Lehraufenthalt in Belgien

Hendrik Schwenke, Universität Antwerpen – März 2023

Die Woche, die ich an der Universität Antwerpen verbringen durfte, habe ich in vielerlei Hinsicht als sehr bereichernd empfunden.

Die Möglichkeit eine Lehrveranstaltung in einer anderen als meiner Muttersprache anzubieten, stellte eine spannende Herausforderung dar. Der rechtsvergleichende Ansatz der Vorlesung eröffnete neue und spannende Perspektiven auf Grundlagenfragen der Staatsorganisation und des Zivilrechts, die aus deutscher Perspektive zunächst einmal gerne als gegeben hingenommen werden und regte zum Nachdenken und Hinterfragen an.

Durch den vor Ort stattfindenden Austausch konnte ich Kontakte zu anderen Wissenschaftlern aus dem europäischen Ausland mit ähnlichen Forschungsinteressen knüpfen, die für meine eigenen Projekte einen großen Gewinn versprechen. Eine vertiefte Zusammenarbeit zu einem späteren Zeitpunkt scheint nicht ausgeschlossen.

Gleichzeitig hatte ich neben meinen Verpflichtungen vor Ort genug Zeit Land und Leute auch außerhalb des universitären Kontexts etwas besser kennenzulernen. Als lebendige Hafenstadt mit reichhaltigem kulturellem und kulinarischem Angebot, herzlichen und offenen Anwohnern und langer und reicher Geschichte bot Antwerpen dafür den perfekten Rahmen.

Die ausgesprochen großzügige finanzielle Unterstützung durch das Erasmus+ Mobility-Programm sorgte in jeder Hinsicht für perfekte Rahmenbedingungen.

Ich kann daher insgesamt nur jeder und jedem Interessierten empfehlen, von der Möglichkeit eines Kurzlehraufenthalts im Rahmen des Erasmus+ Mobility-Programms Gebrauch zu machen.

 

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Teaching in Libanon

Theocharis Grigoriadis, American University of Beirut, Libanon, Februar – April 2023

This is Theocharis Grigoriadis, Professor of Economics and East European Studies at Freie Universität Berlin, Germany. I have completed my mobility from 19.04.2023 to 28.02.2023 at American University of Beirut as an Erasmus+ Guest Professor. During my stay at AUB, I prepared with my partners at the host university various DAAD and DFG grant applications, while actively participating in teaching activities with Master students on campus. I was very impressed by the very high level of AUB students and by the cooperative spirit of my Lebanese partners. There is a strong interest about research and teaching cooperation with Europe and I am convinced that, given the current circumstances in the Arab world, Lebanon offers unique opportunities for the development of EU-Arab cooperation in the areas of research and education. Moreover, the Erasmus+ World Team in Berlin did everything possible to facilitate a successful and safe mobility to Lebanon offering every possible assistance in that direction. The Erasmus+ mobility allowed me to expand my research horizons tremendously and start developing a new area of expertise, in Middle Eastern economic development and transition.

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Lehraufenthalt in Italien

Monika Trümper, Università deqli Studi di Napoli L’Orientale – Februar/März 2023

Dr. Asja Müller und Prof. Dr. Monika Trümper vom Institut für Klassische Archäologie der Freien Universität Berlin haben im Frühjahr 2023 ein gemeinsames Feldforschungsprojekt mit Dr. Marco Giglio von der Università di Napoli in den Stabianer Thermen von Pompeii durchgeführt. Dieses Projekt schloss als Lehrveranstaltung eine zweiwöchige Field School ein. Ziel der Field School war es, gemeinsam mit den Studierenden die unterschiedlichen Methoden der Freilegung und Dokumentation von antiken Befunden und Funden zu erarbeiten und den Studierenden einen ersten Einblick in die Organisation und Durchführung von Feldforschungsprojekten zu vermitteln.
Deswegen fand der Unterricht nicht im Hörsaal in Neapel statt, sondern wurde praktisch vor Ort in Pompeii durchgeführt. Der Unterricht umfasste sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Teil inklusive kürzerer Exkursionen zu zeitgleich durchgeführten Forschungsprojekten (z. B. dem Eye-Tracking-Projekt der Universität Kiel in verschiedenen pompeianischen Häusern) sowie zu Vergleichsbauten (vor allem anderen Thermenanlagen). Der Fokus des Unterrichts in den Stabianer Thermen lag einerseits auf den Befunden unter der Palästra (Innenhof), andererseits auf einem um 50 v. Chr. errichteten Haus, das bei der Erweiterung der Thermen nach 62 n. Chr. zerstört und überbaut worden war. Durch die Lehrveranstaltung haben die Studierenden ihre internationalen Kompetenzen gestärkt und wurden zu Studienaufenthalten in Berlin im Rahmen des Erasmus-Programms ermutigt. Außerdem wurde die Zusammenarbeit der beiden beteiligten Institutionen in der Ausbildung gestärkt. Die Kooperation soll in Lehre und Forschung fortgesetzt werden, da weitere gemeinsame Forschungsprojekte in Pompeji geplant sind.

 

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Lehraufenthalt in Mexiko

Johannes Philipp Lindmeier, Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM), Mexiko – Februar 2023

Nachdem ich bereits im Juli 2022 an der UNAM war, dort aber wegen der akademischen Ferien nicht an den Kursen der juristischen Fakultät teilnehmen konnte, entschloss ich mich zu einem zweiten Aufenthalt, da ich beim ersten Mal sehr herzlich empfangen wurde und in persönlicher und professioneller Hinsicht sehr viel mitnehmen konnte. Die Kurse waren dann nochmal eine weitere tolle Erfahrung, da ich durch den Austausch mit den Lehrkräften und den Studierenden der UNAM einiges an Wissen über das mexikanische Recht hinzugewinnen konnte. Darüber hinaus haben mir die Vorträge geholfen, meine Präsentations-Skills zu verbessern, gleiches gilt für meine sprachlichen Fertigkeiten. Sehr interessant war erneut der kulturelle Austausch, durch den die generell sehr interessierten mexikanischen Studierenden auch auf die Möglichkeiten eines Aufenthalts an einer deutschen Universität aufmerksam gemacht wurden. An Mexiko schätze ich in erster Linie die Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit der Menschen, die einem stets das Gefühl geben, willkommen zu sein. So wurde ich auch an der UNAM – wie schon beim ersten Mal – wieder sehr herzlich empfangen und gut betreut, weshalb ich den Aufenthalt jedem, der sich für kulturellen Austausch, das Kennenlernen anderer universitärer Strukturen sowie neue fachliche Perspektiven interessiert, absolut empfehlen kann.

 

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Lehraufenthalt in Tschechien

Martin Konvička, Karls-Universität Prag, Tschechien – Oktober 2022

Ich habe eine Woche (23.-30. Oktober 2022) an der Karls-Universität in Prag verbracht. Der Aufenthalt gab mir einerseits die Gelegenheit, die Ergebnisse meiner Forschung einem neuen Publikum vorzustellen und so auch anschließend wertvolles Feedback zu erhalten. Andererseits bietet ein Erasmus+ Aufenthalt, anders als ein Vortrag auf einer Tagung, die Gelegenheit, sich intensiver mit den Kolleg:innen der Gastuniversität auszutauschen und daher wertvolle Kontakte für die zukünftige Zusammenarbeit anzuknüpfen. In der Zeit, in der mittlerweile Zoom-Calls und Webex-Meetings zum Mainstream geworden sind, sind persönliche Kontakte umso wichtiger. Daher kann ich einen solchen Erasmus+ Aufenthalt allen Interessierten herzlichst empfehlen.

 

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Lehraufenthalt in Chile

Pontificia Universidad Católica de Chile, Chile – September 2022

Die Erasmus+ Lehrmobilität ist eine tolle Chance, das Wissenschaftssystem und den universitären Arbeitsalltag in einem anderen Land kennenzulernen. Mein einwöchiger Aufenthalt an der Universidad Catolica in Chile ermöglichte mir den fachlichen Austausch mit chilenischen Kolleginnen sowie Studierenden. In Vorbereitung auf den Aufenthalt hatte ich Spanischkurse belegt und konnte meine Sprachkenntnisse vor Ort noch einmal sehr ausbauen, was auch ein persönliches Erfolgserlebnis war. Die Kolleginnen am geographischen Institut der Universidad Catolica haben mich sehr herzlich aufgenommen, ich habe vor Ort einen Arbeitsplatz gestellt bekommen und hatte so die Gelegenheit viel vor Ort zu sein und den Alltag am Institut mitzubekommen. Gerade nach den Covid-19 Jahren gab es von allen Seiten reges Interesse.

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Lehraufenthalt in Peru

Pontifica Universidad Católica del Perú, Peru – August 2022

Der Kurs bestand aus 10 Vorlesungen zum Thema „Köcherdarstellungen und Anwendungen“ und Übungen dazu und war für Studierende im Bachelorstudiengang Mathematik geeignet. Mein Gastgeber hatte zuvor mit den Studierenden die Grundlagen besprochen. Auf Grund der vierten Corona-Welle war der Zugang zur PUCP eingeschränkt, und es gab leider nur acht Teilnehmer. Diese Teilnehmer waren gut ausgebildet und sehr motiviert. Sie haben den Kurs nachbearbeitet und einen großen Teil der Hausaufgaben gelöst. Die Lösungen haben sie während der Übungsstunden vorgestellt und auch Fragen zum Kurs gestellt. Dieser Austausch war sehr hilfreich. Die PUCP liegt auf einem sehr schön angelegten und bewachten Campus. Sie gilt als beste Universität Perus und ist modern ausgestattet. Mir wurde während des Aufenthalts ein Büro zur Verfügung gestellt. Meine Unterkunft lag im Bezirk Miraflores in der Nähe der spektakulären Steilküste Limas. Dort gibt es sehr viele Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Die Spaziergänge an der Steilküste waren sehr erholsam. Ich habe Peru als sehr gastfreundliches Land erlebt und mich dort problemlos zurechtgefunden. Das Niveau an der PUCP ist mit deutschen Universitäten vergleichbar. Im Bereich Mathematik gibt es in Peru einige herausragende WissenschaftlerInnen, darunter auch vielversprechende junge Talente. Ich hoffe, dass sich aus meinem Besuch ein längerfristiger Austausch ergibt und ich in Zukunft z.B. DoktorandInnen aus Peru an der Berlin Mathematical School betreuen kann.

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Lehraufenthalt in Italien

Università degli Studi della Tuscia, Italien – August 2022

Das Institut für Klassische Archäologie der Freien Universität Berlin und die Università della Tuscia (Viterbo) haben eine gemeinsame Lehrveranstaltung (LV) zur Feldforschung für Studierende durchgeführt. Die LV diente dazu, gemeinsam mit den Studierenden ein Feldforschungsprojekt über die Stadtmauern von Segesta zu entwickeln. Das Lernziel war, die Möglichkeiten und Grenzen der Arbeiten im Feld kennenzulernen und Einblicke in die Genese von Feldforschungsprojekten zu erhalten.
Deswegen fand der Unterricht nicht im Hörsaal in Viterbo statt, sondern wurde praktisch vor Ort in Segesta (Sizilien) durchgeführt. Dort wurden die Studierenden darin geschult, archäologische Befunde und Funde zu erkennen, zu dokumentieren und für die weitere Forschung zugänglich zu machen. Der Unterricht umfasste sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Teil inklusive einer Tagesexkursion zu vergleichbaren antiken Zentren in der Nähe. Nach einer kritischen Revision der bisherigen Forschung zur Stadtmauer von Segesta wurden die Reste der Befestigungsmauer im Gelände erkundet, fotografiert, beschrieben und interpretiert. Die Studierenden haben dabei verschiedene akademische Traditionen sowie Methoden und Techniken der Feldforschung kennengelernt. Durch die LV haben die Studierenden ihre internationalen Kompetenzen gestärkt und wurden ermutigt, während ihres zweiten oder dritten Studienzyklus im Rahmen des Erasmus-Programms in Berlin zu studieren. Außerdem wurde die Zusammenarbeit der beiden beteiligten Institutionen in der Ausbildung gestärkt. Die Kooperation soll in Lehre und Forschung fortgesetzt werden. Konkret ist ein weiteres gemeinsames Feldforschungsprojekt geplant, bei dem Studierende beider Universität teilnehmen sollen.

 

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