Hervorgehoben

Zentralbibliothek: Eingeschränkte Servicezeiten im Lesesaal bis 14. August 2026

Aufgrund von personellen Engpässen gelten im Lesesaal der Zentralbibliothek (Garystr. 39) bis einschließlich Freitag, den 14. August 2026, angepasste Servicezeiten.

Der Lesesaalbereich im 2. Stock inklusive der Labs und des Coworking-Bereichs steht Ihnen weiterhin durchgehend von 9:00 bis 20:00 Uhr zur Verfügung.

Die Personal- und Servicezeiten vor Ort gestalten sich im genannten Zeitraum wie folgt:

  • 9:00–12:00 Uhr: Rufbereitschaft für Fragen zu Ausleihe und Auskunft
  • 12:00–14:00 Uhr: Voller Service vor Ort (Ausleihe und Information)
  • 14:00–20:00 Uhr: Eingeschränkter Service (Aufsicht durch Wachschutz-Personal)

Wir bitten um Ihr Verständnis für diese vorübergehenden Anpassungen.


Central Library: Limited service hours in the reading room through August 14, 2026

Due to staffing shortages, adjusted service hours will be in effect in the reading room of the Central Library (Garystr. 39) through Friday, August 14, 2026.

The reading room area on the 2nd floor, including the labs and the coworking area, remains open to you continuously from 9:00 AM to 8:00 PM.

The on-site staffing and service hours during the specified period are as follows:

  • 9:00 AM –12:00 PM: On-call service for questions about borrowing and information
  • 12:00 PM–2:00 PM: Full on-site service (borrowing and information)
  • 2:00 PM–8:00 PM: Limited service (supervision by security personnel)

We appreciate your understanding regarding these temporary adjustments.

(Image: Central Library)

Im Test: Datenbank „ProQuest One Psychology“

Bis zum 10. September 2026 kann über das FU-Campusnetz die Datenbank ProQuest One Psychology getestet werden.

Dabei handelt es sich um eine Informationsquelle für Forschung, Lehre und Lernen in den Bereichen Psychologie und psychosoziale Beratung (Counseling).

Die Datenbank umfasst eine Vielzahl von Inhalten, darunter:

  • 1.200 Fachzeitschriften
  • 5.000 Bücher
  • 70.000 Dissertationen und Abschlussarbeiten
  • 1.700 Transkripte von Beratungs- und Therapiesitzungen
  • 1 Million ausgewählte Artikel zum Thema Psychologie aus einer Vielzahl von Zeitungen, Zeitschriften, Fachpublikationen und Blogs sowie
  • 3.000 Videos, darunter Vorträge, Podiumsdiskussionen und Beratungsgespräche aus der Praxis.

Neben einer einfachen und erweiterten Suche werden auch Themenseiten angeboten.
Diese bieten einen Überblick über die folgenden Bereiche: Gesundheitsprobleme, Therapieansätze, Forschungskonzepte, Tests und Messungen, ausgewählte Themen, historische psychologische Experimente, sowie Therapiesitzungen.

Zu den behandelten Themen gehören unter anderem Sucht, Tod und Sterben, Gesundheitskompetenz, Lebenserwartung, Eltern und Erziehung, Schulberatung, Gewalt und vieles mehr.

Sie möchten die Datenbank über das Testende hinaus nutzen? Dann lassen Sie uns gerne Ihre Bewertung zukommen!

(Bildquelle: Anbieter)

Testzugriff für „Web of Science Expanded Package“

Bis zum 31. Oktober 2026 kann über das FU-Campusnetz eine Erweiterung der Datenbank „Web of Science“ (WoS) getestet werden.

Laut Anbieter handelt es sich beim WoS um die weltweit umfangreichste Zitationsdatenbank. Sie enthält Titelnachweise aus mehr als 22.000 internationalen Zeitschriften sowie aus Konferenzberichten und Büchern.

Der Umfang richtet sich nach der Lizenz der jeweiligen Einrichtung.

Angehörige der FU Berlin haben bereits Zugriff auf „Web of Science Primary“ (früher „Core Collection“).
Hier sind folgende vier Indizes enhalten:

Im Rahmen des Testzugriffs ist das „Web of Science Expanded Package“ freigeschaltet.
Dadurch sind folgende neue Inhalte verfügbar:

Wenn man die WoS-Plattform öffnet, wird standardmäßig die Smart Search angeboten. Damit kann in allen für die Einrichtung verfügbaren Datenbanken gleichzeitig recherchiert werden.

Die Advanced Search ermöglicht außerdem eine gezielte Auswahl der zu durchsuchenden Inhalte. Die drei oben mit einem Asterisk (*) gekennzeichneten Datenbanken können jeweils einzeln über den Menüpunkt „Search In“ ausgewählt werden. Alle übrigen Indizes sind Bestandteil der „Web of Science Core Collection“ und können nach Auswahl dieser Datenbank über den Punkt „Editions“ aktiviert bzw. deaktiviert werden.

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(Bildquelle: Anbieter)

Lernen in der Bibliothek – warum wir das Leitungswasser (zurück) auf den Tisch holen sollten

Ein Erfahrungsbericht von Gunnar A. (Studierender, Geographische Wissenschaften)

Es ist Mitte Juli, draußen zeigt das Thermometer weit über dreißig Grad und ich sitze im dritten Stock der Campusbibliothek zwischen einem Haufen zu machender Abgaben. Die wenigen offenen Fenster ändern nichts daran, dass die Luft steht, und nach einer Stunde merke ich, wie mir das Konzentrieren zunehmend schwerfällt. Der Kopf wird schwer, die Zeilen im Skript verschwimmen. Ich greife nach meiner Flasche – leer. Muss ich jetzt wieder bis zur Mensa laufen, um mir Wasser zu holen? Genau in diesem Moment wird mir klar, wie sehr eine einfache Sache fehlt: Ein hoher Wasserhahn oder Trinkbrunnen in der Bibliothek, an dem ich meine Flasche kostenlos auffüllen kann.

Hitze, Konzentration und der unterschätzte Durst

Was ich in dieser Situation am eigenen Leib gespürt habe, ist keine Einbildung. Schon ein leichtes Flüssigkeitsdefizit wirkt sich messbar auf Aufmerksamkeit, Kurzzeitgedächtnis und Reaktionsvermögen aus – Fähigkeiten, die wir beim Lernen und in Prüfungen ständig brauchen. Der Leitfaden „Trinkwasser an Hochschulen“ von a tip: tap verweist in diesem Zusammenhang auf eine Studie der University of Westminster aus dem Jahr 2017, die einen Zusammenhang zwischen ausreichendem Trinken und gesteigerter Konzentrationsfähigkeit sowie Leistungsfähigkeit beschreibt. Gerade in Bibliotheken, wo wir uns über Stunden hinweg auf einen Text oder eine Aufgabe fokussieren müssen, ist das kein Nebenaspekt, sondern eine Grundvoraussetzung. Und mit den zunehmend heißen Sommern, die uns der Klimawandel beschert, wird das Thema jedes Jahr drängender: Wenn die Innenräume sich aufheizen, brauchen wir erst recht einfache, kostenlose Möglichkeiten, um Flüssigkeit nachzufüllen.

Leitungswasser: gesund, günstig, klimafreundlich

Dabei liegt die Lösung buchstäblich in der Wand. Leitungswasser in Deutschland unterliegt einer strengen amtlichen Kontrolle und ist in aller Regel ohne Bedenken trinkbar. Es kommt ohne Verpackung, ohne Transportwege und ohne Pfandflaschen-Logistik aus. Laut a tip: tap ließen sich allein in Deutschland jährlich rund 8 Milliarden Plastikeinwegflaschen und 3 Millionen Tonnen CO₂ einsparen, wenn mehr Menschen konsequent auf Leitungswasser umsteigen würden. Für uns Studierende kommt ein ganz praktischer Punkt dazu: Es ist schlicht kostenlos. Wer wie ich zwischen zwei Vorlesungen kaum Zeit hat, in die Mensa oder zum Kiosk zu laufen, profitiert enorm von einer Zapfstelle direkt im Lesesaal.

Was andere Hochschulen vormachen

Ich habe mich erkundigt, und es gibt bereits eine ganze Reihe überzeugender Beispiele:

Was diese Beispiele verbindet: Es braucht selten eine große Investition, sondern vor allem engagierte Personen – oft aus Nachhaltigkeits-Gruppen, Green Offices oder eben aus der Bibliothek selbst –, die das Thema anstoßen, Zapfstellen sichtbar machen und die Vorteile von Leitungswasser kommunizieren. Auch an unserer eigenen Hochschule gibt es dieses Engagement bereits: Die Liste Campus Grün hat schon vor einigen Jahren mit Flyern auf dem Campus die Forderung „Trinkwasserspender in den Bibliotheken“ erhoben. Wer als Studierende*r Wege sucht, dem Anliegen mehr Nachdruck zu verleihen findet in Campus Grün und im Studierendenparlament, Gehör und Unterstützung. Die Nachhaltigkeitsinitiative „Sustain it!“ als auch die Nachhaltigkeits-Gruppe „GreenFUBib“ der Universitätsbibliothek bringen das Thema Leitungswasser regelmäßig bei Veranstaltungen an der Universität unter die Menschen.

Wasser als Kulturgut – mehr als nur H₂O

Beim Stöbern im BiblioBlog der Universitätsbibliothek ist mir aufgefallen, dass Wasser dort nicht nur unter dem Aspekt der Versorgung, sondern auch als kulturelles Thema verhandelt wird: Anlässlich des UN-Weltwassergipfels 2023 wurde in einem Beitrag daran erinnert, dass Wasser seit jeher auch literarisch und künstlerisch verarbeitet wird – als Sinnbild für Kreislauf, Wandel und Lebendigkeit. Diese Perspektive gefällt mir, weil sie zeigt, dass eine Bibliothek das Thema Wasser nicht nur technisch (Zapfstelle ja oder nein), sondern auch inhaltlich aufgreifen kann: mit Ausstellungen, Lesungen oder kleinen Themenwochen rund um Wasser als Lebensgrundlage und Kulturgut. So wird aus einer reinen Infrastrukturfrage ein Bildungsangebot, das zum Nachdenken über unseren Umgang mit einer knappen Ressource anregt.

Rechtlich ist der Weg bereits geebnet

Toilettenvorraum in der Campusbibliothek: Hier können zumindest an diesem Hahn größere Flaschen aufgefüllt werden, Piktrogramme machen dies deutlich, doch diese Örtlichkeiten sind eher die Ausnahme

Dass öffentliche Einrichtungen sich stärker um kostenfreien Wasserzugang kümmern sollen, ist inzwischen auch politisch gewollt: Die EU-Trinkwasserrichtlinie verpflichtet Kommunen über § 50 Wasserhaushaltsgesetz dazu, den Zugang zu Trinkwasser im öffentlichen Raum zu verbessern. Ein aktuelles Sachverständigengutachten im Auftrag des Umweltbundesamts zu den Finanzierungsoptionen für öffentliche Trinkwasserbrunnen zeigt außerdem, dass eine kostenlose Abgabe des Wassers rechtlich nicht zwingend aber ausdrücklich wünschenswert ist und verschiedene Finanzierungswege offenstehen. Für Hochschulen bedeutet das: Es gibt keinen triftigen rechtlichen Grund, warum nicht auch in Bibliotheken mehr Trinkwasserspender stehen könnten – im Gegenteil, der politische Rückenwind ist da.

Mein Fazit und Aufruf an alle Studierenden

Für mich ist klar geworden: Ein Trinkwasserspender in der Bibliothek ist kein Luxus, sondern eine kleine, aber wirksame Maßnahme für besseres Lernen, für unsere Gesundheit an heißen Tagen und für weniger Plastikmüll auf dem Campus. Andere Hochschulen zeigen, dass es geht – oft mit überschaubarem Aufwand und viel Eigeninitiative. Deshalb mein Aufruf an euch: Wenn auch ihr in eurer Bibliothek schon einmal vergeblich nach einer Zapfstelle gesucht habt, meldet euch! Sprecht die Bibliotheksleitungen, das Studierendenparlament oder eure Nachhaltigkeits-Arbeitsgruppe an, sammelt Unterschriften oder schreibt einfach eine kurze Mail. Je mehr von uns das Thema sichtbar machen, desto eher wird aus der leeren Wasserflasche in der Bibliothek bald ein volles Glas – kostenlos, klimafreundlich und immer griffbereit.

Fotos: Diana Merten & Janet Wagner

Textbearbeitung: Janet Wagner

Im Test: Oxford Research Encyclopedia of Business and Management

Bis zum 1. Januar 2027 kann über das FU-Campusnetz die Datenbank Oxford Research Encyclopedia of Business and Management getestet werden.

Die Enzyklopädie enthält von A wie Abusive Supervision bis W wie Work-Home Interface: An Integration of Perspectives derzeit 329 Artikel (Stand: 08/2026). Herausgeber ist Donald D. Bergh, Inhaber des Louis D. Beaumont Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre an der University of Denver.

Die Themengebiete im Überblick:
Betriebsmanagement, Entscheidungsfindung, Grundsätze der Unternehmensführung, Informations- und Kommunikationstechnologien, Innovation, Internationale Wirtschaft, Management und Managementtechniken, Marketing, Organisationstheorie und -verhalten, Personalmanagement, Rechnungswesen, Soziale Verantwortung von Unternehmen, Strategisches Management, Unternehmertum, Wirtschaftsethik, Wirtschaftsgeschichte, Wissensmanagement.

Mit dem Programm der Oxford Research Encyclopedias (ORE) baut der Wissenschaftsverlag Oxford University Press seit 2015 dynamische Online-Enzyklopädien auf, die eine wissenschaftliche Alternative zu Wikipedia darstellen sollen. Inzwischen sind über 30 Disziplinen vertreten.

Die Enzyklopädien enthalten von Experten verfasste und geprüfte Überblicksartikel zu verschiedensten Themengebieten. Um den neuesten Stand der Forschung widerzuspiegeln, werden regelmäßig neue Artikel hinzugefügt und bestehende aktualisiert. Die Autoren der jeweiligen Einträge sind benannt, die Artikel entsprechend referenziert und als Literaturliste am Ende der Einträge wiedergegeben.

Die einzelnen Artikel können für den Eigengebrauch in Auswahl als PDF-Datei abgespeichert werden. Außerdem wird der Titel-Export in die gängigen Literaturverwaltungsprogramme unterstützt.

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(Bildquelle: Anbieter)

Grün statt Grau: Wie die Terrasse der Campusbibliothek neu gedacht wurde

Ein Erlebnisbericht von Tom Luca Czerny

Wer öfter in der Campusbibliothek der Freien Universität Berlin lernt, kennt die Terrasse im Neubau wahrscheinlich eher als Durchgangsort. Grau, unauffällig, kaum jemand hat sich dort wirklich aufgehalten. Dies war der entscheidende Anlass für meine Teilnahme an einem wöchentlichen Seminar, das sich über ein gesamtes Semester hinweg ausschließlich diesem Ort widmete. Ziel war eine Neugestaltung der Terrasse mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Begrünung.

Studierende gestalten die Terrasse – der Kompetenzbereich Nachhaltige Entwicklung

Aus den Angeboten der Wahlpflichtmodule der Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) in Bachelorstudiengängen der Freien Universität gibt es Seminare zu: „Nachhaltigkeit verstehen und gestalten“. Ich studiere Geographie, mit Schwerpunkten unter anderem in Ökologie und Nachhaltigkeit. Insofern lag es nahe, sich für ein Seminar zu entscheiden, das genau diese Themen aufgreift, aber eben nicht nur theoretisch. Was mich konkret angesprochen hat: Die Bibliothek war mir als Lernort schon vertraut, die Terrasse dort aber wirkte ungenutzt. Einen Ort, den man kennt und trotzdem übersieht, praktisch mitzugestalten, fand ich naheliegender als ein weiteres Seminar, in dem Nachhaltigkeit nur diskutiert statt umgesetzt wird. Ob Lehre und Nachhaltigkeit zusammengehören, wurde im Seminar selbst eigentlich nicht groß thematisiert, aber genau darin lag für mich der Punkt: Man hat es einfach gemacht, statt lange darüber zu reden.

Von der Idee zum Hochbeet

Der Einstieg ins Seminar war der Teil, der mir am meisten gebracht hat. Wir haben uns damit beschäftigt, welche regionalen, ökologisch wertvollen Pflanzen für die Beete überhaupt infrage kommen: Was ist für Insekten besonders wertvoll, was verträgt sich mit den Standortbedingungen auf der Terrasse, was spendet Schatten. Das war der Punkt, an dem aus einem vagen Nachhaltigkeitsbegriff etwas Konkretes wurde.

Danach ging es an die eigentliche Gestaltung, hier war der Spielraum
unterschiedlich groß. Einige Elemente standen von vornherein fest, etwa die Pergola mit Sitzgelegenheit und die barrierefreie Tisch-Bank-Kombination. Hintergrund war, dass das Team der Campusbibliothek das Seminar mit einem bereits genehmigten Förderprojekt verknüpft hat. Für die Ausschreibung der „FUturist“-Förderung wurden vorab konkrete Ideen zur Umsetzung formuliert.

Pergola Bau mit allen Studierenden, Mai 2026

Bei den drei Hochbeeten und der übrigen Möblierung, den Sonnenstühlen, konnten wir dagegen eigene Ideen einbringen und ausprobieren.
Was mir weniger gut gefallen hat: Der Gestaltungsrahmen war an mehreren Stellen enger vorgegeben, als ich erwartet hatte. Gerade weil der Einstieg so offen und explorativ war, wollte ich bei der eigentlichen Umsetzung mehr eigene Entscheidungen treffen, als am Ende möglich war. Das schmälert das Ergebnis nicht, aber es war ein Punkt, der mich im Semester phasenweise etwas frustriert hat.

Learned Lessons

Für mich überraschende Erkenntnisse aus dem Semester: Gartenarbeit macht Spaß und auch handwerkliches Arbeiten hat mir mehr Freude bereitet, als ich vorher gedacht hätte. Beides waren keine Bereiche, mit denen ich mich vor dem Seminar aktiv beschäftigt habe. Insofern war der praktische Teil, das tatsächliche Anpacken, für mich fast wichtiger als der inhaltliche Input zu Beginn.

Mein Blick auf Bibliotheken hat sich durch das Projekt konkret verändert, weniger abstrakt als vielmehr im Alltag spürbar. Wenn man in der Pause auf einer begrünten Terrasse sitzt, fast wie in einer Art Garten, fällt es einfach leichter, sich davon auch mental etwas zu lösen. Vorher war die Bibliothek für mich fast ausschließlich ein Ort zum Lernen, ein Zweckort. Jetzt sehe ich sie auch als Aufenthaltsort, an dem man sich gerne aufhält, unabhängig davon, ob man gerade etwas lesen oder schreiben muss oder nicht.

Nachhaltigkeit an der Universität?

Auch mein Blick auf die Freie Universität Berlin hat sich verändert. Ich hätte nicht erwartet, dass Studierende bei einem Nachhaltigkeitsprojekt auf dem Campus so viel Gestaltungsspielraum bekommen, wie wir ihn hatten. Ein Semester lang an einem Ort mitzuarbeiten, den danach alle nutzen können, ist etwas anderes als eine Hausarbeit zu schreiben, die am Ende in der Schublade landet. Partizipation ist an der Universität offenbar keine leere Floskel, zumindest habe ich das in diesem Seminar so erlebt. Und wenn die Universität Studierenden solche Projekte tatsächlich zutraut, sagt das auch etwas über ihr
Verständnis von Nachhaltigkeit aus: nicht nur als Strategiepapier, sondern als etwas, das konkret angepackt wird.

Die Terrasse der Campusbibliothek ist jetzt grüner, mit drei Hochbeeten, Schatten unter der Pergola und Platz zum Sitzen für alle. Ob sie dadurch auch wirklich mehr genutzt wird, zeigt sich erst, wenn die ersten warmen Tage kommen und die Leute anfangen, dort tatsächlich zu sitzen statt nur vorbeizulaufen.

Fertige Pergola, die zukünftig begrünt Schatten spenden soll.

Text von Tom Luca Czerny (Studierender im Sommersemester 2026 an der Freien Universität Berlin)

Fotos: Diana Merten (Team Campusbibliothek)

ReUse in und durch Bibliotheken –Ein Rückblick auf die Sustainability Days 2026 an der Freien Universität Berlin


Bibliotheken sind Orte des (Aus)Tauschs – von Wissen zu Büchern und Ideen. Aber was geht noch? Auf diese Frage kamen viele verschiedene Akteure vom 01.-02.07.2026 auf dem Campus der Freien Universität Berlin zusammen. Die Nachhaltigkeitsinitiative „Sustain it!“ hatte zu den Sustainability Days eingeladen. Die AG Nachhaltigkeit GreenFUBib der Universitätsbibliothek war bei der Veranstaltung erneut mit einem Stand vertreten. Mitglieder der AG und FaMI-Auszubildende zeigten, wie nachhaltiges Handeln in punkto Ressourcenschonung praktisch gelebt werden kann.

Was sind die Sustainability Days?

Seit 16 Jahren steht das Motto: „Sustain it!“ für nachhaltigkeitsbezogene Initiativen an der Freien Universität. Gegründet wurde sie von 25 damaligen Studierenden und zwei Mitarbeitenden, die Engagement für gelebte Nachhaltigkeit an der Universität zeigen wollten. Ob Lebensmittelrettung, naturnahes Gärtnern oder gemeinsame ReUse-Aktionen für den Arbeitsplatz oder den Privatalltag: Es gibt viele Möglichkeiten, sich einzubringen. Die Sustainability Days finden jährlich im Sommersemester statt und richten sich an alle Angehörige der Universität.

Mehrweg, Pflanzen & Wiederverwendung

Grundsätzlich werden für den Stand ausschließlich ReUse-Materialien verwendet, nur QR-Codes ausgelegt, keine großen Anschaffungen getätigt und alles mit einem Lastenrad transportiert. Nachhaltige Veranstaltungen werden in Bibliotheken vielfach gelebt: Die praktische „Event N Toolbox“ dient hier seit Jahren als Vorbild.

Das E-Lastenrad der Stabsstelle Nachhaltigkeit & Energie kann für Veranstaltungen ausgeliehen werden.

Der thematische Aufhänger der Nachhaltigkeits-Arbeitsgruppe GreenFUBib war in diesem Jahr: ReUse von Fundsachen, die in großen Mengen in den Bibliotheken anfallen. Ein großer Anteil sind dabei Mehrweg-Trinkflaschen, die leider oft vergessen werden. Hochwertige Trinkflaschen aus Edelstahl oder Glas sind teuer, benötigen viele Ressourcen für die Herstellung und verdienen ein „2. Leben“. Werden die gefundenen Flaschen in der Aufbewahrungszeit nicht abgeholt, stellt sich die Frage: Was machen Bibliotheken damit?

Wiederverwendbarkeit und Ressourcenschonung lassen sich mit dem Thema Fundsachen in Bibliotheken gut verbinden. Die gesäuberten Trinkflaschen konnte man gewinnen und sein Wissen dazu testen. Einige unserer Auszubildenden entwickelten diese Fragestellungen und entwarfen ein Design für den Stand.

  • Welches Material der Mehrwegflaschen hat den geringsten Fußabdruck?
  • Welchen Vorteil bieten Mehrwegtrinkflaschen generell?
  • Welches gängige Material ist am besten recyclebar?

Pflanzenableger, Trinkwasserflaschen und das Zukunftsbild luden zu Gesprächen ein.

Grün wurde es beim Pflanzenquiz: Pflegeleichte Zimmerpflanzen sind beliebt und etwas Wissen zu den Arten hilft, lange etwas vom Grün zu haben. Für richtige Antworten gab es als Preis selbst gezogene Pflanzenableger zur Begrünung der eigenen vier Wände. Auch viele Bibliotheken haben sich der Aufgabe angenommen, grüne Pflanzen in ihren Räumlichkeiten zu ergänzen und dadurch den Nutzenden ein besseres Raumklima und eine Wohlfühlatmosphäre anzubieten.


Was geht? – Für eine gute Zukunft für alle?

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – das ausgestellte Zukunftsbild von der „Bibliothek von morgen“, kreiert von der Künstlerin Lea Ebeling, lud Interessierte ein, positive Zukunftsbilder von Bibliotheken zu entdecken. Nicht nur das Recht auf Bildung und Information unterstützt Menschen für eine gute Zukunft, es sind vielmehr die Orte, die sie zusammenbringen, um nicht nur Wissen sondern auch Selbstwirksamkeit durch eigenes Tun zu erfahren. Bibliotheken bekennen sich weltweit zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Sie sind konsumfreie, niederschwellige, inklusive, tolerante und offene Orte und bieten Lernumgebungen, die Konzentration und Begegnungen fördern. Das und noch viel mehr zeigt dieses Zukunftsbild.

Lea Ebeling mit dem fertigen Zukunftsbild: BiblioCon 2026 in Berlin

Viele interessierte Besuchende unterschiedlicher Altersgruppen nutzten die Möglichkeit am Stand zum Mitmachen, Rätseln und Austauschen. Es zeigt, dass Nachhaltigkeit ein präsentes Thema ist, das auch Spaß machen kann.

Was geht?! – Es geht viel in und durch Bibliotheken! Als eine Akteurin von vielen müssen und werden wir uns auch zukünftig an Hochschulen, in Kommunen, Städten und Gemeinden dafür stark machen, dass ein gutes Leben für alle gelingen kann.

Fotos: Sandra Schönwandt & Janet Wagner

Text: Lara Senst & Janet Wagner

Schreibwoche gestartet – Motivation tanken & Seiten füllen!

Gemeinsam mit den Fachbibliotheken und Kolleg*innen aus verschiedenen Bereichen der Freien Universität Berlin bieten wir ab heute eine Woche lang kostenfreie Angebote rund ums wissenschaftliche Schreiben – nicht nur für Geisteswissenschaftler*innen.

🗓️ Wann?
20.–24.07.2026, Mo 9:00–19:00 Uhr, Di–Fr jeweils 10:00–19:00 Uhr (gerne auch spontan vorbeikommen)
📍 Wo?
Vor Ort in der Rost- & Silberlaube (Habelschwerdter Allee 45) oder online per Webex
🔍 Was erwartet Dich?
• Vormittags: bis zu 90-minütige Workshops mit Inputs und Übungen sowie Literaturlisten-Checks
• Nachmittags: 16:00–19:00 Schreibzeit – betreute Schreibgruppe zum Arbeiten an eigenen Schreibprojekten
👉 zum vollständigen Programm

Egal, ob Du gerade mit Deiner ersten Arbeit an der Uni startest oder bereits Erfahrung im Schreiben mitbringst:
In unseren praxisnahen Workshops bekommst Du unter anderem Tipps,
• wie Du Deinen Schreibprozess planen und organisieren kannst,
• wo und wie Du relevante Literatur und Quellen zu Deinen Thema finden,
• wie Du Deine Gedanken ordnen und strukturieren kannst,
• oder wie Du Literaturverwaltungsprogramme und KI-Tools im Studium sinnvoll nutzen kannst.

Am Mittwoch und Donnerstag (jeweils von 12 bis 16 Uhr) hast Du außerdem die Gelegenheit, unsere Schreibberater*innen Cora und Ronja vom studierendenWERK persönlich zu treffen und individuelle, auf Deine Bedürfnisse zugeschnittene Unterstützung zu erhalten.
👉 zur Anmeldung

Abgerundet wird die Woche durch eine betreute Schreibgruppe – ideal, um das Gelernte direkt auf das eigene Projekt anzuwenden. Starte in der vorlesungsfreien Zeit richtig durch – oder gib die erste Hausarbeit noch vor dem Urlaub ab!

Jetzt Programm entdecken und gerne auch spontan anmelden!
https://blogs.fu-berlin.de/schreibwoche/


(Bildquellen: Johanna Gröpler)

Neuer Themenfilm in der Online-Ausstellung „Erlebte Geschichte“

Foto: Inge Kundel-Saro

Namhafte Persönlichkeiten trotz voller Terminkalender für einen Besuch an der Freien Universität Berlin zu gewinnen, erfordert eine besondere Ansprache, die Irma Indorf perfekt beherrschte. So kamen unter anderem Prominente wie Vicco von Bülow, Peter Ustinov oder Hans-Dieter Genscher und bereicherten mit Vorträgen und in Diskussionsrunden das akademische Leben. Besondere Gewohnheiten der Besucher vermerkte und berücksichtigte Irma Indorf aufmerksam. Ehemalige wurden von ihr ebenfalls, je nach Anlass, gerne hinzugezogen und gebührend gewürdigt.

Den neuen Themenfilm über den Umgang mit prominenten Gästen präsentiert die „Erlebte Geschichte“ der Freien Universität Berlin.

Testzugriff für „International Medieval Bibliography“

Bis zum 7. August 2026 kann über das FU-Campusnetz die Datenbank International Medieval Bibliography (IMB) getestet werden.

Die international führende und multidisziplinär angelegte Bibliografie zum europäischen Mittelalter (ca. 300 – 1500) wird von einem weltweiten Netzwerk aus Forschenden zusammengestellt.

Die Datenbank umfasst mehr als 580.000 Titelnachweise aus Zeitschriften sowie anderen Publikationen wie Tagungsberichten, Aufsatzsammlungen, Festschriften und Ausstellungskatalogen. Durch quartalsweise Updates werden jährlich 15.000 Nachweise hinzugefügt.

Zu den abgedeckten Fachbereichen gehören Klassische Philologie, Anglistik, Geschichte und Archäologie, Theologie und Philosophie, mittelalterliche europäische Sprachen und Literaturen, Arabistik und Islamwissenschaft, Bildungsgeschichte, Kunstgeschichte, Musik, Theater und darstellende Künste, Rhetorik sowie Kommunikationswissenschaft.

Sie möchten die Datenbank auch über den Testzeitraum hinaus nutzen? Dann lassen Sie uns gerne Ihre Bewertung zukommen!

(Bildquelle: Anbieter)