Foto: Tieftemperaturlabor in den 90er Jahren, Privatarchiv Prof. Willliam Brewer
Was versteht man unter den vier Naturkräften? Wie hängen Magnetismus und Elektrizität zusammen? Was hat der Roman „Finnegans Wake“ mit den kleinen Elementarteilchen in Atomkernen zu tun? Und wofür haben T.D. Lee und C.N. Ya den Nobelpreis in einem Alter erhalten, in dem andere noch studieren?
Diese und weitere Fragen beantwortet Prof. William Brewer mit anschaulicher Leichtigkeit im neuen Themenfilm Naturkräfte und Wechselwirkungen der Online-Ausstellung „Erlebte Geschichte“.
Der Online-Service bietet Zugang zu einer vernetzten Sammlung thematischer Enzyklopädien, die die Geisteswissenschaften des klassischen griechischen und römischen Altertums systematisch abbilden.
Das Werk gliedert sich in sieben Kernbereiche (Wissenschaftsgeschichte, Geschichtsschreibung, Epos, Drama, Rhetorik, Lyrik, Medizin) mit umfangreichen Querverweisen innerhalb und zwischen den einzelnen Einträgen.
Jedes Thema wird von einem eigenen Redaktionsteam betreut und enthält peer-reviewte Beiträge zu Autoren, Werken und Konzepten. Die Enzyklopädie verbindet dabei klassische lexikalische Einträge mit kommentierten Fallstudien und analytischen Beiträgen, um unterschiedliche Zugänge zu einem Fachgebiet zu ermöglichen.
Der Beschreibungstext wurde dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.
Sie möchten die Datenbank auch über den Testzeitraum hinaus nutzen? Dann lassen Sie uns gerne Ihre Bewertung zukommen!
Wir haben das Open Heritage Statement unterzeichnet und unterstützen damit diese internationale Initiative für einen gerechteren und offenen Zugang zum kulturellen Erbe im digitalen Raum.
Das Statement wurde im Rahmen der Open Heritage Coalition von mehr als 60 Organisationen aus 25 Ländern entwickelt und von Creative Commons koordiniert. Es formuliert eine gemeinsame Vision für den Abbau von Barrieren beim Zugang zu kulturellem Erbe und setzt sich für dessen freie Nutzbarkeit in Forschung, Bildung und kreativen Kontexten ein.
Mit der Unterzeichnung schließen wir uns einer wachsenden internationalen Gemeinschaft von Institutionen an, die sich für offene, nachhaltige und zukunftsorientierte Zugänge zu kulturellen Ressourcen einsetzen. Das Open Heritage Statement versteht sich dabei als Grundlage für einen globalen Dialog über den Umgang mit digitalem Kulturerbe und als Beitrag zur Weiterentwicklung entsprechender politischer und institutioneller Rahmenbedingungen.
University Library signs the Open Heritage Statement
We have signed the Open Heritage Statement, and are thereby supporting an international initiative promoting more equitable and open access to cultural heritage in the digital environment.
The Statement was developed within the Open Heritage Coalition by more than 60 organizations across 25 countries and coordinated by Creative Commons. It articulates a shared vision to remove barriers to cultural heritage and to enable its use in research, education, and creative contexts.
By signing the Statement, we join a growing international community of institutions committed to open, sustainable, and future-oriented access to cultural resources. The Open Heritage Statement aims to foster global dialogue on digital cultural heritage and to contribute to the development of supportive policy and institutional frameworks.
Ab dem 15. April 2026 wird die Förderung für Buchpublikationen wieder aufgenommen.
Aufgrund bestehender Verpflichtungen gegenüber der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der Förderlinie „Open-Access-Publikationskosten“ sowie der aktuellen Haushaltslage erfolgt die Mittelvergabe ab sofort gestaffelt.
Was bedeutet das konkret?
Publikationen aus DFG-geförderten Projekten werden vorrangig berücksichtigt.
Weitere Anträge können – je nach verfügbarem Restbudget – ebenfalls gefördert werden.
Die Bearbeitung erfolgt weiterhin in der Reihenfolge des Antragseingangs.
Wir bitten um Verständnis, dass infolge begrenzter Mittel dieses Jahr voraussichtlich nicht alle Anträge berücksichtigt werden können. Der Publikationsfonds für Bücher wird geschlossen, sobald die verfügbaren Mittel verbraucht sind.
Weitere Details und aktuelle Informationen finden Sie auf dieser Seite im Bereich „Für Bücher“.
Restart of Open Access Book Funding from 15 April 2026
Funding for book publications will resume from 15 April 2026.
Due to commitments to the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) under the “Open Access Publication Funding” programme and the tight budgetary situation, a phased allocation of funds is now necessary.
What does this mean in concrete terms?
Publications arising from DFG-funded projects will be given priority.
Additional applications may also be funded, depending on the remaining available budget.
Applications will continue to be processed in the order in which they are received.
We kindly ask for your understanding that, due to limited funds, it may not be possible to consider all applications this year. The publication fund for books will be closed as soon as the available funds have been exhausted.
Further details and up-to-date information can be found on this page.
Die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin hat auch in 2025 die Ko-Finanzierung von Publikationskosten (Book Processing Charges, BPCs) für bislang unveröffentlichte Open-Access-Monografien und -Sammelbände von FU affilierten Wissenschaftler*innen übernommen.
Die aktuelle Visualisierung der Gesamtkosten pro Publikation über das Projekt Open BPC der Universität Bielefeld findet sich unter
Fragen zu den Möglichkeiten der Finanzierung von Open-Access-Publikationen für Angehörige der Freien Universität Berlin beantwortet Ihnen jederzeit gern das Open-Access-Team | Abt. Forschungs- und Publikationsservices der Universitätsbiliothek unter open-access@ub.fu-berlin.de
Quelle: Erlebte Geschichte – Freie Universität Berlin – Fotograf Daniel Goede
Dr. Michael Pohly – Als Forscher und Praktiker im Krisengebiet Afghanistan. Die Online-Ausstellung „Erlebte Geschichte“ der Freien Universität Berlin präsentiert einen neuenPorträtfilm.
Feldforschung kann Wissenschaftler auch in Regionen führen, in denen die Arbeit gefährlich wird – etwa in einem umkämpften Land wie Afghanistan. Dr. Michael Pohly war dort nicht nur als Ethnologe unterwegs, sondern fand durch seine zweite Qualifikation als Mediziner Zugang zu Menschen und Orten, die für andere unzugänglich geblieben wären. Dass er diesen Weg eingeschlagen hat, verdankt er einem frühen Interesse an Ethnologie und dem Wunsch, konkrete Hilfe zu leisten.
Promotion – und plötzlich tausend praktische Fragen?
Wer promoviert, merkt schnell: Forschung ist nur die halbe Miete. Die echte Herausforderung liegt oft in der Organisation: Wie verwalte ich meine Literatur? Wie manage ich mein Projekt? Und wie bringe ich meine Arbeit am Ende als Publikation in die Welt?
Die Berliner Universitätsbibliotheken (Freie Universität, Humboldt-Universität, Technische Universität) und die Staatsbibliothek zu Berlin bündeln ihre Kräfte, um Licht ins Dunkel zu bringen!
In kompakten, virtuellen Sessions teilen Expert*innen ihr Wissen zu u. a.:
Mit Beginn des Jahres 2026 trat das Jüdische Museum Berlin der Kooperation Looted Cultural Assets (LCA) bei. Damit wächst das Netzwerk zur gemeinsamen Provenienzforschung zwischen Bibliotheken in Deutschland und Israel im zehnten Jahr ihres Bestehens auf 14 aktive Mitgliedsinstitutionen an. Insgesamt haben sich bislang 19 Einrichtungen mit ihrer wissenschaftlichen Expertise eingebracht.
Das 2016 unter anderem von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin und der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin initiierte Forschungsnetzwerk unterstützt die Provenienzforschung zu Enteignung und Raub von Kulturgütern – vor allem in der NS-Zeit sowie, wenn möglich, auch in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Es fördert den fachlichen Austausch, bündelt Forschungsergebnisse und stellt dafür die Datenbank „Looted Cultural Assets“ bereit.
Gleichzeitig werden Forschungsergebnisse zeitnah und transparent für Interessierte aus aller Welt zugänglich gemacht. Aktuell zählt sowohl die Kooperation als auch die Forschungsdatenbank LCA zu den umfassendsten, kontinuierlichsten und erfolgreichsten Projekten in der Provenienzforschung im deutschsprachigen Raum.
Heute beinhaltet die Forschungsdatenbank LCA etwa 48.000 Provenienzhinweise sowie Informationen zu rund 16.500 Personen und Institutionen aus der deutschen Geschichte insbesondere des 20. Jahrhunderts. Sie stellt Forschungsergebnisse aus mehr als 20 aktiven und beendeten wissenschaftlichen Projekten zur Verfügung und sorgt für deren langfristige Zugänglichkeit. Die Arbeit der im Forschungsnetzwerk LCA verbundenen Bibliotheken ermöglicht Nachfahren von Opfern der Shoa und anderer nationalsozialistischer Verbrechen einen niedrigschwelligen Zugriff auf historische Informationen, bietet die Möglichkeit detaillierte Auskünfte über Forschungsergebnisse und -stände zu erfragen und zielt darauf ab, durch die Bündelung von Rückgaben geraubten Kulturguts Restitutionsverfahren zu vereinfachen. Die so verbundenen Provenienzforscher*innen leisten durch ihre Arbeit einen nachhaltigen Beitrag zur Erinnerungskultur in Deutschland und Europa sowie der Aufarbeitung der beiden deutschen Diktaturen.
Die Universitätsbibliothek sieht sich mit ihrem über zehnjährigem Engagement in der Provenienzforschung den Grundwerten der Freien Universität Berlin Veritas, Iustitia und Libertas (Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit) verpflichtet. Die systematische Untersuchung der Buchbestände und die Aufarbeitung deutscher Geschichte durch die Arbeitsstelle Provenienzforschung der Universitätsbibliothek dient nicht allein der Auseinandersetzung historischen Unrechts im Sinne der Washingtoner Erklärung vom 03.12.1998, sondern ist ein Beitrag zur gelebten Demokratie.
Ziel des Relaunchs war es, unsere Angebote klarer, verständlicher und nutzungsorientierter darzustellen. Die neue Webseite führt Sie schneller zu den gesuchten Informationen und unterstützt Sie dabei, sich intuitiv zu orientieren.
Dafür haben wir die Struktur vereinfacht: Statt gewachsener Organisationslogiken stehen nun Services und Nutzungsszenarien im Mittelpunkt. Inhalte wurden gebündelt, überarbeitet und deutlich reduziert. Die Texte sind kürzer, verständlicher und auf die Nutzung im Web ausgerichtet. Barrierearmut und Suchmaschinenoptimierung haben wir von Anfang an mit bedacht.
Die neue Webseite basiert nicht nur auf internen Überlegungen, sondern auch auf Rückmeldungen von Nutzenden. In mehreren Testphasen wurde die Navigation überprüft und gezielt angepasst.
Der Relaunch ist in enger Zusammenarbeit vieler Kolleg*innen aus der Universitätsbibliothek entstanden. Künftig sollen klare Zuständigkeiten und ein gemeinsamer Redaktionsleitfaden dafür sorgen, dass die Inhalte aktuell und konsistent bleiben.
Im Moment arbeiten wir an der Feinjustierung und der englischen Sprachversion, um die Inhalte künftig auch international zugänglich zu machen.
Die neue UB-Webseite ist der Ausgangspunkt für weitere Entwicklungen: Perspektivisch sollen auch die Webseiten der Fachbibliotheken stärker vereinheitlicht werden. Die neue Webseite der Zentralbibliothek, die parallel online ging, könnte dabei als Orientierung dienen.
Wir laden Sie ein, die neuen Seite zu entdecken, und freuen uns über Feedback an kommunikation@ub.fu-berlin.de.
Wie gestalten Bibliotheken ihre Zukunft zwischen KI, Openness und Nutzerorientierung? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines dreitägigen Workshops, zu dem wir im März 2026 Kolleg*innen unserer Partnerbibliothek der University of Edinburgh in Berlin begrüßen durften.
Austausch, der verbindet Nach einer kurzfristigen Absage im Jahr 2025 (bedingt durch einen bundesweiten Flughafenstreik) konnte der Besuch nun endlich stattfinden: Zwölf Kolleg*innen aus Edinburgh arbeiteten vom 17.–19. März 2026 gemeinsam mit unserem Team an aktuellen Herausforderungen im Bibliothekskontext. Die Zusammenarbeit basiert auf einem Memorandum of Understanding (2020) und verfolgt das Ziel, durch regelmäßigen Austausch, gegenseitige Besuche und den Ansatz des „critical friend“ voneinander zu lernen und Innovationen voranzutreiben.
Impulse & zentrale Themen Den Auftakt bildeten kurze Lightning Talks mit Einblicken in zentrale Arbeitsfelder, darunter:
Research Data Management
User Experience Research
Virtual Access Assistants
Liaison-Bibliotheksarbeit
Digitale Sammlungen und Lehrunterstützung
In anschließenden World-Café-Sessions wurden zentrale Zukunftsthemen vertieft:
Künstliche Intelligenz in Bibliotheken
Inklusive und nutzerzentrierte Services
Forschungssicherheit vs. Openness Der Fokus lag dabei auf dem Austausch von Best Practices und der Entwicklung gemeinsamer Fragestellungen für die weitere Zusammenarbeit..
Von Ideen zu Zusammenarbeit Ein besonderes Ergebnis des Workshops: konkrete Ansätze für zukünftige Kooperationen – insbesondere in den Bereichen:
KI und Bibliotheksservices
Nutzungsforschung (User Experience)
Forschungsdatenmanagement
Fazit Der Workshop hat gezeigt, wie wertvoll internationaler Austausch für die Weiterentwicklung von Bibliotheken ist – fachlich wie persönlich. Die Partnerschaft mit der University of Edinburgh liefert wichtige Impulse für die Gestaltung zukunftsfähiger Bibliotheksservices.