La Toolbox en español – Die spanische Website

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Die Toolbox Website mit Informationen rund um das Thema Gender und Diversity, Tipps zur Umsetzung bei gender- und diversitätsbewusster Lehre und Hinweise auf interessante Lektüre steht bereits in deutsch- und englischsprachiger Version zur Verfügung.

Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums des Lateinamerika-Instituts (LAI) der Freien Universität Berlin haben wir gemeinsam mit trAndeS und dem LAI unsere Website nun auch auf Spanisch übersetzt. Das Konzept der spanischen Website enthält neben den Leitlinien, Didaktischen Prinzipien wie Methodenvielfalt oder Aktivierung der Studierenden auch inhaltliche Anknüpfungspunkte sowie eine Checkliste zu gender- und diversitätsbewusster Didaktik. Der Erklärfilm mit Daten zu vielfältigen Lebensrealitäten von Studierenden und unterschiedlichen Ansatzpunkten für gute Lehre findet sich ebenso mit spanischen Untertiteln auf der neu übersetzten Website.

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Die Toolbox wird sieben – eine Bilanz zum Geburtstag

Im Januar 2015 begannen zwei Projektmitarbeiterinnen, Inga Nüthen und Pia Garske, mit der systematischen Arbeit an der Toolbox Gender und Diversity in der Lehre. „Instrumentenkasten“ hieß das Projekt damals. Der Name unseres Laufwerks erinnert uns heute noch daran.

Das Margherita-von-Brentano-Zentrum (damals „Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung“) und das Team Zentrale Frauenbeauftragte (damals „Büro der Zentralen Frauenbeauftragten“) hatten erfolgreiche Vorarbeit geleistet. Anfang 2013 hatten sie einen hochschulweiten Arbeitskreis „Gender in der Lehre“ ins Leben gerufen und zum 1. Januar 2015 konnte die Toolbox mit zwei 50%-Projektstellen starten, finanziert als gleichstellungsfördernde Maßnahme im Rahmen des Professorinnenprogramms II.

2016, knapp zwei Jahre nach Projektstart, ging die Toolbox online zunächst noch im nicht-responsiven Design der Freien Universität Berlin. Pia Garske und Melanie Bittner hatten den Launch kurz vor der Deadline realisiert. Die gab es, weil vom 24. bis 26. November 2016 die Tagung „Gender und Diversity in die Lehre! Strategien, Praxen, Widerstände“ stattfand.

Pia Garske und Melanie Bittner vor einer Pinnwand mit Toolbox-Plakaten
Zwei sehr erschöpfte und glückliche Mitarbeiterinnen, Pia Garske und Melanie Bittner, während der Toolbox-Konferenz

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Soziale Herkunft an Hochschulen: Interview mit Hannah Rindler von ArbeiterKind.de

"Also es ist ja durchaus auch eine Kompetenz, in zwei Welten zuhause zu sein, eine besondere Leistungsanstrengung hinter sich gebracht zu haben und bestimmte Hürden genommen zu haben, die andere nicht nehmen mussten." (Hannah Rindler)

Welche Rolle spielt soziale Herkunft, also der Bildungshintergrund von Studierenden, aktuell an der Hochschule? Welche Erfahrungen machen Studierende, die als Erste in ihrer Familie studieren, im Unterscheid zu  Studierenden mit akademischem Familienhintergrund?

„Studierende der ersten Generation“, „first generation academics“ oder „working class academics“ – so bezeichnen sich Personen, die als Erste in ihrer Familie ein Studium begonnen haben. Bei diesen Selbstbezeichnungen handelt es sich um neutrale, beschreibende Formulierungen oder um die positive Betonung einer Vorreiter*innenrolle. Damit stehen die Begriffe im Gegensatz zu der häufig zu findenden Fremdbezeichung „bildungsferne Studierende“, die eine Distanz zur Norm, eine Abweichung, betont.

In diesem Good-Practice-Beispiel möchten wir eine Organisation vorstellen, die ebenfalls die Position als Vorreiter*in ins Zentrum stellt. Die gemeinnützige Organisation ArbeiterKind.de hat das Motto „für alle, die als erste in ihrer Familie studieren“. Motiviert durch ihre eigenen Erfahrungen als Studentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin gründete Katja Urbatsch 2008 ArbeiterKind.de. Was als ehrenamtliches Projekt begann, ist mittlerweile eine mehrfach ausgezeichnete Organisation mit mehr als 30 Mitarbeiter*innen in ganz Deutschland.

Mehr zu dem Good-Practice-Beispiel im Toolbox-Beitrag:

  • Soziale Herkunft als folgenreiche Diversitätsdimension
  • Videointerview mit Hannah Rindler, Bundeslandkoordinatorin Berlin von ArbeiterKind.de
  • Literaturhinweise

Twitterseminar zu kritischer Wissenschaftsgeschichte: Interview mit Dr. Levke Harders

Der ironische und erfolgreiche Start des Twitterseminars
Ein Lehrauftrag zur Geschlechterforschung

Unter dem Titel „Die Universität Bielefeld wird 50. Wir twittern!“ bot Dr. Levke Harders im Wintersemester 2018/19 ein Seminar für Studierende in ganz unterschiedlichen Studiengängen an. In der Lehrveranstaltung wurde aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Universität Bielefeld gemeinsam eine Twitter-Timeline erstellt. Die mehr als 400 Beiträge über die Gründungszeit und die historische Entwicklung wurden unter dem Twitter-Account @UniBielefeld50 zwischen Februar und Dezember 2019 veröffentlicht.

Wir sind über Twitter auf die innovative Lehrveranstaltung aufmerksam geworden und haben mit Dr. Levke Harders, zu deren Forschungsschwerpunkten Gender- und Migrationsforschung gehören, über das Twitterseminar gesprochen.

Mehr zu dem Good-Practice-Beispiel im Toolbox-Beitrag:

  • Konzept der Lehrveranstaltung mit Syllabus
  • Gender und Diversität im Twitterseminar
  • Digitale Bildung und Open Educational Ressources
  • Blogbeiträge über das Twitterseminar
  • Videointerview mit Dr. Levke Harders
  • Literaturhinweise

Studentische Perspektiven auf Diversität in Studium und Lehre

Angehende Mentor_innen diskutieren über die Möglichkeiten und Grenzen des Supports unter Studierenden

Namen der Mentor_innen von der Redaktion geändert

Es ist noch früh am Morgen, doch die Temperaturen kratzen bereits an der 30-Grad-Marke. Trotz des hochsommerlichen Wetters haben sich um die 15 Studierende in der vorlesungsfreien Zeit entschlossen, an die FU zu fahren und an einem mehrtägigen Workshop teilzunehmen. Im kommenden Semester sollen sie als angehende Mentor_innen den „Erstis“ den Einstieg in den Studienalltag erleichtern. Neben der Orientierung am Fachbereich und der Hilfe bei der Studienplanung sind sie auch Ansprechpersonen bei allen möglichen Herausforderungen, die ein Studium mit sich bringen kann.

Um einen Eindruck zu vermitteln, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten von Studierenden an der Universität sein können, stelle ich als Studentische Mitarbeiterin im Rahmen der Mentor_innen-Workshops die ‚Toolbox Gender und Diversity in der Lehre‘ vor. Die Toolbox ist eine Website, die über die vielfältige Studierendenschaft informiert und Lehrenden die Möglichkeit bietet, sich z.B. über Methoden und Praxisbeispiele zum Thema Gender und Diversity in der Lehre zu informieren.

Wir starten mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Als Studentische Mitarbeiterin kann ich mich gut in den Studienalltag der Studierenden hineinversetzen. Ich merke aber auch, dass sich dieser nicht immer gleicht. Denn so unterschiedlich wie die Studiengänge der Teilnehmenden im Mentor_innen-Workshop sind, so unterschiedlich sind auch die Erfahrungen, die sie während ihrer bisherigen Studienlaufbahn gemacht haben.

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Unsere Highlights des Sommersemesters 2019

(1) Toolbox goes Tutoring and Mentoring

Das Anliegen des Toolbox-Projekts ist, gender- und diversitätsbewusste Gestaltung der Lehre an der Freien Universität Berlin zu fördern. Daher freuen wir uns über alle Anfragen und Kooperationsideen aus den Fachbereichen, Instituten und Zentraleinrichtungen. Ganz besonders begeistert hat uns die Initiative der Koordination der Qualifizierung für Tutoring und Mentoring am Career Service. Auf deren Vorschlag hin ist die Vorstellung der ‚Toolbox Gender und Diversity in der Lehre‘ nun fest in allen Basisqualifizierungen für neue Tutor*innen und Mentor*innen an der FU verankert. So lernen ganz viele studentische Lehrende die Toolbox kennen und setzen sich mit Gender und Diversity in ihrem Fach und in ihrem Verantwortungsbereich auseinander. An der FU gibt es aktuell rund 500 Tutor*innen und ca. 360 Mentor*innen. In der Vorlesungspause vor dem Wintersemester 19/20 finden 13 Grundqualifizierungen statt, in denen neue Tutor*innen und Mentor*innen sich mit ihrer Rolle und der Arbeit mit Studierenden auseinandersetzen. Wir freuen uns, diese engagierten studentischen Lehrenden kennenzulernen und mit ihnen über gender- und diversitätsbewusste Lehre ins Gespräch zu kommen. Sie sind unglaublich wichtig für die Studierenden an unserer Universität!

(2) Teamteaching am Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie

Die Koordinatorin für Gender und Diversity in der Lehre am Fachbereich BCP, Dr. Sarah Huch, hat dieses Semester eine abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe organisiert. Renommierte Expert*innen trugen z. B. zu Gender- und Diversityforschung in Neurowissenschaft und Medizin, aber auch zum Thema „Unbewusste Vorurteile“ und zu praxisorientierten Beispielen aus der Hochschullehre vor. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe wurde ein Kurzworkshop in Kooperation mit der Toolbox angeboten, an dem Kolleg*innen aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Fächern teilnahmen. Die geplanten zwei Stunden bedeuteten einen engen Zeitplan; trotzdem gab es beim Speeddating und in Arbeitsgruppen zu Methodik und Inhalten viele Ideen und Anregungen.

(3) Die Toolbox bloggt und twittert jetzt auch

We did it! Im Juni 2019 haben wir das Toolbox-Blog gestartet und twittern unter @toolbox_fu zu Gender, Diversity und Hochschullehre. Danke an unsere aktuell etwa 200 Follower und alle, deren spannenden Inhalte wir lesen, liken und retweeten können. Außerdem an die Kolleg*innen der Online-Redaktion der Pressestelle der FU und das Center für Digitale Systeme (CeDiS), die uns so kompetent und flexibel zu technischen, rechtlichen, sprachlichen und sonstigen Fragen beraten haben. Besonders inspirierend war auch der Workshop „#4genderstudies: nachhaltige Strategien?!“ des Margherita-von-Brentano-Zentrums, der sich mit  Wissenschaftskommunikation und Stärkung feministischer Anliegen im Netz beschäftigte. Beim nächsten Aktionstag am 18. Dezember 2019 ist die Toolbox auf jeden Fall auch dabei!