Online-Hochschulschriften-Projekt von EBSCO

Anfang letzten Monats ging mit Open Dissertations ein ambitioniertes Datenbank-Projekt online, das mittlerweile auch im FU-eigenen Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist.

Die kostenlose Open-Access-Datenbank verzeichnet weltweit Dissertationen und Diplomarbeiten vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Suchbar sind Autor, Dissertationstitel, Fachgebiet und der Universitätsort. Gegenwärtig sind über 800.000 neue Electronic Theses and Dissertations (ETD) nachgewiesen, ergänzt um einem kostenlos abrufbaren Volltext-Link der Diplomarbeit oder Dissertation (sofern elektronisch vorhanden). Open Dissertations kann als Konkurrenzprojekt zur von der FU Berlin lizenzierten Datenbank ProQuest Dissertations & Theses Global (PQDTGlobal) begriffen werden, die mehr als 2,1 Mio. Nachweise/Volltexte ab dem 17. Jh. ff. bereithält.

In Zusammenarbeit mit BiblioLabs wurden die American Doctoral Dissertations von EBSCO in OpenDissertations.org integriert und um Metadaten weiterer Hochschulen ergänzt. Der Bestand wird regelmäßig aktualisiert und soll durch neue Partnerschaften mit Colleges und Universitäten aus der ganzen Welt erweitert werden. Nachgewiesen sind US-amerikanische Dissertation ab 1902 ff. (inkl. dem digitalisierten Druckindex US-amerikanischer Dissertationen von 1933 – 1955) sowie Hochschulschriften auf dem Vereinigten Königreich.

Der Text ist weitgehend der Information in DBIS entnommen.

Neues Zeitzeugen-Archiv über die deutsche Besatzung Griechenlands online

Neu über das FU-eigene Datenbank-Infosystem (DBIS) abrufbar ist das Online-Projekt Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland.

Das Interview-Archiv umfasst 90 Erinnerungsberichte von Zeuginnen und Zeugen der deutschen Besatzung Griechenlands während des Nationalsozialismus. Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, von der Stavros Niarchos Stiftung, von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) sowie von der Freien Universität Berlin gefördert. Es kooperiert mit der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen.

Bei den Berichten handelt es sich um lebensgeschichtliche Interviews mit Personen, die über unterschiedliche Erfahrungen wie z. B. die Judenverfolgung, das Überleben in den Konzentrations- und Vernichtungslagern, den Widerstand, die Vergeltungsaktionen und Massenhinrichtungen und den Besatzungsalltag berichten. Die Interviews wurden in griechischer Sprache geführt, für die bilinguale Anwendung aber entsprechend verschriftlicht und ins Deutsche übersetzt. Wahlweise lässt sich der transkribierte Text zum Video abrufen bzw. eine Untertitelung in griechischer oder deutscher Sprache auswählen.

Für den Zugriff auf das Online-Archiv ist vorab eine kostenlose persönliche Registrierung notwendig. Es bewahrt diese Zeugnisse für die Zukunft und stellt sie für Bildung und Wissenschaft zur Verfügung.


Weitere Zeitzeugen-Archive sind über das Datenbank-Infosystem (linker Menüpunkt „Sammlungen“ → „Zeitzeugen-Archive“) abrufbar.

De-Gruyter-Datenbanken zu Physical Sciences im Test

Die Datenbanken wurden nach dem Testzeitraum nicht lizenziert.

Der Verlag De Gruyter bietet bis 23. April 2018 auf Eigeninitiative die drei Online-Datenbanken Physik Online, Spark und Enzymes Online für die Allgemeinheit zum kostenfreien Test an. Die Datenbank Energy Online ist laut Anbieter sogar das ganze Jahr über kostenfrei zugänglich.

Die vier Datenbanken im Überblick:

  1.  Physik Online: Ausführliche Lehrinhalte zum gesamten Fächerkanon des Physikstudiums, von elementaren Grundlagen bis hin zu weiterführenden Spezialgebieten. Enthalten sind laut Anbieter u. a.
    • über 500 Kapitel aus deutschsprachigen Lehrbuchklassikern im Volltext sowie weiterführende Literaturangaben
    • mehr als 1000 aufgenommenen Übungen/Aufgaben meist mit kompletten Lösungsschritten
    • über 100 Themenbegriffe mit einem ausführlichen Thesaurus von über 20.000 Stichwörtern

    Die Datenbank richtet sich sowohl an Studierende im Haupt- und Nebenfach Physik, als auch an Doktoranden und Dozenten. Abgedeckte Inhalte sind Mechanik, Elektrodynamik, Optik, Thermodynamik/ Wärme, Zustände der Materie, Bestandteile der Materie, Astrophysik, Angewandte Physik, Physikdidaktik, mathematische Methoden und Konzepte/Größen/Einheiten.


  2. Spark: Aktuelle, interdisziplinäre und miteinander vernetzte Einführungen in eine Vielzahl von Gebieten der Naturwissenschaften für Nachwuchswissenschaftler und Doktoranden. Die Grundlage dafür bilden mehr als 1000 Kapitel aus englischsprachigen Lehrbüchern. Die Veröffentlichungen stammen aus den De Gruyter Reihen Graduate und STEM in der Physik, den Materialwissenschaften, der Chemie und der industriellen Chemie. U. a. werden laut Anbieter Themenbereiche wie
    • Kondensierte Materie
    • Nanomaterialien
    • funktionale und intelligente Werkstoffe
    • Sustainable Chemistry und Green Chemistry
    • Chemische Verfahrenstechnik und Biotechnologie

    Mit u. a. Inhalten zur numerische Mathematik und Programmierung, Sicherheits- und Risikomanagement sowie Datenverarbeitung und -analyse werden weitere grundlegende Inhalte und Werkzeuge angeboten.


  3. Energy Online: Umfassende Übersicht von Energiethemen in Bezug auf Wissenschaft, Architektur, Wirtschaft und Politik.
    Ermöglicht wird ein einfacher Zugang zu kompletten Inhalten von De Gruyter über alle relevanten Disziplinen zum Thema Energie in Kategorien wie konventionelle Energie, Wirtschaft und Politik, Energieumwandlung und -lagerung, Energieeffizienz, Energieerzeugung und -übertragung, Erneuerbare Energie sowie Technologie. Die Datenbank umfasst mehr als 1.500 Einträge.


  4. Enzymes Online: Abdeckung eines breites Spektrums an Themen, die sich auf die Funktion, Analyse und Anwendung von Enzymen beziehen.Die Inhalte werden aus dem De Gruyter Journal- und Buchportfolio in den Bereichen Biologie, Medizin, Chemie, Mathematik, Physik und Ingenieurwesen ausgewählt. Die Datenbank umfasst mehr als 1300 Artikel.

Die Datenbanken liegen auf der Plattform De Gruyter Online, wo noch  viele andere von der FU lizenzierte Online-Ressourcen verfügbar sind. Sie werden laut Anbieter in regelmäßigen Abständen von Experten aktualisiert. Einzelne Beiträge, lassen sich kopieren oder ausdrucken. Gegen ein kostenfreie Registrierung beim Anbieter lassen sich u. a. dauerhaft Merklisten oder Suchanfragen abspeichern.

(Die Beschreibungen sind weitgehend den Texten des Anbieters entnommen.)

Volltextdatenbank „PsycCRITIQUES“ kostenfrei

Bis Ende 2017 war die Datenbank PsycCRITIQUES noch als lizenzpflichtige Online-Ressource im Angebot des Datenbankanbieters EBSCO zu finden. Das hat sich mit dem Jahreswechsel geändert. Die American Psychological Association (APA) hatte bereits ab Herbst 2017 beschlossen, die Datenbank nicht mehr fortzuführen. Die Inhalte wurden mittlerweile von EBSCO entfernt und sind nun in einem in Zusammenarbeit mit der University of Akron (US-Bundesstaat Ohio) aufgesetzten, kostenfreien Webangebot verfügbar.

Die Volltextdatenbank PsycCRITIQUES enthält über 43.000 Rezensionen von Büchern und Filmen und ersetzte ursprünglich die Zeitschrift Contemporary Psychology: APA Review of Books. Auch alle zwischen 1956 und 2004 erschienenen Artikel der Zeitschrift sind im neuen Angebot enthalten.

Nicht betroffen sind die von der APA angebotenen Datenbanken PsycARTICLES und PsycINFO. Diese werden nach wie vor vom Datenbankanbieter EBSCO gehostet und sind über das FU-Campusnetz abrufbar.

Neuer Online-Fachinformationsdienst Politikwissenschaft gestartet

Unter dem Namen POLLUX ist seit gestern der Fachinformationdienst (FID) für die Politikwissenschaft online gegangen. Das noch im Aufbau befindliche Portal soll die überregionale politikwissenschaftliche Forschung in Deutschland nachhaltig optimieren. Es wird von der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen gemeinsam mit ihrem Projektpartner, der GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, entwickelt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bis Sommer 2019 mit ca. 1,5 Mio. Euro gefördert.

In Zusammenarbeit mit der entsprechenden Fachcommunity soll POLLUX u. a. Zugriff auf elektronische Verlagspublikationen (E-Books, E-Journals, E-Articles), wissenschaftliche Open Access-Dokumente, Forschungsdaten sowie Inhalte aus Fachdatenbanken und Zeitungsarchiven anbieten.

Die Recherche ist kostenfrei, der Zugriff auf die lizenzpflichtigen Inhalte kostenpflichtig:

  • über 38.000 E-Books von u. a. Cambridge University Press, Routledge, Oxford University Press,Sage, Nomos, Springer VS, De Gruyter, Palgrave Macmillan, Barbara Budrich, World Scientific etc.
  • mehr als 1,5 Mio. Nachweise zu Zeitschriftenartikeln aus mehr als 1.000 politikwissenschaftlichen Fachzeitschriften
  • Factiva – lizenzpflichtiges Archiv für Presseartikel, mit tagesaktueller Auswertung tausender Tageszeitungen (die FU hat u. a. die Konkorrenzprodukte Nexis und wiso Presse lizenziert)
  • über 500.000 Nachweise zu gedruckten politikwissenschaftlichen Monografien (mit Bestelloption über kostenpflichtigen Dokumentenlieferdienst Subito)
  • 2000 sofort bestellbaren gedruckten Monografien
  • 1,0 Mio. Open-Access-Dokumente
  • über 360.000 Beiträge aus politikwissenschaftlichen Sammelwerken

PolitikwissenschaftlerInnen, die an einer Hochschule oder einer nicht-kommerziellen Forschungseinrichtung in Deutschland tätig oder Mitglied in einer politikwissenschaftlichen deutschen Fachgesellschaft (DVPW, DGfP) sind, haben laut Anbieter die Möglichkeit, kostenfrei auf die lizenzpflichtigen Inhalte zuzugreifen. Dafür muss man sich einmalig mit dem Account-Typ „Politikwissenschaftler“ registrieren. Studierende, Wissenschaftler in anderen Disziplinen und anderweitig Interessierte können sich als „Standardnutzer“ registrieren und Recherchen oder Literaturlisten abspeichern. Für das 1. Quartal 2018 sind u. a. auch maßgeschneiderte Neuerscheinungslisten geplant.

Nachdem die DFG jahrzehntelang ein System der Sondersammelgebiete (SSG) an wissenschaftlichen Bibliotheken gefördert hatte, wurde dieses seit 2013 sukzessive durch sogenannte Fachinformationsdienste für die Wissenschaft (FID) abgelöst. Gegenwärtig noch in Planung befinden sich u. a. Online-Portale für Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel/Universitätsbibliothek Leipzig), Geschichte (Bayerische Staatsbibliothek), Jüdische Studien (Universitätsbibliothek Frankfurt a. M.), Lateinamerika, Karibik und Latino Studies (Ibero-Amerikanisches Institut) sowie Soziologie (GESIS/Universitäts- und Stadtbibliothek Köln).

Wir werden die Entwicklungen in diesem Bereich weiterverfolgen und darüber im Biblioblog berichten.

Online-Material zu Literaturnobelpreisträgern García Márquez und Ishiguro

Gabriel García Márquez (2009)
Gabriel García Márquez (2009)

Kurz nach der Ehrung der diesjährigen Nobelpreisträger am Sonntag hat das Harry Ransom Center an der Universität von Texas in Austin die Gabriel García Márquez Collection kostenfrei online veröffentlicht.

Die Sammlung bietet Zugriff auf zahlreiche digitalisierte Objekte aus dem Nachlass des kolumbianischen Schriftstellers und Journalisten (1927-2014). Enthalten sind u. a. Manuskripte zu veröffentlichten und unveröffentlichten Werken, Forschungsmaterial, Fotografien, Sammelalben, Briefwechsel, Zeitungsausschnitte, Notizbücher, Drehbücher, Druckmaterialien, Ephemera sowie eine Tonbandaufnahme von García Márquez‘ Nobelpreisrede aus dem Jahr 1982. Nicht enthalten sind die zehn Entwürfe zu seinem letzten, nicht fertiggestellten Roman En agosto nos vemos (engl.: We’ll See Each Other in August), dessen erstes Kapitel 2014 von der spanischen Zeitung La Vanguardia veröffentlicht wurde.

Der Nachlass des Autors war im Jahr 2014 für 2,2 Mio. US-Dollar durch das Harry Ransom Center angekauft worden. Es wird eine englische und spanischsprachige Nutzer-Oberfläche angeboten. Insgesamt verbrachten Bibliothekare, Archivare, Studenten und Techniker rund 18 Monate, um das Material im Volltext in den beiden Sprachen durchsuchbar zu machen (vgl. INFOdocket.com). Laut Anbieter ist gegenwärtig die Hälfte des Archivguts online abrufbar.

Eine Inspiration war García Márquez scheinbar auch für den diesjährigen Literaturnobelpreisträger Kazuo Ishiguro, wenn man dessen Nobelpreisvorlesung studiert. Im auch in deutscher Übersetzung vorliegenden Text  Mein napoleonischer Abend – und andere kleine Offenbarungen nimmt uns der Brite japanischer Herkunft mit auf eine Reise in den Herbst 1979 und die entscheidenden Momente, die ihn zum Schriftsteller werden ließen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Bob Dylan nahm Ishiguro am Sonntag die Auszeichnung persönlich in Stockholm entgegen. Sein  überschaubares Œuvres aus sieben Romanen sowie einem Kurzgeschichtenband ist gerade frisch von der Universitätsbibliothek eingekauft worden (Ausgaben des Heyne-Verlags, 2016) und über das Bibliotheksportal Primo vorbestellbar:

Bild: Festival Internacional de Cine en Guadalajara (CC-BY-2.0, via Wikimedia Commons)

Digitale Bibliothek zu Südostasien

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist die kostenfreie ASEAN Digital Library (ADL).

Die ADL ermöglicht eine Suche über die digitalisierten Bestände von zehn Nationalbibliotheken aus dem Verband südostasiatischer Nationen (engl.: Association of Southeast Asian Nations, ASEAN). Nachgewiesen werden gegenwärtig über 80.000 Objekte, u. a. Bücher, Handschriften, Karten, Zeichnungen, Gemälde, Fotografien, Zeitungen, Forschungsarbeiten, sowie Audio- und Videomaterialien aus folgenden Ländern:

  • Brunei (146 Objekte)
  • Indonesien (259)
  • Kambodscha (3568)
  • Laos (12.168)
  • Malaysia (1268)
  • Myanmar (5)
  • Philippinen (9867)
  • Singapur (26.113)
  • Thailand (209)
  • Vietnam (29.337)

Das Projekt wurde vom National Library Board of Singapore (NLB) ins Leben gerufen, unterstützt vom ASEAN Committee on Culture and Information (COCI).

Die Recherche-Maske unterstützt alphanumerische Zeichen. Die ASEAN Digital Library soll laut Anbieter laufend um weitere Inhalte bzw. Partnerinstitutionen ergänzt werden.

„Digital Democracy“ für US-Bundesstaaten

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist das kostenfreie Online-Plattform Digital Democracy.

Die Datenbank wurde vom Institute for Advanced Technology and Public Policy an der California Polytechnic University in San Luis Obispo entwickelt. Sie ermöglicht die Recherche nach Video-Aufnahmen zu öffentlichen Anhörungen von Gesetzgebungsausschüssen der US-Bundesstaaten Kalifornien und New York ab dem Jahr 2015 fortlaufend. Aufnahmen aus Florida und Texas sind in Vorbereitung.

Die Videos wurden transkribiert und können nach Stichwörtern, Thema, Redner, Institution oder Datum durchsucht werden. Ferner lassen sich Aussagen und Positionen der einzelnen Teilnehmer sowie zum Teil andere wichtige Informationen wie die Annahme zu Spenden oder Geschenken darstellen. Darüber hinaus bietet Digital Democracy die vollständigen Texte, die Geschichte und andere Informationen zu Gesetzesvorlagen, die vom Gesetzgeber der jeweiligen Bundesstaaten eingeführt wurden sowie Analysen und Informationen zu bevorstehenden Anhörungen. Nach kostenfreier Registrierung haben Nutzer die Möglichkeit, Inhalte in einem persönlichen Bereich abzuspeichern, die bereitgestellten Videos selber zu schneiden oder E-Mail-Alert-Dienste zu nutzen.

Kostenfreies „Grimm-Portal“ online

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist das kostenfreie Grimm-Portal der Universität Kassel.

Das im Aufbau befindliche Online-Portal versammelt Grimm-Bestände des Hessischen Staatsarchivs Marburg und der Universitätsbibliothek Kassel, die in einem gemeinsamen Projekt digitalisiert wurden. Es handelt sich hierbei um Briefe von und an Jacob und Wilhelm Grimm, weitere handschriftliche Zeugnisse der Familie Grimm, Handexemplare der Grimmschen Privatbibliothek, darunter eigene Werke der Brüder Grimm sowie Ausgaben anderer Autoren mit handschriftlichen Eintragungen der Brüder. Außerdem finden sich hier Bilder, Visitenkarten und zeitgenössische Rezensionen aus dem Nachlass der Brüder Grimm.

Die Digitalisate, die teilweise auch an anderer Stelle abrufbar sind (Online-Plattform ORKA der Universität Kassel und Arcinsys), werden im Grimm-Portal zusammengeführt und in einer eigens entwickelten thematisch strukturierten Umgebung präsentiert.

Der Beschreibungstext ist weitgehend den Informationen des Anbieters entnommen

Kostenfreies „Graphikportal“ gestartet

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist das in diesem Monat online gegangene, kostenfreie Graphikportal.

Das Graphikportal präsentiert erstmals die Bestände graphischer Sammlungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Italien auf einer gemeinsamen Online-Plattform und stellt diese für die wissenschaftliche Recherche zur Verfügung. Gegenwärtig sind mehr als 300.000 digitalisierte Werke kostenfrei abrufbar, darunter Objekte von Albrecht Dürer, Max Liebermann, Adolph von Menzel, Rembrandt oder Henri de Toulouse-Lautrec. Bevorzugte Sammlungsbestände sind Handzeichnungen, Malerei auf Papier (inklusive Inkunabeln) sowie sämtliche druckgraphisch hergestellte Werke. Im Graphikportal finden sich auch Illustrationen aus anatomischen Lehrbüchern, Scheibenrisse oder Entwürfe für Monogramme. Künstlerische Fotografie wird aufgrund der Vielfalt der Bestände zunächst ausgeschlossen.

Derzeit vernetzt sind die Bestände aus 24 Sammlungen zahlreicher Institutionen, darunter die Kupferstichkabinette von Berlin und Dresden, die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig, die Universitätsbibliotheken von Frankfurt/Main und Heidelberg, die Albertina in Wien, die Herzog August-Bibliothek in Wolfenbüttel sowie die ETH Zürich. Das Graphikportal wird vom Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg betrieben, einer Einrichtung der Philipps-Universität Marburg.

Zwei kritische Stimmen zum neuen Online-Portal haben sich bereits eingefunden, nachzulesen in den Blogs von Archivalia (Klaus Graf) und arthistoricum.net (Georg Schelbert, HU Berlin).