Testzugriff für Streaming-Dienst AVA

Bis zum 24. Juni 2024 kann über das FU-Campusnetz der Streaming-Dienst AVA (Audio Visual Access) getestet werden.

Die vom Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) aufgesetzte Plattform ermöglicht den Zugriff auf ca. 500 europäische und internationale Arthouse-Filme aller Genres.

Neben Spielfilmen können auch Dokumentar- und Kurzfilme gestreamt werden, die außerhalb von Festivals kaum zu sehen sind und bei kommerziellen Anbietern keinen Platz finden.

Die Filme sind in thematischen Sammlungen organisiert, die regelmäßig kuratiert werden.

Die aktuellen Kollektionen im Überblick:

  • Themen
    • Frauen auf der Leinwand
    • Animierte Traumwelten
    • Zeitreisen
    • Home Sweet Home
    • Fokus: LGBTQ
  • Orte
    • Made in Germany
    • Fokus: Osteuropa
    • Fokus: Afrika
    • Fokus: Lateinamerika
  • Festivals
    • Auswahl Berlinale
    • Auswahl Cannes
    • Auswahl interfilm Berlin
    • Auswahl Norient Film Festival
  • Christoph Schlingensief

Der Beschreibungstext wurde weitestgehend dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.

Sie möchten die Datenbank auch über den Testzeitraum hinaus nutzen? Dann lassen Sie uns gerne Ihre Bewertung zukommen!

(Bildquelle: Anbieter)

Wem „gehören“ Forschungsdaten?

Neue Publikation skizziert verschiedene (Rechts-)Positionen und macht sie Forschenden zugänglich.

Bei der Beratung von Forschenden tauchen manchmal Fragen auf, wer über die Weiterverwendung von Forschungsdaten, über deren Weitergabe oder die Veröffentlichung entscheiden darf. Forschende erkundigen sich häufig danach, wem die Forschungsdaten „gehören“.
Da es kein Eigentum an digitalen Forschungsdaten gibt, müsste die Frage eigentlich lauten: „Wer hat welche Rechte an Forschungsdaten?“

Der neu erschienene Artikel unseres Liaison Librarians Dr. Andreas Hübner skizziert verschiedene (Rechts-)Positionen und macht sie Forschenden, insbesondere an deutschen Hochschulen, zugänglich. Der Text bezieht sich auf den deutschen Rechtsrahmen. Das Verständnis dieser Positionen ist entscheidend, um beispielsweise dokumentierte Vereinbarungen über Nutzungsrechte an Forschungsdaten zu treffen, wie sie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) empfohlen werden. 

Er wurde zuerst auf Englisch publiziert und liegt inzwischen auch in der deutschen Version vor:

Jahr der Biodiversität – Science Picknick, Vorträge & Führungen am 22.05.2024 im Botanischen Garten

Der 22.05. ist „Internationaler Tag der biologischen Vielfalt“: Passend dazu lädt die Freie Universität ab 12.00 Uhr in den Botanischen Garten nach Berlin-Dahlem. Ein vielfältiges Programm und kostenloser Eintritt versprechen einen spannenden Auftakt zum „Jahr der Biodiversität“, das die Freie Universität ausgerufen hat.

Biodiversität steht für Artenvielfalt, für Vielfalt in der Natur und für genetische Vielfalt. Viele Fachbereiche an der Freien Universität forschen zu unterschiedlichen Themen. Klimawandel und das Artensterben hängen eng zusammen, darüber sind sich viele Wissenschaftler*innen einig. Zur Förderung von Biodiversität finden sich an der Freien Universität unterschiedlichste Forschungsgruppen, Nachhaltigkeitsprojekte und Initiativen.

© Susanne Wehr/GreenFUBib Mitglieder beim Think Camp im März 2024

Am 22.05.2024 wird es neben zahlreichen Vorträgen auch die Möglichkeit geben, Informationsstände zu besuchen. Dort können Sie unter anderem die Nachhaltigkeits-AG „GreenFUBib“ und das Team der Fachbibliothek Biologie am Botanischen Garten antreffen und erfahren, wie die Standorte der Universitätsbibliothek biodiversitätsfördernde Maßnahmen umsetzen. Zudem gibt es einen Bücherverkauf von Monografie-Dubletten und verschiedene Termine (13.30 Uhr und 15.00 Uhr) für eine Führung durch die Fachbibliothek Biologie:

„Von Pilzbuch bis Schmeil-Fitschen – eine Bibliotheksführung“.

Die Fachbibliothek Biologie hat aufgrund der Führungen und des Bücherverkaufs ganztägig am 22.05.2024 geschlossen.

Weitere Informationen zur geplanten Biodiversitätsstrategie und dem Commitment finden Sie hier.

Veranstaltungshinweis: D*HC Lecture mit Ryan Cordell

Ryan Cordell ist derzeit Gastprofessor am Ada Lovelace Center for Digital Humanities, das an der Universitätsbibliothek angesiedelt ist.
Der Professor für Information Science und English an der University of Illinois Urbana-Champaign forscht und wirkt als Alexander von Humboldt Senior Fellow an der Freien Universität.

Am 15. Mai hält er im Rahmen der Dahlem Humanities Center Lectures den Vortrag „The Scissors, the Paste-Pot, & the Large Language Model“. Vereinfacht ausgedrückt stellt er darin die Frage, wie die Wiederverwendung von Zeitungstexten im 19. Jahrhundert unser Verständnis des heutigen „Textrecyclings“ durch große Sprachmodelle wie ChatGPT beeinflussen könnte.
Weitere Informationen: https://www.ada.fu-berlin.de/kalender/DHC-lecture-Ryan2024.html


Die Veranstaltung ist kostenfrei, der Vortrag wird auf Englisch gehalten.
Sie sind herzlich eingeladen!
Wir bitten um Anmeldung bis zum 14. Mai.

Zeit & Ort

15.05.2024 | 18:15 c.t. – 20:00
Freie Universität Berlin
Seminarzentrum, Raum L 116
Otto-von-Simson-Straße 26
14195 Berlin

75 E-Books zum 75-jährigen Jubiläum der FU Berlin

Im letzten Jahr feierte die Freie Universität Berlin ihr 75-jähriges Bestehen (siehe u.a.: https://www.fu-berlin.de/sites/75jahre/index.html). Zu diesem Anlass hatte die Abteilung Medienservices der Universitätsbibliothek Kontakt mit verschiedenen Verlagen und Buchhandelsagenturen aufgenommen. Der Verlag de Gruyter reagierte besonders aufgeschlossen auf unseren Vorschlag, sich kreativ an den Feierlichkeiten zu beteiligen. Er spendete 75 E-Books für 75 Jahre FU Berlin. Und wir konnten die Titel selbst aussuchen.
Die betreffende Auswahl ist dieser Tage erfolgt und freigeschaltet worden. Nochmals herzlichen Dank dafür!

Wir haben die 75 E-Books entsprechend in Primo gekennzeichnet. Hier ein Beispiel:


Text: Mario Kowalak (Universitätsbibliothek)

Neuer Themenfilm: „Geschichte mit Pflanzen – Das Herbar Willdenow“

Die Geschichte der Freien Universität Berlin begann vergleichsweise spät: 1948. Sie setzt aber Wissenschaftstraditionen fort, die sich in Berlin schon vor Jahrhunderten entwickelten. Die Sammlung von Carl Ludwig Willdenow etwa gehört seit über 200 Jahren zum Bestand des Botanischen Gartens und bietet eine Fülle von Material, an dem immer noch geforscht wird.

Von diesem Herbar erzählt Professor Dr. Walter Lack, der als Direktor den Botanischen Garten und das Botanische Museum leitete und am Fachbereich Biologie der Freien Universität lehrte.
Der neue Themenfilm findet sich online in der Ausstellung „Erlebte Geschichte“ unter: https://erlebte-geschichte.fu-berlin.de/themen/forschung/geschichte-mit-pflanzen-das-herbar-willdenow

Zentralbibliothek: Neue Schreibworkshop-Reihe ab Mai 2024

Wissenschaftliches Schreiben stellt einen oft vor große Herausforderungen, die schlimmstenfalls in einer Schreibblockade münden kann. Im Workshop „Welcher Schreibtyp bin ich und welche Schreibmethoden eignen sich für mich?“ lernen Sie, dass das Verfassen von Haus- oder Abschlussarbeiten nicht nach Schema F abläuft, sondern ein individueller Prozess ist. Damit Sie diesen gezielt gestalten und Hürden besser überwinden können, ermitteln wir Ihren Schreibtyp und Sie erfahren, welche Stärken und Herausforderungen damit verbunden und welche Schreibmethoden für Sie geeignet sind.

Schreibworkshop: Welcher Schreibtyp bin ich und welche Schreibmethoden eignen sich für mich? (hybrid)
📅 Dienstag, 07.05.2024 | 15:30 – 17:00
📌 Zentralbibliothek, Garystr. 39 oder online
👉 zur Online-Anmeldung

Ab dem 07. Mai 2024 finden immer dienstags von 15:30 bis 17:00 Uhr kostenfreie Workshops zu einzelnen Schritten des wissenschaftlichen Schreibens statt, wie zum Beispiel Themenfindung, Formulierung einer guten Forschungsfrage, Erstellung einer Gliederung oder den Aufbau der Argumentation. Es wird um eine Online-Anmeldung gebeten.

Bei uns herrscht kein akademisches Viertel, die Veranstaltungen beginnen pünktlich um die angegebene Zeit. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Bib-Fit: Charge your Brain – Bewegungsangebote in Bibliotheken

Im April startet eine Pilotphase zur Gesundheitsförderung in vier Bibliotheksstandorten: Sportkisten mit Spielen für draußen, eine Tischtennisplatte mit „Silent-Bällen“ und ein großes Schachspiel laden zu bewegten Pausen ein. Neben der Förderung von körperlicher Aktivität steigert die Bewegungspause die Konzentrationsfähigkeit.


Beim Lernen oder Schreiben in unseren Häusern sitzen unsere Nutzenden viel. Weil Bewegung beim Lernen hilft, aktive Pausen die geistige Leistungsfähigkeit steigern können und ergonomisches Arbeiten gesundheitsfördernd wirkt, sollen Bewegungsangebote geschaffen werden. 

Gemeinsam mit dem Hochschulsport und dem Projekt Healthy Campus der Freien Universität wurde ein Pilotprojekt aufgesetzt, das in diesen Tagen in vier Bibliotheken beginnt:

Wenn die Angebote angenommen werden, sollen weitere an anderen Standorten folgen. Auch Möglichkeiten für ergonomisches Arbeiten sind in Planung.

Eingebettet ist das Vorhaben in das Projekt „Bedarfsgerechte Bewegungs- und Gesundheitsförderung für Erstsemester- und inaktive Studierende an der Freien Universität Berlin“. Es wird durch den Hochschulsport betreut und durch die Techniker Krankenkasse für zwei Jahre gefördert.
Bewegungsfördernde Angebote in Bibliotheken tragen auch im Sinne des Wertes „Nachhaltigkeit & Verantwortung“ aus der Strategie der Universitätsbibliothek zum nachhaltigen Handeln bei und stärken das Ziel „Gesundheit und Wohlergehen“ aus den Sustainable Development Goals (SDGs).

Wir freuen uns auf die „bewegten“ Momente und werden über den Fortgang berichten. 

Coffee Lectures in der Geowissenschaftlichen Bibliothek

Kaffeebar in der Geowissenschaftlichen Bibliothek

Im Sommersemester 2024 finden in der Geowissenschaftlichen Bibliothek in Lankwitz jeden Donnerstag Coffee Lectures statt. Von 15:15 Uhr bis 15:45 Uhr können Sie gemütlich vor Ort oder online teilnehmen.

Die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich. In der Bibliothek ist Platz für etwa 20 Personen nach dem Prinzip „first come, first served“. Es gibt natürlich kostenlos frischen Kaffee. Die Vorträge werden auf Deutsch oder Englisch gehalten, die Präsentationsfolien auf der Bibliothekswebseite verlinkt. Der Online-Stream wird nicht aufgezeichnet.

Termine und Themen

  • 2.5.: 6 Ethical Ways to Use AI in Your Studies
    Using AI as a student can put you at risk of academic misconductbut it doesn’t have to. In this coffee lecture, you’ll learn the basics of ethical AI use in a university context, while also discovering 6 safe and responsible ways to leverage AI tools in your studies. As always: ask your instructor if you’re allowed to use AI for your assignments, and if so, under which conditions!
  • 16.5.: Publication Charges for Open Access Publishing: What Does Freie Universität Pay for?
    When publishing journal articles in Open Access, authors usually face costs. We explain which costs are covered by the Freie Universität and how this works in practice.
  • 23.5.: Web of Science Basics: Wie finde ich Literatur zu meinem Thema?
    In dieser Coffee Lecture stellen wir die beliebte Literaturdatenbank Web of Science vor und zeigen, wie damit wissenschaftliche Literatur zu einem bestimmten Thema effektiv gefunden werden kann.
  • 30.5.: Eine Karte ist (k)ein Buch: Kartenrecherche 101
    Wenn ihr euch schon einmal gefragt habt, wie und wo ihr nach Kartenmaterial suchen könnt, seid ihr in dieser Coffee Lecture genau richtig. Wir präsentieren euch den aktuellen Stand um unsere Kartensammlung und stellen euch außerdem Tipps und Tricks vor, die euch die Kartenrecherche (auch außerhalb der Geowissenschaftlichen Bibliothek) erleichtern können.
  • 6.6.: Bibliometrics 101: Collecting Data in Web of Science
    Are you interested in analyzing research output using bibliometric indicators such as article citation count, h-index and journal impact factor? Then join us in this coffee lecture to understand why Web of Science is one of the leading sources for bibliometric data – and learn how to use it effectively yourself!
  • 13.6.: Research Data Management Services at FU Berlin 
    Delve into the world of research data management over a cup of coffee and discover how our university is supporting research practices through services tailored to your needs.
  • 20.6.: NFDI4Earth’s Impact on Earth Sciences Data Management
    Learn about recent initiatives of the NFDI4Earth to support the management of your research data. The NFDI Earth System Sciences consortium (NFDI4Earth) started work in the autumn of 2021 and aims to standardise existing and future strategies and services for research data management in the Earth Sciences.
  • 27.6.: Wie organisiere ich mein Wissen? Literaturverwaltung
    Anhand der freien Software Zotero erfährst du, wozu du Literaturverwaltung brauchen kannst und wie das dein Studium, die Forschung (und dein Leben) erleichtert.
  • 4.7.: „Ownership“ of Research Data
    The generation of research data is usually associated with great financial, personnel and time expenditure. But who actually „owns“ this research data? Who can decide to publish data and which rules hold when a researcher leaves FU to work in another university? We explore the complexity of this topic, touching on copyright, legal positions arising from the employment status, and good scientific practice.
  •  11.7.: FID GEO: Services for Openness in Earth Sciences
    The FID GEO, the Specialised Information Service for Geosciences, offers comprehensive support and consultancy in Open Science for the Earth Sciences. Get to know FID GEO´s free digital map collection, open access publication opportunities, and much more.

Welttag des Buches – „Nachhaltig“ Lesen geht besser mit dem Leihen von Büchern!

Was ist eigentlich umweltschonender: Elektronisches Lesen oder doch der Griff zum gedruckten Bibliotheksbuch, das von vielen Nutzenden immer wieder gelesen werden kann? Diese Fragestellung beschäftigt die Nachhaltigkeits-AG der Universitätsbibliothek GreenFUBib seit langem und wird auch von Nutzenden immer wieder aufgeworfen. Lorenz Weinberg, Bibliotheksreferendar in der Universitätsbibliothek, hat sich auf die Suche nach neuen Studien und Erkenntnissen gemacht. Es gibt keine abschließenden Antworten – das Thema ist und bleibt komplex.

Bild erstellt mit openart.ai

Studie und Masterarbeit als Ausgangspunkt

Ein erster Referenzpunkt ist eine Studie des Freiburger Öko-Institut e. V. aus dem Jahr 2011, in der die Umweltbilanz von E-Readern untersucht wurde. In der Studie „PROSA E-Book-Reader“ wurden Kriterien für das Umweltzeichen für klimarelevante Produkte und Dienstleistungen entwickelt. Dem elektronischen Lesen auf E-Book-Readern wird das Prädikat ‚umweltfreundlich‘ verliehen und als Ergebnis festgehalten:

„Vielleser, die jährlich zehn oder mehr Bücher auf einem E-Book-Reader lesen, können damit zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Wer statt in gedruckten Büchern mit dem elektronischen Gerät schmökert, spart Papier, Energie und Treibhausgase.“

https://www.oeko.de/news/pressemeldungen/lesen-und-das-klima-schuetzen-mit-e-book-readern/

Die Schlussfolgerung, elektronisches Lesen sei ökologisch nachhaltiger als analoges Lesen, kann hieraus allerdings nicht gezogen werden. Vielmehr verlangt die Frage nach dem „nachhaltigen Lesen“ eine tiefgreifende und umfassende Beschäftigung mit dem Thema. So heißt es in der Studie und in der Zusammenfassung auf der Homepage zwar an verschiedenen Stellen, dass das digitale Lesen einer Nutzung von mindestens 10 Büchern pro Jahr und einer Nutzungsdauer des Endgeräts von mindestens 3 Jahren bezüglich Treibhausgasemissionen der Energieverbrauch des Endgeräts besser wäre, als gedruckte Bücher. Gleichzeitig wird diese Aussage aber bei genauerer Betrachtung innerhalb derselben Studie relativiert respektive korrigiert: Die Herstellung von 11 gedruckten Büchern verbrauche, so heißt es in der Studie, genauso viel Energie wie die Herstellung eines E-Book-Readers.


Der zweite Referenzpunkt ist die 2013 veröffentlichte Masterarbeit von Ulrike Wilke: Grüner lesen – Buch oder E-Book: Konzeption eines Bewertungssystems für nachhaltiges Leseverhalten. Wilke richtet den Fokus noch genauer auf die Art und Weise des Lesens und die Geräte, auf denen gelesen wird. In der Arbeit beschäftigt sie sich mit der Frage, welche Variante (E-Book oder gedrucktes Buch) zu welchem Leseverhalten aus ökologisch nachhaltiger Sicht am besten passt. Wilkes Kriterien für das „ökologische Lesen“ sind: „die Anzahl der gelesenen Medien (pro Jahr), die Beschaffenheit und Art des Endgerätes (E-Book-Reader, Tablets, PC usw.) sowie Leihgaben und Nutzungsdauer der Geräte (Buchkauf oder Buchverleih)“.

Wilke stellt die Ökobilanz und eine Nutzwertanalyse von E-Book-Readern, Tablets und Printbüchern auf und konzentriert sich dabei vor allem auf die Produktionszyklen dieser drei Produkte. Außerdem ermittelt sie den Einfluss des individuellen Leseverhaltens auf die Ergebnisse. Die Autorin kommt in ihrer Arbeit zu dem Ergebnis, dass insbesondere das individuelle Leseverhalten berücksichtigt werden muss, wenn die Ökobilanz des Lesens betrachtet werden soll. Die Anzahl der gelesenen Titel spielt dabei eine entscheidende Rolle. Leider fehlen Betrachtungen auf Bibliotheksnutzende und Ausleihzahlen von Buchbeständen aus den Bibliotheken in ihren Betrachtungen.


Nachhaltig lesen in Bibliotheken? Eine Studie aus München

Lorenz Weinberg ist bei der Recherche auf den Artikel: „E-Books in Münchner Bibliotheken – Umweltfreundlich oder Klimakiller?“ von 2023 gestoßen.

Der Artikel kommt zu folgendem Ergebnis: „500 Buchseiten eines E-Books, die auf einem PC gelesen werden, sind ab dem 11. Nutzer umweltschädlicher als die 500 gedruckten Buchseiten in einer Bibliothek auszuleihen. Werden die 500 Seiten auf dem E-Book jedoch von allen Nutzern nur auf einem Tablet gelesen, so müssten die 500 Buchseiten schon von 148 Nutzern als gedrucktes Exemplar ausgeliehen werden, um umweltfreundlicher zu sein.“[1] Sprich, wenn gedruckte Bücher sehr oft (hier mehr als 148 Ausleihen) ausgeliehen werden, ist die Umweltbilanz eines gedruckten Buches besser, als die der elektronischen Ressource.

Unklar bleibt, um wie viel sich die Zahl der notwendigen Ausleihen erhöht, wenn die elektronische Ressource auf einem energiesparsamen eInk-E-Book-Reader gelesen wird. Außerdem sind die „anfallenden CO2-Emissionen für den Vertrieb, den Transport, die Lagerung und weitere Faktoren, durch die bei gedruckten Büchern CO2 entsteht“ sowie der Stromverbrauch für die Speicherung von elektronischen Ressourcen „in Rechenzentren sowie den Download der E-Books“ nicht miteingeflossen.[2]


[1] Warnke, Luka/Vorstenboch, Philip van de: E-Books in Münchner Bibliotheken – Umweltfreundlich oder Klimakiller? In: Story. Studierende. Online. Redaktion. Y. 07.02.2023. Online unter: https://story.unibw.de/campus/e-books-muenchner-bibliotheken-umweltfreundlich-oder-klimakiller (Letzter Abruf: 23.04.2024).

[2] Vgl., ebd.


Fazit

Der Artikel über die Münchener Bibliotheken verdeutlicht: Sobald ein Buch sehr häufig geliehen und von vielen Nutzenden gelesen wird, verbessert sich die Umweltbilanz eines gedruckten Buches in dem Maße, dass das gedruckte Buch aus ökologisch nachhaltiger Sicht zur besseren Wahl wird. Unter Berücksichtigung der Transportwege des gedruckten Buches (auch zur lesenden Person nach Hause) sowie der Einbeziehung von eInk-Readern, kann aber nach wie vor auch der Griff zum elektronischen Medium besser für die Umwelt sein. Dementsprechend kommt Lorenz Weinberg zu dem Schluss: Es ist kompliziert! Mit diesem Artikel möchte Lorenz Weinberg zum Nachdenken und Weiterforschen anregen und einige Ausgangspunkte dafür geben. In Zukunft bräuchte es konkrete, größer angelegte Studien zur Umweltbilanz von Printbüchern in Bibliotheken und eBook-Nutzung in Bibliotheken, um sich einer Antwort auf die Ausgangsfrage eindeutiger nähern zu können.

Text und Recherche:

Lorenz Weinberg, Bibliotheksreferendar der Universitätsbibliothek