Veranstaltungsrückblick: Digitale Editionen am 25. Mai

(Gastbeitrag Sibylle Söring und Lena-Luise Stahn)

Zum ersten Mal im CeDiS-Fortbildungsprogramm fand am vergangenen Freitag (25. Mai) der Workshop „Digitale Editionen: Historische und literarische Quellen im Netz“ mit Sibylle Söring und Lena-Luise Stahn (CeDiS) statt.

Ein Rundgang durch die Welt der Digitalen Editionen führte in das Thema ein, gab Beispiele für Gestaltung, Nutzung und „Good Practice“. Er stellte die neuesten Projekte vor und illustrierte damit zugleich die Entwicklung des für die Digital Humanities zentralen Bereichs der Digitalen Edition in den letzten zehn Jahren.

Im zweiten Workshop-Teil folgte ein Beispiel aus der Praxis: Anhand eines ersten Prototypen des Webportals für die als Hybrid-Edition geplante „Kritische Gesamtausgabe Hannah Arendt“ konnten die TeilnehmerInnen einen Eindruck gewinnen, welche Anforderungen an Konzeption und Arbeitsweise bei der Entwicklung des Webportals eine wesentliche Rolle spielen und wie mit projekt-spezifischen Besonderheiten umgegangen werden kann.

Enthusiasmus und großes Interesse der Anwesenden, die – von jahrzehntelanger TEI-Praxis bis hin zum Einsteigerniveau – sehr unterschiedliche Expertiselevels verzeichneten, äußerten sich in zahlreichen Nachfragen und Berichten aus der eigenen Praxis, sodass die rege Diskussion den Abschluss des Workshops um eine halbe Stunde hinauszögerte. Auf diese Weise nahmen sowohl die Workshop-Teilnehmenden als auch die Veranstalterinnen viele neue Eindrücke mit, sodass der Workshop einen erfolgreichen Testlauf für weitere Veranstaltungen zum Thema Digitale Editionen und Digital Humanities darstellt.

Zum Nachlesen: Literarische_Quellen_online_Blog

 

Jetzt online: Videos der Ringvorlesung „Digital Humanities“ (WS 2017/18)

Zum Nachschauen und Neues lernen: Die Video-Aufzeichnungen der Ringvorlesung „Digital Humanities – die digitale Transformation der Geisteswissenschaften“ aus dem letzten Wintersemester sind nun online verfügbar unter: http://www.ifdhberlin.de/lehre/ring-vl-digital-humanities-ws-201718/videoaufzeichnungen-dh-rvl-hu-server/

Die Ringvorlesung wurde vom Interdisziplinären Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin (if|DH|b) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichtswissenschaften, Historische Fachinformatik der Humboldt-Universität zu Berlin organisiert. Renommierte Expertinnen und Experten aus  unterschiedlichen Fachdisziplionen gaben praxisbezogene Einblicke  in den Stand der Digitalisierung der Forschungs-, Publikations-, Vermittlungs- und Kommunikationsprozesse ihrer jeweiligen Disziplin. Die Vorträge gingen u.a. der Frage nach „ob und inwiefern die theoretischen und methodischen Konzepte und Praktiken der Digital Humanities einen Paradigmenwechsel, eine qualitative Transformation der Geisteswissenschaften bewirken, die über die Digitalisierung analoger Arbeitsweisen hinausgeht.“ (http://www.ifdhberlin.de/lehre/ring-vl-digital-humanities-ws-201718/#c590)

Neuer Workshop: Digitale Editionen – Historische und literarische Quellen im Netz

Zum ersten Mal bieten wir in diesem Semester einen Workshop zum Thema „Digitale Editionen: Historische und literarische Quellen im Netz“ an.

Digitale Editionen bilden eine der Kernanwendungen der digitalen Geisteswissenschaften. Ihr Gegenstand ist die Erschließung historischer und/oder literarischer Quellen wie etwa historischer Dokumente (z.B. Akten, Urkunden, Gesetzestexte), Briefwechsel von SchriftstellerInnen oder aber – in der sogenannten historisch-kritischen Edition – verschiedener Entstehungsstufen eines literarischen Textes, etwa eines Romans oder eines Theaterstücks.

Um solche Editionen online zugänglich zu machen und sie für weitere Recherche- und Forschungszwecke zur Verfügung zu stellen, existieren heute verschiedene sogennante „MarkUp-Sprachen“ wie z.B. XML/TEI, aber auch virtuelle Arbeitsumgebungen, die die Erschließung und weitere Prozessierung – z.B. die Text-Bild-Verlinkung oder die Erstellung von Registern – erleichtern.

Der Workshop stellt verschiedene technische Lösungen vor, formuliert Kriterien und Herausforderungen für gelungene digitale Editionen und liefert Beispiele für „Good Practice“ aus verschiedenen Fachdisziplinen.

Die Eckdaten:

(Gastbeitrag Sibylle Söring)

Neu: Fortbildungen zu digitalen Methoden und Werkzeugen für die Forschung

Im Sommersemester bieten wir zahlreiche neue Workshops und Fortbildungen zum Einsatz digitaler Technologien in der Forschung an. Die zunehmend digital gestützte Bearbeitung von Forschungsfragen erfordert neue Kenntnisse und Fähigkeiten auf Seiten der WissenschaftlerInnen; hier setzen wir mit unseren Fortbildungen an. In diesem Semester liegt der Fokus auf den Digitalen Geisteswissenschaften, Open Access und  E-Publishing. Zu folgenden Veranstaltungen laden wir ein:

Weitere Informationen zu Inhalt und Format der Veranstaltung und zur Anmeldung erhalten Sie über die o.g. Links. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

Haben Sie Interesse an Themen, die hier nicht genannt sind, dann lassen Sie es uns wissen (fortbildung@cedis.fu-berlin.de)

Fortbildungstipp des Monats: August 2017

Unter diesem Motto stellen wir jeden Monat eine ausgewählte Fortbildung aus dem Themenbereich “Lehren, Lernen und Forschen mit digitalen Medien” vor.

Unser Fortbildungstipp für den Monat August 2017

Sprachtechnologie in den Digital Humanities von der Universität Zürich.

Worum geht es?

Dieser Kurs bietet einen Überblick über die wichtigsten Konzepte und Probleme bei der Digitalisierung und Annotation von geschriebenen Texten. In sechs thematischen Modulen, verteilt auf sechs Wochen, werden die Teilnehmenden relevante Technologien und Werkzeuge kennenlernen. Jedes Modul besteht aus zwei bis drei Videos (10-20 Minuten), einem Quiz oder einem Peer-Assessment sowie kurzen Hintergrundtexten und weiterführenden Links zu ausgewählten Themen.

Warum sollten Sie mitmachen?

  • …weil Sie aktuelle Ansätze in den Geisteswissenschaften kennelernen möchten,
  • …weil Sie mehr über  Digitalisierung und Annotation von Texten wissen möchten,
  • .. weil Sie den Kurs bequem von zuhause aus belegen können (und sogar kostenlos)

Und wann geht es los?
ab dem 28.08.2017

Wie können Sie teilnehmen?
Ihre Anmeldung können Sie bei Coursera bearbeiten

Videotipp: Digital Humanities auf Youtube

DHd-KanalDer Einsatz von Videos in der Lehre ist 2015 das Schwerpunktthema unseres Fortbildungsprogramms. Passend zu dem Schwerpunktthema, möchten wir Ihnen an dieser Stelle einen Videotipp geben.

Es handelt sich um den DHd-Kanal -- den Kanal für Digital Humanities im deutschsprachigen Raum. Der DHd-Kanal wird von den beiden Forschungsverbünden TextGrid und DARIAH-DE betrieben und enthält aktuelle Videos zu DH-Themen wie: Neue Technologien in den Geisteswissenschaften, kollaborative digitale Forschung und Videodokumentation von Digital Humanities Tagungen und Veranstaltungen.

Den Yotube-Kanal finden Sie hier.

Unseren Lehrenden empfehlen wir insbesondere die Kurzerklärt Videoreihe von Explainity über die Vorteile von kollaborativer online Forschung.
Als Beispiel können Sie sich das folgende Video anschauen:

 


ACHTUNG: Daten nach YouTube werden erst beim Abspielen des Videos übertragen.

 

Viel Spaß beim Zuschauen!