Dr. Birgit Rehse Bildquelle: Bernhard Wannenmacher
Was bedeutet es, Geschichte für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit zugänglich zu machen? In der Reihe „Wir sind FU“ gibt die Leiterin des zur Universitätsbibliothek gehörenden Uniarchivs, Birgit Rehse, Einblicke in ihre Arbeit und erzählt von den Aufgaben, Herausforderungen und besonderen Momenten des beruflichen Alltags.
Das Interview zeigt, wie vielfältig die Arbeit hinter den Kulissen ist – und welchen Beitrag das Archiv zur Bewahrung und Vermittlung von Wissen leistet.
Ein Jahr geht schnell vorbei. Erst recht in einer Bibliothek, in der täglich gelernt, geforscht, beraten, organisiert, digitalisiert, publiziert, geplant und entdeckt wird.
Mit unserem Jahresbericht 2025 blicken wir auf zwölf abwechslungsreiche Monate zurück. Dabei geht es nicht nur um Zahlen und Projekte. Es geht vor allem um die Menschen, die die Universitätsbibliothek jeden Tag mit Leben füllen: unsere Mitarbeitenden, unsere Nutzer*innen und unsere vielen Partner*innen innerhalb und außerhalb der Freien Universität.
Der Bericht versammelt Geschichten, Entwicklungen und Ergebnisse aus den unterschiedlichen Bereichen der Bibliothek. Er zeigt, wie sich unsere Angebote weiterentwickeln, welche Themen uns beschäftigt haben und welche Projekte wir gemeinsam auf den Weg bringen konnten. Von Open Science und Open Access über Digitalisierungs- und Erschließungsprojekte bis hin zu Veranstaltungen, Ausstellungen und neuen Services für Studium, Forschung und Lehre.
Das vergangene Jahr hat uns nicht nur fachlich gefordert. Angesichts angespannter finanzieller Rahmenbedingungen und organisatorischer Veränderungen war vieles nicht selbstverständlich. Umso mehr freuen wir uns über die Projekte, Entwicklungen und Erfolge, die durch das große Engagement, die Kreativität und die Zusammenarbeit unserer Kolleg*innen möglich wurden.
Ein Jahresbericht ist immer auch eine Gelegenheit, kurz innezuhalten und zurückzuschauen: Was haben wir erreicht? Was haben wir gelernt? Und wohin möchten wir uns weiterentwickeln?
Wir laden Sie herzlich ein, mit uns auf das Jahr 2025 zurückzublicken und danken allen, die unsere Bibliothek begleiten, unterstützen und nutzen.
Vom 19. bis 22. Mai 2026 findet die BiblioCon in Berlin statt: die wichtigste Fachkonferenz für Bibliotheken im deutschsprachigen Raum.
Wir freuen uns, auch in diesem Jahr mit zahlreichen Beiträgen vertreten zu sein. Kolleg*innen aus verschiedenen Bereichen unserer UB gestalten Vorträge, Hands-on-Labs, Panels und Arbeitssitzungen zu Themen wie UX-Forschung, Informationskompetenz, Open Access, Forschungsdatenmanagement, generativer KI, Nachhaltigkeit und Liaison Librarianship.
Eine chronologische Übersicht unserer Programmpunkte:
Dienstag, 19. Mai
Zwischen Auskunft und Schreibberatung: Niederschwellige Wege für Hochschulbibliotheken
Schätzen, wiegen, handeln – die Klimowaage unterstützt Bibliotheken in einer wirksamen Klimakommunikation!
AG „Vereinbarungen zu Nutzungsrechten an Forschungsdaten“
Quo vadis DH-Zentren/Labs: Kompetenzen der Digital Humanities kollaborativ vermitteln (Öffentliche Arbeitssitzung)
Gute wissenschaftliche Praxis und generative KI in wissenschaftlichen Bibliotheken“
Mittwoch, 20. Mai
Bedarf und Angebot – ist es ein Match? Vermittlung von Publikationsdienstleistungen für Diamond Open Access durch SeDOA
Arbeitskreistreffen „Liaison Librarianship D-A-CH
Qualitative Daten auswerten – UX-Roundtable für Informationsspezialist*innen
Smørrebrød, Salsa und Sushi: Das vielseitige Menü der regionalen Fachinformationsdienste
Luft raus beim Thema Nachhaltigkeit? Praxistipps konkret und wirksam: Wie Sie sich und ihr Team wieder boostern!
Donnerstag, 21. Mai
oa.atlas zum Mitmachen: Chancen, Herausforderungen und neue Features diskutieren
BOOM! PAF! ¡BUM! – Comicsammlungen in den Fachinformationsdiensten (FID)
Kommunikation als Kernaufgabe oder warum wir als Bibliotheksbeschäftigte alle kommunizieren sollten
Algorithmic Literacy im Spannungsfeld von KI-Effizienz und Informationskompetenz
Freitag, 22. Mai
Willkommen?! Untersuchung der emotionalen und sozialen Dimensionen der Bibliotheksnutzung für First Generation Studierende
Wir freuen uns auf spannende Gespräche, neue Impulse und den Austausch mit Kolleg*innen aus Bibliotheken und Wissenschaftseinrichtungen.
Wir haben das Open Heritage Statement unterzeichnet und unterstützen damit diese internationale Initiative für einen gerechteren und offenen Zugang zum kulturellen Erbe im digitalen Raum.
Das Statement wurde im Rahmen der Open Heritage Coalition von mehr als 60 Organisationen aus 25 Ländern entwickelt und von Creative Commons koordiniert. Es formuliert eine gemeinsame Vision für den Abbau von Barrieren beim Zugang zu kulturellem Erbe und setzt sich für dessen freie Nutzbarkeit in Forschung, Bildung und kreativen Kontexten ein.
Mit der Unterzeichnung schließen wir uns einer wachsenden internationalen Gemeinschaft von Institutionen an, die sich für offene, nachhaltige und zukunftsorientierte Zugänge zu kulturellen Ressourcen einsetzen. Das Open Heritage Statement versteht sich dabei als Grundlage für einen globalen Dialog über den Umgang mit digitalem Kulturerbe und als Beitrag zur Weiterentwicklung entsprechender politischer und institutioneller Rahmenbedingungen.
University Library signs the Open Heritage Statement
We have signed the Open Heritage Statement, and are thereby supporting an international initiative promoting more equitable and open access to cultural heritage in the digital environment.
The Statement was developed within the Open Heritage Coalition by more than 60 organizations across 25 countries and coordinated by Creative Commons. It articulates a shared vision to remove barriers to cultural heritage and to enable its use in research, education, and creative contexts.
By signing the Statement, we join a growing international community of institutions committed to open, sustainable, and future-oriented access to cultural resources. The Open Heritage Statement aims to foster global dialogue on digital cultural heritage and to contribute to the development of supportive policy and institutional frameworks.
Ziel des Relaunchs war es, unsere Angebote klarer, verständlicher und nutzungsorientierter darzustellen. Die neue Webseite führt Sie schneller zu den gesuchten Informationen und unterstützt Sie dabei, sich intuitiv zu orientieren.
Dafür haben wir die Struktur vereinfacht: Statt gewachsener Organisationslogiken stehen nun Services und Nutzungsszenarien im Mittelpunkt. Inhalte wurden gebündelt, überarbeitet und deutlich reduziert. Die Texte sind kürzer, verständlicher und auf die Nutzung im Web ausgerichtet. Barrierearmut und Suchmaschinenoptimierung haben wir von Anfang an mit bedacht.
Die neue Webseite basiert nicht nur auf internen Überlegungen, sondern auch auf Rückmeldungen von Nutzenden. In mehreren Testphasen wurde die Navigation überprüft und gezielt angepasst.
Der Relaunch ist in enger Zusammenarbeit vieler Kolleg*innen aus der Universitätsbibliothek entstanden. Künftig sollen klare Zuständigkeiten und ein gemeinsamer Redaktionsleitfaden dafür sorgen, dass die Inhalte aktuell und konsistent bleiben.
Im Moment arbeiten wir an der Feinjustierung und der englischen Sprachversion, um die Inhalte künftig auch international zugänglich zu machen.
Die neue UB-Webseite ist der Ausgangspunkt für weitere Entwicklungen: Perspektivisch sollen auch die Webseiten der Fachbibliotheken stärker vereinheitlicht werden. Die neue Webseite der Zentralbibliothek, die parallel online ging, könnte dabei als Orientierung dienen.
Wir laden Sie ein, die neuen Seite zu entdecken, und freuen uns über Feedback an kommunikation@ub.fu-berlin.de.
Wie gestalten Bibliotheken ihre Zukunft zwischen KI, Openness und Nutzerorientierung? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines dreitägigen Workshops, zu dem wir im März 2026 Kolleg*innen unserer Partnerbibliothek der University of Edinburgh in Berlin begrüßen durften.
Austausch, der verbindet Nach einer kurzfristigen Absage im Jahr 2025 (bedingt durch einen bundesweiten Flughafenstreik) konnte der Besuch nun endlich stattfinden: Zwölf Kolleg*innen aus Edinburgh arbeiteten vom 17.–19. März 2026 gemeinsam mit unserem Team an aktuellen Herausforderungen im Bibliothekskontext. Die Zusammenarbeit basiert auf einem Memorandum of Understanding (2020) und verfolgt das Ziel, durch regelmäßigen Austausch, gegenseitige Besuche und den Ansatz des „critical friend“ voneinander zu lernen und Innovationen voranzutreiben.
Impulse & zentrale Themen Den Auftakt bildeten kurze Lightning Talks mit Einblicken in zentrale Arbeitsfelder, darunter:
Research Data Management
User Experience Research
Virtual Access Assistants
Liaison-Bibliotheksarbeit
Digitale Sammlungen und Lehrunterstützung
In anschließenden World-Café-Sessions wurden zentrale Zukunftsthemen vertieft:
Künstliche Intelligenz in Bibliotheken
Inklusive und nutzerzentrierte Services
Forschungssicherheit vs. Openness Der Fokus lag dabei auf dem Austausch von Best Practices und der Entwicklung gemeinsamer Fragestellungen für die weitere Zusammenarbeit..
Von Ideen zu Zusammenarbeit Ein besonderes Ergebnis des Workshops: konkrete Ansätze für zukünftige Kooperationen – insbesondere in den Bereichen:
KI und Bibliotheksservices
Nutzungsforschung (User Experience)
Forschungsdatenmanagement
Fazit Der Workshop hat gezeigt, wie wertvoll internationaler Austausch für die Weiterentwicklung von Bibliotheken ist – fachlich wie persönlich. Die Partnerschaft mit der University of Edinburgh liefert wichtige Impulse für die Gestaltung zukunftsfähiger Bibliotheksservices.
Fotos: Dr. Uwe Herrmann Kürzlich durften wir im Universitätsarchiv besonderen Besuch begrüßen: Unser Präsident, Günter M. Ziegler, nahm sich Zeit, um sich vor Ort ein Bild von der Arbeit des Archivteams zu machen.
Im Gespräch mit den Kolleg*innen wurde deutlich, wie vielfältig die Aufgaben des Archivs sind. Hier werden nicht nur historische Dokumente bewahrt, sondern Quellen erschlossen, Bestände gesichert und Geschichte für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Archiv ist damit weit mehr als ein Aufbewahrungsort – es ist das institutionelle Gedächtnis unserer Universität.
Der Besuch ist für uns ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung. Er unterstreicht, wie bedeutend die kontinuierliche Sicherung, Erschließung und Vermittlung unserer universitären Überlieferung für die Wissenschaftskultur ist.
Wir bedanken uns herzlich für das Interesse und den Austausch – und freuen uns darauf, die Geschichte unserer Universität auch künftig lebendig zu halten.
Mit der neuen Online-Gesprächsreihe FDM@BUA startet ein praxisnahes Austauschformat rund um Forschungsdatenmanagement in Berliner Wissenschaftseinrichtungen.
Die Reihe richtet sich an FDM-Einsteiger:innen und Fortgeschrittene der Berlin University Alliance. Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungsbeispiele, erprobte Lösungsansätze und der direkte Austausch mit Praktiker*innen – disziplinübergreifend und dialogorientiert.
Die nächsten Termine
27. Januar 2026 | 10:00–12:00 Uhr (Webex) Vereinbarungen zum Umgang mit Forschungsdaten in Arbeitsgruppen und Kooperationsprojekten Dr. Andreas Hübner und Dr. Thomas Weitner (FU Berlin) geben einen praxisnahen Überblick zu Datenmanagementplänen, projektbezogenen Policies sowie Nutzungs- und Verwertungsrechten an Forschungsdaten.
11. Februar 2026 | 10:00–11:30 Uhr (Webex) Forschungsdatenmanagement in Verbünden nachhaltig gestalten: Das RETAIN Fellowship-Programm Dr. René Bernard (Charité) stellt das RETAIN Fellowship vor und zeigt, wie nachhaltige FDM-Strukturen in Verbundprojekten aufgebaut werden können.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eigene Fragen und Fallbeispiele sind ausdrücklich willkommen. Weitere Termine für das Sommersemester sind in Planung.
Mit Thorsten Meyer hat die Universitätsbibliothek ab Januar 2026 einen neuen Direktor.
Neuer Direktor der Universitätsbibliothek Thorsten Meyer. Bildquelle: Sven Wied
Thorsten Meyer kommt von der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Kiel und Hamburg, wo er zuletzt als stellvertretender Direktor und bibliothekarischer Leiter tätig war – einer der größten Bibliotheken für Wirtschaftswissenschaften weltweit. Zur Übernahme seiner neuen Aufgabe an der Freien Universität Berlin sagt er:
„Universitätsbibliotheken verbinden Tradition mit Innovation – sie organisieren und bewahren Wissen und gestalten aktiv den Wandel in Forschung, Lehre und Wissenstransfer. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit den Kolleg*innen und allen Universitätsbereichen die Bibliothek als modernen Lern- und Arbeitsort weiterzuentwickeln und ihre Rolle in der digitalen Welt zu stärken.“
Wir heißen Herrn Meyer herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Ein besonderer Dank gilt unserer bisherigen kommissarischen Direktion, Dr. Andrea Tatai und Benjamin Blinten. In herausfordernden Zeiten haben sie zusätzlich zu ihren regulären Aufgaben diese anspruchsvolle Führungsrolle übernommen und dazu beigetragen, dass unsere Universitätsbibliothek nicht nur weiterfunktioniert, sondern sich auch weiterentwickelt. Gemeinsam mit Thorsten Meyer werden sie ihre Arbeit künftig als stellvertretende Leitungen der Universitätsbibliothek fortsetzen.
Auch im Wintersemester 2025/26 lädt die Fachbibliothek Geowissenschaften wieder zu ihren Coffee Lectures ein. JedenDonnerstag von 15:15 bis 15:45 Uhr gibt es eine halbe Stunde konzentriertes Wissen – vor Ort in Lankwitz oder bequem online: https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin/j.php?MTID=m8c69ef4bc6d31387a76bb697607e5dd1. Die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich, vor Ort stehen rund 20 Plätze zur Verfügung. Natürlich gibt es wieder kostenlosen Kaffee.
Die Vorträge decken ein breites Spektrum an Themen ab: von Literaturrecherche, Rechercheinstrumenten und Qualitätskriterien wissenschaftlicher Quellen über Open Science, Creative-Commons-Lizenzen und Urheberrecht bis hin zu Literaturverwaltung und Zitierregeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Künstlicher Intelligenz – mit Sessions zu KI-Grundlagen, datenschutzkonformen KI-Angeboten der FU sowie dem neuen Primo Research Assistant.
Viele dieser Inhalte sind fachübergreifend relevant und richten sich nicht nur an Studierende und Forschende der Geowissenschaften, sondern an alle, die ihre Kompetenzen in Recherche, wissenschaftlichem Arbeiten und dem Umgang mit KI erweitern möchten.
Die Coffee Lectures finden je nach Thema auf Deutsch oder Englisch statt; der Livestream wird nicht aufgezeichnet. Präsentationsfolien werden auf der Website bereitgestellt. > Zur Übersicht
Vorbeikommen, reinhören, mitdiskutieren – wir freuen uns auf Sie!