Tag der Muttersprachen am 21. Februar

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Heute ist der Internationale Tag der Muttersprachen! Das Wort ‚Sprache‘ steht für Identität, Kommunikation, Integration, Bildung und Entwicklung. Auf der Welt gibt es geschätzt 6000 Sprachen. Leider verschwinden manche Sprachen komplett aus der Welt und mit diesen auch die reiche kulturelle Vielfalt der Welt. Mindestens 43 % dieser Muttersprachen sind vom Aussterben bedroht (siehe dazu: UNESCO-Atlas der gefährdeten Sprachen der Welt).

Weltweit haben ca. 40 % der Bevölkerung keine Möglichkeit, eine Ausbildung in ihrer eigenen Sprache zu erlernen.

Wieso wird der Internationale Tag der Muttersprachen überhaupt gefeiert?

1952 beschloss die Regierung des damaligen Pakistans (heutige Gebiets von Bangladesch) die Erhebung von Urdu zur alleinigen Amtssprache. Am 21. Februar schoss die Polizei in Dhaka auf Demonstranten, wobei es zu Toten kam.

Die sprachliche und kulturelle Unterdrückung Ostpakistans führte 1971 zur Abspaltung und Gründung von Bangladesch. Auf Antrag von Bangladesch wurde dieser Tag im November 1999 von der UNESCO zum internationalen Tag der Muttersprache erklärt.

Am 16. Mai 2007 rief die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Mitgliedsstaaten in einer Resolution auf, die Erhaltung und den Schutz aller von den Völkern der Welt verwendeten Sprachen zu fördern.

Dieser Blog-Beitrag wurde von Herr Mehmet Altin (Auszubildender im 3. Lehrjahr) geschrieben.

Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay

Am 11. Februar ist der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft. Er wurde ins Leben gerufen, um den vollständigen gleichberechtigten Zugang und die Beteiligung von Frauen und Mädchen in der Wissenschaft zu erreichen.

Die Gleichstellung der Geschlechter und der Zugang zur Wissenschaft sind Menschenrechte und entscheidend um die Rolle der Frauen in der Gesellschaft zu stärken und zu fördern.

Gegenwertig sind weniger als 30% der Forscher*innen weltweit weiblich. Ebenfalls nur 30% der Studentinnen wählen MINT-Fächer. Bisher gab es nur 22 Frauen, die bisher einen Nobelpreis in einer wissenschaftlichen Disziplin erhalten haben.

Insbesondere im Letzten und auch in diesem Jahr zeigt sich das Frauen in der Wissenschaft eine entscheidende Rolle in der Bekämpfung von COVID-19 haben. Dabei waren Frauen bei der Erweiterung des Wissens über das Virus sowie die Entwicklung von Testverfahren und Impfstoffen beteiligt. Anlässlich dessen wird sich der diesjährige Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft um Wissenschaftlerinnen drehen, die an der Spitze des Kampfes gegen COVID-19 stehen.

Die Gleichstellung der Geschlechter in der Wissenschaft nimmt nicht nur in der COVID-19-Pandemie eine große Rolle ein, sondern ist auch für die Erfüllung der Agenda 2030 von Nöten. Die Umsetzung der Agenda 2030 ist von der Nutzung aller zur Verfügung stehenden Talent abhängig. Die Wissenschaft ist ein Spiegelbild der Menschen, welche sie machen. Ein Ungleichgewicht der Geschlechter in Wissenschaft, Innovation und Forschung sowie in Führungskräften kann dazu führen, dass die entdeckten und entwickelten Infrastrukturen und Dienstleistungen, Bedürfnisse anderer Teile der Bevölkerung nicht berücksichtigen. Frauen haben andere Prioritäten, Perspektiven und Ansätze zu Forschung und Entwicklung. Eine Vielfalt in der Forschung vergrößert den Pool an talentierten Forscherinnen und Forschern. Es werden somit neue Perspektiven, Talente und Kreativität eingebracht. Durch den Ausschluss von Frauen und Mädchen aus der Wissenschaft können Länder ihr maximales Entwicklungspotenzial nicht erreichen, da sie die Talente der Hälfte ihrer Bevölkerung nicht berücksichtigen.

In den letzten 15 Jahren wurden große Anstrengungen betrieben, um Frauen und Mädchen für die Wissenschaft zu begeistern. Jedoch ist erst ein kleiner Teil des Weges, zur Gleichstellung der Geschlechter in der Wissenschaft gegangen.

Dieser Blog-Beitrag wurde von Frau Jessica Herber (Auszubildende im 3. Lehrjahr) geschrieben.

Wikipedia wird 20 – Happy Birthday, freies Wissen!

Diesen Freitag wird Wikipedia 20 Jahre alt und feiert ab 17 Uhr den Geburtstag online. Die englischsprachige Version des beliebten Mitmach-Lexikons ging am 15. Januar 2001 online. Ursprünglich als Enzylopädie mit herkömmlichen Peer-Review-Verfahren („Nupedia“) von dem Internetunternehmer Jimmy „Jimbo“ Wales und Philosophie-Doktoranden Larry Sanger gegründet, gilt Wikipedia heute als das umfangreichste Lexikon der Welt. Der Name ist ein Kofferwort und setzt sich aus dem hawaiianischen „wiki“ für „schnell“ und „encyclopedia“ zusammen.

Es existieren über 290 Sprachversionen mit mehr als 55 Mio. Artikeln. Die größte ist die englischsprachige Version mit über sechs Mio. Artikeln. Auf Platz zwei, etwas weiter abgeschlagen, steht die deutschsprachige Wikipedia mit über 2,5 Mio. Artikeln (lässt man automatisch gefüllte Sprachversionen wie Cebuano mit 5,4 Mio. Artikel oder die Schwedischsprachige mit 3,4 Mio. außer Acht). Neben der geringeren Anzahl an potentiellen Mitwirkenden ist dies auch strengeren Aufnahmekriterien geschuldet, die man unter „Wikipedia:Relevanzkriterien“ nachlesen kann. Täglich wächst die deutsche Sprachfassung um mehrere hundert Beiträge an. Außerdem existieren zahlreiche Schwesterprojekte, darunter das Medienarchiv Wikimedia Commons und die Wissensdatenbank Wikidata, die Wikipedia zentral mit Bildern oder Videos bzw. Daten füllt. Mit Wikisource existiert auch eine freie Quellensammlung.

Entwicklung der Artikelanzahl der deutschsprachigen Wikipedia (Stand: Oktober 2020)

Doch während das Wachstum an Artikeln stetig zunimmt, stagniert im Gegensatz dazu die Zahl der aktiven Autor*innen. Wikipedia ist nur so gut wie ihre Helfer*innen – statistisch gesehen sind neun von zehn Beitragenden männlich. Neulinge sind also immer erwünscht, auch um die Community diverser zu machen. Neben einem Mentorenprogramm startet heute auch die sechste Auflage der internationalen Kampagne 1Lib1Ref, die Bibliothekar*innen dazu aufruft, fehlende Belege mit Literaturangaben zu ergänzen.

Trotz immer wieder aufkommender Meinungsverschiedenheiten und Kritik an dem Projekt, einen herzlichen Glückwunsch und Dank an die Autor*innen-Community, die ihre Arbeit unentgeltlich zur Verfügung stellt. Auch im Bibliotheksalltag ist das freie Mitmachlexikon mitunter einer der ersten Anlaufpunkte zur Orientierung und am Infoplatz gebookmarkt. Mehr zu Wikipedia hält u. a. die Arte-Dokumentation Das Wikipedia Versprechen (verfügbar bis April 2021) bereit. FU-Angehörige können über das Campusnetz das brandneue E-Book Die Wikipedia-Story: Biografie eines Weltwunders von Pavel Richter lesen, der den deutschen Trägerverein Wikimedia Deutschland leitete und hinter die Kulissen blickt. Im Open Access ist von MIT Press das E-Book Wikipedia @ 20: Stories of an Incomplete Revolution von Joseph Reagle und Jackie Koerner erschienen.

„Wikipedia-Splitter“

Bildquellen: Wikimedia Commons – BFlores (WMF), CC-BY-SA 4.0 / Markus Schweiss (Markus_Schweiß) / Maximilian Dörrbecker (Chumwa)

24 Türchen bis Weihnachten!

Traditionsgemäß präsentiert das Blog Bibliothekarisch.de jedes Jahr zur Weihnachtszeit eine Linkliste mit Online-Adventskalendern von Bibliotheken, Verlagen, Hochschulen usw. (teilweise auch mit kommerziellem Hintergrund). Auch wir reihen uns 2020 zum dritten Mal in Folge in den Reigen mit ein – der UB-Adventskalender lädt zum Entdecken des reichhaltigen, digitalen Angebots der Universitätsbibliothek ein. Wer also meint, dem Alter der klassischen Schokoladen-Weihnachtskalender entwachsen zu sein, findet in der Zeit von Christstollen, Glühwein, Spekulatius & Co. mit Sicherheit passende kalorienärmere Varianten 😉 …

Vielen Dank für die tatkräftige Unterstützung beim Befüllen des Kalenders an Jessica Zydek , Auszubildende zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI)!

Nobelpreise und das Vermessen der Wissenschaft

In der letzten Woche wurden die Namen der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen veröffentlicht, denen der Nobelpreis für herausragende Forschungsleistungen verliehen wird. Dieser Preis gilt als die höchst Auszeichnung für wissenschaftliche Leistung.

Bild: Die diesjährige Co-Preisträgerin in Chemie, Emmanuelle Charpentier, ist Leiterin der „Max-Planck-Forschungsstelle für die Wissenschaft der Pathogene“ in Berlin (Bildquelle: Wikimedia Commons / Bianca Fioretti, Hallbauer & Fioretti / Lizenz: CC-BY-SA-4.0)

Im Alltag des „publish or perish“ in der Wissenschaft wird wissenschaftliche Leistung gern in zitationsbasierten statistischen Kennzahlen wie dem H-Index ausgedrückt: kurz, prägnant, mathematisch korrekt.

Die mit dem Nobelpreis geehrten Personen sollten also entsprechend einen außergewöhnlich hohen H-Index oder Hirsch-Index haben.

Übersicht für die Nobelpreisträgerinnen und -träger aus der Datenbank Web of Science (im FU-Campusnetz abrufbar):

 Wissenschaftler/inPublikationenZitationenH-IndexFachgebiet
Emmanuelle Charpentier          82    14 820    33Chemie
Jennifer A. Doudna        360    42 627    96Chemie
     
Roger Penrose        102    11 129    33Physik
Reinhard Genzel        262    18 659    72Physik
Andrea Ghez        217    11 292    55Physik
     
Harvey J. Alter        505    37 700    95Physiologie/
Medizin
Michael Houghtom        204    14 345    60Physiologie/
Medizin
Charles M. Rice        504    54 930  125Physiologie/
Medizin
Quelle: Web of Science, 13.10.2020

Die Zahlen für die Geehrten unterscheiden sich deutlich. Ist der H-Index vielleicht doch nicht geeignet die Qualität von Forschungsleistung auszudrücken?

Wer genauer wissen möchte wie bibliometrische Kennzahlen (H-Index, Impact-Faktor usw.) ermittelt werden können und welche Aussagekraft sie haben, kann dies im folgenden Webinar der Universitätsbibliothek erfahren:

Qualitätskriterien für die Literaturauswahl
Mittwoch, 02.12.2020 | 10:00 s.t. – 12:00
Anmeldung: Online oder via E-Mail an auskunft@ub.fu-berlin.de

Danke für den Beitrag an Heike Thomas, Mitarbeiterin in der Auskunftsabteilung der Universitätsbibliothek!

Neben diesem Webinar finden im Wintersemester 2020/21 noch zahlreiche weitere Kurse statt. Auch lassen sich Lernangebote zum wissenschaftlichen Arbeiten und Einführungsseminare individuell in Lehrveranstaltungen integrieren. Sprechen Sie uns einfach an 😉 !

Deutscher Buchpreis 2020 an Anne Weber

Bild: Preisträgerin 2020 – Anne Weber (Bildquelle: vntr.media)

Kurz vor Beginn einer zu Pandemiezeiten digital veranstalteten Frankfurter Buchmesse ist am Montag im Frankfurter Römer der Deutsche Buchpreis für den besten „Roman des Jahres“ verliehen worden. Hatte 2019 noch Saša Stanišić mit seinem autofiktionalen Bestseller Herkunft die Nase vorn, ging die Auszeichnung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels nun an Annette, ein Heldinnenepos von Anne Weber.

Damit hat die Buchpreisjury um die Literaturredakteure Katharina Borchardt (SWR2), David Hugendick (Zeit Online) und Felix Stephan (Süddeutsche Zeitung) wohl das eigenwilligste Werk der Shortlist den Vorzug gegeben. Weber schildert auf knapp 200 Seiten in Versform das Leben der Medizinerin und Widerstandskämpferin Anne („Annette“) Beaumanoir. Die 1923 geborene Französin kämpfte während des Zweiten Weltkriegs in der Résistance und rettete zwei jüdischen Jugendlichen in Paris das Leben. Mitte der 1950er-Jahre während des Algerienkriegs ergriff Beaumanoir Partei für die Nationale Befreiungsfront und entkam mit der Flucht aus Frankreich einer Gefängnisstrafe. Weber habe laut Buchpreisjury einen „Roman über Mut, Widerstandskraft und den Kampf um Freiheit“ verfasst und der alten Form des Epos Frische und Leichtigkeit zurückgegeben (siehe auch Leseprobe bei book2look.com).

Die 1964 in Offenbach geborene Anne Weber lebt seit 1983 in Paris, wo sie an der Sorbonne französische Literatur und Komparatistik studiert hat. Von 1989 bis 1996 arbeitete sie für verschiedene französische Verlage und übersetzte Autoren wie Jakob Arjouni, Marguerite Duras, Sibylle Lewitscharoff, Wilhelm Genazino oder Erich Maria Remarque ins Deutsche bzw. Französische. Seit 1998 veröffentlicht sie eigene Werke und übte sich stets im Erproben neuer literarischer Formen. Für ihren märchenhaften „Roman im Roman“ Luft und Liebe (2010) und die rätselhafte Schelmengeschichte und Heiligenlegende Kirio (2017) war sie jeweils für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert worden.

Die 20 Nominierten im Überblick
(verfügbare Titel sind verlinkt und für FU-Angehörige über die Philologische Bibliothek in die Campusbibliothek bestellbar):

Bildquelle: vntr.media

Shortlist:

Longlist:

Das Jahr der Frauen

Mit Webers Sieg blickt man auf ein außergewöhnliches Jahr zurück, in dem die wichtigsten deutschen Literaturpreise beinahe ausnahmslos an Frauen verliehen wurden:

– Nora Bossong (Joseph-Breitbach-Preis, Thomas-Mann-Preis)
– Elke Erb (Georg-Büchner-Preis)
– Ute Frevert (Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa)
– Iris Radisch (Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay)
– Rachel Salamander (Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf)
– Helga Schubert (Ingeborg-Bachmann-Preis für Vom Aufstehen)
– Ljudmila Ulitzkaja (Siegfried Lenz Preis)

Einzig der Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik ging mit Lutz Seiler (Stern 111) an einen männlichen Kollegen. Aber auch international sorgten Schriftstellerinnen wie die US-amerikanische Dichterin Louise Glück (Nobelpreis für Literatur) und die junge niederländische Romandebütantin Marieke Lucas Rijneveld (International Booker Prize für The Discomfort of Evening / dt. Was man sät) für Aufsehen. Und die Literaturpreissaison ist noch nicht beendet – am 8. November folgt die Vergabe des Schweizer Buchpreises, am 9. November des Österreichischen Buchpreises, am 10. November der französische Prix Goncourt, am 18. November der US-amerikanische National Book Award und am 19. November der britische Booker Prize. Man darf gespannt sein, ob sich der Siegeszug der Autorinnen auch international fortsetzt. In Österreich und im Vereinigten Königreich dominieren erneut Autorinnen die Shortlists.

Danke für die Mitarbeit am Posting an Mehmet Altin (Azubi zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Philologischen Bibliothek)

Erster bundesweiter „Digitaltag“ gestartet

Unter dem Motto „Digitale Teilhabe nachhaltig fördern“ ist am heutigen Freitag, den 19. Juni 2020, erstmalig der Digitaltag, ein bundesweiter Aktionstag gestartet. Trägerin ist die Initiative „Digital für alle“, in der über 25 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand versammelt sind. Mit dabei sind u. a. die Bitkom, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (dfg), der Deutsche Bibliotheksverband (dbv), die Hochschulrektorenkonferenz oder Wissenschaft im Dialog.

Digitaltag bringt Menschen in ganz Deutschland virtuell zusammen

Der Aktionstag macht heute von 10 Uhr bis 21 Uhr die Digitalisierung mit über 1400 Online-Formaten erlebbar, darunter Webcasts, Webinare, Live-Streams, Online-Beratungen, virtuelle Führungen, Tutorials oder Hackathons. Wege zur digitalen Teilhabe sollen aufgezeigt, aber auch Raum für kontroverse Debatten geschaffen werden. Alle Menschen in Deutschland sollen in die Lage versetzt werden, sich selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen.

Die zahlreichen Aktivitäten werden auf www.digitaltag.eu unter den Punkten Programm bzw.  Aktionen (siehe auch interaktive Deutschlandkarte) geordnet, um es jeder Bürgerin und jedem Bürger zu ermöglichen, sich ein individuelles Programm zusammenzustellen. Nach der Premiere am 19. Juni 2020 soll der Digitaltag künftig jährlich durchgeführt werden (aufgrund der aktuellen Entwicklungen um die COVID-19-Pandemie wurde das Format kurzerhand angepasst und in den virtuellen Raum verlegt). Zudem wurde zum Start  des Digitaltags ein Preis für digitales Miteinander an drei Projekte verliehen, zu dem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier virtuell ins Schloss Bellevue einlud.

Unter dem Hashtag #digitalmiteinander (siehe auch Twitter) soll der Digitaltag in ganz Deutschland virtuell zusammenbringen und bietet eine Plattform, um verschiedenste Aspekte der Digitalisierung zu beleuchten, Chancen und Herausforderungen zu diskutieren und einen breiten gesellschaftlichen Dialog anzustoßen.

Informationen und Hintergründe zur Initiative „Digital für alle“ sowie zum Digitaltag, den Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten gibt es auf der Website www.digitaltag.eu bzw. auch via Twitter unter @DigitaltagDE.

Warme Speisen zum Vorbestellen in der Vegetarischen Mensa

Ab heute bietet die Vegetarische Mensa (Veggie N°1) am Campus Dahlem (Van’t-Hoff-Straße 6) wieder warme Speisen zum Vorbestellen an. Wer am Campus tätig und das Essen aus Supermarkt oder Bäckerei leid ist, kann sich warme (und kalte) Speisen online über die Website des StudierendenWERK Berlin, jeweils einen Werktag im Voraus bis 12 Uhr sichern (Bestellungen für Montag spätestens am Freitag vorher bis 12:00 Uhr). Bei erfolgreicher Bestellung wird per E-Mail eine Bestell-Bestätigung mit QR-Code übermittelt, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Veggie-Mensa am nächten Tag einscannen. Bezahlt wird wie vor der Pandemie auch mit der MensaCard.

Jetzt (da nach 12 Uhr) warme Speisen zum Mittwoch vorbestellen.

Für den Transport der Mahlzeiten wird in Zeiten von COVID-19 Einmalgeschirr verwendet, für das eine zusätzliche Umweltpauschale erhoben wird (bis zu 0,50 EUR pro Gericht für Studierende, bis zu  1,00 EUR pro Gericht für Hochschulbeschäftigte). Sollte doch mal eine Telefon- oder Videokonferenz dazwischenfunken, lassen sich laut StudierendenWERK die Schalen und Folie für 3-4 Minuten in der Mikrowelle bei 800W oder ca. 5-7 Minuten im Ofen bei 110°C erhitzen (max. sind die Speisen 48 Stunden haltbar). Bon appétit … 😉 !

Online Bürgerdialog zum Thema: Europa nach Corona – solidarisch und sozial!

Die Vertretung der Europäische Kommission in Deutschland lädt zu einem Online Bürgerdialog mit dem Thema „Europa nach Corona – solidarisch und sozial!“ am Montag, den 15. Juni 2020, 15.30 – 16.30 Uhr ein.

Es diskutieren Nicolas Schmit (EU-Kommissar für Jobs und soziale Rechte) und Hubertus Heil (Bundesminister für Arbeit und Soziales). Die Moderation übernimmt Anke Plättner (Moderatorin bei Phoenix).

Aus dem Einladungstext: „Die Corona-Krise hat in ganz Europa Spuren hinterlassen. Geschlossene Schulen, überlastete Pflegekräfte, schlechte Arbeitsbedingungen oder die Angst vor Arbeitslosigkeit und Armut treiben viele Menschen um. Wie kann die EU dazu beitragen, diese sozialen und beschäftigungspolitischen Herausforderungen möglichst gut zu bewältigen? Wie können wirtschaftspolitische Interessen, soziale Rechte und Klimaziele miteinander in Einklang gebracht werden? Welche Schwerpunkte setzten die Europäische Kommission und die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im 2. Halbjahr 2020?“

Noch mehr Informationen zur EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Virtuelle Konferenz #vBIB20 vom 26.-28. Mai 2020

Normalerweise wird mit dem Deutschen Bibliothekartag jedes Jahr Europas größter Fachkongress zu bibliothekarischen Themen abgehalten. 2020 sollte die 109. Auflage ursprünglich Ende Mai mit rund 4000 internationalen Teilnehmenden und vielen Ausstellern aus der Informationsbranche in Hannover stattfinden. Doch wie so viele Großveranstaltungen zuvor, wurde auch der Bibliothekartag im Zeichen der COVID-19-Pandemie abgesagt – erstmals seit den beiden Weltkriegen! Dennoch konnte mit viel Engangement und Experimentierfreude vom Berufsverband Information Bibliothek (BIB) und dem TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek innerhalb von 6 Wochen eine Ersatzveranstaltung auf die Beine gestellt werden – #vBIB20 (https://events.tib.eu/vbib20/).

Die virtuelle Konferenz rund um bibliothekarische Themen präsentiert ab Dienstag über drei Tage hinweg mehr als 100 klassische Vorträge, aber auch sogenannte Sessions mit mehreren Diskussionsteilnehmenden sowie Diskussionsrunden. Auf dem Programm stehen Themen der öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliothek, darunter Diversität, Forschungsdaten, Fort- und Weiterbildung, Informationskompetenz, Künstliche Intelligenz, Makerspace, Open Access, Provenienzforschung und weitere rechtliche Themen sowie Social Media oder Statistik (s. offizielles Programm). Viele der im Rahmen von #vBIB20 gehaltenen Vorträge und Sessions sollen später im TIB AV-Portal zu Verfügung gestellt werden.

Auch einige Kolleginnen und Kollegen des FU-Bibliothekssystems sind mit Vorträgen am Start:

Wann? Thema Vortragende
Dienstag, 26. Mai
12:30-12:55 Uhr
(Raum 1)
Als „Embedded Librarian“ im Bibliotheksreferendariat – ein Projektbericht (als Bestandteil der Session „Studiengang und Berufspraxis“) Cosima Wagner
(Campusbibliothek)
Donnerstag, 28. Mai
12:30-13:15 Uhr
(Raum 1)
b.i.t.-online Innovationspreis 2020 Janet Wagner (Philologische Bibliothek), als eine von drei Preisträger*innen für ihre Bachelorarbeit „Bewegung fördert Lernen“ (FH Potsdam)
Donnerstag, 28. Mai
13:20-13:45 Uhr
(Raum 1)
Wir gestalten Wissensräume: Strategie-Entwicklung an der Freie Universität Berlin Martin Lee,
Christina Riesenweber (Universitätsbibliothek)

Die Veranstaltungen laufen parallel in drei virtuellen Räumen, an denen bis zu 3000 Personen gleichzeitig teilnehmen können, wobei nur Moderatoren und Vortragende über Webcam- und Mikrofonfreigaben verfügen. Frage- und Antwortrunden sollen am Ende eines Vortrags möglich sein. Darüber hinaus soll es unmoderierte Jitsi-Räume (nutzbar via Google Chrome) geben, um sich ungezwungenen miteinander austauschen zu können.

Die Macher vom #vBIB20 twittern von einem „Experiment“ – die Teilnahme ist komplett kostenlos, auch eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einzig die Nutzungsbedingungen des Webinarsoftware-Anbieters müssen akzeptiert sowie Name und E-Mail-Adresse angegeben werden (siehe auch die technischen Hinweise). Die angegebenen Daten werden laut den Veranstaltern nach Beendigung der Konferenz gelöscht.

Man darf gespannt sein, wie das neue Format angenommen wird und ob Elemente davon evtl. für den nächsten Bibliothekartag vom 15.-18. Juni 2021 in Bremen Anwendung finden, der hoffentlich nicht ausfallen wird. Und auch für interessierte Außenstehende ist es DIE Möglichkeit, facettenreiche bibliothekarischen Themen für sich zu entdecken 😉 …