Vom Lernort zum Coworking-Space

Wework, Sonycenter, Kemperplatz 1, Berlin
Foto: Klaus Ulrich Werber

Das Selbstverständnis von Bibliotheken als Lernort hat sich grundlegend gewandelt. Zunehmend sind Bibliotheken lebendige, öffentliche Orte, die mit neuen Raum-Ideen den sehr unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer gerecht werden wollen – und nach diesem physischen Raum der Begegnung mit Menschen, mit Angeboten, Möglichkeiten und mit Medien sehnen sich in Zeiten der Pandemie alle! Deshalb gilt es gerade jetzt, auf dem Weg heraus aus der Pandemie, sich wieder mit dem Kuratieren von attraktiven analogen Raum- und Aufenthaltsangeboten zu beschäftigen. Zusätzlich zum traditionellen „stillen Arbeitsplatz“ einerseits und kommunikativen Zonen andererseits gehören geschützte Räume für kleine Arbeitsgruppen, Schulungsräume sowie multifunktionale Flächen für kreative Aktivitäten wie z. B. Makerspaces heute zum Profil von Bibliotheken.

Klaus Ulrich Werner, Leiter der Philologischen Bibliothek, hielt am letzten Donnerstag im Rahmen des 109. Deutschen Bibliothekartags einen spannenden und bilderreichen Vortrag. Gelungene Raum- und Arbeitsplatzkonzepte gibt es in vielen Öffentlichen und Wissenschaftlichen Bibliotheken. Ganz neu eingerichtet und eröffnet wurde die Coworking-Zone in der Universitätsbibliothek in der Garystr. 39. Flexibles Mobiliar, Möglichkeiten zum bequemen Sitzen und Liegen als auch angenehme Lichtverhältnisse sind Merkmale eines modernen Lernorts.


Teppich, Kaffeebar und Freizeitraum

Coworking-Räume bieten jedoch noch etwas mehr für das gemeinsame Arbeiten: eine durchgängige (online) Betreuung für die IT-Infrastrukturen, eine Bar mit Selbstbedienung zu Kaffee, Tee und Softdrinks und auch sehr häufig findet sich ein Teppich. Die oft empfundene Wohnzimmer-Atmosphäre im Vintage-Look scheint nur zufällig, der Mix von Stilen ist gewollt und schafft eine angenehme Atmosphäre. Extra Räume für die Entspannung mit Hängesesseln, Tischkicker oder Bewegungszonen runden das Coworking-Konzept in seiner Gänze ab.

LocHal, Tilburg, Niederlande
Foto: Klaus Ulrich Werner

Der klassische Lesesaal ist weiterhin gewünscht, reiht sich jedoch zukünftig ein in die verschiedenen anderen Raumangebote von Bibliotheken. „Mischformen“ von Arbeitsplätzen sind gefragt. Die Nutzerinnen und Nutzer entscheiden selbst, ob es gemütlich, ruhig oder lebhaft und kommunikativ in der individuellen Arbeitsumgebung sein soll. Das Konzept Coworking in Unternehmen oder in Großstädten kann Bibliotheken weiterhin sehr inspirieren. Ein Sofa und runde Tische machen zwar noch keinen Lernort aber diese Elemente gehören zum Raumkonzept der Zukunft unbedingt dazu.

Bundesweiter Digitaltag am 18. Juni – wir sind dabei!

Am Freitag, den 18. Juni 2021 findet der Digitaltag statt. Der Aktionstag bietet eine Plattform, um verschiedenste Aspekte der Digitalisierung zu beleuchten, Chancen und Herausforderungen zu diskutieren und einen breiten gesellschaftlichen Dialog anzustoßen. Es steht allen offen, Dialoge, Online-Beratungen, virtuelle Führungen, Tutorials und Seminare oder Hackathons zu besuchen. Die einzelnen Aktivitäten werden auf www.digitaltag.eu auf einer interaktiven Aktionslandkarte dargestellt.

Die Universitätsbibliothek ist das erste Mal mit zwei Online-Veranstaltungen (verwendete Software: Cisco Webex) unter dem Motto „Wissenschaftliches arbeiten leicht gemacht“ vertreten:

Los geht’s um 10:00 Uhr mit dem Webinar Qualitätspresse finden, Fake News vermeiden. Die Veranstaltung bietet Ihnen einen Einstieg in die Recherche nach Zeitungsartikeln der Qualitätspresse, klärt allgemein über die Presselandschaft sowie anhand von Beispielen über das Thema Fake News auf. Auch werden einschlägige Faktencheckportale präsentiert.

Ab 14:00 Uhr bringen wir Ihnen im Webinar Literaturverwaltung mit Zotero ein kostenfreies Literaturverwaltungsprogramm näher. Es kann als Alternative zu lizenzpflichtigen Konkurrenzprodukten wie Citavi oder EndNote genutzt werden. Wir führen in das Sammeln und Verwalten von verschiedenen Informationsquellen ein und behandelt das Einfügen von Literaturnachweisen in eigene Texte.

Ziel des Digitaltags ist die Förderung der digitalen Teilhabe. Trägerin ist die Initiative „Digital für alle“. Dahinter steht ein breites Bündnis von 27 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand. Alle Menschen in Deutschland sollen in die Lage versetzt werden, sich selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen.

Im Rahmen des Digitaltags wird zudem der „Preis für digitales Miteinander“ in den Kategorien „Digitale Teilhabe“ und „Digitales Engagement“ verliehen. Der Preis ist je Kategorie mit 10.000 Euro dotiert. Informationen und Hintergründe zur Initiative „Digital für alle“ sowie zum Digitaltag, den Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten, und zum Preis für digitales Miteinander gibt es unter www.digitaltag.eu.

„Evening Lecture“ zur Provenienzforschung

Die Provenienzforschung stellt sich die Frage, wie Bücher auf mitunter verschlungenem Wege in den Bibliotheksbestand gelangten. In der heutigen Evening Lecture „Was ist Provenienzforschung?“ um 17 Uhr wird anhand eines Beispiels die Arbeit der Universitätsbibliothek auf diesem Gebiet vorgestellt.

zur Evening Lecture (via Cisco Webex)
(Mittwoch, 15. Juni, 17:00–17:15 Uhr)

Seit diesem Sommersemester bietet die UB jede Woche 15-minütige digitale Einführungen am späten Nachmittag zu verschiedenen Themen an. Mit dem neuen Veranstaltungsformat möchten wir allen Interessierten kurzweilige und informative Einblicke in die Bibliotheksservices anbieten (zur Terminübersicht).

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich!

Journalismusportal “RiffReporter” im Test

Bis zum 30. Juni 2021 kann über das FU-Campusnetz die Datenbank RiffReporter getestet werden.

RiffReporter ist ein genossenschaftlich organisiertes Journalismusportal mit Hintergrundberichten zu aktuellen Themen aus Umwelt, Wissenschaft, Technologie, Gesellschaft und Weltgeschehen.

Die Artikel werden von freien Journalist:innen verfasst und sind zu 80% exklusive Originalbeiträge (Stand: Juni 2021).

Das Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Grimme Online Award 2018.

Sie möchten die Datenbank über das Testende hinaus nutzen? Dann lassen Sie uns einfach Ihre Bewertung zukommen!

Protest und Tragödie: ein Rückblick des Universitätsarchivs auf das Jahr 1967

„Er hat viel bewegt – als Opfer“, sagt der Schriftsteller Uwe Timm über Benno Ohnesorg.

Uwe Timm, Schriftsteller und Weggefährte
Foto: Titelblatt FU Spiegel Nr. 58, Sonderdruck zum 02. Juni 1967, Signatur: APO-D/55, Universitätsarchiv

Der gewaltsame Tod von Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 beeinflusste die Radikalisierung der Studentenbewegung. Als Student der Germanistik an der Freien Universität setzte sich Ohnesorg politisch vor allem gegen Unrechtsverhalten in Dritte-Welt-Staaten ein, ein bekennender Marxist, anders als viele seiner mitdemonstrierenden Kommiliton*innen, war er jedoch nicht. Ohnesorg war Mitglied der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) und überzeugter Pazifist. Der Besuch des Schahs von Persien, Mohammed Reza Pahlavi, in der Bundesrepublik, konkret in West-Berlin am 2. Juni 1967, stieß aufgrund der gravierenden Menschenrechtsverletzungen in Persien vor allem bei den Student*innen auf Protest. Um auf die Missstände aufmerksam zu machen, organisierten sie am 2. Juni zwei Demonstrationen, vormittags vor dem Schöneberger Rathaus anlässlich des Eintrags ins das Goldene Buch der Stadt, und abends vor der Deutschen Oper, in die das Schah-Paar zur Mozartoper „Die Zauberflöte“ geladen war. Die vor der Oper versammelten Demonstrant*innen wurden von der Polizei in eine enge Absperrung gedrängt, woraufhin diese die Demonstration gewaltsam auflöste.

Die Demonstrantin*innen konnten nur in zwei Richtungen aus der Absperrung entfliehen und wurden dabei – gemäß der sogenannten „Leberwursttaktik“ – von der Polizei verfolgt und verhaftet. Dabei erschoss aus angeblicher Notwehr der Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras aus nächster Nähe den unbewaffneten Benno Ohnesorg. Kurras wurde später vom Verdacht der fahrlässigen Tötung freigesprochen, obwohl seine Version der Notwehr widerlegt worden war. Erst vor einigen Jahren ist bekannt geworden, dass Kurras ein Spitzel der Staatssicherheit der DDR war, die aber offenbar keinen Anteil an den Geschehnissen am 2. Juni hatte.

Der Mord an Benno Ohnesorg hatte immensen Einfluss auf die Studentenbewegung, radikalisierte sie, und dieser Weg führte letztlich einige zur Gründung der Roten Armee Fraktion (RAF).

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Freien Universität leitete einen Untersuchungsausschuss zu den Ereignissen am 2. Juni 1967 ein. Die zusammengetragenen Zeugenaussagen im Rahmen des Untersuchungsausschusses sowie Fotos, die Szenen während der Demonstration zeigen, sind im Universitätsarchiv zu finden, letztere befinden sich zurzeit in Restaurierung, da sie von Schimmel befallen sind.

Buchung von Arbeitsplätzen ab dem 4. Juni 2021

Die Bibliotheken der Freien Universität bieten ab dem 4. Juni 2021 nach vorheriger Online-Terminbuchung sukzessiv wieder Arbeitsplätze an. Das Angebot gilt für FU-Angehörige und externe Benutzerinnen und Benutzer.

Aufgrund der Corona-Pandemie können die Häuser nur einen Teil ihrer Arbeitsplätze anbieten. Es handelt sich dabei ausschließlich um Einzelarbeitsplätze.

Bitte beachten Sie, dass als Voraussetzung für die Nutzung von Arbeitsplätzen eines der folgenden Kriterien erfüllt sein muss:

  • Nachweis eines negativen Testergebnisses eines Covid-19-Tests nach §6b der Zweiten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, nicht älter als 24 Stunden durch die Bescheinigung einer anerkannten Teststelle (z.B. Testzentrum, Arzt),
  • Nachweis über den vollständigen Impfschutz gegen Covid-19 durch die Impfung mit einem von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff und dass die letzte erforderliche Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt,
  • Nachweis über die Genesung von einer Covid-19-Erkrankung, durch ein mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen können,
  • oder Nachweis eines mehr als sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen können und mindestens eine Impfung gegen Covid-19 mit einem von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff erhalten haben und deren Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt

Selbsttests werden nicht als Nachweis akzeptiert.

Ohne Vorlage entsprechender Dokumente (inkl. Buchungsbestätigung) kann der Zutritt auch bei Platzreservierung nicht ermöglicht werden.

Das Tragen von FFP2-Masken ist sowohl in den Bibliotheken, als auch während des Aufenthalts am Arbeitsplatz verpflichtend.

Weltfahrradtag – #bookbike

Am 03. Juni ist der „Tag des Fahrrads“ – in urbanen Räumen ist das Fahrrad zunehmend DAS umweltverträgliche Fortbewegungsmittel für den täglichen Weg zur Arbeit und für private Touren. Der heutige Tag ist von der UN seit 2018 als Weltfahrrad-Tag benannt. Fahrrad fahren bedeutet Bewegung, klimaneutrale Mobilität, einfache Fortbewegung und auch Bildung.

In der vielfältigen Bibliothekslandschaft auf nationaler und internationaler Ebene gibt es zahlreiche Beispiele der Literaturversorgung „auf Rädern“. Bibliotheksmitarbeiterinnen und Bibliotheksmitarbeiter schätzen diese Art der Informationsversorgung sehr. Frische Luft, Bewegung, begeisterte Leserinnen und Leser in Parks und Schulen – so geht umweltbewusste und engagierte Bibliotheksarbeit!

Neben den Lösungen der Lastenfahrräder gibt es in der Berliner Bibliothekslandschaft unter anderem das „Bibo-Bike“ der Bezirksbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg. Die mobile Bibliothek ist in Berliner Parks nicht zu übersehen. Die Leseinsel mit Medienregal und Hängematten ist ein Anziehungspunkt für Lesebegeisterte.

Transportwege auch zwischen Bibliotheksstandorten mit dem Lastenrad zu ermöglichen, Buchanlieferungen lokaler Buchhändler auf Rädern, als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren, vermehrt auf das Fahrrad umzusteigen, sind weitere Beispiele zum heutigen Weltfahrradtag.

In puncto sozialer Nachhaltigkeit gibt es Länder, deren weit abgelegene Orte eine Literaturversorgung sehr schwierig machen. In Ghana gibt es seit 2007 die Bücherei auf Rädern. Der Gründer Frank Akowuge Dugasseh fuhr anfangs mit einer Handvoll Bilderbüchern auf dem Fahrrad zu Kindern in Dorfgemeinden. Schulbücher müssen oft mit mehreren Kindern geteilt werden, eine Bibliothek ist nicht erreichbar. So ist das Fahrrad dort ein Weg zu besserer Bildung. (Vgl. https://www.globalcitizen.org/de/content/africa-series-ghana-bibliothek-fahrrad-e-learning/)


Mit vorsichtigen Öffnungsschritten der Bibliotheken rückt vielleicht auch die Möglichkeit für Studierende der Freien Universität näher, das stromerzeugende Fahrrad auszuprobieren. Obgleich es hier nicht die Fortbewegung, sondern vielmehr die leichte Bewegung für mehr Konzentration ist: das gleichzeitige Aufladen von Tablet oder Handy ist ein kleines Erlebnis am Ort Bibliothek.

Foto: Janet Wagner

Nicht zuletzt zeigen diese Beispiele auch, dass ein nachhaltiges Verkehrssystem gleichzeitig den Kampf gegen den Klimawandel unterstützt. Das Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Klimaschutz an Land, nachhaltige Städte und Gemeinden und Bildungschancen für Alle wird damit gleichzeitig unterstützt.

Unter dem oben genannten Hashtag #bookbike finden sich in den sozialen Medien anschauliche und wunderbare Beispiele der Verbindung von Fahrrad und Büchern.

Bibliothek der Rechtwissenschaft am 03.06.2021 geschlossen

Die Bibliothek der Rechtswissenschaft ist am Donnerstag, 3. Juni 2021, wegen dringender Wartungsarbeiten geschlossen.

Am Freitag, 4. Juni 2021, und ab Montag, 7. Juni 2021, öffnet die Bibliothek dann erstmals mit Arbeitsplatznutzung im Lesesaal. Die kontaktarme Ausleihe bleibt dann weiterhin möglich.

Näheres unter www.jura.fu-berlin.de/bibliothek.

Wir bitten um Verständnis.


The Law Library will be closed on Thursday, June 3, 2021 for urgent maintenance.

On Friday, June 4, 2021, and from Monday, June 7, 2021, the library will open for the first time with use of the workstation in the reading room. The low-contact loan will then still be possible.

More at www.jura.fu-berlin.de/bibliothek.

We kindly ask for your understanding.

Ab Juni 2021: Bibliotheken bieten wieder Arbeitsplätze an

Please see below for the English version

Wir planen Öffnungsschritte vorbehaltlich der noch erforderlichen Änderungen der Zweiten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die zum 01.06.2021 vorgesehen sind, sowie einer erfolgreichen Abstimmung der Hygienekonzepte mit den Beschäftigtenvertretungen.
Arbeitsplätze und Services vor Ort in Bibliotheken und PC-Pools der Freien Universität sollen ab 4. Juni 2021 sukzessiv nach vorheriger Platzreservierung und Vorlage eines negativen Testergebnisses wieder in Anspruch genommen werden können. Aktuelle Regelungen für kontaktarme Ausleihe und Online-Dienste bleiben unverändert.

Zur Übersicht im Bibliothekenführer

Nutzerinnen und Nutzer dürfen die vorgesehenen Bereiche (z.B. Lesesäle, PC-Pools) nur mit FFP2-Maske betreten. Auch am Arbeitsplatz ist die Maske dauerhaft zu tragen. Das Buchungssystem wird in den kommenden Tagen freigeschaltet.

We are planning opening steps subject to the changes that are still required to the Second SARS-CoV-2 Infection Protection Measures Ordinance (2. InfSchMV), which are planned for June 1st, 2021, as well as a successful coordination of the hygiene concepts with the employee representatives. Starting on June 4, 2021, workspaces and other services on site in Libraries and Computer Labs should be offered. You will need to make reservations in advance and show proof of a recent negative Covid-19 test. The current regulations on lending services with little physical contact and online services will remain in place.

To the Timetable in the Library Guide

Users may only use the designated areas (e.g. reading rooms, PC pools) with an FFP2 mask. The mask must also be worn permanently at work. The booking system will be activated in the coming days.

6 Datenbanken via Nationallizenzen zugänglich

Im Rahmen von Nationallizenzen kann auf fünf Datenbanken des britischen Anbieters Adam Matthew Digital und auf eine Datenbank des niederländischen Anbieters Brill zugegriffen werden:

Eighteenth Century Drama

Die Datenbank umfasst:

  • Die Larpent Collection der Huntington Library mit über 2.500 Digitalisaten: u. a. 1.700 Stücke sowie Spielpläne, Kritiken, Theaterzettel und Lieder etc., die zwischen 1737 und 1824 entstanden sind
  • Zwei Nachschlagewerke: The London Stage 1660 – 1800 und das Biographical Dictionary of Actors, Actresses, Musicians, Dancers, Managers & Other Stage Personnel in London, 1660 – 1800
  • Korrespondenz bekannter Theaterakteure des 18. Jahrhunderts wie David Garrick, Edmund Kean, der Familie Kemble, Sarah Siddons usw.

Die umfangreiche Materialsammlung bietet einen Einblick in das Gesellschaftsleben, die Welt des Theaters und deren Zensur im 18. Jahrhundert. Die Sammlung geht auf John Larpent zurück, der von 1778 bis 1824 der Inspector of Plays (Lord Chamberlains Office) war und verantwortlich für die Umsetzung des Licensing Acts (1737). Larpent hat nicht nur die zensierten, sondern auch ursprünglichen Fassungen der geprüften Stücke aufbewahrt, von denen 2.500 in der Datenbank digital vorliegen. Ergänzt wird das Material durch die Tagebücher von Larpents Frau Anna, in denen sie ihre Kritik an Theaterstücken sowie Einblicke in die Theaterkultur und die englische Gesellschaft niedergelegt hat.

Confidential Print: Middle East, 1839 – 1969

Die Sammlung besteht aus den vertraulichen Drucksachen für die Länder der Levante und der arabischen Halbinsel, den Iran, die Türkei, Ägypten und den Sudan. Beginnend mit den ägyptischen Reformen von Muhammad Ali Pascha in den 1830er Jahren zeichnen die Dokumente die Ereignisse der folgenden 150 Jahre nach, einschließlich der Nahostkonferenz von 1921, der Mandate für Palästina und Mesopotamien, der Teilung Palästinas, der Suezkrise von 1956, der westlichen Außenpolitik nach der Suez-Krise und des arabisch-israelischen Konflikts.

Die Confidential-Print-Reihe, herausgegeben von der britischen Regierung zwischen circa 1820 und 1970, ist ein grundlegender Baustein für die politische, soziale und wirtschaftliche Forschung. Die Serie entstand aus der Notwendigkeit heraus, die wichtigsten Papiere der Außen- und Kolonialämter aufzubewahren. Diese reichen von einseitigen Briefen oder Telegrammen bis hin zu umfassenden Abhandlungen, Untersuchungsberichten und Vertragstexten. Alle mit „Confidential Print“ gekennzeichneten Artikel wurden gedruckt und sofort an führende Beamte des Auswärtigen Amtes, an das Kabinett und an die Leiter britischer Auslandsmissionen verteilt.

Shakespeare in Performance

Die Datenbank bietet Zugriff auf über 1.100 digitalisierte Theatermanuskripte (engl. „prompt books“) der Folger Shakespeare Library in Washington, D.C. zu Shakespeare-Aufführungen, die in Theatern in Großbritannien, den Vereinigten Staaten und international zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert aufgeführt wurden (Stand: 10/2016). Sie geben Eindruck, wie Shakespeares Stücke in der jeweiligen Zeit interpretiert und gespielt wurden. Die Manuskripte enthalten i. d. R. alle wichtigen Details zur Inszenierung, sind mit persönlichen Notizen, Skizzen und Hinweisen zum Einsatz von Beleuchtung und Musik, Szenen- und Kostümbild und zur schauspielerischen Darbietung versehen. Darüber hinaus wurden 17 als kulturell wichtig empfundene Shakespeare-Inszenierungen als Fallstudien (in der Datenbank mit dem Hinweis „CS“ markiert) mit ergänzendem Archivmaterial wie Fotografien, Kostümentwürfen und Musiknoten versehen. Dazu zählen David Garricks überarbeitete Produktion von „Hamlet“ (1772), Henry Irvings Inszenierung von „The Merchant of Venice“ (1879) sowie Laurence Oliviers preisgekrönte Filmversion von „Hamlet“ (1948). Viele Manuskripte von Inszenierungen desselben Shakespeare-Stücks lassen sich im Split-Screen-Verfahren miteinander vergleichen, um so schneller auf Unterschiede bei der Textbearbeitung aufmerksam zu werden. Bibliographische Informationen lassen sich in Literaturverwaltungsprogramme wie EndNote, RefWorks oder Zotero exportieren.

Victorian Popular Culture

Die Datenbank bietet Zugriff auf vielfältiges Quellenmaterial zur populären Unterhaltung (popular culture) in Amerika, Großbritannien und Europa im Zeitraum von 1779 bis 1930, der Viktorianischen Epoche. Das Material umfasst (seltene) Bücher und Zeitschriften, Ephemera, Plakate, Spielpläne, Fotos und Illustrationen. Zudem gibt es eine Reihe von Videoclips, die die Unterhaltungskultur zu Beginn des Kinos dokumentieren. Die Quellensammlung ist in vier Module unterteilt:

(1) Spiritualism, Sensation and Magic;

(2) Circuses, Sideshows and Freaks;

(3) Music Hall, Theatre and Popular Entertainment sowie (4) Moving Pictures, Optical Entertainments and the Advent of Cinema.

Socialism on Film

Socialism on Film bietet Zugang zu Bewegtbildmaterial zum Ost-West-Konflikt, zur Geschichte, Kultur und Gesellschaft aus sozialistischer und kommunistischer Perspektive. Die Filmdatenbank reicht zurück bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts und zeigt Produktionen aus der Sowjetunion, Vietnam, China, Korea sowie Osteuropa, der DDR, Großbritannien und Kuba. Neben parteipolitischen Sendungen umfasst die Sammlung auch Dramen, Interviews, Dokumentationen und Animationen. Das Portal ist nach Themen gegliedert und lässt sich nach Produktionsland, Genre sowie nach Zeiträumen durchsuchen.

Miras Maktoob

Die E-Book-Sammlung mit 248 Bänden (189 Werke) bietet Editionen von literarischen Werken und Abhandlungen zur iranischen Kulturgeschichte die bis in das 10. Jahrhundert zurückreichen. Die persischen und arabischen Texte behandeln insbesondere historische, geografische und philosophische Themen. Die Sammlung wurde ursprünglich vom Written Heritage Research Institute (Miras Maktoob), einer Nichtregierungsorganisation in Teheran, herausgegeben.

Die Beschreibungstexte sind dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.