Praktikum bei einer internationalen Organisation in Frankreich

Im Rahmen meines Doppelmasters Public Policy und Management hatte ich die Möglichkeit ein Praktikum an der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit zu absolvieren.

Die OECD ist eine internationale Organisation mit 38 Mitgliedsstaaten, welche überwiegend zu den entwickelten und reichen Industrienationen gehören. Die OECD dient als Forum, in dem Regierungen ihre Erfahrungen austauschen und Lösungen für gemeinsame internationale Probleme erarbeiten. Zu den Hauptzielen gehören wirtschaftliche Entwicklung und ein steigender Lebensstandard in den Mitgliedsstaaten. Meine spezifische Praktikumstelle war am International Transport Forum angesiedelt, eine intergouvernementale Tochterorganisation mit eigenem Mitgliederkreis und eigenen Aufsichts- und Steuerungsgremien, die administrativ und organisatorisch an die OECD angegliedert ist. Das ITF besitzt 62 Mitgliedsstaaten und fungiert als Thinktank für Verkehr und Mobilität.

Das ITF ist eine Plattform für Diskussionen und Verhandlungen politischer Fragen für alle Mobilitätsformen. Das ITF analysiert und erforscht den Zusammenhang von Verkehr mit Wirtschaftswachstum, ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit, und fördert den Austausch zwischen Entscheidungsträgern im Verkehrsbereich, Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft. Das ITF richtet weiterhin den jährlichen Weltgipfel der Verkehrsminister aus, die führende globale Plattform für den Dialog über Verkehrspolitik. Das Sekretariat des ITF befindet sich wie alle anderen OECD Direktionen und OECD Sonderorganisationen in Paris. ITF besteht aus den Abteilungen Forschung und Politikfeldanalyse, Statistik und Modelle, Gipfel und institutionelle Beziehungen, Kommunikation sowie Verwaltungsaufgaben. Es beschäftigt ungefähr 70 Mitarbeiter und wird vom Generalsekretär geleitete, der von den Verkehrsministern der Mitgliedsstaaten gewählt wird.

Ich arbeitete in der Abteilung Forschung und Politikfeldanalyse (eng. Research and Policy Analysis) zusammen mit einem Policy Analysten an der Safer City Streets Initiative. Safer City Streets ist ein globales Netwerk von 48 Städten die Daten, Erfahrungen und Wissen austauschen, um städtische Verkehrssicherheit zu verbessern und so Verkehrstote zu eliminieren. Die Initiative wurde 2016 auf einer UN-Konferenz ins Leben gerufen, wird von der  Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) finanziert und vom ITF verwaltet und durchgeführt. Ich war gemeinsam mit dem Policy Analysten und Safer City Streets Projektleiter für das Arbeitsprogramm 2021 verantwortlich. Dieses umfasste die Veröffentlichung eines Berichtes zum Thema urbaner Verkehrssicherheitsmaßnahmen um durch Maßnahmen im Bereich Infrastruktur und Verkehrsmanagement die städtische Verkehrssicherheit zu erhöhen. Maßnahmen, die beispielsweise implementiert werden können sind der Ausbau von Fahrradwegen, Fußgängerwegen, reduzierte Geschwindigkeitsbegrenzungen und veränderte Verkehrsführung. Unter der Aufsicht meines Vorgesetzten hatte ich die Möglichkeit diesen Bericht eigenständig zu verfassen, zu recherchieren und Interviews mit Städtevertretern und Partnerorganisationen zu führen. Ziel war es Policies und Maßnahmen zu identifizieren, die besonders große positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit haben und diese durch Fallbeispiele in den 48 Städten zu veranschaulichen. So konnte unter anderem Fallbeispiele aus New York City, London, Bogotá und Fortaleza mit besonders erfolgreichen Maßnahmen in den Bericht aufgenommen werden. Ich kommunizierte mit den Stadtvertretern und Mitgliedern des Safer City Streets Netzwerks um Daten und individuelle Erfahrungen mit Maßnahmen zu sammeln. Der Entwurf des Berichts wurden dann von meinem Vorgesetzten übearbeitet und durch den Abteilungsleiter zur Veröffentlichung genehmigt. Bei dieser Arbeit war es besonders wichtig politische Interessen der Städte und Partnerorganisationen zu berücksichtigen und dabei trotzdem die Wissenschaftlichkeit und Validität des Berichtes zu bewahren.

Der zweite große Teil meines Praktikums bestand aus der Organisation von zwei Online-Workshops über die zuvor erwähnten Verkehrsmaßnahmen sowie die Organisation eines Webinars zu den Überschneidungen von Verkehrssicherheit mit Gender, Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit. Ich konnte einerseits die Agenda dieser Online-Veranstaltungen bestimmen, Diskussionsteilnehmer identifizieren und einladen und andererseits die logistische Organisation und eine reibungslose Durchführung der Veranstaltungen sicherstellen. Die zwei Online-Workshops waren thematisch eng mit dem Bericht verbunden. Ziel war es die Maßnahmen in einem größeren Kreis zu besprechen, einen Konsens zu erzielen und einen letzten Input für die Fertigstellung des Berichtes zu erhalten. Das Webinar diente als Vorbereitung auf das Safer City Streets Arbeitsprogramm für 2022. Ziel war es die Überschneidungen von Verkehrssicherheit mit anderen Public Policy Feldern aufzuzeigen. Erfolgreiche Maßnahmen für verbesserte Verkehrssicherheit können gleichzeitig positive Auswirkungen auf ökologische Nachhaltigkeit haben, indem beispielsweise der motorisierte Individualverkehr in Städten eingeschränkt wird und nachhaltige Mobilitätsformen gefördert werden. Maßnahmen können sich weiterhin positiv auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirken. Auch benachteiligte Gesellschaftsschichten in der Peripherie und Frauen können durch verbesserte Mobilitätsangebote besser an städtischer Mobilität teilhaben. Es war sehr spannend diese neuen Policy Felder kennenzulernen und herausfordernd diese Veranstaltungen erfolgreich durchzuführen.

Zusammenfassend kann ich festhalten, dass mein Praktikum bei der OECD und beim ITF eine überaus interessante und spannende Zeit war. Mir wurde ein hohes Maß an Vertrauen und Verantwortung übertragen, bei Fragen war mein Vorgesetzter jederzeit erreichbar und es bestand die Möglichkeit andere Direktionen und Arbeitsfelder der OECD kennenzulernen. Praktikanten in der OECD sind sehr gut miteinander vernetzt und es wurden viele Events und Treffen organisiert, die es mir erlaubten Menschen aus aller Welt kennenzulernen und ein internationales Netzwerk aufbauen. Das Praktikum hat meine redaktionellen Fähigkeiten, analytisches Denken, Teamwork in einem internationalen Umfeld sowie diplomatische Sensibilität gestärkt und mich in meinem Wunsch für eine internationale Organisation zu arbeiten bekräftigt. Durch die Erasmus+ Förderung konnte ich einen Teil der sehr hohen Lebenshaltungskosten in Paris decken und dabei die Stadt besser kennenlernen.

Im Rahmen meines Doppelmasters Public Policy und Management hatte ich die Möglichkeit ein Praktikum an der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (eng. Organisation for Economic Co-operation and Development, OECD) zu absolvieren. Die OECD ist eine internationale Organisation mit 38 Mitgliedsstaaten, welche überwiegend zu den entwickelten und reichen Industrienationen gehören. Die OECD dient als Forum, in dem Regierungen ihre Erfahrungen austauschen und Lösungen für gemeinsame internationale Probleme erarbeiten. Zu den Hauptzielen gehören wirtschaftliche Entwicklung und ein steigender Lebensstandard in den Mitgliedsstaaten. Meine spezifische Praktikumstelle war am International Transport Forum angesiedelt, eine intergouvernementale Tochterorganisation mit eigenem Mitgliederkreis und eigenen Aufsichts- und Steuerungsgremien, die administrativ und organisatorisch an die OECD angegliedert ist. Das ITF besitzt 62 Mitgliedsstaaten und fungiert als Thinktank für Verkehr und Mobilität.

Das ITF ist eine Plattform für Diskussionen und Verhandlungen politischer Fragen für alle Mobilitätsformen. Das ITF analysiert und erforscht den Zusammenhang von Verkehr mit Wirtschaftswachstum, ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit, und fördert den Austausch zwischen Entscheidungsträgern im Verkehrsbereich, Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft. Das ITF richtet weiterhin den jährlichen Weltgipfel der Verkehrsminister aus, die führende globale Plattform für den Dialog über Verkehrspolitik.Das Sekretariat des ITF befindet sich wie alle anderen OECD Direktionen und OECD Sonderorganisationen in Paris. ITF besteht aus den Abteilungen Forschung und Politikfeldanalyse, Statistik und Modelle, Gipfel und institutionelle Beziehungen, Kommunikation sowie Verwaltungsaufgaben. Es beschäftigt ungefähr 70 Mitarbeiter und wird vom Generalsekretär geleitete, der von den Verkehrsministern der Mitgliedsstaaten gewählt wird.

Ich arbeitete in der Abteilung Forschung und Politikfeldanalyse (eng. Research and Policy Analysis) zusammen mit einem Policy Analysten an der Safer City Streets Initiative. Safer City Streets ist ein globales Netwerk von 48 Städten die Daten, Erfahrungen und Wissen austauschen, um städtische Verkehrssicherheit zu verbessern und so Verkehrstote zu eliminieren. Die Initiative wurde 2016 auf einer UN-Konferenz ins Leben gerufen, wird von der  Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) finanziert und vom ITF verwaltet und durchgeführt. Ich war gemeinsam mit dem Policy Analysten und Safer City Streets Projektleiter für das Arbeitsprogramm 2021 verantwortlich. Dieses umfasste die Veröffentlichung eines Berichtes zum Thema urbaner Verkehrssicherheitsmaßnahmen um durch Maßnahmen im Bereich Infrastruktur und Verkehrsmanagement die städtische Verkehrssicherheit zu erhöhen. Maßnahmen, die beispielsweise implementiert werden können sind der Ausbau von Fahrradwegen, Fußgängerwegen, reduzierte Geschwindigkeitsbegrenzungen und veränderte Verkehrsführung. Unter der Aufsicht meines Vorgesetzten hatte ich die Möglichkeit diesen Bericht eigenständig zu verfassen, zu recherchieren und Interviews mit Städtevertretern und Partnerorganisationen zu führen. Ziel war es Policies und Maßnahmen zu identifizieren, die besonders große positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit haben und diese durch Fallbeispiele in den 48 Städten zu veranschaulichen. So konnte unter anderem Fallbeispiele aus New York City, London, Bogotá und Fortaleza mit besonders erfolgreichen Maßnahmen in den Bericht aufgenommen werden. Ich kommunizierte mit den Stadtvertretern und Mitgliedern des Safer City Streets Netzwerks um Daten und individuelle Erfahrungen mit Maßnahmen zu sammeln. Der Entwurf des Berichts wurden dann von meinem Vorgesetzten übearbeitet und durch den Abteilungsleiter zur Veröffentlichung genehmigt. Bei dieser Arbeit war es besonders wichtig politische Interessen der Städte und Partnerorganisationen zu berücksichtigen und dabei trotzdem die Wissenschaftlichkeit und Validität des Berichtes zu bewahren.

Der zweite große Teil meines Praktikums bestand aus der Organisation von zwei Online-Workshops über die zuvor erwähnten Verkehrsmaßnahmen sowie die Organisation eines Webinars zu den Überschneidungen von Verkehrssicherheit mit Gender, Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit. Ich konnte einerseits die Agenda dieser Online-Veranstaltungen bestimmen, Diskussionsteilnehmer identifizieren und einladen und andererseits die logistische Organisation und eine reibungslose Durchführung der Veranstaltungen sicherstellen. Die zwei Online-Workshops waren thematisch eng mit dem Bericht verbunden. Ziel war es die Maßnahmen in einem größeren Kreis zu besprechen, einen Konsens zu erzielen und einen letzten Input für die Fertigstellung des Berichtes zu erhalten. Das Webinar diente als Vorbereitung auf das Safer City Streets Arbeitsprogramm für 2022. Ziel war es die Überschneidungen von Verkehrssicherheit mit anderen Public Policy Feldern aufzuzeigen. Erfolgreiche Maßnahmen für verbesserte Verkehrssicherheit können gleichzeitig positive Auswirkungen auf ökologische Nachhaltigkeit haben, indem beispielsweise der motorisierte Individualverkehr in Städten eingeschränkt wird und nachhaltige Mobilitätsformen gefördert werden. Maßnahmen können sich weiterhin positiv auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirken. Auch benachteiligte Gesellschaftsschichten in der Peripherie und Frauen können durch verbesserte Mobilitätsangebote besser an städtischer Mobilität teilhaben. Es war sehr spannend diese neuen Policy Felder kennenzulernen und herausfordernd diese Veranstaltungen erfolgreich durchzuführen.

Zusammenfassend kann ich festhalten, dass mein Praktikum bei der OECD und beim ITF eine überaus interessante und spannende Zeit war. Mir wurde ein hohes Maß an Vertrauen und Verantwortung übertragen, bei Fragen war mein Vorgesetzter jederzeit erreichbar und es bestand die Möglichkeit andere Direktionen und Arbeitsfelder der OECD kennenzulernen. Praktikanten in der OECD sind sehr gut miteinander vernetzt und es wurden viele Events und Treffen organisiert, die es mir erlaubten Menschen aus aller Welt kennenzulernen und ein internationales Netzwerk aufbauen. Das Praktikum hat meine redaktionellen Fähigkeiten, analytisches Denken, Teamwork in einem internationalen Umfeld sowie diplomatische Sensibilität gestärkt und mich in meinem Wunsch für eine internationale Organisation zu arbeiten bekräftigt. Durch die Erasmus+ Förderung konnte ich einen Teil der sehr hohen Lebenshaltungskosten in Paris decken und dabei die Stadt besser kennenlernen.

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