Primo-Tester*innen gesucht!

Recherchieren Sie im Bibliotheksportal Primo?
Dann suchen wir Sie! (10€-Mensa-Gutschein als Dankeschön)

Der digitale „Gang ans Bibliotheksregal“ erfolgt an der Universitätsbibliothek seit 2010 über unser Bibliotheksportal Primo. Wir versuchen, diesen wichtigen Service stetig Ihren Bedürfnissen entsprechend weiterzuentwickeln. Dafür suchen wir derzeit Testpersonen, die an der Freien Universität lehren oder studieren.

Gemeinsam mit der Fachhochschule Potsdam stellen wir Primo am Dienstag, 31. Mai und am Dienstag, 07. Juni 2022 in einer Eye-Tracking-Studie auf die Probe. Eye-Tracking ist eine Methode der Benutzungsforschung, bei der mithilfe einer Infrarot-Kamera Blickbewegungen auf der Primo-Oberfläche analysiert werden können. Interesse, mitzumachen? So geht’s:

  • Teilnahme-Anfrage senden an alexandra.claasen@fh-potsdam.de
  • Zeitslot am Di., 31.05. oder Di., 07.06.2022 absprechen.
  • Am Termin in den Testraum an der Universitätsbibliothek (Garystr. 39) kommen
  • ca. 30 min Zeit einplanen
  • angeleitet von Studierenden der Fachhochschule Potsdam Recherche-Aufgaben in Primo lösen
  • dabei über Ihre Erfahrungen sprechen
  • als Dankeschön einen 10€-Mensa-Gutschein erhalten.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme 🙂 !

Sie haben vorab Fragen zur Studie? Melden Sie sich gerne bei Sina Menzel (Benutzungsforschung UB, sina.menzel@fu-berlin.de)

Alles im Kreislauf! Die AG „GreenFUBib“ unterwegs

Die AG „GreenFUBib“ besuchte das „C2C“-Bildungszentrum in Berlin, Prenzlauer Berg

Das Prinzip „Cradle to Cradle“

„Cradle to Cradle“ steht für das Denken in Kreisläufen: „Von der Wiege zurück zur Wiege“ ist in der Übersetzung die Verwendung von Produkten in biologischen und technologischen Kreisläufen. Stellen Sie sich vor, dass alle Materialien von der Wandfarbe über die Deckenplatten bis hin zum Bürostuhl und dem Teppich wieder zerlegbar sind und nach ihrer Nutzung weiterverwendet werden können als neues Material. Man spricht hier von der sogenannten „Technosphäre“: Die Zirkulation von Gebrauchsmaterialien in technischen Kreisläufen. Die Niederlande machen es vor: In Venlo gibt es das Stadtverwaltungsgebäude im ganzheitlichen Verfahren der Kreislaufwirtschaft.

Die Kreislaufwirtschaft-Zertifikate gibt es bisher nicht für Räume oder ganze Gebäude, sondern nur für einzelne Produkte. Das „C2C“-Lab ist primär ein Ort für Bildung und Vernetzung und in seiner Art einmalig in Deutschland. Gerade für Unternehmen, aber auch für Verwaltungen besteht dringender Bedarf, kreislauffähiges Material für Ausstattungen zu verwenden, die Digitalisierung für eine starke Infrastruktur zu nutzen und den ökologischen Fußabdruck damit zu verringern. Die „C2C“-Mitarbeitenden vermitteln auf Anfrage gern Kontakte zu Firmen, Architekten und Handwerkern.

Büroraum mit C2C Ausstattung

Unser Besuch

Anfang März wurde ein lang geplanter Termin zusammen mit Sabine Heckmann (Ideen- und Innovationsmanagement) und Dietrich von Tengg-Kobligk (Klimaschutz- und Energiemanager) von der Stabsstelle Nachhaltigkeit „in Persona“ wahrgenommen: Wir besuchten in kleiner Runde das NGO Unternehmen „C2C“ in Berlin-Prenzlauer Berg. Dieses 2019 gegründete Unternehmen ist im Erdgeschoss eines DDR-Plattenbaus in den Räumen einer ehemaligen Apotheke untergebracht. An diese Zeit erinnern noch Türen, Fliesen und Fußboden der gemeinschaftlichen Küche, in der wir uns bei Fairtrade-Kaffee und Tee erst einmal aufwärmen durften. Staunend hörten wir dabei, dass der Küchentisch aus alten Milchkartons besteht (was man ihm aber nicht ansah!) Für eine gesunde Ernährung am Arbeitsplatz liefert der Ökohof Brodowin den Mitarbeitenden wöchentlich saisonales Bio-Obst und Gemüse.

Unser Fazit

Die Summe der zahlreichen einzelnen Maßnahmen zeigt in den verschiedenen Räumen das Prinzip der Kreislaufwirtschaft auf sehr eindrucksvolle Weise – vieles davon ist Inspiration pur! Was haben wir nun von dieser Besichtigung für unsere Universitätsbibliothek mitgenommen?

Wir wünschen uns, dass auch unsere Büros und Bibliotheksräume nach und nach unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit ausgestattet werden. Dazu brauchen wir viele Akteur*innen an verschiedenen Standorten und auf unterschiedlichen Ebenen. Ein „Best-Practice“-Beispiel liefert hier das bereits erwähnte Gebäude der Venloer Stadtverwaltung.

Zusammen mit den Kolleg*innen der Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie sind wir uns einig:  Die im „C2C“ Lab vielfältig aufgezeigten Innovationsmöglichkeiten müssen unbedingt auch an unserer Freien Universität bekannt werden! Darum wird sich unsere AG GreenFUBib in Zukunft bemühen.

Pflanzenwände in Innenräumen sehen nicht nur gut aus, sie erzeugen ein gesundes Raumklima und sorgen für Wohlfühlatmosphäre

(Bilder: © Janet Wagner)

Dauerausstellung „En Passant“ – 2. Teil

Im Foyer der Universitätsbibliothek können Sie seit April weitere En Passant Statements rund um das Thema Bibliothek lesen.
Die Ausstellung beleuchtet das Thema Bibliotheken durch Aussagen, Erinnerungen und Erlebnisse von bekannten oder innovativen Menschen, die einen Bezug zu unserer Universität haben. Ziel ist es, eine lebendige, persönliche und leichtgewichtige Auseinandersetzung mit der Rolle und Wahrnehmung von Bibliotheken zu ermöglichen. Die Ausstellung gibt kritischen, kuriosen, humorvollen und ehrlichen Erinnerungen Raum und lässt unsere (ehemaligen) Nutzenden zu Wort kommen.

Aktuell sehen Sie Statements von:

  • Janine Sundermeier – Botschafterin für Women’s Entrepreneurship
  • Amelie Wiedemann – ehemalige Promovendin der Psycholgie, Dearemployee GmbH
  • Gesine Schwan – ehemalige Professorin und Dekanin am Otto-Suhr Institut, Co-Vorsitzende des Sustainable Development Solutions Network (SDSN) Germany
  • Achim Gruber – Fachbereich Veterinärmedizin, Institut für Tierpathologie, geschäftsführender Direktor
  • Hans-Georg Treichel – Germanist, als auch Privatdozent im Fachbereich Germanistik, Schriftsteller

Wir danken allen gezeigten Personen für Ihre tatkräftige Unterstützung!

Wo?
Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, Garystraße 39, 14195 Berlin

Wochentags ist die Ausstellung im Foyer von 09.00 -18.00 Uhr zu sehen.

Kontakt: kommunikation@ub.fu-berlin.de

Universitätsbibliothek startet mit Schulungsprogramm ins Sommersemester 2022

Diese Woche startet die Universitätsbibliothek mit ihrem Schulungsprogramm auch offiziell ins Sommersemester. Ab heute beginnt jeden Montag ab 16:00 Uhr unsere einstündige Online-Zitiersprechstunde. Darüber hinaus findet am morgigen Dienstag, den 26. April 2022 um 12:00 Uhr unsere erste Online-Schulung Recherchieren im Bibliotheksportal Primo statt. Für beide Kurse ist keine vorherige Anmeldung erforderlich. Loggen Sie sich einfach über den angegebenen Link ein. Als Software verwenden wir Cisco Webex (weitere Infos).

Bis Juli 2022 hat die Universitätsbibliothek über 40 Kurse terminiert. Es handelt sich überwiegend um Online-Veranstaltungen. Diese werden kostenfrei für FU-Angehörige angeboten. Auch externen Nutzerinnen und Nutzern steht das Angebot zur Verfügung. Anmelden können Sie sich über ein Online-Formular. Die Informationen zum Login erhalten Sie in einer separaten E-Mail, ein bis zwei Tage vor dem Kurs.

Neben der Einführung in Primo werden folgende weitere Formate mit festen Terminen und vorheriger Anmeldung angeboten:

Daneben bieten wir wöchentlich – ohne vorherige Anmeldung – folgende Online-Formate an:

  • Coffee Lecture – 15-minütige Einführungen zu verschiedenen Themen (vier Termine ab Mai, jeweils Mittwoch ab 14:00 Uhr)
  • Zitiersprechstunde – Beratung rund um den Umgang mit Quellen/Nachweisen in wissenschaftlichen Arbeiten (jeden Montag, 16:00–17:00 Uhr)

Separat können Sie auch individuelle Einzel-Coachings vereinbaren bzw. Kurse zu weiteren Themen bei uns anfragen. Auch haben wir ein wachsendes Angebot an Online-Tutorials auf unserem YouTube-Channel (siehe Selbstlernangebote).

Das gesamte Programm lässt sich in Auswahl auch für Lehrveranstaltungen zum wissenschaftlichen Arbeiten oder Einführungsseminare integrieren. Dozentinnen und Dozenten können Inhalte und einen oder mehrere Termine direkt mit uns absprechen (E-Mail: auskunft@ub.fu-berlin.de, Tel.: (030) 838-52978).

Daneben bieten weitere FU-Bibliotheken und -Institutionen zum Semesterstart verschiedene Angebote und Einführungen an:

Informationen rund um das Serviceangebot der FU-Bibliotheken & mehr finden Sie auch bei Instagram und Twitter. Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen einen guten Start ins Sommersemeester 2022!

(Bildquelle: Pixabay.com)

Campus Welcome Day für Studierende der Philologien

Am 27.04.2022 organisiert das Institut für Deutsche und niederländische Philologie einen „Welcome Day“ für Studierende. Von 10.00 – 16.00 Uhr gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich über das Studium mit anderen Kommiliton*innen auszutauschen, studentische Gremien und Initiativen kennenzulernen und Fragen zur Studienorganisation loszuwerden.

Mitarbeitende des Mentoringbüros stehen als Ansprechpartner*innen bereit.

Mit dem Angebot der Campus-Tour werden die wichtigsten Anlaufstellen rund ums Studium in der Rost- und Silberlaube gezeigt. Start dafür ist um 10.30 Uhr und um 15.00 Uhr im Innenhof hinter dem Café GE-RO-MAT (JK 30/140, Rostlaube).

In der Philologischen Bibliothek gibt es 20-minütige Hausrundgänge zu den Startzeiten: 09.30 Uhr, 11.30 Uhr und 14.30 Uhr. Treffpunkt ist vor dem Eingang der Philologischen Bibliothek. Bitte vorab anmelden unter:

mentoringprogramm@germanistik.fu-berlin.de

Zur Stärkung gibt es einen Getränke- und Waffelverkauf. Eine Büchertauschbörse gibt die Möglichkeit, Studienliteratur zu tauschen.

Die Organisator*innen freuen sich auf einen lebendigen Tag der Begegnung!

Text & Bild: Mentoring-Team der Deutschen Philologie

ProQuest LibGuide: Zugriff auf 130 Datenbanken

Zum Semesterbeginn möchten wir auf die breite Palette von Inhalten des Anbieters ProQuest aufmerksam machen, die über das FU-Campusnetz zugänglich sind.

Gegenüber dem Vorjahr sind in 2022 zum einen neue Module bzw. Inhalte von Datenbanken hinzugekommen, für die bereits Lizenzen bestanden:

  • History Vault:
    • American Politics and Society from Kennedy to Watergate, 1960-1975
    • American Politics in the Early Cold War: Truman and Eisenhower Administrations, 1945-1961
    • Confidential U.S. State Department Central Files, Europe and Latin America, 1960-1969
    • World War II: U.S. Documents on Planning, Operations, Intelligence, Axis War Crimes, and Refugees
  • Entertainment Industry Magazine Archive:
    • EIMA 4: Rock, Folk and Hip-Hop
  • Ethnographic Video Online:
    • Royal Anthropological Institute Teaching Edition

Zum anderen ist eine komplette Datenbank hinzugekommen, die Primär- und Sekundärquellen zur US-amerikanischen Frauengeschichte sowie zur US-Geschichte im weiteren Sinn enthält:

Damit sind für FU-Angehörige aktuell ca. 130 Datenbanken mit Primärquellen und Archivmaterial des Anbieters ProQuest verfügbar.

Eine vollständige Übersicht bietet der ProQuest LibGuide Primary Sources für die FU Berlin.

Die Datenbanken werden dort sowohl in einer thematischen als auch einer alphabetischen Übersicht dargestellt und können so gezielt aufgerufen werden.
Mit einem Klick auf das Info-Icon kann man sich jeweils einen kurzen, englischen Informationstext zu den Inhalten der jeweiligen Datenbank anzeigen lassen.

Die Titel sind außerdem im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen.

Sommersemester 2022: Erweiterte Öffnungszeiten & Gruppenarbeitsräume

Zum offiziellen Start ins Sommersemester 2022 haben einige Bibliotheken der Freien Universität ihre Öffnungszeiten verlängert. Auch bieten mehrere Standorte wieder Gruppenarbeitsräume an. Weiterhin gilt die Pflicht zum dauerhaften Tragen einer FFP2-Maske in allen Bereichen der jeweiligen Bibliotheksstandorte, auch am Lesesaal-Arbeitsplatz.

Erweiterte Öffnungszeiten

Ab dem 19. April 2022 verlängern die Campusbibliothek und die Bibliothek für Sozialwissenschaften und Osteuropastudien ihre wöchentlichen Öffnungszeiten.

Die Campusbibliothek („Holzlaube“, Fabeckstr. 23-25) hat ab sofort Montag bis Freitag von 10–20 Uhr geöffnet (vorher bis 18 Uhr). Alle Arbeitsplätze im Freihandbereich sind – bis auf einige geschützte Bereiche (ca. 60 Plätze) mit Abstandsregelung – wieder frei zugänglich.

Die Bibliothek für Sozialwissenschaften und Osteuropastudien (Garystr. 55) hat ab sofort Montag bis Freitag von 9–19 Uhr geöffnet (vorher 10–18 Uhr).

Bereitstellung von Gruppenarbeitsräumen

Sechs Bibliotheken bieten gegenwärtig wieder Gruppenarbeitsräume bzw. entsprechende -plätze an. Auch hier gilt die FFP2-Maskenpflicht:

BibliothekDetailsVorabbuchung (ja/nein)
Bibliotheksstandort Garystr. 397 Gruppenarbeitsräumeja (zur Online-Reservierung)
Bibliothek Rechtswissenschaft
(Van’t-Hoff-Str. 8)
7 Gruppenarbeitsräume (inkl. Familienraum und separater Raum für von Maskenpflicht befreite Nutzer*innen)ja (zur Online-Reservierung; Plätze einzeln buchbar)
Bibliothek für Sozialwissenschaften und Osteuropastudien (Garystr. 55)Gruppenarbeitsplätze für jeweils 5 Personen (Freihandbereich)nein
Philologische Bibliothek (Habelschwerdter Allee 45)3 Gruppenräumenein (bzw. nur für den Arbeitsgruppenraum)
Geowissenschaftliche Bibliothek (Malteserstr. 74-100, Haus O)2 Gruppenarbeitsräume (jeweils max. vier Personen) für max. 120 Minutenja (zur Online-Reservierung)
Veterinärmedizinische Bibliothek (Oertzenweg 19b)2 Gruppenarbeitsräumenein bzw. E-Mail an info-vetlibrary@fu-berlin.de
(Bild: Petra Kende)

Frohe Ostertage

Wir wünschen Ihnen ein frohes Osterfest! Ab Dienstag, den 19. April 2022 sind die Bibliotheken der Freien Universität Berlin wieder für Sie geöffnet.

Zum offiziellen Start ins Sommersemester 2022 werden einige Bibliotheksstandorte ihre Öffnungszeiten erweitern. Auch werden wieder Gruppenarbeitsräume zur Verfügung stehen.

Genauere Informationen erhalten Sie am Dienstag in unserem Biblioblog. Bis dahin wünschen wir Ihnen noch geruhsame Feiertage!

Österlich dekorierter Whiteboard-Beistelltisch am Bibliotheksstandort Garystr. 39

Willkommen zum Sommersemester 2022!

Die Vorlesungszeit startet am 19.04.2022, beim Rundgang über den Campus Dahlem an der Freien Universität sieht man viele Gruppen von Studierenden, die sich kennenlernen, gemeinsam zur Vorlesung gehen oder sich vor den Seminarräumen zum ersten Mal wieder real treffen.

Die Universitätsbibliothek bietet für das Sommersemester in vielen Fachbibliotheken verschiedene Kurse, Schulungen und auch Hausführungen an. Den Bibliotheksbeschäftigten ist bewusst, wie viele Studierende bisher noch keine wirkliche Gelegenheit hatten, „ihre“ Fachbibliothek kennenzulernen.

Philologische Bibliothek der Freien Universität Berlin, entworfen von Norman Foster

Eine Gelegenheit ab dem 19.04.2022 die Philologische Bibliothek kennenzulernen, bietet sich im Rahmen der Hausführungen an.

Täglich von 09.30 bis 10.00 Uhr werden Rundgänge durch die Bibliothek angeboten. Dabei gibt es Erstinformationen zur Benutzung der Bibliothek. Eine Anmeldung ist dafür nicht erforderlich.

Weitere Schulungsangebote zur Literaturrecherche gibt es zu unterschiedlichen Zeiten über das ganze Sommersemester hinweg. Für spontane Fragen stehen die Auskunftsplätze in den Bibliotheken zur Verfügung.

Wir wünschen allen Studierenden einen spannenden und erfolgreichen Auftakt bzw. eine gute Rückkehr zum Campus der Freien Universität!

Bildquelle: ©dbv/Thomas Meyer/Ostkreuz

Die Kartensammlung in der Geowissenschaftlichen Bibliothek in Lankwitz – eine Nutzendenbefragung

Ergebnisse der Nutzendenbefragung zur Kartensammlung am Fachbereich Geowissenschaften

Im Sommer 2021 veranlasste die Leitung der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin einen Bericht zur aktuellen Situation der Kartensammlung an der Geowissenschaftlichen Bibliothek in Lankwitz. Diese Studie wird genutzt, um verlässliche Entscheidungen zur zukünftigen Entwicklung der Sammlung zu fällen. Der Bericht „Analyse zur geowissenschaftlichen Kartensammlung an der FU Berlin und Handlungsoptionen“ ist im Refubium öffentlich zugänglich.

Für den Bericht wurde der Bedarf an analogen Karten in der Forschung, der Lehre und im Studium am Fachbereich Geowissenschaften erhoben. Im Fokus stand die Frage, welche Rolle analoges Kartenmaterial im Forschungs-, Lehr- und Studienalltag spielt. Hierzu wurden eine Online-Umfrage am Fachbereich realisiert und sechs ausführliche Interviews mit wissenschaftlichem Personal geführt. Zusammengefasst zeigen die Ergebnisse, dass analoge Karten in Forschung, Lehre und Studium in verschiedenen Fachrichtungen der Geowissenschaften nach wie vor genutzt werden, dabei jedoch unterschiedlich wichtig sind (siehe Abb. 2-3 und 6-9 des Berichts).

Abbildung 1: Teilnehmende der Online-Umfrage nach einzelnen Statusgruppen und Fachzugehörigkeit. (Quelle: http://dx.doi.org/10.17169/refubium-34217)

Insgesamt nahmen 137 Personen an der Online-Umfrage teil, wobei die Geographischen Wissenschaften als Fachrichtung und Studierende als Statusgruppe am stärksten vertreten waren (vgl. Abb. 1). Diese große Resonanz zeigt das Interesse an analogem Kartenmaterial am Fachbereich.

Analoge Karten: „wichtig für ein wirkliches Verständnis der raumbezogenen Zusammenhänge“

Für den Großteil der Befragten und Interviewten spielen analoge Karten eine wichtige Rolle für ihre Arbeit oder ihr Studium. Trotz fachspezifischer Unterschiede wird sehr häufig angemerkt, dass analoge Karten auch zukünftig von Interesse sind.

So zeigt die Auswertung, dass in Fachrichtungen wie der Physischen Geographie analoge Karten einen hohen Mehrwert für Forschung, Lehre und Studium bieten. Laut einer Geographin schaffen erst analoge Karten ein „wirkliches Verständnis der raumbezogenen Zusammenhänge“ und werden beispielsweise auch vor und während Expeditionen und Exkursionen genutzt. Karten werden zwar für Geländeaufenthalte häufig digital aufbereitet und georeferenziert. Digitale Karten, so wird häufig angemerkt, ersetzen jedoch analoge Karten nicht.

Der Bedarf an analogen Karten in der Meteorologie fällt im Vergleich zur Geographie eher gering aus. Wenn analoge Karten hier genutzt werden, dann z. B. für Vergleichsarbeiten mit Luft- und Satellitenaufnahmen.

Für Studierende insbesondere der Geologischen und Geographischen Wissenschaften ist die Arbeit mit analogem Kartenmaterial ein integraler Bestandteil des Studiums. In der Geographie ist sie ein wichtiger Teil der Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten und damit auch relevant für zukünftige Tätigkeiten. Auch für Fächer außerhalb der FB Geowissenschaften, wie etwa den Altertumswissenschaften, – so zeigt ein Interview mit einem Archäologen – sind analoge Karten ebenso ein wichtiges Medium, zum Beispiel für die Bestimmung von Toponymen.

Kartensammlung in Lankwitz: „überraschende Entdeckung“ – „Juwel“ – „Aushängeschild“

Der fachliche, ideelle und historische Wert der Kartensammlung der Geowissenschaftlichen Bibliothek wird an vielen Stellen der Befragung deutlich.  Herausgestellt werden insbesondere die breite räumliche Abdeckung, die historischen Karten und der teilweise unikale und daher sehr wertvolle Bestand. Die Vielfalt des Bestands wird als besonderer Mehrwert für die Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg wahrgenommen und geschätzt. Darüber hinaus werden die räumliche Nähe zum Fachbereich und die unkomplizierten Nutzungsmöglichkeiten als Vorteile betrachtet. Zwar gibt es mit der Kartenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin und dem Deutschen GeoForschungszentrum in Potsdam weitere Möglichkeiten für Forschende, Lehre und Studierende, analoges Kartenmaterial zu beziehen, jedoch werden diese Optionen aufgrund längerer Wege, Nutzungsgebühren und Wartezeiten als zu umständlich und teuer wahrgenommen. Nur etwa 15% des wissenschaftlichen Personals und gerade einmal 7 % der Studierenden greifen beispielsweise auf das Angebot der Staatsbibliothek zurück (siehe Abb. 2 und Abb. 3).

Abbildung 2: Kartenbezug der Forschenden und Lehrenden. Fächerdurchschnitt. Mehrfachantworten möglich. „AG“: Arbeitsgruppe. (Quelle: http://dx.doi.org/10.17169/refubium-34217)
Abbildung 3: Kartenbezug der Studierenden. Fächerdurchschnitt. Mehrfachantworten waren möglich. „ich weiß es nicht“: Studierende wissen nicht immer, woher analoge Karten kommen, die in Lehrveranstaltungen bereitgestellt und von ihnen genutzt werden. „AG“: Arbeitsgruppe.
(Quelle: http://dx.doi.org/10.17169/refubium-34217)

Herausforderung Marketing: „viele Studierende wissen gar nicht was unsere Kartensammlung ist“

Das von den Befragten beschriebene Potential der Kartensammlung kann ihrer Meinung nach aufgrund mangelnder Sichtbarkeit nicht voll ausgeschöpft werden. So kennen zum Beispiel 17 der 80 befragten Studierenden die Kartensammlung bisher gar nicht, 30 nutzten sie noch nie. Die Kartensammlung wird als „viel zu unbekannt“ eingeschätzt – auch vom wissenschaftlichen Personal. Über alle Statusgruppen hinweg wird deutlich, dass der Mehrwert, den die Kartensammlung bietet, „wirkungsvoll kommuniziert“ werden sollte. Hierfür sehen die Teilnehmenden – insbesondere die Lehrenden – sowohl sich selbst (z.B. analoge Karten als Studieninhalt stärken, Seminarbesuche der Kartensammlung) als auch die Geowissenschaftliche Bibliothek in der Verantwortung (z.B. durch Website, Informationsveranstaltungen und Gespräche mit Neuberufenen). Zudem besteht der Wunsch, das Angebot der Bibliothek auch nach außen zu tragen, etwa über das Forschungsnetzwerk Geo.X.

Nächste Schritte: „Betreuung der Kartensammlung ist essentiell“

Neben besserer Sichtbarkeit wünschen die Befragten eine verbesserte Betreuungssituation seitens der Geowissenschaftlichen Bibliothek. Insbesondere langjährige Mitarbeitende am Fachbereich wünschen sich, dass der Kartenservice „wieder auf das früher vorhandene Niveau“ gehoben wird. Dazu zählen eine verbesserte Kuratierung der Kartensammlung und eine fachlich versierte Betreuung der Nutzdenden. Auch Studierende sagen: „es fehlt fachkundiges Personal“. Häufig angeregt werden darüber hinaus technische Verbesserungen wie eine umfassende digitale Erschließung der Kartenbestände und aussagekräftige Metadaten in einem elektronischen Recherchesystem, im besten Falle versehen mit Vorschaubildern oder digitalisierten Indexblättern.

Welche konkreten Maßnahmen nun ergriffen werden können, um diese Anregungen in der Praxis umzusetzen und wie das Angebot der Kartensammlung der Geowissenschaftlichen Bibliothek perspektivisch weiterentwickelt wird, wird derzeit gemeinsam von der Geowissenschaftlichen Bibliothek und der Universitätsbibliothek (Zentralbibliothek) erarbeitet.

Text: Lea Schneider und Julian Katz
Titelbild: Geowissenschaftliche Bibliothek