Fotos: Dr. Uwe Herrmann Kürzlich durften wir im Universitätsarchiv besonderen Besuch begrüßen: Unser Präsident, Günter M. Ziegler, nahm sich Zeit, um sich vor Ort ein Bild von der Arbeit des Archivteams zu machen.
Im Gespräch mit den Kolleg*innen wurde deutlich, wie vielfältig die Aufgaben des Archivs sind. Hier werden nicht nur historische Dokumente bewahrt, sondern Quellen erschlossen, Bestände gesichert und Geschichte für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Archiv ist damit weit mehr als ein Aufbewahrungsort – es ist das institutionelle Gedächtnis unserer Universität.
Der Besuch ist für uns ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung. Er unterstreicht, wie bedeutend die kontinuierliche Sicherung, Erschließung und Vermittlung unserer universitären Überlieferung für die Wissenschaftskultur ist.
Wir bedanken uns herzlich für das Interesse und den Austausch – und freuen uns darauf, die Geschichte unserer Universität auch künftig lebendig zu halten.
Mit der neuen Online-Gesprächsreihe FDM@BUA startet ein praxisnahes Austauschformat rund um Forschungsdatenmanagement in Berliner Wissenschaftseinrichtungen.
Die Reihe richtet sich an FDM-Einsteiger:innen und Fortgeschrittene der Berlin University Alliance. Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungsbeispiele, erprobte Lösungsansätze und der direkte Austausch mit Praktiker*innen – disziplinübergreifend und dialogorientiert.
Die nächsten Termine
27. Januar 2026 | 10:00–12:00 Uhr (Webex) Vereinbarungen zum Umgang mit Forschungsdaten in Arbeitsgruppen und Kooperationsprojekten Dr. Andreas Hübner und Dr. Thomas Weitner (FU Berlin) geben einen praxisnahen Überblick zu Datenmanagementplänen, projektbezogenen Policies sowie Nutzungs- und Verwertungsrechten an Forschungsdaten.
11. Februar 2026 | 10:00–11:30 Uhr (Webex) Forschungsdatenmanagement in Verbünden nachhaltig gestalten: Das RETAIN Fellowship-Programm Dr. René Bernard (Charité) stellt das RETAIN Fellowship vor und zeigt, wie nachhaltige FDM-Strukturen in Verbundprojekten aufgebaut werden können.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eigene Fragen und Fallbeispiele sind ausdrücklich willkommen. Weitere Termine für das Sommersemester sind in Planung.
Mit Thorsten Meyer hat die Universitätsbibliothek ab Januar 2026 einen neuen Direktor.
Neuer Direktor der Universitätsbibliothek Thorsten Meyer. Bildquelle: Sven Wied
Thorsten Meyer kommt von der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Kiel und Hamburg, wo er zuletzt als stellvertretender Direktor und bibliothekarischer Leiter tätig war – einer der größten Bibliotheken für Wirtschaftswissenschaften weltweit. Zur Übernahme seiner neuen Aufgabe an der Freien Universität Berlin sagt er:
„Universitätsbibliotheken verbinden Tradition mit Innovation – sie organisieren und bewahren Wissen und gestalten aktiv den Wandel in Forschung, Lehre und Wissenstransfer. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit den Kolleg*innen und allen Universitätsbereichen die Bibliothek als modernen Lern- und Arbeitsort weiterzuentwickeln und ihre Rolle in der digitalen Welt zu stärken.“
Wir heißen Herrn Meyer herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Ein besonderer Dank gilt unserer bisherigen kommissarischen Direktion, Dr. Andrea Tatai und Benjamin Blinten. In herausfordernden Zeiten haben sie zusätzlich zu ihren regulären Aufgaben diese anspruchsvolle Führungsrolle übernommen und dazu beigetragen, dass unsere Universitätsbibliothek nicht nur weiterfunktioniert, sondern sich auch weiterentwickelt. Gemeinsam mit Thorsten Meyer werden sie ihre Arbeit künftig als stellvertretende Leitungen der Universitätsbibliothek fortsetzen.
Auch im Wintersemester 2025/26 lädt die Fachbibliothek Geowissenschaften wieder zu ihren Coffee Lectures ein. JedenDonnerstag von 15:15 bis 15:45 Uhr gibt es eine halbe Stunde konzentriertes Wissen – vor Ort in Lankwitz oder bequem online: https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin/j.php?MTID=m8c69ef4bc6d31387a76bb697607e5dd1. Die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich, vor Ort stehen rund 20 Plätze zur Verfügung. Natürlich gibt es wieder kostenlosen Kaffee.
Die Vorträge decken ein breites Spektrum an Themen ab: von Literaturrecherche, Rechercheinstrumenten und Qualitätskriterien wissenschaftlicher Quellen über Open Science, Creative-Commons-Lizenzen und Urheberrecht bis hin zu Literaturverwaltung und Zitierregeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Künstlicher Intelligenz – mit Sessions zu KI-Grundlagen, datenschutzkonformen KI-Angeboten der FU sowie dem neuen Primo Research Assistant.
Viele dieser Inhalte sind fachübergreifend relevant und richten sich nicht nur an Studierende und Forschende der Geowissenschaften, sondern an alle, die ihre Kompetenzen in Recherche, wissenschaftlichem Arbeiten und dem Umgang mit KI erweitern möchten.
Die Coffee Lectures finden je nach Thema auf Deutsch oder Englisch statt; der Livestream wird nicht aufgezeichnet. Präsentationsfolien werden auf der Website bereitgestellt. > Zur Übersicht
Vorbeikommen, reinhören, mitdiskutieren – wir freuen uns auf Sie!
Universitätsbibliothek unterstützt Umsetzung der Reform der Forschungsbewertung
Die Freie Universität Berlin ist der Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA) beigetreten – einer europaweiten Initiative für die Reform der wissenschaftlichen Leistungsbewertung. Ziel ist es, weg von eindimensionalen Metriken wie dem Journal Impact Factor zu kommen und Forschungsqualität in ihrer ganzen Vielfalt sichtbar und anerkennbar zu machen.
Mit mit Beitritt verpflichtet sich die Freie Universität, innerhalb eines Jahres einen Aktionsplan zu erarbeiten und innerhalb von fünf Jahren konkrete Reformschritte umzusetzen. Bewertet werden sollen nicht nur klassische Publikationen, sondern auch Beiträge wie Forschungsdaten, Software, Open Access-Veröffentlichungen oder gesellschaftlicher Wissenstransfer.
Wir wollen eine Forschungs- und Bewertungskultur befördern, die den Fokus auf Kreativität, Zusammenarbeit und Verantwortung legt – und damit Wissenschaftler*innen auf allen Erfahrungsstufen transparente Rahmenbedingungen und nachhaltige Karriereperspektiven eröffnet.
Professor Dr. Günter M. Ziegler, Präsident der Freien Universität Berlin
Rolle der Universitätsbibliothek Die Universitätsbibliothek (UB) übernimmt bei der Umsetzung eine zentrale koordinierende Rolle. Als Partnerin für Open Science, Forschungsdatenmanagement und wissenschaftliches Publizieren bringt sie ihre Expertise in den Reformprozess ein. Die UB: – unterstützt Forschende mit Beratungs- und Schulungsangeboten, – stellt notwendige Infrastrukturen bereit und – fördert die Entwicklung disziplinspezifischer, qualitativer Bewertungspraktiken in enger Zusammenarbeit mit Vertreter*innen des gesamten Fächerspektrums der Freien Universität. Ein besonderer Fokus liegt auf Partizipation: Gemeinsam mit Fakultäten und Fachbereichen sollen neue, faire und transparente Bewertungsansätze entwickelt werden – praxisnah und auf die jeweiligen wissenschaftlichen Kontexte abgestimmt.
Warum ist das wichtig? Der Beitritt zur CoARA ist ein Bekenntnis zu Offenheit, Diversität und Qualität in der Forschung. Er stärkt die Sichtbarkeit unterschiedlicher wissenschaftlicher Leistungen und unterstützt nachhaltige Karrierewege – gerade auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Reform trägt dazu bei, Fehlanreize abzubauen und die integrale Qualität wissenschaftlicher Arbeit stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Quelle: Erlebte Geschichte – Freie Universität Berlin Fotograf: Doris Tausendfreund
Die Bausubstanz vieler Gebäude der Freien Universität Berlin muss erhalten oder saniert werden. Dabei ergeben sich oft Probleme, die vorher nicht absehbar waren – wie der Verdacht auf gefährliche Materialien oder fehlende Dokumentationen wichtiger Bauelemente. Auch der Denkmalschutz kann sich als zusätzliche Herausforderung erweisen.
Keine leichte Aufgabe für die Technische Abteilung in Zeiten knapper finanzieller Mittel. In dem neuen Film der Online-Ausstellung Erlebte Geschichte erhalten Sie Einblicke in die Herausforderungen der Sanierungsfälle.
Erlebte Geschichte Von Beginn an war die Freie Universität Berlin geprägt von Leidenschaft und dem festen Willen, einen Ort freien akademischen Austauschs zu schaffen – ohne äußere Einflussnahme. Das Ringen um den richtigen Weg war oft herausfordernd, spiegelte aber stets das große Engagement der Beteiligten wider. Sie prägten die Universität – und die Universität prägte ihr Leben. In dem Projekt teilen sie ihre Geschichten.
Datum: 17. Oktober 2025 Uhrzeit: 10:00–13:00 Uhr Ort: Seminarzentrum der Freien Universität: Raum L 115, Otto-von-Simson-Str. 26
Am 17. Oktober 2025 öffnet die neu belebte Open Science Working Group an der Freien Universität erstmals ihre Türen – und lädt alle Interessierten herzlich zur Auftaktveranstaltung Open Science in Action ein.
Vielfalt der offenen Wissenschaft erleben
Die Teilnehmenden erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Kurzvorträgen, Postern und Demos, die einen Einblick in laufende Projekte und Tools aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen geben. Die Spannweite reicht von Replikationsstudien in den Wirtschaftswissenschaften bis hin zu Citizen-Science-Initiativen in der Meteorologie – ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie vielfältig und praxisnah offene Wissenschaft gelebt werden kann.
Raum für Austausch und Zusammenarbeit
Neben dem fachlichen Input bietet die Veranstaltung bewusst Raum für persönliche Begegnungen, Diskussionen und Vernetzung. Ob Einsteigerin oder Open-Science-Expertin – alle sind eingeladen, sich einzubringen, Fragen zu stellen oder eigene Erfahrungen zu teilen.
Mit diesem Event startet die Open Science Working Group in eine neue Phase. Künftig wird sie regelmäßig Formate zum Austausch, zur Diskussion und zur Weiterentwicklung offener Forschungspraktiken an der Freien Universität organisieren – interdisziplinär, praxisnah und offen für alle.
Jetzt anmelden!
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 10. Oktober 2025 per E-Mail an: 📧 open-science@fu-berlin.de
Im Neubau der Campusbibliothek (1. Obergeschoss) blickt Kojote „Trickster“ zusammen mit einem Tagfalter schmunzelnd-interessiert auf heimische Tier- und Pflanzenarten, die es am Campus gibt. Künstlerisch festgehalten als großes Wandbild auf einer der Glasfassaden im Lesesaal, wird der Lernort Bibliothek wieder ein Stück „grüner“und schafft eine Wohlfühlatmosphäre.
Für Lernende in Bibliotheken ist es bedeutsam, Aufmerksamkeit und Konzentration durch Pausen, Bewegung aber auch durch andere optische Ablenkung zu erfahren, um effektiv den Anforderungen im Studium begegnen zu können. Echte Pflanzen schaffen dazu in der Campusbibliothek bereits eine gute Atmosphäre. Seit Ende Juni 2025 ziert nun das Kunstbild der Ethnologin und Künstlerin Lea Ebeling eindrucksvoll einen großen Teil der Glasfassade im Neubau. Es ist ein Novum für eine wissenschaftliche Bibliothek: Inspiration und Konzeption des Glaswandbildes schlägt eine wichtige Brücke zum Jahr 2024.
Die Freie Universität hat im Mai 2024 das „Jahr der Biodiversität“ ausgerufen. Schutz und Förderung der biologischen Vielfalt wurden und werden begleitet mit einer Reihe von Veranstaltungen in Studium & Lehre sowie durch Förderung von mittelfristig geförderter Projekte wie das „Living Lab – Ein Multispecies Campus für Biodiversität, Kreativität und Gesundheit“. Die aktive Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit: „GreenFUBib“ der Universitätsbibliothek erstellte das Konzept für das Fensterbild zusammen mit der Bibliotheksleitung und der Verwaltungsleitung. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Campusbibliothek wurde diesem Kunstprojekt die Finanzierung ermöglicht. Lea Ebeling kreierte unter neugierigen Blicken der Bibliotheksnutzenden und dem Bibliotheksteam das einzigartige Kunstbild. Abgebildet sind sogenannte Zielarten, die es am Campus nachweislich gibt. Ihre Habitate sind die Flächen des Blühenden Campus, die Gärten der Fachbereiche oder auch die Blätterlaube.
Kurzinterview (Fragen von Janet Wagner) mit Lea Ebeling zum Entstehungsprozess:
Wie war für dich der Prozess der Bildentstehung?
„Für ein Wandbild setze ich mich immer intensiv mit der Thematik auseinander. Für das Fensterbild in der Campusbibliothek haben wir 42 Arten ausgewählt. Um sie alle unterzubringen, habe ich mich nicht nur mit ihrem Aussehen, sondern auch mit ihren Lebensräumen beschäftigt. Die Pflanzen sind im Wandbild von links nach rechts in Pflanzen, die auf trockenen Böden wachsen, Pflanzen, die stickstoffreiche Böden bevorzugen und Frühblüher organisiert. Die Tiere habe ich grob nach Lebensräumen sortiert, z.B. unterirdisch für den Bodenquerschnitt, in der Wiese, in der Luft oder auf dem Baum. Ich habe nicht bei allen Arten vorher geplant, wo genau ich sie am Ende platziere. Das entsteht dann nach und nach im Arbeitsprozess. Da ich direkt auf das Fenster male, mache ich keine Skizzen oder Vorzeichnungen. Dadurch muss ich manchmal improvisieren und es entstehen unerwartete Dinge. Ich finde es schön, wenn etwas Ungeplantes passiert und das Kunstwerk mich überrascht.“
Wie denkst du, kann deine Kunst bei Betrachtung auf andere Menschen (in Bibliotheken) wirken?
„Persönlich liebe ich Bibliotheken. Ich mag die Ruhe und die Atmosphäre, komplett von Büchern umgeben zu sein. Man muss nur ein Buch aus dem Regal ziehen, um in eine andere Welt einzutauchen und sich neues Wissen anzueignen. Besonders moderne Bibliotheken finde ich aber manchmal etwas trist, wenn alles einfarbig grau oder weiß ist. Ich glaube, es gibt Menschen, die nicht abgelenkt werden wollen, aber ich finde es beim Lernen angenehm, wenn ich ab und zu den Blick schweifen lassen kann, während mein Gehirn eine Pause macht. Bei einer weißen Wand bleibt das Auge nirgendwo hängen und der Effekt bleibt aus. Für mich tragen Farben, Formen und ein ästhetisches Umfeld dazu bei, mich wohl zu fühlen, was ich wichtig finde, an einem Ort, an dem man sich lange aufhält. Auch Pflanzen machen den Ort lebendiger. In manchen Räumen gibt es aber keine Möglichkeit, welche aufzustellen, dann kann man sie auch malen. „
Du befasst dich mit auch mit Wissenschaftskommunikation und bist Ethnologin. Welches Wandbild bzw. künstlerische Inhalte würdest du gestalten wollen, wenn du aktuell auf die Krisen der Welt schaust? Sollte dieses Wandbild dann in einer Bibliothek stehen? Wenn ja, warum?
„In meinen Wandbildern zeige ich gerne, dass eine Welt sich aus vielen kleinen Elementen zusammensetzt, die vielleicht auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben und dennoch gemeinsam ein Ganzes ergeben. Für meine Kunstwerke sammle ich daher immer ganz unterschiedliche Elemente und Perspektiven zu einem Thema, die ich dann in Beziehung zueinander setze. Das Schöne daran ist, dass man auch Dinge zeichnen kann, die normalerweise unsichtbar sind, wie etwa Erinnerungen, Gefühle, Erfundenes und Erträumtes. Dies finde ich auch für die Wissenschaft bereichernd.
In Bezug auf die multiplen Krisen unserer Zeit, finde ich es nicht nur wichtig, die Probleme zu verstehen, sondern auch Lösungen und Alternativen zu finden. Wenn man diese z. B. in einem Bild visualisiert, ist es leichter, sich kritisch mit ihnen zu beschäftigen. Ein visuelles Objekt hat außerdem eine affektive Kraft. Während meiner Forschung habe ich bemerkt, dass es Hoffnung macht, sich bessere Zukünfte vorzustellen und Hoffnung ist eine wichtige Antriebskraft für Veränderung.
Ich finde Bibliotheken sind ein wichtiger Ort, um sich mit der Zukunft zu beschäftigen, weil sie das Wissen der Vergangenheit sammeln aus dem man lernen und sich etwas Neues überlegen kann. Sie sind ein konkreter Ort der Vielfalt, weil so viele unterschiedliche Stimmen dort gesammelt sind und von jedem der sie liest, neu interpretiert werden. Sie machen Wissen außerdem für die meisten Menschen zugänglich. Es wäre spannend, ein Wandbild zu machen, das die Zukunftsvorstellungen verschiedener Menschen zusammenbringt, um zu zeigen, dass es nicht nur eine einzelne Zukunft für alle gibt, sondern viele verschiedene, die co-existieren und miteinander verwoben sind. Damit würde auch ein Zeichen für Inklusion, Toleranz und ein respektvolles Miteinander gesetzt werden und dazu einladen, die Zukunft gemeinsam zu gestalten. „
Auch 2025 ist die Universitätsbibliothek (UB) mit einem vielseitigen Programm und insgesamt 15 Beiträgen auf der BiblioCon vertreten. Vom 24. bis 27. Juni präsentieren zahlreiche Kolleg*innen in Vorträgen, Labs, Podiumsdiskussionen und Postersessions, wie wir aktuelle Themen rund um Open Science, digitale Transformation, Nutzerforschung und Personalentwicklung aktiv mitgestalten.
Open Science, Barrierefreiheit und KI – unsere Themenvielfalt
Sascha Eckhold beleuchtet in seinem Kurzvortrag das Zusammenspiel von Open Educational Resources und digitaler Barrierefreiheit. Im Bereich Digitalisierung und KI stellen fünf Kolleg*innen das Projekt „Der Research Assistant in Primo und KI-gestützte Datenbanken – ein Test in progress“ vor. Ergänzt wird dieses Themenfeld durch eine Posterpräsentation zur KI-Leitlinie von Berlin Universities Publishing, präsentiert von Michael Kleineberg.
Benutzungsforschung, UX und Serviceinnovation
Mehrere Beiträge stammen aus der Stabsstelle Benutzungsforschung: Sina Menzel und Miriam Wildermuth präsentieren die Ergebnisse der groß angelegten Nichtnutzungsstudie „Out of Bib“. Zudem lädt Sina Menzel zum interaktiven UX-Roundtable ein – mit der zentralen Frage: Wie betreiben wir eigentlich Benutzungsforschung in Bibliotheken?
Personalentwicklung in Bibliotheken – notwendig und machbar
Ein Impuls zur internen Weiterentwicklung kommt von der Stabsstelle Personalentwicklung: Im Vortrag „Braucht es eine eigene Personalentwicklung in der Bibliothek? Ja!“ plädieren Sigrid Abenhausen und Simone Schütte für systematische Personalstrategien im Bibliotheksbereich.
Kooperation und Perspektivwechsel – international und dekolonial
Die Bedeutung von Netzwerken und Partnerschaften beleuchten mehrere Beiträge aus dem Forschungsdatenmanagement: Beispielsweise in der Paneldiskussion „Beyond the Methods Lab“ oder im #Freiraum-Panel zur Dekolonialisierung wissenschaftlicher Bibliotheken. Cosima Wagner bringt hier mit einem DACH-weiten Netzwerk neue Impulse in die Debatte um Machtstrukturen und Wissensproduktion ein.
Johanna Gröpler stellt mit dem „Referenzrahmen WISAR“ ein Instrument zur Förderung wissenschaftlicher Arbeit in Bibliotheken vor. Ergänzend dazu wird das innovative Workshopformat „Wissenschaftliches Schreiben im Tandem“ präsentiert – eine Kooperation von Fachinhalten und Schreibkompetenz.
Fazit: Bibliothek als Impulsgeberin
Die Beteiligung an der BiblioCon 2025 zeigt: Wir sind nicht nur Dienstleisterin, sondern aktive Mitgestalterin im Wissenschafts- und Bildungsbereich. Mit Themen von Barrierefreiheit über KI bis hin zu dekolonialen Perspektiven bringen unsere Kolleg*innen frische Ideen und starke Impulse in die Fachcommunity ein.
Wir freuen uns auf den Austausch vor Ort in Bremen!
Seit Mai 2025 beteiligt sich die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin am DFG-geförderten Projekt SeDOA – Aufbau einer bundesweiten Servicestelle für Diamond Open Access. Ziel des zunächst auf drei Jahre angelegten Vorhabens ist es, das wissenschaftsgeleitete, kostenfreie Publizieren im Diamond Open Access in Deutschland gezielt zu stärken.
Gemeinsam mit Berlin Universities Publishing (BerlinUP) ist die Freie Universität Teil eines Konsortiums aus 15 Einrichtungen. Im Rahmen des Projekts werden unter anderem zentrale Informationsangebote bereitgestellt, Publikationsservices verbessert, rechtliche Beratung ermöglicht und innovative Ansätze in einem eigenen Innovation Lab erprobt.
Unsere Rolle
Die UB der Freien Universität übernimmt Aufgaben im Arbeitspaket 2. Zusammen mit der ZB MED Köln, der ULB Darmstadt, der UB Heidelberg sowie der HU und der TU Berlin entsteht ein Verteilzentrum für Diamond-Open-Access-Zeitschriften und -Buchreihen. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung standardisierter Workflows und Angebote zur Langzeitarchivierung.
Auch in weiteren Arbeitspaketen – etwa zur Vernetzung und Innovationsförderung – bringt sich BerlinUP ein. Ende Juni richtet wir das offizielle Kick-off-Treffen des Projekts in Dahlem aus.