Deutscher Buchpreis 2019 an Saša Stanišić

Zwei Tage vor Beginn der Frankfurter Buchmesse ist am Montag im Frankfurter Römer der Deutsche Buchpreis für den besten „Roman des Jahres“ verliehen worden. War im letzten Jahr noch die frühere FU-Studentin und -mitarbeiterin Inger-Maria Mahlke (Archipel) siegreich, ging die Auszeichnung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels nun an Herkunft von Saša Stanišić.

Preisträger 2019: Saša Stanišić (© vntr.media)
Preisträger 2019: Saša Stanišić (© vntr.media)

Der 1978 im heutigen Bosnien-Herzegowina geborene Autor flüchtete 1992 mit seiner Familie vor dem Krieg in Jugoslawien nach Deutschland. In seinem autofiktionalen Roman Herkunft berichtet er laut Buchpreisjury u. a. fantasie- und auch humorvoll von der Flucht, vom Integrationsprozess in Heidelberg, vom Entdecken seines schriftstellerischen Talents, von seinem heutigen Leben in Hamburg und Besuchen in der alten Heimat:

Unter jedem Satz dieses Romans wartet die unverfügbare Herkunft, die gleichzeitig der Antrieb des Erzählens ist […] Mit viel Witz setzt er den Narrativen der Geschichtsklitterer seine eigenen Geschichten entgegen.

Stanišić hatte bereits vor der Verleihung als Favorit auf den Preis gegolten und ist in der Literaturszene wahrlich kein Unbekannter. Zweimal hatte er zuvor auf der Long- bzw. Shortlist des Deutschen Buchpreises gestanden und 2014 für seinen Roman Vor dem Fest den konkurrierenden Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. In seiner Dankesrede wurde Stanišić unerwartet politisch und kritisierte stark die Vergabe des Literaturnobelpreises letzte Woche an Peter Handke (für die gesamte Rede im Wortlaut siehe hessenschau.de). Der österreichische Autor hatte sich im Balkankonflikt wiederholt auf die Seite serbischer Nationalisten gestellt.

Stanišić erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro, die fünf anderen auf der Shortlist vertretenen Autoren je 2500 Euro (vgl. Biblioblog vom 17.09.).

Booker Prize an Atwood und Evaristo

Der Deutsche Buchpreis war am Montag nicht die einzige renommierte Auszeichnung die vergeben wurde. Wenige Stunden nach dem Sieg von Stanišić wurde in London der Booker Prize für den besten englischsprachigen Roman verliehen. Der mit 50.000 Pfund Sterling dotierte Preis ging zu gleichen Teilen an die Kanadierin Margaret Atwood (The Testaments) und die Britin Bernardine Evaristo (Girl, Woman, Other).

The Testaments (dt. Titel: Die Zeuginnen) ist die Fortsetzung von Atwoods Erfolgsroman The Handmaid’s Tale (dt. Der Report der Magd), mit dem sie 1986 auf der Shortlist des Booker Prize stand. Die Handlung setzt 15 Jahre nach dem ersten Teil ein und ist in Form von Zeugenaussagen dreier Erzählerinnen aus dem totalitären Schreckensstaat Gilead gehalten. Laut Atwood habe der Wissendurst ihrer Leser sowie der Zustand der heutigen Welt als Inspirationsquelle gedient. Zuvor war The Handmaid’s Tale bereits erfolgreich als Serie verfilmt worden. Für Atwood ist es bereits die zweite Auszeichnung nach The Blind Assassin (dt. Der Blinde Mörder) im Jahr 2000. Schon mit ihrer insgesamt sechsten Nominierung für die Shortlist hatte sie den Rekord der anglo-irischen Schriftstellerin Iris Murdoch eingestellt.

Auf noch keine deutschsprachige Übersetzung kommt die 60-jährige Bernardine Evaristo, was sich nach der Preisvergabe an ihren Roman Girl, Woman, Other wohl ändern dürfte. Die Tochter eines nigerianischen Vaters und einer weißen englischen Mutter erzählt von zwölf Menschen, meist dunkelhäutige britische Frauen, deren Leben miteinander verwoben sind. Evaristo, die ursprünglich ihre schriftstellerische Karriere als Dramatikerin und Dichterin begonnen hatte, ist die erste schwarze Schriftstellerin, die den Booker Prize gewinnen konnte. Sie ist Professorin für kreatives Schreiben an der Brunel University London. Dort gründete sie u. a. auch einen Literaturpreis für afrikanische Dichterinnen (Brunel University African Poetry Prize).

Online-Datenbank „Süddeutsche Zeitung Retro“ lizenziert

Nach einem Test in diesem Sommer kann nun über das FU-Campusnetz dauerhaft auf Süddeutsche Zeitung Retro (SZ Retro), dem erweiterten Archivbestand der Süddeutschen Zeitung, zugegriffen werden.
Mit SZ Retro (1945-1993) umfasst das SZ Archiv den gesamten Archivbestand der Süddeutschen Zeitung in einer Datenbank – von der Erstausgabe vom 6. Oktober 1945 bis zur tagesaktuellen Ausgabe. Zusätzlich zu den Artikeln aus der Süddeutschen Zeitung enthält die Datenbank auch die Landkreisausgaben der SZ, Artikel von SZ.de und Beilagen wie das Süddeutsche Zeitung Magazin.
Der Zugang zu SZ Retro erfolgt über das Archiv der Süddeutschen Zeitung (LibraryNet). Auf der Startseite mit Suche kann über die Schaltfläche „Zeitraum“ der Zeitraum von „Beginn“ ausgewählt werden. Optional lässt sich über die Schaltfläche „Quellen“ gezielt der Archivbestand von SZ Retro auswählen.

Literaturnobelpreise an Tokarczuk und Handke

Nachdem 2018 die Auszeichnung aufgrund eines Belästigungs- bzw. Korruptionsskandals ausgefallen war, hat die Schwedische Akademie in Stockholm am Donnerstag zwei Literaturnobelpreise vergeben. Geehrt wurden die Polin Olga Tokarczuk und der Österreicher Peter Handke.

Olga Tokarczuk (2018), Bild: Fryta 73, CC-BY-SA-2.0
Olga Tokarczuk (2018)

Die Auszeichnung für das Jahr 2018 wurde Olga Tokarczuk zuerkannt. Die Jury lobte die polnische Schriftstellerin für ihre „erzählerische Vorstellungskraft, die mit enzyklopädischer Leidenschaft das Überschreiten von Grenzen als Lebensform“ repräsentiere. Tokarczuk, 1962 bei Zielona Góra (Grünberg im einst deutschen Schlesien) als Tochter ostpolnischer Eltern aus Lwiw (Lemberg) geboren, ist studierte Psychologin. Seit 1989 avancierte sie mit zahlreichen veröffentlichten Romanen und Erzählungen zu einer der populärsten Autorinnen der jüngeren Generation in Polen.
Ihre Werke führen laut Kritikern „in ein Reich der Fantasie zwischen Mythen, Träumen und Realität“ und sind nicht vordergründig politisch oder gar patriotisch gefärbt (vgl. Munzinger). 2017 wurde ihr Tierschutzkrimi Der Gesang der Fledermäuse von Agnieszka Holland unter dem Titel Die Spur für das Kino verfilmt und war auf der Berlinale zu sehen. 2018 erhielt Tokarczuk für die englischsprachige Übersetzung ihres umfangreichen Konstellationsromans Bieguni (dt.: Unrast, en.: Flights) den Man Booker International Prize. Momentan befindet sie sich mit ihrem neuesten Werk, dem historischen Roman Die Jakobsbücher, auf Lesereise in Deutschland.

Literatur von Olga Tokarczuk im Bibliotheksportal Primo

Peter Handke (2006), Bild: Wild + Team Agentur - UNI Salzburg, CC-BY-SA-3.0-migrated
Peter Handke (2006)

Der Literaturnobelpreis für das Jahr 2019 wurde Peter Handke zugesprochen. Der in ärmlichen Verhältnissen in Kärnten und zeitweise auch in Ost-Berlin aufgewachsene Österreicher mit slowenischen Wurzeln ist vor allem als Autor von Erzählliteratur bekannt geworden, darunter zahlreiche Romane und Essays. Schlagartig berühmt wurde er jedoch durch sein in Frankfurt aufgeführtes provokatives Theaterstück Publikumsbeschimpfung (1966). Seine Erzählung Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1970) wurde von Wim Wenders verfilmt, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit und Freundschaft (Falsche Bewegung, 1975; Der Himmel über Berlin, 1987) verbindet. In den 1990er-Jahren übernahm Claus Peymann die Regie mehrere Theaterstücke Handkes am Wiener Burgtheater. Für Kritik sorgte Handkes Haltung sich während des Balkankriegs auf die Seite der Serben zu stellen; 2004 besuchte er den wegen Völkermords angeklagten serbischen Präsidenten Slobodan Milošević im Gefängnis. Zuletzt erschien 2017 sein Roman Die Obstdiebin. Handke habe „ein einflussreiches Werk“ geschaffen, „das mit sprachlichem Einfallsreichtum Randbereiche und die Spezifität menschlicher Erfahrungen ausgelotet hat“, so die offizielle Begründung der Nobelpreis-Jury.

Literatur von Peter Handke im Bibliotheksportal Primo

Die Preisübergabe an die Nobel-Laureaten erfolgt alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels.

Bilder: Fryta 73, CC-BY-SA-2.0 (Olga Tokarczuk), Wild + Team Agentur – UNI Salzburg, CC-BY-SA-3.0-migrated (Peter Handke)

Online-Datenbanken zur US-amerikanischen Konsumgeschichte lizenziert

Im Rahmen von Nationallizenzen kann ab sofort kostenfrei auf die beiden Datenbanken J. Walter Thompson: Advertising America und Market Research & American Business zugegriffen werden.
Die beiden Angebote des Verlags Adam Matthew Digital legen Schwerpunkte jeweils auf die US-amerikanische Konsumgeschichte sowie die Geschichte des transnationalen Marketings nach 1945. Zugriff gibt es u. a. auf Memoranden, Reports, Sitzungsprotokolle, Briefe, Kontounterlagen, Werbematerialien.

Die Beiden Datenbanken im Überblick:

Die Beschreibungstexte sind dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.

Nationallizenz für Datenbank „Gregory of Nyssa Online“

Im Rahmen einer Nationallizenz kann ab sofort kostenfrei auf die Datenbanken von Gregory of Nyssa Online zugegriffen werden.

Das Angebot des Verlags Brill teilt sich in folgende zwei Unterdatenbanken:

  • Das Lexicon Gregorianum Online ist das umfassendste griechisch-deutsche Wörterbuch der von Gregor von Nyssa (* um 335/340; † nach 394; auch Gregorius oder Gregorio) verwendeten Sprache. Es ist das einzige verfügbare Wörterbuch, das sich speziell mit dem Wortschatz des spätklassischen Griechisch befasst. Es dokumentiert Gregors vollständiges Vokabular unter Berücksichtigung der Syntax, Bedeutung und Konnotation jedes vorkommenden Schlüsselworts in seinen Schriften. Das vollständige Lexikon Online umfasst 10 Bände mit insgesamt mehr als 13.000 Einträgen.
  • Gregorii Nysseni Opera Online ist eine kritische Textausgabe von Gregor von Nyssas Werken, die auf allen verfügbaren bekannten Manuskripten basiert. Sie wird mit einer vollständigen Diskussion der Textübertragung eingeleitet und von umfangreichen Anmerkungen zu biblischen, klassischen und patristischen Quellen sowie Indizes begleitet.
Der Beschreibungstext ist dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.

Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2019 bekanntgegeben

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat die sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis bekanntgegeben. Drei Autorinnen und drei Autoren konnten sich mit ihren Romanen durchsetzen. Insgesamt waren 203 Titel für den Literaturpreis eingereicht worden.

Die 6 Nominierten im Überblick:
(verfügbare Titel sind verlinkt und überwiegend in der Philologischen Bibliothek bzw. teilweise auch in der  Universitätsbibliothek vorhanden):

  • Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land (Klett-Cotta, August 2019)
  • Miku Sophie Kühmel: Kintsugi (S. Fischer, August 2019)
  • Tonio Schachinger: Nicht wie ihr (Kremayr & Scheriau, September 2019)
  • Norbert Scheuer: Winterbienen (C.H.Beck, Juli 2019)
  • Saša Stanišić: Herkunft (Luchterhand, März 2019)
  • Jackie Thomae: Brüder (Hanser Berlin, August 2019)
Die Titel der Shortlist 2019 (Copyright: vntr.media)
Die Titel der Shortlist 2019 (Copyright: vntr.media)

Zwar könnten die Titel auf der Shortlist laut dem freien Literaturkritiker und Jurysprecher Jörg Magenau formal und stilistisch unterschiedlicher nicht sein, doch thematisch gäbe es eine Verbindung:

„In allen geht es um familiäre Zusammenhänge, um den Ort in der globalen Welt, von dem aus das eigene Dasein zu begreifen ist. Dass dabei vor allem die Identität des Mannes problematisch geworden ist, beschreiben sie mal aus weiblicher, mal aus männlicher Perspektive.“

Dabei überzeugten laut Megenau gerade die jüngeren Preisanwärter. So sind mit Raphaela Edelbauer, Miku Sophie Kühmel und Tonio Schachinger drei Romandebütanten auf der Shortlist vertreten, die in den 1990er-Jahren geboren sind. Die Journalistin Jackie Thomae erreichte für ihren zweiten veröffentlichten Roman erstmals das Finale. Das Gefühl, es auf die Shortlist geschafft zu haben, kennen dagegen bereits Norbert Scheuer (2009 für Überm Rauschen) und Saša Stanišić (2006 für Wie der Soldat das Grammofon repariert). Letzterer stand mit seinem autobiografisch gefärbten Roman Herkunft nicht nur in der Gunst der Kritiker, sondern erreichte auch die Bestsellerlisten.

Die Shortlist hat die Jury aus einer Longlist mit 20 Titeln ausgewählt. Neben Jörg Magenau gehört der diesjährigen Buchpreis-Jury auch die Buchhändlerin und Autorin Petra Hartlieb, Hauke Hückstädt (Literaturhaus Frankfurt am Main), Buchhändler Björn Lauer, Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk), Daniela Strigl (Literaturwissenschaftlerin) und Margarete von Schwarzkopf (Autorin und Literaturkritikerin) an. Sie werden unter den sechs Finalisten auch über den „Roman des Jahres“ entscheiden, der traditionell zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse am 14. Oktober 2019 bekanntgegeben wird. Der oder die Preisträgerin erhält 25.000 Euro, die Finalisten je 2500 Euro.

2018 hatte die frühere FU-Angehörige Inger-Maria Mahlke mit ihrem Roman Archipel die Nase vorn.

Longlist für den Deutschen Buchpreis 2019 veröffentlicht

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat heute die 20 nominierten Romane für den Deutschen Buchpreis bekanntgegeben. Seit 2005 verliehen, gilt die mit insgesamt 37.500 Euro dotierte Auszeichnung als deutsche Antwort auf den französischen Prix Goncourt oder den britischen Booker Prize.

In diesem Jahr treffen die Werke von 13 Deutschen, 6 Österreichern und einem Schweizer aufeinander. In Zeiten der „MeToo“-Debatte dominieren – wie im letzten Jahr – weibliche Romanciers die Longlist mit insgesamt elf Nennungen.

Die 20 Nominierten im Überblick
(UPDATE: 17.09.19; verfügbare Titel sind verlinkt und überwiegend in der Philologischen Bibliothek bzw. teilweise auch in der  Universitätsbibliothek vorhanden):

Insgesamt wurden sechs Debütromane (Köhler, Kühmel, Lehner, Maeß, Randl, Schachinger) für die Longlist berücksichtigt. Bereits mit dem Gefühl vertraut, um den Preis zu konkurrieren, sind dagegen Norbert Scheuer (Shortlist 2009 für Überm Rauschen), Eva Schmidt (Shortlist 2016 für Ein langes Jahr), Saša Stanišić (Shortlist 2006 für Wie der Soldat das Grammofon repariert, Longlist 2014 für Vor dem Fest), Marlene Streeruwitz (Shortlist 2011 für Die Schmerzmacherin, Longlist 2014 für Nachkommen) und Norbert Zähringer (Longlist 2009 für Einer von vielen).

Die Longlist wird am 17. September 2019 von der Jury um Sprecher Jörg Magenau (freier Kritiker), Buchhändlerin und Autorin Petra Hartlieb, Hauke Hückstädt (Literaturhaus Frankfurt am Main), Buchhändler Björn Lauer, Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk), Daniela Strigl (Literaturwissenschaftlerin) und Margarete von Schwarzkopf (Autorin und Literaturkritikerin) auf sechs finale Romane reduziert, die sogenannte „Shortlist“. Die Preisverleihung findet zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse am 14. Oktober 2019 statt.

Zwar ist die kostenfreie App mit Artikelanfängen seit 2014 passé, aber über detektor.fm lassen sich nach und nach kostenfrei Auszüge aus den nominierten Romanen anhören (auch als App verfügbar). Wer nicht darauf warten will, findet auf der Webseite des Buchpreises unter den jeweiligen Romanprofilen alle bereits freigeschalteten Hörproben (zwischen 7-13 Minuten lang). Auch soll ab nächster Woche wie im Vorjahr ein Taschenbuch (Deutscher Buchpreis 2019. Die Nominierten) mit Leseproben und Hintergrundinfos in ausgewählten Buchhandlungen erhältlich sein.

Benutzungseinschränkungen am 16. August 2019

Aus betrieblichen Gründen bleibt die Universitätsbibliothek am Freitag, den 16. August 2019 geschlossen.

Auch folgende weitere Bibliotheksstandorte der FU werden an diesem Tag ihren Service ganz bzw. teilweise einschränken:

Dagegen geöffnet haben diesen Freitag die FU-Bibliotheken für Geowissenschaften, Meterologie, Philologie, Rechtswissenschaft, Veterinärmedizin und Wirtschaftswissenschaft.

Wir bitten um Verständnis!

Literaturwissenschaftliche Datenbanken „ABELL“ und „LION“ ziehen auf ProQuest-Plattform um

Der Anbieter ProQuest hat seine bisher bei Chadwyck-Healey gehosteten Datenbanken „Annual Bibliography of English Language and Literature“ (ABELL) und „Literature Online“ (LION) auf seine eigene Online-Plattform integriert. Frühere Zugänge sollen damit bis voraussichtlich 31. Juli 2019 entfallen.

Die Annual Bibliography of English Language and Literature (ABELL) gilt neben der MLA International Bibliography als die wichtigste Fachbibliografie zur Anglistik und Amerikanistik. Sie verzeichnet Monografien, Aufsätze, Dissertationen und Rezensionen. Folgende Gebiete werden abgedeckt: englische Sprache (v.a. Syntax, Phonologie, Lexikologie, Semantik, Stilistik und Dialektologie), englischsprachige Literatur (alle Gattungen und Arten, daneben Literaturtheorie sowie Studien zu einzelnen englischen, amerikanischen und postkolonialen Autoren) sowie angrenzende Bereiche wie Folklore und Buchwissenschaft.
Bislang existierten Zugriffe auf die sogenannte „Legacy-Version“ bei literature.proquest.com bzw. auf die etwas in die Jahre gekommene Originalseite von Chadwyck-Healey. Beide Zugänge werden voraussichtlich Ende des Monats eingestellt.

Neu Zugriff über das FU-Campusnetz gibt es ab sofort auf Literature Online (LION). Neben ABELL vereint die Datenbank mehrere tausende Autorenbiografien und -bibliografien, elektronischen Volltexte von u. a. über 430 literatur- und kulturwissenschaftlichen Zeitschriften und 27 literaturwissenschaftlichen Standard-Nachschlagewerken. Ergänzt wird der große Datenbestand durch u. a. 300 digitale Bände der Cambridge University Press-Serie („Cambridge Companions to Literature“,New Essays on the American Novel“). Ebenfalls beinhaltet LION Kurzeinführungen zu  Werken der Weltliteratur („KnowledgeNotes™ Student Guides“), Videoclips sowie ungekürzte Hörspielfassungen aller Dramen Shakespeares (Shakespeare Audio Plays).
Bislang existierte auch zu LION eine etwas in die Jahre gekommene Originalseite von Chadwyck-Healey.

Der Beschreibungstexte sind weitgehend dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.

Technische Änderung bei WLAN-Nutzung (eduroam)

Das Hochschulrechenzentrum (ZEDAT) weist schon seit geraumer Zeit auf eine technische Änderung im Zusammenhang mit dem auf dem Unicampus flächendeckend zur Verfügung gestellten WLAN (eduroam) hin. Aus Sicherheitsgründen muss bis zum 1. Juli 2019 die Konfiguration für eduroam angepasst werden, damit Hochschulangehörige das WLAN der FU weiterhin nutzen können (auch in den Bibliotheken 😉). Ab Juli 2019 funktioniert das verschlüsselte WLAN nur noch mit einem neuen Zertifikat. Dies gilt auch für den Fall, dass eduroam an einer anderen Einrichtung der eduroam-Initiative mit den FU-Zugangsdaten genutzt wird.

Konfigurationswerkzeuge und Anleitungen für die gängigen Betriebssysteme (Computer & Smartphone) finden Sie auf folgender Webseite:

https://www.zedat.fu-berlin.de/WLAN

Viel Erfolg bei der Einrichtung!