmlich aufsaugen.
    Außerdem ist die Dankbarkeit ein wahnsinn und die kommt meist nicht nur von den Kindern, sondern auch oft von den Eltern dieser Kinder.
    Man muss glaube ich einfach mal über die eigene Angst/Scheu springen und es „neues“ wagen.

    Viele Grüße
    Nicole Westphal

  28. Liebe Vanessa,

    mir hat dein Beitrag sehr gut gefallen. Ich finde es sehr motivierend, wie du mit der Situation umgegangen bist. Ich finde es toll, dass du dich so schnell überwunden hast und die Schüler unterstützt und mit ihnen geredet hast. Besonders, dass die Schüler selbst auch so motiviert und engagiert waren, berührt mich. Besonders schön finde ich, dass die Schüler sich dir öffnen konnten und nacheinander zu dir kamen. Man trägt eine hohe Verantwortung und ich hoffe, dass ich später mal auch in der Lage sein würde, so eine Klasse zu unterstützen. Auch, dass dir die Unterrichtsstunde so gefallen hat, sorgt dafür, dass ich mich noch mehr auf mein Praktikum freue und gespannt bin, wie es ablaufen wird. Ich hoffe, dass auch ich solche schönen und vor allem lehrreichen Erfahrungen sammeln kann.

    Liebe Grüße
    Rosa Abdulrahman

  29. Liebe Vanessa,

    mir hat dein Blogbeitrag sehr gefallen. Ich hätte an deiner Stelle am Anfang wahrscheinlich auch sehr viel Angst gehabt auf die Schüler zuzugehen, vor allem wenn die Schüler überwiegend unsicher mit der deutschen Sprache sind. Umso erstaunlicher fand ich es, dass du dich so schnell mit den Kindern integrieren konntest und ihnen auch bei ihren zahlreichen Problemen geholfen hast. Aber auch die Kinder haben mich in deinem Beitrag fasziniert, immerhin sind sie auch auf eine eher unbekannte Person sofort zugegangen und haben mehrfach nach deiner Hilfe gefragt. Für die Erfahrung war es sicherlich cool, dass du schon so früh quasi eine Stunde fast alleine leiten musstest, auch wenn es wahrscheinlich mit ein wenig Stress verbunden war. Insgesamt hat mich der Beitrag sehr neugierig auf mein eigenes Praktikum gemach und wie es wohl ablaufen wird. Ich hoffe, dass ich später auch in gewisser Weise meine Klasse so unterstützen kann, wie du es beschrieben hast.

    Liebe Grüße
    Xavier Neumann

  30. Liebe Vanessa,

    vielen Dank für deine Schilderungen! Obwohl ich mein Schulpraktikum noch nicht absolviert habe, kann ich von ähnlichen Erfahrungen berichten. Zu meiner Schulzeit war ich in der Arbeitsgemeinschaft (AG) „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Zusammen mit vielen anderen Schülerinnen und Schülern (SuS) haben wir einige Projekte mit zwei Willkommensklassen durchgeführt. Mal waren nur unsere AG und die beiden Willkommensklassen beteiligt, mal war die gesamte Schulgemeinschaft involviert. Gemeinsam haben wir gekocht, gebastelt und gelacht. Kurz: Wir haben den sonst oft montonen Schulalltag vergessen lassen. Die SuS der Willkommensklassen waren unendlich begeistert von unserem Einsatz. Sie waren, wie du es bereits erfahren hattest, jederzeit motiviert und engagiert. Solche Erfahrungen, wie du und ich sie gemacht haben, zeigen, was in der Schule alles möglich sein kann.

    Liebe Grüße

    Karim Hassan

  31. Liebe Vanessa,
    Vielen Dank für deinen großartigen Blogbeitrag!
    Ich finde, es wundervoll wie du deine Erfahrung so offen mit uns teilst! Ich teile definitiv deine Meinung, dass der Lehrerberuf viel mehr Diversität und Facetten aufweisen kann, wenn man es nur zulässt! Das Unterrichten in Willkommensklassen bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich als Lehrkraft neu zu orientieren, den Menschen zu verstehen, eine neue Kultur zu verstehen und neue Unterrichtsschwerpunkte zu setzen. Genau, weil es nicht Pflicht, sollte man sich bewusst sein, dass man sehr viel Verantwortung bei der Weiterbildung der Schüler trägt, diese prägt und auf ihr weiteres Leben vorbereitet. Insbesondere deine Aussage, dass die Schüler aus Willkommen Klassen enorme Dankbarkeit zeigten, sollte Lehrer dazu animieren, mit Freude und Elan diese Schüler zu fördern und zu unterstützen!

    Liebe Grüße,
    Rabia Akdemir

  32. Liebe Vanessa,
    danke für deinen schön formulierten Blogbeitrag. Ich kann es vollkommen nachvollziehen, dass du zu Beginn verunsichert warst. Es braucht immer eine gewisse Zeit bis man sich auf die Situation und die Kinder eingestellt hat. Dadurch, dass sich die aufgeschlossenen Kinder direkt an dich gewandt haben, konnten die eher schüchternen Kinder beobachten und Vertrauen zu dir gewinnen. Dein Beitrag zeigt, dass es nicht immer nur um den Unterricht als solches geht, sondern das zwischenmenschliche Interaktionen genauso wichtig sind. Außerdem gibst du einen guten Einblick, wie sich die Zusammenarbeit mit Willkommensklassen gestaltet.

    Liebe Grüße
    Lisa

  33. Liebe Vanessa,

    ich finde es ganz toll, dass du so dir einen Praktikumsplatz in einer Willkommensklasse ausgesucht hast. Ich kann allerdings deine Berührungsängste anfangs sehr gut verstehen. Es ist ungewohnt in einem Umfeld zu unterrichten, der anders ist, als seine eigene Schulzeit. Umso schöner finde ich es, mit was für einer Erfahrung du aus dem Unterricht gegangen bist.
    Ich denke, viel mehr Lehrer sollten ihre Ängste oder ihren Respekt, in einer Willkommensklasse zu unterrichten, überwinden. Denn es ist wichtig, dass auch diese Kinder einen Unterricht bekommen, in dem sie angenehm lernen können und Wertschätzung erhalten. Die Lehrer- Schüler Beziehung ist in diesem Kontext sehr wichtig!

    Liebe Grüße

    Jule Nottrott

  34. Liebe Vanessa,

    Ich habe eben deinen Blogeintrag gelesen und erst einmal darüber nachgedacht. Deine Erfahrung hat mich sehr berührt, weil sie mich an meine eigene Schulzeit erinnert. Als ich in der 8. Klasse war, kam eine Willkommensklasse (bei uns hieß sie damals „Seiteneinsteigerklasse“) zu uns an die Schule. Natürlich begegnet man sich jeden Tag und ich war immer neugierig, die Kinder zu fragen, wer sie sind und woher sie kommen. Getraut habe ich mich damals aber nicht und das eigentlich aus dem gleichem Grund, den auch du beschreibst. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte und hatte Sorge nach etwas zu fragen, das die Kinder eigentlich gar nicht erzählen möchten. Heute finde ich das schade, denn bestimmt hätte man sich gegenseitig eine Menge erzählen können, sobald das Eis einmal gebrochen ist. Zwar warst du in deinem Praktikum als „Lehrerin“ und nicht als Schülerin da, aber ich finde, das wurde in deinem Beitrag wunderbar deutlich. Dass man durch das Beisammensein und „werkeln“ im Unterricht eine Bezugsperson für die Kinder darstellt, der sie sich öffnen und von der sie jede Menge lernen können. Ich bin mal sehr gespannt auf meine ersten Unterrichtserfahrungen in die Richtung- in deinem Beitrag klang es zwar nach einer Herausforderung, aber gleichzeitig auch nach einer wirklich schönen Aufgabe. 🙂
    Liebe Grüße, Hannah

  35. Liebe Vanessa,

    durch deinen sehr schön geschriebenen Erfahrungsbericht sieht man sehr stark, wie wichtig eine ausreichende Ausbildung der Lehrkräfte ist. Deine anfänglichen Berührungsängste sind sehr verständlich und evtl. liegt es auch daran, dass es kaum Lehrkräfte für Willkommensklassen gibt. Dies war mir nicht bekannt aber ist dennoch sehr schade. Möglicher Weise trauen es sich einige Lehrkräfte nicht zu, da der Rahmenlehrplan in Willkommensklassen komplett vom regulären Lehrplan abweicht und sie so ihre ,,Komfortzone“ verlassen müssten. Dies erfordert viel Mut. Durch deine jedoch sehr schön beschriebene Erfahrung hast du mich dazu motiviert, mich während meines Praktikums auch einmal in eine Willkommensklasse zu setzen, woran ich anfangs gar nicht gedacht hätte. So kann man sicherlich viele Erfarungen sammeln und in Sprachen noch etwas dazu lernen.
    Vielen Dank für das Teilen deiner spannenden Erfahrung.

    Liebe Grüße
    Melissa

  36. Liebe Vanessa,
    eine bemerkenswerte und interessante Erfahrung, die du durch deinen Blogbeitrag mit uns teilst, danke! Ich kann mir die von dir geschilderten Hemmungen und Berührungsängste ziemlich gut vorstellen. Werden sie mich verstehen? Wollen sie sich überhaupt mit mir unterhalten oder schüchter ich einige durch mein „gutes“ Deutsch vielleicht sogar ein? Wie gut, dass die eine Schülerin von selbst auf dich zu kam und ein Gespräch begonnen hat. Fragst du dich manchmal, ob die Stunde auch ohne ihren Einfluss einen so kommunikativen Verlauf genommen hätte? Ich in der Situation hätte mir diese Frage mit Sicherheit gestellt. Eigentlich sehe ich mich als sehr kommunikativ, aber die Überwindung und Ungewissheit, wie man in Willkommensklassen am besten spricht, ohne einzuschüchtern oder versehentlich Emotionen und Ängste wieder erweckt, kann ich mir nur zu gut vorstellen. Wahrscheinlich wüsste ich von selbst gar nicht an die Sache ranzugehen, aber du willst ja auch nicht unsicher als Lehrkraft darstehen, sondern die Kinder vorran bringen. Und deshalb bin ich da voll auf deiner Seite! Auch der Umgang mit Willkommensklassen sollte in der Lehrerausbildung einen Platz finden. Klar wird nicht jeder nach dem Studium eine solche Klasse unterrichten, aber ich finde diese Fertigkeiten sollte ein Lehrer einfach mitbringen. Es kann ja auch vorkommen, dass er mit den Willkommensschülern mal in der Pause agieren muss. Oder er in den Regelklassen auch Schüler hat, die schlechte Sprachkenntnisse oder traumatische Erfahrungen gemacht haben…
    Der Umgang sollte deshalb definitiv gelehrt werden. Danke für den Austausch und die Teilhabe an deinen Erfahrungen! Hat sehr zum Nachdenken angeregt…

  37. Liebe Vanesse,

    Ich finde die Willkommenklasse sehr interessant ist, weil es viele Freiheit gibt. Ja, stimmt, dass du geschrieben hast, dass es sehr wichtig ist, dass dafür die Lehrkräfte mehr ausgebildet sein sollte, aber gleichzeitig, wenn es möglich ist, meiner Meinung nach, wäre es schon die kreative Idee, insbesondere im Kunst Unterricht zu verwirklichen.
    Aber ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, wenn es keine richtige Richtung oder keine Lehrer*innen, die den Unterricht führen gibt, wäre es schwer die Frage zu stellen.
    Deinen Erfahrungen, wie z.B selbst aktiv Suche nach die Kinder, die Hilfe benötigen und erste Frage zu stellen gefallen mir persönlich, insbesondere in der Klasse, wo die Studenten nicht so gute sprachliche Erkenntnis haben.

    Ich hätte das gleiche Problem treffen in deiner Situation, aber von deiner Erfahrung lernen ich, wie dieses Problem geschafft werden kann.

    Grüße
    Jeeho

  38. Liebe Vanessa,
    auch ich fand deinen Beitrag total spannend und schön. Es ist sehr interessant darüber zu lesen, wie es in Willkommensklassen abläuft. Besonders rührend fand ich auch die von dir beschriebene Dankbarkeit, die die SuS dir entgegenbrachten und wie doch offenbar beide Teile zu Beginn etwas schüchtern miteinander waren. Dabei war es sehr interessant zu lesen, wie schnell das Eis dann doch bricht. Gerade für mich als jemand, die sich sehr für DaZ und Förderung von SuS mit Migrationshintergrund begeistert, war es total interessant und ich würde gerne noch mehr solcher Berichte lesen 🙂

    Liebe Grüße,
    Anne

  39. Liebe Vanessa,
    ich finde deiner Handlung dieser Situation angemessen. Es ist immer wichtig zu bemerken, dass es nicht nur um Themen beizubringen geht, sondern auch eine richtiger Umgang in der Praxis mit den Schülern anwenden, da sie von verschieden Hintergründen kommen und unterschiedliche Anforderungen benötigen. Die Flexibilität des Lehrers, Aufmerksamkeit und Anerkennung Individuelle Aspekten der Schülern sind wichtige Fertigkeiten die man als Lehrer in sein Alltags üben muss, und deiner Erfahrung ist ein sehr gutes Beispiel dafür, vielen Dank dass du dieser geteilt hast.
    Liebe Grüße
    Nelson

  40. Liebe Vanessa,
    danke für deinen Eintrag. Als ich das gelesen habe, ist mir nochmal klar geworden, warum ich mich gerade für Sonderpädagogik entschieden habe. Du hast geschrieben, das dir die Dankbarkeit und das Engagement besonders gefallen haben und das viele Lehrer ungern Willkommen Klassen unterrichten. Genau solche Klassen möchte ich später unterrichten. Ich fand es sehr gut, dass du diese Erfahrungen gemacht hast und du dich deinen Herausforderungen gestellt hast.
    Deine Berührungsängste, die du beschrieben hast,
    kann ich voll und ganz verstehen. Das hat mir nochmal gezeigt, wie wichtig es ist, eine gewisse Menschenkenntnis in dem Beruf mitbringen.
    Dein Beitrag zeigt einfach wie viel Geduld du mitbringst und gerade das ist sehr wichtig.
    LG
    Anaya Altaf (10.00-12.00)

  41. Lieben Vanessa,
    wie so viele andere hat mich Dein Bericht sehr berührt. Ich denke, dass es auch für bereits langjährig als Lehrer Tätige eine sehr wichtige Erfahrung sein könnte, in Willkommensklassen zu unterrichten. Denn dort erhält man einen ganz anderen Zugang zu den Schülern. Es geht weniger als gewohnt um das Ihnaltliche und mehr um das Persönliche. Interesse zu zeigen und den Kindern Hilfe anzubieten kann zu sehr schönen Erfahrungen führen. Natürlich ist eine Lehrkraft auch in Willkommensklassen keine Freundin, kein Freund, aber es hilft den SuS bestimmt sehr, ohne großen Druck im wortwörtlichen Sinne anzukommen. Alles ist neu, persönliche Geschehnisse beherrschen womöglich das Denken. Dass sich jemand den SuS mit ehrlichem Interesse und dem Willen Hilfestellung zu geben, annimmt, wird auch dazu beitragen, dass sich die Kinder öffnen (siehe Dein Erfahrungsbericht). Ich hoffe, dass sich viele Studenten auf solche Praktikumsplätze bewerben, denn letztendlich wollen wahrscheinlich alle nicht nur reine Wissensvermittler werden, sondern auch dazu beitragen, dass Ihre SuS als Persönlichkeiten wachsen und positive Erfahrungen mit der Schule verbinden. Denn auch das ist für ihre zukünftige Schullaufbahn (auch ihre Motivation zu lernen) von großer Wichtigkeit.

  42. In den Willkommensklassen geht es ja darum, den Kindern Deutsch beizubringen, deshalb auch der entsprechende Hinweis der Lehrerin. Wenn man sich da erst mal auf 2 Kinder konzentriert und merkt, dass das gut funktioniert, wird man bestimmt ermutigt, dies dann auch auf andere Kinder auszuweiten. Manche Kinder sind sicher nicht so offen von sich aus und benötigen eine starke Ansprache. Es ist wahrscheinlich schwierig eine Diskussion in der Klasse zustande zu bringen und wenn man es schafft, dass alle einem zuhören, ist man meiner Erfahrung nach schon ziemlich gut dabei. Die Willkommensklassen sind oft sozial durchmischter als die anderen Klassen und Vorwissen und Lernfortschritt klaffen noch weiter auseinander als bei den herkömmlichen Klassen, sodass man gezwungen wird, eine hohe Differenzierung innerhalb der Lerngruppe vorzunehmen. Dabei ist es egal, ob man gerade Deutsch, Kunst oder Mathe macht. Ich denke es wird immer so aussehen, dass man einige Kinder anleitet und die anderen nur im Auge behält und dann zur nächsten Gruppe/zum nächsten Kind geht, da man den Kindern oft – vielleicht nicht unbedingt bei Kunst – unterschiedliche Aufgaben geben muss.

  43. Liebe Vanessa,
    danke für diesen schönen Beitrag!
    Dass du deine Gedanken so offen mit uns teilst, finde ich toll und hilft sicher auch vielen sich weniger Sorgen um Berührungsängste und Kommunikationsschwierigkeiten zu machen. Die Interaktion mit SchülerInnen ist ein wichtiger Bestandteil des Lehrerberufs und ich kann mir gut vorstellen, dass das vor allem in Willkommensklassen durch die Sprachbarriere nicht allzu einfach ist. Umso motivierender finde ich es, dass du so positive Erfahrungen damit gemacht hast und natürlich wird es in der heutigen Zeit auch immer wichtiger als Lehrer dahingehend ausgebildet sein. Ich hoffe, dass ich in meinem noch anstehenden Praktikum ähnliche Erfahrungen wie du machen darf, vielleicht ja auch in einer Willkommensklasse.
    Liebe Grüße,
    Marijke

  44. Danke für den interessanten Einblick in die Stunde mit einer Willkommensklasse.
    Ich verstehe, dass einige Menschen respekt davor haben mit Menchen zu arbeiten, die die Sprache nicht beherrschen und wahrscheinlich anders sozialisiert worden sind. Ich glaube aber, dass so eine Situation, wie du sie erlebt hast eine wirklich tolle Möglichkeit für Lehrkräfte bereitstellen kann noch mehr als Lehrperson zu wachsen. Mit einem „anderen“ Setting konfrontiert werden und neue Lehrmethoden, die auch für anderen Unterricht geeignet sein kann zu lernen.
    LG

  45. Liebe Vanessa,
    ich kann dich total verstehen. In meiner Schule gab es drei Willkommensklassen. Sie waren meistens für sich und trauten sich kaum mit den anderen Schülern zu reden. Ich kannte jemanden, der in zwei Jahren Deutsch gelernt hat und danach sogar Abitur gemacht hat. Wir fanden das alle so toll und daran hat man wirklich gesehen, dass sie wirklich etwas lernen wollen. Es ist nicht einfach, aber sie tun was sie in ihrer Situation tun können.

  46. Eine Erfahrung, die sehr begeistert! Es ist nicht immer leicht für jede Situation, die richtige Aktion zu finden oder aber die richtigen Wörter. Mit jeder Erfahrung lernt man dazu und kann sich Stück für Stück weiterentwickeln. Jeder strebt nach Sicherheit im Leben, daher kann ich deinem Wunsch „genug ausgebildet“ zu werden, gut nachvollziehen. Umso sicherer und selbstbewusster man sich fühlt, umso besser gelingen Dinge am Ende des Tages. Und wenn eine besondere Situation, wie Flüchtlinge kennenzulernen, auf einen zusteuert, dann braucht es manchmal nur ein Stück Überwindung und Mut, um den Stein ins Rollen zu bringen. Toller Beitrag!

  47. Liebe Vanessa, vielen Dank für den Einblick, den du durch diesen Blogeintrag ermöglichst. Besonders spannend empfinde ich, inwiefern Lebensumstände, die sich von den eigenen Gewohnheiten unterscheiden, Einfluss auf die Verhaltensweise zum Gegenüber haben. Es ist sehr interessant, wie viele dieser Berührungsängste durch einfache Kontaktaufnahme aufgehoben wurden. Die beschriebene Situation zeigt jedoch auch, wie bedeutend es ist, diese Themen in der Ausbildung für Lehrende schon frühestmöglich zu besprechen. So kann den Studierenden schon früh Raum gegeben werden, in dem sie ihre Ängste ansprechen können, Austausch stattfindet und die Selbstreflexion aller ausgebaut wird.

  48. Liebe Vanessa,
    ich selbst habe mal ein Einwöchiges Schnupper-Praktikum an einer Schule, mit Willkommensklasse gemacht und weiß ganz genau wie du ich gefühlt hast. Die Situationen und Voraussetzungen dieser Klassen sind viel verschiedener, als die einer regulären Schulklasse. Die Tatsache, dass deren Lebensumstände nicht der unserer entspricht, liegt auf der Hand. Ich bin der Meinung, dass besonders die Lehrer auf solche Situationen, wie du sie beschrieben hast, spezifischer geschult werden müssen. Außerdem sollten vielleicht bestimmte Lehrer mit besonderen pädagogischen Ausbildungen in diesen Klassen unterrichten, denn man darf den Grund, weshalb ihr Weg nach Deutschland führte, nicht vernachlässigen oder außen vor lassen und hiermit verbundene Wunden versuchen zu heilen.
    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag und die Möglichkeit sich in diesem Blog austauschen zu können.

    Lg

  49. Liebe Vanessa,

    Ich finde die Situation, die du beschreibst, sehr rührend. Ich glaube, dass viele Lehrer sich an Willkommensklassen nicht herantrauen, da sie nicht wissen wie sie mit ungewöhnlichen Situationen umgehen sollen. Ich persönlich würde mich sehr freuen in solchen Klassen teilhaben zu dürfen, da es sehr interessant für mich wäre auch Schülern mit Schwierigkeiten helfen zu können. Ich hoffe sehr in meinem Praktikum viele Erfahrungen zu sammeln und auch Willkommensklassen beim Unterrichten zu begleiten.

    Viele Grüße
    Elham Darwiche

  50. Liebe Vanessa,
    Danke für Deinen schönen Blogbeitrag.
    Du hast alles so schön und gut formuliert, dass man sich selbst emotional einfühlen konnte.
    Deine „Angst“ am Anfang finde ich nachvollziehbar. Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich wahrscheinlich auch „Angst“ haben. Deine Erfahrung mit den Kindern in Willkommensklasse ist sehr motivierend. Ich hoffe, ich werde auch so eine gelungene Erfahrung in meinem Praktikum haben. Deine Erfahrung zeigt auch, wie das Orientierungspraktikum für zukünftige Lehrkräfte wichtig ist. Du hats recht, das Lehren in Willkommensklassen ist herausfordernd und deshalb vermeiden viele Lehrkräfte, in solchen Klasen zu unterrichten. Ich hoffe, dass im Laufe der Zeit in unserem Studium Fokus auf Diversität und Umgang mit heterogenen Gruppen gelegt wird.

    Liebe Grüße und alles Gute
    Mari

  51. Hallo Vannessa,
    ich habe selber schon Erfahrungen bei der Betreuung von Willkommensklassen in meinem FÖJ in der Gartenarbeitsschule gemacht. Ich war anfangs auch etwas aufgeregt, besonders weil ich die Gruppe anleiten sollte, aber die Aufgeschlossenheit und Wissbegierde der Kinder haben mich schnell begeistert. Natürlich musste ich viele Dinge nicht nur mit Worten erklären sondern auch mit Taten, aber dadurch kam ich diesen Schülern noch näher als anderen Klassen. Damit die Arbeit mit den Willkommensschülern gut funktioniert braucht man entweder viele betreuende Pädagogen oder wirklich kleine Gruppen, um auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Schülers eingehen zu können und vor allem mit jedem Schüler im Gespräch zu bleiben.
    Viele Grüße Niklas

  52. Liebe Vanessa,
    meiner Meinung nach hat dein Blog-Beitrag uns einen guten Einblick in die Betreuung einer Willkommensklasse gegeben. Vor allem als Studentin der Sonderpädagogik ist es für mich immer spannend, etwas von dem Schulalltag zu erfahren, der etwas von der Norm abweicht. Auch die Berührungsängste kann man gut nachvollziehen. Menschen haben aus evolutionären Gründen theoretisch mehr Empathie gegenüber Menschen die einem ähnlich sind- also Menschen des gleichen Geschlechts, Alter oder der Hautfarbe. Aber für uns als Lehrkräfte ist es wichtig dies zu überkommen und wie du neue Wege zu finden, miteinander zu kommunizieren, um auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen, die mehr Unterstützung brauchen. Ich freue mich schon, in diesem Feld mehr Erfahrungen zu sammeln.
    Mit freundlichen Grüssen,
    Valeria

  53. Liebe Vanessa,
    ein sehr schöner Beitrag, der sich flüssig lesen ließ. Die Berührungsängste kann wohl ein jeder nachvollziehen. Genauso schön ist es, dass sie eben diese Ängste so schnell aufgelöst haben und die Kinder dir gezeigt haben, dass sie dir vertrauen und dich brauchen. Kommunikation findet nicht zwangsläufig verbal statt und trotzdem kann man sich verständigen und lernen. Das hat man anhand deiner beschrieben Erfahrung sehr schön nachvollziehen können.
    Liebe Grüße
    Max

  54. Hallo Vanessa
    Deine Erfahrungen zeigt mir, dass der Lehrberuf mehr mit sich bringt als die bloße Übermittlung von Wissen und wie dankbar Kinder dafür sind, wenn sie sich einer Person öffnen können. Das sehe ich dabei auch unabhängig davon, ob es sich um eine Willkommensklasse handelt oder nicht.
    Dein Beitrag zeigt mir außerdem, dass Unsicherheiten völlig in Ordnung sind und diese wie im Flug vergehen können, wenn man sich der Situation annimmt.
    Liebe Grüße und viel Erfolg weiterhin
    Saskia Schütze

  55. Liebe Vanessa,
    mit dieser Geschichte bringst du meine Gedanken auf den Punkt! Lehrer können eine wichtige Bezugsperson sein. Vor Allem in in deiner beschriebenen Situation kann der Einstieg eine sehr große Rolle spielen. Dass sie die Berührungsängste nach einiger Zeit verloren haben lag vermutlich an deinem Verhalten, was eben ausschlaggebend ist und bestimmt zu ihrem Selbstbewusstsein für das neue Leben in einem Fremden Land beiträgt.

  56. Liebe Vanessa,
    danke, dass du deine emotionalen Erfahrungen mit uns teilst.
    Ich kann gut verstehen, dass du zunächst Berührungsängste hattest und vielleicht auch etwas Angst hattest den Schülern zu Nahe zu treten. Mir wäre es vermutlich genauso gegangen. Ich bin stolz auf dich, dass du über deinen Schatten gesprungen bist und sich die Schüler dir anvertrauen konnten. Dein Umgang mit dem schüchternen Jungen hat mich sehr beeindruckt. Dein Umgang mit ihm zeigt, dass nicht nur verbale Kommunikation von großer Bedeutung ist, sondern auch die Nutzung von Mimik und Gestik.
    Ich werde dich und deine Geschichte als Vorbild für mein eigenes Beobachtungspraktikum im Gedächtnis behalten.
    Viele Grüße,
    Ella 🙂

  57. Liebe Vanessa,
    Ich fand deinen Beitrag sehr interessant zu lesen! Schon im Rahmen des DaZ-Seminars wurde mein Interesse geweckt, Deutsch als Zweitsprache zu vermitteln. Dein Beitrag hat mich auf jeden Fall noch zusätzlich motiviert im Beobachtungspraktikum aktiv nach Gelegenheiten zu suchen, Erfahrungen in einer Willkommensklasse zu sammeln. In diesem Zusammenhang sehe ich es als sehr positiv an, dass Berlin (leider als einer der wenigen Bundesländer) DaZ als Pflichtmodul für die Lehrerausbildung vorschreibt. Gleichzeitig denke ich auch, dass es sinnvoll ist, Lehrer noch mehr zu sensibilisieren und zu bilden in Bereichen, die speziell mit den (unterschiedlichen) Bedingungen im Umfeld Schule und der Diversität von SchülerInnen zu tun haben. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass du zu Beginn unsicher warst, wie du mit den SchülerInnen umgehen sollst. Unabhängig von den speziellen Hintergründen der SchülerInnen, ist diese Unsicherheit denke ich auch im Allgemeinen normal für Situationen, in denen man noch keine oder wenige Erfahrungen sammeln konnte, besonders dann, wenn man keine konkreten Handlungsanweisungen hat. Umso schöner fand ich zu lesen, wie positiv sich die Situation in deinem Fall aufgelöst hat und wie du einen Kontakt zu den SchülerInnen gefunden hast. Jedenfalls hat mir dein Bericht geholfen, Mut für Situationen/Erfahrungen dieser Art zu fassen.

  58. Liebe Vanessa,
    ich kann vor allem deine anfänglichen Berührungsängste mit den Kindern einer Willkommensklasse nachvollziehen. Man weiß nicht was sie schon erlebt haben, was sie emotional trifft, was sie erzählen wollen/können und ob sie dich überhaupt so verstehen, wie du es gemeint hast.
    Zum Glück sind die meisten Kinder aber super aufgeschlossen und zugänglich, was du sehr gut dargestellt hast.
    Ich finde deinen Blog sehr berührend geschrieben und ich bin mir sicher, dass du mit diesem Praktikum eine tolle Erfahrung für die Zukunft gemacht hast.
    Liebe Grüße,
    Elisa

  59. Die beschriebene Erfahrung zeigt für mich wie wichtig es ist Berührungsängste abzubauen und in solchen Situationen auszuhelfen.
    Kinder sind meist so aufgeweckt und relativ frei von Berührungsängsten, dass es unnötig ist, sich solch eine Betreuung nicht zuzutrauen, vorallem weil die Schüler nichts spezielles lernen sollen, sondern einfach nur in Berührung mit der Sprache kommen sollen um besser auf den zukünftigen Unterricht vorbereitet zu sein.
    Ich finde es toll, dass hier die Unsicherheit so schnell aufgelöst werden konnte und hoffe das mehr Lehrer, solche Erfahrungen zulassen.

  60. Liebe Vanessa,

    danke für deinen persönliche Eindruck von einer Willkommensklasse. Ich kann vollkommen nachvollziehen, dass du Anfangs Berührungsängste hattest, ich glaube die hätte ich auch. Dein Blog zeigt mir persönlich nochmal, dass die Schüler, unabhängig ob Willkommenklasse oder nicht, sich nur nach einer Person sehnen mit der man sich Unterhalten kann. Ich denke es ist sehr wichtig dass Schüler in einem eine Vertrauensperson sehen, mit der sie sprechen können. Wie du schon sagtest der Lehrerberuf ist sehr Facettenreich und das sieht man auch anhand deines Blogs!
    Danke für den Einblick.

  61. Die Beschreibung des Orientierungspraktikums war durchaus positiv besetzt für mich. Auch ich habe in meiner bisherigen Pädagogischen Karriere schon Berührungspunkte mit nicht muttersprachlich deutschen Kindern gehabt. Demzufolge kenne ich da keine Berührungsängste. Mich interessiert der Baustein DAZ insbesondere, da er zukünftig gerade in Berlin sehr wahrscheinlich ein großer Baustein der Arbeit sein wird. Das insbesondere Arbeiten in Willkommensklassen, genau wie in Regelklassen auf diesem Gebiet, setzt eine gewisse Fachlichkeit auf diesem Gebiet voraus, um mit Kindern und Eltern an einem Stran,g Lesekompetenz in der deutschen Sprache als Medium zum Wissenserwerb möglich zu machen.

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