„Herdt Campus IT-Lernunterlagen“ online lizenziert

Ab sofort kann über das FU-Campusnetz kostenfrei auf die Datenbank Herdt Campus IT-Unterlagen zugegriffen werden.

Die Online-Plattform des Herdt-Verlags stellt über das Angebot „All You Can Read“ über 700 digitale Lehr- und Lernbücher zu IT-Themen bereit, darunter folgende:

  • Windows
  • Office 365 / Office
  • ECDL (European Computer Driving Licence)
  • Gestaltung/Layout/PDF
  • CAD
  • Kommunikation/Zusammenarbeit
  • Systeme/Netze
  • Programmierung
  • Web
  • Datenbanken
  • Beruf und Karriere
  • IT-Management
  • PC-Einsteiger
  • Kaufmännische Praxis/SAP
  • XPERT
  • Tastschreiben
  • SIZ
  • IKA-Ausbildung
  • Speziell für die Schule (Berufliche Schulen, Sekundarstufe ½, Grundschule/Primarschule)

Die E-Books können als PDF-Dateien heruntergeladen werden. Zum Teil stehen auch digitale Zusatzmedien wie z. B. Video-Tutorials zur Verfügung.

Vorsicht vor Phishing-Mails!

Seit Samstag, den 23. November 2019, wurden innerhalb des FU-Bereichs gefälschte E-Mails verschickt, die zur Passwortänderung im Bibliotheksportal Primo aufrufen. Im Betreff ist „Bibliotheksdienste“, als Absender „Aarjun Tomar“ der Abteilung „Benutzerservices – Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin“ angegeben. Eine Person dieses Namens arbeitet nicht an der FU Berlin! Bitte Löschen Sie diese E-Mail umgehend und versuchen nicht dem enthaltenden Weblink zu folgen und sich mit Login und Passwort im Bibliotheksportal Primo anzumelden! Ignorieren Sie bitte auch E-Mails mit ähnlichem Anliegen, bei denen Betreff oder Absender variieren können. Gegenwärtig werden von der Universitätsbibliothek keine E-Mail-Aufrufe zur Passwort-Änderung verschickt!

Die korrekte Änderung für Nicht-FU-Studierende erfolgt in jedem Fall direkt über das Bibliotheksportal Primo (http://primo.fu-berlin.de).
FU-Studierende ändern das Passwort bitte direkt im ZEDAT-Portal (https://portal.fu-berlin.de).

Sollten Sie bereits die gefälschte E-Mail aufgerufen und dem Link gefolgt sein, ändern Sie bitte so rasch wie möglich Ihr Passwort über die oben genannten Websites. Sollten Sie das eingegebene Passwort auch in anderen Online-Systemen verwenden, ändern Sie es bitte auch an den dort entsprechenden Stellen.

Bei Fragen können Sie sich jederzeit an das Informationszentrum der Universitätsbibliothek (E-Mail: auskunft@ub.fu-berlin.de, Tel.: 838 51 111) wenden.

Online-Bibliografien zur Kommunikationswissenschaft und Soziologie lizenziert

Ab sofort können über das FU-Campusnetz die Datenbanken Oxford Bibliographies / Communication und -Sociology dauerhaft genutzt werden.

Beide Datenbanken verbinden Eigenschaften einer annotierten Bibliografie mit denen einer Enzyklopädie. Man möchte sich grundlegend in ein Thema einarbeiten und kennt noch nicht die passende Literatur? Oxford Bibliographies bietet in wenigen Klicks Rat mit zahlreichen englischsprachigen Übersichtsartikeln plus verlässlichen Literaturhinweisen.

Das Modul Communcation enthält von „3D Media“ bis Y wie „Youth and Media“ gegenwärtig 241 Artikel, u. a. werden die Bereiche Journalismus, Kultur, Kommunikationstheorie, Massenkommunikation und Politolinguistik abgedeckt. Sociology umfasst ausgewählte Themenbereiche wie Wirtschaftssoziologie, Sozialtheorie, Politische- und Kultursoziologie sowie Sexualität und Gender. Gegenwärtig stehen in diesem Modul über 227 Einträge bereit – von „Adolescence“ bis hin zur „Work/Life Balance“. Pro Jahr folgen laut Anbieter für jede Bibliografie fortlaufend neue Einträge (ca. 50-75). Jeder Beitrag wird regelmäßig um Hinweise auf verwandte Lexikoneinträge und ähnliche Themenfelder ergänzt.

Die zu den jeweiligen Themen mitgelieferten kommentierten Literaturhinweise können Bücher, Buchkapitel, Zeitschriftenaufsätze, Konferenz- und Festschriften, aber auch Websites, Datenbanken und Blogs beinhalten. Links führen zum Volltext oder zum Standort des Dokuments (wenn dieses verfügbar ist), außerdem zu verwandten oder weiterführenden Einträgen. Der Export in Literaturverwaltungsprogramme (u. a. EndNote, RefWorks oder Zotero) ist möglich. Optional können nach einem kostenfreien Login direkt auf der Online-Plattform eigene Literaturlisten erstellt und mit Anmerkungen versehen oder häufig getätigte Recherchen gespeichert werden.

Neben Oxford Bibliographies / Communication und Sociology hat die FU Berlin gegenwärtig die Online-Bibliografien zu den Bereichen African Studies, Anthropology, Chinese Studies, Classics, International Law, International Relations, Islamic Studies und Political Science fest lizenziert.

Test für Springer Protocols

Bis zum 6. Dezember 2019 kann über das FU-Campusnetz kostenfrei die Datenbank Springer Protocols getestet werden.

Springer Protocols ist ein Teil von Springer Nature Experiments und enthält gegenwärtig über 57.000 Labor-Protokolle aus dem Bereich Bio- und Umweltwissenschaften ab 1980 ff. mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Nachstellen im eigenen Labor. Laut Anbieter werden jährlich ca. 3000 neue Protokolle ergänzt. Auch ältere Versionen werden dauerhaft online archiviert.

Die Protokolle wurden u. a. folgenden Serien entnommen:

  • Methdos in Molecular Biology (> 47.000 Protokolle)
  • Methods in Molecular Medicine (> 3700)
  • Neuromethods (> 2300)
  • Springer Protocols Handbooks (> 1000)
  • Methods in Pharmacology and Toxicology (> 700)
  • Methods in Biotechnology (> 600)

Abgedeckte Fachgebiete von Springer Protocols sind u. a.:

  • Biochemie
  • Bioinformatik
  • Biotechnologie
  • Krebsforschung
  • Zellbiologie
  • Genetik / Genomforschung
  • Radiologie
  • Immunologie
  • Infektionskrankheiten
  • Mikrobiologie
  • Molekularbiologie
  • Neurowissenschaften
  • Pharmakologie / Toxikologie
  • Botanik
  • Proteinforschung

Sie möchten die Datenbank über das Testende hinaus nutzen? Dann lassen Sie uns einfach Ihre Bewertung zukommen!

Mobile Stehpulte

Seit Kurzem bieten zwei FU-Bibliotheken mobile Tischaufsätze für das Arbeiten und Lernen im Stehen an.

Je zwei Exemplare der Aufsätze, die einen leichten Wechsel zwischen Sitzen
und Stehen ermöglichen, stehen Ihnen im Lesesaal der Universitätsbibliothek sowie der Rechtswissenschaftlichen Bibliothek zur Verfügung. Die flexible Holzkonstruktion ist höhenverstellbar und kann auf jedem beliebigen Arbeitsplatz im Lesesaal positioniert werden.

Stehpult im Lesesaal der Universitätsbibliothek (Bildquelle: Friederike Kühn)
Stehpult im Lesesaal der Universitätsbibliothek (Bildquelle: Friederike Kühn)

Ein Video zum Aufbau des Stehpults hat die Universitätsbibliothek der
Technischen Universität Dortmund auf YouTube veröffentlicht:
https://www.youtube.com/watch?v=ADhOFGYl7PU

Ihre Erfahrungen mit den Stehpulten können Sie uns gern an
auskunft@ub.fu-berlin.de bzw. bibliothek@rewiss.fu-berlin.de mitteilen.

Danke für dieses Posting an Friederike Kühn, Mitarbeiterin der Universitätsbibliothek.

Prix Goncourt 2019 an Jean-Paul Dubois

Nach Deutschland (Deutscher Buchpreis an Herkunft von Saša Stanišić) und Großbritannien (Booker Prize ex aequo an Margaret Atwood und Bernardine Evaristo) hat auch Frankreich seine wichtigste Auszeichnung für den besten Roman des Jahres vergeben. Der Prix Goncourt geht 2019 an Jean-Paul Dubois für seinen Roman Tous les hommes n’habitent pas le monde de la même façon. Der Literaturpreis ist symbolisch mit „nur“ 10 Euro dotiert, gilt aber als verkaufsfördernste aller Auszeichnungen auf dem französischen Buchmarkt.

Preisträger 2019: Tous les hommes n’habitent pas le monde de la même façon (Verlag L’Olivier)

Der tragikomische Roman (dt. etwa „Die Menschen bewohnen die Erde auf unterschiedliche Weise“) stellt den Pfarrerssohn Paul Hansen in den Mittelpunkt, der aus einer Gefängniszelle in Montreal heraus eine Bilanz seines bisherigen Lebens zieht. Im Finale um den Prix Goncourt setzte sich Dubois mit 6:4 Stimmen der zehn Académie-Goncourt-Mitglieder gegen die mitfavorisierte belgische Autorin Amélie Nothomb durch. Ihr philosophischer Roman Soif über die letzten Stunden von Jesus Christus hatte seit Wochen in Frankreich die Bestsellerlisten beherrscht. Bereits in der alljährlich organisierten Umfrage des Fachblatts Livres Hebdo unter 16 Literaturjournalisten hatte sich ein Zweikampf zwischen Dubois und Nothomb angedeutet (vgl. lepoint.fr). Ebenfalls ins Finale waren Jean-Luc Coatalem (La Part du fils) und Olivier Rolin (Extérieur monde) gelangt.

Der aus Toulouse stammende Jean-Paul Dubois (* 1950) ist in der französischen Literaturszene kein Unbekannter und hat bislang mehr als 20 Romane veröffentlicht. Für Une vie française erhielt er 2004 den renommierten Prix Femina. Danach kündigte er seine Stelle als Reporter beim französischen Nachrichtenmagazin Le Nouvel Observateur , die ihn u. a. nach Amerika geführt hatte. Er lebt mittlerweile als freier Schrifsteller wieder in seiner Geburtsstadt. Seine Romane sind laut Fachkritik burlesque und melancholisch gefärbt und erinnern an die Werke von Philip Roth und John Updike (vgl. nouvelobs.com). Ebenfalls ungewöhnlich ist die Arbeitsweise von Dubois, der sich selbst als wenig kreativ bezeichnet (vgl. lepoint.fr). Eigenen Angaben zufolge erfinde er nichts in seinen Werken und lasse sich von den Begegnungen mit ungewöhnlichen Menschen aus seiner Zeit als Journalist inspirieren. Neue Romane schreibe er alle 3-4 Jahre ausnahmslos im Monat März innerhalb von 15-Stunden-Schichten. Kritiker attestierten Dubois häufig Ähnlichkeiten mit seinen männlichen Figuren, die oft als Paul benannt sind (vgl. lemonde.fr).

Der am selben Tag vergebene Prix Renaudot ging an La Panthère des neiges von Sylvain Tesson. Der 47-jährige preisgekrönte Reiseschriftsteller machte sich für das Buch gemeinsam mit dem erfahrenen Tierfotografen Vincent Munier ins tibetanische Hochland auf, um den titelgebenden gefährdeten Schneeleoparden nachzuspüren. Munier steuerte die Fotos bei, Tesson die persönlich gefärbten Texte. Auch dieses Buch entwickelte sich in Frankreich zum Bestseller (vgl. buchreport.de). Für den Prix Renaudot werden traditionell immer zwei mögliche Preisträger ausgewählt, um nicht mit dem Prix Goncourt übereinzustimmen.

Deutscher Buchpreis 2019 an Saša Stanišić

Zwei Tage vor Beginn der Frankfurter Buchmesse ist am Montag im Frankfurter Römer der Deutsche Buchpreis für den besten „Roman des Jahres“ verliehen worden. War im letzten Jahr noch die frühere FU-Studentin und -mitarbeiterin Inger-Maria Mahlke (Archipel) siegreich, ging die Auszeichnung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels nun an Herkunft von Saša Stanišić.

Preisträger 2019: Saša Stanišić (© vntr.media)
Preisträger 2019: Saša Stanišić (© vntr.media)

Der 1978 im heutigen Bosnien-Herzegowina geborene Autor flüchtete 1992 mit seiner Familie vor dem Krieg in Jugoslawien nach Deutschland. In seinem autofiktionalen Roman Herkunft berichtet er laut Buchpreisjury u. a. fantasie- und auch humorvoll von der Flucht, vom Integrationsprozess in Heidelberg, vom Entdecken seines schriftstellerischen Talents, von seinem heutigen Leben in Hamburg und Besuchen in der alten Heimat:

Unter jedem Satz dieses Romans wartet die unverfügbare Herkunft, die gleichzeitig der Antrieb des Erzählens ist […] Mit viel Witz setzt er den Narrativen der Geschichtsklitterer seine eigenen Geschichten entgegen.

Stanišić hatte bereits vor der Verleihung als Favorit auf den Preis gegolten und ist in der Literaturszene wahrlich kein Unbekannter. Zweimal hatte er zuvor auf der Long- bzw. Shortlist des Deutschen Buchpreises gestanden und 2014 für seinen Roman Vor dem Fest den konkurrierenden Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. In seiner Dankesrede wurde Stanišić unerwartet politisch und kritisierte stark die Vergabe des Literaturnobelpreises letzte Woche an Peter Handke (für die gesamte Rede im Wortlaut siehe hessenschau.de). Der österreichische Autor hatte sich im Balkankonflikt wiederholt auf die Seite serbischer Nationalisten gestellt.

Stanišić erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro, die fünf anderen auf der Shortlist vertretenen Autoren je 2500 Euro (vgl. Biblioblog vom 17.09.).

Booker Prize an Atwood und Evaristo

Der Deutsche Buchpreis war am Montag nicht die einzige renommierte Auszeichnung die vergeben wurde. Wenige Stunden nach dem Sieg von Stanišić wurde in London der Booker Prize für den besten englischsprachigen Roman verliehen. Der mit 50.000 Pfund Sterling dotierte Preis ging zu gleichen Teilen an die Kanadierin Margaret Atwood (The Testaments) und die Britin Bernardine Evaristo (Girl, Woman, Other).

The Testaments (dt. Titel: Die Zeuginnen) ist die Fortsetzung von Atwoods Erfolgsroman The Handmaid’s Tale (dt. Der Report der Magd), mit dem sie 1986 auf der Shortlist des Booker Prize stand. Die Handlung setzt 15 Jahre nach dem ersten Teil ein und ist in Form von Zeugenaussagen dreier Erzählerinnen aus dem totalitären Schreckensstaat Gilead gehalten. Laut Atwood habe der Wissendurst ihrer Leser sowie der Zustand der heutigen Welt als Inspirationsquelle gedient. Zuvor war The Handmaid’s Tale bereits erfolgreich als Serie verfilmt worden. Für Atwood ist es bereits die zweite Auszeichnung nach The Blind Assassin (dt. Der Blinde Mörder) im Jahr 2000. Schon mit ihrer insgesamt sechsten Nominierung für die Shortlist hatte sie den Rekord der anglo-irischen Schriftstellerin Iris Murdoch eingestellt.

Auf noch keine deutschsprachige Übersetzung kommt die 60-jährige Bernardine Evaristo, was sich nach der Preisvergabe an ihren Roman Girl, Woman, Other wohl ändern dürfte. Die Tochter eines nigerianischen Vaters und einer weißen englischen Mutter erzählt von zwölf Menschen, meist dunkelhäutige britische Frauen, deren Leben miteinander verwoben sind. Evaristo, die ursprünglich ihre schriftstellerische Karriere als Dramatikerin und Dichterin begonnen hatte, ist die erste schwarze Schriftstellerin, die den Booker Prize gewinnen konnte. Sie ist Professorin für kreatives Schreiben an der Brunel University London. Dort gründete sie u. a. auch einen Literaturpreis für afrikanische Dichterinnen (Brunel University African Poetry Prize).

Online-Datenbank „Süddeutsche Zeitung Retro“ lizenziert

Nach einem Test in diesem Sommer kann nun über das FU-Campusnetz dauerhaft auf Süddeutsche Zeitung Retro (SZ Retro), dem erweiterten Archivbestand der Süddeutschen Zeitung, zugegriffen werden.
Mit SZ Retro (1945-1993) umfasst das SZ Archiv den gesamten Archivbestand der Süddeutschen Zeitung in einer Datenbank – von der Erstausgabe vom 6. Oktober 1945 bis zur tagesaktuellen Ausgabe. Zusätzlich zu den Artikeln aus der Süddeutschen Zeitung enthält die Datenbank auch die Landkreisausgaben der SZ, Artikel von SZ.de und Beilagen wie das Süddeutsche Zeitung Magazin.
Der Zugang zu SZ Retro erfolgt über das Archiv der Süddeutschen Zeitung (LibraryNet). Auf der Startseite mit Suche kann über die Schaltfläche „Zeitraum“ der Zeitraum von „Beginn“ ausgewählt werden. Optional lässt sich über die Schaltfläche „Quellen“ gezielt der Archivbestand von SZ Retro auswählen.

Literaturnobelpreise an Tokarczuk und Handke

Nachdem 2018 die Auszeichnung aufgrund eines Belästigungs- bzw. Korruptionsskandals ausgefallen war, hat die Schwedische Akademie in Stockholm am Donnerstag zwei Literaturnobelpreise vergeben. Geehrt wurden die Polin Olga Tokarczuk und der Österreicher Peter Handke.

Olga Tokarczuk (2018), Bild: Fryta 73, CC-BY-SA-2.0
Olga Tokarczuk (2018)

Die Auszeichnung für das Jahr 2018 wurde Olga Tokarczuk zuerkannt. Die Jury lobte die polnische Schriftstellerin für ihre „erzählerische Vorstellungskraft, die mit enzyklopädischer Leidenschaft das Überschreiten von Grenzen als Lebensform“ repräsentiere. Tokarczuk, 1962 bei Zielona Góra (Grünberg im einst deutschen Schlesien) als Tochter ostpolnischer Eltern aus Lwiw (Lemberg) geboren, ist studierte Psychologin. Seit 1989 avancierte sie mit zahlreichen veröffentlichten Romanen und Erzählungen zu einer der populärsten Autorinnen der jüngeren Generation in Polen.
Ihre Werke führen laut Kritikern „in ein Reich der Fantasie zwischen Mythen, Träumen und Realität“ und sind nicht vordergründig politisch oder gar patriotisch gefärbt (vgl. Munzinger). 2017 wurde ihr Tierschutzkrimi Der Gesang der Fledermäuse von Agnieszka Holland unter dem Titel Die Spur für das Kino verfilmt und war auf der Berlinale zu sehen. 2018 erhielt Tokarczuk für die englischsprachige Übersetzung ihres umfangreichen Konstellationsromans Bieguni (dt.: Unrast, en.: Flights) den Man Booker International Prize. Momentan befindet sie sich mit ihrem neuesten Werk, dem historischen Roman Die Jakobsbücher, auf Lesereise in Deutschland.

Literatur von Olga Tokarczuk im Bibliotheksportal Primo

Peter Handke (2006), Bild: Wild + Team Agentur - UNI Salzburg, CC-BY-SA-3.0-migrated
Peter Handke (2006)

Der Literaturnobelpreis für das Jahr 2019 wurde Peter Handke zugesprochen. Der in ärmlichen Verhältnissen in Kärnten und zeitweise auch in Ost-Berlin aufgewachsene Österreicher mit slowenischen Wurzeln ist vor allem als Autor von Erzählliteratur bekannt geworden, darunter zahlreiche Romane und Essays. Schlagartig berühmt wurde er jedoch durch sein in Frankfurt aufgeführtes provokatives Theaterstück Publikumsbeschimpfung (1966). Seine Erzählung Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1970) wurde von Wim Wenders verfilmt, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit und Freundschaft (Falsche Bewegung, 1975; Der Himmel über Berlin, 1987) verbindet. In den 1990er-Jahren übernahm Claus Peymann die Regie mehrere Theaterstücke Handkes am Wiener Burgtheater. Für Kritik sorgte Handkes Haltung sich während des Balkankriegs auf die Seite der Serben zu stellen; 2004 besuchte er den wegen Völkermords angeklagten serbischen Präsidenten Slobodan Milošević im Gefängnis. Zuletzt erschien 2017 sein Roman Die Obstdiebin. Handke habe „ein einflussreiches Werk“ geschaffen, „das mit sprachlichem Einfallsreichtum Randbereiche und die Spezifität menschlicher Erfahrungen ausgelotet hat“, so die offizielle Begründung der Nobelpreis-Jury.

Literatur von Peter Handke im Bibliotheksportal Primo

Die Preisübergabe an die Nobel-Laureaten erfolgt alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels.

Bilder: Fryta 73, CC-BY-SA-2.0 (Olga Tokarczuk), Wild + Team Agentur – UNI Salzburg, CC-BY-SA-3.0-migrated (Peter Handke)

Online-Datenbanken zur US-amerikanischen Konsumgeschichte lizenziert

Im Rahmen von Nationallizenzen kann ab sofort kostenfrei auf die beiden Datenbanken J. Walter Thompson: Advertising America und Market Research & American Business zugegriffen werden.
Die beiden Angebote des Verlags Adam Matthew Digital legen Schwerpunkte jeweils auf die US-amerikanische Konsumgeschichte sowie die Geschichte des transnationalen Marketings nach 1945. Zugriff gibt es u. a. auf Memoranden, Reports, Sitzungsprotokolle, Briefe, Kontounterlagen, Werbematerialien.

Die Beiden Datenbanken im Überblick:

Die Beschreibungstexte sind dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.