Video-Streaming-Service „Artfilms Digital“ mit tausenden Filmen im Test

Die Datenbank wurde nach dem Testzeitraum nicht lizenziert.

Bis zum 31. Mai 2019 kann im FU-Campusnetz kostenfrei Artfilms Digital getestet werden.

Artfilms Digital ist der Video-Streaming-Service von Contemporary Arts Media.
Contemporary Arts Media / Artfilms bietet seinen Service vor allem Bildungseinrichtungen an und ermöglicht den Zugriff auf derzeit mehr als 5000 Filme, Dokumentationen oder Interviews, vorwiegend in englischer Sprache, in einer großen thematischen Bandbreite.
Die Filme stammen aus Australien, Großbritannien, den USA, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Ungarn, Kanada, der Schweiz, Pakistan, Indonesien, Afrika und Japan.
Contemporary Arts Media arbeitet auch direkt mit Kunstschaffenden weltweit zusammen und beteiligt sich an Produktionen.

Sie möchten die Datenbank über das Testende hinaus nutzen? Dann lassen Sie uns einfach Ihre Bewertung zukommen!

Video-on-Demand-Service „Kanopy“ lizenziert

Nach einem Test von März bis Juni 2018 kann ab sofort dauerhaft über das FU-Campusnetz auf den On-Demand-Streaming Video-Dienst Kanopy zugegriffen werden.

Kanopy bietet seinen Service Bildungseinrichtungen an und ermöglicht den Zugriff auf gegenwärtig ca. 14.000 Filme, Dokumentationen, Serien und Lehrvideos, vorwiegend in englischer Sprache, in einer großen thematischen Bandbreite.
Kanopy arbeitet direkt mit Filmemachern und Film-Vertriebsgesellschaften zusammen und bietet so u. a. Material der Media Education Foundation, von PBS und der BBC. Aus lizenzrechtlichen Gründen sind einige Titel nur für Nutzer aus dem nordamerikanischen Raum freigegeben, darunter ein Großteil der Spielfilme aus der bekannten Criterion Collection. Wahlweise lassen sich englischsprachige Untertitel für die in überwiegend guter Qualität vorliegenden Filme einblenden. Nach einer kostenfreien Registrierung beim Anbieter können Favoritenlisten oder Ausschnitte erstellt und über soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter geteilt werden.

Bei den Spielfilmen lässt sich neben Klassikern von D. W. Griffith, Buster Keaton oder Josef von Sternberg auch die ein oder andere seltene, cineastische Perle entdecken. So berichtet der hauptsächlich mit Laiendarstellern entstandene US-amerikanische Spielfilm Salt of the Earth (1954) von einem Minenstreik in New Mexico und vom Tausch der Geschlechterrollen – nachdem es den Minenarbeitern verboten ist, weiter zu protestieren, gehen stattdessen ihre Frauen auf die Barrikaden. Der Film von Herbert J. Biberman, der in Zeiten der McCarthy mit einem Berufsverbot und einer Gefängnisstrafe belegt wurde, kam erst Jahrzehnte nach seiner Uraufführung zu einer angemessenen Würdigung. Heute wird Salt of the Earth vom MoMA in New York archiviert und zum National Film Registry gezählt, einem Verzeichnis besonders erhaltenswerter US-Filme. Es ist auch einer der Lieblingsfilme von Wim Wenders, der sich bei der Titelsuche zu seinem 2014 entstandenen Dokumentarfilm The Salt of the Earth über den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado von Bibermans Werk inspirieren ließ.

Dagegen wollte der spätere Meisterregisseur Stanley Kubrick nie wieder auf Fear and Desire (1953) angesprochen werden. Der unabhängig produzierte Anti-Kriegs-Film ist von der Qualität späterer Arbeiten wie Full Metal Jacket weit entfernt und geriet seinerzeit zum künstlerischen und kommerziellen Misserfolg – Kubrick wollte sein Spielfilmdebüt nie wieder aufgeführt sehen und es wird ihm nachgesagt, dass er zeitweise versucht habe, in den Besitz sämtlicher Filmkopien von Fear and Desire zu gelangen.
Zu finden sind auch preisgekrönte und nominierte Kurz- und Spielfilme der Berliner Filmfestspiele (u. a. Balcony, Call of Cuteness, La demora – The Delay, En la azotea – On the Roof, The Inland Road, The Wilding) oder der Academy Awards (u.a. Anna & Bella, La Femme et le TGV, God of Love, Shok, A Single Life).

Die FU Berlin hat verschiedene Subject Packages lizenziert.

(Quelle: Blogbeitrag von Marc Spieseke vom 2. März 2018)

Video-on-Demand-Service „Kanopy“ mit tausenden Filmen im Test – Test verlängert bis 8. Juni 2018

Bis zum 23. März 2018 8. Juni 2018 kann im FU-Campusnetz kostenfrei der On-Demand-Streaming Video-Dienst Kanopy getestet werden.

Kanopy bietet seinen Service Bildungseinrichtungen an und ermöglicht den Zugriff auf gegenwärtig ca. 14.000 Filme, Dokumentationen, Serien und Lehrvideos, vorwiegend in englischer Sprache, in einer großen thematischen Bandbreite.
Kanopy arbeitet direkt mit Filmemachern und Film-Vertriebsgesellschaften zusammen und bietet so u. a. Material der Media Education Foundation, von PBS und der BBC. Aus lizenzrechtlichen Gründen sind einige Titel nur für Nutzer aus dem nordamerikanischen Raum freigegeben, darunter ein Großteil der Spielfilme aus der bekannten Criterion Collection. Wahlweise lassen sich englischsprachige Untertitel für die in überwiegend guter Qualität vorliegenden Filme einblenden. Nach einer kostenfreien Registrierung beim Anbieter können Favoritenlisten oder Ausschnitte erstellt und über soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter geteilt werden.

Bei den Spielfilmen lässt sich neben Klassikern von D. W. Griffith, Buster Keaton oder Josef von Sternberg auch die ein oder andere seltene, cineastische Perle entdecken. So berichtet der hauptsächlich mit Laiendarstellern entstandene US-amerikanische Spielfilm Salt of the Earth (1954) von einem Minenstreik in New Mexico und vom Tausch der Geschlechterrollen – nachdem es den Minenarbeitern verboten ist, weiter zu protestieren, gehen stattdessen ihre Frauen auf die Barrikaden. Der Film von Herbert J. Biberman, der in Zeiten der McCarthy mit einem Berufsverbot und einer Gefängnisstrafe belegt wurde, kam erst Jahrzehnte nach seiner Uraufführung zu einer angemessenen Würdigung. Heute wird Salt of the Earth vom MoMA in New York archiviert und zum National Film Registry gezählt, einem Verzeichnis besonders erhaltenswerter US-Filme. Es ist auch einer der Lieblingsfilme von Wim Wenders, der sich bei der Titelsuche zu seinem 2014 entstandenen Dokumentarfilm The Salt of the Earth über den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado von Bibermans Werk inspirieren ließ.

Dagegen wollte der spätere Meisterregisseur Stanley Kubrick nie wieder auf Fear and Desire (1953) angesprochen werden. Der unabhängig produzierte Anti-Kriegs-Film ist von der Qualität späterer Arbeiten wie Full Metal Jacket weit entfernt und geriet seinerzeit zum künstlerischen und kommerziellen Misserfolg – Kubrick wollte sein Spielfilmdebüt nie wieder aufgeführt sehen und es wird ihm nachgesagt, dass er zeitweise versucht habe, in den Besitz sämtlicher Filmkopien von Fear and Desire zu gelangen. Passend zum überraschenden Ausklang der Berlinale oder der bevorstehenden Oscar-Verleihung lassen sich sich auch preisgekrönte und nominierte Kurz- und Spielfilme der Berliner Filmfestspiele (u. a. Balcony, Call of Cuteness, La demora – The Delay, En la azotea – On the Roof, The Inland Road, The Wilding) oder der Academy Awards (u. a. Anna & Bella, La Femme et le TGV, God of Love, Shok, A Single Life) abspielen.

Kanadisches Online-Filmarchiv in der Digitalen Bibliothek vertreten

NFB-LogoNeu in die Digitale Bibliothek der FU Berlin aufgenommen wurde das Online-Filmarchiv des National Film Board of Canada (NFB).

Das NFB ist die staatliche Filmbehörde Kanadas mit Sitz in Montreal. Sie wurde 1939 gegründet und untersteht dem Kunst- und Kulturministerium. Das NFB hat die Aufgabe, die kulturelle und gesellschaftliche Darstellung des Landes zu fördern und tritt als Filmproduzent und -verleiher gleichberechtigt für englisch- und französischsprachige Filme auf. Auf der Webseite des NFB sind eigenen Angaben zufolge über 3000 Dokumentar-, Spiel- und Animationsfilme hinterlegt. Mehrere hundert lassen sich kostenfrei abrufen, darunter der Oscar-prämierte und von der UNESCO zum Weltdokumentenerbe erklärte Kurzfilm „Neighbours“ von Norman McLaren, der als erster die Pixilation-Filmtechnik verwendete sowie die ebenfalls mit dem Academy Award preisgekrönte Dokumentation „I’ll Find a Way“ über den Alltag eines Mädchens mit Spina bifida.

Diese Filme lassen sich über das Menü („Online-Streaming“ –> „For home viewing“) auswählen.

Neue EU-Datenbanken für die Digitale Bibliothek

100px-Flag_of_Europe.svgIn den letzten Wochen haben zahlreiche kostenfreie Datenbanken zum Themenbereich Europäische Union Einzug in die Digitale Bibliothek der FU Berlin gehalten. Hier eine kleine Auswahl der über 50 E-Ressourcen, die bislang eingearbeitet wurden:

      • ArchiDok startete im Jahr 2003 als langfristig angelegtes Gemeinschaftsprojekt Europäischer Dokumentationszentren (EDZ) aus Deutschland und Österreich. Ziele sind, die Archivierung elektronischer Volltexte von relevanten Organen und Institutionen der Europäischen Union zu allen Politikbereichen, die Erfassung und Erschließung der gesammelten Dokumente sowie die Entwicklung, Pflege und Präsentation einer Volltext-Datenbank mit Direktzugriff auf die archivierten EU-Onlinepublikationen. An dem Projekt ist auch das FU-eigene UN/EU-Dokumentationszentrum beteiligt.
      • EEA Data Sevice ist eine Datenbank der Europäischen Umweltagentur (EUA) und enthält Informationen zu den Themen Umwelt und Umweltpolitik, sowie deren Entwicklung, Umsetzung und Festlegung. Faktisch zusammengetragene und erhobene Daten werden der Öffentlichkeit frei zugänglich in Form von Karten, Berichten und Volltexten zur Verfügung gestellt. Des Weiteren bietet EEA Data Service eine strukturierte Übersicht zu den einzelnen Unterpunkten bezüglich Umweltfragen und Sektoren und Tätigkeiten.
      • Europäische Datenbank – Frauen in Führungspositionen bietet Informationen über Frauen in politischen Entscheidungspositionen in der Europäischen Union, den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums und den ‚Anwärterstaaten‘. Die Daten werden auf nationaler, regionaler und auf der Europäischen Ebene erhoben und regelmäßigen Updates unterzogen.
      • Lumiere enthält alle verfügbaren Daten über die Kinobesuche aller Filme, die seit 1996 in Europa im Verleih sind. Weiterverlinkungen existieren zur Internet Movie Database (IMDb).
      • U-Multirank ist ein neuer multidimensionaler, benutzergesteuerter Ansatz für eine internationale Rangfolge von leistungsstärkeren Bildungsinstitutionen. Die Dimensionen, die es enthält sind Lehre und Erlernen, Forschung, Wissenstransfer, internationale Kurse und regionales Engagement. Auf Grundlage von empirischen Daten vergleicht U-Multirank Institutionen mit ähnlichen institutionellen Profilen und erlaubt dem Benutzer, eine personalisierte Rangfolgen dadurch zu entwickeln, dass er Leistungsmaße in Bezug auf die eigenen Bedürfnisse auswählt.
Danke für dieses Posting an Susanne Koske, Auszubildende zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste.

Kostenfrei in Online-Filmlexika blättern

Unter dem Titel Directory of World Cinema veröffentlicht der Verlag Intellect Ltd. (u. a. Hrsg. der Fachzeitschrift „Film International“) seit 2010 einzelne Film-Länderlexika, die alle wichtigen Fakten zu Spielfilmen (Regie, Produktion, Drehbuch, Darsteller etc.) im Überblick sowie ausführliche Filmbeschreibungen und Filmkritiken anbieten. Gegenwärtig sind über 1100 Filmartikel in der kostenfreien Preprint-Online-Datenbank abrufbar und durchsuchbar, die Artikel zu Filmproduktionen aus dem amerikanischen Hollywood- und Independent-Kino, aus Australien und Neuseeland, China, Deutschland, Großbritannien, Iran, Italien, Japan, Osteuropa, Russland und Spanien beinhalten.

Die Artikel sollen sich an ein akademisches Fachpublikum richten, sind peer-reviewed und können von kostenfrei registrierten Benutzern ergänzt und korrigiert werden. Zum Teil können aber auch Artikel in der Datenbank erscheinen, die nicht peer-reviewed wurden.

Weitere Bände bzw. Artikel zu Filmen aus Afrika, dem arabischen Raum, Frankreich, Indien, Kanada, Schweden, Südamerika/Brasilien, Türkei und der restlichen Welt (u. a. Israel, Korea, Dänemark, Finnland, Norway, Island) sind in Vorbereitung.

Recherchieren zum frühen deutschen Kino

Die frei verfügbare German Early Cinema Database sammelt Informationen zum Filmbestand, zum Filmverleih, zu Filmvorführungen und zur Rezeption in Deutschland im Zeitraum von 1895 bis 1926. Sie entstand aus dem Forschungsprojekt „Visuelle Gemeinschaften: Verhältnisse des Lokalen, Nationalen und Globalen im frühen Kino“ (“Visual Communities: Relationships of the Local, National, and Global in Early Cinema“), das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird und seinen Sitz an der Universität zu Köln hat.

Kostenfreien Zugriff erhält man auf folgende Einzeldatenbanken:

  • Fairground Cinema Database / Siegen Database of Itinerant Cinemas 1896-1926 / Siegener Wanderkino-Datenbank: Informationen über das Wanderkino Deutschlands und benachbarter Länder
  • Documents Collection: ca. 5000 Volltexte über die Frühzeit des Kinos in Deutschland der Jahre 1895-1914, darunter zahlreiche Publikationen, die sich nicht explizit mit Film beschäftigen, darunter allgemeine Zeitungen und Zeitschriften
  • Film Supply and Programme Databases: Informationen zu ca. 45.000 Filmen, die zwischen 1895 und 1920 in Deutschland verfügbar waren bzw. im entsprechenden Produktionsland sowie ca. 1200 Kino-Filmprogramme aus Zeitungen neun deutscher Städte

Umfangreiches Filmzeitschriftenarchiv jetzt kostenlos verfügbar

Neu in der Digitalen Bibliothek ist nun das kostenfreie Medienarchiv der Non-Profit-Organisation Media History Digital Library verfügbar. Das Archiv umfasst mehr als 800.000 Seiten. Darunter zahlreiche Titel aus den Bereichen Film, Theater, Radio wie bspw.:

• Business Screen (1938-1973)
• Educational Screen (1922-1962)
• The Film Daily (1918-1948)
• International Photographer (1929-1941)
• International Projectionist (1933-1965)
• Transactions of SMPE and Journal of SMPE (1915-1954)
• Motion Picture Magazine (1914-1941)
• Motography (1909-1918)
• Movie Classic (1931-1937)
• Movie Makers (1926-1953)
• Moving Picture World (1907-1919)
• The New Movie Magazine (1929-1935)
• Photoplay (1914-1943)
• Radio Annual and Television Yearbook (1938-1964)
• Radio Digest (1923-1933)
• Radio Mirror (1934-1963)
• Radio Broadcast (1922-1930)
• Sponsor (1946-1964)
• Talking Machine World (1906-1928)
• Variety (1905-1926)

Bild: Hollywood-Schauspieler Clark Gable (Vom Winde verweht)

Comics, Videos und Materialien aus den 60er Jahren in fünf neuen Datenbanken

Bild: Alexander Street Press

Dank der großzügigen Unterstützung der Einstein-Stiftung für die Berufung von Prof. Dr. Frank Kelleter als Professor für Kultur und Kulturgeschichte Nordamerikas an das John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien, können wir nun kostenfrei für FU-Angehörige fünf neue Datenbanken anbieten. Sie enthalten Materialien und Quellen zur Kultur und Geschichte Nordamerikas, die wissenschaftlich erschlossen sind und so eine Vielzahl verschiedener Suchmöglichkeiten nach den unterschiedlichsten Aspekten bieten:

Underground and Independent Comics, Comix, and Graphic Novels

Die Sammlung enthält Comic-Hefte, Graphic Novels und Serien von 1950 bis heute und die dazugehörige Sekundärliteratur; einschließlich der Zeitschrift The Comics Journal. Die Datenbank umfasst auf über 75.000 Seiten das gesamte Spektrum der in Klein- und Selbstverlagen erschienen Comics. Sie umfasst sowohl Werke, die die ersten Underground Comix inspirierten aber auch neuere Comic-Künstler wie Dan Clowes oder Los Bros. Hernandez und zeigt so die Entwicklung dieser Kunstform auf.

The Sixties- Primary Documents and Personal Narratives, 1960 to 1974
Die Sammlung dokumentiert Schlüsselereignisse, Trends und Bewegungen der sechziger Jahre in Amerika. Sie enthält Briefe, Tagebücher, Memoiren, offizielle Dokumente, aber auch Materialien der politischen Bewegungen wie Plakate, Flugblätter und andere Veröffentlichungen. Auf über 100.000 Seiten illustriert die Sammlung die Geschichte der 60er Jahre in den USA und ihre Auswirkungen auf das darauf folgende Jahrzehnt.

American Film Scripts Online
Die Datenbank enthält 1000 Drehbücher aus unterschiedlichen Epochen amerikanischer Filmgeschichte, die meist noch unveröffentlicht sind . Vom Stummfilm The Great Train Robbery (1903) bis zu Martin Scorseses The Departed (2006) können die autorisierten Drehbücher nach Personen, Szenen, Thema und anderen Aspekten durchsucht werden. Zudem bietet American Film Scripts Online eine bibliographische und biographische Datenbank zu Regisseuren und Drehbuchautoren.

American History in Video
Das Portal enthält Tausende Nachrichtensendungen, Dokumentationen und unkommentierte Archivaufnahmen, die sowohl die zeitgenössische Berichterstattung zu historischen Ereignissen als auch die Darstellung von Geschichte in Film und Fernsehen der USA dokumentieren. Die Videos können im FU-Netz gestreamt und zum Beispiel nach historischen Ereignissen durchsucht werden. Zu allen Filmen ist eine englische Transkription vorhanden.

The March of Time
Diese US-amerikanische Wochenschau und Dokumentarfilmreihe wurde in Kinos im angloamerikanischen Raum zwischen 1935 und 1953 gezeigt. Charakteristisch ist die Mischung aus engagiertem Journalismus und Doku-Drama. Szenen für die es keine Filmaufnahmen gab wurden mit Schauspielern nachgestellt. Die Serie ist gemeinsam mit American History in Video durchsuchbar.

Danke für dieses Posting an Julia Mayer, Leiterin der Bibliothek des John-F.-Kennedy-Instituts

Investigativer Journalismus lebt – im Film …

„Der Zeitungsfilm ist wieder da“, jubeln die „Aachener Nachrichten“ und sehen den neuen Polit-Thriller „State of Play – Stand der Dinge“ (USA 2009, Regie: Kevin Macdonald) schon in den Fußstapfen großer cineastischer Vorbilder wie „Die Unbestechlichen“ (unvergessen: Dustin Hoffman und Robert Redford alias „Woodstein“). Hauptdarsteller Russell Crowe verkörpert in „State of Play“ den heroischen Reporter der alten Schule, der unerschrocken und von unbändigem Aufklärungsdrang getrieben, einem gewaltigen politischen Komplott auf die Schliche kommt.

Etwas nüchterner urteilt dagegen die Frankfurter Rundschau (FR): „In seinen besten Momenten ist ‚State of Play‘ ein zeitgemäßer Actionfilm, in seinen schwächeren wirkt er eher wie atemlos gegen den drohenden Redaktionsschluss angeschrieben. Über das journalistische Handwerk erfährt man nichts, was einem nicht auch die übliche Räuberpistole liefern würde, und was den Stand der Dinge im gegenwärtigen Zeitungsgeschäft betrifft, müssen geraunte Hinweise auf die neuen Eigentümer des Medienkonzerns genügen.“ (FR, 18.06.2009)

Das filmische Loblied auf den investigativen Journalismus fällt 35 Jahre nach dem Watergate-Skandal interessanterweise in eine Zeit massenhaften Zeitungssterbens, einer massiven Umstrukturierung des professionellen Journalismus, wachsender Konkurrenz durch Online-Selfmade-Reporter von z.T. zweifelhafter Qualität und einer Copy-and-Paste-Publizistik, bei der es oft den Anschein hat, als ob Originalität und eigene Recherche auch bei der sog. „Qualitätspresse“ schwindende Markenzeichen sind. „Stand der Dinge“ könnte so gesehen auch ein Abgesang sein. Das „Pathos der Rotationsmaschinen“ bleibt am Ende wohl mehr „ein Versprechen, das sich stärker von der Nostalgie als von der Gegenwart nährt“, findet die FR.

Gebloggt wird im Film natürlich auch. Als Junior-Partnerin macht sich Bloggerin „Della“ (Rachel McAdams) durch ihre zähe Recherchearbeit für den Reporter-Haudegen Cal McCaffrey (R. Crowe) zumindest im Sinne des Plots bald unersetzlich. Guter Journalismus bleibt eben guter Journalismus, egal ob Print oder online.

Ach ja: (Tages-)Aktuelle Informationen aus deutschen und internationalen Tageszeitungen liefern u.a. die Pressedatenbanken „LexisNexis Wirtschaft“ und „wiso praxis“, zu finden in der Digitalen Bibliothek der FU Berlin. Die o.g. Pressezitate wurden der Datenbank „LexisNexis Wirtschaft“ entnommen.