Modell einer Open-Access-Publikationsinfrastruktur

Die Open-Access-Strategie des Landes Berlin von 2015 formuliert den Anspruch: „Als langfristiges Ziel wird der Aufbau einer landesweiten Open-Access-Infrastruktur für Monografien, Sammelbände und Zeitschriften in Kooperation mit an wissenschaftlichen Einrichtungen agierenden Infrastrukturdienstleistern, sowie mit in Berlin ansässigen Verlagen und Publikationsdienstleistern angestrebt.“ .

Eine Arbeitsgruppe „Open-Access-Publikationsplattformen“ mit Vertreter/innen mehrerer Berliner Forschungseinrichtungen, u.a. der FU Berlin wurde beauftragt, dafür notwendige Vorarbeiten zu leisten.

Der daraus entstandene Bericht erfasst zum einen die an Berliner wissenschaftlichen Einrichtungen bereits bestehenden Publikationsinfrastrukturen,  zum anderen beschreibt er drei Modelle für den Aufbau einer landesweiten Open-Access-Publikationsinfrastruktur für Monografien, Sammelbände und Zeitschriften.

Der Bericht ist online im Dokumentenserver der FU Berlin zu finden unter  http://edocs.fu-berlin.de/docs/receiveFUDOCS_document_000000028630

Fragen beantwortet Ihnen jederzeit gern die Redaktion Dokumentenserver der UB der FU Berlin edocs@ub.fu-berlin.de

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. sucht: Jugenddelegierte 2018

Möchten Sie die deutsche Delegation zur 73. UN-Generalversammlung im Oktober 2018 nach New York begleiten?

Gesucht werden junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren, die als Jugendelegierte gemeinsam mit jungen Menschen aus anderen Ländern sich für die Interessen junger Menschen auf der ganzen Welt stark machen möchten.

Sie sollten sich zutrauen, im Vorfeld ausgiebigen Gesprächen mit Jugendlichen in ganz Deutschland zu führen, ihre Meinungen, Interessen und Wünsche kennen zu lernen und so zum „Sprachrohr der Jugend in Deutschland“ werden.

Hier finden Sie alle relevanten Informationen rund um die Ausschreibung.

Bewerbungsschluss ist am 09. Januar 2018 um 12.00 Uhr.

Noch mehr Informationen zur UN bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Online-Material zu Literaturnobelpreisträgern García Márquez und Ishiguro

Gabriel García Márquez (2009)
Gabriel García Márquez (2009)

Kurz nach der Ehrung der diesjährigen Nobelpreisträger am Sonntag hat das Harry Ransom Center an der Universität von Texas in Austin die Gabriel García Márquez Collection kostenfrei online veröffentlicht.

Die Sammlung bietet Zugriff auf zahlreiche digitalisierte Objekte aus dem Nachlass des kolumbianischen Schriftstellers und Journalisten (1927-2014). Enthalten sind u. a. Manuskripte zu veröffentlichten und unveröffentlichten Werken, Forschungsmaterial, Fotografien, Sammelalben, Briefwechsel, Zeitungsausschnitte, Notizbücher, Drehbücher, Druckmaterialien, Ephemera sowie eine Tonbandaufnahme von García Márquez‘ Nobelpreisrede aus dem Jahr 1982. Nicht enthalten sind die zehn Entwürfe zu seinem letzten, nicht fertiggestellten Roman En agosto nos vemos (engl.: We’ll See Each Other in August), dessen erstes Kapitel 2014 von der spanischen Zeitung La Vanguardia veröffentlicht wurde.

Der Nachlass des Autors war im Jahr 2014 für 2,2 Mio. US-Dollar durch das Harry Ransom Center angekauft worden. Es wird eine englische und spanischsprachige Nutzer-Oberfläche angeboten. Insgesamt verbrachten Bibliothekare, Archivare, Studenten und Techniker rund 18 Monate, um das Material im Volltext in den beiden Sprachen durchsuchbar zu machen (vgl. INFOdocket.com). Laut Anbieter ist gegenwärtig die Hälfte des Archivguts online abrufbar.

Eine Inspiration war García Márquez scheinbar auch für den diesjährigen Literaturnobelpreisträger Kazuo Ishiguro, wenn man dessen Nobelpreisvorlesung studiert. Im auch in deutscher Übersetzung vorliegenden Text  Mein napoleonischer Abend – und andere kleine Offenbarungen nimmt uns der Brite japanischer Herkunft mit auf eine Reise in den Herbst 1979 und die entscheidenden Momente, die ihn zum Schriftsteller werden ließen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Bob Dylan nahm Ishiguro am Sonntag die Auszeichnung persönlich in Stockholm entgegen. Sein  überschaubares Œuvres aus sieben Romanen sowie einem Kurzgeschichtenband ist gerade frisch von der Universitätsbibliothek eingekauft worden (Ausgaben des Heyne-Verlags, 2016) und über das Bibliotheksportal Primo vorbestellbar:

Bild: Festival Internacional de Cine en Guadalajara (CC-BY-2.0, via Wikimedia Commons)

Digitale Bibliothek zu Südostasien

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist die kostenfreie ASEAN Digital Library (ADL).

Die ADL ermöglicht eine Suche über die digitalisierten Bestände von zehn Nationalbibliotheken aus dem Verband südostasiatischer Nationen (engl.: Association of Southeast Asian Nations, ASEAN). Nachgewiesen werden gegenwärtig über 80.000 Objekte, u. a. Bücher, Handschriften, Karten, Zeichnungen, Gemälde, Fotografien, Zeitungen, Forschungsarbeiten, sowie Audio- und Videomaterialien aus folgenden Ländern:

  • Brunei (146 Objekte)
  • Indonesien (259)
  • Kambodscha (3568)
  • Laos (12.168)
  • Malaysia (1268)
  • Myanmar (5)
  • Philippinen (9867)
  • Singapur (26.113)
  • Thailand (209)
  • Vietnam (29.337)

Das Projekt wurde vom National Library Board of Singapore (NLB) ins Leben gerufen, unterstützt vom ASEAN Committee on Culture and Information (COCI).

Die Recherche-Maske unterstützt alphanumerische Zeichen. Die ASEAN Digital Library soll laut Anbieter laufend um weitere Inhalte bzw. Partnerinstitutionen ergänzt werden.

Wettbewerb: create video for anti-Violence against Women campaign

© Europäische Union, [2017] – Quelle: Europäische Kommission (Logo: NON.NO.NEIN. campaign)
Als Teil seiner „NON.NO.NEIN. Nein sagen! Stoppt die Gewalt gegen Frauen „, veranstaltet die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit Edcom einen Wettbewerb, bei dem junge Fachkräfte und Schüler ein Konzept für ein Video zur Bewusstseinsbildung in sozialen Medien einbringen können.

Gewalt gegen Frauen ist eine Form des Missbrauchs, die auf allen Ebenen der Gesellschaft und in allen EU-Ländern stattfindet. Oft bleiben Menschen in der Nähe inaktiv. Das kurze Video soll das Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen schärfen und die Menschen ermutigen, sich dagegen auszusprechen.

Den vollständigen Hintergrund und alle Informationen, inklusive der Details des Einreichungsprozesses finden Sie unter den o. g. links.

Start des Wettbewerbs: 13. November 2017
Einsendeschluss: 10. Februar 2018, 12:00 Uhr MEZ
Bekanntgabe der Gewinner: 8. März 2018
Die Produktionssprache ist Englisch.

Noch mehr Informationen zur EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Alles online, oder was?

In einer nicht repräsentativen Stichprobe haben KollegInnen der Zentralbibliothek Zürich zufällig drei Bücherregale mit fast 700 gedruckten Titeln (Bücher in modernen Sprachen, außer Deutsch, Erscheinungsjahre: 1983-2011) ausgewählt, um das Verhältnis von analogen und digitalen Angeboten zu untersuchen. Weitere Details und die Auflösung, wie viele Bücher davon tatsächlich online verfügbar sind, bietet der digithek blog.

Detail des UB-Magazinturms am Morgen (Collage, Bildquelle: Marc Spieseke)
Detail des UB-Magazinturms am Morgen (Collage, Bildquelle: Marc Spieseke)

Passend zum Thema weist das Blog Archivalia auf eine im Sommer 2017 gestartete Umfrage bei ca. 1000 europäischen Museen, Bibliothek, Archiven hin („ENUMERATE-Report“). Demnach sind 42 Prozent des europäischen Kulturerbes nicht digital zugänglich.

„Digital Democracy“ für US-Bundesstaaten

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist das kostenfreie Online-Plattform Digital Democracy.

Die Datenbank wurde vom Institute for Advanced Technology and Public Policy an der California Polytechnic University in San Luis Obispo entwickelt. Sie ermöglicht die Recherche nach Video-Aufnahmen zu öffentlichen Anhörungen von Gesetzgebungsausschüssen der US-Bundesstaaten Kalifornien und New York ab dem Jahr 2015 fortlaufend. Aufnahmen aus Florida und Texas sind in Vorbereitung.

Die Videos wurden transkribiert und können nach Stichwörtern, Thema, Redner, Institution oder Datum durchsucht werden. Ferner lassen sich Aussagen und Positionen der einzelnen Teilnehmer sowie zum Teil andere wichtige Informationen wie die Annahme zu Spenden oder Geschenken darstellen. Darüber hinaus bietet Digital Democracy die vollständigen Texte, die Geschichte und andere Informationen zu Gesetzesvorlagen, die vom Gesetzgeber der jeweiligen Bundesstaaten eingeführt wurden sowie Analysen und Informationen zu bevorstehenden Anhörungen. Nach kostenfreier Registrierung haben Nutzer die Möglichkeit, Inhalte in einem persönlichen Bereich abzuspeichern, die bereitgestellten Videos selber zu schneiden oder E-Mail-Alert-Dienste zu nutzen.

Tipps für den Online-Kauf sicherer Produkte

Produkte aus aller Welt, mit wenigen Klicks an die Tür geliefert – das ist der Vorteil des Online-Shoppings.

Aber was ist mit der Sicherheit der Produkte, die Sie kaufen? Verbraucher haben das Recht zu erwarten, dass die an sie gelieferten Produkte keinen Schaden anrichten. Aus diesem Grund gibt es Sicherheitsvorschriften und -mechanismen, die eingehalten werden müssen, bevor ein Produkt für die Verbraucher verfügbar gemacht wird.

Die nationalen Behörden in der EU ergreifen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die an Verbraucher verkauften Produkte sicher sind. Aber es gibt auch eine Reihe von Dingen, die Verbraucher selbst tun können, um das Beste aus Online-Shopping zu machen und sichere Produkte online zu kaufen.

Es gilt die acht Tipps zu beachten, die von der Generaldirektion Justiz und Verbraucher der Europäischen Kommission veröffentlicht wurden:

  • Wissen, vom wem Sie ein Produkt kaufen!
  • Wenn das Produkt im Rapid Alert System oder im OECD Portal aufgeführt ist, kaufen Sie es nicht!
  • Ein Spielzeug kaufen? Überprüfen Sie die Sicherheitswarnungen!
  • Lesen Sie die Sicherheitshinweise, um die beste Wahl zu treffen!
  • Überprüfen Sie die Produkt- und Website-Bewertungen!
  • Wenn Sie ein Sicherheitsproblem mit einem Produkt haben, melden Sie es dem Verkäufer und wenden Sie sich an die zuständige Behörde in Ihrem Land. Denken Sie auch daran, eine Produktrezension zu verfassen, um potenzielle Käufer zu alarmieren
  • Erwägen Sie die Registrierung Ihres Produkts beim Hersteller!
  • Bleiben Sie über unsichere Produkte auf dem Laufenden!

Noch mehr Informationen zur EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Kostenfreies „Grimm-Portal“ online

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist das kostenfreie Grimm-Portal der Universität Kassel.

Das im Aufbau befindliche Online-Portal versammelt Grimm-Bestände des Hessischen Staatsarchivs Marburg und der Universitätsbibliothek Kassel, die in einem gemeinsamen Projekt digitalisiert wurden. Es handelt sich hierbei um Briefe von und an Jacob und Wilhelm Grimm, weitere handschriftliche Zeugnisse der Familie Grimm, Handexemplare der Grimmschen Privatbibliothek, darunter eigene Werke der Brüder Grimm sowie Ausgaben anderer Autoren mit handschriftlichen Eintragungen der Brüder. Außerdem finden sich hier Bilder, Visitenkarten und zeitgenössische Rezensionen aus dem Nachlass der Brüder Grimm.

Die Digitalisate, die teilweise auch an anderer Stelle abrufbar sind (Online-Plattform ORKA der Universität Kassel und Arcinsys), werden im Grimm-Portal zusammengeführt und in einer eigens entwickelten thematisch strukturierten Umgebung präsentiert.

Der Beschreibungstext ist weitgehend den Informationen des Anbieters entnommen

Noch 20 Türchen …

Traditionsgemäß präsentiert das Blog Bibliothekarisch.de wie in den vergangenen Jahren auch eine Linkliste mit Online-Adventskalendern von Bibliotheken, Verlagen, Hochschulen usw. (teilweise auch mit kommerziellem Hintergrund). Wer meint, aus dem Alter der klassischen Schokoladen-Weihnachtskalender herausgewachsen zu sein, findet dort in der Zeit von Christstollen, Glühwein, Spekulatius & Co. mit Sicherheit eine passende kalorienärmere Variante 😉 …