Methodenpool für aktivierende und abwechslungsreiche Lehre

Gender- und diversitätsbewusste Lehre dient der Verbesserung der Lehre. Das heißt: Kriterien für gute Lehre werden nicht über Bord geworfen oder neu erfunden, sondern sie werden ergänzt und unter spezifischen Gesichtspunkten weiterentwickelt. Dabei sind zwei didaktische Prinzipien besonders hilfreich für gender- und diversitätsbewusste Lehre: Methodenvielfalt und Aktivierung von Studierenden.

Durch den Einsatz abwechslungsreicher Methoden schaffen Sie unterschiedliche Lernmöglichkeiten für Studierende, denn Methoden bringen unter Umständen für bestimmte Studierende spezifische Barrieren oder Potentiale mit sich. Für Studierende mit einer beHinderung des Sprechens oder sehr zurückhaltende Studierende kann es z.B. unangenehm sein, aufgefordert zu werden, vor der gesamten Gruppe zu sprechen. Für Sie als Lehrende*r kann dann der Eindruck schlechter Vorbereitung oder Leistung entstehen, obwohl die Studierenden sich vielleicht in einer kleineren Arbeitsgruppe hervorragend hätten einbringen können. Anderen fällt es vielleicht sehr schwer, mit ihnen unbekannten Kommiliton*innen spontan zusammen zu arbeiten, so dass sie in einer individuellen Auseinandersetzung mit dem Thema oder in einer längerfristigen Projektgruppe am meisten lernen könnten. In jedem Fall können Sie durch die Verwendung vielfältiger Methoden dazu beitragen, die Chancengleichheit zu verbessern.

Mehr dazu, warum Methodenvielfalt und Aktivierung wichtig für gender- und diversityitätsbewusste Lehre sind sowie erste Umsetzungsmöglichkeiten, finden Sie in der Toolbox unter Didaktische Prinzipien. Noch konkreter wird es dann in unserem umfangreichen Methodenpool. Dort finden Sie Links zu aktuell 28 Methodensammlungen, sowohl ohne speziellen Bezug zu Gender und Diversity als auch für die explizite Thematisierung von Gender und Diversity in der Lehre. Die Sammlungen kommen aus der Hochschuldidaktik, der Erwachsenenbildung und der politischen Bildung. Lassen Sie sich anregen, seien Sie kreativ und passen Sie die methodischen Vorschläge für Ihren Kontext an.

Zur Auswahl von Methoden finden Sie in der Toolbox auch fünf Leitfragen mit denen Sie z.B. reflektieren können, ob eine Methode problematische Gruppendynamiken oder gesellschaftliche Machtverhältnisse reproduziert. Dieses Instrument zur Methodenplanung und -auswertung stellen wir auch in einem Webinar am 14.11.19 um 14.30 Uhr vor, das im Rahmen der Online-Kurzberatung für Tutor*innen an der Freien Universität Berlin angeboten wird. Alle Interessierten können ohne Anmeldung daran teilnehmen.

Snacks für Eilige: Erklärfilm und Checkliste zu Gender und Diversity in der Lehre

Je nach Gesprächspartner*in scheint der Umfang der Toolbox-Website ihre Stärke oder ihre Schwäche zu sein. Diese Woche haben wir deshalb zwei Tipps für die Lehrvorbereitung: einen schnellen Überblick zum Thema (1.) und eine kompakte Zusammenstellung von Umsetzungsmöglichkeiten (2.) für gender- und diversitätsbewusste Lehre finden alle Interessierten in Eile in unserem Starter-Kit.

  1. Der dreiminütige Erklärfilm ist ein leichter Einstieg, wenn Sie gerade erst anfangen, sich mit Gender und Diversity in der Lehre zu beschäftigen. Er enthält einige anschauliche Daten zu Gender und Diversity an deutschen Hochschulen und erklärt, warum gute Lehre gender- und diversitätsbewusst ist. Verschiedene Handlungsansätze werden genannt.
    Der Film steht auf deutsch und englisch zur Verfügung. Untertitel in der gleichen Sprache können jeweils an- oder ausgeschaltet werden. Die deutsche Volltextversion gibt es als pdf-Datei zum Download.
  2. In der zweiseitigen Checkliste zur gender- und diversitätsbewussten Didaktik finden Sie Reflexionsfragen zu den Dimensionen
    Inhalte, Lehrende, Lernende, Methodik und Rahmenbedingungen. Sie können prüfen, in welcher Hinsicht Sie zufrieden mit Ihrer Lehre sind und wo es vielleicht noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.
    Dies fünf didaktischen Dimensionen wurden von den Bildungsforscherinnen Gerrit Kaschuba und Karin Derichs-Kunstmann im Rahmen eines empirischen Projekts zu gendergerechter Erwachsenenbildung entwickelt. Melanie Ebenfeld hat für die Checkliste erweitert und die Verankerung und Repräsentation von sexueller Orientierung, Alter, soziale Herkunft, (Nicht-)Behinderung, Ethnizität/race und Religion/Weltanschauung integriert.

Der Film und die  Checkliste sind sehr kompakt, bieten jedoch keine schlichte to-do-Liste zum Abhaken. Damit stehen sie auch für den Ansatz der Toolbox, die umfassende Entwicklung von Gender- und Diversitykompetenz von Lehrenden durch viele Angebote – online und offline – zu unterstützen. Anwendungsorientierung: unbedingt! Einfache Rezepte: nein, dafür ist gender- und diversitätsbewusste Lehre zu wichtig und zu komplex.

Holen Sie sich Input für die Planung Ihrer Lehrveranstaltungen

Bis zum Beginn der Vorlesungszeit dreht sich hier alles um die Planung von Lehrveranstaltungen. Damit Sie gut vorbereitet ins Semester starten können, bloggen wir jede Woche neue Materialien für eine gender- und diversitätsbewusste Kommunikation in Lehrveranstaltungen oder  Hinweise auf bewährte Inhalte aus der Toolbox, die Sie vielleicht noch nicht genutzt haben.

Außerdem werden wir ein neues Interview veröffentlichen, denn andere Hochschulen haben auch schöne Projekte! Unter der Kategorie „Gute Nachbar*innenschaft“ wollen wir die Bandbreite an Angeboten zu Gender und Diversity in der Lehre, die es im deutschsprachigen Raum gibt, sichtbarer machen. Mit dem Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung Nordrhein-Westfalen haben wir am Beispiel der Gender Curricula darüber gesprochen, wie Inhalte der Genderforschung in unterschiedliche Fächer integriert werden können und ob wir eigentlich auch Diversity Curricula brauchen.

Wenn Sie wissen möchten,

  • wie Sie Studierende für Gender und Diversity sensibilisieren können,
  • wie sich die Gender Curricula seit dem Start des Projekts vor 10 Jahren verändert haben
  • und was Sie unternehmen können, wenn sich in Ihrer Lehrveranstaltung immer nur die Gleichen zu Wort melden,

dann abonnieren Sie unsere Blogbeiträge per RSS-Feed oder folgen Sie uns auf Twitter.

Anfang Oktober wird ein neuer Newsletter erscheinen. Wenn Sie 1-2 mal pro Semester unsere aktuellen Angebote und Einladungen zu Veranstaltungen in Ihrem E-Mail-Posteingang haben möchten, melden Sie sich unter kontakt@genderdiversitylehre.fu-berlin.de an.

Abschied in die Sommerpause mit Preview auf unsere Pläne für das Wintersemester 19/20

Das Toolbox-Blog geht bis September in die Sommerpause.

Wir nutzen die Zeit, um an neuen Inhalten für die Toolbox zu arbeiten: Im Wintersemester 19/20 veröffentlichen wir Materialien zum Thema „Gender- und diversitätsbewusste Prüfungen“, unter anderem zu folgenden Fragen:

  • Welche Vor- und Nachteile haben unterschiedliche Prüfungsformen für unterschiedliche Studierende?
  • Wie können Lehrende einen Nachteilsausgleich für Studierende mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen umsetzen?
  • Welche Herausforderungen gibt es bei der Gestaltung mündlicher Gruppenprüfungen und wie können sie so durchgeführt werden, dass es keine Benachteiligung gibt?
  • Warum sollten wir über Macht und Grenzen in der Prüfungsvorbereitung und in Prüfungen nachdenken?

Ab September wird es im Toolbox-Blog Hinweise für die Planung und Vorbereitung von Lehrveranstaltungen geben, Anfang Oktober bieten wir ein Webinar zum Kennenlernen der Toolbox an und Ende November feiern wir den dreijährigen Geburtstag der Toolbox mit vielen Angeboten zur Weiterbildung und zum Austausch.

Wenn Sie über Termine und Neuigkeiten informiert werden wollen, melden Sie sich per Mail für unseren Newsletter an oder folgen Sie uns auf Twitter.

Wir wünschen Ihnen allen einen guten Sommer!

Unsere Highlights des Sommersemesters 2019

(1) Toolbox goes Tutoring and Mentoring

Das Anliegen des Toolbox-Projekts ist, gender- und diversitätsbewusste Gestaltung der Lehre an der Freien Universität Berlin zu fördern. Daher freuen wir uns über alle Anfragen und Kooperationsideen aus den Fachbereichen, Instituten und Zentraleinrichtungen. Ganz besonders begeistert hat uns die Initiative der Koordination der Qualifizierung für Tutoring und Mentoring am Career Service. Auf deren Vorschlag hin ist die Vorstellung der ‚Toolbox Gender und Diversity in der Lehre‘ nun fest in allen Basisqualifizierungen für neue Tutor*innen und Mentor*innen an der FU verankert. So lernen ganz viele studentische Lehrende die Toolbox kennen und setzen sich mit Gender und Diversity in ihrem Fach und in ihrem Verantwortungsbereich auseinander. An der FU gibt es aktuell rund 500 Tutor*innen und ca. 360 Mentor*innen. In der Vorlesungspause vor dem Wintersemester 19/20 finden 13 Grundqualifizierungen statt, in denen neue Tutor*innen und Mentor*innen sich mit ihrer Rolle und der Arbeit mit Studierenden auseinandersetzen. Wir freuen uns, diese engagierten studentischen Lehrenden kennenzulernen und mit ihnen über gender- und diversitätsbewusste Lehre ins Gespräch zu kommen. Sie sind unglaublich wichtig für die Studierenden an unserer Universität!

(2) Teamteaching am Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie

Die Koordinatorin für Gender und Diversity in der Lehre am Fachbereich BCP, Dr. Sarah Huch, hat dieses Semester eine abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe organisiert. Renommierte Expert*innen trugen z. B. zu Gender- und Diversityforschung in Neurowissenschaft und Medizin, aber auch zum Thema „Unbewusste Vorurteile“ und zu praxisorientierten Beispielen aus der Hochschullehre vor. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe wurde ein Kurzworkshop in Kooperation mit der Toolbox angeboten, an dem Kolleg*innen aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Fächern teilnahmen. Die geplanten zwei Stunden bedeuteten einen engen Zeitplan; trotzdem gab es beim Speeddating und in Arbeitsgruppen zu Methodik und Inhalten viele Ideen und Anregungen.

(3) Die Toolbox bloggt und twittert jetzt auch

We did it! Im Juni 2019 haben wir das Toolbox-Blog gestartet und twittern unter @toolbox_fu zu Gender, Diversity und Hochschullehre. Danke an unsere aktuell etwa 200 Follower und alle, deren spannenden Inhalte wir lesen, liken und retweeten können. Außerdem an die Kolleg*innen der Online-Redaktion der Pressestelle der FU und das Center für Digitale Systeme (CeDiS), die uns so kompetent und flexibel zu technischen, rechtlichen, sprachlichen und sonstigen Fragen beraten haben. Besonders inspirierend war auch der Workshop „#4genderstudies: nachhaltige Strategien?!“ des Margherita-von-Brentano-Zentrums, der sich mit  Wissenschaftskommunikation und Stärkung feministischer Anliegen im Netz beschäftigte. Beim nächsten Aktionstag am 18. Dezember 2019 ist die Toolbox auf jeden Fall auch dabei!

 

 

Wie gendergerecht war Ihre Lehre? Online-Tool zur Selbstevaluation der Universität Freiburg (CH)

Ziehen Sie Bilanz

Bald endet die Vorlesungszeit des Sommersemesters und damit auch viele Lehrveranstaltungen. Zur Verbesserung der eigenen Lehre empfehlen wir allen Lehrenden eine systematische Nachbereitung. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit und halten Sie alle Überlegungen, Eindrücke, Schwierigkeiten, Erfolge, Rückmeldungen und Änderungsideen schriftlich fest, so dass Sie die Notizen für Ihre weitere Lehrplanung auch zu einem späteren Zeitpunkt nutzen können.

Besonders anregend für die Reflexion von Geschlechtergerechtigkeit in der Lehre ist das komfortable Online-Selbstevaluationstool der Universität Freiburg (CH).

So funktioniert das Tool

(1) Zunächst wählen Sie aus, ob Sie mit einem expliziten oder einen impliziten Ansatz geschlechtergerechter Lehre gearbeitet haben: Beim impliziten Ansatz geht es darum, für alle Studierenden – unabhängig vom Geschlecht – gute Lernmöglichkeiten zu schaffen. Es bedeutet zum Beispiel, Zuschreibungen zu hinterfragen und Stereotypisierungen zu vermeiden. Der explizite Ansatz beinhaltet diese Aspekte ebenfalls, geht aber darüber hinaus: „Der Erwerb von Genderkompetenz durch die Studierenden ist in Ihrer Veranstaltung oder im Curriculum als Lernziel deklariert.“

(2) Anschließend entscheiden Sie, welche Dimensionen Sie mit dem Tool gerne evaluieren möchten:

  • Kommunikation durch die Lehrperson
  • Fachinhalte
  • Lehr-/Lernmethoden
  • Interaktion in der Lehre
  • Selbstverständnis als Lehrperson
  • Überprüfung der Leistung von Studierenden
  • Evaluation der eigenen Lehre

(3) Dann beantworten Sie einige Fragen mit Hilfe einer Skala. Zu jeder Frage können Sie eine Erläuterung anklicken, in der die Bedeutung der Frage erklärt wird. Im letzten Schritt erhalten Sie ein Feedback mit weiteren Anregungen.

Beispiel für Auswahloptionen „impliziter Ansatz“ und „Fachinhalte“

Bei dieser Vorauswahl beantworten Sie zum Beispiele folgende Frage:

In der Erläuterung zu dieser Frage finden Sie einen Text, der die Bedeutung der Frage erläutert: „In vielen Fachbereichen ist der Kanon von männlichen Autoren dominiert. Autorinnen werden erwiesenermaßen weniger oft zitiert. Wenn es inhaltlich angebracht ist, achten Sie darauf, in der Zusammenstellung von Literatur zu Ihrer Lehrveranstaltung auch Fachbeiträge von Autorinnen aufzuführen. Sie nehmen dafür gelegentlich auch zusätzlichen Suchaufwand in Kauf.“

Stärken und Schwächen des Tools

Das Online-Selbstevaluationstool hilft, eine große Bandbreite an Aspekten wahrzunehmen, die für geschlechtergerechte Lehre wichtig sind. Sie können Ihre eigene Praxis und Haltung reflektieren. Kritisch anzumerken ist allerdings, dass die Kategorie Geschlecht hier ausschließlich binär verstanden wird, also beispielsweise nur nach männlichen und weiblichen Studierenden gefragt wird. Die real existierende und mittlerweile auch rechtlich in Deutschland anerkannte Vielfalt von geschlechtlicher Identität, wie z. B. die „dritte Option“ beim Eintrag des Personenstands, wird hier nicht berücksichtigt. Auch weitere Diversitätsdimensionen wie soziale Herkunft oder Alter werden, wie die Verfasser*innen auch transparent machen, selten explizit berücksichtigt. Es ist also wichtig, sich dieser Engführung bewusst zu sein und ggf. selbständig mehr Vielfalt in den Blick zu nehmen.

Das Online-Selbstevaluationstool wurde im Rahmen des Projekts E-qual + „Lehrevaluation als Instrument zur Gleichstellungsförderung“ am Centre de Didactique Universitaire der Universität Freiburg (CH) entwickelt.

Es wird unter der Creative-Commons-Lizenz Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0 Unported zur Verfügung gestellt.

L’outil d’auto-évaluation est mis à disposition en allemand et français.

Weitere Hinweise zur Nachbereitung von Lehrveranstaltungen, z.B. auch im Kolleg*innenkreis, finden Sie in der Toolbox Gender und Diversity in der Lehre

Save the Date: Treffen des ‚Netzwerks Gender und Diversity in der Lehre‘ am 11.10.19

Was ist das ‚Netzwerk Gender und Diversity in der Lehre‚?

Das Netzwerk ist ein autonomes Netzwerk von Personen, die strategisch und/oder operativ im Bereich Gender und Diversity in der Hochschullehre arbeiten und sich untereinander vernetzen und kontinuierlich zusammenarbeiten wollen. Das Netzwerk dient dem Informationsaustausch sowie der inhaltlichen und strategischen Zusammenarbeit.

Wie arbeitet das Netzwerk?

In der jetzigen Ausrichtung besteht das Netzwerk seit November 2016. Die Kommunikation erfolgt über eine Mailingliste. Vernetzungs- und Arbeitstreffen finden circa zweimal im Jahr an unterschiedlichen Hochschulen in Deutschland statt. Auf den Treffen und in Arbeitsgruppen wird momentan zu verschiedenen Themen gearbeitet, zum Beispiel zu gender- und diversitätsbewusste Didaktik und Methodik, fachspezifische und interdisziplinäre Curricula sowie Organisationsentwicklung. Die Verantwortlichkeit für die Organisation der Treffen wandert zwischen den Mitgliedern. Das nächste Treffen am 11.10.19 wird von Dr. Lena Eckert an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg organisiert.

Wie kann ich im Netzwerk aktiv werden?

Das Netzwerk ist offen für neue Mitglieder, die Expertise im Feld Gender und Diversity in der Lehre mitbringen und an einer kontinuierlichen Zusammenarbeit interessiert sind. Für weiterführende Informationen kontaktieren Sie gerne Dr. Lisa Mense.

 

Warum Sie einen Beitrag für die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) einreichen sollten

Beiträge zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) können bis zum 15.09.2019 eingereicht werden

Vom 10.-13.10.2020 findet die Jahrestagung der dghd an der Freien Universität statt. Die dghd ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft der deutschsprachigen Hochschuldidaktik.

Ich war im September 2016 bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) und finde es lohnt sich, dabei zu sein – und sicher noch mehr, die Gelegenheit für Feedback zu Fragen der Hochschullehre nutzen.

Wir standen zu dem Zeitpunkt kurz vor der Veröffentlichung der Toolbox und wollten uns über hochschuldidaktische Diskurse und Praxen anderer Hochschulen informieren. Natürlich war ich besonders neugierig, ob auch gender- und diversitätsbewusste Lehre ein Thema sein würden. Und obwohl es schon ganz schön lang her ist, erinnere mich an viele Eindrücke, deren Schilderung Sie vielleicht motiviert, einen eigenen Beitrag zu der Tagung einzureichen.

Am Veranstaltungsort wurden wir von schwebenden Luftballons in blau und grün, den Designfarben der Ruhr-Universität Bochum, begrüßt. Dieser freundliche Empfang, der die Orientierung auf dem Campus sehr erleichterte, passte gut zur Atmosphäre der Tagung. Die Stimmung dort habe ich als sehr offen, locker und kommunikativ wahrgenommen.

Die Organisator*innen nahmen außerdem hochschuldidaktische Prinzipien ernst und boten ganz unterschiedliche Formate an. Neben der ,klassischen‘ Keynote und Workshops zum Erfahrungsaustausch fand ich die schnellen und quirligen DisQspaces sehr bereichernd. „Warum Sie einen Beitrag für die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) einreichen sollten“ weiterlesen

Vortrag „Gender- und Diversitykompetenz in der Hochschullehre – Praxisorientierte Beispiele“ von Dr. Lisa Mense

Do 27.6.19, 16-18 Uhr

Dieser Workshop ist Teil einer Veranstaltungsreihe zu Gender und Diversity in der Lehre der Naturwissenschaften. Mehr Informationen finden Sie hier.

Organisation: Dr. Sarah Huch

Queer gedacht – Queer gemacht. Geschlechtsidentitäten in der Bildung

Veranstaltungsreihe der Studierendeninitiative „Queer gedacht – queer gemacht“ am Fachbereich Erziehungswissenschaft-Psychologie

Die **Veranstaltungsreihe „Queer gedacht – Queer gemacht“** möchte das Verhältnis von Geschlechtsidentitäten und Bildung ausloten und dabei binäre Kategorien aufbrechen.

Auf einem weißen Hintergrund mit bunten Farbklecksen sind nebeneinander eine halbierte Grapefruit, eine Banane und Scheiben einer Sternfrucht abgebildet.
Flyer zur Flyer zur Veranstaltungsreihe „Queer gedacht – queer gemacht“

Geschlecht ist ein Querschnittsthema für alle Bereiche der Gesellschaft, weil Menschen häufig aufgrund rein äußerer Merkmale einem bestimmten Geschlecht zugeordnet werden. Diese soziale Einordnung in das binäre Geschlechtersystem (männlich, weilblich) bietet zwar für viele Menschen ein attraktives Identifikationsangebot, führt allerdings auch zu Diskriminierungen, problematischen Stereotypen und der Fortschreibung sexistischer Machtverhältnisse. Insbesondere Bildungskontexten, sei es in der Schule, KiTa, in der Jugendarbeit, der sozialen Arbeit, aber auch an der Universität findet die kritische Reflexion dieser Geschlechterordnung und die Beschäftigung mit geschlechtlicher Vielfalt nicht genug Beachtung. „Queer gedacht – Queer gemacht. Geschlechtsidentitäten in der Bildung“ weiterlesen