Practicing Academic Kindness in the Classroom

by guest author Philipp Schulz

This text was first published on the blog „Duck of Minerva“ on February 17, 2020. The blog focuses on world politics from an academic perspective. We thank the author and publishers for the opportunity to share this article on our Toolbox-Blog.

Academic competitiveness and pettiness is alive and real. From expediting demands of the competitive academic job market, disrespectful peer review comments, to micro-aggressions and open hostilities at conferences – in particular to early career, women and/or people of colour scholars – there seem to be countless examples for an acute absence of kindness and empathy in the academy. Probably most of us, although to varying degrees, have been confronted with the unkind aspects of academic environments. In many ways, of course, these problems are embedded in wider structural problems of racism and sexism within the academy at large.

Fortunately, there seems to be increasing (albeit slow) recognition of the toxic practices of academic work cultures. As an early career researcher, I am particularly excited about some of the kindness that many of my peers are extending and the horizontal generosity that is beginning to spread across conferences, workshops and social media. Yet, I do believe that the (sub-)field of feminist international relations is particularly unique in that way, perhaps not unrelated to some of the disciplinary sanctioning and marginalizing that the field still experiences in the discipline more widely.

Kindness through Thank You Emails

Inspired by some of that inclusivity and kindness of the scholars I look up to and read – and I am specifically looking at Cynthia Enloe here, who has often been praised for being ‘amazingly generous to feminist colleagues and graduate students’, or my former supervisor Fionnuala Ní Aoláin – I too aim to be more mindfully generous and kind, in my research and writing, as well as during conferences/workshops and teaching. Here, I want to share one particular way in which I try to practice (and teach) academic kindness in the classroom: Together with my students, for each session in our seminars, we write an email to the authors we read that day, to share our appreciation for their work.

The idea came to me when a scholar whose work I absolutely admire in an email also mentioned that she had assigned one my recently published articles in one of her seminars, and that the students liked the text. For me, this was the first time I heard that someone had used any of my writing in class, let alone that it was apparently well received, and so this was an absolute highlight for me that semester. I have also been inspired by others following similar paths, such as Megan Mackenzie, who has previously recorded thank you videos with her students for the authors they read in class, and shared those publicly via twitter.

Influenced by that, I intend to myself share more positive feedback with the authors I read – whether for research or for teaching. We all get so used to receiving and articulating critique (mostly constructive, but often also harsh, unreasonable and imbalanced) about our work and papers, whether at conferences, during peer-review or from supervisors and/or peers. But in my experience so far, we too seldom just articulate positive, affirmative, encouraging and generous feedback about something we truly enjoyed reading, and from which we benefited intellectually, politically or even personally.

In order to change that, for the past two semesters now, I have made it a practice of together with my students sending positive feedback emails to the authors we read. With these emails, we aim to let the authors know how we engaged with their work, to recognize and thank them for their work, and to share with them how this has been beneficial for us.

How does this look like in practice? „Practicing Academic Kindness in the Classroom“ weiterlesen

Holen Sie sich ein Zwischenfeedback der Studierenden – auch zur Umsetzung gender- und diversitätsbewusster Lehre

Der Dezember ist ein guter Zeitpunkt, um nach etwa der Hälfte des Wintersemesters eine Zwischenevaluation durchzuführen. Sie ist ein hervorragendes Instrument zur Verbesserung der Lehre, denn wenn Sie nicht bis zum Semesterende warten, um sich ein Feedback von Studierenden zu holen, können Sie Kritik und Anregungen direkt umsetzen.

Das bedeutet nicht, dass Sie Ihren bisherigen Plan über Bord werfen müssen. Auch kleinere Modifikationen können den Lernprozess verbessern. Sie nehmen die Studierenden dadurch ernst und oft erhöht sich die allgemeine Zufriedenheit bereits dadurch deutlich. Unter Umständen kann so auch unkommentiertes Fernbleiben von Studierenden verhindert werden. Beispielsweise ermöglicht eine Zwischenevaluation, zu prüfen, ob der Vorbereitungsaufwand und das Lernniveau angemessen sind oder ob Studierende unter- oder überfordert sind.

Eine Zwischenevaluation können Sie mündlich und/oder schriftlich durchführen, wobei verschiedene Grade der Freiwilligkeit und Anonymität möglich sind. Die Evaluation sollte sich sowohl auf Lernerfolge als auch auf Lernprozesse beziehen. Praktische Hinweise zur Formulierung von Fragen und die methodische Durchführung finden Sie in der Feedback-Methodenbar der Universität Duisburg-Essen. Die Kolleg*innen stellen knapp und anschaulich elf Methoden vor, die Sie an Ihre Bedarfe anpassen können.

Nutzen Sie die die Zwischenevaluation auch, um Ihre Studierenden zu fragen, wie gender- und diversitätsbewusst sie Ihre Lehrveranstaltung bislang wahrgenommen haben. Wenn Sie eine Rückmeldung zu Gender- und Diversityaspekten bekommen möchten, können Sie entweder direkt oder indirekt nachfragen.

Beispielfragen zu Sprache und Interaktion

  • direkte Frage: „Verwendete die Lehrperson gender- und diversitätsbewusste Sprache?“
  • indirekte Frage: „Konnten Sie sich an der Lehrveranstaltung aktiv beteiligen? Konnten Sie sich in Diskussionen, Übungen, Gruppenarbeiten etc. in angemessener Weise einbringen? Wenn nicht, warum?“

Beispielfragen zu Lehr- und Studieninhalten

  • direkte Frage: „Nahm die Lehrperson Bezug auf Theorien oder Daten der Gender- und Diversityforschung?“
  • indirekte Frage: „Fand eine Auseinandersetzung mit dem Kanon Ihres Fachs statt?“

Entscheiden Sie je nach Fachkultur und abhängig von Ihrer Einschätzung der Studierenden, was für Ihre Lehrveranstaltung passend ist. Weitere Vorschläge für Evaluationsfragen zu Lehrmethoden, Lehr- und Studieninhalten sowie Sprache und Interaktion finden Sie in der Toolbox auf der Seite „Von der Planung bis zum Abschluss„.

Wie bei der Abschlussevaluation können Sie natürlich auch die Ergebnisse der Zwischenevaluation sowie mögliche Schlussfolgerungen in der folgenden Sitzung mit den Studierenden diskutieren.

 

 

 

Queer gedacht – Queer gemacht. Geschlechtsidentitäten in der Bildung

Veranstaltungsreihe der Studierendeninitiative „Queer gedacht – queer gemacht“ am Fachbereich Erziehungswissenschaft-Psychologie

Die **Veranstaltungsreihe „Queer gedacht – Queer gemacht“** möchte das Verhältnis von Geschlechtsidentitäten und Bildung ausloten und dabei binäre Kategorien aufbrechen.

Auf einem weißen Hintergrund mit bunten Farbklecksen sind nebeneinander eine halbierte Grapefruit, eine Banane und Scheiben einer Sternfrucht abgebildet.
Flyer zur Flyer zur Veranstaltungsreihe „Queer gedacht – queer gemacht“

Geschlecht ist ein Querschnittsthema für alle Bereiche der Gesellschaft, weil Menschen häufig aufgrund rein äußerer Merkmale einem bestimmten Geschlecht zugeordnet werden. Diese soziale Einordnung in das binäre Geschlechtersystem (männlich, weilblich) bietet zwar für viele Menschen ein attraktives Identifikationsangebot, führt allerdings auch zu Diskriminierungen, problematischen Stereotypen und der Fortschreibung sexistischer Machtverhältnisse. Insbesondere Bildungskontexten, sei es in der Schule, KiTa, in der Jugendarbeit, der sozialen Arbeit, aber auch an der Universität findet die kritische Reflexion dieser Geschlechterordnung und die Beschäftigung mit geschlechtlicher Vielfalt nicht genug Beachtung. „Queer gedacht – Queer gemacht. Geschlechtsidentitäten in der Bildung“ weiterlesen