Heute ist der Welternährungstag 2018

World Food Day 2018 – Quelle: Communication Toolkit FAO

Der Welternährungstag wurde von den FAO-Mitgliedstaaten (FAO – Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) auf der 20. Generalkonferenz der Organisation im November 1979 ins Leben gerufen. Die ungarische Delegation unter der Leitung des ehemaligen ungarischen Ministers für Landwirtschaft und Ernährung Dr. Pál Romány spielte bei der 20. Tagung der FAO-Konferenz eine aktive Rolle und schlug die Idee vor, den Welternährungstag weltweit zu feiern. Seitdem wird er jedes Jahr in mehr als 150 Ländern wahrgenommen und sensibilisiert für die Probleme, die hinter Armut und Hunger stehen.

Laut dem neuesten Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (The State of Food Security and Nutrition in the World 2018) befindet sich die Welt nach einer Phase des Rückgangs des Welthungers wieder in einem Aufwärtstrend. Heute leiden über 820 Millionen Menschen an chronischer Unterernährung, so der Bericht weiter. Konflikte und extreme Wetterereignisse im Zusammenhang mit dem Klimawandel sind einige Beispiele, weshalb die Fortschritte im Kampf gegen Hunger und Unterernährung umgekehrt werden.

Unter dem diesjährigen Motto „Our actions are our future – a #zerohunger world by 2030 is possible“ (Unser Handeln ist unsere Zukunft – eine hungerfreie Welt bis 2030 ist möglich) finden auch Sie auf der Zero Hunger Actions Seite Anregungen und Hilfestellungen, wie Sie im Alltag darauf achten können, Lebensmittel nicht zu verschwenden und vieles mehr.

Weiterführende Links:

Resolution: A/RES/35/70 – Erklärung zur Schaffung des World Food Day

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Promotionsvideo World Food Day 2018

ShareTheMeal

Noch mehr Informationen zur UN/EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Wir erinnern an Kofi A. Annan (1938-2018)

Joint Special Envoy Kofi Annan spoke with the media at the United Nations Office at Geneva following the June 30, 2012 Meeting of the Action Group for Syria. Author: United Stats Mission Geneva, https://www.flickr.com/photos/us-mission/albums/72157630353682402

In many ways, Kofi Annan was the United Nations.”, so der amtierende UN-Generalsekretär António Guterres.

Kofi Atta Annan wurde am 8. April 1938 in Kumasi, Ghana (zur Zeit seiner Geburt noch britische Kolonie – bis 1957) geboren.

Er studierte ab 1958 Wirtschaftswissenschaften am Kumasi College of Science and Technology. Mit Hilfe eines Stipendiums der Ford-Stiftung setzte er sein Studium am Macalester College in Saint Paul (Minnesota/USA) fort und erlangte 1961 einen Bachelor-Abschluss. Anschließend studierte Annan für ein Jahr am Genfer Hochschulinstitut für internationale Studien der Universität Genf. 1972 erhielt er seinen Master of Business Administration an der Sloan School of Management des Massachusetts Institute of Technology (MIT).

1962 trat Kofi Annan als Verwaltungs- und Haushaltsbeamter in den Dienst der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen. Seitdem arbeitete er: für die UN-Wirtschaftskommission für Afrika in Addis Abeba; für UN-Peacekeeping (UNEF II) in Ismailia; für das Büro des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen in Genf; im UN-Hauptquartier in New York, als stellvertretender Generalsekretär für Personalmanagement und Sicherheitskoordinator für das UN-System (1987-1990) und stellvertretender Generalsekretär für Programmplanung, Haushalt und Finanzen (1990-1992). Nach der Invasion Kuwaits durch den Irak organisiert Kofi Annan im Auftrag des UNO-Generalsekretärs die Ausreise von über 900 internationalen Fachkräften und Angehörigen westlicher Nationen aus dem Irak. Er leitet die Verhandlungen mit dem Irak über die Freilassung der westlichen Geiseln und die Finanzierung humanitärer Hilfe im Rahmen des „Öl-für-Lebensmittel“-Programms der UN. Er war stellvertretender Generalsekretär für Friedenssicherungseinsätze (1993 – 1994), Untergeneralsekretär (1994 – 1996), Sonderbeauftragter des Generalsekretärs für das ehemalige Jugoslawien (1995 – 1996) und überwachte in Bosnien und Herzegowina den Übergang des Schutzes durch die Vereinten Nationen (UN Peacekeeping) an die multinationale Implementation Force (IFOR), die von der NATO geführt wird.

Am 13. Dezember 1996 wurde Annan vom UN-Sicherheitsrat zum Generalsekretär gewählt. Sein Amt trat er am 1. Januar 1997 an. 2001 wurde er erneut im Amt bestätigt und blieb bis 2006 UN-Generalsekretär.

Seine erste große Initiative als Generalsekretär war sein Reformplan „Die Erneuerung der Vereinten Nationen„, den er den Mitgliedstaaten im Juli 1997 vorgelegt und der bis heute seine Bedeutung nicht verloren hat.

Sein Bericht vom April 1998 an den UN-Sicherheitsrat über „Die Ursachen von Konflikten und die Förderung dauerhaften Friedens und nachhaltiger Entwicklung in Afrika“ war eine von mehreren Bemühungen, das Engagement der internationalen Gemeinschaft für Afrika, aufrechtzuerhalten und auszubauen.

Er hat in verschiedenen schwierigen politischen Situationen seinen Einfluss geltend gemacht. Dazu gehörte 1998 der Versuch, die Einhaltung der Resolutionen des Sicherheitsrats durch den Irak zu erreichen; eine Mission im Jahr 1998, um den Übergang Nigerias zu einer zivilen Regierung zu ermöglichen; eine Vereinbarung im Jahr 1999, um die bestehende Pattsituation zwischen Libyen und dem Sicherheitsrat bezüglich des Lockerbie-Bombenangriffs von 1988 zu lösen; 1999 diplomatische Bemühungen, um eine gemeinsame internationale Reaktion auf die Gewalt in Ost-Timor zu finden und im Jahr 2000, Israel zu einem Rückzug aus dem Libanon zu bewegen und die Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern zu stoppen.

Ihm lag die Stärkung des Status von Frauen am Herzen, ebenso der Aufbau von engeren Partnerschaften mit der Zivilgesellschaft, dem Privatsektor und anderen nichtstaatlichen Akteuren, um deren Stärken mit denen der Vereinten Nationen zu verbinden. Er forderte einen „Global Compact„, an dem führenden Vertreter der Wirtschaft sowie Arbeitnehmer- und zivilgesellschaftliche Organisationen beteiligt sind, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten.

Im April 2000 veröffentlichte er einen Millennium-Bericht mit dem Titel „Wir die Völker: Die Rolle der Vereinten Nationen im 21. Jahrhundert“ und forderte die Mitgliedstaaten auf, sich zu einem Aktionsplan zur Beendigung von Armut und Ungleichheit, zur Verbesserung der Bildung und zur Verringerung von HIV, zum Schutz der Umwelt und zum Schutz der Menschen vor tödlichen Konflikten und Gewalt zu verpflichten. Der Bericht bildete die Grundlage für die Millenniumserklärung, die von den Staats- und Regierungschefs auf dem Millenniumsgipfel im September 2000 im UN-Hauptquartier verabschiedet wurde.

In Annans Amtszeit werden diverse Aktivitäten angestoßen, Resolutionen verabschiedet und umgesetzt, u. a.:

  • Im April 2001 wird ein 5-Punkte-Plan gegen die Verbreitung von HIV/Aids veröffentlicht.
  • Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 fordert Annan die Umsetzung bestehender Rechtsinstrumente zur entschlossenen Terrorismusbekämpfung und wies auf die Möglichkeiten der UN in der Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus hin.
  • Im November 2002 akzeptiert der Irak eine Resolution des UN-Sicherheitsrats, die den ungehinderten Zugang von Waffeninspekteuren zu vermuteten Lagern und Produktionsstätten von Massenvernichtungswaffen (Resulution 1441) fordert.

Im Jahr 2001 erhielt Annan mit den Vereinten Nationen den Friedensnobelpreis. Er wurde ausgezeichnet für sein stehtes Bemühen um Frieden, wachsenden Wohlstand für alle Menschen und die Lösung von Konflikten weltweit.

Ebenfalls 2001 würdigte Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaft der Freien Universität Berlin seine Lebensleistung und verlieh ihm die Ehrendoktorwürde.

Nachdem er seine zweite Amtszeit als Generalsekretär der Vereinten Nationen beendet hat, ging Kofi Annan nicht in Rente, vielmehr versucht er seinen erheblichen politischen Einfluss weiter geltend zu machen:

  • Annan war Vorsitzender der Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA), einer im Jahr 2006 mit Stiftungsgeldern gegründeten Organisation. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, die landwirtschaftliche Produktion Afrikas in den kommenden 10 bis 20 Jahren zu steigern und besonders Kleinbauern zu unterstützen.
  • Im März 2012 wurde er Sondergesandter der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga für Syrien. In der Syrien-Krise versucht Annan eine vermittelnde Position einzunehmen und einen Bürgerkrieg zu verhindern. Im August desselben Jahres und angesichts der anhaltenden Gewalt in Syrien sowie der Uneinigkeit unter den Großmächten im UN-Sicherheitsrat tritt Annan wegen „mangelnder Unterstützung“ von seinem Mandat zurück.
  • Im September 2012 veröffentlicht er seine Autobiografie „Interventions: A Life in War and Peace“.

Nach kurzer Krankheit verstarb Kofi Annan am 18. August 2018 in seiner Wahlheimat Schweiz. Er hinterlässt seine 2. Frau, Nane Annan und drei Kinder.

Noch mehr Informationen zur UN bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Report of the Secretary-General on the Work of the United Nations 2018

António Guterres ist seit gut einem Jahr im Amt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen. Nun hat er seinen ersten Bericht über die Arbeitsergebnisse der Vereinten Nationen vorgelegt.

Selbstkritisch leitet er diesen Bericht ein: „Ich begann meine Amtszeit 2017 mit einem Jahr des Friedens, doch dieser Frieden ist schwer fassbar. Konflikte haben sich vertieft, mit schweren Menschenrechtsverletzungen und Verletzungen humanitären Rechts, die Ungleichheit ist gestiegen, Intoleranz hat sich verbreitet, Diskriminierung gegen Frauen bleibt fest verwurzelt und die Auswirkungen des Klimawandels haben sich weiter beschleunigt.“ (Report of the Secretary-General on the work of the Organization, 2018, p. 3)

Der Bericht gliedert sich in sieben globale Themen:

  • Förderung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums und nachhaltiger Entwicklung
  • Aufrechterhaltung des internationalen Friedens und der Sicherheit
  • Entwicklung von Afrika
  • Förderung und Schutz der Menschenrechte
  • Wirksame Koordinierung der humanitären Hilfe
  • Förderung von Gerechtigkeit und Völkerrecht
  • Abrüstung
  • Drogenkontrolle, Kriminalprävention und Terrorismusbekämpfung

Trotz dieser problematischen Eröffnung resümiert der Bericht über das Erreichte und Ziele die es noch zu erreichen gilt. Um all die bestehenden Probleme anzugehen bedarf es der Einheit und des Mutes, um die Welt auf Kurs zu bringen und in eine bessere Zukunft zu führen, so der Generalsekretär.

Noch mehr Informationen zur UN bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

World Humanitarian Day (WHD)

Copyright © United Nations

Jedes Jahr am 19. August findet der World Humanitarian Day (WHD) statt. Er dient vor allem dazu, all jenen Helfern, die ihr Leben im humanitären Dienst riskieren, zu danken und Unterstützung für Menschen zu sammeln, die von Krisen auf der ganzen Welt betroffen sind.

WHD-Kampagne 2018: #NotATarget

An diesem Tag wird auf die Millionen von Zivilisten aufmerksam gemacht, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind. Menschen die täglich, um Nahrung, Wasser und sichere Unterkünfte kämpfen müssen, während Kriege um sie herum alles zerstörenJeden Tag leisten Menschen humanitäre Hilfe, behandeln Verwundete und Kranke in Kriesengebieten, berichten aus Kriesengebieten und werden somit, obwohl Zivilisten, zur Zielscheibe.

Auslöser für die Einführung des World Humanitarian Days war der Terroranschlag auf das Hauptquartier der Vereinten Nationen in Bagdad, am 19. August 2003. Damals starben 22 Menschen, unter ihnen Sergio Vieira de Mello, der oberste Repräsentant der Vereinten Nationen im Irak. Fünf Jahre später verabschiedete die Generalversammlung eine Resolution, die den 19. August zum Welttag der humanitären Hilfe erklärte. Seither werden jedes Jahr  weltweite Kampagnen zum Gedenken organisiert, die sich für die Sicherheit von humanitären Helfern und für das Überleben, das Wohlergehen und die Würde von Menschen, die von Krisen betroffen sind, einsetzen.

Noch mehr Informationen zur UN bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Haltung oder Enthaltung? Deutschlands Profil im UN-Sicherheitsrat

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) und die Deutsche Atlantische Gesellschaft (DAG) laden am Mittwoch den 29. August 2018 um 18:30 Uhr zu einer gemeinsamen Veranstaltung: „Haltung oder Enthaltung? – Deutschlands Profil im UN-Sicherheitsrat“ mit anschließendem Empfang.

Deutschland wird 2019-2020 im UN-Sicherheitsrat vertreten sein. Die Welt ist gebeutelt von Krisen der Syrien-Konflikt, ein schwieriger werdendes Verhältnis zu den USA, Flüchtlingskrisen, etc. Welche Akzente soll und kann Deutschland im Sicherheitsrat setzen? Welchen Beitrag kann die Bundesregierung zu Frieden und Stabilität in der Welt leisten?

Begrüßung:

  • Generalleutnant a.D. Jürgen Bornemann, Generaldirektor des internationalen Militärstabs der NATO (2010–2013), Mitglied des Vorstands der DAG

Impulsvortrag und anschließende Podiumsdiskussion:

  • Botschafter Dr. Christoph Heusgen, Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York

Podiumsdiskussion

  • Dr. Franziska Brantner, MdB (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen), Vorsitzende des Unterausschusses für Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung u. vernetztes Handeln
  • Dr. Lisa Heemann, Generalsekretärin der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.
  • Prof. Dr. Johannes Varwick, Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und europäische Politik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Moderation

  • Werner Sonne, Journalist und Autor

Schlusswort

  • Detlef Dzembritzki, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V., MdB a.D.

Veranstaltungsort: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Dorotheenstraße 84, 10117 Berlin

Anmeldung
Bitte melden Sie sich bis zum 21. August 2018 für die Veranstaltung an.

Wichtiger Hinweis

Der Einlass kann nur nach vorheriger Anmeldung und mit gültigem Lichtbildausweis gewährt werden.

Das Mitbringen von Koffern und Rucksäcken in den
Veranstaltungssaal ist leider nicht gestattet.

Noch mehr Informationen zur UN bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Jetzt bewerben: National Model United Nations 2019

Quelle: pixabay.com – CC0 License

Ab sofort haben Hochschulstudierende die Gelegenheit, sich für das National Model United Nations 2019 zu bewerben. Der Begriff Model United Nations (MUN oder auch Model UN) bezeichnet authentische Simulationen für Schülerinnen, Schüler und Studierende, in denen die Arbeit der Vereinten Nationen nachgestellt wird. Das National Model United Nations ist die weltweit größte UN-Simulation für Hochschulstudierende mit über 5.000 Teilnehmenden aus Nord- und Südamerika, Afrika, Asien und Europa.

Internationaler Nelson-Mandela-Tag 2018

Quelle: http://www.standup4humanrights.org/en/index.html

Heute ist Nelson-Mandela-Tag! Der Gedenktag wird seit 2010 am 18. Juli jährlich begangen, dem Geburtstag des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela.  Am 10. November 2009 wurde der Gedenktag auf Initiative der Vereinten Nationen durch deren Vollversammlung deklariert – er soll zum humanitären Verhalten anregen.

Zum diesjährigen Nelson-Mandela-Tag hat der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, gestern die Nelson-Mandela-Jahresvorlesung mit dem Thema „Renewing the Mandela Legacy and Promoting Active Citizenship in a Changing World“ vor circa 15.000 Menschen im Bidvest Wanderers Stadium in Johannesburg gehalten (Text-Version in Englisch hier). Der Vortrag konzentrierte sich auf die Schaffung von Bedingungen für die Überbrückung von Gräben, das Arbeiten über ideologische Grenzen hinweg und den Widerstand gegen Unterdrückung und Ungleichheit.

Die Nelson-Mandela-Jahresvorlesung wird jährlich in Zusammenarbeit mit der Motsepe-Stiftung abgehalten und ist eines der wichtigsten Programme der Stiftung zu Ehren ihres Gründers Nelson Mandela. Seit 2003 nutzen weltweit führende Persönlichkeiten den Vortrag jedes Jahr, um aktuelle Themen aus Südafrika, Afrika und dem Rest der Welt anzusprechen.

Der Nelson-Mandela-Tag 2018 markiert 100 Jahre seit der Geburt von Nelson Mandela (18. Juli 1918). Das hundertjährige Jubiläum ist eine Gelegenheit, über sein Leben und Vermächtnis nachzudenken und seinem Ruf zu folgen, „die Welt zu einem besseren Ort zu machen“. Die Nelson-Mandela-Stiftung widmet den diesjährigen Mandela-Tag der Aktion gegen die Armut und würdigt damit Nelson Mandelas Führungsstärke und Hingabe zur Bekämpfung der Armut und zur Förderung sozialer Gerechtigkeit für alle.

Noch mehr Informationen zur UN bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Reduzierung von Einweg-Kunststoffen

Quelle: pixabay.com – CC0 License

Am Weltumwelttag (05.06.) hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen einen umfassenden Bericht mit einer Übersicht über die Maßnahmen veröffentlicht, die bisher von 50 Nationen durchgeführt wurden.

Der Bericht mit dem Titel: „Single-use-plastics – A road map to sustainability“ gibt einen Überblick über die zehn wirksamsten Schritte, die Länder unternehmen können, unter anderem: Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Alternativen fördern und Anreize für die Industrie schaffen.

Bislang gibt es keine internationalen Abkommen, die die Länder zwingen, ihre Verwendung von Kunststoffen zu reduzieren. Die ökologisch problematischste Form von Kunststoff ist der Einweg-Kunststoff (SUP – single-use-plastic). Trotz des Fehlens eines international verbindlichen Abkommens haben einige Länder selbst Maßnahmen gegen Einweg-Kunststoffe ergriffen, z.B. Reduzierung / Verbot von Plastiktüten.

Nicht nur die Vereinten Nationen beschäftigen sich mit dem Problem, auch die Europäische Kommission probiert die Nutzung von Plastik einzudämmen. So wurde am 28.05. ein Vorschlag für eine eigene Richtlinie vorgelegt. Laut EU-Kommissar Frans Timmermans ist der Richtlinienvorschlag sehr ehrgeizig (und zog ein breites Medienecho nach sich – siehe z.B. Link). Mehrere Plastikprodukte wie Einwegbesteck, Rührstäbchen, Ohrstöpsel und Strohhalme werden im Rahmen des vorgeschlagenen Dokuments vollständig verboten. Für diese Produkte gibt es Alternativen. Andere Kunststoffprodukte werden zur Information der Käufer etikettiert, und wieder andere müssen besser gestaltet werden.

Die Bürger Europas haben der Kommission das Mandat für diese Initiative erteilt. Timmermans wies darauf hin, dass 95 Prozent der Europäer/Europäerinnen Maßnahmen gegen SUP für notwendig und dringend halten. Ob dieser Richtlinienvorschlag von den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament abgesegnet wird, bleibt abzuwarten. Ergebnisse sollen noch vor den Wahlen zum neuen Europaparlament im kommenden Jahr erzielt werden.

Falls Sie weitere Informationen zu dem Thema sammeln wollen, können wir Ihnen folgende Seite: http://www.startplasticdiet.org/ empfehlen, sowie ein tolles Interview, welches Sie HIER finden können.

Noch mehr Informationen zur UN und EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Dag Hammarskjöld and the United Nations – Past, Presence and Future

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) und die Schwedische Botschaft in Deutschland laden am 16. Mai 2018, um 17:30 Uhr  (Registrierung ab 17:00) zu einer englischsprachigen Veranstaltung „Dag Hammarskjöld and the United Nations – Past, Presence and Future“ in die Schwedische Botschaft in Berlin ein.

Die Veranstaltung wird sich mit der Geschichte, den Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Vereinten Nationen befassen. Neben der Vorstellung einer neuen Biografie über den verstorbenen Generalsekretär Dag Hammarskjöld, geht es in der Diskussion vor allem um die Vereinten Nationen von heute und morgen, die schwedische und deutsche Mitgliedschaft im Sicherheitsrat und die Frage der Reform der Vereinten Nationen .

Einführung:

  • Alice Bah Kuhnke, Minister for Culture and Democracy, Sweden
  • Dr. Lisa Heemann, Secretary-General, United Nations Association of Germany

zu Dag Hammarskjöld

  • Henrik Berggren, historian, journalist and author of a Dag Hammarskjöld biography

Die Vereinten Nationen – Vergangenheit und Zukunft:

Hans Corell, Ambassador (ret.), Former Under-Secretary-General for Legal Affairs and the Legal Counsel of the United Nations

Schweden und Deutschland im Sicherheitsrat:

  • Sweden in the Security Council 2017-2018
    Per Thöresson
    , Swedish Ambassador to Germany and former Deputy Permanent Representative of Sweden to the United Nations
  • Germany in the Security Council 2019-2020?
    Dr. Christophe Eick
    , Director for Human Rights, International Development and Social Affairs, German Federal Foreign Office

Podiumsdiskussion:

  • Henrik Berggren
  • Hans Corell
  • Per Thöresson
  • Christophe Eick
  • Prof. Dr. Manuel Fröhlich, Trier University

Moderation:

  • Anja Papenfuß, Head of Press Office Berlin, Friedrich-Ebert-Stiftung

Ort: Schwedische Botschaft, Rauchstraße 1, 10787 Berlin

Für die Veranstaltung müssen Sie sich vorab anmelden.

Noch mehr Informationen zur UN und EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

Die Spotlight-Initiative: Gewalt gegen Frauen und Mädchen beseitigen

Die Europäische Union und die Vereinten Nationen starten eine neue, globale, mehrjährige Initiative zur Beseitigung aller Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen (VAWG) – die Spotlight-Initiative.

Die Initiative rückt das Thema Gleichstellung der Geschlechter und  Stärkung der Rolle der Frauen im Einklang mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen:  #SpotlightEndViolence

Die Europäische Union wird den Hauptanteil der Anfangsinvestition von 500 Mio. Euro bereitstellen. Andere Geber und Partner werden eingeladen, sich der Initiative anzuschließen, um ihre Reichweite und ihren Umfang zu erweitern. Ein UN-Multi-Stakeholder-Treuhandfond wird mit Unterstützung der Kernorganisationen UNDP, UNFPA und UN Women verwaltet und vom Exekutivbüro des UN-Generalsekretärs überwacht.

Im Rahmen der Spotlight-Initiative wurde bereits die Kampagne #HerStoryOurStory ins Leben gerufen, die darauf abzielt, das Bewusstsein für die Auswirkungen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu schärfen. Ein breites internationales und lokales Publikum soll mit Hilfe eines webbasierten Videospiels dazu herausgefordert werden, zu überlegen, wie sie reagieren würden, wenn sie mit einer schwierigen Situation konfrontiert werden.

Noch mehr Informationen zur UN und EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.