Noch 20 Türchen bis Weihnachten

Zum UB-Adventskalender ...
Zum UB-Adventskalender …

Traditionsgemäß präsentiert das Blog Bibliothekarisch.de jedes Jahr zur Weihnachtszeit eine Linkliste mit Online-Adventskalendern von Bibliotheken, Verlagen, Hochschulen usw. (teilweise auch mit kommerziellem Hintergrund). Auch wir als Universitätsbibliothek reihen uns 2018 erstmals in den Reigen mit ein – der UB-Adventskalender lädt zum Entdecken des reichhaltigen, digitalen Angebots des FU-Bibliothekssystems ein. Wer also meint, dem Alter der klassischen Schokoladen-Weihnachtskalender entwachsen zu sein, findet in der Zeit von Christstollen, Glühwein, Spekulatius & Co. mit Sicherheit passende kalorienärmere Varianten 😉 …

Start der Bewerbungsphase am College of Europe 2019/20

Quelle: pexels.com – CC0 License

Liebe Leserinnen und Leser, für Sie zusammengestellt, einige Informationen zum Start der Bewerbungsphase für das College of Europe 2019/20.

Das College of Europe ist das älteste und renommierteste Institut für postgraduierte European Studies in Europa. Seit Gründung des College of Europe im Jahr 1949 haben viele Tausend Absolventinnen und Absolventen des European Studies-Programms erfolgreiche Karrieren in europäischen und internationalen Institutionen, Parlamenten, Unternehmen und Verbänden gestartet und auf diese Weise ein weltweites Netzwerk aus hochqualifizierten Alumni aufgebaut. Die enge Kooperation des College of Europe mit den Brüsseler Institutionen sowie der exzellente Ruf der fachlichen Lehre sorgen dafür, dass jährlich etwa 400 Studentinnen und Studenten aus mehr als 50 Ländern dieses erfolgreiche Netzwerk verstärken.

Europa spielt in der heutigen Welt eine immer wichtigere Rolle als regionaler und globaler Akteur. Ein Postgraduiertenstudium im Bereich European Studies bereitet optimal auf eine Karriere im europäischen und internationalen Kontext vor. Nationale und internationale Unternehmen und Organisationen setzen bereits heute auf eine hervorragende Europakompetenz. Das European Studies-Programm am College of Europe vermittelt diese Kompetenz in den Bereichen Wirtschaft, Recht, Internationale Beziehungen sowie Politik und Verwaltung.

Vom 26. Oktober bis zum 16. Januar sind Bewerbungen für das Studienjahr 2019/20 möglich. Das Studium dauert 10 Monate (Anfang September 2019 bis Ende Juni 2020). Für die Vergabe der etwa 30 deutschen Stipendien und Studienplätze am College of Europe ist die Europäische Bewegung Deutschland e. V. zuständig.

Bewerbungsvoraussetzungen:

Grundsätzliche Voraussetzung für die Bewerbung ist ein abgeschlossenes Diplom- bzw. Masterstudium oder ein gleichwertiger Studienabschluss (240 ECTS), insbesondere in den Fächern Rechts-, Wirtschafts-, Politik- und Verwaltungswissenschaften, Internationale Beziehungen, Europastudien, Geschichte, Philosophie, Kommunikationswissenschaften, Journalismus und verwandten Fachbereichen. Das College of Europe Natolin richtet sich außerdem an Studierende der Sozial- und Sprachwissenschaften, Geographie und ähnlicher Fächer.

Auch Bachelor-Studenten mit 180 ECTS-Punkten können sich bewerben, sofern sie über die notwendigen fachlichen und persönlichen Qualifikationen für den Studiengang verfügen.

Alle weiteren Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie unter: https://www.netzwerk-ebd.de/aktivitaeten/coe/bewerbung/

Noch mehr Informationen zur EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

„Ex Libris: Die Public Library von New York“ – Dokumentarfilm von Frederick Wiseman

Pünktlich zum „Tag der Bibliotheken“ am 24. Oktober 2018 startet Frederick Wisemans neuer Dokumentarfilm „Ex Libris: Die Public Library von New York“ in den deutschen Kinos. Die Dokumentation gibt Einblick in das System der öffentlichen Bibliotheken der Stadt New York, das mit seiner 51 Millionen Medien umfassenden Sammlung eines der größten Bibliothekssysteme der Welt ist. Gemessen an der Zahl der Menschen, die entweder einen Bibliotheksausweis haben oder die Bildungs- und Informationsangebote nutzen, ist die Public Library mit 17 Millionen Besuchern mit großem Abstand die größte Bibliothek der Welt.

Steinerner Löwe vor dem Haupteingang der New York Public Library an der Fifth Avenue

Wiseman zeigt das vielfältige Geschehen der Public Library in seiner ihm eigenen Manier unkommentiert. Von der telefonischen Informationsanfrage, über die Teilnahme an Lehrveranstaltungen, bis hin zu Diskussionen über den digitalen Wandel und die Rolle, die Bibliotheken darin spielen, um nur einen kleinen Einblick in die dreistündige Doku zu geben. Der Filmemacher zeigte sich selbst überrascht über die Diversität und den Umfang der bibliothekarischen Arbeit im Informationszeitalter und erkennt darin eine besondere Wichtigkeit: Mit einem Seitenhieb auf Trump stellt Wiseman fest, dass Bibliotheken „unabhängig von der aktuellen amerikanischen Politikszene […] ein Ideal der Inklusion, Demokratie und Meinungsfreiheit“ blieben (vgl.).

Im Zentrum der Werke Wisemans stehen zumeist Institutionen und ihre Strukturen. Das kann eine psychiatrische Klinik („Titicut Follies“), eine Universität („At Berkeley“) oder ein öffentlicher Park („Central Park“) sein. Der Amerikaner gilt als einer der bedeutendsten Dokumentarfilmer der Filmgeschichte, der diese Filmgattung nachhaltig prägte.

2017 wurde „Ex Libris – The New York Public Library“ bei dem Filmfestival von Venedig mit dem FIPRESCI-Preis der gleichnamigen internationalen Filmkritikervereinigung für den besten Wettbewerbsfilm ausgezeichnet. Wir berichteten. Sehen Sie hier den Trailer zum Film:

ACHTUNG: Daten nach YouTube werden erst beim Abspielen des Videos übertragen.

 

Auch die Universitätsbibliothek und das Bibliothekssystem der FU Berlin reagierten früh auf die digitale Transformation und bieten schon seit langem weit mehr als nur den Zugang zu wissenschaftlichen Texten. In den Lernangeboten der Uni-Bibliothek dreht sich alles darum, ihre NutzerInnen fit in Informationskompetenz zu machen – von der Einführung in das FU-eigene Bibliotheksportal Primo, über die Identifizierung wichtiger Fachliteratur, bis hin zum richtigen Zitieren oder der Arbeit mit Literaturverwaltungsprogrammen.

Deutscher Buchpreis 2018 – „Archipel” ist der Roman des Jahres 2018

Seit dem 8. Oktober steht nun fest, welches Prosawerk der „Roman des Jahres” 2018 ist. Pünktlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse kürte der Börsenverein des deutschen Buchhandels Inger-Maria Mahlke mit ihrem Roman „Archipel” zur Gewinnerin.

In dem von der Gegenwart bis ins Jahr 1919 rückwärts erzählten Text beleuchtet die Autorin die zerklüftete Historie Spaniens anhand der Geschichte dreier Familien, die aus unterschiedlichen sozialen Schichten stammen. In der Begründung der Jury heißt es:

Der Archipel liegt am äußersten Rand Europas, Schauplatz ist die Insel Teneriffa. Gerade hier verdichten sich die Kolonialgeschichte und die Geschichte der europäischen Diktaturen im 20. Jahrhundert. […] Das Alltagsleben, eine beschädigte Landschaft, aber auch das Licht werden in der Sprache sinnlich erfahrbar.

Nachdem bereits letztes Jahr der sogenannte EU-Roman „Die Hauptstadt” von Robert Menasse mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde, steht insgeheim auch in diesem Jahr Europa und seine Geschichte im Fokus. Inger-Maria Mahlke darf sich nun über das Preisgeld von 25.000 Euro freuen. In der FU Berlin ist die Schriftstellerin keine Unbekannte. Sie studierte an der Freien Universität Rechtswissenschaft.

Wenn Sie mehr Interesse an der EU und ihrer Geschichte haben, dann besuchen Sie doch unser Dokumentationszentrum UN-EU.

Deutscher Buchpreis 2018 – Die sechs Titel der Shortlist stehen fest

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat die sechs Finalisten des Deutschen Buchpreis bekanntgegeben. Vier Autorinnen und zwei Autoren konnten sich mit ihren Romanen unter knapp zweihundert Titeln durchsetzen. Damit überwiegt zum ersten Mal in der Geschichte des seit 2005 vergebenen Preises die Zahl der Autorinnen gegenüber der der Autoren.

Auf der Shortlist finden sich nun (UPDATE: 24.09.2018):

Als unausgesprochenes Motto über die deutschprachige Literatur dieses Jahres stünde der berühmte Satz William Faulkners: „Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen“, heißt es auf der offiziellen Website des Buchpreises. Alle diesjährigen Romane folgten „fabulierend, spekulierend, verspielt“ unterschiedlichen Spuren in die Vergangenheit und in „mythische Schichten der Wirklichkeit“.

Das sind die sechs Romane der Shortlist. Quelle: deutscher-buchpreis.de (© Christina Weiß)

Vor knapp vier Wochen hatte die siebenköpfige Jury, bestehend aus Christoph Bartmann ( Leiter des Goethe-Instituts Warschau), Luzia Braun (stellvertretende Leiterin des ZDF Kulturmagazins „aspekte“), Tanja Graf (Leiterin des Literaturhaus München), Paul Jandl (freier Kritiker), Uwe Kalkowski (Literaturblogger „Kaffeehaussitzer“), der Buchhändlerin Marianne Sax und Christine Lötscher bereits eine erste Longlist von 20 Titeln erstellt. Christin Lötscher ist die Sprecherin der Jury und als Fellow der Kolleg-Forschergruppe Cinepoetics mit der Freien Universität Berlin verbunden.

Unter den Finalisten tummeln sich drei ehemalige FU-Studenten

Doch die Jurysprecherin ist nicht die Einzige aus dem FU-Kosmos. Ganze drei Finalisten, also die Hälfte der Shortlist, sind ehemalige FU-Angehörige. Inger-Maria Mahlke studierte an der FU Rechtswissenschaft, Susanne Röckel Germanistik und Romanistik und Stephan Thome Sinologie. Die Chancen, dass der nächste oder die nächste GewinnerIn des Deutschen Buchpreises ein ehemaliges Mitglied der Freien Universität ist, stehen damit bei fünzig Prozent.

Wer genau als Siegerin oder Sieger das Preisgeld von 25.000 Euro mit nach Hause nehmen darf, wird am 8. Oktober 2018 bekanntgegeben. Dann nämlich wird wie jedes Jahr zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse der deutschsprachige „Roman des Jahres“ gekürt. Die anderen fünf Finalisten gehen aber nicht leer aus. Jeder von ihnen erhält 2.500 Euro.

2017 wurde der österreichische Schriftsteller Robert Menasse für seinen EU-Roman „Die Hauptstadt“ mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

Longlist für den Deutschen Buchpreis 2018 veröffentlicht

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat heute die 20 nominierten Romane für den Deutschen Buchpreis bekanntgegeben. Seit 2005 verliehen, gilt die mit insgesamt 37.500 Euro dotierte Auszeichnung als deutsche Antwort auf den französischen Prix Goncourt oder den britischen Booker Prize.

In diesem Jahr treffen die Werke von zwölf Deutschen, zwei Schweizern, einem Österreicher sowie deutschsprachigen Autoren aus Argentinien, Georgien, Italien und Rumänien aufeinander. In Zeiten der „MeToo“-Debatte dominieren erstmals seit Einführung des Preises weibliche Romanciers die Longlist mit insgesamt zwölf Nennungen.

Wiedersehen mit Geiger und Loschütz

Unter den 20 Nominierten sind sechs schon mit dem Gefühl vertraut, mit einem Werk auf der Longlist zu stehen. Ein langes Warten auf’s Déjà-vu mussten zweifelsohne Arno Geiger und Gert Loschütz erdulden. Beide standen bei der ersten Verleihung des Deutschen Buchpreises 2005 auf der Shortlist – Loschütz, nominiert für seinen Erinnerungsroman Dunkle Gesellschaft musste sich damals Geigers beliebter Familiensaga Es geht uns gut geschlagen geben. 13 Jahre später können beide ihre jeweils zweite Nominierung feiern. Geiger folgt in seinem neuen, von der Kritik gefeierten Roman Unter der Drachenwand drei jungen und desillusionierten Menschen, die im Jahr  1944 auf das baldige Ende des verlorenen Krieges hoffen. Die Annäherung an die Figuren erfolgt u. a. durch fiktive Briefe und Tagebucheinträge. Loschütz berichtet vor dem Hintergrund der deutschen Teilung in Ein schönes Paar elegant und sensibel auf mehreren Zeitebenen von der Spurensuche eines Sohnes nach den Eltern, deren geglückte Flucht in den Westen scheinbar zum Ende aller Gemeinsamkeiten führte.

Klüssendorf und Thome zum dritten

Angelika Klüssendorf und Stephan Thome haben bereits zweimal auf der Shortlist gestanden, den Preis aber bislang nie erhalten. Klüssendorf setzt mit Jahre später ihre scheinbar semi-autobiografische Romantrilogie fort, die sie mit Das Mädchen (2011) und April (2014) begonnen hatte. Ihre ostdeutsche Heldin ist erwachsen geworden und geht eine Ehe mit einem westdeutschen Chirurgen ein – eine laut Buchpreisjury toxische Partnerschaft zwischen zwei radikalen Einzelgängern beginnt. Mit 160 Seiten ist Jahre später der schmalste Band unter den nominierten Werken, während Stephan Thomes noch nicht veröffentlichter Gott der Barbaren mit über 719 Seiten zu den längsten Werken zählt. Hatte sich der frühere Sinologie-Student an der FU in seinen zuvor nominierten Werken Grenzgang (2009) und Fliehkräfte (2012) noch Sittengemälden aus der Bundesrepublik zugewandt, folgt er nun einem jungen deutschen Missionar ins China des 19. Jahrhunderts, der sich der christlichen Aufstandsbewegung anschließt. Den längsten Roman mit 750 Seiten liefert die gebürtige Georgierin Nino Haratischwili mit Die Katze und der General ab. Die Geschichte um einen russischen Oligarchen, dessen dunkle Vergangenheit im Tschetschenienkrieg ihn bis nach Berlin einholt, ist für Ende August angekündigt. Mit ihrem Debütroman Juja war Haratischwili bereits 2010 auf der Longlist vertreten.

Von FU-Studenten und weiteren Literaturpreisen

Neben Stephan Thome wetteifern zwei weitere frühere FU-Angehörige um den Deutschen Buchpreis. Die studierte Rechtswissenschaftlerin Inger-Maria Mahlke (Shortlist 2015 mit Wie ihr wollt) schrieb laut Jury mit Archipel einen großen europäischen Roman, der auf der Insel Teneriffa spielt, wo die Autorin selbst auch aufwuchs. Die frühere Germanistik- und Romanistik-Studentin sowie Übersetzerin Susanne Röckel stellt in Der Vogelgott eine Familie in den Mittelpunkt, die zwischen Wissenschaft und Mythen hin- und hergerissen ist.

Nicht von der Jury berücksichtigt wurden u. a. die autobiografischen Romane von Bodo Kirchhoff (Dämmer und Aufruhr) und Michael Lentz (Schattenfroh: Ein Requiem) oder Karen Duves Roman Fräulein Nettes kurzer Sommer über die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848). Auch der diesjährigen Preisträgerin der Leipziger Buchmesse, Esther Kinsky (Hain: Geländeroman), blieb ein Platz auf der Longlist verwehrt. Stattdessen erhielten die in Leipzig nominierten Nachwuchsautoren Anja Kampmann (Wie hoch die Wasser steigen) und Matthias Senkel (Dunkle Zahlen) den Vorzug.

Bereits Preise einheimsen durften dagegen Gianna Molinari und Eckhart Nickel, die beim Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis 2017 mit ihren Romanauszügen Anerkennung gefunden hatten. Die Schweizerin Molinari, Jahrgang 1988 und damit die zweitjüngste Autorin nach Helene Hegemann (Bungalow in Erwerbung), ist die einzige Romandebütantin auf der Longlist. Sie hat ihren Klagenfurt-Text Loses Mappe zum Werk Hier ist noch alles möglich vollendet, der von einer jungen Nachtwächterin einer abgewickelten Verpackungsfabrik erzählt, die sich auf Wolfssuche begibt. In Eckhart Nickels Roman Hysteria (Textauszug zum Ingeborg-Bachmann-Preis) führt der zufällige Fund von merkwürdigen Himbeeren auf einem Biomarkt zu einem geheimen Kulinarischen Institut, dass alles Natürliche durch Kunstprodukte ersetzen will.

Die 20 Nominierten im Überblick
(UPDATE: 24.09.2018, verfügbare Titel sind verlinkt und überwiegend in der Philologischen Bibliothek bzw. teilweise auch in der  Universitätsbibliothek vorhanden):

Die Longlist wird am 11. September 2018 von der Jury um Sprecherin Christine Lötscher (freie Kritikerin), Christoph Bartmann (Goethe-Institut Warschau), Luzia Braun (ZDF), Tanja Graf (Literaturhaus München), Paul Jandl (freier Kritiker), Uwe Kalkowski (Literaturblogger) und die Buchhändlerin Marianne Sax auf sechs finale Romane reduziert, die sogenannte „Shortlist“. Die Preisverleihung findet zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse am 8. Oktober 2018 statt.

Zwar ist die kostenfreie App mit Artikelanfängen seit 2014 passé, aber über detektor.fm lassen sich nach und nach kostenfrei Auszüge aus den nominierten Romanen anhören (auch als App verfügbar). Wer nicht darauf warten will, findet auf der Webseite des Buchpreises unter den jeweiligen Romanprofilen alle bereits freigeschalteten Hörproben (zwischen 8-11 Minuten lang). Auch soll ab nächster Woche eine Taschenbuch (Deutscher Buchpreis 2018. Die Nominierten) mit Leseproben und Hintergrundinfos in ausgewählten Buchhandlungen erhältlich sein.

Von giftigen Lesesälen und der Frage nach der Toilette …

Unter dem Titel „Der Bibliotheksbau als Maschine“ blickte Ulrich Johannes Schneider in der letzten Samstagsausgabe der FAZ (7. Juli 2018, S. 20) auf die Architekturgeschichte der Lesesäle. Der Autor, der gleichzeitig auch Direktor der Universitätsbibliothek Albertina in Leipzig ist, beginnt beim französischen Architekten Henri Labrouste (1801-1875) und weiß in der Folge u. a. von kühlen Köpfen, warmen Füßen, gefürchteten „Museumsfliegen“, Sauerstoffmangel und einem genervten Karl Marx zu berichten. Auch der häufig gestellten Frage nach der Toilette räumt Schneider Platz ein 😉 …

Vorläufer des modernen Bibliotheksbaus: Der Lesesaal der Pariser Bibliothèque Sainte-Geneviève (Bild: Marie-Lan Nguyen, Wikimedia Commons, Lizenz: CC-BY-2.0-FR)
Vorläufer des modernen Bibliotheksbaus: Der von Labrouste konzipierte Lesesaal der Pariser Bibliothèque Sainte-Geneviève

Die Druckausgabe des Artikel lässt sich für FU-Angehörige online über das F.A.Z.-Bibliotheksportal abrufen. Alternativ gibt es die kostenfreie Version mit aufmerksamkeitsheischenden Titel und mehr Bildern bei faz.net.

Bild: Marie-Lan Nguyen, Wikimedia Commons, Lizenz: CC-BY-2.0-FR

Umfrage der EU-Kommission zum Thema Sommerzeit / Winterzeit

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Die EU-Kommission hat eine Online-Abstimmung ins Leben gerufen, mit der ein konkretes Stimmungsbild zum Thema Zeitumstellung (Sommer- und Winterzeit) von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Verbänden geschaffen werden soll. Die Umfrage ist bis zum 16. August verfügbar.

Das Europaparlament hat im Februar 2018 eine Überprüfung der bisherigen Regelung durch die EU-Kommission gefordert, mit Verweis auf Studien, die besagen, dass die Sommerzeit negative Folgen für die Gesundheit der Menschen haben könnte. Nun hat die Kommission, auch auf drängen von Mitgliedsstaaten wie Finnland, die die Abschaffung der Sommerzeit fordern, eine Erhebung gestartet.

In dieser Befragung haben Sie die Möglichkeit, für die Beibehaltung der Sommerzeit, oder für ihre Abschaffung in der gesamten Europäischen Union zu stimmen. Die Kommission möchte, mit Blick auf den EU-Binnenmarkt, einen Flickenteppich mit unterschiedlichen Regelungen vermeiden. Des weiteren kann eine Präferenz wie „ständige Sommerzeit“ oder „ständige Winterzeit“ abgegeben werden.

Weitere interessante Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Noch mehr Informationen zur EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Reduzierung von Einweg-Kunststoffen

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Am Weltumwelttag (05.06.) hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen einen umfassenden Bericht mit einer Übersicht über die Maßnahmen veröffentlicht, die bisher von 50 Nationen durchgeführt wurden.

Der Bericht mit dem Titel: „Single-use-plastics – A road map to sustainability“ gibt einen Überblick über die zehn wirksamsten Schritte, die Länder unternehmen können, unter anderem: Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Alternativen fördern und Anreize für die Industrie schaffen.

Bislang gibt es keine internationalen Abkommen, die die Länder zwingen, ihre Verwendung von Kunststoffen zu reduzieren. Die ökologisch problematischste Form von Kunststoff ist der Einweg-Kunststoff (SUP – single-use-plastic). Trotz des Fehlens eines international verbindlichen Abkommens haben einige Länder selbst Maßnahmen gegen Einweg-Kunststoffe ergriffen, z.B. Reduzierung / Verbot von Plastiktüten.

Nicht nur die Vereinten Nationen beschäftigen sich mit dem Problem, auch die Europäische Kommission probiert die Nutzung von Plastik einzudämmen. So wurde am 28.05. ein Vorschlag für eine eigene Richtlinie vorgelegt. Laut EU-Kommissar Frans Timmermans ist der Richtlinienvorschlag sehr ehrgeizig (und zog ein breites Medienecho nach sich – siehe z.B. Link). Mehrere Plastikprodukte wie Einwegbesteck, Rührstäbchen, Ohrstöpsel und Strohhalme werden im Rahmen des vorgeschlagenen Dokuments vollständig verboten. Für diese Produkte gibt es Alternativen. Andere Kunststoffprodukte werden zur Information der Käufer etikettiert, und wieder andere müssen besser gestaltet werden.

Die Bürger Europas haben der Kommission das Mandat für diese Initiative erteilt. Timmermans wies darauf hin, dass 95 Prozent der Europäer/Europäerinnen Maßnahmen gegen SUP für notwendig und dringend halten. Ob dieser Richtlinienvorschlag von den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament abgesegnet wird, bleibt abzuwarten. Ergebnisse sollen noch vor den Wahlen zum neuen Europaparlament im kommenden Jahr erzielt werden.

Falls Sie weitere Informationen zu dem Thema sammeln wollen, können wir Ihnen folgende Seite: http://www.startplasticdiet.org/ empfehlen, sowie ein tolles Interview, welches Sie HIER finden können.

Noch mehr Informationen zur UN und EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Veranstaltungstipps zum 50-jährigen Jubiläum der 68er-Bewegung

CC BY-SA 2.0 – Quelle: https://flic.kr/p/s2LP4i / Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Nicht nur für die Freie Universität Berlin war 1968 ein wichtiges und bewegtes Jahr. In Berlin, Deutschland und Europa war so einiges los. 50 Jahre danach erinnern und reflektieren einige Veranstaltungen an diese richtungsweisende Zeit des Protestes:

Montag, 28. Mai, 18:30 Uhr: Table Ronde: Paris / Berlin ’68 – Aktionsraum Universität

Aus deutsch-französischer Perspektive diskutieren die französische Germanistin und Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Marie-Claire Hoock-Demarle von der Université Paris Diderot und der Historiker Prof. Dr. Paul Nolte von der Freien Universität über die Studentenproteste vor 50 Jahren und deren Folgen. Moderiert wird die Veranstaltung vom Historiker und Journalist Sven Felix Kellerhoff.

Freie Universität Berlin | Seminarzentrum | Raum L 116 | Habelschwerdter Allee 45 | 14195 Berlin
Weitere Informationen gibt es hier

Dienstag, 5. Juni, 18:00 Uhr: Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest, Diskussionsreihe Teil 3: Gelenkter Protest? SED, Stasi und Studentenbewegung

Gleich eine ganze Diskussionsreihe zum Thema 1968 bieten partnerschaftlich die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Deutsche Gesellschaft e.V. Im Mittelpunkt der Diskussionsreihe steht das Jahr 1968 in Alltag, Kultur und Gesellschaft in Ost und West.

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstr. 5 | 10117 Berlin
Weitere Informationen zu weiteren Terminen finden Sie hier

Samstag, 9. Juni, ab 17:00 Uhr: Lange Nacht der Wissenschaften: O-Töne ’68 – 50 Jahre Studentenbewegung

Studierende des Master-Studiengangs Public History zeigen zur Langen Nacht der Wissenschaften an Multimedia-Stationen die Ergebnisse Ihres Semesterprojekts und legen dabei den Schwerpunkt auf der Rolle der Freien Universität Berlin in der ’68-Studentenbewegung.

Freie Universität Berlin | K27, Flurbereich, Silberlaube | Fabeckstraße 25 | 14195 Berlin
Weitere Infos und Tickets zur Langen Nacht finden sich hier

Samstag, 9. Juni, ab 17:00 Uhr: Lange Nacht der Wissenschaften: Geschichte zum Anfassen: Spurensuche im Archiv

Das Universitätsarchiv beherbergt u.a. das APO-Archiv und ist damit eine unverzichtbare Quelle zu Studien zur Außerparlamentarischen Opposition bzw. der Studentenbewegung in Deutschland. Zur Langen Nacht der Wissenschaften bietet das Universitätsarchiv Mitmachkurse an, die Einblicke in die Arbeit eines Archivs sowie in die Geschichte der Freien Universität ermöglichen.

Freie Universität Berlin | EG, Haus L| Malteserstraße 74−100, 12249 Berlin
Weitere Infos und Tickets zur Langen Nacht finden sich hier

Dienstag, 19. Juni, 18:30 Uhr: 9. Berliner Europa-Dialog: 1968 – ein europäisches Jahr?

Kann man das Jahr 1968 als „europäisches“ Jahr bezeichnen? Wie erklärt sich der aktuelle Kampf um die Deutungshoheit der Chiffre „1968“ gerade angesichts wachsender nationaler und populistischer Stimmungen? Sind Parallelen dieses europäischen oder gar transnationalen Phänomens zu heute zu erkennen? Oder kann die derzeitige Politikverdrossenheit zu einer politischen Mobilisierung führen? Und wie könnte die Europäische Union in der Zukunft davon profitieren? Diese Fragen und weitere reflektieren die Podiumsgäste des Berliner Europa-Dialogs.

Freie Universität Berlin | Henry-Ford-Bau, Hörsaal A | Garystraße 35 | 14195 Berlin
Weitere Infos hier

Noch bis 7.10.2018: Die 68er. Fotografien von Ludwig Binder und Jim Rakete

Im Museum in der Kulturbrauerei der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland können Sie sich noch bis Oktober die Ausstellung der Fotografien von Ludwig Binder und Jim Rakete ansehen. Es werden Binders Fotografien aus den ’68ern gezeigt. Diese werden zusammen gezeigt mit Fotografien Jim Raketes, der 50 Jahre später prominente Akteure der Bewegung ins Bild gesetzt hat.

Museum in der Kulturbrauerei | Knaackstr. 97 | 10435 Berlin                                 Weitere Informationen finden Sie hier

Die Zeit zwischen den Veranstaltungen können Sie mit Lektüre füllen. Publikationen zum Thema ’68 finden Sie in unserem Discovery System hier

Noch mehr Informationen zur EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.