Die Vereinten Nationen in Finanzierungskrise

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Bereits zum Ende des Monats Oktober könnten die Vereinten Nationen vor der Zahlungsunfähigkeit stehen. Bis zu diesem Zeitpunkt sind alle Reserven aufgebraucht und das Personal kann nicht mehr bezahlt werden, so die Warnung des UN-Generalsekretär António Guterres.

Derzeit haben erst ca. 2/3 der Staaten (131 Staaten) ihre Pflichtbeiträge an die Vereinten Nationen entrichtet, ca. ein weiteres Drittel (62 Staaten) ist säumig. Unter den Staaten die ihre Beiträge noch schuldig sind, sind unter anderem die USA. Sie tragen 22 Prozent der Beiträge am ordentlichen UN-Haushalt. Aber auch Brasilien ist seinen Beitrag im zweistelligen Millionenbereich schuldig. Die genaue Übersicht der bereits gezahlten Beiträge finden Sie hier.

Diese Pflicht-Beiträge machen aber nur 20 Prozent der über das gesamte UN-Budget verplanten Mittel aus. Das Gros der Beiträge läuft über Zahlungen an konkrete Projekte. Dieser Trend hat sich in den letzten Jahren verstärkt und könnte für die Vereinten Nationen auch zu einem Problem werden. Die eigenständige strategische Planung und damit eine effektive Arbeit der Weltorganisation wird ohne ausreichendes Budget in deutlicher Weise erschwert.

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