Physik: Fachkultur jenseits von Geschlecht?

Wie wirken sich Geschlechtergerechtigkeit und Diversität auf die Praxis der Physik aus? Wie können die Fachkulturen der Physik vielfältiger und geschlechtergerechter werden? Diese Fragen erkundet die AG Wissenschaftsforschung am Fachbereich Physik der FU mit ihrer Forschung zur Entstehung und Wirkung sozialer Ungleichheiten in MINT-Fachkulturen.

Schon ein Blick auf die Frauenanteile auf den verschiedenen Karrierestufen zeigt, dass Geschlechterungleichheiten in der Physik eine Rolle spielen: Sind Frauen auf Professuren in allen Fächern in der Minderzahl, so machen sie in der Physik bereits zu Studienbeginn noch nicht einmal ein Drittel aus. Ihr Anteil nimmt mit jeder Karrierestufe ab, so dass die Physik-Professuren in Deutschland derzeit nur zu 13 % mit Frauen besetzt sind. Bis zur Promotion verringert sich der Frauenanteil nur unwesentlich, in der Postdoc-Phase ist der Verlust an jungen Physikerinnen am stärksten.

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La Toolbox en español – Die spanische Website

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Die Toolbox Website mit Informationen rund um das Thema Gender und Diversity, Tipps zur Umsetzung bei gender- und diversitätsbewusster Lehre und Hinweise auf interessante Lektüre steht bereits in deutsch- und englischsprachiger Version zur Verfügung.

Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums des Lateinamerika-Instituts (LAI) der Freien Universität Berlin haben wir gemeinsam mit trAndeS und dem LAI unsere Website nun auch auf Spanisch übersetzt. Das Konzept der spanischen Website enthält neben den Leitlinien, Didaktischen Prinzipien wie Methodenvielfalt oder Aktivierung der Studierenden auch inhaltliche Anknüpfungspunkte sowie eine Checkliste zu gender- und diversitätsbewusster Didaktik. Der Erklärfilm mit Daten zu vielfältigen Lebensrealitäten von Studierenden und unterschiedlichen Ansatzpunkten für gute Lehre findet sich ebenso mit spanischen Untertiteln auf der neu übersetzten Website.

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Toolbox-Newsletter Nr.11 – SoSe2022

Liebe Lehrende und Toolbox-Interessierte,

zum Abschluss der Vorlesungszeit möchten wir Sie mit einer neuen Ausgabe unseres Newsletters über neue Ressourcen und Themen, geplante Workshops und kommende Veranstaltungen rund um das Thema ‚Gender und Diversity in der Lehre‘ informieren.

Neuigkeiten aus der Toolbox

Neu: Gender & Diversity in der Physik

Bei der Implementierung von Gender und Diversity in die Lehre gibt es viele Aspekte, die in allen Disziplinen, Fachrichtungen und Studiengängen eine Rolle spielen. Manche dieser Aspekte sind fachübergreifend – wie Methoden und Kompetenzen für die Lehre – andere, wie die Frage nach gender- und diversitätsbewussten Lehrinhalten, sind fachspezifisch.

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Wer braucht schon Diversität? – Widerständen gegen Diversity begegnen

Autorin: Svenja Efinger

„Das Eigentor der Diversitätsapostel“ titelt welt.de am 16. Februar 2022, die Süddeutsche Zeitung fragt eine Woche zuvor „Ist das Vielfalt oder tut das nur so?“ und die Neue Zürcher Zeitung berichtet am 20. Mai 2022 von „Diversity-Extremisten an den Unis – warum sich ausnahmsweise eine Täter-Opfer-Umkehr lohnt“.

Wären solche Zeitungsbeiträge noch vor 20 Jahren Randerscheinungen des gesellschaftlichen Diskurses gewesen, erscheinen heute täglich neue Auseinandersetzungen und Meinungsbilder zum Thema Geschlechtergerechtigkeit und Diversität. An vielen Hochschulen sind Ziele von Antidiskriminierung und Vielfalt bereits in Stellungsnahmen und Konzepten festgeschrieben. Mit der Verbreitung von diversitätspolitischen Maßnahmen in Arbeitsumfeld, Freizeitgestaltung, privaten und öffentlichen Räumen, hat sich in den Köpfen eine ungefähre Vorstellung dessen gebildet, was Diversity ist und wofür sie da ist.

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„Das Eigentor der Diversitätsapostel“ titelt welt.de am 16. Februar 2022, die Süddeutsche Zeitung fragt eine Woche zuvor „Ist das Vielfalt oder tut das nur so?“ und die Neue Zürcher Zeitung berichtet am 20. Mai 2022 von „Diversity-Extremisten an den Unis – warum sich ausnahmsweise eine Täter-Opfer-Umkehr lohnt“.

Wären solche Zeitungsbeiträge noch vor 20 Jahren Randerscheinungen des gesellschaftlichen Diskurses gewesen, erscheinen heute täglich neue Auseinandersetzungen und Meinungsbilder zum Thema Geschlechtergerechtigkeit und Diversität. An vielen Hochschulen sind Ziele von Antidiskriminierung und Vielfalt bereits in Stellungsnahmen und Konzepten festgeschrieben. Mit der Verbreitung von diversitätspolitischen Maßnahmen in Arbeitsumfeld, Freizeitgestaltung, privaten und öffentlichen Räumen, hat sich in den Köpfen eine ungefähre Vorstellung dessen gebildet, was Diversity ist und wofür sie da ist.

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„Das Eigentor der Diversitätsapostel“ titelt welt.de am 16. Februar 2022, die Süddeutsche Zeitung fragt eine Woche zuvor „Ist das Vielfalt oder tut das nur so?“ und die Neue Zürcher Zeitung berichtet am 20. Mai 2022 von „Diversity-Extremisten an den Unis – warum sich ausnahmsweise eine Täter-Opfer-Umkehr lohnt“.

Wären solche Zeitungsbeiträge noch vor 20 Jahren Randerscheinungen des gesellschaftlichen Diskurses gewesen, erscheinen heute täglich neue Auseinandersetzungen und Meinungsbilder zum Thema Geschlechtergerechtigkeit und Diversität. An vielen Hochschulen sind Ziele von Antidiskriminierung und Vielfalt bereits in Stellungsnahmen und Konzepten festgeschrieben. Mit der Verbreitung von diversitätspolitischen Maßnahmen in Arbeitsumfeld, Freizeitgestaltung, privaten und öffentlichen Räumen, hat sich in den Köpfen eine ungefähre Vorstellung dessen gebildet, was Diversity ist und wofür sie da ist.

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Gendergerechte Sprache barrierefrei gestalten

Autorin: Anna Osypova

Gendergerechtigkeit und Barrierefreiheit werden im Deutschen oft gegeneinander ausgespielt. Ziel der gendergerechten Sprache ist unter anderem die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten jenseits der binären Norm abzubilden. Somit wird Sprache auch komplexer, werden Formulierungen länger und einige vorgeschlagenen Formen stören bewusst den Lesefluss. Barrierefreie Sprache wiederum soll einfach verständlich sein, um Menschen mit Behinderungen den Zugang zu Informationen zu ermöglichen.

Die Diskussion um die Vereinbarkeit von Gendergerechtigkeit und Barrierefreiheit wird oft vor allem auf Sonder- und Satzzeichen wie Genderstern oder Doppelpunkt zugespitzt. Längere Zeit galt der Doppelpunkt als barriereärmer, mittlerweile halten viele dies für ein Missverständnis und nennen verschiedene Gründe, warum der Genderstern das beste Zeichen für die Abbildung von Geschlechtervielfalt ist. Grundsätzlich gilt, dass keines dieser Zeichen vollkommen barrierefrei ist. Diese Sichtweise vertritt auch der Blinden- und Sehbehindertenverband.

Aber handelt es sich bei Gendergerechtigkeit und Barrierefreiheit tatsächlich um unvereinbare Anforderungen an die deutsche Sprache? Beide Ansätze haben schließlich ein gemeinsames Ziel: Teilhabe. Sprache prägt unsere Wahrnehmung. Mit Sprache werden Gesetze verfasst, mit Sprache werden Menschen gebildet. Eine demokratische Gesellschaft wird durch Sprache konstituiert und aufrechterhalten. Eine gesellschaftliche Teilhabe ist ohne sprachliche Teilhabe unmöglich (Stefanowitsch 2014). Barrierefreie gendergerechte Sprache ist somit kein Oxymoron, sondern ein Ideal. Und es gibt bereits viele Ansätze, um diesem Ideal näherzukommen. In diesem Artikel stellen wir einige dieser Ansätze vor und diskutieren, wie mögliche Zielkonflikte bewältigt werden können.

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Zielscheibe für Hassbotschaften? Ein Interview mit Anneliese Niehoff

Das Interview führte Angelina Uhl 

Antifeministische, sexistische, rassistische und antisemitische Angriffe im Hochschulkontext, sei es in der Lehre, im Forschungszusammenhang, auf Tagungen, über Social Media oder in der Kaffeepause sind keine punktuellen Erscheinungen, sondern werden oftmals geradezu strategisch eingesetzt um wissenschaftliche Positionen, Forschungsfelder und -ergebnisse der Adressat*innen zu missbilligen. Dabei können Forschungsschwerpunkte und soziale Positionierungen zusammenwirken, indem Wissenschaftler*innen ihre Wissenschaftlichkeit aufgrund scheinbar subjektiver, gefühlsbezogener und interessensgeleiteter Involviertheit abgesprochen wird oder indem die Erfahrung von nicht vorhandenem Schutz, fehlender Fürsorge und Solidarität im Hochschulsystem dazu führt, dass sich Forscher*innen aus marginalisierten Gruppen schneller verunsichert fühlen. Wie können betroffene Wissenschaftler*innen mit Beleidigungen, Diffamierungen, Anfeindungen und persönlichen Angriffen dieser Art umgehen? Wo und wie finden sie Solidarität?

Im Oktober 2021 hat die Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e.V. (bukof) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg) eine Handreichung zum Thema diskriminierende Angriffe im Hochschulkontext veröffentlicht. Im Gespräch mit Anneliese Niehoff, einer der Autor*innen, möchten wir erkunden, wie verbreitet diskriminierende Angriffe an Hochschulen sind, worin Betroffene Unterstützung finden und welche Handlungsempfehlungen die afg und die bukof vorschlagen.

Toolbox: Frau Niehoff, Sie sind bundesweit mit Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten sowie Vertreter*innen der Geschlechterforschung vernetzt. Wie präsent ist das Thema diskriminierende Angriffe an Hochschulen? Um welche Art von Angriffen handelt es sich hierbei in der Regel und wer sind die Betroffenen?

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20 Jahre Girls’Day an der FU – Toolbox veröffentlicht Ressourcen zu Gender und Diversität in der Physik

Am 28.4.2022 jährt sich der Girls’Day an der Freien Universität zum 20. Mal. Tatsächlich erinnere ich mich sehr gut an dessen Anfänge: Damals war ich studentische Hilfskraft in der ‚Zentraleinrichtung Studienberatung und Psychologische Beratung‘ der FU und wurde damit betraut, eine Gruppe von ca. 15 Mädchen durch Labore der Fachbereiche Chemie und Physik zu begleiten. Wissenschaftliche Mitarbeitende leiteten uns an, Experimente durchzuführen und als Studentin der Sozialwissenschaften war ich mindestens ebenso aufgeregt wie die Schülerinnen, als mir aufgetragen wurde, Schutzbrille und Handschuhe anzulegen, um auf chemische Reaktionen aller Art vorbereitet zu sein.

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Interview mit Anja Ahrens: Beratungsstelle für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen

Das Interview führten Svenja Efinger und Jana Gerlach

Anja Ahrens ist an der Freien Universität Berlin die Ansprechpartnerin für Anfragen und Belange Studierender mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Wir von der „Toolbox Gender und Diversity in der Lehre“ haben uns mit Anja Ahrens zum gemeinsamen Austausch über ihre Arbeit getroffen. Dabei haben wir spannende Details über ihre Beratungstätigkeit, den Nachteilsausgleich sowie über ihre Wünsche zur tatsächlichen Umsetzung von Inklusion an der FU Berlin erfahren. 

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Roundtable Discussion: “Decolonizing the classroom: A Space for Resistance?“ (on February 10th, 2022) – What are lessons to be learned for the Toolbox?

Autorinnen: Jana Gerlach, Svenja Efinger

On February 10th, 2022, the Margherita von Brentano Center for Gender Studies, the MA Program Gender, Intersectionality and Politics and the Toolbox Gender and Diversity in Teaching completed their joint event series on „Diversity, Racism and the Broken Promise of Inclusion in German Higher Education“ with an online roundtable discussion.

What is ‘decolonization’ all about and what does it mean within the university context? How is it related to already existing diversity policies? And most importantly: What is its potential for revolutionizing the classroom?

These and other questions were discussed by Diana Almeida,  graduate student in Sociocultural Anthropology  currently enrolled in the Master’s program Gender, Intersectionality and Politics at Freie Universität Berlin and political activist, Denise Bergold-Caldwell, scientific director of the Center for Gender Studies and Feminist Futurology at Philipps-Universität Marburg and former social worker and Rolando Vázquez Melken, sociology professor and decolonial thinker at UC Roosevelt and UC Utrecht as well as co-author of the report „Let’s do Diversity“ of the University of Amsterdam Diversity Commission.

As the Toolbox Gender and Diversity in Teaching  aims at implementing anti-discrimination and sensitivity for gender and diversity in academic teaching, we asked ourselves: What new insights do we take from this discussion? In what way is our understanding of diversity being challenged? And what remains to be done?

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Toolbox-Newsletter Nr.10 – WiSe 2021/22

Liebe Lehrende und Toolbox-Interessierte,

bevor sich das Wintersemester dem Ende neigt, möchten wir Sie mit einer neuen Ausgabe unseres Newsletters über aktuelle Veranstaltungen, Workshops, Ressourcen und Neuigkeiten rund um das Thema ‚Gender und Diversity in der Lehre‘ informieren.

Neuigkeiten aus der Toolbox

Sieben Jahre Toolbox – Happy Birthday!

Gleich zu Beginn des Jahres feierte die Toolbox ihren 7. Geburtstag: Das Projekt, das im Januar 2015 unter dem Namen ‚Instrumentenkasten‘ an den Start und 2016 schließlich als Toolbox Gender und Diversity in der Lehre online ging, ist heute weit über die Freie Universität hinaus bekannt. Wir freuen uns, dass das Interesse an gender- und diversitätsbewusster Lehre von Jahr zu Jahr gewachsen ist, und bedauern zugleich, dass wir aufgrund der hohen Nachfrage dem aktuellen Bedarf an Weiterbildungen nur noch bedingt nachkommen können. Im aktuellen Toolbox-Blog blickt Projektmitarbeiterin Melanie Bittner auf sieben bewegte Jahre zurück, bilanziert Meilensteine und Hürden und formuliert Wünsche für die Zukunft.

Neue Projektmitarbeiterin

Gut gestartet ist das Jahr auch mit Blick auf die personelle Ausstattung. Nach langer Vakanz konnte die zweite Projektstelle zu Jahresbeginn endlich neu besetzt werden. Für unsere neue Projektmitarbeiterin, Jana Gerlach, ist die Stelle bei der Toolbox eine Rückkehr in zweierlei Hinsicht: Als ehemalige FU-Studentin und langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien kennt sie die Freie Universität bereits aus verschiedenen Perspektiven. Zum anderen ist die Beschäftigung mit guter, diskriminierungsfreier Lehre eine alte Leidenschaft, welche die promovierte Soziologin – nach außeruniversitären Stationen in Wissenschaftsmanagement und Politikberatung – nun mit großer Freude wieder aufgreift.

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